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59. goto. 1924
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SreÄhspartettas der Deutschen Kolkspartei
ber-Oktober-Tagung.
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r die darauf gedrängt haben: nehmt erst an, taitn [ I wird die Atmosphäre kommen, aus der die Erfolge
kür die Zusammenstellung der Sachver, tändigenlrste 4U treffen, au» der bei Ausübung " der Völkerbunds»
dazu bereit, wenn wir die Sicherheit haben, daß wir als gleichberechtigte Großmacht eintreten. Wir fordern weiter das Recht kolonialer Betätigung in der Welt. Nicht notwendig war das Drängen der Link-> preste auf Eintritt in den Völkerbund.
Die Atmosphäre der Welt Deutschland gegenüber wird viel eher sich verbessern, wenn wir nicht im Schaugepränge demokratischer Reden, sondern um die vitalen Interessen unseres Volkes uns mit der Welt auseinandersetzen. Nationale Realpolitik, die sich nicht in Illusionen der Macht wiegt und das Gefühl nationaler IWürde nicht vermissen läßt, ist die einzige Politik, die wir machen könne n.
ist noch »u keine« endg________
gelangt. Die Debatten sind ziemlich langwirri» und dürften erst am Sonnabend sum Abschluß kommen.
<$» ist dabet icht Sache der Kommission, die Sachver» tändigen selbst zu ernennen, die am die Liste gesetzt oerden sollen, sondern nur die Kategorien und di» Zabl der Sachverständigen festzustellen. Es finb_ als» unter Berücksichtigung der für die einzelnen Länder Deutschland, Ve st erreich, Bulgarien und Ingarn in Frag« kommenden Kontrollobiekte Bor»'
soilles hat das nicht verhindert. Wir haben eine Regierung des Linksblocks unter Wirth gehabt dann kam die Entscheidung über Lberschlesien, und Katto- mitz fiel an Volon. Die damalige innerpolft' e Linksschwenkung hat also keinerlei positiven Vorteil für Deutschland gehabt. Die nationale Realpolitik ist nicht nur ein neues Schlagwort. Der Gedanke schließt in sich schon einen ganz bewußten Gegensatz, nämlich den zur Illusionspolitik. und ich fasse es als eine der Haupt- oufgoben der Gegenwart auf, das deutsche Volk aus dem Nebel der Illusionspolitik herauszureihen.
Unsere nationale Realpolitik trennt sich aber von den Illusionen der
Linken.
Diese glaubte, durch Erfüllung und politisches Wohlverhalten zur Verständigung und zur Gleichberechtigung im Völkerleben zu kommen.
Als die Reparationskommission im Herbst vor Beginn des Ruhrkampfes nach Berlin kam, da bin ich selbst in einer Be'vrech "a mit den Parteiführern für ein deutsches Rep^rationspro- gramm eingetreten, um die b.eparationsfrage nickt lediglich in das Belieben anderer zu stellen. Nach, zwei Richtungen mußte ich mich als Außenminister wehren. Die einen waren „schnell fertig mit dem Wort" von dem „zweiten Versailles" und waren s hwer zu einer anderen Anschauung zu bringen. And. es die, die es uns nicht minder schwer gemacht haben» das sind di? Leute, die immer fürchte- ten, wir kennten etwas in London verlangen, und
chläge darüber auszuarbeiten, für welche Arbeitsgebiete Sachverständige berangezogen werden sollen, d. h. i. B. für die Nachforschungen auf dem Gebiet« der Fabrikation von weittragenden Geschützen, der Kleinwaffenfabrikation, dem Schiffsbau nsw., >owi« auch die sogenante wirtschaftliche und industrielle Mobilisationen, chemische Kriegsmittel und ähnliche, di« als besondere Kategorien gelten sollen. Wen» di« Kategorien aufgestellt und die Zahl der für jene Kate> Oerie« in Frage kommenden Sachverständigen festgesetzt ist, erfolgt dann sväter die rnennung der einzelne» Persönlichkeiten. Aus der Tatsache dieser gegenwärtigen vorbereitenden Arbeiten sind jedoch aut den Zeitpunkt der Uebernahme der Militärkonrroll« durch den Völkerbund keine Schlüsse zu ziehen. Die Uebernabme hängt von dem Abschluß der gegenwärtigen Arbeiten der Militärkontrollorgane, idre« Bericht an die alliierten Regierungen und daraus er»,: folgenden etwaigen Aufforderungen dieser Regierungen c den Völkerbund ab, daß dieser auch die in de» !,.! ebenso ertrag vorgesehenen Nachforschungen Übernehmen müße. Erst dann kann der Völkerbundsra^ dessen Plan der militärischen Nachforschungen vom 17. 