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Truppen.
Unser hoher Gastgeber trat an mich heran und erwies mir die Ehre, mich in ein längeres, etwa
Für den Mac Mahon tonnt« niemand in Betracht kommen, als der Krämer. Er trug den altadeligen französischen Namen Duvont de Darafol. denn seine Vorfahren gehörten ru den Hugenotten, bk ihres Elandens wegen ans der Heimat vertrieben, hier in Ost- preußen Zuflucht gesucht und aesunden batten. Eigentlich hätte er den Navoleon lvielen tollen, aber dar« mar er nicht ru bewegen geweten. Er meinte, der Mac Mahon wäre immerhin ein leidlich anständiger Kerl ge- wcien, den wollte er schon aui stch nehmen. Aber den Napoleon? Nie und nimmermehr. Dan» könnnte ibn auch fein französischer Name nicht verpflichten. denn Napoleon sei ein Korse and lein Franrote gewesen.
Mit Mühe und Not batten ste schließlich einen armen Eigentümer rum Navoleon gemacht.
In England schritt man schnell rum Ban weiterer Bahnen. Schon 1830 verkehrten zwischen Liverpool und Manchester regelmäßig« T<t«whöge. Die Eisenbahn er» oterte fich die Welt. Am schnellsten begristen die Amerikaner den Wert des Dampfrosses. 18*29 eröffnete Amerika die Eisenbahnlinie »wischen Baltimore und Ellicotts Mills. Belgien folgt« 1834, Frankreich 1837 l,wischen
Er wußte wohl, wo» beute verhandelt werden sollte. Den Glanzpunkt des Festes wollte man ihm rauben! Da lallten sie sich lieber einen anderen B,smarck suchen.
Bei dem Gedanken lachte er laut auf. Einen anderen Bismarck? Dann lieft er einfach das Fest nicht stattfinden. Sa, darauf wollte er es wirklich anlommen lassen! ,
Mit ruhiger Würde band er das weihe Halstuch um und zog den dnntten Tuchrock mit den langen Ecköhen an. Seht noch den breitkrempigen Schlavobut, dann ia ber genau so aus, wie kein berühmter Namensvetter, dr er als schlichter Privatmann im Park von Friedrichs- r„h wandelte. Dort hing das stoße B,ld. Er trat näher und nickte dem Alten zu, der so nachdenklich zu ihm herabschaute. Dann schritt er »um Fenster und ries
Wollust tranken, taten e» wenige — meine Pauline, meine liebe Pauline, Ich rechne ganz ans Deine Liebe, ste wird und kost mir Lohn sein, wenn ich zurückkomme und Dich wieder an da» Herz drücken werde. Liebe Pauline, datz wir tn einer großen Spannung und Erwartung sind, kannst Du leicht denken, da vom Krieg mehr oder weniger unsere ganze Existenz entschieden wird, so drängen unwist- kürlich sich ernste Gedanken beim Geiste auf, den schwersten Kampf jetzt zu kämpfen, wo soviel Ruhm zu« erwerben: so vielen Hebeln zu steuern, ist wahrlich ein schönes wichtige» Los, auch habe ich von allen Freunden, allen Genüssen Abschied genommen und lebe nur. um in meinem Geschäftskreise mit der grüßten Energie zu wirken, meinen süßesten Lohn, «ein« Pauline, erwarte ich darauf von Dir."
einem Knechte w:
_Sah mal de« Tote« tos’“ „ , .
,L«rr. ich geh an dem Biest «ich ran. riet der Knecht zurück. So ging er dann selbst über den Hoi und nahm dem mächtigen Köter die Kette ab. Der Hund tat einige Freudeniprünge, dann schritt er ruhig neben keinem Herrn die Dorfstrabe entlang, al» sei er stch der
richtet. Es wird nicht nur das größte, sondern wabw cheinlich auch das teuerste Theater der Well sein.
50 00 Jahr« alte Skelette.
