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Marburg a. 8., Freitag, »en 14. November
59. Scheg. 1924
Vas Rnbl der beatschen Matrrbeiten
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Ser Stomel um Ne Mwerwug
Zm Wahlkampf scheint immer mehr auch die Aufwertungsfrage zu einer Schlacht. Parole zu werden, nachdem der deutschr Hypo- I thekenglaubiger. und Cparschutzverband seinen Mitgliedern empfohlen hat, ihre Stimmen entweder den Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei oder dem Zentrum zu geben. Der abgewiesene Demokrat CettnÄ-urfi U1tb ^ine Gesinnungsgenossen sind darob sehr betrübt und suchen jetzt noch durch dick- gedruckte Erklärungen $u retten, was zu retten ist. I 4oei sind die Parteien überhaupt in der Lage, ob- £. "*tnb unter Berücksichtigung aller Faktoren für dre Losung der Aufwertungsfrage zu wirken? Es ist gewih richtig, daß sie Sachverständige in dieser Sache als Rerchstagskandidaten aufstellen.. Aber daneben
kommenden Personen neu zu erweitern bereit ist, mutz in ihrer Bedeutung und Wirkung hoch eingesetzt werden.
der Collazionc gekommen, und wir hatten bis zum Mittagläuten alles noch fertig gemacht."
Windmüller sah das Mädchen erstaunt an. „Aber die fremden Herrschaften sind doch gestern erst eingezogen!" sagte er langsam.
..„r."?0?061, Si9not ~ gestern," bestätigte Assunta unoeirrt.
Mit diesen Beschlüssen der ReichSregierung stehen wir vor einer neuen Etappe unserer inneren Poli- Kf‘ '?mmt e8 darauf an, daß alle schaffenden Kräfte sich zu einer gesunden und ehrlichen Wie- deraufbauarbett zusammenfinden, damit der Weg der jetzt beschritten ist, auch entschlossen weiterge- gangen werden kann.
Korpuleur ist unschön und ungesund.
_ Wir raten Ihnen in Ihrer Aontbeke 30 g c- - olnba-Kerne ,u kaufen, die unschädliche Stosse rcttzehrender Wirkmig entbatten Sicher: Einhorn.
thcfe.
(Nachdruck verboten.)
. Vas Soiojlmmet.
Venezianischer Roman
T. von Adlersfeld»Dallest r e m.
43. Fortsetzung.
„Ich sah noch Licht bei Sbr.eti Doktor dar; ich? traote er und betrat das Zimmer gefolgt von einer kleinen alteren Frau mit krausem, weißem Scheitel, eeien freundliches runzelige? Gesicht einen angenrh» men und zuverlässigen Charakter verriet. „So8t wie c e Stunde ist," subr ToR Eian fort, indem er oen Urm um die Schulter der Alten tagte, „so Mächte ich Ilmen doch deute noch unseren guten Hausgeist. un>r« ttektticheLucia. norstellen Ich habe mit ihr eöcn deR Fall meiner Schwägerin besvrochen, sie um ihre Mel» nnng befragt, und ste foll nun selbst sagen, was sie davon hält.'
«Fortsetzung folgt.!
