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20. Dez. Die deutsch-französischen

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die Abstimmung und damit auf die herbeigewünschte Freiheit macht un­erträglich. In ihrer großen Besorgnis berufenen Vertreter der Stadt Saarlouis

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unserer deutschen Heimat und weil eine Los- nnung wie ein Dolchstich, wie eine Erdrosselung das Wirtschaftsleben wirken müßte. Jeden Ver- S der Trennung müßten wir als eine in unser "i'ches Haus geworfene Brandfackel betrachten, Mann, Weib und Kind selbst mit ihrem Herz­ersticken würden. Gerade die Not Deutschlands, zu erfüllen, was es versprach, ob e» noch so r und hart wird, kittet unS mit unwidersteh- Kraft an unser teures Vaterland, dem wir hel-

keine materiell noch so glückliche Zukunft, I wollen, wieder frei zu werden. Nichts in der

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Ruhe in Eowjetrußlaud.

Berlin, 20. Dez. Die Pressestelle der Bot­schaft der Sowjetrepubliken teilt mit: DaSMit- tagsdlatt" bringt eine Meldung aus Bukarest üb« angebliche Unruhen und Truppenmeutereien in Moskau. Aehnliche Meldungen wurden bereit« von in Moskau weilenden deutschen Berichterstat­tern dementiert. Die Meldungen, die schon durch Bukarest als Quelle genügend gekennzeichnet sind, sind glattweg erfunden. Im ganzen Gebiet bet Sowjetunion herrscht vollkommene Ruhe.

ohne allen Zweifel. Die französische Annextons- schon jahrelang im

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den hohen Völkerbund, dem das Saargebiet auf und des Friedensvertrages zu treuen Händen an- rtraut ist, die Bitte, diesen unseren Darlegungen ine Aufmerksamkeit zuwenden zu wollen. Wir bcn unS der Erwartung hin, daß er von der rechtigkeit unserer Sache überzeugt, niemals ein

iet mit rein deutscher Bevölkerung, die den nlichen Wunsch hat, zu Deutschland zurückzu- ren, ohne Abstimmung Frankreich übergeben kann. Zn einer dritten Eingabe an Herriot wird gesagt:

Herr Präsident!

Sie haben ein Angebot Frankreichs ausgefpro- n, wonach Frankreich auf das Saargebiet und die Gruben verzichtet, wenn die Stadt Saarlouis sieben Bürgermeistereien an Frankreich fällt, r Bürger der Stadt Saarlouis, die wir die ge­lte Stadtvertretung bilden, können nicht an- men daß Sie, Herr Präsident, über die Stim- ng der Bevölkerung im Saargebiet, besonder» in rlouis, richtig unterrichtet sind, weil Sie sonst sen Gedanken sicher nicht ausgesprochen hätten, statten Sie uns deshalb, zunächst darauf htnzu- Eisen, daß der seinerzeit dem Präsidenten Wilson terbreiteten Erzählung von 150000 Saarfranzosen e Beweisführung nicht beizumessen ist, da sie *rch Machenschaften einiger Persönlichkeiten zu-

de kam, die Sie, Herr Präsident, ohne Zweifel t billigen würden. Gestatten Sie un» ferner, neu die Versicherung zu geben, daß da» Saarge-

und nicht zum mindesten Saarlouis deutsch r, deutsch ist und deutsch bleiben wird. Wir kön-

Jhnen die feste Versicherung geben, daß diel ölkerung der Stadt Saarlouis, hart an der! nze Frankreichs, in Frieden und in Eintracht mit

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Dir bayrische Amnestie.

Als Herr v. Jagow, der letzte Kappist, durch j den Reichspräsidenten begnadigt wurde, rief di« ganze Linkspresse leidenschaftlich nach der Hafteut-

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Mig vor der ganzen zivilisierten Welt den aller - Härfsten Einspruch zu erheben. Wir stützen uns lebei auf die Bestimmungen des Friedensvertragcs

i«en Versailles, die den Bewohnern de» Saargebiets SelbstbestimmungSrecht garantieren.

WaS wir in schwerer Stunde trotz des Druckes Iet Militärdiktatur unserem Vaterlande freimütig ytobt haben Treue bis zum Tode ist heute so Mhr wie damals. Wir waren gute Deutsche, wir gute Deutsche und wollen gute Deutsche blei­en. Die Abstimmung in zehn Jahren wird, davon wir felsenfest überzeugt, eine glänzende Recht- igung des Treuegelöbnisses aller Saarländer zum utschtum bringen. Wir Bewohner ' von Saar­is wollen hierbei mit an erster Stelle stehen, n wir haben für die Zukunft keinen Brennen« Kren Wunsch als den der Wiedervereinigung mit seren deutschen Brüdern.

An den Völkerbund wurde gleichfalls eine ngabe gerichtet, in der gesagt wird:

Wir bitten dringend um ihre Mithilfe, damit den r Deutschtum treu bekennenden Bewohnern der adt Saarlouis die Möglichkeit belassen bleibt, ihre ionalität selbst bestimmen zu können. Noch zehn hre wird dieser Zustand dauern. Nur die Hoff-

_ "l Grenznachbar leben will. Als gute Deutsche i«SSln^Bfen wir jedes Bestreben, un» von Deutsch- b loszureißen, weil wir unlösbar verknüpft sind

I Angesicht» der Haltung der französischen Sach­verständigen, die für die deutsche Industrie unter I Keinen Umständen tragbare Forderungen stellten, mar es notwendig, die Verhandlungen vorläufig I abzubrechen, unt sie später wieder aufzunehmen. I Die deutschen Sachverständigen sind gestern nach 17 t'chlmb abqereist.

Berlin, 20. Dez. Die deutsche Abord- Inung zur Durchführung der Bonboner I Vereinbarungen, die unter Leitung de» Lan­deshauptmann» der Rheinprovinz, Dr. Horton, In I Koblenz und Düsseldorf mit der Rhetnlandkommis- ston, bezw. mit bett Vertretern der Besatzung-- I armeen verhandelt hatte, ist am Ende ihrer Arbeiten I angelangt. Die Durchführung der in London festge­setzten Amnestiebesttmmungen ist noch nicht völlig beendigt, sodaß diese Verhandlungen fortgeführt werden. Die Aufgabe der deutschen Abordnung be­stand insbesondere in Verhandlungen über die Zu­rückführung der Ausgewiesenen, Wiedereinsetzung der verdrängten Beamten und über die Durchführung der Amnestie, sowie über die wirtschaftlichen Fragen, die mit der Beendigung der Pfänderverwaltungen zusammenhingen und die in dem Koblenzer Ab­kommen vom 20. Oktober ihren Abschluß fanden, ferner wurde über die Ordonnanzen der Rhein- landkommission verhandelt. Wichtige Ergebnisse wurden aus verschiedenen Gebieten erzielt. Di« noch übrig bleibenden Punkte bleiben den Verhand­lungen von Regierung zu Regierung Vorbehalten.

Anläßlich der Beendigung der Arbeiten der deut­schen Abordnung richtete der Reichspräsident unt der Reichskanzler an den Leiter der deutschen Ver­handlungen, Dr. Hörion, Dankschreiben.

Keine wirtschaftliche Offensivaktion gegen Frank­reich.

Qu. B e r l i n, 22. Dez. Im Berliner Auswär. tigen Amt dementiert man alle in Paris verbreite- ten Nachrichten, wonach Deutschland entschlossen sei, den Abschluß eines Handelsvertrages mit Frankreich abzulehnen, solange die Räumungs­frage nicht gelöst ist. Die deutsche Regierung denk« nicht daran, diese Frage auf dem Wege einer wirt­schaftlichen Offensive gegen Frankreich ausfechten zu wollen, dan man sich in Berlin sehr wohl der gefährlichen Wirkung einer solchen Aktion bewußt ist. Die alarmierenden Meldungen der französi­schen Presse scheinen übrigens auf englische Aus­streuungen zurückzuführen zu sein.

Zu diesen Tagen erhielten wir die Bestätigung jit Richtigkeit eines seit Monaten umlaufenden Gerüchts, wonach der französische Ministerpräsident »errtot den Verzicht Frankreichs auf das Ruhrge- jtet und die Saargruben ausgesprochen hat, wenn He Stadt Saarlouis mit sieben Bürgermeistereien ^ne Abstimmung an Frankreich fällt. Wir, die ge= Ahlten Vertreter der Stadt Saarlouis, halten es Grs,usre heiligste Pflicht, gegen diese beabsichtigte Vergewaltigung eine» treudeutschen BolksteileS ein«

Roalich- keit in reichstem Maße Gebrauch, denn es sind bei der Reichswehr, der Polizei und der Industrie über 1700 Kontrollbesuche vorgenommen wor­den. Dabei sind der Kontrollkommission alle ge­wünschten Unterlagen zur Verfügung gestellt wor­den. Da die Kontrolle fast ausschließlich von Ossi- zieren vorgenommen wurde, die seit Jahren mit der Materie aufs Eingehendste vertraut finb, so wird kein unbefangener Beurteiler glauben kön­nen, daß es der Kontrollkommission wirklich nicht gelungen sein sollte, ein umfassendes und er- schöpfendes Bild über den deutschen Rüstungsstand | innere

Herriot genau. Er weiß auch, daß Frankreich politisch und wirtschaftlich im Saargebiet eine schwere Niederlage erleiden wird. Das zeigt auch die Erklärung der Stadt Saarlouis. Diese Ange« ! legenheit paßt ganz in das Bild der augenblick­lichen französischen Politik. Man will und muß Deutschland ohnmächttg machen. Daher die Saar- Propaganda, daher die Verewigung der General­spionage, wozu auch England seine Hand bietet. Dasist dieVersöhnung-Politik" Her- riots, den wir durch eine Linksregie­rung unbedingt am Ruder erhalten sollen!! Die Deutschen muß man im Ausland so ungefähr wie Analphabeten in politischem Sinne einschätzen.

Wie aus England gemeldet wurde, wird der Bericht der Kontrollkommission ungünstig fein. Verfehlungen" sind festgestellt. Einige 20 Jahre alte Geschütze wurden gefunden, verrostet na­türlich. Nach der französischen Presse Ausrüstung für einige Divisionen! Statt 504 000 wurden 507 000

London, 20. Dez. Der diplomatische Bericht­erstatter des ,^Daily Telegraph" schreibt: Die bri­tische Negierung habe anscheinend eine legalere und formellere Begründung vorgezogen,mög­licherweise, weil ein stärkerer Widerstand gegen das Verfahren, das sich auf Zweckmäßigkeit

I gründe, von Paris oder Berlin aus oder von bei­den ausgeübt würde." Der Berichterstatter fährt fort, es könne fein, daß die deutsche Regierung versucht sein werde, die Auffassung geltend zu ma-

I chen, daß ein von den Alliierten vor der Unter­breitung des vollen Berichts der Kommission ge­faßter Beschluß juristisch unhaltbar sei. Daraus könne erwidett werden, daß Deutschland kein

I Recht habe, sich in dieser Frage zu beklagen, da die I Kommission infolge der dauernden deutschen Ob- I struktion nicht in der Lage gewesen sei, ihre Ar- I beiten innerhalb der normalen Zett zu vollenden.

Trotzdem wäre es nach Ansicht des Berichterstatters I | vom rechtlichen Standpunkt aus gut, wenn die

Kommission, da sie keinen vollständigen Bericht aufftellen könne, wenigstens einen umfassenden

I endgültigen Bericht unterbreiten würde, um so mehr, als Curzon» Bemerkungen in dem Sinne aufaefaßt werden könnten, daß die erwähnte Ob­struktion nicht mit den augenblicklichen alliierten Inspektionen zusammenhänge, sondern bi» zur

I Ruhrbesetzung zurück lägen. Die Ergebnisse der I gegenwärtigen alliierten Inspektionen, großzügig und fair zu behandeln, sei die Frage, um die es sich handle. Die Räumungssrage sei eine alliierte Frage, die nur nach Besprechung unter den Alliier­ten geregelt werden könne. Wenn dieses Stadium erreicht sei, und zwar hoffentlich sehr bald, so könn­ten einige heikle juristische Fragen entstehen. Die Fortführung der Besetzung unter der Begründung des deutschen Verzuges in der Entwaffnung sei augenscheinlich ihrem Wesen nach eine Sanktion uno die alte Frage könne entstehen, ob solche I Sanktionen einstimmig oder unabhängig von den

I in Betracht kommenden Mächten unternommen werden können. Der berühmte 8 18 des Anhan­ges 2 zu Teil 8 des Versailler Vertrages sei auf diese Frage nicht anwendbar, da er sich nur auf einen Reparationsverzug beziehe. Es handele sich darum, ob die interalliierte Unstimmigkeit not­wendig ist für die Zurückziehung oder Verlänge­rung der Besetzung, und ob nur die augenblick­lichen Mächte aus Grund des Rheinlanoabkom- mens, nämlich Großbritannien, Frankreich und Belgien, in Betracht kämen, oder auch Italien und Japan. Der zweite Punkt sei, ob, wenn Groß­britannien beschließe, sich aus Köln zurückzuzie­hen, die Alliierten Englands es wieder besetzen könnten. Aber der Artikel 430 des Vertrages mache es deutlich, daß eine Wiederbesetzung geräumten I Gebietes die Proklamierung des deutschen Ver-___

Auges durch die Reparationskommission erforder-1 englische lich machen würde. ren, der

Haupt noch nicht begonnen. Wenn diese These be­rechtigt ist, warum soll Ne denn überhaupt je be- ginnen? Wird Deutschland keine» ernsten Ver­zuges überführt, dann vleibt uns dem Buchstaben riack keine Wahl, als entsprechend dem r^rgezeich- reten Plan zu räumen. Aber es bestehen prak­tische Schwierigkeiten. Die Frage der Räumung muh von den Alliierten nach dem Emvfgng des ! Berichtes der Kontrollkommission erörtert werden, der nicht vor dem 10. Januar zu erwarten ist. Als Grund für diese Verzögerung nennt Lord Cur­zon den deutschen Widerstand gegen die Kon­trolle. Man kann aber die gleiche Tatsache auch ander» darstellen, indem man sagt, daß bei der Ruhrbesetzung die Kontrolle preisgegeben und nach dieser so gut wie absichtlichen Preisgabe wie­der ausgenommen wurde. Dies ist eine Sache, bei der Deutschland seine Verantwortlichkeit hat, ge­nau wie Großbritannien und Frankreich. Her­riot bemüht fick, die unkluge Politik seines Vor- gängers zu liquidieren. Es liegt im Interesse des f anzösischen Ansehens und der europäischen Sta­bilität, daß er Erfolg hat. Großbritannien kann nicht Zustimmen, auf unbegrenzte Zeit oder unter zweideutigen Bedingungen in Köln zu blei« ten. Wenn wir aber unter Berücksichtigung dieser Tatsache die Räumung mehr beschleunigen, indem wir bleiben, als indem wir gehen, dann muß Deutschland es sich überlegen, welche Vorteile ihm aus einem Kompromiß erwachsen.

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- Saarlouis, 20. Dez. Sämtliche Stadtver-1 Saargebiet, aber die Bemühungen schetterten hm gdneten bet Stadt Saarlouis haben heute an den ~ ~ ~

Vrichrkanzler Dr. Marx eine Eingabe gerichtet, V der es heißt:

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Anfang Januar auf eine Mitteilung Englands warten und werde daher gezwungen sein, schon vor dem Gintreffen der offiziellen englischen Mit- teilung den beabsichtigten Protestschritt zu unter­nehmen.

| Sine neue Lüge deslempe.

Berlin, 20. Dez. DerTemps" stellte im Anschluß an die Wiedergabe der kürzlich von Lord Curzon im Oberhause gehaltene Rede über die Räumung der Kölner Zone eine Reihe von Be­hauptungen auf über den Stand der Ent-! wafsnung Deutschlands, die jeder Grundlage entbehren. In der offenkun­digen Absicht, das alte Märchen von geheimen deutschen Mstungen wieder aufleben zu lasten, spricht das Blatt die Vermutung aus, der Bericht ir sofern nicht den wahren Tatbestand wiedergeben über das Ergebnis der Generalinspektion würde können, als namentlich auf dem Gebiete Der Kriegsindustrie eine Kontrolle überhaupt unmög­lich fei. Demgegenüber kann nur immer wieder darauf hingewiesen werden, daß die Kontrollkom- -niffion nunmehr fast Monate hindurch sich auf allen Gebieten davon überzeugen konnte, daß Deutschland seinen Entwaftnungsvervflichtungen

Hufeisen gefunden, unerhörte Kriegsrüstung! Im Ernst, man weiß ganz genau, daß Deutschland gar- nicht rüsten kann, man braucht solche Verfehlun­gen, und wird sie natürlich immer finden. Damit kann man dann die dauernde Versklavung Deutsch­lands begründen, und alles ist in bester Ordnung. Eo glauben wenigstens die Franzosen.

ff. Paris, 22. Dez.Matin" schreibt zu dem Gerücht, Frankreich habe die sofortige Räu­mung der Saargruben und die sofortige Einsetzung der deutschen Verwaltung angeboten gegen die poli­tische Abtrennung der Stadt Saarlouis und sieben Bürgermeistereien:Wir sind autorisiert, diese saar­ländische Behauptung formell zu dementieren. Die französische Regierung hat weder angeboten, um das e» sich handelt, noch ein anderes über das Saarge­biet je gemacht. Was den Protest der Stadtver­waltung von Saarlouis anlangt, s» hat man am Quai d'Orsay keine Kenntnis davon.

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Re MnmlmMsse

Das Räumungsproblem und die deutsche Siegte» j rungsfrage.

rj*0 sieht es also mit der Selbstbestimmung des .. ^r9£bietes aus. Daß das Saargebiet auch heute kftil6'1 3U Deutschland steht wie damals, als die 4. n'A^ngen über das Saargebiet im sogenami- * Ertrag von Versailles festgelegt wurden, ist

Qu. Berlin, 22. Dez. Unser Berliner Bev- tretet hatte Gelegenheit, mit einer maßgebenden Persönlichkeit der sowietrussischen Botschaft in Berlin über den Stand der gegenwärtigen wirt­schaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Sowjetrußland zu sprechen. Da» Gespräch drehte sich hauptsächlich um die Frage, ob es richtig ist, daß Die Moskauer Regierung in bet Neuernennung des Staatssekretärs im Auswärti­gen Amte, die durch die Berufung des Freiherrn von M a l tz a b n nach Washington notwendig ge« worden ist, Nachteile in der Entwicklung bet deutsch-russischen Beziehungen erblickt. Die Mos­kauerPrawda" batte in einem Artikel bie Auf­fassung ausgesprochen, bet neue Staatssekretär Dr. von Schubert sei england-freundlich und werde daher eine Entfremdung zwischen Dutschland und Rußland herbeiführen. Der russische Diplomat schloß sich diesem Standpunkt keineswegs an, son- oern erklärte im Gegenteil, er sei überzeugt, daß Deutschland und Rußland auch in der Zukunft sehr freundschaftliche Beziehungen unterhalten werden- DiePrawda" sei übrigens durchaus nicht regte» rungs-offiziös, sondern gebe lediglich die Auffas­sung Der russischen kommunistischen Partei wieder« Werter betonte bet russische Diplomat, daß aller­dings die Tätigkeit des Staatssekretärs von Malt« zahn für die günftige Entwicklung der deutsch- russischen Beziehungen von größter Bedeutung ge­wesen sei und man in Rußland sein Ausscheiden aus dem Auswärtigen Amt in Berlin bedauere. Für Deutschland sei die gegenwärtige Zeit sehr günstig, weitgehende wirtschaftliche Vereinbarun­gen mit Rußland zu treffen, da kaum irgendwelche Aussichten bestehen, eine Verständigung mit der *-~r:rJ)en konservativen Regierung herbeizufüh- , ieren Haltung vetttagsbtüchig fei. Das Ver­trauen Rußlands zu England fei im griffen, wahrend das Vertrauen zu Deutschland irändia wachse. Der bevotstehende Abschluß eine» oeutsch-russischen Handelsvertrages beweise im übrigen, welch großen Wert die russischen Witt- schaftskreise auf ein Zusammenarbeiten mit Deutschland legen.

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Qu. Berlin. 22. Dez. In den Kreisen des Berliner Auswärtigen Amtes macht man darauf aufmerksam, daß die Haltung der Besatzungs­mächte zur Frage der Räumung der Kölner Zone geeignet ist, die Lösung der Sregierungefrage in Deutschland ernsthaft zu erschweren. Schon fetzt könne festgeftellt werden, daß die Anhüng»r einer Politik der Entspannung in Deutschland durch die Weigerung, bie Räumung bet Kölner Zone punkt- führen, einen schweren Rückschlag et»

Zu der in Deutschlanb erörterten Frage, ob die britische öffentliche Meinung es vorzlehen würde, die Deutschnattonalen in- oder außerhalb der näch­sten deutschen Regierung zu schen und ob sie für gefährlicher innerhalb ober außerhalb der Regie­rung angesehen würden, schreibt der Berichterstat- _ . .. , ter: Die britische Ansicht über diese Frage als

schöpfendes Bild über den deutschen Rüstungsstand innere deutsche Frage könne verschieden sein. Was zu gewinnen. Daß es demTemps" nur darauf Großbritannien und die Alliierten interessiere, fei ankommt, haltlose Verdächtigungen auszustreuen, nicht die Anwesenheit bezw. die Abwesenheit der ergibt sich aus seiner weiteren Behauptung, daß Deutschnationalen in dem deutschen Kabinett, son- die Reichswehr mit ihren 100 000 Mann nut den dem ob die deutsche auswärtige Politik nationa- festen Rahmen zu der eigentlichen deutschen Armee listtsche und aggressive Natur habe. Darauf komme abgäbe, die im Mobilisierungsfalle aufgestellt es an. Dies sei etwas, was Deutschland zweifel- werden könne. DerTemps" weiß ganz genau, los im Ausland schaden würde.

daß die Alliierten selbst die Grundlagen zu dem ___ .

fetzigen 100 000-Mannhecr aufgestellt Haven und! v

daß die Organisation diese Heeres bis ins Kleinste Wf hlnem den von ihnen gegebenen Vorschriften ent-!

spricht. I Schwierigkeiten bei den deutsch-französischen

London, 21. Dez. DerObserver" schreibt Verhandlungen.

£u;ro u u n g des K ö l n e r (3 e | Paris, 20. Dez. Die deutsch-französischen

^utsch-ftanzosischen Kriege I Sachverständigen für Baumwollartikel haben im deutschen Truppen Frankreich binnen Verlauf dieser Woche wiederholt Sitzungen abge- nach der französischen halten, um zu einer Verständigung namentlich über Dm.em Nachdruck auf-1 die Tattfierung der Baumwollgarne und über die gefüllt wird, hat ine 15jährige Rauinungsfrist über» * wichtigen Baumwollgewebe zu gelangen.

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uns unsre Liebe zu Deuffchland aus dem Her- reißen. Wenn wir deshalb Unseren Nachbar der "weiß-roten Grenzpfähle in tieffter Sorge um Zukunft zurufen: Besinnt euch und verachtet " was ihr so hoch gepriesen habt! so ist das ein 'ruf von Saarlouis an die Herzen aller, die fu Willens sind, die verhüten wollen, daß Zank Streit weiterleben zwischen zwei Völkern, die rin gut nachbarliche» Verhältnis zueinander j . lesen sind.

b. ^rr Präsident! Wir nehmen ohne weiteres daß Sie, nachdem wir Ihnen unsere Ansicht ureideutig klargelegt haben, sich mit aller Kraft aa I einsetzen werden, daß wenigstens der uns Edensvertrag von Bersaille» gewährleisteten "e Abstimmung kein Hindernis in den Weg ge­rn, wird.