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Protokoll imtetgeid&neten, antworte« werden.

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unterbrochen, um dem Parteivvrstanb Gelegenheit zu geben, sich zu der neuen (Situation zu äußern.

Am Nachmittag trat der Parteiausschuß wieder zu­sammen und faßte den oben mitgeteilten Beschluß, in dem eine Kandidatur Dr. GetzlerS abgelehnt wird.

gewählt, aber nicht, wie das Präsidium infolge eines unverzeihlichen Irrtums zunächst mitteilte, mit 232 sondern mit 222 Stimmen, also einer

Berlin, 11. März. Der Auswärtige Ausschuß des Reichstags trat unter dem Vorsitz Hergts ($«.) «$u einer Sitzung zusammen. Die Reichsrcgierung war durch Dr. Stresemann, Graf Kanitz und Dr. Neubaus vertreten, 'ie Verhandlungen wurden durch febr -.ingehende Dar­legungen des Ministers des Aeußern Dr. Etrefe» mann über die Frage des Eicherbeltspak­tes eingeleitet. Sie standen unter vollster Vertrau­lichkeit.

Aufhebung des Ctaatsgerichtshofe« näher treten.

Der Redner wendet sich dann gegen jede Er« leichterung der Ehescheidung und der Abtreibung Zm letzten Jahre seien ungefähr eine halbe Million Abtreibungen in Deutschland erfolgt. Wenn das so weiter gehe, werden alle deutsche Zukunflshoffnun« gen zunichte werden.

Abg. Dr. Kahl (D.D.P.) erklärt, es mCile alles getan werden, um die erschütterte Autorität d» deutschen Richters tut deutschen Volke wieder herzu« stellen. Das könne nicht durch Ee^etzcsrcformcn, sondern nur durch eine Eesinnungsref or m geschehen. *

Reichsjustizminister Dr. Frenken wendet sich gegen die Teilreform auf dem Gebiete des Straf­rechts. Der Minister bespricht einzelne Beschwerden und sagt Nachprüfung zu. Der Minister nimmt den Ctaatsqerichtshof in Schutz, der zwar nach politi­schen Gesichtspunkten zusammengesetzt sei, aber s ine Urteilssprüche nach bestem Wissen fälle. Die Be­strebungen zur Erleichterung der Ehescheidungen könnte nicht gefördert werden. Der Minister erklärt ich im übrigen bereit, alle vorgebrachten Wünsche zu prüfen.

Darauf werden die Beratungen abgebrochen. Angenommen wird noch ein Antrag, in dem die Ländervlufgefordert werden, anläßlich der bevor« tehenden Präsidentenwahl die Wahlfreiheit zu chützen. Das Haus vertagt sich auf Donnerstag 2 Uhr nachmittags: Gesetzentwurf über die Volks­zählung, Antrag der Demokraten, Sozialdemokraten und des Zentrums über das Wahlverfahren bei der Präsidentenwahl und Justizetat.

Schluß 6.30 Uhr.

Der Doppelkandidat.

Der Zentrumsführer Marx wurde am Dienstag

Stimme über die absolute Majorität. Die an das ialsche Wahlergebnis angetnüpften Betrachtungen über die etwaigen Ursachen eines Zuwachses für die Weimarer" sind also hinfällig geworden, aber um o schärfer erhebt sich die Frage, was eigentlich mit liefet Wahl beabsichtigt war. DieGermania" chreibt: Wenn die Reichspräsidentenwahl über das Gezänk des Tages hinaus einen größeren politischen Zug erhalten roU, so ist es zu begrüßen, daß der sicherste Anwärter der Brrfassungsparteien heute in Preußen in der Hauptsache von denjenigen Par­teien als Ministerpräsident getragen wurde, die ihm auch demnächst als dem bevorzugten Kandi­daten der Versasiungsparteien ihre Stimme geben tollen.Also die Wahl in Preußen ist eine Farce, die das Zentrum arangicrt, um die Zeit bis zur Reichspräsidentenwahl auszufüllen und Marx bei der Linken weiter einzufühten."

Man muß derDeutstyen Tageszeitung" recht geben, wenn sie schreibt, eine solche Taktik würde eine schwere Illoyalität gegen den preußischen Land­tag bedeuten, der nach Monaten der Krise unter allen Umständen einen Ernst-Kandidaten für das Ministerpräsidium erwarten mußte, nicht aber einen Kandidaten, der vielleicht ein paar Tage oder gar nur 24 Stunden nachher auf die Annahme der Wahl verzichtet, weil er sich inzwischen noch für einen nichtpreußischen Posten hat aufstellen lassen.

