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Ceite L

den König wies Mussolini auf die revolutionären Tendenzen unter der Opposition und die jüngste Er­mordung von Faschisten hin.Der Aufruhr der Oppo­sitionsparteien hat tiefe Rückwirkungen gehabt. Es kommt der Augenblick, wo zwischen gtoel sich be­kämpfenden Elementen die Macht entscheidet. Ich kann sagen, dah der Faschismus, die Regierung und die Partei bei voller Leistungsfähigkeit sind.

Ihr habt geglaubt, der Faschismus sei zu Ende, weil ich ihn zurückhielt, die Partei fei tot, weil ich sie züchtigte. Wenn ich ein Zehntel meiner für die Zurückhaltung des Faschismus verwendeten Tatkraft zu seiner Entfesselung verwenden würde, waS würde dann geschehen 7 (Brausender Beifall und begeisterte Zustimmungsruf« der Extremisten). Aber das wird nicht nötig fein, weil die Regierung stark genug ist, um völlig und endgültig den Aufruhr des Adventin zu bewältigen. Italien will Frieden, Ordnung und fruchtbringende Ruhe. Diese Ruhe und Ordnung wer­ben wir Italien mit Liebe und nötigenfalls mit Ge­walt geben. 48 Stunden nach meiner Rede wird die Lag« auf dem ganzen Felde geklärt sein. Alle mögen Wissen, daß dieS nicht aus Laune oder Wollust am Re­gieren geschieht, sondern, dah mich nur grenzenlose Vaterlandsliebe leitet. (Brausender Beifall der Re- gierungsmchrheit nehmen diese Schlußworte auf). Vie faschistischen Abgeordneten stimmten wieder ihre Hymne an. Vie Sitzung wurde für einige Zeit unter­brochen.

Bei der Wiederaufnahme der Kammerfihung wurde Von der Oppositionsgruppe Giolttti, Orlando ein Mißtrauensvotum gegen die Regierung einge­bracht. Aber Mussolini verlangt« auf Grund des (Kammerreglements die Verschiebung feiner Behand­lung auf sechs Monate. Infolgedessen wurde die Motion von der Opposition zurückgezogen und die -Kammer vertagt. Der liberale Minister Tafati hat !ber Rede Mussolinis nicht beigewohnt, was in den ilDandelgängen der Kammer daS Gericht aufkommen fließ, er habe feine Demission eingereicht. Bis jetzt .ist jedoch ein« Bestätigung dieses Gerüchts noch nicht | erfolgt.

L fk. Rom, 8. Jan. In politischen Kreisen ver- Ilautet, daß di« beiden rechtsliberalen Mitglieder [bet Kabinetts ihre Demission eingereicht hätten. Der Ministerpräsident hat sich seine Entscheidung Vorbehalten.

J Rom, 3. Ian. DaS Direktorium der nationalen ifaschistischen Partei gibt in einer Erklärung als ent­schiedenen Wille« deS Faschismus von ganz Italien kund, stch von jeder Aktion politischer Und parlamentarischer Zweideutigkeit zu befreien und 'unter allen Umständen zu verhindern, daß die Oppo- .fUttni, welche stch hinter dem Vorwande der Siche» tintfl der Moral verschanze, keinen anderen Zweck ,habe, als die Ration auSeinanderzureihen, den Sieg davon tragen könnte. Zum Schluß ermahnt das Di- leektorium die Regierung, stch unnachgiebig zu zeigen. | Rom, 3. Ian. In Pisa drangen Faschisten nach seiner Versammlung in di« AedaktionSräume des Mef- Kaggero Toscana ein, welcher daS Organ der katho­lischen Volkspartei ist und zerstörten sowohl die Re- DaktionS- wie die Maschinenräume.