Eine rulsti-be wissenschaftliche Ervedition, die in de» Nähe von Simferovol auf der Insel Krim Ausgrabungen gemacht bat, hat nun in einer Höhle menschliche und tierische Skelette entdeckt, die vermutlich ein Alter von 5t 000 Jabrcn haben. Die menschlichen Gebeine gehören dem sogenannten „Reandertalmenschen* der Eiszeit an, der in diesen Höhlen zusammen mit Löwen, Bären und Hyänen gehaust haben soll. Man erwartet von de« wertvollen Fund, daß er der Forschung wichtiges Aus- klcrungsmaterial liefern wird. Di« Gebein« wurden nach Moskau gebracht.
Mozartfrst auf der Wartburg.
Der „Verein der Freunde der Wartburg" bat befchlos- kn, daß da» geplante groß« M«artfest auf der Wartburg im Laute des Monats Mai ftattfinden wird. Die Vorarbeiten zu dem Fest sind im vollen Gange. Das Nationaltbeater in Weimar ist bereits für eine Festauffübrung von „Figaros Hochzeit^ sowie für einen Kammermustk- und zwei Orchesterabende gewonnen worden. Wegen der Uebernabme der Solovartieu bei diesen Konzerten steht
meiern.
Deutschland bat unter den europäischen Ländern das längste Eisenbahnnetz mit 65 000 Kilometern. In der Dichtigkeit des Netzes stebt Belgien an der Spitze mit 28,8 Kilometern auf 100 Quadratkilometer. Deutschland kommt erst an vierter Stelle mit 11,3 Kilometern auf 100 Quadratkilometer Fläche.
Aus dem Bedarf der Industrie entwickelte stch in England die Eisenbahn. Dort erfuhr sie auch die schnellste Forderung durch Techniker und Wirtschaftler. In Deutschland verhinderte die engherzige Kleinstaaterei in den Nnfanasiabren den entsprecho"den Ausbau. Spät erst brach sich die Erkenntnis der Wichtigkeit eines ausreichenden Eisenbahnnetzes Bahn. Dann allerdings wurde die Derfäumnis gründlich nachgeholt. Das beweist das heutige Netz Deutschlands.
i Hundert Jahre Eisenbahn 1- Eine Unsumme von Arbeit und Erfindunasaeist steckt In diesem Abschnitt. Wie de» Verkehr in weiteren Kundert Jahren ausseben wird, vermag heute niemand auch n»r anzudeuten. Der elel- ttilwe Strom und der Flugverkehr bieten unübersehbare Möglichkeiten Die EHenbahn aber bat sich tn hundert Jahren eine Welt erobert.
Im Jahre 1925 kann sich die Eisenbahn rühmen, auf hundert Jabre ihres Bestehens zurückrublicken. Tie Der- Ae. die Beförderung von Personen und Gütern zu ^verbessern und vor allem die Schnelligkeit zn heben, reichen uel weiter zurück. Aber er» die Erfindung einer verwendungsfähigen Dampfmaschine durch James Watt um 1769 brachten die Bemühungen ihrem Ziele näher. Man hatte erkannt, daß die Dampfmaschine berufen war, dir Ei tsernungen schnellstens zu überbrücken. Von der Er- stndung Watts bis zur Inbetriebnahme der enaliichen Strecke Stockton-Darlington cm 87. Sev'vr. 1825 war noch ein weiter und beschwerlicher Weg. Zuerst ließ man durch ortsfeste Dampfmaschinen Wagen eine ansteigende ötrerfe Hochziehen, dann versuchte man lenkbare Dampfmaschinen mit einigen an^ehängten Wagen im freien Sireckenverkehr laufen zu lassen, schließltch brachte man Ketten und Stachelküße unter den Rädern der fahrbaren Dampfmaschine an, um ausreichende Reibung zwischen der primitiven Schiene und dem Rad Herzustellen. Erst I George Stephenfou entdeckte nach längeren Versuchen das Verfahren, glatte Räder auf glatten Schienen laufen »u li.sien. In einer Grube groß geworden, verwandte er 'eine Erfindung erst beim Bau von Grubenbahnen, die im Kohlenbezirk von Newcastle etwa seit 1815 liefen.
