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59. Mto. 1921

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MMKkk AWuMmus

i- Der systematische Kampf des TschechentumS gegen da- Deutschtum scheint jetzt seinen Höhepunkt er­reicht zu haben. Die Reaktion in den Nachfolge­staaten der alten Donaumonarchie gegen alles, was deutsch heißt und spricht, tobt sich ja am stärksten tn der Tschechoslowakei auS. Bon der ersten Stunde dieses Staate» an geht der erbitterte Kampf, tn dem die deutsche Minderheit dazu verurteilt ist, eine reindefensive Haltung einzunehmen. Man meinte, daS Deutschtum am besten auszurotten, wenn man seine Bildungsstätten allmählich vernichtete. Be­reits das erste Schulgesetz aus dem Jahre 1919 bot eine Handhabe, deutsche Schulen aufzulösen und tschechische dafür einzurichten.

Statistiken berichten Ungeheuerliche«. Mit der j Zerstörung der deutschen Schulen wurden natürlich Jo und so viele Lehrer stellungslos. Der Staat gibt ihnen nichts; sie ziehen also von dannen, so rech­net man in Prag.

Weiter: Die alten deutschen Distrikte wurden auf- : gehoben, dafür neue Landdistrikte gebildet wider alle .sprachlichen Grenzen, natürlich mit einem Tschechen an der Spitz«, um auch auf diese Weise das Deutschtum auszurotten. Terror auf Terror folgte. Vergebens kämpften die deutschen Parteien dagegen an. Ein regelrechter Absolutismus bildete sich km Laufe der Jahre bei der tschechischen Regierung heraus. Was fragt man nach dem Parlament, wo natürlich auch Deutsche saßen? Die dort hineinge- Vählten Tschechen billigten ja sowieso die Politik ihrer Regierung. Man wollte die Tatsache, ein ge­mischtsprachiger Staat zu sein, einfach nicht aner­kennen. Willkür über Willkür folgte auch hier.

Da endlich machte nun das Deutschtum ge­schlossen Front gegen diesen sinnlosen Absolutis­mus. Alle deutschen Parteien stehen einmal in kiner Linie. Sie verließen das Parlament und zwar aus Anlaß der Beratung des Staatshaushaltes für .1925. Die Erklärungen, die die Vertreter der ein­zelnen deutschen Parteien abgaben, ließen nichts en Deutlichkeit zu wünschen übrig. Eine derartige parlamentarische Obstruktion nach italienischem Muster ist das letzte Mittel, und je geschlossener fle durchgeführt wird, desto größer ihr Erfolg, der zimächst in einer deutlich zutage tretenden De­maskierung der absolutistischen Machenschaften der Regierung zu sehen ist. Was im Parlament übrig bleibt, ist nur noch eine Abstimmungsmaschine.

Das Ungewöhnliche de» Staatshaushaltes be­steht darin, daß er aus lauter geheimen Budgets besteht, über die man da» Parlament nicht unter­richten will. Da» ivar sogar den deutschen Sozial- bemokraten zuviel, denen ein solcher Parlamentaris­mus nun auch als Lächerlichkeit erschien. Mann­haft erklärte dann auch ein deutscher Abgeordneter: »Man kann uns wirtschaftlich erdrosseln, zum Hee- resülenst nötigen, aber man kann in uns da» Be­wußtsein nicht ertöten, daß wir als Teile des deut- -'chen Volke? Pflichten zu erfüllen haben, nach denen t»ir tn Schicksalsstunden handeln werden. Diese ;Wflichten gipfeln im Glauben an Alldeutschlands Ißufunft, über welche weder die tschechische Koa- lition, noch da» tschechische Parlament entscheiden werden. Wir waren vordem Staat hier und wer­den nach tz» hier sein."

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i Ser einer eroStn Nnamreform

r Die Wirkungen von London.

'r Die dieser Tage durch die Presse mitgeteilten Be­schlüsse des BeichskabinettS sind nicht» geringeres als der Auftakt zu einer großen Finanzreform. I® wir nun diese Bahn beschreiten können, ist den i Wirkungen der Londoner Bereinbarungen zuzuschreiben. Diese Londoner Bereinbarungen haben uns zwar immer »och unzweifelhaft untragbare Lasten auf« .tzebürdet. indessen ist die Basis insofern grundsäylich Une andere, als daS ganz und gar außer jeglicher Diskussion stehende frühere Diktat ausgeschaltet und damit die lähmende Unsicherheit über die kom­mende Entwicklung von der gesamtdeutschen Wirtschaft : genommen ist. Wir können wieder mit festen Fak­toren rechnen und auch wenn wir diese, für die Reu- Ordnung unserer Dinge al« vollständig rmzureichend an sehen müssen, so ist doch die Art, wie diese Faktoren / wirksam gemacht werden sollen, wesentlich verschieden von den bisherigen Methoden. Jedenfalls haben wir auf Grund von London unsere wirtschaftliche ^Souveränität, und vor allem die Wirt» jschaftseinheit beS gesamten deuschen lTerrioriums wieder erlangt Darüber hinaus ist durch die Auflage der internationalen Anleihe die Möglichkeit geschaffen, dem blutleeren deutschen Wirt» schaftskdrper die zu seiner Weiterejtistenz unbedingt notwendigen Mittel zuzuführen. _______

Solange diese Sicherungen nicht gegeben waren, mutzte notwendigerweise Zuflucht zu sehr scharfe» Maß­nahmen genommen werden und daraus erklärt eS fick, daß man Wirtschaft und Einzelpersonen unter dem Druck der Lage mit Laßen förmlich überbürdete. Die kaum noch tragbaren Verpflichtungen mußten aber hingenvmmen werden und zu erfüllen gesucht werden, wen» wir unS vor der unmittelbar drohenden Kata­strophe noch retten wollte»

And heute können wir ausatmend sagen, daß wir diese Katastrophe überwunden haben. Wa- seinerzeit niemand für möglich hielt, daß t» uns ge­länge, daS Aiesendefizit deS Staatshaushaltes aus­zugleichen, und den Reichshaushxft wieder ins Gleich­gewicht zu bringen, dies« Tat ist vollbracht. Damit ist die erste Doraussetzung für ein« Wiedergefundunv unserer Staatswirtschaft gegeben. Davon hänaen dann alle weiteren Rückwirkungen für di« privat« Wirtschaft ab. Und so sind wir gegenwärtig i» einem Stadium der Entwicklung an gelangt, da» der Aeichsregierung angezeigt erschetnen l-Ot, die bisherigen Lastenüber- bürdungen nunmehr zu mildern rmd ein« Abban- politik auch nach dieser Richtung hin zu betreiben.

AuS dieser Sachlage ergibt e» sich von selbst, daß di« Aeichsregierung nun auch von sich aui sofort die einleitenden Schritte für di« Schaffung der neuen großen Finanzreform betreiben muß. die zur endgül­tig»» Gesundung unserer Finanzwirtschaft notwendig ist. Der Finanzminister D». Luther, der seinerzeit die geradezu brutalen steuerliche» Bestimmungen an­regt« und auf ihrer Durchsetzung unter Androhung keiner Demission bestand, hat ne« auch jetzt den ersten Schritt für den Abba» dieser damaligen Maßnahmen getan. Im Zusammenhang mit den Londruer Rückwir­kungen und den steigenden Einnahmen des Reiches auS den Steuern kann di« jetzig« Aktion gewahrt werden. Sie konnte auch naturgemäß erst in dem Augenblick in Szene gesetzt werden, indem zweifelsfrei ftststand. daß bet Schutz der Währung und die Erhaltung ihrer Stabilisierung nicht mehr erschüttert werden kann. Gerade aber dies« in de» letzten Monaten steifenden vt«r»er«innoh.nen zeigten, tote schwer unser Wirtschaftsleben unter dielen Lasten leidet, tote die Steuerschraube Überspannt ist. Allein in den letzten sechs Monate» wurde» nahezu 31/, Milliarden Svlbmark a» Steuern eingenommen, wäh­rend der Boraxschloq des Reichs haush oft es für 1924 im ganze» etwa 5,2 Milliarden annimmt. Ai»ch unter Abrechnung eint* durch die Steuermilderungen für den Rest deS R«chn»ngsi-hreS sich ergebend« geringerer Ertrags wirb sich für iür dieses Iah» mindesten» ei» Aeberschuß all«» aus da» Steuer« vo» einer Milliarde Go kbmark ergeben. GaS ist et» Resultat, da* selbst die Größt« Optimisten niemals fito möglich gehalten hätte». M zeigt, daß die da­malige Politik, di« zweifellos von allen Seiten alS sehr bitter empfunden werde» mußt«, richtig war, daß nur diese Politik e* möglich machte, über da* Schlimmste hinweg zu komm«» »nd un* daraus auch noch die Reserven für die Wiederaefundunggu verschaffen.

Der neue Reichstag wird eine Hauptauf­gabe in der Schaffimg diese« neu« Finanzre- fvrm sehen müssen, deran Ansätze wir jetzt bereits erkennen. DaS bedeutet, daß der »tue Reichstag die bisherige Finanz- und Wirtschaftspolitik fort» letze» mutz, wenn »icht daS mühsam geschaffene und in seinem Ergebnis tatsächlich von dielen unter uns für unmöglich gehalten« Wert nicht wieder in Frage gestellt werden soll. ----

WschtüMMi

Die Uebersicht über die Steuereinnahmen des Reichs im Msnat Oktober zeigt abermals eine starke Zunahme der Eingänge. Gegenüber dem Monat September brachten Steuern und Abgaben insge­samt ein Mehr von 77,5 Millionen Goldmark. Be­sonders hohe Mehrbeträge ergab di« Umsatzsteuer und die Einkommensteuer der zu Vorauszahlungen verpflichteten Zenfiten. Betrachtet man da? Er­gebnis der Steuererhebung in den verflossenen sieben Monaten des RechnungsiahrcS (AprilOk­tober im Zusammenhang, fo ergidt sich ein« Gesamt­einnahme deS Reich» ans Steuern und Abgaben in Höhe von rund 4 Milliarden Goldmark. Das würde, auf daS Gefamijahr umgerechnet, eine Ein­nahme box rund 7 Milliarde» Gokbmark ausmachen, während der Etatanschlag nur mit einer Einnahme von 5,2 Milliarden Goldmark rechnet. Der Mehr­betrag von 1,8 Milliarden Goldmark ist vom fiska­lischen Standpunkt aus gewiß sehr erfreulich, und um eine Verwendung deS Vktjreztrage» wird das Reichsfinanzministerium gewiß nicht verlegen sein. Aber diese Zahlen beweisen doch aber auf* klarste, die Steuern in Deutschland viel zu hoch sind. Das

Uebermaß der Steuern ist für die deutsche Volks­wirtschaft überaus schädlich, denn es verhindert den so dringend notwendigen Preisabbau. Da» Ergeb­nis der Steuereinnahmen im Monat Oktober beweist jedoch auch, daß die Steuererleichterungen, die die Aeichsregierung bisher zugestanden hat, vollkommen ungenügend sind, denn selbst wenn man von dem Dftobereingong die aus den Steuerermäßigungen voraussichtlich sich ergebenden Mindereinnahmen ab- seht, bleibt immer noch ein gegenüber dem Ein­nahme-Soll viel zu hohes Einnahme-Ist Übrig. In einer Lage, in der sich die deutsche Volkswirtschaft gegenwärtig befindet, ist eine Ueberlastung mit Steu­ern, die nicht zur Erhaltung des Reichs unbedingt notwendig find, das größte Uebel, denn sie zer­stört die Weftbewerbfähigkeit der deutschen Produk­tion auf dem Weltmarkt.

Schon heute kann festgeftellt werden, daß der Erfolg, den die Steuererleichterungen zeitigen soll­ten, nämlich die Senkung deS Preisniveaus, voll­kommen ausgeblieben ist. Rur die Herabsetzung der Börsenfteuer, die mit einer vom Reichsfinanzministe­rium zur Bedingung der Steuerermäßigung gemach­ten Verminderung der Provisionssätze der Banken im Effektenhandel verbunden war, hat eine deut­lich bemerkbare Belebung des Börsengeschäft» zu- ftanbe gebracht. Auf dem Anleihemarkt ist frei­lich inzwischen ein Rückschlag erfolgt, weil vom Aus­land« neuerdings systematisch gegen eine Aufwertung der deutschen Papiermarkanleihen Stimmung ge­macht wird. Aber schon heute scheint festzustehen, daß die Pörsenumsatzsteuer keinesfalls zu einer er­heblichen Verminderung der Reichseinnahmen füh­ren wird, weil die steigenden Umsätze die Tarif- ermößigungen wieder anSgleichen. Aehnlich bflrfte e» auch auf anderen Gebieten stehen. Ein kräf­tiger Steuerabbau würde wirtschaftlich so außeror­dentlich segensreich wirken, daß er letzten Ende» auch vom fiskalischen Gesichtspunkt aus befürwortet wer­den müßte, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, daß bei der geschilderten Finanzlage "be» Reichs rin vorübergehender Rückgang der Reichseinnahmen gegenwärtig leickt zu ertragen wäre.

Die in der letzten Woche veröffentlichten Aolb- bilanzen zweier Berliner Großbanken, der Dresdner Bank und der Darmstädter und Nationalbank haben Ueberraschungen nicht gebracht. Sie zeigen ebenso, tote die schon seit langem veröffentlichte Goldbilanz der Berliner Handelsgesellschaft da» Bestreben, durch Schaffung erheblicher offener und stiller Goldreser­ven auch für kommende ungünstige Geschäft-veri- oden eine angemessene Verzinsung de* neuen Nomi­nal-Goldkapitals zu sichern. Daraus ergibt sich von selbst die Notwendigkeit einer scharfen Zusammenle- aung der jetzigen Vapiermarkkapitalien. Bei der Dresdner Bank wirb ein Zusammenlegungsverhält­nis von 12,5 zu 1, bei ber Darmstädter und Ratio- nalbank von 10 zu 1 vorgeschlagen.

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Sozialdemokratisch« Wahlversammluxg.

Auch die Sozialdemokratische Partei, Ortsgruppe Marburg, trat am Donnerstag abend mit einer öffentlichen Wahlversammlung in den Wablkamvf ein. Vor einer zahlreichen Zuhörerschaft sprach im Ouentin'schen Saale Herr ReichstaaSabaeordneter Hoch ans Hanau über die Bedeutung der kommen­den Wahlen. Der Redner kam einleitend auf die Tage des deutschen Zusammenbruch» 1918 zu spre­chen. ber eine Folge ber verkehrten Politik der Vorkrieas- nnb .KrieaSfahre aewesen sei. E» sei ein Verdienst ber forialbemoki-atischen Bartei. daß da­mals ein geordneter Rückzug ber bentfchen Heere unb überhaupt ein AuSeinanberfallen beS Reiches verhütet würbe. Biele hätten bamal» angenom­men, baß bte wirtschaftlichen Verhältnisse sich nun beifern würden, seien aber schwer enttäuscht worben, denn ein solcher Trümmerbaufen lasse sich nicht über Nacht wegräumen. Die nun burch bie rechiS- unb linksradikalen Elemente berborgerufenen Un­ruhen, bie Sabotage ber Erfüllung-Politik, ber un­sinnige passive Widerstand, ber damit zusammen­hängende Druck beS feinblichen Militarismus unb ber JnflationSschwinbel hätten bann baS benische Volk immer weiter in ben Abgrund geführt, bis eS bie Hilfe der ehemaligen Feinbe habe anrufen müs­sen. Diese hätten auch eingesehen, baß sie nur Reparationen erhalten könnten, wenn sie vorher die deutsch« Wirtschaft burch Kredithilfe toieber auf- richteten. Der Rebner bezeichnete bas Dawesgut- achten als eine furchtbare kapitalistische Ausbeu­tung. ober wir hätten es annehmen müssen, um bte inzwischen stabilisierte brutsche Währung nicht wie­der in Verfall zu bringen. Das hätten auch die Deutschnationalen trotz anfänglicher Gegnerschaft beS

Gutachten» eingesehen und diesem daher zur An« nähme verholfen. Die Arbeiterschaft sei sich Wohl der Schwere der angenommenen Gesetze bewußt, fle werbe sich aber dagegen wehren, daß ihr allein die Lasten durch Ntebrighaltung der Löhne, Arbeitszeit« Verlängerung usw. aufgebürbet würben. Sie ber« lange nur angemessene Bezahlung ihrer Arbeit, um ein menschenwürdige- Dasein fristen zu können. Dl« BorkriegSspargroschen seien nicht verschwunden, son« dern gewisse VolkSkrelse hätten eS während der In­flationszeit verstanden, sich diese direkt ober indirekt anzueignen und In Sachwerten anzulegen. Dies« Kreise hätten sich damals gegen jede Maßnahme gesträubt, die Währung zu stabilisieren. Den Opfern der Inflation wieder zu Ihrem Eigentum zu verhelfen, werde sich die sozialdemokratische Partei besonders angelegen sein lassen. Der Redner streift« am Schluß seiner Ausführungen noch die skanda­lösen Zwischenfälle Im verflossenen Reichstag und Gerichtsurteile der vergangenen Monate, die matt vielfach als Justizmorde bezeichnen müsse. Er schloß mit der Aufforderung der Unterstützung der Sozi­aldemokratischen Partei bei bett kommenden Wahlen. An der Aussprache, die zeitweilig einen recht stürmischen Eharakter annahm, beteiligten sich ei« Kommunist und ein Deutschnationaler, worauf bte Versammlung gegen 11.30 Uhr ruhig auseinander« ging. Wj.

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AemsAbend

Die Marburger Bühne hat ihre Winterarbeit mit einem Abend des Frankfurter Künstlertheaters begonnen, das drei Einatter von Ludwig Thoma zur Aufführung brachte.

Leider war der Besuch außerordentlich schlecht. Man hört in Marburg so oft Klagen darüber, daß an Theater, Opern usw. nichts geboten würde. Es gibt sogar Leute, die es bedauern, daß kein eigenes Tbeater vorhanden sei. Die^e müßte man eigent­lich in eine Vorstellung wie die gestrige Wien. Tßoma ist gewiß keine allzu schwere Kost, aber auch nicht allzuleicht", so daß man wohl ermatten könnte, daß an einem solchen Abend das Theater gerappelt voll" sein werde. Das war es nicht. Das ist urnis mehr zu bedauern, als den Ilnternehmun« gen, die Overn ober Tbeater zu uns bringen, die Lust vergeht, überhaupt etwas zu tun, und es folgt daraus, daß dann schließlich in Marburg gar nichts mehrlos" ist. Beschweren d*rf sich das Publikum aber nur bei sich selber.

Der gestrige Abend bracht« recht aut Kunst. Ttt brei Einakter strotzen ja nicht van Wöbet«

"itstt, aber ste rühren doch an allgemein Men'ch» ftches und stnd von dem pröckttaen Humor getra« aen, der dem auten SimvlizisstmuserrStiser eigen war. InWaldfri'den" wird die (M'We eines ttsnk- und nafnrfrotien IFaers aesckfttde'-f. bet eint a#6fitbeie" Frau a»b*trafet bat und sich nun mit keinem Sners von frittier lwr auceinanb-tfetzt. Tlt .»«Wtfbete" Frau ist eine Meaäte. ati»r der V'Ns ^tt-stield t»»nnf F* vam Snezi. In den . Gh« lahmten Schwingen" wird das Problem des Dich« ^«rs und ^chwieger^atins des Metzaermetster? Sunw merer gekäst. der für das Volk. renrosenttett durch bf« Familie Sommerer, seine Idegle in die Voest* r'iitntierTpitet. Er fallmodern" dichten, aber fflt S'iwwerer ist er schließlich modern aenug. Di* Gfeinen Vermar>bt«n" batten tiesnab« tief Rec-igo '-nna«rats die tieiß be-b-io-fehnte Verlnbnng bet Tochter $x Fall gebracht, wenn nicht fiert k^chntttt" blind nnd i<"ti oe«»!«« wär«. Auch biet wie In allen drei Stücken bietet stch E«, legentieit. seine Figuren ttwif-ti charakteristisch ti»t« a»s,»bringen, nnb er gibt damit dem Schanlut.'set w-'*,en, die ihn befähigen, etwas Tutts zu leiste«, leisten.

So war die aestriae Darstellung der in bürg ja nickt unb»egnnten Bütine mit «'nem ausgezeichnet. Bübn« v«b Regie l"stia. treffend', aatti auf ben Ton des Ab-nbg eina-ftellt, i>«b df* T>arsteller jeder an feinem Vlatze. Va" D^w«: fet tiefany»«- (Ttiartott» Scheier als Walln. Marfs »nd Babette tiemaraetiaben, in feber Belle Frische, schsagserttges und wobldnr/chda^^es Svitf ausgezeichnet. Ibr zur Seit« fei fierr Rudorf ge­nannt. ber fowatil als Metzaermeister wie als Schgnberl unb Regiernngsrat durch eine pewifs* Feintieit des Spiels den Ebarakter bet Purlesfe, den die Einakter manchmal streifen, fern zu balle« mußte. Das Ganze war aber ein wati"bglt,-- En« iemble. wohl das Beste, was man einer Büß«* nachrühmen kann. Ein Zusammenfviel vollkom« men miteinander vertrauter Darsteller, die dem üiiinzsn des dichtetti-iien Werkes dienen. Es bat

Hohe Heizkvafi. al/bewahp}?

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Haubep, bHh'di, aHbebehph^

Frei von hauch. Hepuch und ßuß Ohm Schlacke, ohne dpu^.t