Di« Wahlreform ie Italien.

f Nom, 8. Jan. Verschiedene Unterausschüsse der Stammet haben heute den Wahlreforment« »urf beraten. Dabei wurde Lon bemAbgeord» 'einen einzigen Wahlkreis bilden solle, "fein faschist­ischer Abgeordneter beantragte aus besonderen i Gründen in Venezia und Giulia ein andere» System al» da» de» Einmännerwahlkreise» unter Lnwen- bung zu bringen. Es wurden auch mehrere Anträge für da« Pluralwahlrecht eingebracht. Einige Abge- ordnet« wandten sich gegen die Behandlung der PZahlreform in einer so unklaren politischen Lage.

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__ Düsseldorf, 8. Ian. In einer gemein» }amen Entschließung bringen die drei gewerkschast- ichen Epitzenoraamsationen de» besetzten Gebiets nämlich der Allgemeine Deutsche Gewerkschafts­bund, der Asa und der Gewerkschaftsring zum Ausdruck, daß von der Zusammensetzung der neuen Regierung da» Schicksal de» besetzten Ge­biet» in vieler Beziehung abhänge. Die Gegner der Verständigungspolitik dürfen keinen maßge­benden Einfluß auf die Reichsregierung bekom­men. In der bisherigen Außenpolitik sehen die

(Nachdruck verboten.)

s. o. s.

Ein Funkroman von Friedrich Stint

13. Fortsetzung

Aus diesem einfachen und gradllnigen Nahmen fällt allem das Hau» Nr. 7 heraus, einmal, weil hier die grünen Fensterläden meist nicht »urückaejchlagea sind, -weiterhin, weil di« «rohe Hausnummer fast nnange- -lostet stehen geblieben ist, vor allem aber, weil hier ,abend» eine rote Laterne ein aufdringlich anretzende» -Licht verbreitet und weil vielleicht auch letzten Endes die -Firmenausichrift. die hier in groben roten Buchstaben !|u lelen ist, sich nicht den übrigen schlichten Bezeichnungen 'angleicht. Es handelt stch nicht um L. M. Gibbons, r Küchengeräte, oder um eine Firma, die den Namen Sweet Home führt, ein Gasthaus ostenbar, eine Stätte der Erholung und Erfrischung.

Der äußere Eindruck also, der zwischen Gemesienheft nnd Flatierhastigkeit hin und her schwankte, wurde Lestärkt, wenn man die drei steinernen Stufen zur Haustür binaufgkgangen und in den dunNrn Flur ein. getreten war. Hier stand eine Holzbank, ein Oleander» bäum und ein Schreiüvult, auf dem «in dicke» Buch mit dem AusdruckMeine Gäste" lag. Ging man weiter nnd folgte dem einladenden Schild, das mit ausgestreck­tem Finger jurGaststube" hinwies, betrat man einen kleinen, einfachen Raum, der ein Bullet, einige Holz- tische und Stühle enthielt eine Wirtsstube also, rote man ste in Garküchen oder Arbeiterkneiven findet, un- nemütlich, uneinladend, für kurzen Aufenthalt und be­dürfnislose Gäste berechnet

Wer sich' aber die Mühe nahm, diesen ersten und un­erquicklichen Eindruck auszuschalten und eine kurze Welle in dem stets einsamen Raum Platz zu nehmen, konnte damit rechnen, daß stch die Tür öffnete und eine Lame eintrat, wie man ste in dieser Umgebung nicht vermutet hätte. Sie trug ein kostbares und reiche» Seidenkleid, wenn es auch aufficl, dah es farbenfreudi­ger und beladener war, als es für eine Frau Anfang der fünfziger Jahre angemessen erschien. Da» immer noch hübsche, wenn auch verschwommene und leicht ge­dunsene Gesicht war stark und herausfordernd geschminkt. Nie runden und weichen Bewegungen waren trotz aller j

Dverheffssche Zeitung, Marburg a. L. etrntteg, New 1. gtennar 1928

Gewerkschaften die einzige Möglichkeit für eine ruhige Fortentwicklung und für die endgültige Be­freiung des besetzten Gebiets.