'-> Jahre dauerte es dann noch, ehe die Wetter- I arbeiten dahin gediehen waren, daß man an den Bau
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Auslösung »er Hattet en* voriger 9tneuner. «nfta?Hwe > * vilb-r-stLtf:!*.
Sein« Fehler zu erkennen, ist kür jeden dn E-wtm»
#fn Theater «si !imn «itzvistzen
wird tn Newyork an der Ecke der 49. und 50. Strotz« «- f»
Eisenbahnen auf 88000 Kilometer gestiegen, 50 Jahr« später auf 294 000 Kilometer, und heute umfaßt das Eisenbahnnetz der Erde eine Länge von 120000 Kilo-
eine gute halbe Stunde währendes Gespräch zu ziehen. Es drehte fich um die Häuptelappen der deutschen Politik vor dem Kriege. Ich selbst hatte manche Frage auf dem Herzen, die der Kaiser in seiner freimütigen, fast könnte man sagen kamerad- f^aftlichen Art gerne beantwortete. Namentlich die! Sraatslunst Bülows gegenüber England kennzeichnete er in ihrem unsicheren, Mißtrauen weckenden! Schwanken als verhängnisvoll und gestand mir, tag I er den Fürsten oft genug, aber leider nui{l vergeb-1 lief), vor den Folgen feiner „finassierenden- Poliük I gewarnt habe. Sehr eingehend behandelte er tue I unheilvolle Rolle, die Holstein als unverantwort- krcher Ratgeber in allen entscheidenden Fragen im Auswärtigen Amt zu spielen gewusst habe und schilderte, wie er, der Kaiser, trotz aller Bemühungen diesen geheimnisvollen, nur in tiefer Verborgenheit wirkenden Mann kaum jemals zu Gesicht bekommen, wie er ihn wiederholt vergeblich zur U.be^ nähme einer verantwortlichen Stellung, z. B. eines Lotschaflerpostens oder des Etaaisiekretariats, zu Lewegen gesucht habe. Mag auch der Kaiser die krragwejte der unseligen von Holst in eingegebenon Politik de> zwei Eisen im Feuer, wie man Hin- und Herpendeln zwischen England und Rußland zu nennen pflegt, damals noch nicht völlig überschaut haben, so lalen gerade neuere Forschungen ro:* Erich Brandenburgs jüngstes Werk über den Ur- fprung des Weltkrieges (Von Bismarck zum Wei - kriege Die deutsche Politik in den Jahrzehnten »ot dem Knrpe. Deutsche Derlagsgesellshaft, De>- lin. 1024) den Nachweis gebracht, vast Wilhelm II nicht telkn in wichtigen politischen Fragen ei.'.rn sichereren Instinkt gezeigt hat als seine Staats-
ffch mit teilten Na'chstarn. M und zn tötete « sias Mg-Ijen zn kasien, tmb Ich konnte daraus ergehen,! Wort an einen der ihm gegenübersitzenden Herren, datz es sich fn der Tat um eine scharfsinnige und mit Bin allgemeines Gespräch' kam nicht auf. Wer sich großer Wahrheitsliebe geführte Untersuchung han- auf besondere Tafelgenüsie ge'pitzt hatte, kam nicht delt, die der angeblich so friedliebenden Politik des auf seine Rechnung. Es gab gesunde, schmackhafte französischen Kabinetts Ende Juli 1914 mit Hausmannskost: ein mit Käse gewürztes Reisge- schonungslosem Freimut die Maske vom Gesicht richt mit gekochtem Fleisch, sog. Pilaw, und Butter reißt: die im französischen Gelbbuch nachträglich und Käse,, dazu allerdings als einzigen Luxus löst- vorgenommenen amtlichen Fälschungen werden hier Achen Wein. Dem Kaiser erlauben seine beschränk- aufgedeckt, und es wird der überzeugende Nachweis ten Mittel keinen besonderen Aufwand. Es wurde erbracht, daß die französischen Staatsmänner di« sehr schnell gegessen und schon nach einer halben russische Mobilisierung, von der sie sehr wohl wuß- Stunde die Tafel aufgehoben. Tann begab man I ten, daß sie den Krieg bedeutete, insgeheim geför« sich in den anstoßenden Saal, wo am Sonntag ber I bett haben. Wir möchten daher mit dem Kaiser Gottesdienst abgehallen wurde. Hier wurden Zi- wünschen, daß das Buch Morhardts auch in Deatlch- garren und Zigaretten vorn Hofmarschall gereicht, land recht viele Leser und zu die,em Zwecke einen Die Gäste des Kaisers unterhielten sich in einzelnen | Uebersetzer finden möchte.