Danzig and Pole«.

ff. 6 e n f, 12. März. Von polnischer Sette wich das Gerücht verbreitet, Danzig habe sich en ba| Völkerbundsrat mit der Bitte gewandt, den Briefe kastenstreit an den internationalen Gerichtshof im Haag zu verweisen. Von zuständiger Seite wirA diese» Gerücht auf da» entschiedenste bestritt«.

Dr. Simone in Verl:

Berlin, 11. Mär». Der Stellvertreter des Reichs­präsidenten Reichsgerichtsprändent Dr. Simons ist mit dem fahrplanmäßigen Zuge um 11 Ubr 17 in Ber­lin eingetroffen. Er wurde am Bahnbof von dem Reichskanzler, den Staatssekretären Meißner und Kernv- nct empfangen. Dir durch- die Reichsverfasirnng sorge-, idiriebent Vereidigung des Stellvertreters des Neichs- prästdenten vor dem Reichstage findet morgen nm 12 Ubr i:i einer besonderen Sitzung statt.

Berlin, 11. Mär». Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, wird sich die Vereidigung des stellvertretenden Reich.Präsidenten Dr. Simons morgen Mittag um 12 Ubr vor dem Reichstage in der Weise vollziehen, daß der Reichstagsprästdent Loebe dem stell­vertretenden Reichspräsidenten nach dellen Eintritt in den Saal mit einer kurzen Ansprache begrüßen und ihm die Eidesformel überreichen wird. Es wird erwartet, daß der stellvertretende Reichspräsident an die Leistung dieses Eides auch seinerseits eine kurze Ansprache knüp­fen wird.

Simons lehnt ab.

ff. Berlin, 12. März. Wie dieZeit" meldet, beabsichtigt man in völkischen Kreisen, für den Fall einer Ausstellung Gehler» als bürgerlicher Sammel­kandidat, mit einer Sonderkandidatur vorzugchen. Zu der Tatsache, daß auch der gegenwärtige stellver­tretende Reichspräsident Dr. Simons als Kandidat genannt wurde, erfahren die Blätter, daß Dr. Si­mons eine ihm ungebetene Kandidatur nicht an­nehmen werde.

Abg. Schulz- Bromberg (Dtn.) beantragt Ueberweisung des Antrages an den Rechtsausschuß.

Der Gesetzentwurf wird in erster und zweiter Be­ratung edebigt und dann dem Rechtsausschutz über­wiesen.

Die zweite Beratung des Haushalte« des R e i chs j u st iz m i n i st e r i u ms wird fortgesetzt.

Abg. Schulte- Breslau (Zent.) legt gegen die einfeitigen Erklärungen de» Berichterstatters schärfst« LevvahrzM ein. D« Abg. Dr. Korsch

Relchsprästdenten drel Millionen Reichsmark aus« gegeben worden feien, fetzt bei ben Sozialdemo­kraten ein nicht endenwollender Entrüstungssturm ein und die Pfuirufe wollen kein Ende nehmen. Sobald der Redner versucht, weiter zu sprechen, vlrb er durch erneute Schluß- und Pfuiruf« der Sozial­demokraten daran gehindert.

Der versuch de« Btzepräslbenten Dr. v. Ärte», dem Redner dal Dort zu verschaffen, mißlingt.

Daraufhin erklärt der Bizepräsldent die Sitzung llr eine Viertelstunde unterbrochen.

Schluß bet Sitzung 1.40 Uhr.

In bet um 1.65 Uhr beginnenden neuen Sit­zung setzt bet Abg. Kaiser (Nat-Soz.), beim Beginn seiner Rede von Schluß« unb Pfuirufen bei Sozialbemokraten unterbrochen, feine Ausführungen ort.

Nach einet Bemerkung des Abg. Waldt- Haufen (Dntl.), bet einen vom Vorredner behaup­teten Gegensatz zwischen ihm und seinem Fraktion»- freund Martin In bet Frage der Beteiligung bet Arbeiter an bet GrubenkontroNe al» nicht bestehend zurückweist, werden sämtliche Anfragen unb Anträge zu den Grubenunglücken dem Ausschuß für Handel und Gewerbe überwiesen.

