Einzelbild herunterladen
 

60. Sabro. iss

Warburg a. L. gtttiog, brn L Samar

«r.l

' Weiser für As Mer kurWtM SberWen - Amtliches BerkündiWnMlatt des Kreises Mmburs

»u

3.

4.

von

Sie WWSettonNimotn

Ohne Räumung kein Handelsvertrag!

gierungen sofort in Verhandlungen eintreten, um die vorliegenden Differenzen zu beseitigen.

Yorker Bankiers zurzeit mit der Vorbereitung von Plänen zur Flüssigmachung von 50 Millionen Dol­lar für eine neue Anleihe für französi­sche Gesellschaften. Die Bankiers äußerten, daß alle diese Pläne bis zur Klärung der Kriege "chuldenfrage vertagt werden müßten.

Verpflichtungen nicht erfüllt hat.

2. Deutschland ist außerstande, sie zum 10. Ja­nuar zu erfüllen.

Deutschland hat seine Verpflichtungen bisher

Qu. Berlin, 31. Dez. Wie wir soeben t^tnsvrnliertcr außenpolitischer Seite erfahren.

Ti« Franzose z«r «riegsschnldfrage.

Paris, 80. Dez. Augustin Hainan veröffent licht in derEre Nouvelle" einen Artikel übe. die Kriegsschuldfrage. Er schreibt:Rah mond Poincarö ist einer der Verantwort­lichen Urheber de» Weltkrieges. Diese Tatsache steht heute für jeden außer Zweifel, der niicht vom Parteigeist besessen ist. Es liegen ge­nügende Zeugnisse vor, z. B. die Erinnerungen Paleologues, die Memoiren von Georges Louis, des Grafen von Witte, die offizieNen Dokumente, die die russische Regierung in den Schwarzbüchern ver­öffentlicht hat, usw. Da» sind nach streng wissen­schaftlicher Methode zusammengestellte Dokumente. PoincarS har den Krieg vorbereitet; er wollte den Krieg, war also der Mitschuldige von Iswolski, Sasonow, Wilhelm II., den deutschen Junkern und den internationalen Großindustriellen. Der Ver­fasser fügt ironisch hinzu, man müsse die Menschen aber nach ihren Werken und nicht nach ihren Ab­sichten beurteilen. Da» Werk Potncarös, der Welt­krieg, sei, wenn man die Folgen, die sich noch entwickeln könnten, in» Auge fasse, für die Men­schen gut gewesen, trotz der ungeheuren Zahl seiner Opfer. Alle Völker seien aufgerüttelt worden. Mo­narchen seien gestürzt, die kapitalistische Wirtschaft sei umgestürzt worden und stehe noch mitten in der Umwälzung. Der Geist der Revolte habe sich über die Welt ausgedehnt. Millionen von Men­schen hätten da» Recht auf Befreiung erkannt. Das zaristische Rußland sei in eine Sowjetrepublik um­gewandelt worden. Das alles sei das Werk Poin- carSs, ja noch viel mehr, eS sei nur ein Teil seines Werkes, denn dank de» Weltkrieges sei der Ge­danke einer Föderation der Völker in dem Völker­bund entstanden. Auch die politische und mora­lische Weltordnung, ja soMir die wissenschaftliche

Köln, 31. Dez. Gewerkschaften aller Richtungen nahmen gestern gegen die beabsich­tigte Verlängerung der Besetzung der Kölner Zone folgende Entschließung an:

Der Eewerkschaftsausschuß für das besetzte Ge­biet als Vertreter der arbeitenden Bevölkerung er­hebt Einspruch gegen die beabsichtigte Verlängerung der Besetzung der auf Grund des Versailler Ver­trags am 10. Januar zu räumenden ersten Zone (Kölner Zone). Der Eewerkschaftsausschuß hat sich stets für die Erfüllung des Vertrages eingesetzt und sich gegen alle völkerverhetzenden Bestrebungen ge­wandt. Die Ruhrbesetzung wurde als rechts- und vertragswidrig bekämpft, wobei das Ziel der Ver­ständigungsmöglichkeit nicht aus den Augen ver­loren würde. Mit Eenugtung konnte in den letzten Monaten eine merkliche Entspannung der Lage im besetzten Gebiet wahrgenommen werden. Alle Hoff­nungen auf eine weitere Entspannung werden ver­nichtet, wenn die Räumung der ersten Zone im ver­tragsmäßigen Zeitpunkt nicht erfolgt. Die Gewerk­schaften empfinden dies als einen schweren Schlag für alle Verständigungsbestrebungen und sind ent­setzt, daß kleinliche Vorwände benutzt werden, das große Werk der Völkerverständigung zu erschweren. Sie bezeichnen die Verlängerung der Besetzung als eine neue- Sanktion, die nur geeignet ist, der Bevöl- kerung des besetzten Gebietes den Glauben an die Heiligkeit internationaler Verträge zur auben. Jeg­liche weitere Verlängergnu der Besetzung verhindert die Gesundung der Weltwirtschaft, vermehrt die Rot und die Leiden der Bevölkerung und stellt die Erfüllung der Verträge, insbesondere des Londoner Abkobnnens, in Frage. Der Eewerkschaftsausschuß spricht die Erwartung aus, daß die beteiligten Re­

in ungenügendem Maße erfüllt.

Die Verbündeten müssen den S ch l u ß b e -

6eetn ben Faschismus

Rom, 30. Dez. Die Blätter aller Schattierun­gen beschäftigen sich in den letzten Tagen fast aus- schließlich mit der inneren Politik. Die Oppo- sitionsblätter laufen Sturm gegen das Weiterbe­stehen des Kabinetts Mussolini und verlangen von ihm, daß er zurücktritt, um der Justiz freien ungehinderten Lauf zu lassen. Inzwischen veröffentlichen sie neue Enthüllungen, um die Massen aufzuregen. Da aber nach den Regierungs­blättern Mussolini durchaus nicht daran denkt, seinen Gegnern den Gefallen zu tun, zurückzutreten,' und da auch die Krone, wie in einigen Blättern- hervorgehoben wird, sich nicht in den inneren Streit' einmischen kann, solange die Regierung in Kammer und Senat eine große Mehrheit besitzt, so sucht ein Teil der Oppositionspresie die Rechtslibera­len gegen das Ministerium mobil zu machen. Der Umstand, das Salandra als! Präsident der wichtigsten Kommission der Kammer,« nämlich der Etatskommi'sion, feine Entlasiung ge«1 nommen hat, wird bereits als Anzeichen für diel Trennung der Rechtsliberalen von der Regierungl angesehen, aber derMessagers" behauptet, daßs eine solche Auslegung des Rücktritt« Salandras tendenziös und irreführend fei.

Auf der Tagung der F a s ch i st e n p r e s f e in Rom erklärte Ministerpräsident Mussolini in einer Rede, in der er die Notwendigkeit betonte, in der politischen Hochspannung eine schlagkräftig« Parteipreffe zu haben, er habe durch die Einbrin­gung der Wahlreform die Partei vor die Aussicht gestellt, eine neue Schlacht zu gewinnen, und zwar nicht nur der Ausdehnung nach, sondern in bet Tiefe des Volkes. Der Feldzug der Oppost« t i o n, den Faschismus zu bezwingen, sei mißglückt, und der Versuch, ihn (Mussolini) von dem Faschis­mus zu trennen, sei gescheitert und werde immer scheitern.

Rom- 31. Dez. M Florenz erstürmtem der Tribun« die Faseisten die Redaktion desNuov« Giornale", warfen die Möbel zum Fenster hinaus, übergossen die Maschinenlokale mit Benzin und steckten sie alsdann in Brand. Ferner verhinderten sie die Feuerwehr, den Brand zu löschen. Auch eine Freimaurerloge wurde zerstört.

Florenz, 31. DSz. In der ganzen Provinz haben große Kundgebungen stattgefunden, in denen eine unübersehbare Menschenmenge unter Voran­tritt mehrerer Musikkapellen zahlreiche Plakate mit der AufschriftEs lebe Italien! E» lebe Musso­lini!" mit sich führten. Zwischenfälle von Bedeu­tung haben sich nur vor dem Gebäude des Oppo- sitionsblattesNuovo Giornale" zugetragen. Mili­tär und Polizei vermochten durch ihr Eingreifen ernste Gewalttaten zu verhindern.

Rom, 1. Ian. Am 31. Dezember wurden bet einigen Politikern und in den Räumen der repu­blikanischen Partei Haussuchungen vorge­nommen.