Daß der Kaiser vor allem an dem Schicksal des deutschen Vaterlandes den herzlichsten Anteil nimmt, daß er besten innerer und auß.politischer Eniwicklung mit gespannter B»rmerktentt-t folgt, ging oue mancher seiner Aevße» innen d istlich hervor. Auch ihn erfüllt, wie leben echten Patrioten bis end. uernb gefahrvolle 9« >!lchlank>s mit ber g'.rfsten Sorge, und er ist bemalich U"jerer Zukunft nichts weniger als Zuversicht''ch gestimmt, obwohl er die Hoffnung nicht sinken laßt, daß das deutsche Volk'die furchtbare Krisis schließlich überstehen und sich allen feindlichen Gewalten zum Trotz wieder emporrinaen wird. Möchte es ihm noch o?i* gönnt fein, das Morgenrot einer hefteten Zeit an-
MeM
Cin Gemütsmensch.
Ein Eemütsathlet war ein Impresario des vort» gen Jahrhunderts. Er hatte fünf Sänget für ein« Bühne nach Südamerika verpflichtet. Auf ber Ueberfahrt stellten die Herren fest, daß sie alle fünf Tenöre feien. Sie fragten nun den Impresariitz weshalb et den gleich fünf Tenöre verpflichtet habe und erhielten zur Antwort: „Ruhe, meine Herten, ich brauche alle fünf! Ich muh doch rechnen, daß vier von Ihnen drüben bald am gelben Fieber sterben werden. — Der fünfte bekommt dann die StelleF
Riesenkräfte in Keinen Tieren.
Untersuchungen haben ergeben, daß ein Maikäfer im Verhältnis zu seiner Große 21 mal mehr ziehen kann als ein Pferd, die Biene sogar 30 mal mehr. Außerordentliche Kraj leistungen kann auch die Auster vollbringen, denn ste ist imstande, iI>M Schalen mit einer Zugkraft von 15 Kilogramm zu schließen. Wenn der Mensch eine im Großen«» hältnis gleiche Leistung vollbringen wollte, mußt, er nicht weniger als 80 übereinander getürmtt Schnellzugslskomotiven über seinem Kopie balaw zieren. — Auch die Stubenfliege ist ein sehr kraft» Ate Tier. Ste vermag mit den Füßen ein Streich holz ohne eine Stütze zn braudjen, festzuhalten um das entspricht beim Menschen einer Leistung, d» darin bestände, einen Balken von 8,50 Meter Langt auf der Schulter zu tragen. Der Floh endlich springt bekanntlich 200 mal so hoch als feine eigen» Körperhöhe beträgt. Der Mensch, der ihm die, nachmachen uwUte, müßte über den 300 Mete» hohen Eifelturm springeni
ten# nah Literatur
Jntendantenwecksiel an deutschen Theatern.