Da» Haus genehmigt zum Schluß die Berord« nung zur Aenderung des Ausführungsgesetzes zum Finanzausgleichsgesetz, nachdem Abg. Welßermel (Dntl.) bte Ungerechtigkeit des Verteilungsschlüssel» bemängelt hatte.

Bel Festsetzung der nächsten Sitzung fordert Abg. Pieck (Komm.), daß am Donnerstag der kommuni­stische Antrag auf Auflösung des Landtag» al» erster Punkt verhandelt werde. Die fortgesetzte Regie­rungskrise zeige die Unfähigkeit der Regierung. Ein neuer BolkSentfcheid sei nötig.

Der Antrag wird abgelehnt.

Nächste Sitzung Donnerstag 12 Uhr. Entwurf über die Hinausschiebung der Wahlen zu den Pro« vinziallandtagen und Kreistagen, Novell« zur Grundverniögenssteuer, kommunistischer Uramrag über die Geschäftsführung des Präsidenten.

Schluß 5.10 Uhr.

habe am allerwenigsten die Legitimation zu feiner Kritik an dem gesamten deutschen Richterstand. Bon der allgemeinen Zivil, und Strafprozeßreform sollte man nicht einen Schritt rückwärts durch überstürzte Einzelverordniingen verlangen. Erforderlich fei, datz der Strafgesetzentwurf gemeinsam mit Deutsch.Oe st erreich geschaffen werd«. Das

Berlin, 11. Mär». Im Saushaltsausschuß de» Reichstags legte bei Beratung des Haushalts des 'If^swebrministeriums Minister Dr. Grßler dir Grundsätze dar, nach denen fcas Ministerium in seinen Maßnahmen verfahre. Die Reichswehr mune nach allEteiner Ansicht überparteilich aufgebaut weidc.i: deshalb sei den Angehörigen der Wehrmacht iede politische Betätigung untersagt. Diefe Linie sei absolut eiugebalten worden, solange er Webrminister lei. Die Reichswehr habe niemals auf dis Innen- oder Außenpolitik irgendwie Einfluß zu nehmen versucht. Es mache große Schwierigkeiten, ein Hundcrttansend- Monn-Heer vollzählig aufzusiellen. Im Gegensatz zu dem Mannschaftsncsetz sei der Andrang zur Offiziers­laufbahn weit größer als die vorhandenen Stellen. Mit aroßker Strenge werde darauf geachtet, daß Militär­musik bei keinerlei volitifchen Veranstaltungen spiele, ganz gleich, um welche Parieirichtung es sich handele. Das Heer werde zunr Pflichtbegriff erzogen! da» andere müsse die Entwicklung und die Zeit bringen.

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Regierungstisch: Reichsjustizminister Frenke«. Präsident Lobe eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 10 Minuten.

Amtliche Stimmzettel?

Die drei Parteien der Linkskoalition haben sich im Reichstag auf einen demokratischen Antrag ge­einigt, wonach für di« Wahl des Reichspräsidenten amtliche Stimmzettel hergestellt werden sollen, auf denen sämtliche vom Reichswahlleiter zugelassenen Wahlvorschläge verzeichnet find, sodatz der Wähler nur seinen Kandidaten anzukreuzen braucht. So­wohl di« amtlichen Stimmzettel als auch die Wahl- vorschläg« find in dem Gesetz über die Reichspräsi- dentenwahl nicht vorgesehen. Selbst wenn die Wahlvorschläge 20 0000 Unterschriften tragen sollen, scheint uns die Gefahr der Zersplitterung sehr er­höht zu werden durch die amtlichen Stimmzettel, die den einzelnen Gruppen die beträchtlichen Kosten für den Druck von Stimmzetteln ersparen. Das ist eine Verschlimmbesserung.

NuMer Reichstag

34. Sitzung vorn 11. März,

Der Nnzeigenvrris beträgt für den 10 gelv. Zeilenmillimefer 0,09 Goldmart. Klein» var^Anzelg.n 0d0 ««. Amtlich» «nb ousttäntg» «£$**« 0,1® Golt mark. Bet schwierig»«, Sau, sowie b. PlanvorfchriftenLO',« SofiAlag. IW l,

Ausickioa Neklome« 0> Gold«. 3eb«t Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tag«. Beleg« w"b»n b-r-chn«t. «b««w *» tunst durch vt» G»schätt,n»«i< und Zwendung der Angebot». Er,«Nu«gson Marburg. 1 = *1« DoUar

Aste wie hierzu weiter noch von outunterrichteter erfahren, bat der Löbellausschuß dem Zentrum «tib den Demokraten für den Fall, baß diese sich mit «iner gemeinsamen bürgerlichen Kandidatur einverstan- h«n erkstiven, al» Kandidaten die Person des leeeHwirtiaen Relchswebrministers Dr. Ecßl er vorgeschlagen. Von den Demokra­ten sali bereits da» Einverständnis mit bfdier Kandidainr erklärt worden sein.