Rom, 1. Ian. Folgende Zeitungen wurden gestern beschlagnahmt: In Rom die Abend­blätterPopolo",Mondo" undVoce" und die beiden WitzblätterBeppo Giallo" undSerenis- simo", in M a i l a n d derCorriere della Sera", derAvanti", dieGiustizia" und derUnita", in Turin dieStampa", ferner in Rom die beiden MittagsblätterSereno" undPiccolo".

unb^ die industrielle Ordnung hätten Fortschritte verzeichnen.

fk. London, 2. Ian. Premierminister Bald- w i n kehrte gestern nach London zurück. In einer auf Montag angesetzten Kabinettssikunq wird, laut Daily Graphie", Cecils Pariser Reife und auch der Entwurf der Rote der Botschafterkonferenz an Deutschland, die in London eintraf, sowie die unmittelbare Zukunft der deutsch-englischen Han­delsbeziehungen erörtert werden.

fk. London, 2. Ian. Während demDaily Mail" aus Paris gemeldet wird, daß die alliierte Rote über die Frage der Räumung Köln« von den Botschaftern morgen der Reichsregierung über- reicht werde, hältDaily Telegraf" eine weitere Verzögerung der Uebermittlung für wahrscheinlich. Der diplomatische Berichterstatter des Blattes schreibt, es sei wahrscheinlich, daß die alliierte Rote nicht vor einigen Tagen in Berlin über­geben werde. Sie werde von den alliierten Bot. schaftern gemeinsam unterbreitet werden. Der Wortlaut der Rote werde wahrscheinlich in seiner Fassung einige Verschiedenheiten von der von der Botschafterkonferenz am Mittwoch entworfenen Rote auftttoifen. CE» twrbe streng die Auffassung vertreten, daß- die britt|d)e Regierung um eine wei­tere Acnderung des Entwurfs vom Mittwoch er­suchen werde. Der Korrespondent desDaily Telegraf" befaßt sich mit der in der englischen Presse viel beachteten Krittk eines Teiles der deutschen Presse in der Haltung der englischen Regierung in der Räumungsfrage mit folgenden Ausführungen: Es würde gut sein, wenn die deut- schen Chauvinisten ihren Ton gegenüber England und seinen Alliierten mäßigen würden und wenn die deutschen Gemäßigten, die sich dauernd wegen ihrer Chauvinisten entschuldigen, aber auch die Alliierten ermahnte, eine mutigere Haltung gegen-' über den extremen Nationalisten einnehmen würden.

fk. London, 2. Ian.Daily Mail" zu­folge wurde dem amerikanischen Botschafter eine lange, äußerst freundlich gehaltene' Antwortnote auf die Mitteilung der amerikanischen Regierung in der Frage der Beteiligung der Vereinigten Staaten an den nach dem Dawes-Plan einge­sammelten Reparatioenen überreicht und darauf von ihm nach Washington übermittelt Dem Blatte zufolge erwarten britische Politiker aller Parteien eine maßgebende Erklärung der fran- zöischen Regierung übet ihre Haltung in der Frage der französischen Schulden an England. Niemand nimmt an, daß Cecil mit einem neuen Vorschlag wegen der Bezahlung der Schulden nach Paris gehe. Unterrichtete Kreise glauben, daß Frankreich ernstlich beabsichtige, seinen Verpflich­tungen nachzukommen.

«ne Anleih« für französisch« Gesellschaften.

N « w v o rk ' 81. Dez. Nach einer weiteren Meldung bet »New Port Xfmes* befasse« sich Nerv-

Kein deutsch-französischer Stahltrust.

Qu. Berlin, 31. Dez. Die ablehnende Hal­tung der englischen Stahlindustrie dürft« voraus­sichtlich das Zustandekommen eines internationa­len Stahlkartells endgültig verhindern. Wie wir hören, ist. auf Grund der Weigerung der englischen Verbände auch davon Abstand genommen worden, eine deutsch-französische Kartellvereinigung zu bil­den. Die in Aussicht genommenen Vereinbarun­gen zwischen der deutschen und französischen In­dustrie werden daher ausschließlich die Frage des Austausches von Kohle und Erzen betreffen und in keiner Hinsicht auf finanziellem Gebiet zu einer Kapitalbeteiliaung französischer Unternehmungen