Mll Ablauf di-stt Spielzeit wird an mehreren dent- ftfren Bühnen ein Inten twu^enwechfel stottfindw,. Einige der in Frage kommenden Theater haben die Wahl eines neuen Intendanten bereit» getroffen, bei den anderen Nnd di« Berhandlunqrn noch im Gang. Al» Nachfolger des nach Bern gebenden Intendanten des Braunschweiger Lendestbeaters Kauffmann bat die Stadt Braun'chweig \n bisberioen Intendanten des Rostocker Stadttbeaters Dr b- t. Ludwig Neu heck, einen der fähigsten deutsche I -----PC'nShit Auch die Jntendanienrroae m
Go.llel scheint der Lösung nah« zu sein: als Nachfolaer de; scheidenden Intendanten Walter Sieg durfte der ms- h.-iia« Intendant des Allen hur"" Landesll>eaters Berg- vhtert gewählt werden. Die Paü-n in Rottock und in Altenburg, die infolge dieser Ernennung frei werden und die zahlreiche Bewerber auf den Plan rufen werden, sind noch nicht vergeben. Reu ,u ZS?
d> Posten eine, Intendanten des Wur.huraer Etadl- theate-s und des Sladttt"'ers München^ladbach. Der largiähriae Leiter der wünburaer Buhne - e^nnnth- !^>odenktedt tritt bekanntlich mit Ahlaufdieler Smel^tt nm seinem Dosten zurück, weil ihm der Wurzhurger Ma- aistrat die Einführung der ennuahnaen Svielleit nicht bewilligt bat Der M.-Gladbacher Intendant Johanne» R Braach gibt seinen Posten ebenfalls auf, weil «r in 'Unstimmigkeiten mü der Stadtverwaltung geraten wefr
Sie LlelMriefe M Vrlnzrn Louis Ferdinand
Einer ber poetischsten und liebenswürdigsten Preuhenprinzen ist wohl Prinz Louis Ferdinand, der Neffe Fri-drichs des Großen. Er, ber bei Saatfeld den Heldentod fand, bat zeitlebens in allerlei Pkb',?Mnbeln gesteckt. Die Kinder, die ans feinem Verhältnis mit Henriette Fromm Herdorgingen, -ilnnen, haben bekanntlich 1810 unter dem Nomen non Wildenbriich d"n Adel erhalten. Der Schauspielerin Pauline Wiesel, geborene Bauline Cefnr, defcheioigt er in Magdeburg — dorthin hatte Ihn Friedrich Willie Im III. bringen la sen, ar3 feine vielen NnbefonnenHeiten nicht aushörten und der Oberst Masseubach Ihn arretieren mußte. — sie fei dieselbe Perlon, mit der Pauline Stein, „an die auf m-’tne Order ber Wechsel der H. Möbl und Treffz in Leipzig durch den Hummel in Wettin trassiert worden ist, w-nn e« je zu Irrungen und Schwierigkeiten iAelegenheit geben sollte..Mit dieser UrTttnbe beginnt ein reizendes Bändchen der Briefs^ das eben zur Eröffnung des Berliner Buch- und KunstantiauariatS Heinrich Tiedemann gedruckt worden ist. Die späteren Schreiben, ohne Namenszug bingeworfen, VerabredunoSzettel und sehnsüchtige Briese auS Seiten der Trennung, machen alle Entzücken und Qualen de Leidenschaft durch, eS i fehlt im vorletzten Brief b! i Aufforderung, bald j zu machen, daß sie von ? -sei geschieden wird, damit noch in diesem Jihr „unS die engsten Bande toerhinten**, und da? Temperament, der Geistesreichtum deS Schreibers geben dem Ganzen stets einen feinen menschlichen Reiz.
Aus J"na, acht Tage vor seinem Tode, stammt folgender Brief: „Meine flehe seelenvolle Pauline, mit der innigsten, wärmsten, heißesten Liebe schreib I ich Dir, noch immer stebt Dein Bild vor meinen I Augen, Dein Schmerz, Deine Träume; o nimmer, nimmer werde ich di vergessen. Ich fühle eS so wahr, nur Du breitest über meinem ganzen Welen I einen Seelenzauber auS, der Gedanke an Dich, Du Liebe Du, mischt sich allem, von Dir, meine Pauline, ertoarte ich auch nur Glück. Wie Innig ich Dich P"6c.