9 nur im Hinblick auf eine derartige Aufforderung angeordnet wurde, offiziell den Beschluß zur Uebergabe fasten, der natürlich, was den Völkerbunds- rat selbst betrifft, angesichts seiner Haltung aus der 30. Tagung nicht mehr zweifelhaft ist. Was die jroei!«, aus der agesordnung stehende Aufgabe der ständigen Militärkommission betrifft, nämlich dl« Ernennung von sechs ihrer Mitglieder In die neugeschaffene Verbindungskommission, die die frühere gemischte zeitweilige ■ Abrüstungskommission aufgesosen bat. so ist damit zu rechnen, daß ebenso wie für di« frühere gemischte zeitweilige Kommission die Militär» sachverständigen der vier ständigen Ratsmächle und evtl. Spanien und Brasilien ernannt werden.
Genf, 14. Nov. Das BölkerbundSsekre» tariat hat soeben den Ratsmitgliedern der Mitgliedstaaten des Völkerbundes die Tagesordnung für die 32. Tagung des Rats, die am 8. Dezember i« Rom stattfindet, zugestellt. Die Tagesordnung ent» hält 24 Punkte, darunter eine Anzahl wichtiger, auch Deutschland interessier ende r Fragen, von denen in erster Linie die Beschlüsse zu erwähnen sind, die der Rat in Vorbereitung der etwaigen Uebernahme des militärischen Nachforschungsrechts zu fassen hat. So hat er die Arbeite« der ständigen Militärkommission auf diesem Gebiete zu prüfen und entsprechend dem Plan vom 27. Sept, dir Präsidenten der Untersuchungskommissionen z« ernennen. Ferner hat er aufgrund dieses Plane» für den Fall, daß kein alliierter Nachbarstaat des der Nachforschung unterstehenden Landes im Rat sitzt, den Nachbarstaat zu bezeichnen, der Militärsachverständige für die Untersuchungsliste zu stellen hat. Dieser Fall trifft für Bulgarien zu, sodaß der Rat bestimmen mutz, ob Griechenland, Rumänien oder die Tschecho-Slowakei Sachverständige stellen sollen. Der Berichterstatter vor dem Rat für alle diese Fragen ist Benesch. Ferner steht auf der Tagesordnung eine Anzahl von Danziger Fragen, darunter vor allem die Ernennung des neuen Völkerbundskommissars für Danzig. Hier- über berichtet das spanische Raismitglied. Was die Saarfragen betrifft, so hat der Rat zu de« von der Reichsregierung und der Saarbevölkenlng erlassenen Protesten gegen den französischen Schulunterricht im Saargebiet, deren Behandlung von bet letzten Völkerbundstagung verschoben wurde, Stellung zu nehmen. Der Berichterstatter hierüber ist das italienische Ratsmitglied. Die vorbereitende« Arbeiten zur Abrüstungskonferenz haben dadurch, daß das sogenannte, ebenfalls in bet September- Oktober-Tagung begründete Ratskomitee, das für den 17. November einberufen war und infolge der englischen Wahlen abgesagt werden mußte, eine stark« Verzögerung erlitten, wie überhaupt eine große Beschleunigung der Vorberettungsmatznahmen nicht mehr als notwendig empfunden wird, seitdem mar an der Ratifikation der Protokolls in seiner gegen- »artigen Form allgemein zweifelt und daher mit dem Stattfinden der Abrüstungskonferenz im kommenden Sommer nicht mehr rechnet, sondern vielmehr allgemein an eine Neuprüfung des Protokolls durch die nächste Versammlung glaubt. Nichtsdestoweniger ist e» Aufgabe des Rats und anderer zuständiger Organe des Völkerbundes, die von der letzten Versammlung und dem Rat beschlossenen vorbereitenden Maßnahmen zu treffen, wie auch bat Völkerbundssekretariat bereits die notwendigen Informationen gesammelt und eine lebhafte Werbetätigkeit für das Protokoll entfaltet hat durch bl« Veröffentlichung de« einschlägigen Material» le mehreren Sprachen, darunter auch in Spanisch und Deutsch. Die anderen Fragen, die auf der Tage»- ordnung stehen, betreffen ebenfalls durchweg Au»- führungsmatznahmen zu den Beschlüssen der Septem»
Der Wahlaufruf der Deutschen Volkspartei wurde I debattelos vom Parteitag beschlossen. __________ j
Der Minister wendet sich dann der Innenpolitik ,3ii. Volksgemeinschaft bedeutet Zusammenfassung aller Parteien zur praktischen Arbeit am Staate. Wenn eine Partei in Konsequenz dieses Standpunktes die Hand der Sozialdemokratie nicht zurückgewiesen hat, konnte ebenso konsequenterweise die Hand der Deutschnationalen nicht zurückgewiesen werden, als die Deutschnationalen sich auf den Boden derselben Politik stellten.
