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gestürzt werden könne, wenn die Rechte und die Kommunisten sich zu diesem Werk bis zum letzten

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Finanz- und des Unterrichtsministeriums von Staatssekretären weitergeführt werden sollen.

Ergebnislose Verhandlungen.

Wem, die alliierten Regierungen die Besetzung

Als nächsten Kanzlerkandidaten nennt man im Reichstag den Fraktionsvorsitzenden der Bayeri­schen Volkspartei, den Kapitular Leicht.

Da.der Schlüssel zur Lösung der Regierungskrise setzt wieder einmal eindeutig bei den Zentrums­fraktionen der beiden Parlamente liegt, haben sich die übrigen Fraktionen des Reichstages und des Landtags so gut wie nicht mit der Frage der Re­gierungsbildung beschäftigt. Die Zentrums­fraktion des Reichstags setzte ihre mittags be­gonnene Sitzung am Nadimittage fort. Gleichfalls haben die Deutsche Volkspartei und die

Die volksoarteilichen Minister v. Richter un» Boelttz baden ihren Austritt aus dem preußischen Äa» binett ausdrücklich nur mit dem staatsrechtlichen Grund­satz motiviert, daß dem neuen Landtag da. Recht der Neuwahl des Ministerpräsidenten zustehe. $-.u» eine« politischen Zwang zur Trennung war in den feierlichen Abschiedsreden Dr. n. Richters und des Herrn Braun nicht die Rede, vielmehr widmete auch der Volksvanei, ler der bisherigen Zusammenarbeit in der Koalition fe warme Worte, daß man wobl etwas mehr als die üb­lichen Höflichkeitsfloskeln darin erblicken muh. Di« Deutsche Volksvartei hat zwar ihre Teilnahme an der groben Koalition" in Preuhen stets auch damit begrün­det, dah sonst der Linksblock regiert haben würde, aber ste war nie eine grundsätzliche Gegnerin einer Arbeit«» gemeinschaft mit den Sozialisten. Cie braucht also ihr« Politik der letzten Jahre keineswegs zu desavouieren, wenn sie jetzt her Meinung ist, daß nach dem Ausfall der Dezemberwahlen in erster Linie eine Regierung ohne di« Sozialdemokratie in Betracht komme. Wirklich ernst­hafte .Versuche zu einer Aenderung der Koalitionsoer» bältnisse werden erfabrungsgemäh erst unternommen, wenn der Rücktritt des Kabinetts dazu zwingt. Deshalb haben die volksoarteilichen Minister durch ihre Demis­sion die Bahn frei machen wollen zu solchen Verhand­lungen. Erst dadurch, dah die Vertreter der anderen Parteien im Preußenkabinett den Eesamtrücktritt ab» lehnten und in ihren Aemtern zu bleiben beschlossen, ist die bisherige Koalitiongesprengt" worden. Offenbar sind die Sozialdemokraten und die Demokraten bereit, e» mit dem Linksblock zu versuchen und den n eun Landtag vor die Frage zu stellen, ob er durch Verweigerung «ine, positiven Vertrauensvotums (dessen Notwendigkeit si« anerkennen) die Regierung stürzen will. Im Zentrum jedoch beginnt sich der Widerstand gegn diesen Plan zu regen. Ob er auf die Mehrheit der Fraktion bestim­menden Etnrltitz gewinnen w>rv, |teor tm Augenvrur »och nicht.fest. Wieder spitzt die Lage sich so zu, daß man t» Preußen auf das Reich wartet und im eich auf Preußen. Reichskanzler Marx bat die Deutschnationalen de, Reichstags um eine schleunige Entscheidung darüber tw sucht, ob sie- an einemüberparteilichen" Kabinett teil« nehmen wollen. Die aber möchten vorher die Stellung­nahme der preußischen Zentrumsfraktion kennen. DU beste Löiung wäre nach Lage der Dinge wobl die. da» sowohl in Preuhen wie int Reich eineüberparteiliche" bürgerliche Regierung gebildet würde; mehr dürste für die Deutschnationalen praktisch nicht zu erreichen feto. So weit jedoch würden die beiden Zentreumssraktionc« vr. aussichtlich mitgehen. Wenn die Deutschnationalen, deren weitergebende Ansprüche gewiß nicht berechtigt sind, sich zu einem solchen vorläufigen Verzicht nicht ver, stehen können, ist tm Reich ein bürgerliches Kabinett ohne sie wahrscheinlich. Auch diesem Beisoiel könnr« man in Preußen ganz gut folgen. Aber die Neigung dazu scheint hier geringer zu fein.