In der Entschließung wird Bezug genommen auf die Stimmabgabe der Bevölkerung des besetz­ten Gebiets bei der Reichstagswahl, die zu Gun­sten der auf dem Boden der Demokratie und der republikanischen Verfassung stehenden Parteien ausgefallen ist. Die großen Opfer des besetzten Gebiets für das gesamte Reich gäben ein Anrecht auf Berücksichtigung des Willens der Bevölkerung des besetzten Gebiets. Alle Kräfte, die sich ihrer Derantwortung bewußt seien, würden hinter einer den Wünschen des besetzten Gebiets entsprechen­den Regierung stehen.

Wäre «uMer Bllmiat

Zu den Affären Darmat-Kutisker melden die Blätter, daß die Haftbefehle gegen die Gebrüder Barmat noch nicht bestätigt feien; es handele stch bei ihnen zunächst nur um eine vorläufige Festnahme. Die Entscheidung Über die Frage der endgültigen Verhängung des Haftbefehls dürste im Laufe des heutigen oder morgigen Tages fallen. Gegen den Ministerialdirektor a. D. Kautz, bei dem das Be­lastungsmaterial anscheinend besonders schwerer Art ist, sei Haftbefehl von dem Vernehmungsrichter erlassen worden. Die Nachricht, daß gegen den tech­nischen Direktor bet Berlin-Burger Eisenwerke, Oberingenieur Sauveur, Haftbefehl erlasien wurde, ist, wie derVossischen Zeitung" von der Staatsan­waltschaft mitgeteilt wird, unrichtig.

B e r in, 3. Jan. DieB. Z." meldet, daß ge­gen den technischen Direktor der Berlin-Burger Eisenwerke Sauveur, dem vorgeworfen wird, daß er, wie die anderen Direktoren des Barmat- konzerns durch Hergabe feiner Unterschrift auf Kon- zernwcchseln Betrug verübte, gleichfalls ein Haftbe­fehl erlasien wurde. Die Mitglieder des Diretto- riums der Merkurbank Schaeffer und Eericke, die nach eingehender Vernehmung heute ftüh aus der Untersuchungshaft entlasien worden waren, wurden wegen Verdunkelungsgefahr wieder festgenommen. Von den Leitern der Merkurbank befindet stch nur noch Direftor Lichtenstein in Hast, desien Hastent- lasiung nach derB. Z." ebenfalls bevorsteht. Zu den Hauptgläubigern des Barmatkonzerns gehören außer der Seehandlung und der Reichspost u. a. noch die Oldenburgische Staatsbank und die deutsche Girozentrale.

Der Spritschieber Weber in der Tschechoslowakei verhaftet.

Berlin, 4. Ian. Generaldirektor Heinrich Weber, der am 22. Dezember aus der Untersuch­ungshaft entwichen ist, ward- durch den Krimi­nalinspektor Vorwerk, der die Spur des Weber in Schlesien entdeckt hatte und sich seit dem 26. De­zember auf seiner Verfolgung befand, in einem in der Tschechoslowakei gelegenen kleinen Orte Zhlabi ermittelt und zur Verhaftung gebracht. Das Auslieferungsverfahren wurde bereits bean­tragt.

Berlin, 3. Ian. Heber die umlaufenden Ge­rüchte der Kreditgeschäfte der Deutsche» Reich-Post wird von zuständig« Stelle mitgeteilt:

schaftlichen und sozialen Gründen (Arbeiterenllasiungen PP.) v«anlatzt gesehen, den Danken de- Barmatkon- zern- fftt Induftrieztoecke hn Oktober 1924 auf deren Antrag «in Darlehen von jufammen 14,5 Millionen Reichsmark durch Vermittlung der Deutschen Giro­zentrale al- Treuhänderin zu gewähren, zu dem bei kter Post üblichen Zinssatz und gegen Sicherheiten, die von SachverftänUgar besonder- nachgeprüst und für ausreichend befunden werden.