Die vier Spieler von künstlerisch gezügeltem Temperament, technisch jeder Meister auf seinem | Instrument, zeigten sich bei Vermeidung jeder vir- ttlosenhaften Spitzfindigkeit als eine musikalisch« Wert, die mit fein ansgepräg. tem Mitgefühl, starker Gestaltungskraft und Dekla» marron bester Einfühlung das Werk mit sicherem musikalischem Verständnis für das unkonventionelle We,en des Komponisten zu einer Ausführung präg, ten, die dem vielleicht nicht in Allem verstandenen Kammerstück sicherlich doch viele Freunde ae- Wonnen hat. “
Das deutsche Volk ist ein Volk der Zerstreuung geworden. Die Friedensdiktate, die unter dem Zeichen des Selbstbestimmungsrechtes der Nationen standen, haben zu den, Ergebnis geführt, bah heute erheblich «ehe unterdrückte Minderheiten, die einem Fremden -feindlich gesinnten Staatsvolke Preisgegeben sind, in Europa leben als es vor dem Kriege der Fall gewesen Ist. Hinzu kommt, dah sich auch wertgemäh, nicht nur der Zahl nach, das Derhäl-nis ungünstig verschoben ^hat. Während vor dem Kriege die fremdstämmigen Devölkerungsteile fast durchweg sich unter der Leitung eines kulturell höherstehenden Staatsvolkes befanden.! Ist heute das Gegenteil der Fall. Am tragischsten ist das Schicksal der dielen Millionen von Deutschen, die zum Teil schutzlos, Nationen Preisgegeben sind, deren I ktülurelle Unterlegenheit und teilweise auch geringere Wirtschaftliche Begabung den Hast gegen die »Fremden" I »och mehr aufstachelt. Deutsche Minderheiten leben I in geschlossener, zum Teil geschichtlich viele Iahrhun- derie zurückreichender Siedlung in Polen, in Groh-1 xumänien, in der Tschechoslowakei, in Italien in Ungarn, in Südflawien, in Rußland, in den baltischen Staaten und endlich in Dänemark und Slfah-Lothringer tat Frankreich. Das Schicksal dieser Minderheiten ist, Maturlich ht verschiedenen Abschattungen, fast überall . elner Minderheit. Alle Nationalitäten-Staaken versuchen nach auhen hin den Eindruck eine- Natio- Nalstaates zu erwecken und empfinden die nationale Minderheit als Fremdkörper, der in irgend einer :Ewr:n ausgeschieden oder angeglichen werden muh. I
ES liegt nahe, dah die Vertreter der verschiedenen Minderheiten bas Bedürfnis fühlen, untereinander ^e Erfahrungen mit ihren Wirtsvölkern auszutau- fchen und von einander zu lernen. Diesem Zwecke dien le» Zusammenkünfte, die vor einiger Zeit in Wien.
*» Berlin stattfanden. Bei der Beurteilung 'Veser Zusammenkünfte ist von vornherein der Ge- ’danke» auszuschalten, als handele es sich um politisch irrenden tisch« Derschwörungen. Die Deutschtumsver- freier aus den verschiedenen Nvtgebieten erstreben »ichls anderes als die im Rahmen des jeweiligen Stao-! tes durchaus denkbare Wahrung ihrer angestammten j ten Bolksart. In den Dölkerbundsbestimmungen, auf dre sich rechtlich die meisten Minderheiten in irgend «tner Form stützen können, ist den Minderheiten in den Meugegründeten Staaten das Recht auf Eigententwicke- zugestanden. Allerdings werden die Südtiroler fr Italien und die Elsaß-Lothringer in Frankreich von I diesen Bestimmungen nicht einbegriffen. Letztere führen dtsher überhaupt noch keinen bewußten Kampf um ihr Rationale« Sonderdasein. Italien hat ausdrücklichge- vas aufs niederträchtigste gebrochene Versprechen der ftmturautonomie für Südtirol eine Befreiung von den I kVölkerbundsbestirnmungen erhalten. I
tung ufto sollte in den deutschen Gebieten selbstver-I standticy sich den Bedürfnissen der Bevölkerung anpas- I sen. ^Gerade das Gegenteil ist in fast allen Ländern
ce/"rr '®enn man Eine Stufenleiter der Dedrückunq I aufftellen wollte, so müßte man etwa hinter Elsah- Lothrmgen, Sudtirol. Polen, die Tschechoslowakei. Ungarn, Sudslawien. folgen lassen. Verhältnismäßig am ?"^ten fortgeschritten 'st daS Minderheitenrecht in Öen baltischen Staaten, in denen die Deutschen auf dem Wege zu einer Kulturautvnomie sind
$ Windmüller zweifelte zwar nicht daran, aber . , Uebereinstimmung dieser Ansicht ttöstete ihn »lcht über das Bewußtsein, daß eS in der Tat eine verdonnerte Gesichte war.
„Können Sie mir die Assunta mit irgendeinem «uftrag schicken, sodaß sie nicht merkt, daß ich mit lhr reden will?" fragte er nach einer Pause. „Ich Möchte gern noch ein paar Fragen an sie stellen, £&et es ist notwendig, daß sie nicht zu mir kommt. Ale Frau Marchesa hat mir Ihre Mithilfe zuge- zrchert, lieber Herr Majordomo, und sie sehen, daß
sehr damit rechne." j
» »Sie können in jeder Beziehung auf mich zäh- jtn, was die Interessen der Familie anbetrifft", jmiberte Sebastiano mit Würde. „Die Assunta Mnn Ihnen eine Flasche Wasser bringen, Signor,
I“ nicht schon im Bett liegt. Das fällt _>wso weniger auf, al» sie ja den Dienst bei Zh- “n yttt. — |
■ I gcßcffen hätte. E» wurde aber auch nicht mehr davon I denn '' c,efc pPt “us dem Saus gekommen sein konnte, . Sebafhano wollte nicht, daß darüber ee» I rratfcht wurde. Und dann waren ja die Fremden n».