Ä Dsgeoen bat der Parteiausschuß des Zentrums 'der ata Mit Iw och zusammengetreten war, zu allgemei-- !«er Ueberrafchuna einstimmig beschlossen, daß für das teeritruw eine Kandidatur Dr. Gebier ebenso untragbar M tote «ttw Kandidatur Dr. Jarres'. Das Zentrum sei ikcdsch Bereit, über einen anderen gemeinsamen Kandi­daten mit den übrigen Parteien zu verhandeln. Die- |tt Beschluß ist dem Arbeitsaustchnß des Herrn v. Löbell «iipetellt worden.

Mnn fchreibt uns au» Berlin hierzu: Der Loe- ,<>ell-A«»fchutz hat von Beginn seiner Tätigkeit an «in überparteiliche Kandidatur betrieben. Er hätte Pch darüber auch gestern noch mit den Demokraten toib bem Zentrum friedlich-schiedlich auseinander- Sesetzt, wenn das Zentrum auf die Kandidatur tmg verzichtet Hütte. Dieser Verzicht aber war nickst mehr möglich, denn die Kandidatur Marx pcknd fckMi in der vorigen Woche völlig fest.

Die Aufmarschfront ist für den ersten Wahl- ganz setzt klar. Neben dem überparteilichen Kan- bibste« Dr. Jarres treten als ernsthafte Mitbe- wetber noch der Zentrumskandidat Marx und der fszinldemokratifche Kandidat Otto Braun auf den Marr. Der kommunistische Kandidat ist lediglich t«it! Hähkkandidat, und ob die Demokraten felb- sfiandig vorgehen, oder sich der Kandidatur Marx 'eiucksijetzen, spielt weiter keine Nolle. Man kann Mckur erwarten, daß sich für die Kandidatur Jar- srcs alle Norteien rechts vom Zentrum einschließ- der Bäuerischen Volksparler anschließen wer-

Der Abgeordnete Leicht hat als Vertreter -öec Baqerifchen Volkspartei bisher alle Be- fchlüffe des Loebell-Ausschusies mit gefaßt. Die Au^i4hte« der Kandidatur Jarres find also durch­aus «Anstio, zumal man heute noch nicht sieht, '«sie die Konkurrenz des Zentrumskandidaten Marx und des sozialdemokratischen Kandidaten Brylin im zweiten Wahlgange reibungslos und jchue Verbitterung auf der einen oder anderen Seite durch eine gemeinsame Kandidatur ersetzt werben soll

Berlin, 11. März. Der Aeltestenrat de» Preußischen Landtags hielt eine Besprechung über den weiteren Arbeitsplan ab. Land« tagsprösident Bartels gab Kenntnis von der Mit« teilung der Regierung, daß sie morgen nicht in der Lage sei, eine Regierungserkläruna ab­zugeben, vielleicht aber nächste Woche. Für Mitt« mach kommender Woche ist die Entgegennahme i)er Regierungserklärung in Aussicht genommen Für den Fall, daß es nicht dazu kommt, soll dil Neuwahl des Ministerpräsidenten auf die Ta> gesordnung gefetzt werden.

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Sie Sagung des WkrbmidmteS

Einladung an Deutschland?

st. L o n d o n, 12. März.Daily Telegraph* meldet aus Genf, bet Völkerbundsrat habe in nicht öffentlicher Sitzung vereinbart, inoffiziell mitteilen zu lassen, daß er der Forderung Deutschland« im Bölkerbundsrat mit einem ständigen Sitz Vertreter zu fein, zustimme.

Paris, 11. März. Der Genfer Privatkvr- refpondent desEcho de Paris" will aus guter Quelle erfahren haben, daß bte MetnungSverfchte« denheiten der militärischen und juristischen Sachver­ständigen bezüglich der Militärkontrolle schon jetzt behoben und eine Formel gefunden sei, die ein­stimmig angenommen worden sei, unb dem Bölker­bundsrat zur Billigung vorgelegt werde.