2. Michael hatte der Deutschen Reich-Post im Ao» vemb«, al- ihr jeder Reichskredit entzogen worden worden war und andere Zahlungsmittel nicht zur Verfügung standen, vorübergehend Geldmittel über­lassen und später feinet feit» von der Post Kredit er­halten, bet bereit- seit einem halben Jahre abge­deckt ist. Seit dies« Zeit steht die Post mit Michael in kein« geschäftlichen Verbindung mehr.

3. Mit KutiSker hat die Deutsche Reichspost nie­mals in Verbindung gestanden.

Berlin, 4. Ian. DemLokal-Anzeiger" zu­folge baten die Rechtsbeistände der Brüder Barmat, die HaftentlasiungSanträge für ihre Klienten ge-

Lebbaftigkeit maskenhaft und wie einftudiert. Ihre Stimme klang südlich und durch ihre Höbe ein wenig fettig und schmierend.

Ete tnusterte, roäbrend ihr säuselnd« Redeschwall dahinvraffelte, den Gast und lud ihn je nach dem Er- vebnis mit ein« liebenswürdigen und unwiderstehlichen tHandbewegung ein, ihr in die hinteren Gemächer zu folgen.

Hi« eröffnete stch bann ein fast paradiesischer An­blick. Ein mittelgrobes Zimmer, ausgestaitei mit bunt­farbigen Teppichen und Wandbehängen, mit auffallend vielen, teilweise schon etwas blinden Spiegeln, mit maurischen Sesieln. Tischen und Rauchtischen, angefüllt von einem Dustgemisch aus Moschus, Patschuli und kaltem Zigarettenrauch.

Herren d« besten Familien Philadelphias zählten zu den Stammkunden dieses Hauses, Leute, die in bei Gesellschaft eine Rolle spielten, Männer jedenfalls vom Schlage John Tattermouls und Harro Browns. Zwischen nun und zehn llbr abends konnte man diese Gentlemen vor d« Auffahrt rum Western DarjetL- Theater ihre Autos verabschieden feben: sie selbst gingen dann zu Fuß die schmale und düstere Gasse entlang, die bis auf das Haus Nr. 7 nun schon ganz int Dunkeln lag, traten unter der roten Laterne in den Flur, dnrch- schrftten in fei. verständlicher Weise das dürftige G-si- »immer und traten in den Emviangsraum bei Cm- geweihten.

Heute aber, am Abenb der Direktionssitzung der Radio-Corvoralion fitbK schien das Etablissement Ma­dam es in Erwartung einer nicht wenig« bedeutsamen Zusammenkunft. Schon um sieben llbr rauschte sie in einem farbenftoben Seidenkleid durch dte Räume, un­ruhig und erregt, und spähte in kurzen Zeitabständen durch bas Fenster. Endlich nach einer langen Viertel­stunde öffnete sich die Türe und herein trat ein auf­fallend lang« nnd hager« Herr mit knochigen und eckigen Gliedern, kalten, etwas rot angelaufenen Hän­den, einem schmalen, stützen Gesicht und drei charakte- ftfttschen Querfurchen auf bei düsteren Stirne, Kan Rorman, der mächtige Genttalüireklor der Radio- Corvoratiou.

Ohne Madame, dte ihn mit einem ehrfürchtigen Neigen des kunstvoll ftisterten Kopfes begrüßte, eines Eegengrußes zu würdigen, fragt« « kur»:

Schon anwesend?"

Leider nein, gnädig« Herr, ich bi« trostlos über

stellt hatte», den Justizminist«, st« zu empfangen, um die ganz« Angelegenhett mit ihm zu besprechen. Dte Besprechung dürft« vorau»ftchtlich heute flott» finden.

Berlin, 4. Jan. Zn der Angelegenheit Ku- tiSk« ist ber Direktor der Osten-A.-G., Major a. D. Rothe, aitf der Haft «ntlaffen worden. Sin« Kaution wurde nicht gefordert.