Die Vorwürfe gegen uns werden besonders von der Demokratischen Partei erhoben. Sie lobt sich selbst, und Dernburg vergleicht die Demokraten im Reichstag mit den 300 Spartanern des Leonidas, die den Persern Widerstand geboten hatten. In gleicher Weise hätten die Demokraten im Reichstag dem Kuhhandel ein Ende bereitet. Ich glaube, daß diese Tat des demokratischen Leonidas den Vergleich mit der Geschichte nicht aushalten kann. Die Demokraten vergessen, daß ihre eigenen Vertrauensmänner, Hamm und Geßler, für die Erweiterung nach rechts waren.
Die Demokraten nennen unsere Haltung charakterlos und sie wagen nicht einzugestehen, daß ! ihre eigenen Minister dieselbe Haltung ein- cienommen haben. (Zustimmung.) Wo ist in dielen Dingen die reaktionäre Auffassung? Nun har man gesagt, ich hätte diese Politik nicht mitmachen dürfen, weil ich der Führer der großen Koalition gewesen wäre. Schon auf dem Parteitag in Hannover habe ich erklärt, daß ich gar nicht daran I e, "^ch dieser Politik der großen Koalition zu ’diamen, daß ich sie vielmehr mit vollem Bewußt- 11em vertreten höre, laß ich nicht daran denke, auf die Weggenossen, die diese Politik von sozia- I demokratischer Seite in schwerer Zeit unterstützt haben, einen Stein zu werfen. Abernichtdie MännervonrechtshabenbieseKoali- tion gestürzt, sondern die Sozial- idemokraten. Was gegenwärtig vor sich geht, war die Heranziehung der Deutschna- ti o n q I e n zu den Mittelparteien ohne die Aufgabe von Grundsätzen. Eine Antwort aus die Frage nach unserer Stellung zu den Deutschnationalen kann man erst geben, wenn wir wissen, welche Politik die neue deutsch- nationale Fraktion zu machen bereit ist.
I t Ich sehe keine einige deutschnationale Partei. Welche Richtung siegt, wissen wir noch nicht, woh aber wissen wir, daß es unser Wunsch ist, daß die Deutschnationalen den Weg der Verantwortung gehen. Wir wünschen, daß sie sich unabhängig machen von Stimmungen, die im Volke gar nicht so stark vorhanden sind, wie manche Oppositionelle glauben. Das Volk sehnt sich nach ruhiger, vernunftgemäßer Entwicklung. (Lebh. Zustimmung.) Wir sind und bleiben die alte Nationalliberale Partei, wenn auch unter anderem Namen und in neuem Gewände. Der Erb-
Deutschlandlied.
Nach einer Pause wurde das künstlerische Programm mit einer Ausführung des Rütli-Schwurs zu Ende geführt.