I lebe ich selbst daraus, daß ich selbst Dein« Fehler I nicht weg wünschte, alles in Dir trägt ein unver- I bare» Gepräge von Wahrheit, Deine Aufwallungen, I Deine Ungerechtigkeit. Bei Dir scheinen alle diese I kleinen Fehler nur Auswüchse einer zn kraftvollen
Natur zu sein, in der zwar manche» nicht ganz ent- ! wickelt, vieles zurückgehallen, indessen nichts Schö- | ne» ganz erstickt worden. Du Hebe, unartige Pau- I line. Du englische Pauline — unendlich schwer war [ es. Dich zu erziehen und Dich nicht zu verderben. I — Alles Schöne, alle Kraft, die in Deinem Wesen | liegt, zu entwickeln, dazu gehört «in Geist, wie I es wenige gibt! — ouch da» ist mir gewiß, daß I vielmehr eine höchst vollkommene Erziehung Dich I zwar zu einem in anderer Art sehr interessanten 1 Wesen würde gebildet haben, aber daß vielleicht I auch manche» andere in Dir wäre verborgen geblieben, welche» nun so seltsame Wendungen und Er- I eiguisfe In Deinem Leben, in Dir aufgeregt haben I nund Dich dem, der Dich so wie ich liebt, den
Dein Wesen so ergriffen, vielleicht noch rezender I machen muß. Der unendliche Reiz, den Du für mich hast, ist unbesreibllch. — Du kennst ja die Wunder I unserer Liebe, und so wie wir im Kelche ter
Und was hatte sich aus den winziaen Ankönsen entwickelt?! Don wett und breit kamen letzt aus allen Dörfern inng« Bauernbnr'chen, brachten Uniformen und Gewehre mit, um millvielen w können. Ja faaar Kavallerie battfe man letzt auf beiden Seiten. Ein« richtig« ordentliche Schlacht mar es, auf der auf beiden ... . .
Seiten einige hundett Mann kämpften, freilich nur mit! Rolle bewußt, die man ihm »»geteilt batte. Platzpatronen, lind «in richtiges ordenttiches Dolksfest I Halb vertraut, bald ehrfurchtsvoll grüßten die ] mar es im Saufe der Jahre geworven. Meilenweit I Bauern, die an ihren Hollüren standen. Sie mußten logen die Menschen m Fuß und tu Wogen herbei und I all«: Der da. war beut nicht ihr Schmied und Schulde, Krrfchken war berühmt pewordeu in der ganten 1 tf.nbern Bismarck vom Scheitel bis »ur Sabie. Am Provinz. I Schulbau!« wartete schon der Lehrer auf ihn. Sie be-
Und nun sollte die nante Geschichte ei» Ende haben? "rfiMen sich stumm durch Handschlag Erst »ach einer Nur weil ihm, dem Bismarck .einmal in der Aufregung I Welle sing der Lehrer an: das patriotische Gefühl nbergelauien war? Historisch I „Du. Bismarck, wo» menrst, was wird da» heute war es ia troar nicht richtig, daß et dem gefangenen i werden?"
Napoleon am Abend der Schlacht «ine Tracht Prügel „Das wollte ich dich kragen, du Federku»'et du!" verabfolgte. Ader die Sache hattte doch solchen Anklang gab ihm der Schulze mit fingeret TOiene m Antwort, »eiunden, daß alle Anwesenden die Erekntion al» selbst-1 „Na, «ntschnldige mgl.^Dismarck, Mottl« war be- verständstch betr"(6*efen. Ja. wenn man nur einen Na- l kannflich fein Federfuch'er.