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Berlin, 4. Jan. Um bte Ansichten von Fi­nanzleuten über das Problem der Aufwer­tung von Anleihen kenne« zu lernen, hat nach Blättermeldungen da« Reichsfinanzministerium eine große Anzahl Angehöriger b« Berliner Hochfinanz zu einer Sitzung in ber nächsten Woche einge­laden.

Du» unbefugte Trage« von Mllftäruniformen wird bestraft.

Berlin, 3. Jan. Aus einer Verfügung des preußischen Justizministers teilt der Amtliche Preu­ßische Press^ienst mit, daß dem unbefugten Tragen von Uniformen oder uniformähnlichen Bekleidungs- ober Ausstattungsstücken im Interesse des Ansehens der Wehrmacht des Reiches nachdrücklich entgegenzu­treten fei. Für denjenigen, ber unbefugt Militär­uniform trägt, ist Gefängnis nicht unter einem Monat angeboht. Strafbarkeit wirb bann anzunehmen fein, wenn der Gesamteinbruck ber Kleibung bie Gefahr der Verwechslung bei Per­sonen begründet, die bie einzelnen Bestandteile der Uniformen nicht kennen.

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Auch Ruth Fischer verhaftet.

Wien, 3. Jan. Entgegen dem B«icht eines Morgenblattes wurde die kommunistische Reichs­tagsabgeordnete Frau Ruth Fischer von der Wiener Polizei wegen einer Falschmeldung festge­nommen und dem Bezirksgericht übergeben. Fer­ner ist der angebliche G i o v a n n i E o st a, der als Heinz Neumann und als ein Angestellter der kom­munistischen Reichstagsfraktion ' in Berlin identi­fiziert wurde, ««hastet worden. Dem angeblichen Adolf Sonnenfeld gelang es zu entkommen.

W i e n, 4. Jan. Die in Wien verhaftete deutsche Reichstagsabgeordnete Ruth Fischer wurde vom Bezirksgericht zu 120000 Kronen Geldstrafe ver­urteilt und dauernd aus Oesterreich ausgewiesen.

Di« Arbeitsloseuzister in Wien.

Wien, 3. Jan. Rach einer Meldung der Reuen Freien Presse" stellte die industrielle Be- zirkskommisston gestern fest, daß die Zahl der Ar­beitslosen in Wien und Umgebung etwa 71000 be­trage. Da bie Arbeitslosenziffer im übrigen Oester­reich minbeftens ebenso hoch zu schätzen sei, so «gebe stch eine Eesamtziff« von 145 000, die sich bereits be­denklich der Höchstziff« ber Arbeitslosen in Oester­reich seit Einleitung d« Sanierungsaftion nähere, die im März 1923 169 000 betrug.

Serbiens Kampf gegen Vie Kroate«.

Belgrad, 3. Jan. Nach den ihr nachts zu- gegangenen Anweisungen nahm bie Polizei in Agram heute eine Haussuchung bei dem Abgeordneten der kroatifcken ®«n»rnh<trM. hw tnn

sie wichtige Schriftstücke entdeckte, darunter ein eigen­händig geschriebenes Schriftstück von Rabitsch. In d« Wohnung des Sekretär» ber kroatischen Bau­ernpartei, Kroniewitsch, ber zusammen mit dein Btzepräsibefiten ber Ekupschtina und hem Abge­ordnete« PrebawetS ht Haft genommen wurde, be­schlagnahmte Me Polizei einen umfangreichen Schriftwechsel. Rabitsch hält sich augeublüklich im Auslanbe auf. Die Maßnahmen werden fortgesetzt. Der Mtntst« des Innern, Maxtmo- witsch, hob heut« in einet Erklärung an Me Presse hervor, baß bie Maßnahmen der Regierung nicht als gegen bte Kroaten gerichtet betrachtet w«ben dürfte« und keinen Akt ber in««eu Politik bar­stellten, fonb«« eine BerteibigungSmatzregel gegen einen äußeren Gegner.