Uber tue wir genug »u reden hatten. Da I^>«! mT .6ebarte es für dich und wenn dich einer I fragt, dann sag s nur ruhig '
I ^^unta mit ihrer verheißenenBelohnunz
I »bt abgezogen war, blieb Windmüller nachdenk. °uf feinem Platze sieben. um den nächsten Schritt I •'c,e Principessa also war wirklich im
äÄ x £ Lucta wußte vermutlich darum - voraus.
?ubsage der Asiunta der Wahrbeit ent- Die Erzählung war ja eine ganz natürliche oe- I ivesen, aber sie batte auch ihre Reserven in sich getragen, ""d ^war lag iur Windmüller der vaken dariir,daß i as Mädchen die Lache für sich behalten und nicht mit den anderen Dienstboten besvrochen hatte, roas nach dem I Aufsehen, welches bas noch unaufgeklärte Verschon n- iinne^»ÄnM^*Croe^° J,“9 ,be!n Hause gemacht, emrach unverstandl-ch war. Windmuller hatte Asiunta, wä£ e»i> sie redete scharf beobachtet, und ein gewisser un. steter Ausdruck tn ihren Äugen war ihm nicht ent» gangen. Die Erklärung, warum sie, nachdem sie die Princivesia gesehen haben wollte, sogar der Lucia gegenüber geschwiegen, war ungenügend, nachdem Se» dastiano der Asiunta das Zeugnis ausgestellt dog ft« nicht schweigen könnte.
«Weuer ist nichts, Signor. Ich fragte die Lucia aber, ob nicht jemand im Nebenzimmer gewesen wäre, als sie durchkam — es wäre mir so gewesen c!ä ob ich jemand gehört hätte. Sie halt eaber nie- manb gesehen und ging sogar noch einmal zurück, um nachzuschauen. Es war aber niemand da."
„Haben Sie der Lucia denn nicht gesagt, daß Sie! dre Fran Principessa gesehen hätten?" fragte Dr. Ä5mdmüller nach einer Pause. |
„Ah — wo werde ich!" erwiderte Assunta. „Ich hatte gar keine Lust, wieder zum Dienst bei ihr befohlen »n werden! Nichts macht man ihr recht, unb dann hat sie mich auch ein Trampeltier genannt — danke schön!"
"sten Abonnements-Konzert In die» ' QuartJ«"^ ***** k man ba5 Kölner „Prtsca. m, c^Err "Nd Frau Schulze-Prisca, E. I Kramk, Mischa Schneider vom Frankfurter Lan- s zewskiquartet (Cello anstelle von E. Berrens) ae« Wonnen, dessen von echt kanstlerischem Geiste ae« Ausführungen aus älteren und neuzeft- I Werken eme Fülle von Anregungen boten, fäMftMtmhCr a2.ACtt erforderten und die Aufnahme- ^ gkeit der Hörer (namentlich zu Anfang) aufs ;^Qnft,anntCn- ~ Zur Einleitung wurde ba« Stre^quartett G-Moll von Ewald Straesser Kreis ow ^ Phöben. Er gehört einem kleinen hnr Ln Ät>ln*c Konservatorium gebildeter Kom- ?»ou'strn Ml, dessen Kammermusik einer Weiterent. nönÄ ®rQ^fdjett klassischen Geistes durch har« ^»«e^^Elzung mit der modernen Neu« r ,fünbect Die durch kluge Form gebändigte rhythmische, harmonische Kraft, Geist “nb, fische der Empfindung, innerlich bereichert uurch jene moderne Fortentwicklung der älteren Me- ”biJ *?. "wdernen Geist, wie auch dem Werk« liÄ- ’ keine Aufmachung und schöne klang» liche Wirkungen eigen sind. Den Eindruck der Kompositloii verstärkten nahezu orchestrale Wir« !kungen, die Strasser durch unerhörte Zumutu^en an. b'r Einzelnen Instrumente hervorruft, wie vor- nehn'l.ch nil letzten Satze. Bei Entwicklung bet ? .'"bE nut tyren sprunghaften, ja schroffen und hastigen Kadenzbllbung hält er beim erstmaligen Vören schwer, ben musikalischen Fäden der Ideen« ^^sieluug standig zu folgen, wogegen sich bet $ Oßoeo, ma congran passione) durch {«in« nielobn$e Smie dem Durchschnittsempfinden und ungeübten Ohr einprägsamer mitteilte.
