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Ar Rliwmms Btt Kölner Sons

nister Stresemann stattfinden wird.

Sozialbemorrnten

die

Ministerrat über die Räumung Kölns.

Man schreibt uns:

Der in dem Aufruf der Hochschullehrer

qunsten

zur Zeit noch strengstes Stillschweigen bewahrt

4 557 429

4 345 996

3 223 593

1762 467

1790 844

453 717

1078 557

452 539

259 370

88 203

(114) (109)

(81) (44) (45) (11) (27) dl)

(8) (?)

(131) (103)

(69) (45) (51) (14) (32) (19) (17)

(8) (4)

(-)

2u. Berlin, 10. Dez. Zn der Außenpolitik steht nunmehr ein wichtiges und entscheidende» Er» eignis bevor. Wie wir von durchaus maßgebender Seite erfahren, ist der Schlußbericht der a l l i e r t e n Generalinspektion über die Militärkontrolle in Deutschland bereits fertig ge«

Bor dem Schlußbericht der interalliierte« Kontroll» kommisfion.

Deutschnationale

Zentrum

Kommunisten

Deutsche Bolkspartei

Nationalsozialist««

Demokraten

Bayrische Bolkspartei

Wirtschaftsp. u. Bayr. Bauernd.

Landbund

Deu tschhannoveraner

Seutschsoziale Partei

Rationale Minderheiten

Sozialdemokraten Deutschnationale Zentrum Kommunisten Deutsche Bolkspartei Nationalsozialisten Demokraten Wirtschaftspariei Deutschhannoveraner Nationale Minderheiten

schen dem Reichskanzler Marx und dem Außenmi-1 Deutschland in Ordnung kommt- bedeutet sie auch ”,B” ..... 1";-x den ehrlichen Versuch einer Erfüllungspolittko

„Daily Mail" erklärt, das Ergebnis der Wahl sei nicht deutlich, die Lag« bleibt die alte. Zn dem „Daily Expreß- heißt es, di« amerikanischen wie die I englischen Wahlen haben umstürzlerische und zer­störende politische Tendenzen gebannt und haben I Handel und Industrie die Sicherheit gegeben, daß m,t gutem Wetter zu rechnen ist. Die deutschen Wahlen haben gezeigt, daß das deutsche Volk dieser Auffassung sich nicht verschließt. „Daily Heralb" schreibt, die deutschen Wahlen beweisen den gesun­den Willen de» deutschen Volke» und die deutsche Sozialdemokratie und Europa müsse zu diesem ! Wahlergebnis beglückwünscht werden. |

I Auslandsstimmen.

fl. Pari«, 9. Dez. 3T ' » Gaulois" schreibt, aus dem Wahlkampf ergebe eS sich, daß da« Deutsch- I land von morgen dem Deutschland von gestern Shnlen werde. „Echo de Pari»" meint, die Massen I des deutschen Volke» wollten sich keiner residie­renden europäischen Ordnung von 1918 unterwer­fen. „Action France" vertritt den Standpunkt, daß das Zentrum wieder zum Schiedsrichter der Lage geworden sei. „Ehronikel Industriell" teilt init, man könne in dem Ergebnis der Reichstags- >wahl in Deutschland finden, daß Deutschland ge­neigt sei, klug und melodisch die Vorteile au» j der Lage auszubeuten, die für es im Augenblick ziemlich günstig sei. Das „Ere Nouvelle" stellt in den Vordergrund die Dezimierung der Ratio- nalsozialisten und die starken Verluste der Kommu­nisten. Dieses an sich gute» Ergebnis könnte durch Frankreich vergrößert werden dadurch, daß es die Politik der demokratischen Gerechtigkeit des Kabi- netts Herriots fortsetzt. Auch die sozialistische Zei- tung „Ouvre" sagt, daß di« Friedenssache Fort­schritte gemacht habe.

2u. Berlin, 10. Dez. Die halbamtliche eng» usche Reutermeldung, wonach die Räumung der Kölner Zone am 10. Zaunar 1925 nicht in Frag« kommt, sondern gleichzeitig mit der Räumung de» Ruhrgebietes erfolgen soll, wird, wie wir hören, der Reichsregierung nunmehr Veranlassung geben, ... r------- , bei den alliierten Regierungen vorstellig zu wer.