Demokratische Kundgebung fite bie Raditschpartei.

Belgrad, 4. Jan. Eine Kundgebung de» Hauptausschuffes des Demokrattfchen Partei pro­testiert gegen die Verfolgung der kroatischen republi- kamschen Bau«npartei, die weder nach ihrem poli­tischen noch nach ihrem wirtschaftlichen Programm als kommunistisch bezeichnet w«den könne, zumal

tiefe Unpünktlichkeit. Ab« gnädig« Herr können m» sichert« fein, ste werden kommen, es find verläßliche

Kan Norma« ließ stch auf einen b« niedrigen Stühle «leb«.Wunsche Näheres über diele Leute zu wißen."

Alte Freunde meines Hauses, gnädiger Herr." uÄeinc Empfehlung, Madame!"

Der gnädige Herr belieben zu scherzen. Kid Murrav ist ein ehrbarer Mann, Agent von Beruf, ein versierter, in allen Sätteln gerechter Geschäftsmann, spricht fünf Sprachen geläufig, hat Verbindungen nach allen Me­tropole« ber alten und neuen Wett. Fred Wilson, fein Sozius war Akrobat und bat zwei Schritte von hier hn Western Variete noch vor wenigen Jahren Triumvhe gefeiert. Eine meiner iungen Künstlerinnen veranlaßte ibn, bieten beschwerlichen Berus amzugeden, unb so wibmete er sich nach seiner Verehelichung mit dem guten Kinde verschiedenen Beschäftigungen Insbesondere be­sorgte er die Engagements für ment Etablissement und zeigte hierin große Findigkeit, Energie und be- wunberungswürdige Kenntnis gesetzlicher Bestimmungen. Die für mein Haus erworbenenKeuntniue verwandte er 3..Ib nutzbringend auch für andere, gleichwertige Kunst - ft-tten, und diese seine Spezialität veranlaßte Murray, ibn sum Sozius zu nehmen. Der gnädige Herr leben es bandelt sich um solide und gewandte Männ«, die des gnädigen Herrn Ansprüchen in jeder Weife geuecht werden dürsten. Ich bin betroffen. baß sie sich verspätet haben."

Orientiert, Madame! Uebttgens, sagen Sie, was habe« Sie eigentlich gegen btefen Charles Owen, wie? Daß Cie sich hi« in io na preiswert« Weife zur Verfügung stellen. Verdächtig!"

Der gnädige Herr können unbesorgt fein, eine kleine private Abneigung."

So! Interessiert mich ein wenig- Was kostet bie Geschichte?"

Sie ist unverkäuflich, gnädiger H«r. (Eine unbe­deutende Revanche nach einer Wartezeit von netto zwanzig Jahren!" Mft einem Schlage hatte sich ihr Gesicht verändert- Eine brutale, häßliche Frgu sah hinter bei Schminke hervor mit wutverzerrten Augen unb grinsend verzogenem Munde-

Ja, gnädig« Herr, trotz alledem bin ich nicht ver­hungert unb verreckt, trotz aliebem habe ich satt zu essen unb ein Dach über dem Kopfe- Damals war ich bumme

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Jubiläum der dänischen Post.

Tagen mit Senator Borah über bte neue Konferenz j zur Beschränkung ber Rüstungen verhandeln wirb.!

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Maskenhastigkeit.Ja das ist die kleine Geschichte ohne Interesse für den gnädigen Herrn, den ich wegen meinet Schwatzhaftigkeit um Vergebung bitten mutz,

Gut, gM, Madame, Zeitvertreib ist 3 ei tuet treib- Site bleiben bie Freunde bes Hanfes?"