soleon finden könnte, der gegen Geld und ante Watte | „Nein, aber du! Und das faa ich dir. Schulmeister, die Prügel auf sich nahm. Auf hundert Gulden sollte I rflhr dir beute keinen Brei an. Ich gebe nicht nach Ich «s ihm. dem Bismarck, wirtlich nicht anlommen! 6r|'ehe wie mein großes Vorbild mit der Stirn durch di« trift« feine gewaltigen Arme »u dem Bilde empor. Aber Aland.- ~
nar den Armen fürchteten sich alle und Nie Furcht war I Auf dem Gesichte de, Lehrers erfmlen aonj flüchtta größer als di« Lockung des Geldes. lein feine, Lächeln ..Der Deraleich rn>ßt nicht gan^ aber
Wuchtig schüttelt« Bismarck feint starken Glieder K“ 2“ ** * 605
Den Navoleon mußte er finden, und »eo itr ihn «m ««W toUtJ
der Erde kratzen f-Sie. And wem, et fünfhundert Gut- 4
den dafür eetate. Auf »tt yrüdel kömUr u nicht m» I
Auch auf das in"kctzter Zeit vielerörterte Vro- Hem eines d ulfch-enaljfchen Bündnisses im Ausgang des ncrslovenen Jahrhunderts kam der Ku i'’f
im Verlaufe unteres Gespräches wrederholt zurück, oiner öiientlichen Eifenbahn ging. Der 27. Sevlember Bus scinen Verlegungen schien nur hervorziigehen, 182.5, an dem die Strecke Stockton—Darlington erorfnet Latz ber hinter den Ereignissen der Vergangenhe"'t wurde, ist als Gebuttstas der öffentlichen Elieubahn an= hcrhinkende T eppenwitz der Weltgeschichte sich auch w'rrschen. n-
i- ui-l.'in Fall die LLiiina der sehr verwickelte'. I Die erste Lokomotive bat man in Vietat erhalten, sie rr/m r»*/ »-rtnA narrnktellen nfleat Db ein süt- war auf der britischen Reichsansstellung in Wembley Frage recht e.rfach vorzustellen Pflegt, dd ein jm aus rtent gf)I Nestel von 1.22 Meter Durchmeger batte ches Bündnis, falls die Engländer, was nod> el»r |3n||”^if(fie gorm Dampfdruck betrug 1,25 bis 3.5 zweifelhaft ist et ehrlich erstrebten, zum r.^'>e l^-^osphären. Eine Pumpe sorgte für Ziifunrung des T utschlands avspeschlagen wäre, könnte man erst Rosiers in den Kesiel. Pfeifen konnte man noch nicht: 'rntschciden, nenn man über die geheimen Ziele der Wr-hl aber war eine LSutealocke angebracht. Trotz des enaliichen Politik besser unterrichtet wäre, als wir plumpen Banes erreicht« sie immerhin eme Geschwlndkg-
ba-.t- stad Jedenfalls war die BesorantS d->r k>-it von 24 Kilometern in der Stunde. Dabei ,og sie 90 es Oejte Piro veenraus roar me neuesten Schnellzugslokomotiven
deutschen Staatsmänner, daß E^and^sich^^e^sh- J bcn2te'ein« etunbe^eWwinbigfeit vo« 90-110 land nur zu dem Zwecke näherte, u» es gegen [ Äi{omctem mit etwa 500 Tonnen Last.
Innb ausz.üpielen und in einen Krieg zu vernickeln, tzurchau, richt ungerechtfertigt.