Ultimatum der ungeeignetste Weg fein, um eine trag» &fgc Regierung zustande zu bringen. Vielmeh, mühten die Verhandlungen weitergeführt werden. DU Dr esche Dolkspartei lege entscheidenden Wert darauf, sestzustellen, dah st« ein wenn auch verschleierteO Kabinett der Mitte nicht unterstützen werd«, weil die gegenwärtigen großen außen- und innen­politischen Rufgaben nur gelöst werden Stenten, toetm öle Regierung sich auf eine feste bürgerliche Mchv- hett stütze.

Berlin, 7. Jan. Die Aeichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei teilt mit, dah die Partei mit Genugtuung davon Kenntnis nehme, daß die heuti­gen Zeitungsmeldultgen über ein Ultimatum des Kanz­lers an die Deutschnationale Dolkspartei unrichtig seien. Rach Ansicht der Partei würde ein solches

der Amnestieantrag gesetzt würde und erklärt wei­ter: Wir bedauern, daß es noch nicht gelungen ist, eine Regierung zusammenzubringen. Daher möchte ich den Herrn Präsidenten bitten, dafür einzutreten, daß der Auswärtige Ausschuß noch heute ge-i bildet wird.

Abg. Graf Westarp (bntl.) stimmt den Vor­schlägen deS Vorredners zu.

Abg. Thälmann (Komm) verliest eine Er­klärung über die politische Lage.

bildung im Reich melden mehrere Blätter, Reichskanzler M atf habe die feste Absicht, »och 614 heute abend ein Kabinett zusammenzubringen und zwar eine über­parteiliche Regierung ohne vorheriges Be­fragen der Fraktionen.

I Berlin, 7. Jan. DieGermania" teilt mit, daß noch im Laufe des heutigen Tages die Enischeidung in der Frage der Regierungsbildung erfolgen dürfte. Sollten die Verhandlungen, die der Reichskanzler Marx im Laufbe des heutigen Tages führt, kein Ergebnis haben, so besteht, wie das Blatt erklärt, die Möglichkeit, dah Marx noch heute dem Reichspräsidenten den Auf­trag zur Regierungsbildung zurückgibt.

Heber die heutige Sitzung der Zentrumsfraktion des preußischen Landtages meldet dieGermania", daß Beschlüsse nicht gefaßt wurden. Jedoch wurde das Derhalten der beiden Zentrumsminister gebilligt. Es liege in diesem Augenblick kein Anlaß vor, die der Zentrumspartei angehörenden Minister aus dem Ka­binett zurückzuziehen. DaS Zentrum werde weiter an seinem Streben zur Erzielung einer Volksgemeinschaft von den Deutschnationalen bis zu den Sozialdemokraten festhalten, müsse es aber ablehnen, sich von der Deutschen Bolkspartei Taktik und Weg vorschreiben zu lassen .

Berlin,?. Jan. Die deutsche Antwort auf die Note der alliierten Regierungen zur Räu- mungs- und Entwasinungsfrage hat folgenden Wort- laut:

I Herr Botschafter! Im Namen der deutschen Re­gierung beehre ich mich, Ihnen aus die dem Reichs­kanzler am 5. Januar übergebene Note über die Frage der Räumung der nördlichen Rheinlandzone folgendes ergebenst mikzuteilen: Die Note bestätigt die Befürchtungen, die die deutsche Negierung schon | nach den ihr in letzter Zeit zugegangenen Nachrichten hegen mußte. Trotz der von ihr infolgedessen er­hobenen dringenden Vorstellungen haben sich die alliierten Regierungen entschlossen, die nördliche R h ein lan d z o ne am 10. Januar nicht zu räu­men. Die deutsche Regierung sieht sich dahep vor die Tatsache gestellt, daß die alliierten Regierungen den Termin, der nach dem System des Vertrages von Versailles die erste Epoche seiner Durchführung abschließen und für Deutschland auf verschiedenen Gebieten eine Erleichterung seiner Bestimmungen bringen soll, nicht Innehalten wollen. Tic für lange Jahre vorgesehen« Besetzung deutscher Ge­bietsteile durch fremde Truppen ist «ine der här­testen Bestimmungen des Versailler Vertrages. In den leyten Jahrhunderten der Geschichte wird kaum eine Parallele zu einer militärischen Besetzung bon solchem Umfang und solcher Dauer zu finden sein. Maßnahmen dieser Art haben niemals die friedliche Zusammenarbeit der Völker ge­fördert.

Vertagung des Reichstages. Die dentschnotionale Fraktion wird sich selbst-

Berlin, 7. Ian. Wie ba8 Nachrichtenbüro des verständlich aufs schärfste gegen dieses neue Ver- Vereins deutscher Zeitungsverleger aus parlamentari. schleppunasmanöver wenden und nun ihrerseits scheu Kreisen hört, rechnet man mit einer unmittel- darauf bestehen, daß die Krise zu dem seit gestern bar bevorstehenden Vertagung des allein möglichen Ende geführt wird. Reichstags. Es wird voraussichtlich schon am In den ersten Nachmittagsstunden verbreitet Schluß der heutigen Sitzung, spätestens aber am Don- die Reichstagsfrakticm der Deutschen Volkspartei nerstag ein solcher Antrag gestellt werden. Vorher soll eine Erklärung, in der es heißt:Nach der Auf- noch ein äleberwachungsausschutz eingesetzt werden, der Fassung der Deutschen Volkspartei müssen die Ver- die Rechte des Reichstags in der Zeit, in der keine Handlungen weiteroeführt werden. Die Deutsche Vollsitzungen stattfinden, wahrt. | Volkspartei legt entscheidenden Wert darauf, fest-

zustellen, daß sie ein, wenn auch verschleier­tes Kabinett der Mitte nicht Unter­st ü tz e n wird, weil die gegenwärtigen großen außen- und innerpolitischen Ausgaben nur gelöst werden können, wenn die Re g i e r u n g s i ch a u f eine feste bürgerliche Mehrheit stützt."

Berlin, 7. Ian. Zur Frage der Rcgierungs-

Deutschnationale Bolkspartei Frak-

Abg. v. Gräfe (deutschv.) beantragt, nicht aufl "onssitzungen anberaumt Die W irt schäft- die Regierungsbildung zu warten und die politische }1 $ e bestimmte für Verhand-

Aussprache für morgen auf die Tagssordnung zu ~in<Je,7 m ^?ssterungsbildung ihren neuen setzen Fraktionsvorstand Fehr und Drewitz. Die n a -

Dr. Stresemann (D. Volksp.) widerspricht ".onassoz ja li stische Reichstagsfraktion der Meinung des Abg. Grafen Westarp, daß die wählte zu ihrem Vorsitzenden den Abgeordneten in Demission befindliche Regierung nicht Maßnah- ~ Graefe-Goldebee und die Abgeordneten Graf men treffen dürfte, die die künftige Regierung bin- Reventlow und Feder zu Stellvertretern.

den . Die sofortige Beantwortung der Note der Alli-i *

verlängern wollen, so können sie sich über die Be­deutung dieses Schrittes und den Ernst der dadurch geschaffenen Lage nicht im Zweifel sein. Sie habe« damit dem Empfinden des deutschen Vol­kes einen harten Schlag versetzt und sein« Hoffnug, jetzt endlich an eine Konsolidierung seiner Verhältnisse und an eine ruhige Zusammenarbeit mit den anderen Völkern Herangehen zu könne«, schwer erschüttert?

Tie alliierten Regierungen berufen sich zur Be­gründung ihres Vorgehens auf deutsche Ver­fehlungen in der EntwaffnungSfrage, be­schränken sich indessen einstweilen darauf, diese Ver­fehlungen allgemein anzudeuten. Nach Ansicht bet! deutschen Regierung hätte eS der Tragweite be< Angelegenheit entsprochen, wenn die Mittei­lung der Tatsachen, aus die die alliierten Re­gierungen. ihren Beschluß stützen, nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden wäre. Ein« alsbaldige Mitteilung dieser Tatsachen dürfte um­somehr erwartet werden, als die Beurteilung deK Sachverhalts selbstverständlich nicht etwa von de« einseitigen und beliebigen Ermessen der alliierten Regierungen abhängt. Durch ihr Verfahren haben die alliierten Regierungen der deutschen Negierung dl« Möglichkeit, zu den Vorwürfen schon jetzt tut einzelnen Stellung zu nehmen, genommen. SW mutz daher verlangen, daß die angekündigte weiter« Mitteilung aufs äußerfie beschleunig? wird und wird alsdann nicht zögern, über die von den alli­ierten Regierungen beanstandeten Punkte A u f k l ä -

Berlin, 7. Jan. Reichskanzler Marr hat im Saufe des Mittwoch erneut Schritte zur Bildung eines Kabinetts unternommen, die aber ergebnis­los verlaufen sind. U. a. wandte er sich an den

volksparteilichen Abg. Prof. Dr. K a h l um Ueber- nahme des Reichsjustizminisieriums. Dr. Kahl hat selbstverständlich abgelehnt, entsprechend der Stellungnahme seiner Fraktion, wie sie in der Er­klärung vom Mittag dargelegt wurde. Diese Er­klärung hat auf die Zentrumsfraktion einen stark deprimierenden Einfluß ausgeübt.

Man betrachtet die Marxschen Bemühungen um ein überparteiliches Kabinett damit als geschei­tert. Um so merkwürdiger berührt es, daß trotz­dem behauptet wird, Reichskanzler Marx habe niajt die Absicht, feinen Auftrag dem Reichspräsi­denten zurückzuerstatten. Nach der Entscheidung, die Dienstag in Preußen gefallen ist, und nach der Stellung, die Reichskanzler Marx bisher zu der einzig möglichen Lösung der Krise eingenommen I hat, wäre ein Verzicht auf weitere Versuche seiner-1 feite doch mehr als verständliA ~

fk. Berlin, 8. Jan. Was die Zusammensetzung der Regierung in Preußen anbelangt, soll den flattern zufolae ein Kabinett Brann ohne die bei- den volksparteilichen Mitglieder vor den Landtag treten. DerVorwärts" teilt mit, daß die Ge- schäfte der preußischen Finanz- und llnterrichtsmi- nister von den Staatssekretären weitergeführt wer­den sollen.

*^1! durch die gegenwärtiae Regierung sei bei- Die gestern dokumentierte Absicht des Reichs- ÄU" ÄwTÄft bl- N-ai-run«»» ,u ,chn°^-

neue Remerung zustande gekommen ist.

Achten. Aber sie wollen offenbar dies« Gefangenen ^ch länger als AgitationLmaterial benutzen. Abg. Wlorin (Komm.) ruft: Du Schurke! Der Abg! (®irb deswegen zur Ordnung gerufen. i

Ohne Widerspruch werden die Anträge dem AuS- IGuß überwiesen. Damit ist die Tagesordnung er« ,«d!gt.

Präsident Löbe schlägt vor, di« nächste Sitzung Mr Donnerstag mittag 3 Uhr abzühalten mit der Tagesordnung: Deutsch-polnische» Abkomme» und Änderung deS Pvftgesetze».

Abg. Müller-Franke» (Soz.) erklärt zur Ge- hftoorbnung, daß fein« Partei e» gern« sehen Sfb«, venu aus die «ächsw TageÄ>rdnu^ auch

Der Alterspräsident Bock eröffnet gegen halb ßUhr die Sitzung.

Es wird dann sofort die Wahi des Reichst peilten durch Stimmzettel vorgenommen. Der Na­mensaufruf vollzieht sich ohne Zwischenfall. Als Resultat der Wahl wird verkündet: Bon den abge­gebenen 447 Stimmen haben erhalten: Abg. L ö b e tzoz.) 231 Stimmen (Beifall), Abg. Wallraf fDeutfdjn.) 112, Abg. v. K a r d o r f f (D. Dolksp.) 61 Stimmen. Di« übrigen Stimmen find zer- fplittert.