In diesem Bioment traten sie ein. Der röiUi-iee Ki» Murray mit seinem ehrvuhligen Mienenspiel, in 6« abgeschabte» unb peinlich sauberen Kleibung einte llnreibeamten, unb bei feiste Kid Wilton, alkoholisch aufgeschwemmt, nist dummfchlauem Gesicht, geckenhaft angetan. Murtay verbeugte sich tief, indem er den linken Fuß mft schabendem Getäu'ch nach rückwärts; worfenem Kopf und unter ftraf*« Betonung ausgeprägtesten Körperteils.

Wir kennen uns, Gentlemen. nnd unsere Auigab^ Madame hatte bisher die Güte, meine Anordnu westerzuletten. Was haben Sie in Erfahrung gebrc. -x

(Forljrtzur.ll fr-

K o p-en h agen, 2. Jan. Die dänische Post feiert am 4. unb 5. Januar das Fest ihres 300jähi.| Bestehens. Als Vertret« der Deutschen Reichspoit "firnen Staatssekretär Sautter, Ministerialrat Küsgen und ber Präsident ber Operpostbiteftion Eaffel Schenk an den in Kopenhagen stattfinbeu- ben Feierlichkeiten teil.

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Sie drehte sich von Norman weg und hielt sich da» - (Abhc Taschentuch vor bas Gesicht- Als sie sich roieber um« kehrte, waren ihre Züge von ber alten gedunsene«

6hm» imd MhmflttWten

Wie schon in unsrer Sonnabendnummer inttgt« teilt, hat das neue Iaht wieder einmal Hochwasser gebracht. Seit die Ohintegulicrung im Gange ist, entwickelt sich solch eine Ncberschwommung viel schneller, als in früheren Jahren. In kurzer Zeit stand das ganze Tal nach Wehrda und Cölbe zu unter Wasser und der neue Hochwasserschutzdamm im Weichbild d« Stadt sorgte dafür, daß dte Wasser» l massen eiligst vorbeifstiteten, um sich bann süd­lich der Stadt über die verschiedenen Feldgemar-, t Jungen zu ergießen. Im vorigen regenreichen Ialpe wurden nicht weniger als sechs gröbere Ueberschwem- rnungen festgestellt. Daß daS durch seine Frucht- ; barleit bekannte Gelände im Lahntal sehr dar­unter leidet, wissen die betreffenden Grnnbbesincr am besten. In einer letzthin abgehalteiken land- wirtfchastlichen Versammlung wurde ja auch von maßgebender sachverständiger Seite festgesteltt, daß, wenn hier nicht Wandel geschaffen würde, in einem Zeitraum von etwa 10 Jahren der ganze fruchtbare Acker- unb Wiesenboben versäuert würde. Slbhilse könne nur durch eine Regulierung der Lahn von Gießen h«auf erfolgen und deshalb müßten baldigst Schritte eingeleit« werden, um ein gemein­sames Arbeiten mit dem durch die Grenze ge» | trennten Hessen wegen der Lahnregulierung zu er» möglichen. Im Zusammenhänge mit diesem Projekt fh-bt auch bie schau mehrfach erwähnte Regulie­rung ber Lahn oberhalb ber Stadt Im sog. Afföllek. Wer gestern einen Gang aufs Schloß oder Spiegels« tust usw. unternahm, hatte Gelegenheit, sich da- iiberfhitete Lahn- brzw. Ohmtal zu bekrachteu. Heute früh hatte Pie Wut etwas abgenonunen.

Hamburg, 3. Ja«. In Norbwestdeutschlaiitz wütete dte ganze Nacht hindurch ein heftiger Sturm, ber gegen 2 Mr nachts Feine größte Stärke «reichte. Zu dieser Zett gingen Windstöße in ein« Geschwin­digkeit von 28 Sefunbenmetem über Hamburg. Nach Mitteilung bei Deutschen Seewarte ist eine wesentliche Aenderung bes Wetters noch nicht zu «» rvarten, da ein neues Tief über den Ozean herauf ; zieht, das bereits bte irische Küste erreicht hat.