Alle diese Fragen beschäftigen den Kaiser auf das lebhafteste. Er selbst hat den aufrichtigen Wunsch, fich darüber aufötrffären und zeigt sich in der einschlägigen Literatur sehr bewandert. Kein Problem aber be chäftigt seinen Geist s» angespannt I <p()rja an6 gt Germains. Zehn Jahre nach Eröffnung wie die Erörterung der Kriegsschuldfrage. Tafur u enßnfÄen Bahnstrecke kam ^eutlchland an die sollte ich wenige Tage später einen augenfälligen Reihe. Am 7. Dezember 1835 pfiff zwilchen Nürnberg Beweis erhalten. Ich machte im Dorfe Doorn einige und Fürth die erste Lokomotive. Die Vleißestabt Leipzig Besoraunaen und sah den Kaiser von einem Spa- verband sich mit bet Hauptstadt Sachsens, deut schönen gierganfl zurückkehren. Sobald ich grüßte, kam der Dresden ein Jabt^fester. Di« Strecke Berlin-Potsdam hohe Herr auf mich zu und teilte mir mit, daß er I toU,-be *rst 1838 eröffnet
soeben in den Hamburger Nachrichten eine längere I 3ame« Watt und ^^vbcnfon felher haben wohi nicht KeT strbpit iwm Mathias Morhardt I oerhnt, welch« Erfolge ihren Arbeiten defchieden lein Besprechung der Arbeit von Mathtas Morsiarvt, I b n(en Dampfmalchine hatte sich eine unbetoranfte eines früheren französischen Generalstabsofsizters. I H^^^sch^f, ,n bet Technik, betonbere bet Verkehrstechnik gelesen Habe, ®a Hochwichtige Enthüllungen ub-r I nep(f|erti kW die Elektrizität anfängt, ihr den Rang die zum Kriege treibende Politik Poineares und I streitig ,u machen. Die Eisenbahn streckte ihre Netze in feinet Hintermänner gebracht würden. Er war so I '^1-nellcm Lauf in alle Erdteile. Die Eröffnungssttecke freundlich mit das MorHardtsche Buch, da» den Steckton-Darlington hatte eine Lange von 41 Kilo- litel „Les preuves" führt, einige Wochen später f meiern. 25 Jahre spater war di« Kilometerzabl aller
man mit hervorragenden Solisten in rnterhanbtung." — Der Arbeitsausschuß der Gesellschaft ist geaenroättig da mit beschäftigt, die Feuchtigkeit, die in da» Pallasgehäudi eindringt, und die Wiederhersiellungsarbeiten an der 'mindfresten vereitelt, mi bekämpfen. Sobald dies ge lungen ist. wird ber Düsseldorfer Kunstmaler Profess« Gerhardt seine Wiederherstellnngsarbei'en an den Schwindfreskcn, die in anderen Teilen der Wattburg mit Erfolg au Ende geführt wurden, auch im Pallasgebäude wieder auinebmen.
6in Götz von Berlichingen-Zimmer.
Eine schwäbische Zeitung berichtet, daß au Radoltaell am Bodensee in dem historischen Gasthaus „Zur Krone", ws einst Götz von Ber'ichingen mit der eisernen Hand wchnte, eine ^Zerlichingen-Stube" mit geschichtlichen - :n>-ichtiingsgegenftändrn geschaffen wird. Vor bew tv^sthofe soll eine Erinnerungstafel angebracht werben.
Ramler-Feie» in Kolberg.
Zur Feiet des 200. Geburtstages des in Kolberg am 25. Februar 1725 geborenen Odendichters Katt Wilhelm Ramler veranstaltete die Stabt eine groß» Ramler-Feier. In seiner Festrede hob Geh. Stu- dienrat Dr. Wehrmann Ramlers Verdienste um di« deutsche Nationalliteratnr hervor und feiert« ih» als de» Barden Friedrichs des Große».
M trab Sumer
3« Konzertfaal.
Eine wohlbeleibte Sängerin gibt ßmbeeVn» «rie zum beste». Ein Herr unter de» Zuhörer» wendet sich zu seinem Nachbarm, und es ^ptnlst sich folgendes Zwicge prSch: „Sieben Sie Musik. - Ja' Sie auch?" - - „Sollen wir d««
nicht-ufammen iu das Restaurant hinunterneh-n^
Juristisches.
Allellar ttBW Amtrichter, als et beim peil#» ommen mit t,a aa*l>aS& di/v^n
2er boshafte Stift.
Q.krTiwt (*um «einpanscher): „Wie soll ich ach . St^ttr^itbrief deklarieren: Hundert Flaschen
6x1 nnstzedrückt.
Rmu Schreier tarn aur Stellenvermittlettn: möchte^inesn'e Köchin für mein Landbaus ti« -«» mmietin rld ins Zimmer: „Ist hier «in«, bl« gern «i^l
«« I. Ml k. ta»