Der Reichsparteita«
Dortmund, 14. Uod. Unter ungeheurem An-1 drang fand heute der eigentliche ReichSpartei-I tag der Deutschen Dolkspartei im Fredenbaum statt. I Zum Vorsitzenden wurde Geheimrat Dr. Kahl ge» I wählt. Dr. Kahl stellte fest, dah der Parteitag in I voller Einheit und Geschlossenheit versammelt sei. Wir I sind entschlossen, so führte er ans. den bevorstehenden I Wahlkampf in Treue für unsere Sache und! sieghaft zu bestehen. Wir wollen appellieren von dem I mangelhaft unterrichteten Wähler vom 4. Mai an das I besser unterrichtete deutsche Volk vom 7. Dezember. I
Die sachlichen Verhandlungen wurden durch eine Rede des preußischen Landtageabgeordneten Prof. Dr. I Leidig eingeleitet, der zu dem Tema ^Nationale Realpolitik"
sprach. Der Redner streifte die preußische S ch u l - I Politik, die jetzt von Dr. B o e l i tz ganz anders I geleitet werde, als vorher von Adolf Hoffmann und I Conrad Haenisch. Um der Zukunft des Volkes, um I der Seelen der Jugend willen habe die Partei die I Koolitivnspolitik unternommen, und fest be* I gründet sei heute die christliche Volksschule. Der Red-1 ner ging dann zur Innenpolitik über und erklärtem I wir werden nicht ruhen, bis die H e r a b d rü cku n g I Preußens und der Länder durch die Weimarer! Verfassung beseitigt ist. Wir brauchen keine neue Welfenabstimmung, keinen Separatismus, der sich aus einen Rrtikel der Reichsveillassung beruft. Darum fort mit Artikel 18. der jedem preußischen Regierungsbezirk die Möglichkeit der Lostreunung von Preußen gibt. Rochdem dann die Auswertungsfrage besonders von Frau Dr. Matz behandelt worden ] war, begrüßte Dr. Kahl den inzwischen eingetroffenen Parteiführer Dr. Stresemann, dem die Versammlung stürmische Ovationen darbrachte.
Dr. Stresemann ergriff sodann das Wort:
Unser Schicksal wird durch die Außenpolitik bestimmt werden. Dr. Schacht hat von einer demokratischen Außenpolitik gesprochen. (Heiterkeit.) Ich muß es ablehnen, von demokratischer oder konservativer Außenpolitik zu sprechen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß mächtige Kräfte am Werk sind, die den Sinn dieser Reichstagswahlen darin sehen, einen deutschen Linksblock zu schaffen. Sie erwarten davon außenpolitische Vorteile. Die Erfahrungen sprechen aber dagegen. Wir haben beinahe schematisch die Grundsätze der westlichen Demokratien für Deutschland übernommen. Das Diktat von Ver-
schaftsprozeß dürfte in allen Instanzen heute wohl für die Deutsche Volkspartei entschieden werden, sofern die Demokratische Partei überhaupt noch Ansprüche erheben sollte. (Heiterkeit. Wir muffen eine bewußte liberale Partei fein, d e ben alten Grundsatz der Toleranz nicht aufgeben kann. Lassen sie uns hoffen, daß wir gestärk: hineingehen in dos Parlament: Hie gut Nationalliberal, Hie gut deutsch allewege!
Als Dr. Stresemann endete, erklärte Dr. Kahl, diese Rede habe den Höhepunkt des Parteitages gebildet. Mit Entrüstung müsse sich der Parteitag gegen das System der persönlichen Angriffe gegenüber Stresemann wenden.
Abg. Dr. Moldenha »er bat nunmehr au' die Debatte zu verzichten. Der Parteitag müf e ausklingen in einem gewaltigen Klang der Einheit und der Geschloffenheit der Partei. (Stürm. Beifallü Die Versammlung fang das Deutschlandlied.
