Marburg tu L, SteuStag, reu 25. November
59. Wrg. 192f
!
r
i
daß die politische Lage sich neu gestalten und wei-
Englische
Pressestimme«.
lg
E
' 7217
BWwrlsmg der Senerair v. RaKuilurr
London, 24. Nov. Die Verhandlungen über
5
1
ache einer deutsch-französifchi sehr schlechten Einfluß hab)
ien
"IS
ä
i
6
f |
I "
M
das Zollgebäude setzen.
J
(WWW» enr
5745 5
ff. Kairo, 25. Nov. Das neue Minister' -;m ist gebildet. Das Portefeuille für Auswärtige Angelegenheiten ist dem Gesandten in Rom, Ahmed Culfivar angeboten worden. Ziwar Pascha füf -t rein Amt bis zum Eintreffen der Antwort von Cul- fivars. Im ganzen Lande herrscht vollkommene Ruhe. Heute ist man im Kabinett nach der Rede Zaglul Po.-chas der Ansicht, daß das Parlament dem neuen Kabinett das Vertrauen aussvrechen wird.
tere britische Maßnahmen nicht notwendig werden. Ziwar Pascha sei als gemäßigter Mann bekannt und allgemein beliebt. Er war Minister in mehreren Kabinetten und früherer Gesandter in Rom.
Rücktritt de» ägyptische« Kabinett».
London, 24. Nov. Nach einer Reutermeldung aus Kairo hat daS Kabinett demissioniert. Der König hat die Demission angenommen und den Senatspräsidenten Ziwar Pascha mit der Bildung des neuen Kabinetts betraut.
notwendige Bewegungsfreiheit gegeben, daS Duhr» abenteuer mit aller Duhe durchzuführen. Als dann auf der Lausanner Friedenskonferenz die Türkei den Engländern weitgehende Konzessionen machen muht«, war es auch für uns klar, daß wir die Kosten der französisch-englischen Allianz gegenüber der Türkei bezahlt haben. Man darf vielleicht hoffen, dah sich dasselbe Schauspiel in der Gegenwart nicht wiederholen wird, aber es scheint notwendig, deutscherseits die Augen offenzuhalten, um ein derartiges Manöver rechtzeitig aufdecken zu können. ,
Man erwartet, daß er fein Kabinett noch gestern zusammenstellen würde.
Von den liberalen Blättern ist nur die „Westminster Gazette" ohne Vorbehalt mit der Note einverstanden.
britischen Truppen Befehl, in Alexandria zu be-
London, 24. Nov. Die ägyptische Krise wird von der gesamten Presse eingehend besprochen. Mit Ausnahme des „Daily Herald" erklären sich die Blätter im Wesentlichen'mit dem Vorgehen der britischen Regierung einverstanden.
Die „Time s" sagt, eS könne kein Zweifel darüber bestehen, daß die Regierung so habe handeln müssen, wie sie handelte. Es liege nicht nur im englischen Interesse, sondern im Interesse aller zivilisierten Nationen — besonder» der Mächte, die in Nordafrika vertreten seien — dah der beginnenden Anarchie, die durch die Machtlosigkeit oder Duldung der ägyptischen Regierung genährt worden sei, Einhalt geboten werde, bevor e» zu spät sei.
--D ailh Telegraph" schreibt, gegenwärtig scheine die ägyptische Regierung geneigt zu sein, eine anmaßende Haltung einzunehmen, aber e» stehe außer Zweifel, wie schließlich die Antwort lauten werde.
Die „Morning.Post" führt auS, die gegenwärtige Lage sei eine Folge der Schwäche, die Großbritannien gezeigt habe. Die Note an Zaghlul Pascha aber berechtige zu der Hoffnung, daß diese schmachvolle Geduld zu Ende sei. Die Antwort Zaghlul Paschas sei unbefriedigend und ausweichend. Wenn er bei seiner Haltung verharre, werde I England wahrscheinlich im Interesse deS Schutzes der Ausländer die Kontrolle mindesten» über gewisse lebenswichtige Menstzweige wieder übernehmen.
Die „Daily Mail" sagt, die Regierung mache I einen guten Anfang auf dem Gebiete der Außenpolitik. Die Noten an Rußland und an die ägyptische Regierung zeigten die Festigkeit, die bei der Behandlung der gefährlichen Situation erforderlich sei.