folgenden, Haydn von Mozart gewidmeter G-Dur-Quartett offenbart sich Mozart eben. ®UJ>er Schüler wie zugleich als Borgäuger Haydns. Mit vollem Ernst und liebevoller Hin- gäbe vermittelt uns die Gemeinschaft den Reich, tum und die Mannigfaltigkeit der Erfindung, gaben 9l^ance: ?®onnc und Tiefe des musikalschen Ausdrucks, spielten das Menuett mit Anmut und
i Rnb ®01 allem die juristischen und die Finanzkreis« unbedingt zur Mitarbeit nötig. So ist dieser Tage die „Juristische Arbeitsgemeinschaft für Ees-ü, gebungsfragen", der fast alle großen Juristenver. bände angehören, mit Leitsätzen zur Aufwertunqs. frage vor die Oeffentlichkeit getreten, die sich von je, kalten" ^'^^ Interessenvertretung sorgsam fern, 5-, ■ kks soll zunächst die Bevorzugung des tuna^rntt-Ä?' ber bisher zu keiner Höherbe,ver, o. S/* 1 *' m“T- Weiter soll die Berzin, s u n g der aufgewerteten Hypotheken über die bis, £ Ö%«C SnC„L?inS?e?i’,aus angeordnet wer. oen Es soll nicht mehr der D o l l a r k u r s fon. der der I n d ex für die Berechnung des Geldwertes f.^zlaa, fn t,..„ je*, l stnd die Vorschläge in ihren Einzelheitne sehr wohl geeianct z^ermLasi^-n^ schwierigen Aufwertungsproblems auf ^.n- Der Reichsfinanznnnisier hat aber ffnrirf«>niu»fUn^hFj1 ,^ichstag verwiesen, dem die Entscheidung Vorbehalten bleibt.
l rin» Schtz, Sauet «Nerz
Da» Ziel aller Minderheiten ist die staatlich fest« gelegte nationale Selbstbestimmung in allen Kultur« belangen. Schon der Begriff .Minderheit" hat in diesem Sinne etwas einschränkendes. Nicht ein Min« derhe'ttenrecht. sondern ein LebenSrecht als gleichberechtigte Ration können und muffen diese Minderheiten ^erlangen. In ben meisten Herrenstaaten besteht auf bem Papier bereits ein Minderheitenrecht. öS wird «her dadurch entwertet, zum Teil in den Erfolgen sogar »s Gegenteil verkehrt, daß der Staat. daS Staatsvolk M, das ben Fremdnationen ihre Kultureinrichtungen Mva.fk und zwar in Formen, die nicht der nationalen Mbenserhaltung. sondern zum Teil ausgesprochen der Ättna tionalifierung dienen. Rumänien hat eine Schul» >febgebung geschaffen, die es durch die Form bet Dchulgestaltung, durch die Einrichtung der Lehrpläne. Aurch die Art der Prüfungen geradezu erschwert, das Die deutschstämmigen Kinder, ebenso wie die jungen j PRci.tiaren, Deutsche bleiben. Meisterhaft handhabt Pwc:- die Tschechoslowakei die Zerstörung eine- wirk-1 ^4 deutschen Schulwesen». Grundsatz der Erziehung Mißte sein, daß jedes deutsche Kind deutsche Bildung Fthält. Auch die Sprache in Oeffentlichkeit. Derwal» I
, ,:^".rt?.Qr Un^” Etn Rosazlmmer", begann Assunta bereitwillig. Ich hatte bas Bett zu Überziehen, wahrend bie Lucta drüben bas andere Schlaszimmer mit den beiden Betten herrichtete. Nun, die Krisen waren überzogen und ich legte das Laken auf, unb weil doch das Bett so breit ist, mutzte ich
fbr^ attberen Seite herum, wo die Tür zum Bad kavinett ist, nm es dort unter die Matratze i» Ueueu — man reicht mit den Armen so nicht Lb-«nd die Lucia ist schrecklich, wenn man mffyt a?(ev ganz g.-nau macht. Das ist sie, Signor, Ste glauben nichr, wie sie ein.'m auf di- Finger steht! Erst heute hat sie —" u
,,«etter, weit?r!" unterbrach Windmüller den drohenden ^ettensprung.