MiWrknstM md Merbmd
Genf, 13. Nov. Dir ständige Militätkvn« trollkommisfto« bes Völkerbundes, bi» fett getzer, in Gens tagt, um den m den Rechisdeschliissen (?) übet bi« militärische« Nachforschungen vom 97, September angeorbnetrn vorbereitenden Matznabme»
«utztsein. u
i4 Stärkste Betonung des völkischen und natw- mlen Gedankens verlangen wir vor allen Dm- 5n von uns selbst. (Zustimmung.) Unser ganzes den, öffentliches und Familienleben, muß durch- I flutet fein von starken religiösen Kräften. Die pach der Revolution drohende Trennung der Kirche vom Staat und die Entfernung der «ligiösen Unterweisung aus der Schule wurden ve schwerste Gefahr gebracht haben. Schulen ohne Religionsunterricht werben me^ Urals den deutschen Geist und die deutsche Seele teffeii. Wir bekennen uns zu dem Preußentum des großen Königs von Sanssouei und des Philosophen Kant, zum Gedanken der Pflicht. Und wenn der Geist Fichtes und Steins Qanx in «ns lebt, bann wird auch der Geist der Freiheit bmincn." (Nicht endenwollender Beifall.)
Dann nahm, mit stürmischem, nicht endenwol- knbem Beifall begrüßt, R e i ch sa u ß e nm i n r- -er Dr. Str cf ernenn das Wort. Er legte feinen Ausführungen die Losung zugrunde, in Krren Zeichen der Dortmunder Parteitag stehe: ki ni g k e it u n d R e ch t u n d F r e i h e i t! Er hab hervor, es sollte nicht nötig fein, in einem Volk, das so viel Not durchgemacht habe wie das deutsche, von Einigkeit zu sprechen. Und doch fehle sie und sei überaus notwendig. Wir haben, so erklärte der Minister, nicht mehr die materielle Macht. Wir müssen sie erfetzen durch fcie ideellen Kräfte in unserem Volke. Der bedanke Partei ist ganz klein, und der Gedanke Vaterland ist ganz groß! (Stürmische Zustimmung.) Auf den Schlachtfeldern hat niemand danach gefragt, auf welchem Boden der ein ' zelne sein Heil gesucht hat. Ebenso töricht wäre es, wenn man das deutsche Volk in Klaffen ein- teileii wollte. Wir kennen keineKlassen innerhalb des deutschen Volkes, wir ftnnen nur einen Adel, das ist der Adel der Tüchtigkeit (lebhafte Zustimmung). Wir lieben das alte Deutschland, wir wollen das, was gut war im alten Deutschland, mit hiniiberneh- tten in unsere Zeit. In diesem Sinne stehen wir auch auf dem Boden einer Verständigung ber Parteien untereinander. Dazu gehört es, daß auch die Männer sich achten, die auf Anderem Wege das Ziel erreichen wollen, das deutschen Volke nützlich ist. Das bedeutet Ein Hinauswachfen über die Parteigrenze. Erst wenn das erreicht wird, dann wird die innere Kraft in uns so stark werden, daß wir mit Freude und Gewißheit in die Zukunft blicken können. Das wird uns auch dem Ausland Kgenüber die notwendige moralische Stär- ng geben.
Der Minister behandelte dann die Frage des Rechts, die besonders aktuell fei in Dortmund. Er erklärte, daß die Besetzung des Ruhr- Gebietes rechtswidrig gewefen fei und
Vaterländische Kundgebung für die besetzten Gebiete.
Dortmund, 14. Nov. Im Rahmen des 1 Reichsparteitages der Deutschen Volks- * , t e i fand hier gestern abend eine vaterlan- Ldje Kundgebung für die besetzten Gebiete statt. Dortmunds größter Saal, der Fredenbaum, der etwa 6000 Personen saßt, war schon eine Stunde »rber überfüllt und ein starkes Polizeiaufgebot fette Mühe, die gewaltige Menschenmenge, die Exh Einlaß begehrte, unter der sich auch noch Abgeordnete befanden, zurückzudränaen. Unter Hochrufen auf Dr. Stresemann und Absingen des Deutschlandliedes wartete man auf den Autzen- «inifter. Der Abgeordnete Mittelmann, der Mis einem Fenster zu der Menge sprach, konnte E, nur schwer Gehör verschaffen, da man an.
uernb nach Stresemann rief. Als der Reichs- oußenminister schließlich gegen 9 Uhr eintraf, vermochte die Polizei kaum die begeistert fabelnde Menge vom Auto zurückzudrängen. Der Saal des Fredenbaum prangte in den schwarz-weiß- teten Farben und Tannengrün. Auf breiter Eft- ade standen in Lorbeebüschen die Büsten Bis- Hordw, Bassermamis und Bennigsens. Der gemeinsame Gesang des Westfalenliedes und kunst- ierische Darbietungen des Dortmunder Männe r- «ktngnereins gingen der Rede des preußischen Mulhwminiftere Dr. Boelitz voraus. Dieser fthrte etwa folgendes ans:
Mit tiefer Bewegung, aber auch mit starkem Kto lz haben wir den Boden betreten, auf dem eg unserem Schmerz und Leid die französische Tri- felore während langer, banget Monate geweht. Und nun klingt wieder das d e u t s ch e L i e d der Freiheit hier, wo immer und alle Zeit der Freien Freieste gelebt. Da soll Dank unser Gruß sein, Dank für alles, was man hier getragen ! unb erduldet, Dank für das leuchtende Beispiel, fcs man uns allen gegeben hat. Gerade hier im «Hernals defekten Gebiet hat man erkannt, daß die Grundlagen unterer gesamten Kultur immer nur | fein können: nationales Se Ib ft bewußt« ! fein, nationales Verständnis und nationaler Wille.
s Starker nationaler Wille muß vor allem i ta der Familie gepflegt werden. Laßt die Iu- ' send leben in der warmen Luft echter Vaterlandssiebe, die sich unterscheidet von der Siedehitze chauvinistischer Phrasen. Der feste nationale Wille «mß leben in unseren Schulen und Hochschulen. Tie 9leuorbnung unseres gesamten Bildungswe- ftns ist ganz auf die Notwendigkeit gestellt, unsere Ligend mehr als bisher mitten hinein zu pellen in deutsches Leben und deutsches Be-
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sMiiM BrädEM») Obrrbeskn-Amtückes Verkündwungsblatt -esKreises Marburg
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* [teile: Nr. 55, 6d)dftleltung: Nr. 666. P.stlcheckWnt»: Nr. 5U15 Amt Frankfurt -. Mai».__________ ___
entstehe«.
I Das Drängen der Linken, die immer daß die auch jetzt weiter fortdauernde Besetzung 00^cx aa„ annehmen will und dann alles andere re ch t swi btig fei, und daß Dagegen mit aller hat nnsnichtsetngebracht.
Kraft Einspruch eingelegt werden muffe. Wir Hal- Wir stehen vor der wichtigen Entscheidung über ten unser Recht, wie es im Vertrag non «et» sailles, der fo schwere Lasten uns aufcrlegt hat Eintritt Deutschlands in den medergelegt ist, aufrecht und lasten daran nicht I Völkerbund
rütteln In dieser Beziehung gibt es für uns ße^n b{( Austastungen auseinander,
Ml"* Kompromitz Der “ J"'1’! . es können zwar sehr gewichtige Gründe gegen den nicht vergeblich Wenn uns m LondonI^gebracht werden, wir kommen ober gelang, zu erreichen die Ruhrb s tz S.,.' I nicht vorbei an den Stimmen der deutschen Minder-
horte, und die West anerkan te, tz h। heilen im Auslande, denen wir nicht nur als Rechts-
unb an der Ruhr Neickwreaie- anwalt, sondern auch als Richter zur Seite stehen
hm f ben MiilIen- Die Frage der deutschen Minderheiten ist
Männer und ^raiwn für ihre 'Denflchtum geführt eine deutsche Frage. Die große Kulturgemeinschaft
I Seefe e in es Volk es i st m eh r der Deutschen ist geblieben. Nachdem man uns zum
w e r t ak di7 Milliarden, bte in einen! Kampf! Eintritt in den Völkerbund,eingeladen hat, find wir verloren gehen. Wenn Ehrlichkeit und Solidität wieder wachsen, wie es jetzt der Fall ist, dann wirb auch wachsen bie Kraft bes brutschen Volkes von innen heraus. Wir werben wieder glauben können an ein neues Deutsch- lano bet Zukunft. Lasten Sie uns in tiefster Not unser Vaterlanb grüßen mit bem Rufe: Dentschlanb hoch?
Die Vetsamlung hatte sich erhoben, stimmte b e- geistert in bas Hoch ein und fang barauf bas