Die „Daily Expreß" bemerkt, die Regierung werde bei ihrem festen und unnachgiebigen Auftreten die volle Unterstützung des Publikums in England und sicher auch in den Dominions hinter sich haben.
io. ;
K««R3
‘ Agen das willkürliche Vorgehen Englands zu pro- , Meeren, ist Sowjetrußland. Auffallenderweise hält I ■ jedoch die russische Sowjetregierung sehr stark I • 2:ück. weil sie sehr Wohl weiß, daß bei der gegen» j Irrigen gespannten Lage mit England nicht mehr I Eck dazu gehört, den vollständigen Bruch mit dem
Eitischen Weltreich herbeizusühren. Man kann einiger- E°ßen gespannt darauf sein, welche Haltung Rußland • Weiteren Verlauf des ägyptischen Konflikts ein- wird. Nachdem die Moskauer Machthaber M«rch die neue englische Regierung in schärfster Weise Mrausgefordert worden sind, wäre es einigermaßen M preislich, wenn sie sich jetzt beeilen, die peinliche Hl *ise Englands im Sudan auszunuhen, um die Islam- gl Eäer gegen die englische Oberherrschaft weiter auf» Bjiftoiegeln. Auf diese Weise könnten sie einen folgen» BgWtoeren Schachzug unternehmen, der England in eine •U Peinliche Lage bringen würde. Da jedoch die
Er>Lkauer Diplomatie sich bisher gänzlich in Schweigen I ■.if ^^ckt hat, muß man beinahe annehmen, daß die » »wjetS ernstlich Furcht davor haben, den Konflikt
England auf die Spitze zu treiben.
E . Dir in Deutschland sind in dieser Angelegenheit Bl I^'ommen desinteressiert. Wir können ruhig den M .^achter spielen, weil deutsche Interessen bei diefer gUra« k«»nn berührt werden. Trotzdem besteht die M ^ckahr. dah indirekt ungünstige Auswirkungen für UrfeA Entstehen werden, indem vielleicht Eng- W gezwungen sein wird, sich die französische Anter- U für den Fall einer bewaffneten Expedition K k sichern um in moralischer Hinsicht vor der Welt- H Rechtfertigung zu finden. Es fragt sich nun ^Sessionen England den Franzosen für eine •C* moralische Unterstützung machen muß, und inwie- U>!rd b<^ Deutschland die Kosten zu zahlen haben ■£2' 2ll« der Konflikt zwischen England und der den^Höhepunkt erreicht hatte, hat Poincace
MLsietnerzeit in Lausanne auf die Sette Englands ae- SP®** Dafür hat ihm ^ englische Regierung die
Str tNglisWMMt Ksnslikt
Die Ermordung des englischen Gouverneurs in ülegypten, des Generals Sir Stack, scheint auhervrdent- Lch ernste Folgen nach sich zu ziehen. Obwohl die ägihptische Regierung geneigt ist. die. Sühneforderungen Wnglands zu erfüllen und eine Dußefumme an England zu zahlen, besteht zur Zeit kaum noch eine Möglichkeit, zu verhindern, daß Waffengewalt über die Gegensätze zwischen England und Aegypten entscheiden wird. Die englische Presse spricht ganz offen die Tatsache aus, »eß die Weigerungen der ägyptischen Regierung, ihre Truppen aus dem Sudan zu entfernen, von England Bit kriegerischen Maßnahmen beantwortet werden wurde. Ob die» tatsächlich der Fall fein wird, muß »wächst abgewartet werden. Wenn das konservative Kabinett in London seine Drohungen wahr machen ß»!l!e. so-befindet es sich in einer ähnlichen Situation wie Oesterreich vor dem Weltkriege, als Serbien bas Ultimatum wegen der Ermordung des österreichi- sthen Thronfolgers ablehnte. Nachdem der Weltkrieg «unmehr seit zehn Jahren die gesamte Weltpolitik Baftgebend gestaltet und beeinslußi hat und die Frage der Schuld am Kriege noch immer ganz ungelöst ist, Erscheint es außerordentlich interessant, zu der Fest- -eltung zu gelangen, daß die englische Regierung sich Leghpten gegenüber genau so verhält, wie eS die österreichisch-ungarische Monarchie vor zehn Jahren gegenüber Serbien getan hatte. Vielleicht werden die Engländer es lernen, über die Vergangenheit anders N denken, nachdem sie heute den besten Beweis dafür Kesern, auf welchem Wege derartige Konflikte ausge- fechten werden. Die Engländer werden vielleicht ihre Haltung damit begründen wollen, daß ihre elemen- farften Lebensinteressen im Sudan bedroht waren. Dies war aber bei Oesterreich im Juli 1914 in noch viel höherem Grade der Fall als jetzt im Sudan, wo es sich mchc um eine Regierung handelt, hinter der die europäischen Großmächte stehen, wie das bei Serbien der galt war, sondern um ein Land, das feine Gxistenz- «chie gegen England verteidigen muß und dabei von memanden unterstützt wird. Wenn die englische Re- Bierung sich dazu entschließen sollte, mit Waffengewalt vorzugehen, so wird dieses Land kaum in der Lage fein, sich ernsthaft verteidigen zu wollen. Es Best hier also ein krasser Fall kolonialer Anterdrük- kngspolitik vor, gegen den niemand Einspruch zu er» I heben wagt.
Die ägyptische Regierung hat sich bei dem ganzen I Loufltkt mit Würbe und Festigkeit benommen. Die I ho! nicht nur die Verhaftung der Attentäter in ganz kurzer Zeit durchgeführt, sondern sie hat auch alle Kotierungen bewilligt, die unter Wahrung der Selbst- | händigkeitsrechte Aegyptens bewilligt werden konnten. Denn sie es darüber hinaus abgelehnt hat, die eng« Ache Forderung auf Zurückziehung der ägyptischen Truppen aus dem Sudan anzunehmen, so kann sie sich dabei mit Recht auf die ägyptische Verfassung be» ttfen, die durch die englischen Maßnahmen in schroffster Weise verletzt wird.
Ar WtWStrhonMngcn Wiederaufnahme der deutsch-französischen Berhand- lnnge«.
Paris, 24. Notz. Die deutsch-französischen HandelSvertragsverhandlungen sind heute nachmittag 3 Uhr wieder ausgenommen worden.
ff. Paris, 25. Nov. Im Verlauf der ersten. Sitzung der gestern wiederaufgenommenen deutschfranzösischen Handelsvertragsverhandlungen wurden grundsätzliche Fragen erörtert. Die für die nächsten Tage in Aussicht genommene Beratung deutscher und französischer Sachverständiger der Schwerindustrie und der Maschinenindustrie müssen um einige Tage hinausgeschoben werden, da die deutschen Sachverständigen nicht rechtzeitig in Paris eintreffen konnten.
Gilbert in Paris.
ff. Paris, 25. Nov. Der Generalagent für Reparationszahlungen Gilbert ist gestern in Paris eingetroffen.
««ginn »er deutsch-englischen «erhandlnngen.
Kairo, 24. Nov. Die Zahlung der Entschädigungssumme von einem halben Million Pfund durch die ägyptische Regierung ist heute Vormittag erfolgt. Gleichzeitig wurde eine P r o - testnote Überreicht, die sich gegen die Zurückziehung der ägyptischen Truppen au» dem Sudangebiet und gegen die Forderung des Aufgebens allen Widerstandes, sowie hinsichtlich der Wünsche der englischen Regierung in der Frage de» Schutzes der ausländischen Interessen in Aegypten wendet. Diese Forderungen werden al» ungerechtfertigt bezeichnet. Da diese Forderungen nicht angenommen wurden, erhielten die ......
Inzwischen Hut England die notwendigen militäri- fhen Maßnahmen ergriffen, um feinen Forderungen iikachbruck zu verschaffen. Die englische Politik be« fat'et sich gegenwärtig in der beneidenswerten Lage, kiß kaum eine Macht in der Welt es unternehmen Mrh, ihr in den Arm fallen zu wollen. Die französische " Äegierung Herriot wird eS schwerlich unternehmen, in den englisch-ägyptischen Konflikt einzurnischen, fceil sie it England in Frieden auskommen will. Im ' Meg teil, es hat sogar den Anschein, als ob sich ’ Dstankreich die größte Mühe gebe, das Vorgehen r Englands zu unterstützen, um auf diese Weise die - «glisch-französische Freundschaft festigen zu können. , Eie französische Presse beeilt sich zu versichern, daß L üicht nur die englischen Interessen .sondern auch die , stanzösischen Interessen durch die Haltung Aegyptens «droht seien, und daher das energische Vorgehen der ? Londoner Regierung begrüßt werden müsse. Das Einzige Land, das vielleicht in der Lage fein wird,
---*---
Wahilmvrmm«
Di« Kandidaten der Deutsche« Wirtschaftspartei.
Für die sog. Mrtschaftspartei des deutsche« Mittelstandes kandidieren für den Wahlbezirk Hes« sen-Naffau: Für den Reichstag an der Spitzer 1. Rohde, Dr. Werner, Rechtsanwalt, Frankfurt a. M., bisher M. d. L., 2. W e i s e r, Johannes, Syndikus, Offenbach, 3. Hüther, Albert, Schreiner« obermeister, Hanau. — Für den Landtag kan« didieren: 1. Bredt, Dr. Victor, Univ.-Professor, Marburg a. d. L., bisher M. d. R., 2. Rohde, Dr. Werner, Rechtsanwalt, Franffurt a. M., 3. Wetz« ler, Dr. jur., Staatsanwalt, Franffurt a. M., 4L Hüther, Albert, Schreinerobermeister, Hanau
u n g bei den Wahlen ausüben. Wenn das französische Kriegsgericht von den deutschen Rationalisten bezahlt gewesen wäre, hätte e» nicht besser für die Reaktion in Deutschland arbeiten können.
I ff- London, 25. Nov. .Daily Mail" meldet aus s g e N wahrscheinlich schon Knfon» StaMnber mm Um -4. November. 11 Ähr vormittags: Das gan8e IbWufcfein. Sie Esche Reglung K hafi’hWn r,u 61 f < aRan allgemein der Ansicht. Deutschland nicht nur das Meistbegünstigungsrecht bas Parlament dem neuen Kabinett das Vertrauen zugesichert, sonder« auch alle anderen Wünsche ausfprechen wird. Dte Atmosphäre hat sich außer- Deutschlands widerspruchslos angenommen. Ebenso I °r^tltch g-beffert Me Lage ist beruhigend. ist von deutscher Seite alte» geschchen, um bi! I - Lo" !> on, 25. Nov. .Daily Mail meldet aus Wünsche Rußlands zu befriedigen/ Von ganz Le» SBotiCtib E "dends: In sonderem Interesse ist die Tatsache, daß nach
?e^rwn! Anzeichen von Unruhen endigung der Verhandlungen wahrscheinlich die
Swll!5 7 ^r Zentrale der russischen Wirffchaftsvertretungen mit lunaen M Menschenansamm- dem Auslande wieder nach Berlin verlegt werden
ff London 25 Nov otontM* m rtwt a » • Iro*lb- würde bedeuten, daß der vorherrschende
de» Sudan« durch die ägyptischen Offiziere und Mann- sttebunaen EnalanÄ n i
schäften sei Planmäßig im Gange, «in englisches be” b^tschen Einfluß t«
!Bataillon veranstaltete nachmittag« in Kairo eine Fmh 8“ 6e^ranfen> damit vollständig gescheh Parole. Das ägyptische Parlament hat einen Ausschuß I J
ernannt, um die von der Opposition und den An-1 Der deutsch-griechisch« Handelsvertrag. ’ Sängern Zaghlul Paschas unterbreiteten Anträge zu Berlin, 24. Nov. Die deutsche und di«
prüfen und eine Protestkundgebung zu entwerfen, die griechische Regierung haben vereinbart, die dem Hause vorgelegt werden soll. daß ab 20. November beiderseits nach den Bestim-
London 25 Nov Reuter berichtet rus mungen d-s am 3. Juli abgeschlossenen vorläufigen Kairo: Der Rücktritt Zaglul Paschas und deutsche-griechischen H a nd el s a b f o m. die inzwischen erfolgte llebernahme des Amtes des m e ns verfahren werden soll. Ledialich Art 3 des Premierministers durch Ziwar Pascha scheinen die Abkomens, der Griechenland ein Weineinfuhr- Krise in Aegypten zu einem zeitweiligen Stillstand K o n t i n g e n t zugesteht, wird vorlärfig nicht gebracht zu haben. Man hält es für wahrscheinlich, wirksam. Das Abkommen wird endgültig erst i« w“ ° -"- Kraft treten, wenn der neue Reichstag seine Ee-
nehmigung dazu erteilt haben wird und beide Re« csterungen die Ratifikationsurkunden ausgetauscht haben. Nach dem Abkommen werden deutsche Schiffe in den griechischen Häfen, insbesondere hin« sichtlich der Entrichtung von Gebühren ebenso wie griechische Schiffe behandelt. Die wchitigsten beut« Ischen Exportwaren genießen in Griechenland di« Meistbegünstigung. Sie haben nunmehr nur di« Vertragssätze des zurzeit oültigen griechischen Zoll« I tarifs und ab 10. Dezember die Nominalzollsätze des an diesem Tag in Kraft tretenden neuen gri» chi'chen Zolltarifs zu entrichten. Griechische Schiff« und Waren werden in Deutschland nach dem Grund« satz der Meistbegünstigung behandelt. Ferner wird Deutschland die Einfuhr griechischer Rohtabake und ihren Absatz nicht erschweren. Das Abkommen kann bis zum Abschluß des endgültigen Handelsvertrags mit Griechenland als geeignete Grundla"s für den beiderseits ang strebten weiteren Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern grüßt werden.
P^st 2,2^ My-Für a**faäen"^u" inf^fge SttVif« w°r 3eHex*tal*et«1 W »»Ibmert »«tlich« ix» 010 «.».
*x Br. €. § i ti«r» t b. -Trutf ber^rni»..'Bu!t,bru<fe«t »en Sob. Sua. Red,, m«rtt M-tz».rschriftmbü./, Äuss4la,. 6am*el.xieiaex loo”, 'la.tx O
ihiiifl
ffhwfoet M idaZ früher kurhefjifche) Sbrrheffm - AmtliHes VerkünbigungOlatt des Kreises Marburg
Qu. V e r l i n, 25. Nov. Nach einigen au» Paris vorliegenden Meldungen hat es den Anschein, als ob die französische Regierung Herriot be« absichtige, auf dem Gnadenwege das Urteil des Liller Kriegsgerichts gegen General von Nathu» f i u s aufzuheben und seine Freilassung zu verfügen. Es ist selbstverständlich, daß die Begnadigung des Generals, der zu Unrecht verurteilt wurde, kaum geeignet wäre, die in Deutschland entstandene Erregung abzumildern. Die Reichsregierung wird, wie wir hören, wahrscheinlich noch im Laufe des Dienstags, einen Protestschritt in Paris unternehmen, um gegen die ungerechtfertigte Verurteilung des Generals von Nathusius Einspruch zu erheben. Sollte die Begnadigung des Generals erfolgen, s» wird allerdings damit die Angelegenheit für' .... _ -------------»— —— iDeutschland erledigt angesehen werden müssen, do
beute^m^ Handelsvertrag haben sich dann kaum eine weitere Möglichkeit bieter
b r, Wnt „ dürfte, den unerhörten Rechtsbruch des Liller
ft. Lonoon, 25. Nov. Der diplomatische Be- Krieasoerichtes vor aller Welt fesirunaasln llefirl- b ?uCf ^ee zu bett
«»®lSvertrags- eine Erklärung erfolgen wirb, in bei bis Mißbilli ver h a nbl ungen: Die beutsthen Vertreter Hät-I gung bes Liller Krieasaerichtsurtell-; mm Ausbli ck im Sanhefc" kommt. Dies könnte in bet Weise geschehen, daß bic
tm Hanbelsamt beraten. Hebei bte _ 26piozenttge ftanz. Regietung bei bet Begnabigung bes Eenetasi I „Daily Chronicle" äußert sich zurückbal-1 e,n ”teiIt“nbi9ei ^ct-1 ausdrücklich feststellt, baß bie ^Verurteilung all
tenb und findet die Note in manchen Beziehungen ^ih^enSa^ Sebtfpiu^ aufzufassen sei. Sollte bie brutsche Re
unnötig hart. Die Forderung einer GeldentschäBi- I I° c Aufhebung E in- gierung Gelegenheit haben, mit Frankreich hierüber
gung sei Großbritannien nicht würdig. Ein end-1 » 9 ^7 ' £r‘Iaiten> M h“ verhandeln, so ist es selbstverstänblich, baß beut«
gültiges Urteil werde sich erst fällen lassen, wenn I Abkommen Nichts mit Pariser Fragen zu tun scherseits eine berartige Erklärung bet französischer ! bekannt sei, welche Maßnahmen Lord Allenby er- ^‘te, uni) das einzige Mittel Englanbs ser, way-1 Regierung geforbert werben wirb.