„Also, ich geh- um da» Bett herum, bücke mich.
um das Laken unterzustccken, und auf einmal riecht 'tact und merkwürdig, genau wie das Par- süm, das die Frau Principessa gebraucht. Ich denke mir, sie hat welches auf dem Bett verschüttet, hebe Iben Kopf, sehe auf, und da stand ste leibhaf- 1 «8 tn der Tür auf der Schwelle. Sie hatte ihren I grauseibenen Reisemantel an, aber keinen Hut auf bem Kopf unb sah schrecklich blaß au», und die Himre waren ganz in Unordnung. Sie sah mich nicht an, sondern geradeaus, und wie ich so stehe und darauf warte, höre ich die Lucia durch den Saal herüberkommen. Weg war sie auf einmal, die «tau Principessa! Ich denke also, sie ist in den en ,u x. । ^aIotto zurückgetreten unb horche, ob sie mit ber
n iu haben, baß bie Lucta reden wird, aber die kam, ohne an-ubal-1 anderen Morgen Lieder ten, ohne daß ich sie auch nur flüstern gehört
1 Hütte, bis ins Rosazimmer unb fragte mich, ob ich!
I „Unb gestern haben Sie die Frau Principessa zE letzten Male gesehen?" fragte Wind- müller. „Haben Ste auch mit ihr gesprochen?" r "O^ln. machte Assunta achselzuckend. „Sie hat mchrs getagt und es ist doch nicht meine Sache, leine so große Dame anzureden!" '
~ natÜCli^ «ab Windmaller zu.
l^^Et lch meine, verstanden zu haben * '
I ttrau Principessa schon am < ' abgereift ist — nicht?" „Ja, so ists uns gesagt worden an:, I < ' — - --i-a-«—.v» mieg, oo «a
r»-“iS"w" *5 5 ’M*®s"’aMb*- *“ - “»
Btienst nicht bei ihr habe.
ü* ®‘nbl?,uIIcc überging dese Bemerkung, die frei« aelrAt "'Uwerfelhaften Ton ber Kränkung eir« 1 .ff h m Einem Blick begleitet wurde, der eme Aufforderung enthielt, sie darüber weiter zu besragen „Bule erzählen Sie mir, wie unb wo «.e bie Frau Principessa gesehen haben. Ich werde 2nb.Crn bafür »eigen", sagte er ein«
„Nun, in:t den anderen Dienstboten werden Sie aber doch wohl davon gesprochen haben?" , r,.»Ke:ile Silbe," versicherte Asiunta. wodurch sie Se- vastianos Meinung über sie unrecht gab. „Ich hätte es isiuncn, es ist wa^t, und ich weiß auch nicht, wa.um ich nichts jagte. 5d: denke es muß bie Furcht "excsr» sem. wieder den D:c:.si lei'der Fran Brinci- 0cfta.ru. oekoinmen. Jetzt wo Sic h.-.-mn SikNwr. fäat’s mir ein, daß ich eigentlich l... Tao daraus wartete, die anderen würde» es erxählcn, do» die «»rau Princwega wieder angekommen sei. Keiner bai aber em Wort davon gejagt, daß sie mit bet Herrschaft
®fe Assunta lag noch nicht im Bett, denn sie Cam* b?Ib mlt elner Platte, auf ber eine gtaidje Mineralwasser unb ein Glas standen, stellte b^" ^isch neben ben scheinbar in ein Buch Ke.ften, Windmüller und wollt esich mit einem ««nf« toleber entfernen, als er plötzlich aufsah l lehr'", sagte er freundlich. „Sie sind die
JJ,*"* wahr? Dieselbe, die bie Frau Prin- F letzten Abwesenheit hier bedient
l toa,n, „ !r 9Ut_ Dann sagen Sie mir einmal, t *°!ut unb um welche Zeit Sie sie gesehen haben." 1
I Ä Zeigefinger an bie
ft. "b 'ch'en zu überlegen. Dann schüttelte
oen Kopf. „Das kann ich nicht so genau sagkn"
£.ürtc ftc- »Es kann so zwischen 10 unb ll
K sorgens gewesen sein, als ich der Lucia half
di-kremde Herrschaft zureLn-
. 3«. sie sind am Nachmittag halb nach
I gehalter bezeichnet, so kann man biefen Maßnahmen I Rni umfo mehr zustimmen, als bie Lebenshaltungskosten * gegenüber bem Frieben, abgesehen von den Mieten
Ü K.6ercmbem Friedensstand sich bewegen. Aber auch die Mieten haben ja bie--Tendenz, weiter »u steigen unb sich bem IVOprozentigen Friebensstand weiter anzugleichen, und dieser Tendenz wird man sich ja auch garnicht entgegenstellen
K‘! W«, I a t3 *“2e b.,*1 W<Äht,6 *,U'ä ,
11 '^-autrniomie heißt Selbstbestimmung ber Nation inungsnot. Diesen fteiaenben Erfordernitt-n n» Ita allen Äulturfragen. Das ist bas Ziel, bem alle gentiber wird ab ’ uj n “S d LLtfchen ‘"«“bT i6rer 6bi6e bi» b-drückten nung getragen werden müsien ^^kanft-n Rech« ’ a f e Solche Maßnahmen wären einseitig politisch und
----♦----- wirtschaftlich in gleicher Weise nicht zu ertragen, 4** wenn nicht mit starken und nachhaltigen Maßnah.
