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Marburg, Anfang Januar 1925.

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** DasHefsenland", die früher überaN in Hessen gelesene Zeitschrift, deren Eingehen vor zwei Jahren in der Inflationszeit allgemein auf das lebhaftste bedauert wurde, erscheint wieder. Soeben ist das erste Heft des 27. Jahrgang» unter dem er­weiterten Titel: ,jhessenland, Illustrierte Monats­blätter für Heimatforschung, Kunst und Literatur" herauSgekommen, im alten Gewand und unter der alten bewährten Schriftleitung von Paul Heidel­bach, tm Verlag von Johannes Braun in Eschwege. Eine Bleistiftzeichnung der Schwalmbrücke in Treysa von Friedrich Fennel, eine schöne Zeichnung des Marktes zu Hersfeld von dem Marburger Künstler Werner Willgerodt, ein Scherenschnitt von Ruthild Busch, das Rosenwunder der hl. Elisabeth darstel- lerrd, und zwei Porträts, ein sehr gutes Selbst­bildnis des kürzlich verstorbenen WiMngshüu- ser Malers Wilhelm Thielmann und ein Bild des ebenfalls vor einiger Zeit seiner Heimat durch einen frühzeitigen Tod entrissenen Dichters Heinrich Bertelmann, schmücken das Heft, das eine Fülle von lesenswerten Aufsätzen historischer und lite­rarischer Natur von Hans Braun, Philipp Losch, Heidelbach, Woringer, Keller u. a. .enthält. Uns Marburger besonders geht eine amüsante kleine Er­zählungMein Shlvesterhecht" von Thilo Schnurre an. Den Schluß des 32 Setten starken Hefte» bilden die sehr inhaltreichen AbschnitteAus Heimat und Fremde" undBücherschau". Das .Hessenland", dessen Bezug fdjr zu empfehlen ist, wird zu dem billigen Preis von 1,75 Mk. einschließlich Post­gebühr für ein Vierteljahr geliefert, den Mit­gliedern des Hessischen Geschichtsvereins und einiger anderer heimatkundlichen Vereinigungen ist ein Vor­zugspreis von 1,25 Mk. frei ins Haus zugestanden. Die Mitglieder des Hessischen Geschichtsvereins, die dasHessenland" zu beziehen wünschen, werden ge­beten, sich möglichst bald schriftlich an den Vor­sitzenden, Herrn Professor W. Kürschner, Wörth- straße 19, zu wenden, der die Bestellung übernimmt und die regelmäßige Zustellung der Zeitschrift ver­anlassen wird.

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Marburg, 4. Januar (Hartung).

* Städtisches. Morgen Dienstag findet die erste Stadtverordnetensitzung im neuen Jahre

Die Reichskurzschrift. Auf die heu­tige Anzeige des Stenographenvereins®tibel5= derber" betreffend Lehrgang in der Reichskurz­schrift wird aufmerksam gemacht.

Silberne Hochzeit begingen heute die Eheleute Musiker Carl Boesch und Frau. Aus die­sem Anlaß brachten ihm seine Kollegen ein Ständchen.

* Vom Landgericht. Ein Zuchthausge­fangener, der wegen versuchten Ausbruchs in eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten genommen wor­den war, erzielte Ermäßigung der Strafe auf 1 Mo­nat. In der Ziegenhainer Gegend war ein junger Mann infolge einer Schlägerei zu Tode gekommen. Von den bei der Schlägerei Beteiligten, die zu je 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden waren, hatte einer Berufung eingelegt. Dieser wurde frei­gesprochen. -

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8« 8. Weihnachtstage starb «uch schwerem Leide« unser lieber alter Herr Imriöi Inzer

Pfarrer in Winnen

wo er «ur ei« Jahr feines Amtes wirke« konnte, nachdem 17 Jahre lang tm luther­ischen Kirchspiel Thristenderg 1 starrer ge­wesen war. Wir trauern mit einer hart- betroffenen Familie um be« rllhe« Tod unseres Bundesbruders. 85

Am 31. Dezember wurde er unter großer Anteilnahme seiner Gemeinden nach seinem Wunsche auf dem Christen­berg zur letzten Auhe bestattet.

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Wetterbericht.

Heber England hat sich eine stärkere Druck- stärung entwickelt, auf deren Rückseite kältere Luft auch bi» in unser Gebiet vordringen wird.

Vorhersage bis Dienstag Abend: Wechselnd be­wölkt, einzelne Niederschlagsschauer, kältere, west­liche Winde. ____________________

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Schädliche Husten., ,-bous. <-

Leider beginnt die Profitgier gewisser nteerantilischer Elemente sich auch auf hygienischem Gebiete recht unliebsam bemerkbar zu machen. 60 werden unter allen möglichen Hatten Hustenbonbons verkauft, bie keine Spur von jenen Extrakten enthalte«, bie zur wirksamen Bekämpfung von Husten und Heiserkeit doch so bringend erforderlich sind. Man hüte sich also vor unreellen Änreisungen, wenn man sich zu seinem Katarrh nicht noch ein Magenübel hinzuhvlen will. Am sichersten ist es schon, sich ausschließlich der ärztlich empfohlenen, bekannten Kaiser'schen Brust« Caramellen zu bedienen. Unter dieser Bezeichnung gefordert, sind sie in Apotheken, Drogerien oder Kolo-

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Berliner Prsdu enbörse. , vom 8. Januar.

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Weizen, märk., 234240; Roggen, mfirL, 229 bis 235; Gerste, märk, 263286; neue 200214;,' Hafer, mät6, 175185; pomm. 166177: Weizen, mehl 32^0»jOO; Rogaenmehl 82.50-^5.00; Wei. zenkleie 15L015.80; Roggenkleie 1415014.80.

Walbeet BchwctueutarN.

Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 79 Ferkel, die zum Preise von 15, 18 und 22 Mark verkauft wurde«. Der Markt wurde bei flottem Handel geräumt.

Wrieffeffen ber EMrisNeitu««.

Ankündigungen von Vereins ^ stlichkeiten, auck wenn sie erst tm Sommer ftru. aiben, kön- J nen nur im Voranzeigen- oder im Anzeigentell er­folgen.

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gekommen zu fein. Soweit bisher be» sind Menschenleben nicht zu beklagen.

Essen, 4. Ian. Der Sturm, der seit Neujahr toftt, hält mit unverminderter Heftigkeit an stv gerte sich nachts zu großer Stärke. Der Kegen setzt nur vorübergehend aus. Die Tempe­ratur ist dauernd außergewöhnlich mild und be­trug heute zehn Grad Wärme. Durch den Sturm tpurben mehrfach bedeutende Schäden verursacht. Die Flüsse sind ununterbrochen im Steigen. Ruhr «nd Wupper führen Hochwasser und überschwem­men bereits weite Strecken.

Düsseldorf, 5. Jan. Infolge der starken Kkegenfälle der letzten Tage führt die Düffel Hoch­wasser, das über die Ufer de» südlichen Düssel- etme» hat und die Keller der anliegenden Grund­stücke überschwemmte. Wie aus Elberfeld gemeldet Birb, ist das Hochwasser der Wupper im lang- stimen Fallen begriffen. Auch in Solingen und Burg. ido die Uebeschwemmung der Wupper größe­ren Schaden angerichtet hat und in d n Straßen das Wasser 50 Zentimeter hoch stand, ist das Was- jtt im Fallen begriffen.

Siegen, 4. Jan. Der seit Weihnachten un­aufhaltsam strömende Regen hat der Stadt Siegen und ihrer Umgebung außgergewöhnlich starke- Hochwasser gebracht. Die kleine Alche, ein Bach von sonst geringer Tiefe und Breite, ist zum Fluß eon stellenweise sieben Dieter Breite angewachsen und hat die Freudenberger Landstraße, die auch von der Autopost Siegen-Freudenberg befahren wird, auf weite Strecken unter. Wasser gesetzt. Die Wege sind noch bis in die Stadt hinein" über» toroemmt, so daß sie nicht begehbar sind. Die Sieg ist ein wild schäumender, breiter Strom geworden.

ff. Amsterdam, 5. Jan; Nach einer Mel­dung desTelegraaf" ist das Wasser der Maas dmch die letzten stürmischen Regenfälle so hoch ge­stiegen, daß die anliegenden Gebiete durch lieber» schivemmung bedroht sind. Mehrere Nebenflüsse jhtb bereits über die Ufer getreten.

ff. Paris, 5. Ian. Aus einigen Teilen Frank- «ichs werden Ueberschwemmungen gemeldet, so aus ter Bretagne, der Normandie und aus dem Artois, kiele Städte und Ortschaften stehen unter Wasser. Auch aus den Ardennen treffen ungünstige Nachrich­ten ein. Die Maas und Seine und ihre Neben­flüsse steigen fortwährend. Der Schaden, den das Hochwasser anrichtet, soll bedeutend sein. Inzwi­schen hat sich der Sturm an der französischen Küste «elegt.

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Mittwoch, den 7. Januar. W?

Philippshau«. 81/* Uhr: Pfarrer Baltz.

Juli en st ist. 8 Ähr: Pfarrer Metz.

. Donnerstag, den 8. Januar.

Slisabethhaus. 8 Uhr Pfarrer Heermann.

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:: Mardorf, Är. Kirchhain, 3. Ian. Die Leberegelseuche tritt unter den hiesigen Viehbe­ständen ebenfalls wie in der Nachbargemeinde Schweinsberg sehr star' auf. Die beiden Schaf­herden Hierselbst sind fast vollständig vernichtet. Der Ziegenbestand ist bis auf ein Drittel zusam- mengeschrtunpst. Die Rindviehbestände sind auch schon stark mitgenommen worden. Auch bei den Pferden hat man Bedenken.

)( Wallau, 3. Ian. Ab 2. Januar halten auf Bahnhof Frechenhausen wieder einige Züge zum Ein- und Aussteigen von Reisenden. Da Frechenhausen keine Tarifftation ist, müssen Reisende, die dorthin fahren, mit Fahrkarten nach der in der Fahrtrichtung hinteraelegenen Station versehen sein, und zwar: aus Ricktung Dillenbura nach Gönnern, aus Mchtung Biedenkopf nach Lirfeld.

) Trevsa, 2. Jan. In der letzten Stadtver­ordnetenversammlung wurden die für die neu her- zustellende Kraftpostverbindung Treysa Alsfeld geforderten Bürgschaften von der Stadt übernom­men.

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