Güchenbach. Cozialdem. 10; Deutschnat.53 ^5.?' um der deutschen Forderung auf pünktliche Bpt i- 8?ot!o::alsoz. 5; Dem. 2. ' I Räumung der Kölner Zone Nachdruck zu verleihen.

Sinkershausen. Sozialdem. 19- Deutsch-1®os Reichskabinett wird sich am Donnerstag in Q5-««+ O. « - »' -- -'^1 einem Ministerrat mit dieser Frage beschäf.

tigen und den Wortlaut einer Note fertigstellen, die den alliierten Besatzungsmächten bereits in de« nächsten Tagen übergeben werden soll.

7 859 433

6 180 281

4117 481

2 696 956

3 046 493

901 601

1915187

1129 752

999 703

498 003

262 589

157 835

92 565

Paris, 9. Dez. Zum AusfaUder deut- ischen Reichstagswahlen schreibt der „Temps", die Lage bleibe ebenso verwor- re n nach der Wahl wie ste vor der Auflösung des Reichstages gewesen sei.

Das „Journal des Dubais" findet, daß das Ergebnis der deutschen Wahlen eine u n - I ruhige Lage geschaffen habe, da die republika­nischen konstitutionellen Parteien keine absolute Mehrheit erlangt hätten.

Der neue hessische Landtag.

Darmstadt, A. Dez. Auf Grund der Land­tagswahl dürften folgende Abgeordnete als g e- wahlt gelten: Sozialdemokraten: Ulrich, Adelung, Lux, Raab. Kaul, Engelmann, Dr. Strek- ker, Steinhäuser, Mann, Leuschner, Sturmfels, Stark, Widmann, Schaup, Harth, Roß, Lückel, Ritzel, Anthes. Kiel, Delp, Reuter, Vormann, Rechthien, Weber, Zinnkann. Deutfchnatio- !nale: Dr. Diehl, Kind, Heräus, Dr. Werner, Boehen. Zentrum: Lenhart, Brentano, Blank, ^ofmann. Knoll, Hattemer, Nuß, Hoffmann, Schül- weckler, Heinstadt. Kommunisten: Roth, Dr. Greiner, Lalm, Angermeier. Deutsche Volks­partei: Dingeldey, Schott, Birnbaum, Scholz, Haury, Dr. Niepoth, Freiherr von Heyl, Dr. Keller Demokraten: Henrich, Reiher, Dr. Kilb, Eberle, Schreiber, Urstadt. Bauernbund ^rheinische Landliste): Dr. von Helmolt, Fenchel, Dr. Leuchtgens, Jost, Wolf. Bauernbund looerhessische Landliste): Glaser, Dr. Dehlinger. Dr Müller.

Das Wahlergebnis

Reichstagswahlen

Demokr. 16; Wirtsch'.-Parl^-UnL 3? F W.B 3'.

SB e idenhausen. Sozialdem. 267; Deutsch- uat- 71: 3enti. 1; Komm. 1; D. Vpt. 68; National- Wirtsch.-Partei 4; Eroßd.-Hess. Bund 1; llnabh. 1. "

not. 46; Komm. 1; D. Vpt. 13.

MJLrie bensd 0 rf. Sozialdem. 132; Deutfch- Trm ®- Dpt. 14; Nationalsoz. 4;

4, Wrr^sch.-Partei 5; Unabh. 2; F. W. B 2

Sozialdem. 144; Deutschnat.' “äÄ&ÄT1: ”*34:*«-»* b’ ®Iobe116- Cozialdem. 150; S 1i8; Komm. 10; D. Vpt. 53; National-! 2mCfr 16; Wirtsch.-Partei 5; llnabh. 3;

Kreis Biedenkopf.

Reichstagswahl. — Teilergebnisse. ,->^B^denkopf. Sozialdem. 605; Deutschnat. 206; Zentr. 35; Komm. 7; D. Vpt. 652; National- 184; Wirtsch.-Partei 24; Unabh. 5; <y. W. B. 2.

Gladenbach mit Ammenhausen. So- zcaldem 302; Deutschnat. 193; Zentr. 9; Komm. 18- |®. Dpt. 79; Nationalsoz. 72; Dem. 96; Wirtsch.- i Parte, 5. '

LaÄV eonbt01^ 511 Sozialdem. 111; Deutsch­nat. 38; Zentrum 2; Komm. 5; D. Vpt. 13; Dem. 3

Lnn 6‘ Sozialdem. 69; Deutschnat.

109; Zentrum 5; Komm. 1; D. Vpt. 150; National-

31; Demokr. 51; Wirtsch.-Partei 2; Unabh 3

Berghofen. Sozialdem. 5; Deutschnat. 144 • D- Vpt. 23; Nationalsoz. 15; Dem. 4; Wirtsch.-P. 1’ - 2 01 ** m- Hülshof. Cozialdem. 91;

Deutschnat. 253; Zentr. 1; Komm. 6; D. Dpt. 19- Nationalsoz 12; Dem. 7; Wirtsch.-Partei 2; Großd.- hess. Bund 1; Unabh. 1; F.W.B. 1. 6

Vu chenau Sozialdem. 133; Deutschnat. 132; Komm 53; D. Vpt. 36; Nationalsoz. 5; Dem. 42 Wirtsch-Partei 2; Unabh. 3.

D« ed e n shau sen. Deutschnat. 86; Natio­nalsoz. 2; Dem. 1.

Endbach. Sozialdem. 132; Deutschnat. 32 iSUiT14: *******2;

Reichskanzler iw verliu eingetroffew.

B - rlin, 9. Dez. Wie Wir erfahren, ist ®r" bon seiner Wahireise zu ®oS Reichskabinett Wird bereits am nrwoch die Beratungen über die Möglichkeit der . g erungöbildung aufnehmen. Schon jetzt steht fest, neue Reichstag spätestens zum 5. Januar tocrbcn l°U- In politischen Kreisen mt «an an, daß zunächst eine Aussprache zwi-

Mo rnshausen a. S. Sozialdem 154- Deutschnat. 129; Zentr. 3; Komm. 7: D. Vpt 14- Nationalsoz. 19; Dem. 9; Wirtsch.-Partei 1; Un- aoyan.g. 1.

_®° f*nb di« völkischen Stimmen geblieben?

Kot ^"^0"Ä??3ialistische Freiheitsbewegung eine Million Stimmen verloren. ^Die r-eutschnatlonalen zusammen mit dem Landbund Q bte,smal in erheblich weniger Wahlkreisen ^erlisten aufgestellt hatte, haben einen Zu" von rund 300 0M Stimmen erhalten. Wo 1 mLÄ9ebhebeKn? Ganz genau lassen sich

J bunse\bet Stimmen natürlich über= [ nicht ausrechnen, und es kann auch der! Zuzug zu den Deutschnationalen zum Teil aus bet h!He-?Orm-n,xfein\ Auffallend ist es aber voch, daß die Sozialdemokraten über den Verlust mor ^o^Ni"nrsten hinaus etwa 700 000 Stimmen £2r<m-n?Iten b^ben, also gerade so viel, wie von «m Millwnenverlust der Völkischen noch zu ver- chnen waren. Darf man auch annehmen, daß °er Sozialdemokratie durch die lebhafte Agitation

Demokraten wie durch die gegenwärtige Wirt- Maftslage manche Wähler aus der Mitte zuge- vick/ ^nnrt>h» s° sich doch die Vermutung der Hand weisen daß etliche Hundert- j sausende direkt von den Nationalsozialisten „1 öen Sozialdemokraten über- oder zurückaeaanaen hd , D-- durften die Arbei,--d'r-sft"L°°°sN Snrt9 ntlonaIfr°3IvIlften md)t durch ihre völkische' Umstellung sondern durch ihre höchst radikale tzä ^vKnahme tn den sozialen Fragen herüber- LP*1 hatten. Die werden sich nun wieder nach «NHZ gewandt haben. 1

eef». 3etlee*tm*et« 0.M 6.tbm«rL «mtlich. xxb axxeittixe «»titn 0,10 «•»<

3eb«t KrtSf «Ä» u^b me".? M.” f»X 0,35 Silbe

-uskuxttbxrch bt« i^sn^firäiä

———— - _______

c_ d H ausen. Sozialdem. 159; Deutschnat. FLf?’-2o: Nationalsoz. 9; Demokr. 9; Wirt­schafts-Partei 8; Haeußer-Bund 1. .. ... <v' .....—-

Friebertshausen. Sozialdem. 6- T)eutto=Punlber' ..?» Deutschland angeblich einige Bestim» - -iß- G-nmm 1 <ts > N'.ungen über die Abrristungsfrage nicht ganz er»

füllt habe. Da aber gleichzeitig darauf aufmerk­sam gemacht wird, daß es sich hierbei nur um „vapierne Gefahren" handeln könne, so ist es fete schwer verständlich, wenn die Alliierten wieder zs den Methoden Poincaräs zurückkehren sollten, die auch immer nur papierne Vorwände dazu benutzt greisen Um diaßnahmen gegen Deutschland zu er.

_ ® eJ l l n, 9. Dez. Vorläufiges amtliches

«rgednls der Reichstagswahlen nach den bis heute vormittag 11 llhr bei dem Reichswahlleiter ein- gAangenen Berichten. Es erhielten Stimmen bzw.

ltz« (letztere nennt di« eingeklammerte Zabl):

I . Die Meldung de» Reuter-Büros kann nun al« eine endgültige Bestättgung der Tatsache ange» I sehen werden, daß auf Grund gewisser Verein« I zwischen England und Frankreich d t •

M»"^""6derKölnerZone entgegen den Bestimmungen de» Versailler Vertrage» am 10.

Iäa 1LUör 025 noch nicht erfolgen wtrd- I In den englischen und französischen Besatzung»

Kreisen begründet man diese Maßnahme dmnit, I d ß die Räumung de» Kölner Brückenköpfe» au» teamilcken und strategischen Gründen nicht ehe, ^°9;15,'eLoIs Me Räumung des Ruhrgebiet». In ?!Pl*lQnb roat man zwar allmählich auf bU

Englands aufmerksam geworden, da« | mtt Rücksicht auf seine guten Beziehungen zu Frankreich es für notwendig hielt, den französi- pen Wünschen nachzukommen und die Räumung der Kölner Zone vorerst um einige Monate hin» ouszuzogern. Höchstwahrscheinlich hat Frankreich dafür dem englischen Bundesgenossen anderweitig Konzessionen machen müssen. Es handelt sich also hier um eine abermalige englikD-französische Ver» standlgung zu ungunsten Deutschlands, die man btute keineswegs auf die leichte Achsel nehmen darf. Aus diesen Gründen beabsichtigt die Reichs« regierung, Veranlassung zu nehmen, ernsthaft« V orstellungen in London und Paris zu erheben, um die Besatzungsmächte darauf hinzuwsifen, da« eutfchland sich mit dieser neuerlichen Mikachtuna des Ver ailler Vertrages nicht abfinden wird. Ge- rade von England hatte man deutscherseits erroar» tet, daß es ein beweiskräftiges Beispiel dafür ge­ben wird, daß auch von alliierter Seite der Ver­sailler Friedensvertrag respektiert werden mufc denn man konnte aus zahlreichen englischen --eußerunßen immer wieder erkennen, welch sckarfe Mißbilligung beispielsweise das Vorgehen Poincares gegenüber Deutschland in der öffent- Ucken Meinung Englands gefunden hatte. Da di« -kaumung der Kölner Zone ausschließlich Ange-

I legenhett Englands ist, so wird sich die Reich». rcgierung auch unmittelbar mit der englischen Re« c.ittung auseinanderzusetzen haben. Es ist babd nicht ausgeschlossen, daß es in der Kölner Rau. mungsfrage doch noch zu einer befriedigenden Re- gelung kommen wird, die dem deutschen Stand, punkt in der Rüumungsfrage Rechnung trägt.

Die englische Regierung stellt in Aussicht, daß die Räumung Kölns gleichzeitig mit der des Rickr- gebiets im April oder Mai 1925 erfolgen wird.

nun in der Hauptsache darauf an, daß hier I mcht nur ein Versprechen gegeben wird, sondern daß man auch tatsächliche Sicherungen für di« schleunige Räumung des Ruhrgebiets schafft. Rur auf biejc Weise wird es möglich sein, die Gefahr ernsthafter Konflikte zu vermeiden. Auch Eng­land kann an sich kein Interesse daran haben, m der grundsätzlichen Frage der Ausführung de» ^nedensvLrtragcs vor aller Welt eine Mißachtung des geschriebenen Rechtes zu begehen. Wenn die Engländer glauben, Deutschland bestimmte Zw- stcherungen hinsichtlich der sofortigen Räumung des Ruhrgebiets geben ju können,'so ist es nicht ausgeschlossen, daß die Reichsregierung sich letzten Endes nut einer kurzen Verzögerung der Räu« m'.mg Kölns einverstanden erklären wird. Auf der anderen Seite wäre es iedoch eine außerordentlich große Torheit, wenn die Besatzungsmächte ver- ft cyen wollten, die Aufschiebung der Räumung der Kölner Zone etwa mit dem Ergebnis der inter- ennerien Militärkontrolle begründen zu wollen, jn der englischen Presse findet man Aeußerunqen

| fk. Berlin, 10. Dez. Zur Frage der Regie- Irungsbildung im Reich schreibt die „Zeit" I als Antwort auf eine Aeußerung de» früheren sozialdemokratischen Reichstagspräsidenten Löbe, worin dieser sich für die Bildung der großen Koa­lition ausspricht: Die Deutsche Bolk--par-j I t e i hat im alten Reichstag eine gradlinige Politik verfolgt, die in eine gesamtbürgerliche Regierung einmünden soll. Co viel wir wissen, wird die Deutsche Volkspartei von dieser Linie den Demokraten und Sozialdemokraten zu Liebe nicht abbiegen, sondern sie wird bei dem bleiben, was vor der Auflösung das einzig mögliche war und auch heute noch geblieben ist. Verwirklichen läßt sich diese Möglichkeit nur, wenn die | Deut sch nationalen sich zur Fortführung | der bisherigen Außenpolitik bekennen, wie sie es | vor der Auflösung de» Reichstags vorbehaltlos ge­tan haben. Im Gegensatz zur „Zeit" schreibt das „Berliner Tageblatt": Es gilt jetzt, die große! Koalition auf die Beine zu stellen. Der | Reichskanzler braucht, wenn er dem Kabinett zu- stimmt, nur an die Sozialdemokraten heranzu- ] ! treten und diese zum Eintritt in die Regierung! aufguforbern. Durch das Ausscheiden des Herrn Jarres wird der Posten des Innenministers frei, außerdem ist der Posten des Iustizministers un­besetzt, zu dem noch das dritte Portefeuille des! '.-.-tmisters für die besetzten Gebiete tritt, das ge­genwärtig nebenamtlich vom Reichspostminister verwaltet wird. Die Dinge liegen aber so einfach I '. nd klar, daß man die neue Regierung und die damit verbundene große Koalitton in wenigen Tagen zustande bringen könnte. Zum Schluß sei­ner Betrachtung behauptet das „Berliner Tage- , blatt", daß die Deutsche Demokratische Partei 1 weder direkt noch indirekt mit einem bürgerlichen Block im Anschluß an die Deutschnationalen etwas | zu tun haben will.

| Sitzung des Reichskabinetts.

B e r I i n, 9. Dez. Für morgen nachmittag ist, 1 wie die Blätter hören, eine Ministerbespre­chung über die aus dem Ausfall der Reichstags­wahlen sich ergebende Lage an gefetzt. Der Reichskanzler trifft morgen früh hier ein.

Besprechungen im preußischen Kabinett.

Berlin, 9. Dez. Das preußische Kabi- nett tritt heute nachmittag unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten zusammen. Auf der Tagesordnung stehen lausende Angelegenheiten. Iedoch wird voraussichtlich da» Ergebnis der preu-1 Äffchen Wahlen den Mittelpunkt der Erörterungen

fc*90 Marburg a. L, Mtwvch, den 10. Dyrmber 5s. Wrg. ISA

Anzeiger für (daß früher kurheWhe) SberWev - Amtliches MkirndigungMall des Kreises Mllrbnrg

I - _____________________________

Landtagswahlen

- ft- ®e*Jin» 9- Dez. Das vorläufige amtlicke rh bie preußische Landtagswahl zeigt

.Dte Zahl der Reichstagsabgeordneten, 489 angegeben war, hat sich nach einer ,“nb dank bet außerordentlich starken E“ »6SflUnfl °uf 493 erhöht. Der Sitzungssaal des Reichstags enthalt aber nur 472 Sitze für die .Abgeordneten. Nach der Wahl am 4. Mai ds Zs kc eine Vermehrung der Mandat- ergab, konnten Platze nur durch Beschränkung der Durchgänge ge- IW" .®etben‘ Das Reichstaasbiiro beschäfti^- ffch bereits mit der weiteren Beschaffung der fetzt nC«ens. 6f!lptä^e; Es sind nun' 21 Weitere Platze erforderlich. Die Durchgänge in den "eiter beschränkt werden.! 5'2 ?uch der bequeme Ruheplatz in der Unteren Ecke des Sitzungssaales geopfert werden, «n dort einige Sitzplätze Herstellen zu können. ttnb$'Äi!er«Crmä6i8e Pa'teizersplittcrnng sind rano 700 000 Stimmen verloren gegangen.)

Oberasphe. Sozialdem. 19; Deutschnat 62-

I Der radikale „Paris foir" ist von dem Er-!Wtttsch-Parie^' ^ionalsoz. 18; Demokr.26;' I oebnls der Wahlen befriedigt. Dieses Mal erkenne - " - "

man, daß die Republik das Regime sei, das das D. Vvt »

für endgültig halte und man erkenne Sinkershausen' 10

auch, daß m dem Kampf der beiden Deutschland das nar 05 'n wJ o C' «3 Ibc«’ Deutsch- Deutschland des Friedens einen ziemlich crnsttn Bund 1 P 2’ *ahonai^- 2> Dem. 2; Häußer-, ÄÄÄ“ MÄ «*«?«• ™-. D-u.-ch„-.. 267;

freuen, daß Deutschland nunmehr aus der Aera der I \44• Nationalsoz. 135; j Unentschiedenheit herausgetreten sei.

fk. Paris, 9. Dez. „Times" schreibt, Deuisch- la>w habe entschieden gezeigt, daß die Mehrheit des Volkes die Erfüllungspolittk des Dawes-Planes unterstützt. Es besteht aber eine starke Minderheit für die Wiederherstellung der Monarchie und für eme Revision des Dawes-Planes, die dann unfehl- !bar zerstörend wirken und dadurch sehr ernste inter-1 der demokratiscken Variei''«nt7i-i-i^'n-i- I ^unartontrolle in Deutschland bereits fertig ge«

e ^rwlckelungen herbciführen werden. Die Srengel ist derwoblbekann"e"^Romanis^ ' «ett •' ^oba^ fcine Ueberreichung an die alliierten

Ä n als eine Botschaft des Friedens Reqierunosrat Vroi ©e^etmet । Regierungen unmittelbar bevorstsht. Zn der eng»

aufgesaßt werden, aber sie bedeutet nicht, daß die früher in SRu-Bn J'Stv!?9eI,v ber t'^en Presse befinden sich bereits Aeußerungen Nationalisten ihr Programm aufgeben werden oder licher Proieffor 2 r” ®ieäl5?aIb, ®lbern.ts über den angeblichen Inhalt des Schlußberichtes wollten. Abgesehen von der Niederlage der Er- lönaerer Reit w ^ ,inen Aufenthalt seit Zm Berliner Auswärtigen Amt vermutet jedoch,

mnrnin? wb rÄ bIci6t bie Lage die alte. Die Professor genommen bat diese Aeußerungen lediglich auf Kombination^

18236 061 (450)

s unb bie °»d"°n -'M---

*

flöTn $-ex fem ..Vorwärts" aus 1 n benchtet wird, wird dort bereits seit den lern «es 3Ur Nationalversammlung nach Geschlech- .«rn getrennt gewählt. Bei den Wahlen vom ver- kn nnom Enning erhielten die Sozialdemokra­ten 13000, Kommunisten 12 000, Deutsche Volks- KjerUatS" fc 300£ Frauenstimmen trÄ„3eÄe Ä\