Reichstagspräsident Löbe übernimmt fein Amt »it einer Ansprache, in der er zunächst für das lhm durch die Wahl bewiesene Vertrauen dankt. 8m Gegensatz jju früher sei jetzt auch das Amt des Reichstagspräsidenten zu einem Kampfobjekt der Parteien geworden. Der Präsident ist aber, so Mrt der Redner fort, in dem Augenblick, wo er fein Amt antritt, zu voller Unparteilichkeit gegen-! Lber allen Parteien verpflichtet. Diese Unpartei- Rd)fielt gelobe ich hiermit. (Beifall.) Dazu gesellt Ed) die Pflicht, die Minderheiten zu schützen. (Rufe ei den Kommunisten: Mit Hilfe der Polizei!) Der Wchiitz der Minderheiten ist nur möglich, wenn die »olle Arbeitsfähigkeit des Reichstages gesichert und feine Würde gewahrt wird. (Beifall.) Ich werde vernäht fein, diese Arbeitsfähigkeit und Würde des Reichstages zu wahren und erbitte hierzu Iljre tilfe. Der Reichstag steht vor großen politischen ufgaben. Er hat sich zu bemühen um die Auf- febung der ungerechtfertigten Besetzung deutschen Landes, gegen die wir schon hier scharfen Protest Anlegen. (Lebhafter Beifall.) Wir werden wich-I äae wirtschaftliche Verhandlungen mit großen und I Keinen Nachbarn führen und- wir werden den! Ueichshaushalt gründlich prüfen müssen. Dabei feben wir vor allem dafür zu sorgen, daß die Kriegsopfer, die Witwen und Waisen und die in «r Inflationszeit enteigneten Kleinreumer vor mm Verhungern geschützt werden. (Rufe hei den Kommunisten: Von den politischen Gefangenen fegt er nichts!) Ich könnte auch über die Politi­ken Gefangenen und über ihr Schicksal mit mehr «ilverficht sprechen, wenn Ihr (zu den Kommuni- Jten) durch Euer Auftreten das nicht verhindern würdet. (Beifall bei der Mehrheit.) Der Präsi- Mnt widmet dann den vor dem Zufammentritt des tll v< Reichstages verstorbenen Abgg. D ü ri n g e r (D. sichen Ministc Bolksp.) rmd Malkewitz (Deutschn.) Worte des wordenen M

Die Regierungskrise im Reiche hat, den Blät- tem zufolge, auch gestern keine Lösung gefunden. In den Abendstunden begab sich Reichskanzler Marx $um Reichspräsidenten, um ihm über die | durch die volksparteiliche Entscheidnna, wonach die i Partei ein, roenn awi) verschleiertes Kabinett der Mitte nicht unterstützt werde, geschaffene Lage Be­richt zu erstatten. Im Laufe des gestrigen Tages wurde im Reichstag folgende Möglichkeit zur Lö­sung der Krise erörtert: ein Kabinett mit Reichs­kanzler Marx an der Spitze, das sich parlamenta­risch nur auf Zentrum und Demokraten stützt und in dem^die durch das Ausscheiden der volkspartei- - ri x e f"': Zer, also auch Dr. Stresemann, frei ge-

alkeivitz (Deutschn.) Worte des wordenen Ministerien und auch die bisher unbe- kedenkens Er dankt fchsiehlich unter Dem Bet- setzt gewesenen Ministerien durch die zuständigen! ß, Alterpraftdenten Bock und Staatssekretäre besetzt werden sollen. Ueber die

en Presidenten Wallraf für ihre Stellungnahme der einzelnen Parteien zu einem

r l; . , , . ,, . derartigen Kabinett ist aus den Blättern folgendes

! Bei der dann folgenden Wahl des ersten Bize- zu entnehmen-

Präsidenten wird von den Deutschnationalen der DerBerl. Lokalanz." erklärt, daß sich außer rJ-Thüringen vorgeschlagen. Gegen die den Nationalsozialisten und den Kommunisten die nT o?, Zuruf wird Protest erhoben. Deutschnationalen in Her Opposition befinden wür-

