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Sbeeheffifche Zeitung

Anzeiger für (das früher hirBcffftoe) Oberbe

- Amtliches SerkündigungSblatl des Kreises Marburg

engliscken Parlament eine Begegnung »wischen Herriot und Baldwin smttfinde« roerbt.

die gesamte politische Lage.

Dinghofer berichtete

!N

int Oktober des Vorjahres Zur Abwicklung des Äar-

baS ® e«

«erhandlange» zwischen Zentrum **> Vahrische» «olkSPartei.

Berlin, 11. Dov. Am 13. November werde» i» Berlin die Verhandlungen zwischen dem Zentrum und der Bayrischen BolkSpartet über «in Kompromiß t* im Wahlkampf beginnen.

fl. Berlin, 12. Rov. DerLokalanrekger" meldet, daß der au» der demokratischen Partei au», getretene Dr. Keinath von der Deutsche» BolkSpartet auf die RetchSliste gesetzt worden

Wien, 11. Nov. Heute vormittag erschien Bun­deskanzler Dr. Seipel in Begleitung eines Ob­mann»^ der Christlich-Sozialen beim Präsidenten

Ser AaoirwGkie»

Diebstahl eine» englische» Spion»?

11^Erhielt die Ermächtigung, gegebenenfaN« hin« 11 sichtlich einer weitere» Koalition Verhandlungen mit «der Christlich-sozialen Partei zu führe«.

I , Wien, 11. Rov. Der Hauptausschutz hat in feiner an bte Sitzung de» Rationalrat» sich an-

11 schließenden Sitzung mit den Stimme» der Regie­rungsparteien beschlossen, den Bundeskanzler SetpÄ zu beauftragen, dem Hauptausschuß Vorschläge Wege« der Neubildung der Regierung zu unterbreiten. Der Hauptausschuß vertagte sich darauf auf Donner»,

I tag Vormittag 10 Uhr.

I lk. Wien, 12. Rov. Die Gcneraldirektlon der Bundesbahnen geht in ihren Vorschlägen, über die «in« grundsätzliche Uebereinstimmung mit den Leweikschasts. verttetern erzielt worden war, die vor dem Ausbruch de» Streiks gemachten Zugeständnisse für dieses Jahr nicht hinaus,' erklärt sich jedoch bereit im Verlauf b«i

I kommenden Jahres in der Frage der Besoldungsreform weitere Zugeständnisse zu machen. Es werde mit Be-

I ^tbiaunB Eisenbabnerstreiks für morgen gerechnet. Der Verkehr dürfte doch vor Donnerstag früh nicht auf- genommen werden.

<ii*e Sitzung des Rationalrats.

I Wien, 11. Rod. Die mit Spannung erwarteb Sitzung des Nattonalrats nahm einen kurzen ruhige, Verlauf. Die Abgeordneten waren fast vollzählig

I erschienen. Die Ministerbank war leer. Bundes­kanzler Dr. Seipel und die übrigen Minister hatten Sitze bei ihren Parteien eingenommen. Die Tri­bünen waren überfüllt. Rach einem längeren Nach­ruf für den jüngst verstorbenen Sozialdemokraten Wiedenhöfer und die Jnpflichtnahme einiger Er- satzmänner verlas Präsident Miklas da» Schreibe» des Bundeskanzlers, in dem von der Demission der Gesamtregierung und ihrer Betrauung mit der vor­läufigen Wetterführung der Geschäfte Mitteilung ge- macht wird. Er berief darauf für heute eine halb« Stunde nach Schluß der Sitzung den Hauptausschutz, damit dieser seiner verfassungsmäßigen Pflicht ent­spreche. Der Präsident schlug, dem Wunsche der Par­teien entsprechend, die nächste Sitzung für Don­nerstag, 3 Uhr nachmittags mit der Tagesordnung vorr Bericht des Hauptausschusses. Sanneberg (Soz.) erklärte, daß die Sozialdemokraten die Absicht ge­habt hätten, den Eisenbahnerstreik im Wege einer dringenden Anfrage im Hause zur Sprach« z« bringen, aber mit Rücksicht auf die Verhandlungen, die heute mittag begonnen hätten, dies heute unter­ließen. Das Haus müsse jedoch Gelegenheit er­halten, so rasch wie möglich über di« Angelegeu- heit öffentlich zu sprechen. Die sozialdemokratisch« Partei halte es daher für zweckmäßig, datz di« Sitzung am Donnerstag bereits um 11 Uhr vormil- tag» stattfindet. Dem in dieser Sache gestellte« Antrag stimmte das Haus einstimmig zu. Damit wurde die Sitzung geschlossen.

Begegnung zwischen Herriot und Baldwin.

,'k- Paris, 12. Nov. Nach Londoner Mest

Der EisenWmrMk in SesimM I Wien, 11. Nov. Die Berhandlungen zwischen dem Präsidenten Günther und den Vertretern der Eisenbahnergewerkschaften haben um 12 Uhr mittags begonnen.

Wien, 11 .Rov. Die Berhandlungen deS Prä­sidenten Dr. Günther mit den Vertretern der Ge­werkschaften dauern an. Die Blätter erwarten einen günstigen Verlauf, machen aber darauf aufmerksam, daß die letzte Entscheidung nicht in diesen Be­sprechungen, sondern in den Versammlungen der Ge­werkschaften fallen wird. Einige Blätter drücken die! Besorgnis au», daß die Verständigung durch Tarif­erhöhungen auf Kosten des reisenden Publikums er­folge.

SnIMein entoitMl sein Stegnunm

London, 11. Nov. Lieber die Ned« Baldwins dem Suildhall-Dankett liegt folgend« ausführ­liche Fassung vor: Bei den Wahlen hab« sich Has Land für den geordneten Fortschritt und nicht für Stillstand ausgesprochen: es habe sich in entschiedener Weise gegen die Winderheitsregierung erklärt. Die Tatsache, daß er eben erst sein Amt übernommen habe, »«hindere ihn, die Lage im Innern und die außenpo- Lische Lage in der üblichen Weise zu besprechen. Der er könne mit voller Zustimmung seiner Kollegen legen, datz da» Hauptziel der britischen Negierung in »er äußeren Politik die Stabilität und die Iolgerichtigkeit fein werde. lLebhafter Beifall.) .Dir stehen zu den Friebensverträgen und wollen auf Her Grundlage dieser Verträge gute Beziehungen zu «llen Ländern pflegen. Datz diese Politik keine Politik I der 6tagn<rRo»e« ist, geht aus der von der letzten uni- «riftischen Negierung unternommenen Aktion hervor, Ke in gerader Linie zum DaweSbericht und zur Londoner Konferenz geführt hat, welche sich unter der geschickten Leitung von Mac Donald als

erfolgreich erwies. Di« Konferenz war nicht nur wertvoll in sich selbst, sondern sie hatte auch einen besonderen Charakter, da sie den Wiedereintritt der Gereinigten Staaten in die europäischen An- Mlegenheiten bedeutete. Baldwin erklärte, die Re-1 fferung würdige vollauf die besonderen Umstände, die! Ke ständige Mitwirkung Amerikas bei den europäischen I Angelegenheiten schwierig gestalteten, könne aber nicht umhin, ihre Dankbarkeit für die führende Rolle zum I Dcsdruck zu bringen, die die Bereinigten Staaten bei I den Verhandlungen in London spielten, die dem von-1 Km er Protokoll ihre Krönung fanden, und bas jetzt I «mf gutem Wege sei, durchgeführt zu werden. Dieses schr befriedigende und hoffnungsvolle Ergebnis würde I rächt ohne die staatsmännische Haltung der f r a n I »»fischen Regierung erreicht worden sein. Her-1 rio t habe sich die Dankbarkeit Europa» für feine Lo»!

. Vort», n. Nov. Das Organ Miljukow», m russischer Sprache hier erscheint, behauptet,__

nauerei über die Vorgeschichte de« Si- nowjew-Briefe» zu kenne». Danach habe schon fett längerer Zeit in Moskau ei» englischer Spi­on gelebt, der dort al» überzeugter Kommunist galt, und dem e» zufolge des erworbenen Vertrauen» gelungen war, in die meisten Ministerien Eintritt zu erlangen. Bei dieser Gelegenheit habe er zahlreiche Dokumente entwendet, zum Teil au» dem Ar­beitszimmer Trotzki». Als er den bekannten Brief Sinowjew» gefunden hatte, reiste er plötzlich nach England ab. Seine Identität wurde nach seiner Ab­reise endlich aufgedeckt: einige Geheimpolizisten wurden ihm nachgesanbt. Diese erreichten ihn in Berlin, al» er gerade das Flugzeug nach London bestieg. Sie reiften ihm dorthin nach und versuchten, der ent» entwendeten Dokumente wieder habhaft zu werden Der englische Spion hatte aber schon Gelegenheit ge­sunden, die Dokumente der Parteileitung der Konservativen zu verkaufen. Die Sowjet- regierung habe daraufhin versucht, di« Ausweisung de» Manne» zu verlangen, indem ft« ihn fälschlich verschiedener Dergehen an klagt«. Die Konservativen hatten aber mittlerweile ihren Gewährs- man bereit» in Sicherheit gebracht, da die Sowjetdetektive ihm offen nach dem Leben trachteten.

SEk« Sttt

Dk- «erkehrslsge der Reichsbahn {* Oktober.

getarnte pottN>-ye Lage. Dmghofer berichtete im Vormonat und 14 253 hierüber dem Großdeutschen Abgeordnetenverbande zu diesem Zwecke $ ereilt.

A» neuen Berhandlungen in dtr «elkerbundsrage

Qu. B e rlin, 12. Nov. Wie bereits gemel- wird die Frage des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund im Frubfahr 1925 wieder in ein akutes Stadium ein« treten. Von unterrichteter Seite erfahren wir Hrerzu, daß die Erklärungen des neuen englischen Mtmsterprastdenten Baldwin, Deutschland dürfe St!nunrßeines. Zulassungsantrages nicht langet warten lassen, tm Berliner Auswärtigen Amt ziemliche Ueberraschung hervoroerusen! Ijoben. Es verlautet, datz der deutsche Botschaf- ter ,n Dr. Sthamer, bei seinem be­vorstehenden Besuch bei Baldwin nochmals die ^rr^Ca?n<^nei^en wird, welche Haltung die eng­lische Regierung gegenüber dem im deutschen Me­morandum festgelegten Standpunkt der Reichs- regterung emnlmmt und welche Absichten England m der nächsten Zeit mit den Problemen des Völ-1 kerbundes verbindet.

WMbewesuns

Berlin, 11. