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59. Slchrg. 1924
Marburg a.L, Dirnstag, den 18. November
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Dünne Suppen und Fleischbrühe, Gemüse und
Die Maggi-Gesellschaft hat ihre Erzeugnii
Institute der Universität Berlin, Geh
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schon der erste amtliche Kurs stellte sich unter 1000 In der Folge machte der Kurssturz auf dem gesamten Markt gewaltige Fortschritte. Erst allmählich wurde
bei Beginn vermehrte wie erwartet worden dieser Papiere stellten aber entwickelte sich
war, hervor, und die Kurse sich meist höher. Sanz anders von vornherein daS Geschäft
Starke Abgaben drückten den
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Sollen erhalten fofort kräftigen Wohigalchmack durch Zusatz einiger Tropfen MIGGIS Würze.
Vorteilhaftester Bem in gialen Originalflaschen za Gn. 5.—
allen Schwächen und Sünden, die seiner Natur anhaften, vor ihn hintreten mutz, um sich entsühnen zu lasien. Und diese Gedanken in uns zu vertiefen, dazu ist heute der Butztag da.
blieb trotzdem eine harte Nutz, denn methodisch, wie Windmüller damit vorging, ausgerüstet mit der Kenntnis der Schleichwege solch alter Häuser, wie er war — er konnte keine Fuge finden, keine Kombination entdecken, mit der dem Geheimnis beizukommen möglich gewesen wäre.
Das erschütterte aber seinen felsenfesten Glauden an die Existenz eines verborgenen Ausganges keineswegs. Wozu sonst die vlötzliche Vorliebe der Prin- civessa für das Rosazimmer, das sie bisher verschmäht hatte? Mehr uoch:das Zimmer oder aber die Stan- $a del' Brustolini muhte eine Verbindung mH dem oberen Stockenthalten, die sie zum Raube des Dokuments benützt hatte
Zu beiden Seiten der Flügeltüren, die nach dem 3immer mit den Ebenbolzmöbeln führten, standen grobe, höbe Lebnsesiel. die sich vermöge ihrer ungeheuren Schwere kaum von der Stelle schieben heben,
sang und einer Schlutzansprache des Herrn Pfarrers Heermann endete die schlickte Feier. Möge auch im neuen Vereinsjahr dem Elisabethverein die Würdigung zu Teil weiden, die er verdient.
,_lsse der Kontrolle dee Direktors des Hygienischen ieheimrat Professor Dr. Martin Hahn, unterstellt.
Fuge, die Wand dahinter so solid, daß sie der Annahme einer verborgenen Tür einfach svotteie, und neben den Sesieln standen ecketagere und ein Schrank von solcher Schwere und Solidität, dab schon die Kräfte mehrerer Männer dazu gehörten, um sie auch nut um Zentimeter von den Wänden fortzubewegen. Es blieb also die Türfüllung, die, durch vergoldete Leisten in ie zwei bemalte Paneele rechts und links abgeteilt, ihr Geheimnis, wenn sie eines verbarg, so trefflich hütete, dab Windmüller sich nach genauester llntersuchung für geschlagen erklärte, — wenigstens zunächst, denn dab hier des Rätsels Lösung zu suchen und intolgedesien auch zu finden war. davon war er lester denn je überzeugt
Rach kurzem Nachdenken, in dem Fiore ihn Durch keine Silbe störte, kam er ru dem Entschlutz. der Sache von unten beizukommen, mindestens aber vielleicht durch die Architektur des Erd- oder Wafierae- schoffes einenFmgerzeig zu erspähen. Er verabschiedete sich von Seite, die ihn durch den Saal begleitete und ihm unterwegs versprach, die Forschung auf eigene Faust fortzusetzen.
„Nicht, dab ich mir anmaße, zu finden, was Ihnen entgangen ist" meinte sie bescheiden, „indes kann man ja immer nicht wissen. Die Mans soll dem Löwen auch schon einmal geholfen haben."
Die Unterzeichneten beabsichtigen das an der Tappelerstratze gelegen« Obstbaumstück (250 Bäume) 18000 qm groß, zu verkaufen.
Nicolai «. Fresenius.
3nfetefieiiten wollen sich an W*-
Hsfhel« im Taunus, »ende» 6 3_76
Verantwortlich f. b. Lchriftleitnng: Hanns Georg Licht Für den örtliche« und Provinz. Teil: Wilhelm Wißner.
Sprechzeit: 8-11 Uhr. */,l—1 Uhr
:3Sipbln, bii'igim Verbrauch
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„Komtebchen, ich weist was ich kann, aber ich bin durchaus nicht anmaßend, mich für allvermögend zu halten," erwiderte Windmüller lächelnd. „Die vilie der Maus wird dankbar angenommen. Vor allem aber Diskretion! Namentlich Ihrem Vormund und (einer Frau gegenüber, die dieser Sache verständnislos gegen- überstehen dürften." - .
„Die wären auch die letzten, mit denen ich darüber reden würde." rief Fiore.
Sie waren inzwischen in die Vorhalle gekommen, und diese öffnend, befand sich Windmiiller einem Serri gegenüber, der offenbar im Begriffe war, anzuklopfen. Es war ein noch junget Mann in so tadellos elegantem Zivil, dab man ausnahmsweise sicher nicht den deutschen Offizier auf Urlaub in ihm vermutet naben würde, wenn er beim Anblick der ihm Entgegenkommenden nicht die Hacken ganz militätisch zusammengeschlagen hätte Et war auch ein ganz hübschet Mensch mit rassigen Zügen, und er wäre sichet noch hübschet gewesen, ohne den verschnittenen modernen Schnurrbart, der wie eine Zahnbürste unter bet Nase hängt und allen Gesichtern, die ihn als Zierde tragen, den gleichen, halb törichten, halb wurstigen Ausdruck zu verleihen pflegt.
„Setter Fritz!" riet Fiore überrascht, aber ohne Begeisterung.
„In Person, Bäslein!" bestätigte der Fremde und mit nochmaligem Zusammenklavven der Hacken stellte er sich Windmiiller vor: „Rittmeister Graf Meldeck!" „Doktor Windmiiller!" erwiderte dieser die erwiesene Höflichkeit, sagte bann: „Also auf Wiedersehen, Komtebchen!" grüble kurz und ging rasch seiner Wege.
„Donerwetter —! Kolossal feudales Lokal-" Das waren Graf Meldecks erste Worte, als er den Saal betreten hatte, indem er sich überrascht darin umsah
„Kolossal!" bestätigte Fiore. „Und was verschafft mir die höbe Ehre deines Besuches. VetterFritz?"
„Hohe Ehre — na, hör mal, begrübt man so seinen nächsten Verwandten?" rief Graf Meldeck lachend.
„Nachdem der nächste Verwandte sich fünf Jahre lang nicht um einen gekümmert, einem nicht mal eine Postkarte zu Neujahr geschr-eben hat, muh man wohl von hoher Ehre reden", gab Fiore promot zurück.
„Man sachte mit die jungen Pferde. Büschen!" war die ebenso prompte Antwort. „Wohin hätte ich denn mit deiner gütigen Erlaubnis schreiben sollen? Tu bists, die es nicht für nötig gehalten hat, uns mitzuteilen, wohin du mit der alten Vogelscheuche, die du deinen nächsten Verwandten vorgezogen hast, verduftet warst!"
setzen?"
Jetzt muhte Fiore tatb-n. „Jo. i-n dich nur'
Marburger NadtzellMg
Marburg, 18. November (Nebelung).
* Elisabethkirche. Die Heizungsanlage der Elisabethkirche ist wieder hergestellt. Das ist die Tatsache, der die Gemeinde sich von Herzen freuen darf. Während der beiden letzten Winter konnte die Gemeinde um der hohen Kosten der Heizung und um der herrschenden Geldknappheit willen ihre Kirche nicht heizen und bei der oftmals großen Kälte zu ihrem tiefsten Bedauern auch nicht bennhem Die Gottesdienste wurden in der Michaeliskapelle gehalten, was doch als Notbehelf stark empfunden wurde, da die Kapelle meist nicht ausreichte. Dieser Zustand dürfte in diesem Winter sich nicht wiederholen. Die Elisa- bethgemeinde hat durch freiwillige Gaben die Mittel aufgebracht zur Wiederherstellung der Heizungsanlage, die in den Jahren der Richtbenutzung ganz schadhaft geworden war. wie auch zur Kvhlenbeschaffung. Daß die Kosten der Heizung der Elisabethkirche beträchtlich höhere sind als die bei den anderen Kirchen unserer Stadt wird Jedermann einleuchten, gehören doch etwa 25 Zentner Kohlen dazu, um den gewaltigen Baum der Kirche zu erwärmen. Bis in die Nacht zum Sonntag hinein ist an der Wiederherstellung der He-zungs- anlage gearbeitet und dadurch erreicht worden, daß die Gemeinde schon am letzten Sonntag sich einer ge-
hoffentlich niemand mehr die um ihrer Kälte willen von vielen gefürchtete Elisabethkirche in den Winter» mvnaten zu meiden.
* Vom Elisabeth-Verein. Still und unverdrossen setzt der Elisabethverein trotz aller Zeiterstheimmgen und Schwierigkeiten sein Liebeswerk fort und am Sonntag wurde wieder in gewohnter Weise im festlich geschmückten Elisabeth- haute unter zahlreicher Beteiligung das 15. Jahresfest begangen. Mit dem gemeinsamen Gelang „Lobe den Herrn", einer Schriftverlesung mit Gebet und zwei Liedchen der Kinder eröffnet, folgte der von Herrn Pfarrer Heermann vorgetragene Jahresbericht. Die Schäden der Inflation sind zum Glück überwunden, doch kann die Anstalt jede Unterstützung und Hilfe sehr brauchen. Auch der Tätigkeit der Schwestern auf dem Gebiete der christlichen Nächstenliebe wurde dankbar gedacht. In einem weiteren Vortrag verbreitete sich dann in schöner ansprechender Weise Herr Pfarrer Metz über das Leben und Wirken des Stffters des Fran»' ziskaner-Ordens, Franz von Assisi, und hieran schlossen sich gesangliche Darbietungen de» unter der Leitung von Frau Geh. Rat Korschelt stehenden Jungfrauenchore» und Mitteilungen des Kandi-
Kraft getreten ist, brachte der Spekulation unange» nehme Aeberrafchungen. Für die Aktienwerte trat Kauflust deS Privatpublikums,
„Hast du mich gefragt, wohin ich verduften wollte?, entgegnete Fiore hitzig „Na, denn nicht, liebe Seele, hast du einfach nur gesagt, als du damals Papas Begräbnis mit deiner Gegenwart verherrlicht hattest und mir, der armen, mittellosen Verwandten, sroß- miitig eine Stelle als — Kindermädchen bei »einet Schwester anbotest, die es nicht für notwendig geoalten batte, dich zu begleiten. Ja, wenn noch von einem Heim bei deiner Schwester die Rede gewesen wäre! Du kannst dich bei den Kindern dort nützlich machen — das war alles Kannst du mir's etwa noch übel- nehmen, daß ich bas mir so gütig angeborene Heim bei meiner Pate vorzog. die schon vorher gekommen war um mir in ben letzten Tagen meinesVaters beiiti« juftehen? Ich möchte ben sehen, der nach einem Knochen schnappt, wenn ihm ein Herz geboten wird!
.Da hast du nun wieder recht", gestand Graf Melbeck unumwunben ein. „Ich hab' halt damals ausgerichtet, wasmir aufgetragen wurde — nn. am Ende wars vielleicht antu aut. daß ick's so tcmig gemacht Du warft glücklich bei deiner Pate, und fie hat dir, rote ich höre, auch ein bißchen Moos vermacht nicht9“
„Die alteVogellcheuche, rote btt die Pate zu nennen beliebtest,hat mich nicht ganz mittellos hinterlassen", erwiderte Fiore etwas besänftig!, aber immer noch mit — natürlich bildlich gesprochen — gesträubten Federn. „Ich war sehr glücklich bei ihr — wenn dir's
Bußlüg
Der Ursprung der Butz- und Settage geht auf schwere Heimsuchungen, die das Volk oder auch nur einen einzelnen Ort betrafen und als eine beson- bere Fügung des Schicksals betrachtet wurden, zurück. In nicht seltenen Fällen waren Feuersbrünste, Ueberschwemmungen, Pest usw. der Anlah, euch örtlich einen bestimmten Tag der Einkehr fest- «usctzen. Im Laufe der Zeit war es dann dahin gekommen, dah einzelne Länder eine grotze Reihe von Butz- und Settagen hatten, die zum Teil aus Wochentage fielen und sich sehr störend für das Wirtschaftsleben erwiesen. Der jetzt einheitlich auf den letzten Mittwoch des Kirchenjahres angesetzte allgemeine deutsche Butztag ist eine Fortsetzung einer pietätvollen Tradition, an der die Stürme der Revolution vergeblich zu rütteln versucht haben. ! Wenn die Natur im Sterben liegt, die Slätter vock einmal in glühender goldener Pracht leuchten, »m dann kraftlos von den Bäumen zur Erde zu sinken, da läuten an einem Werktage die Glocken In ernsten feierlichen Tönen den stillen Feiertag tin. Laut und eindringlich ermahnen sie die Ar- heit ruhen zu lasien, damit ungestörte Ruhe und beseligender Frieden in die Wohnungen der Menschen einziehen können. Eine weihevolle Stille liegt wie ein geheimnisvoller Zauber in der Lust. Da steht der Mensch in andachtsvoller Stimmung, ?und das grotze Vergehen in der Natur wird ihm hewutzt. Bewutzt wird ihm, datz auch er nur ein verloren Staubkorn der Unendlichkeit ist, das morgen in eine andere Welt rollen kann, wer weist, von welchem Sturm verweht. Ein Selbst'"^'"^en geht durch den Menschen und damit das Gefühl der Abhängigkeit vom Göttlichen, das so oft im Drange der Stunden den Menschen verlorengegangen schien. Mutz man es erst sagen, datz diese Gefahr, nur in den Tag hineinzuleben, heute be'on- de^s groß ist? Man braucht, um dies zu beobachten, nicht einmal in eine grotze Stadt zu gehen. Auch die mittlere und die Kleinstadt selbst das Dorf zeigt heute, datz der Mensch nur an das denit, tottr' er für sich die nächste Stunde zu tun hat. Ein Hasten und Treiben, eine Eenutzsucht und ein Kampf aller gegen alle, der die Folge davon ist, hat eingesetzt, wie man ihn vor einem Menschenalter noch nicht geahnt hat. Wie oft ist uns gesagt worden, datz die Menschen sich zu immer größerer geistiger und sittlicher Höhe emporentwickeln. Wer tiefer schaut, sieht, datz dies eine gräßliche Lüge ist. Bisher war alle Entwicklung nur eine C iWicklung der nutzeren Bequemlichkeit üstd Ausnutzung der Welt. Hütten wir noch di. geistig-sittliche Höhe, wie sie bei den einfachen Männern des Evangeliums, bei Sokrates und Plato oder bei den großen Männern des Mittelalters war, wir könnten uns nicht beklagen. Auch zu unserer Zeit gibt es sicher Leute ihrer Artung, aber das Menschengeschlecht als solches ist nicht weitergekommen. Es kann auch nicht weiterkommen als zu der einfachen
rote der Princivesia so weit abgeriirft werden tonnten — mit einer solchenSchneigllkeit wenigstens nicht, wie es ihr Verschwinden bedingte, um ihr genügenden Roum zu geben, dahinter zu schlüpfen. Fiore war ganz sicher, bah dies Sessel nicht von ihrem Platze gekommen waren, so 1- ge sie diese Räume bewovute: ganz ohne jede bemertbare
sie heiter „Und entfchuidiae. daß ick dch fo m:gastlich behandelt habe, Vetter Fritz!"
„Schon recht — und uns seinem Herzen keine Mär- berarube machen, bas üt mein Grundsatz! Utbme ns mein Komolimeni: wenn schon die Pvnpe viel versprach — der Schmetterling hat mehr gehalten!“ meinte Graf Melbeck mit ungeficudieUem unb unverhohlenem Wohlgefallen seine Verwandte betrachtend.
cFctts"'wnq folg! *
Sands», und Marllnachrichl« B»u »er Blrle.
‘Berlin, 17. Rov. Der heutige Börsentag, welchem die Steuer- und Provisionsermätzigung
in deutschen 'Anleihen.
Kursstand sehr empfindlich herab. An der Dvrbörse wurden für Kriegsanleihe noch 1700 genannt, aber
* Der Landwirtschaftliche Kreisverein hält am nächsten Sonnabend im Haus Freidhof seine erste diesjährige Winterversanun- lung ab.
* Ein neuer Weg zur Reifeprüfung. Die Ministerien für Handel und Gewerbe und für Wissenschaft, Kunst und Dolsbildung haben durch einen Erlatz eine Ersatzreifeprüfung für Kaufleute eingeführt, die entweder das Schulzeugnis einer höheren Handelsschule mit zweijährigem Schulbesuch oder einer höheren Handelsschule mit einjährigem Schulbesuch mit mindestens dem Prädikat gut erlangt haben und die Reife für Obersekunda einer höheren Lehranstalt besitzen. Die Erstgenannten müßen mindestens zwei Jahre, die anderen drei Jahre kaufmännisch tätig gewesen sein.
Tatsache, die wir eingangs erwähnten: daß der I daten Kohlhausen über das Leben und Treiben der Men'ch, sobald er sich auf'sich selbst besinnt, immer > Kinder im , Elisabethhause. Mit gemeinsamem Ge- nur als Mensch vor seinem Gott steht. Daß er mit
eine Beruhigung ist, das zu hören "
„Freut mich von Herzen", versicherte Grai f el- deck aufrichtig. „So, unb nun du deinem Herzen gemacht, laß uns bas Kriegsbeil vergraben, an ich eigentlich ganz unschuldig bin. Dori ich
die Ursache allgemein bekannt. Sie bestand ie dem Hinweis der Londoner .Times", datz di« Aepara- tionSverpflichtungen es Deutschland unmöglich machen, die von den Parteien im Wahlkampf versprochen« Aufwertung durchzuführen. Auch sprach max von einem Artikel des .Vorwärts", btt sich gegen M« Aufwärtsbestrebungen richtet.
Freekferter Setreidemartt vom 17. November.
•etreibt, HUlsenfrüchte unb Biertreber ohne keck. Weizenmehl, Koegemnebl unb Kleie mit kack it IN Kilogr. Die Preis« »erfteben sich für «lebelbiee üdw tune in Kenten««!, frachtfrei Frankfurt.
Weizen (TOetterauer) 21.25—23.50; Roggen 22X0 23.00; Sommergerste für Dremzwecke 24.00—26.00; Hafee 17.50—21.75; Weizenmehl, fübb. Spezial 0 85X0 biS 38.50; Roggenmehl 32.00—86.00; Weizenkleie 1240 dlS 12.60; Roggenkleie 11.75—12.10 Mark.
Frankfurter Schlachtvieh»«« vom 17. Rovember.
Rotiert wurde der Zentner Lebendgewicht: Ochsen; ÄL al) 50-55, a2) 48—54, b) 30-38; Bullen: a) 42—47, b) 35—40, c) 30—34; Färsen und Kühe: a) 47-53, b) 40-46, cl) 38—42, c2) 80-38, d) 23-30> e) 10—20; Kälber: b) 70-75, c) 63-69, d) 50-60, e) 40—48: Schafe: e) 32—36, b) 24—38 und Merzfchaf, 15—22; Schweine im Gewicht von 160—200Pfd. 78 bis 81, unter 160 Pfd. 70—77, von 200 bi« über 800 Pfd. 80—83, Sauen und Sher 65—75 Goldmark.
(Nachdruck verboten.)
St» Rvsazimmtk.
Venezianischer Roman
uv» S. von Adlersfeld-Balle st rem.
45. Fortsetzung.
„Ich lache Sie ganz und gar nicht aus“, versicherte tBirbmüCet; bei mit bem größten Interesse zugedöti batte. „Kornteßchen — verzeihen Sie bie alte Anrede — ich möchte Sie $u meiner Vertrauten machen Ich kann mich auf Ihre Diskretion verlassen — nicht wahr?“
„Ich denk es schon — ich bin meine» Vater» Tochter", etroiberte Fiore.
. Darum meine ich's eben", sagte Winbmüller zu- ftünmenb. „Also ganz im Vertrauen: ich bin hier, um eine Dame — ihr Name tut nichts zur Sache —. um eine Dame zu suchen, bie in diesem Zimmer vor wenigen Tagen gewohnt hat, offiziell abgereift unb seitdem verschwunden ist. Ich habe nun die lleberzeugung, daß ihre Abreise fingiert war unb sie sich hier im Hause aus nur ihr bekannten ©rünben verborgen hält. Ihre Beschreibung der — Gestalt, bie Sie heute Nacht hier gesehen haben, paßt auf bie Gesuchte, uno ich hebe bie Jbee, bie Sie ja schon gestern erraten haben, daß in diesem Rosazimmer sich ein geheimer, der Familie unbekannter Ausgang befindet —".
„Unb ben sie fuchen wollen. Nein, wie toman- j tisck!" fiel Fiore mit leuchtenden Augen ein, aus denen der Ausdruck bet Beunruhigung vollständig verschwunden war. „Hat — doch nein, ich will nichts fragen, j- And mich mit dem begnügen, was Sie mir zu sagen ffür gut halten. Nun, wenn es einen verborgenen i Ausgang hier gibt, dann muß er der Tür zur Stanko bei* Brustolini verzweifelt nabe sein, benn weit hr. gehen hatt biefe gebetmnisooe Dame nicht Zeit — kste war kaum verschwunden, da war ich schon aus vem 'Belt heraus unb in der Tür, wo sie gestanden.
Winbmüller nickte Diese Beobachtung stimmte »ganz mit bei überein, die Assunta gemacht, als |te Haft gleichzeitig mit ben Schritten Lucias bas Bei ksch winden ber Princivesia bemerkt, unb da Lucia die ^letztere beim Betreten ber Stanza bei'. Brustolini fbiidjt mehr gesehen, so konnte bet notroenbia vorban- sbene Ausgang nur dicht neben bet Tüt ober in vem ^auffällig tiefen Rahmen derselben liegen. Diese Einwägung vereinfachte natürlich die Sache insofern, als igun ein bestimmter Umkreis in oder zwischen den i Heiden Räumen in Frage kam, aber diese Vereinsamung
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Aus der Umgegend
Roth, 18. Nov. Unsere grotze Glocke, welche dem Kriege zum Opfer fiel, ist durch eine neue ersetzt worden. Am vergangenen Sonntag wurde durch einen sittlichen Gottesdienst die Glocke seiner Bestimmung übergeben. Herr Pfarrer Dilet hielt die Festpredigt und gedachte besonders der aufopfernden Tätigkeit des Ortsdieners Sauer, welcher das Geld für die Glocke zusammenbrachte. Gesangliche Darbietungen des Gesangvreins, des gemischten Chors, und musikalische Darbitungen des Posaunenchors aus Wolfshausen verschönten die Feier. Der Ortsdiener Sauer ist an einer schweren Krankheit am Sonntag Abend in der Klinik zu! Marburg gestorben. Er ist somit der erste, dem die neue Glocke zu Grabe läutet. Sauer hat seit langen Jahren die Agentur der „Oberh. Ztg." verwaltet.