Dle Zette wähl ergibt die Wahl des Abg. Gräf- den. Ueber die Haltung der Deutschen Volkspartei Thüringen (Deutschn.) mit 247 von 444 abgegebe- teilt dieZeit" mit, daß die Partei sich ihre Stel- Mn stimmen. . m I ung vorbehalte und abwarten werde, wie die errd-

wird Abg. Dr. Bell gültige Zusammensetzung des Kabinetts fein werde.

r i^'^rusident Abg Dr. R i e - Bei einer wirklich neutralen Zusammensetzung

ler (2). Bolksp.) durch Zuruf gewählt. Bei der könnte auch die Haltung der Partei neutral sein »stimmung durch Erheben von den Sitzen blei« Aus den Ausführungen desVorwärts" ist xu ent« wn die Kommunisten und die Nationalsozialisten nehmen, daß die sozialdemokratische Partei vor-

s LI aussichtlich einem foldjen Kabinett gegenüber eine

-Dann wird durch Stimmzettel m einem Wahl- wohlwollende Neutralität üben werke. Das Blatt E Wah der zwölf Schriftführer vorgenom- betont, daß eine Regierung Marx im Reiche nur Pen- .Das Resultat der Schristfuhrerwahl wird tn gestürzt werden könne, wenn die Redjte und die »er nächsten Sitzung^ Mitgeteilt. Kommunisten sich zu diesem Werk bis zum letzten

.der Tagesordnung folgen dann die kommu- Mann zusammeiischließen würden. Mehrere Blät- msiiichen Anträge aauf Freilassung der inhaftier- ter wollen wissen, daß das Innenministettum in 'vmmunistlschen Retchstagsabgeordneten. dem oben angedeuteten Kabinett Marx durch den ! Abg Feh renbach (Ztr.) beantragt, den An- Führer der Demokraten Koch besetzt werden soll, vag mfort ohne Debatte dem Geschäftsordnungs- Was die Frage der Zusammensetzung der Regie- «usichuh zu überweisen. rung in Preußen betrifft, halten die Blatter es

Jt°g. Koenen (Komm.) verlangt dagegen, daß nun für feststehend, dah das Kabinett Braun ohne i**Ll Kommunisten die Möglichkeit zu einer Be- die beiden volkparteilichen Minister vor den Land-! der Anträge gegeben wird. tag treten wird. DieGermania" bemerkt da-j

L , -Präsident L ö b e und Slbg. D i t t m a n n (Soz.)I zu, die nächste Zeit werde lehren, daß es auch ohne I jwtouen demgegenüber, die Kommunisten würden der Volkspartei in Preußen gehen werde. DerVor- )Preilassung der Gefangenen besser bienen, wenn wärts" teilt mit, daß die Geschäfte des preußischen Eine Begründung verzichten und damit die Finanz- und des Unterrichtsministeriums von den .Vrlcdigung der Anträge beschleunigen würden. 1.....- - - 1

! Abg. Koenen (Komm.) verlangt demgegenüber .»ie Slnnahmc der Anträge ohne Ausschußberatung.

I Abg. Feh renbach (Ztr.): Wenn auf eine toci« fere Begründung nicht verzichtet wird, müßte ich me Absetzung des Anträge» von bet Tagesordnung «initragen.

L Abg. Dittmann (Soz.): Wenn e» den Kom­munisten wirklich auf die Freilassung der Gefangenen ^nkäme, müßten sie heute auf weitere» Rede« ver-

Srulsch« Reichstag

2. Sitzung vom 7. Januar.

Auf der Tagesordnung der stark besuchten Sitz­ung stand die Wahl des Präsidenten, der Vizeprä- Eenten und der Schriftführer. Die Regierungs- nk ist unbesetzt.

Wem, die alliierten Regierunge» die Besetzung rung zu geben. Ebenso ist fU bereit, tn solchen jefct »och über die vertragsmäßig« Dauer htnauSFrsgen, i» denen »och grundsätzliche Mei-

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