Genf, 11. März. In einer kurzen öffentliche» Sitzung behandelte der Rat heute nachmittag einen von Benesch ausgearbeiteten Bericht über die Er­gebnisse, zu denen die Abrüstungskommis- sion, die bekanntlich au» Vertretern der zehn Ratsmächte unb besonderen technischen Sachverstän­digen besteht, In ihrer ersten Session hinsichtlich der Herstellung von Waffen unb Kriegsmunition, ferner über den privaten Waffenhandel und die Auf­stellung einer einheitlichen Statistik über den in­ternationalen Waffxnhandel gelangt ist. Der Bericht von Benesch schlägt im wesentlichen die Schaffung einer Unterkommission vor, die 6:8 zum Zusammen­tritt der internationalen Konferenz über bte Her­stellung unb ben Handel mit Waffen und Kriegsma­terial, die bekanntlich auf den 4. Mai 1925 nach Genf einberufen ist, und an der auch Amerika, bl« Türkei unb Deutschland teilnehmen werden.

ff. ®«nf, 12. März, lieber die gestern abge­halten« Drhetmsitzung d«S Rote» ist kein« amt- amtlich« Mitteilung ausgegeben worden. ES wird fe» doch behauptet, baß zunächst der Entwurf etn««1 Antwort an Deutschland beraten wurde, die im wesentlichen einer Aufforderung Deutschlands zum Siusf tritt in den Dölkerbunb gleichkommen wird. Di« Don*, nerskagfitzung b«S DvlkerbundSrateS bringt bte Er­klärung Chamberlain» über bte Vertagung deS Genfer Protokoll», auf die Driand und bte OJerf tretet der übrigen RatSmächt«, die bereits bei Genfs»

! Si» Wahl des WSerfiiitcnttn

Berlin, 11. Mär». Der unter dem Vorsitz des Llaotswiüiste« ». L o e b «l l gebildete Ausschuß der fcentübaaiioneten volksoartei, der Deutschen Volks- Gctici, bet Bayerischen Volksoartei, der Wirtschaftlichen Ktrete-temio sowie der in Betracht kommenden Orgoni- iitlanew beriet mit den Vertretern der Zentrumsvartei «ab der Deutschen Demokratischen Partei über eine «iWatge gemeinsame Kandidatur für die Reichs»»8sidentenwabl. Die im Ausschuß vertretenen Warteten »nd Organisationen erklärten den Vertretern hcs Zentrums unb der Demokraten, daß der Vor' lag «frttc Kandidatur Jarres aufrecht erhalten Werbe. 6<tte aber der Partelansfchuß des Zentrums Wie die Demokratische Partei es bereits getan, sich für «tof semelnfome bürgerfiche Kandidatur entschließen «nd auf eine eigene Kandidatur verzichten, so soll sofort In »eitere Beratungen eingetreten werden.

Der Gesetzentwurf des Abg. Best sDtn.) über di« Aufwertung alter Geldschulden wird dem Auswertungsausschuß Lberwiefen.

Der Antrag Koch-Weser (Dem.) und Dittmann (Soz.) über die Dorberettungen zur Wahl des Reichspräsidenten steht als nächster Punkt auf der Tagesordnung. Es wird ein amtlicher

Die Nubtktedit«.

Berlin, 11. 'JJlärj. Der Reichstagsausschuß Mir Untersuchung der Rnhrentschädigungen Ht unter dem Vorsitz de» Abgeordneten v. Lindeiner- Wildau (Dn.) »ufammengetreten, um den Arbeitsplan festzusetzen. Zum Berichterstatter wurde Perlitius (Ztr.) »um Mitberichterstatter Hertz (Soz.) gewählt. Al» Grundlage der Erörterungen und Untersuchungen soll die von der Regierung vorgelegte Denkschrift dienen, die sich mit der Auszahlung von 700 Millionen Entschädi­gung an die Industrie befaßt. Die nächste Sitzung soll stattfinden, sobald die Berichterstatter die Arbeit ent­sprechend gefördert haben.

Wie dieKöln. Zeitung" au» Bochum meldet, bot der Gewerkvereein Christlicher Berg­arbeiter »ur Entschädigung de» Ruhrhergbaues für dir Hebetnahme der Micumlasten an das Reichskabinett eine Eingabe gerichtet, ht der gefordert wird, daß auch dir Bergarbeiter ht entsprechender Weise für bte eingetretenen Verluste entschädigt werden sollen. Dem Gewerkverein lei nunmehr die Mitteilung zuge­gangen, daß diese Eingabe zum Gegenstand einer ein­gehenden Aussprache mit den beteiligten Ressorts ge» nracht und darauf dem Reichsarbeitsminister »ur weite­ren Behandlung zugegangen sei. Der Reilhsarbeits- minister habe den Eewerkoerein zu einer Besprechung für Donnerstag den 12. März nach Berlin «ingelaben.