Nkkslyk lui RölvÜU wen die Reichsregierung dafür Sorge tragen würde,
3« den drei Notverordnunaen bon L n „. "„“m abc,r aut? boe Preisniveau wichtigste^ ist, hat sich auf' GrundVer vom Reichsregierung S\iefer
Volk vor dem Zerstörungswerk des Währungszu- begleitet ist, dann dürfen
sammenbruchs und ber Inflation nocb im lettten! verschweigen, daß wir vor einer ganz
Augenblick zu schützen. Mit einer i/ber Finanz- h ö?u n'?"d?r^E?nkü nfte°"b t ^nn eine E r- geschichte aller Welt beispiellosen Härte und Rück- L? s AaV.,/I ü«f J,Bet gleichzeiti- sichtSlosigkeit, bie sogar bis zur Ausickaltuna an-1 V C ® r bdHung der Preise würde nichts ®e» I «-»»»,„ ba-g-rNch-, greietilen. ,» fei?» „»»Ich-, Wl-d-,b,,l„„ eine« zn.
Anfang für eine SB i e b e r g e f u n b u n g und Lnnln irt ®® "I b?efet Schulbverpflich- seres gesamten Wirtschafts- unb B^olks- sto h r<tfK bandelt sich jetzt aber
lebens zu machen. Man mag über das volitiscke A und Wege zu finden, um aus diesen Urteil weiter Schichten unseres Volkes denken wie hL)Ul.lQ^e” bem ®flr9®c Ql8 Gläubiger gegenüber I man will, man wird aber nicht abstreiten können berau»zukommen. Der Beschluß, den die Reichsregie-1 daß die Tatsache ber §inna§me7nbRichtung hin jetzt faßte, kann der damaligen Entschließungen ein achtensw?tt«S Do- x"6 bolgewirkung heute noch
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«•> K? 'U.welchem die Ursachen und menen und von allen Rechtdenkenden als s-lö«.
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Sicherung der Stabilität ber Währung einerseits und zur Schäftung einer neuen Goldwährung andererseits fließenden Beträgen. Run wird bie Reichsfinanzverwaltung freier In ihren Dispositi- I onen. Sie kann bie aus bem Jnlanbe aus steuerlichen und sonstigen Erträgen fließenden Einnahmen für ben eigenen inneren Bedarf verwenden, ohne ge- zwungen zu sein, den größten Teil dieser Summen für Reparationszwecke abgeben zu müssen, unb sic Tann nunmehr auch an ben Abbau gerade derjenigen Bestimmungen herantreten, bie in ber Hauptsache aus fiskalischen Gründen seinerzeit getroffen werden mußten. Dazu gehört in erster Linie die Einstel- lung de» Beamtenabbaus, mit der in Der- binduns steht die Besserung ber Beamtengehälter. Safe ber Beamtenabbau bald zu ben überlebten Din-1 gen gehört, müssen alle biejenigen wünschen, bie über manche Erscheinungen bei ber Durchführung dieser Maßnahmen ihre Bedenken nicht verschweigen konn- ^n; ko"" nicht mehr ' geleugnet werden, daß dieser Abbau teilweise zu einer Politischen Waffe wurde und damit vielfach vergiftend wirkte. Daß ferner die Beamtengehälter durchaus un« zureichend insbesondere für die mittleren und unte« sind, kann niemand leugnen. Wenn b e Reichsregierung nun als bas Ziel einer solchen allgemeinen Ausbesserung der Beamtengehälter deren weitere Annäherung an die Friedensnominal-