greifen werbe und wenn man erfahre welcke die L . ber ^sten 2 Jahre bei Laufzeit bes Dawes-
Pläne der Regierung und welches die .Mlfsmittel dichtes Repaiationen zu erhalten. Die Repara- *
zu ihrer Durchsetzung seinen tlonsfrage unb bie Frage ber wirtschaftlichen Per- Eine englische Stimme über das Urteil gegen
„D a i l h N e w s" schreibt, ein wesentlicher Punkt Jra0e fotIten getrennt behandelt werden. An- Nattzufins.
der Note sei bie Forderung, die bisherige Poli- ^reretts ist es nach bem Berichterstatter nicht un- London, 24. Nov. Der Berliner Berichter« t.k aufzugeben und sich eigne volle Kontrolle über baBt Forderung nach llatter des liberalen „Manchester Guardian^
den Sudan zu sichern. Das Blatt tritt dafür ein, ??fyebung der unterschiedlichen Behandlung gegen- schreibt, das Urteil gegen Nathusius
daß die Regierung, um ihre ehrlichen Absichten zu sGS<eut'^cn, ®anfen’ ber beut chen Schiffahrt, den werde auf die Versuche einer deutsch-französischen
, ti°rWaSen sollte, den Sudan unter einem beutsr^n Seeleuten und zugleich des Ankaufs von Annäherung einen seht schlechten Einfluß haben
Mandat des Völkerbundes zu verwalten: eine bessere ??^?''^?altlgen Metalls, in beträchtlichem Maße und eine verhängnisvolle Ruckwirk «
Rechte des Sudan und des ägyp-/tattgegeben wild. I..-- ----------... - - •
‘Ua^TrbeUerbLtt8 ?e6e"‘ , ®ie deutsch-japanische« «erhandln,.gen.
au», seit Jahren habe d» britsick? J^>I?ialismus 24. Nov. Die deutsch-japanischen
nach einem Borwand für die 9lu»iphitn? hpr s«hh 5>anbel§bertrag5bc*banblungen hrben tischen Autorität im Suban m 9^Sr ^Ute im Auswärtigen Amt begonnen. Die Leitung
benutze jetzt die TOorbtot^n Ka^kür s!in- siw-ckl Verhandlungen hat auf japanischer Seite der
unb fordere nicht nur böllia?Aukube beT «Sans blefl9<? panische Botschafter Honda, unterstützt
durch Aegypten sondern - Don bem japanischen Geschäftsträger im Haag, Bot-
größeren Teiles der UnS b- r'v C!ne8 schaftssekretär Ito, auf der deutschen Seite Mini-
I9 B Unabhangtgkett Aegyptens. sterialdirektor im Auswärtigen Amt, Knipping.
ff. London, 25 Nov r ®eibe Leiter wiesen in ihren Eröffnungsansprachen
beschloß die ägyptische Kammer in iürer f>in- daß diese Verhandlungen die Grund-
Sitzung Proielie ge'en ? IIa9e f’3r bie Wiederherstellung normaler freund-
cn alle ^nriameak unb an schaftticher Beziehungen zwischen den beiden Län-
Der Korresponbent ®aito ÄT P*"1 biIbcn Serben. Es bestaub vollkommene Ucber-
in Kreisen des Vötterbund^ wLb es E iür w L einstimmnag. daß der alte bentfch-japanische Han- «V ***** e*i* - **
nn Vollerbundorai eine Intervention in der ägyptischen b!toC'
Angelegenheit beantragen werde. 6a die ägyptische Die beutsch-rusfische« Bethaublunge«. Frage für eine innere Angelegenheit angesehen werde, I Qu. Berlin, 24. Nov. Wie wir höre«, wer- die nicht unter bie Befugnisse des Völkerbundes falle, ben bie beutsch-russischcn Verhanblun-
I