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MiWchtr Landtag

21. Sitzung vom 11. März, mittag» 12

Präsident Bartels eröffnet die Sitzung kur, nach 12.30 Uhr. Dl« Mitgliederzahl be» neu «tu- gesetzten Ausschusses für Wohnungs- und Heim­stättenwesen wird auf 29 Mann festgesetzt. DaS Hau» setzt dann bte gemeinsame Beratung ber Ur­anträge und großen Anfragen betreffend das Gru­benunglück auf der ZecheMinister Stein" fort.

Abg. Kaiser -Anklam Hat.-Süz.) bemängelt den geringen Lohn des Bergmannes, der in schwerer Arbeit täglich sein Leben etnsetzen müsse. AlS der Redner in seinen wetteren Ausführungen es al» ungehörig bezeichnet, daß fite dach Begräbnis des

- lieber die Verhandlungen der Parteiaus- ichuNes ber Ze ntrumsparteigeht unS von teteifberee Seite folgender Bericht zu:

i Im RM tag fand am Mittwoch die Sitzung des flksr-bsparteiaasfchusses der deutschen Zentrumspartei Patt. Der Vorsitzende ber Zentrumsfrakttvn, 2lbg. Hetz renbach, gab einen Bericht über feine Ver« hcmdltmgen mit den Parteien über die Aufstellung HeS Kandibaten zur ReichSpräfibenten- t»abI. Er teilte mit. bah bi« Sozialdemokra­ten, bevor sie einen eigenen Kanbidaten aufgestellt Halten, geneigt waren, für Marx vhn« Rückficht «uf seine Konfession einstimmig einzutreten. 3n Streifen ber demokratischen Partei war die Aeigung für War« geteilt. Me Verhandlungen mit den Deutsch- «aii»vaken ergaben, datz biete für ein« Sam« eellanbibatur Strgerwakd bereit erklärten. 6ei: Montag nachmittag sei für die Zentrumspartei «ine Kandidatur Strgerwald vollkommen er­ledigt. ©et Leichsparteivorstand habe in seiner Dirns- iagsttzun« sich einstimmig für bte Kandidatur Marx »usg «sprechen.

Mar« berichtet über feine bisherigen Verhand­lungen fn Preußen mit den Deutschnationalen unb der Deutschen DokkSpartei und erllärte, datz beide Par­teien sich für ihn al» Preußischen Ministerpräsibenten ausgesprochen unb lediglich wegen seiner Stellung- »ahme Mi Severing sich ablehnend gezeigt hätten. Was hie LeichSpräsibentenwahl anbelange, so müsse er Jagen, daß der Wahlkampf mit äußerst heftigen (Baffen auSgefochien würbe. Di» Kandidaten würben "mit Kübekn von Vorwürfen beworfen werden. Auch gegen ihn seien feit einigen Tagen bte unglaublichsten Gerüchte chie vollkommen «uf Unwahrheit beruhten, verbreitet worbe«.

0» Saufe der weiteren Beratungen teilte ber Setter mit .datz soeben ehre neue Situation eingetreten wäre durch bas Vorgehen des Löbell'schen Ausfchnffes, ber eine Beratung sämtllcher bür- lgerllcher Parteien abgehalten hatte. Der Teilnehmer Les Zentrums an dieser Beratung Abg. Guerard kchilberte den Verlaus dieser Verhandlungen und be­richtet«, daß sämtliche Bechisparieien fo« falt dl« Demokraten sich auf ein« Kan­didatur Dr. Gehler geetetgt hätten und bte E-'.Nch«ib»mg über diese Kandidatur von ber Stellung- nohm« des Zentrums abhängig machten. Die Der» nahm diese Mitteilung mit großer Lus- entgegen, Dte AngteWM dnabe« h«auf

Der Zenttumsführer Marx wurde am Dienstag Gesetz zum Schutze der Republik betrachte be« Zen« vom preußischen Landtag zum Ministerpräsidenten trum als ein aus der Rot geschaffenes Ausnahme« gewählt, aber nicht, wie das Präsidium infolge gesetz. Wenn die Zeit gekommen fei, werd« es der