Ess«« , 5. Jan. Die Ruhr ist üb« die Ufer ge­treten. Durch dte Muten wurden viele Häuser vom Verkehr abgeschnitten. Die Bewohner und ihr Eigentum mutzten durch Boote in Sicherheit ge­bracht toerbett. Auch in Mülheim sind viel« in dec Nähe ber Ruhr liegende Skratzen vom Hochwasser ÄberschwenMl worden. D« Verkehr in den Straßen kann nur mit Kühnen aufrecht erhalten werben. aS Steigen des Wassers scheint gegenwärtig zum isemEsieiemmmMaMaB^emmBeHDmeBeseeemHBEsm Eans, ein genußsüchtiges Eeschöos. Als mein Mann gestorben war und bte Armut hereinbrach, als meinem Kiube Hunger biobte unb ich nicht mehr aus noch ein wußte, ba rettete mich, leben Sie, biete Fratze, bie heute so geworben ist, wie alle nach biesem Leben werbe--. - Geld roch ich, verstehen Sie, Geld und beu Duft bes Reichtums. Aber wie lange gefiel ich Charles Owen? ;

^iach einem ktwooen Vl«teliahi war es aus! Di« * Zeit hatte gerade ausgereickp, um mein Kind zu ut» | lieicn unb mich unrettbar einem Selten zu übergebent j das um den Reichtum berumkroch. Ja, gnädig« Herr; an wessen Fingern Geld gefleht hat, der ist »hm für ' Dauer und Ewigkeit verfallen. Auch mein Sohn, bet ein berühmter Mann geworden war, kaufte sich von mir los. Auch sein Geld erbettelte ich, denn Geld? Gelb! Geld! Herr, ist der Himmel aller Tagediebe. Aber doch, gnädiger Herr, bin ich nicht im Zuchlha^ oder Krankenhaus verendet. Denn ich bin nicht lect gebrannt, ich bin nicht mürbe geworden, eines hat mich gehalten und getitelten, eines ist mir ins Gehirn ge» fchiieben mit einer nicht auslösbaren Schrift: Der Schutt Charles Owen. Wenn es ihm ergangen ist, rote er wißen mußte, daß es mir hätte ergeben könnet« t wenn er «lebigt unb krepiert Ist, gnädig« Herr, dan» habe auch ich Zett, eine alte Bettel zu werden unb ab».

90 Prozent ihr« Mitglieder Bauern seien. M X Auflösung bei Partei Tel ein gewöhnliches WaH * manÖD«, für welches bie Schulbtragenben bie Bei antwortung würben übernehmen müssen.

Prag, 3. Ian. Dom Vertreter des WTD. Ta« Parteiblatt des Ministerpräsidenten JBeiikoiu*1 stellt fest, daß infolge bei letzten gemeinsamen Be­ratungen der Vertreter Sudslawien», Ru»- mäht en s u'nd Bulgariens die Kleine En- - tente in den Hintergrund treten werde.

Moskau, 4. Jan. Anläßlich des Jcchresan» fangs gab bet deutsche Botschafter ein off!« zielles Essen zu Ehren des Außenkommissariats und de»^ diplomatischen Korps.

Di« Jtämpfe in China.

Schanghai, 3. Jan. Reuter melde!, Sun Ehuan-Fang, d« Gouverneur von Tschekiang unb Fakten, bei in b« vergangenen Woche mit bett anf» stänbischen Divifionsgeneral Chen Loh-San im Kampfe lag, besetzte Sungkiang. Chen Loh-Sans Truppen stnb in wilb« Flucht. Ehen Loh-San selbst suchte im französischen Teil Schanghais Schutz.

Wieder einmal eine AbrüstuugSkanfereuz.

Newhork, 8. Jan. Nach ein« Meldung der Newhork-Tribune" aus Washington wirb im Weißen Hause mitgeteilt, batz Präsident Cooltbge in einigen