dürfte ein deutsch-französischer Han­delsvertrag nur bann zustandekornmen, wenn in der Frage der Räumung der Kölner Zone eine Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich erzielt wird. Die Reichsregierung kann nicht länger die Tatsache verhehlen, daß es un­möglich sein wird, in den Wirtschastsfragen mit Frankreich zu einer Verständigung zu gelangen, wenn die französische Politik in der Räumungs­frage neue Schwierigkeiten bereitet. In Berli­ner Auswärtigen Amt hat es großes Erstaunen hervorgerufen, daß der französische Finanzmini- fter Clemente! in seiner Erklärung vor der französischen Kammer gegenüber den seht wieder aufgenommenen deutsch-französischen Wirtschafts- Verhandlungen einen Optimismus zum Ausdruck gebracht hat, der gerade jetzt wenig angebracht er­scheint, wo die Durchführung des Versailler Ver­trages durch die Stellungnahme der alliierten Re­gierungen in Frage gestellt wird. Für die Lösung der deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen ist es unerläßliche Voraussetzung, daß die politi­schen Beziehungen zwischen den beiden Ländern {ich erträglich gestalten, denn sonst tritt genau die- elbe Komplikation ein, die durch die Poincarö- che Politik geschaffen wurde. Man hat in Berlin den Eindruck, daß die französische Regierung zu ihrer jetzigen Haltung namentlich dadurch be­stimmt worden ist, darauf der am 6. Januar be­ginnenden alliierten Finanzkonferenz schwerwie­gende Streitfragen zwischen den alliierten Regie­rungen zu lösen sind, die auch die außenpolitische Situation Frankreichs erschwert haben. Infolge­dessen wird man die Pariser Finanzkonferenz auch ir Deutschland mit großem Interesse verfolgen müssen, da es sich Herausstellen wird, inwieweit die französische Politik in die Lage versetzt wird, die jetzt von ihr eingeleiteten Aktionen, die sich wieder einmal ausschließlich gegen Deutschland richten, zu liquidieren. Die französische Regie­rung dürfte sich nach den ihr von deutscher Seite zuteil gewordenen Informationen kaum darüber im Unklaren sein, daß Frankreich vor der Wahl steht, sich mit Deutschland politisch und wirtschaft­lich zu verständigen, ober aber alle Voraussetzun­gen auch für das Zustandekommen eines Handels­vertrages zu zerstören.

6tant*Wlen in Amcnmri

Das kleine Dänemark hat seit einigen Jahren tu nicht «kreißender Folge seine großen Skandalge« schichten. Segen und Fluch des Kriegsgewinnler­daseins haben das frühere so ruhige und sauber« Land heimgesucht. Mit Bankzusammenbrüche« größten Ausmaßes schloß dieEulaschzeit" ab. De« NameLandmannsbank" undDirektor Glückstadt" besagt in diesem Zusammenhänge genug. Kürzlich ist die großeDiskonto- und Revisionsbank" zusam­mengebrochen. Alle diese Skandalgeschichten haben das politische und gesellschaftliche Leben bis-in di« Tiefen aufgewühlt. Nun erregt ein neuer Skandal die Oeffentlichkeit. Das anerkannte und angesehene Oberhaupt einer christlichen Glaubensgemeinschaft, der skandinavische Methodistenbischof Bast, ist plötz­lich während einer kirchlichen Sitzung unter Wegfall jeder Rücksichtnahme in den Formen von der Polizei verhaftet worden. Man hat die Ankläger und da» Belastungsmatereial noch nicht bekannt gegeben. In der Untersuchungshaft hat man diesen Bischof mit gewöhnlichen Verbrechern zusammen eingesperrt. Bischof Bast erfreut sich nun einer Volkstümlichkeit und Beliebtheit in Dänemark, wie kaum ein anderer Geistlicher. Man hat ihn den Bodelschwingh Däne­marks genannt. Er hat die Kopenhagener Zentral­mission gegründet und geleitet und es verstanden, immer wieder sehr beträchtliche Summen aus Däne­mark und Amerika für seine Zwecke flüssig zu ma­chen. So hat er e« vom armen Hirtenjungen bis zu seiner überragenden Stellung im kirchlich-caritati- ven Leben gebracht. Dieser Mann wird nun der Betruges und der Unterschlagung kirchlicher Gelder beschuldigt. Die Oeffentlichkeit hat bisher im all­gemeinen für ihn und gegen die Polizei, besonder» gegen die rücksichtslos« Behandlung Bast» Stellung

9er Kamps um die Räumung

Ein böser Anfang.

Die vielen Neujahrswünsche haben dem deut­schen Volk wenig genützt. Das Jahr 1925 fängt böse an. Nach dem Silvesterbeschluß der Pariser votschasterkonferenz werden die Ententebotschaf- ter in Berlin gerade zum Zusammentritt des neuen Reichstags der Reichsregierung die Note überred S-n, die nach Havas die Nichträumung der Köl­ner Zone nyt der Nichterfüllung der Entwaff­nungsbestimmung für Deutschland begründen soll. Danach würde man muß den Wortlaut abwar- ten wieder einmal die französische Auffassung über die englische gesiegt haben. Erfreulich ist der kräftige Protest der Gewerkschaften aller Richtun- Kn aus dem besetzten Gebiet gegen den neuen irtragsbrucf) aber dieDemokratien" des Westens kümmern sich ja um Arbeiterkundgebun- «n am wenigsten. Trübe ist der Iahresan- ftmg auch im Hinblick auf den sich immer weiter Mlsdchnenden Berliner Finanzskandal. Das Hin- eingreifen der Staatsanwaltschaft in das Barmat- Wespennest wird nun auch der Sozialdemokratte Mit peinlich, dis bisher auf dem moralischen hohen Rosse saß.

' Sie sind sich einig.

Paris, 31. Dez. ,^>cwas" veröffentlicht fol­gendes Londoner Telegramm:

Der diplomattfche Meinungsaustausch über hie Vorbereitung der NoteanDeutsch- l« n d über die Räumung Kölns hat heute nach­mittag, also viel früher, als angenommen wurde, |u einer Verständigung geführt. Die /englische Regierung hat den in Paris ausgearbei­teten Entwurf zurückgeschickt, ohne nennenswerte Äenderungen daran vorzunehmen. Das Ergebnis entspricht allen Erwartungen:

1. Erbringung des Nachweises durch die Ver­bündeten, daß Deutschland seine militärischen

Wir glauben zu wissen, daß schon jetzt übet Form und Inhalt. des in Aussicht genommenen ' Protests vollkommenen Klarheit besteht, und daß eine neue diplomatische Demarche schon in den nächsten Tagen in den alliierten Hauptstädten er­folgen wird.

Vermittlungsbemühungen im Räumungsksnslikt.

Qu. Berlin, 31. Dez. In den diplomatischen Kreisen vertäutet, daß gegenwärtig sowohl von amerikanischer als auch von englischer Seite ver- sucht wird, in der Frage der Räumung der Kölner Zone und der Beendigung der <DH l i t ä r ft o n t r o 11 e eine Kompromißlösung zustande zu bringen, die es gestatten soll, den gegenwärtigen Konflikt so schnell wie möglich zu beendigen. Wie wir aus den Kreisen des Aus­wärtigen Amtes hierzu erfahren, dürsten derartige Versuche gegenwärtig lediglich unter den alliierten Mächten leibst im Gange fein. Der Reichsregie- rung gegenüber hat bisher noch niemand seine Vermittlung angeboten, und es muß nach wie vor damit gerechnet werden, daß Deutschland bei der ganzen Austragung der Angelegenheit auf sich selbst angewiesen sein wird.

richt der Kontrollkommission abwarten, um sestzustellen, was von Deutschland Künftig er

* wartet werden Kann.

~ Es unterliegt keinem Zweifel, daß, wenn Deutschland seinen militärischen Verpfsichtungen nachkommt, es für sich den Paragraphen 429 in Anspruch nehmen kann.

Die Not« der Botschasterkonserenz.

P a r i s, 31. Dez. Wie Havas mitteilt, hat sich Ke Botschafterkonferenz ohne Schwierigkeiten Itoei den Text der Note geeinigt, die Anfang näch­ster Woche der deutschen Regierung übermittelt wird. Da es sich um eine Entscheidung der alli- iten Regierungen handele, würden diese die Kol- stivnote der deutschen Regierung zustellen. Die tteilung sei sehr kurz und erkläre mit unwider­licher Klarheit, daß die Räumung der Kölner ne am 10. Januar nicht erfolgen könne, weil utschland seine Verpflichtungen aus dem Frie- isoertrag, namentlich hinsichtlich der Etzjwaff- ng, offenkundig nicht ausgeführt habe.

Nach Beendigung der Sitzung der Botschafter- lHonferenz ist folgendes Kommunique ausgegeben pporben: Die Botschafterkonferenz hat um 4 Uhr

Minuten nachmittags unter dem Vorsitz von Mlles Cambon eine Sitzung abgehalten. Sie hat An alliierten Regierungen oen Text der Note, den M nach ihren Instruktionen zwecks Mitteilung an ibie deutsche Regierung betreffs der Kölner Zone vorbereitet hat, übermittelt. Die Uebermittlung pH die deutsche Regierung wird durch Vermittlung bet alliierten Regierungen in Berlin erfaßen. Die :JBote wird erst veröffentlicht, nachdem die De­marche stattgefunden hat.

Wieder eine Lügenmeldung.

st. A m ft e r d a m , 2. Jan. Der PariserMa- ,tin veröffentlichte vor einigen Tagen eine Mel- iv«ng aus Holland die aus sehr vertrauenswürdiger Quelle stammen soll, und in der mitgeteilt wurde, s«ß feit einiger Zeit auf der Rotterdamer Werft Wiltan Unterteile von Unterseebooten für Deutsch­land hergestellt würden, was ein n^.er Beweis für : Deutschlands Bewaffnung gelten könnte. Die < Korrespondenten mehrerer hiesigen Blätter, darun- i«r auch derTelegraaf" haben darauf bei der Di­rektion Wittener Maschinenfabrik und Schiffswerft M Rotterdam Erkundigungen nach der Richtigkeit Her obigen Nachricht des französischen Blattes nach- 8sucht. Das Ergebnis war, daß die Direktion der ierft den Bericht desStatin als eine glatte Erfindung bezeichnete und hinzufügte, daß von Mer Fabrikation niemals auch nur die Rede ge­wesen sei. Die Korrespondenten wurden von der »Direktion direkt ersucht, die französische Meldung in Men Blättern zu dementieren.

Deutschland wird protestieren.

2u. Berlin, 31. Dez. Wie wir hören, wird di« Reichsregierung auf jeden Fall nach dem Eintreffen der Mitteilungen der iuteralliier- ten Besatzungsmächte gegen die Entscheidung der Botschafterkonferenz in nachdrücklichster Weise Protest e i n l e g e n. Ein solcher Protest muß schon deshalb erfolgen, weil die Reichsregierung unter keine» Umständen zugeben kann, daß De stichland feinen Abrüftungsverpflichtun.gen nicht nach«- kommen fei, und weil die Notwendig- ke-t besteht, ein neues Diktat gegenüber Deutsch­land zu verhindern.

erfckeint feck.mal wöckextli». - Bezunspreir »»xxtlich r Mark «EltetzU» ftufttluwqe» Set Wxiefeenprel« betrlgt fit »en ge|». 3eit«nmilümet«t 0,03 »«Umarl «mtlibe un» aussittije Heizen v.,12 Sols -

®j«Dbetfrefül^ 3 _ ausfallende Nummern Infolge Streifs o»et elementarer (Eretflnilfe kein Etsilis Cttlnj xtxtf. Bei ftbotertgewi &>$, loste b. SSleieotl^tiftew 50 L Muffel««. oontMefan^etgen 100 > Xuiibloi-»tetlanie* 0,Sa Solbit.

Wt. ®*£?.etotb - bntfnio«fXtartEnSrt. Aus. K-ch, Matkr 21/23. - FemKtechet: «erlag *.» Sefchäfta. Jeder Rabatt gilt al, «areabatt und xerfxtft »exx die Znhlnng spater <1. 5 Tage erfolgt, «-lege »erden berechxet Wi »r.. 6111 e r o t h. ruff o« unt o.^ re^ ?o(tfd,e«onto: Kr. 5015 Amt Frankfurt x. ebexfo «x.kuxft dxr» die «efchäft.ftell. und Zusendung der «xgebote. «rfillanzoort M.rbxrg, 1 ».-«k. Dolar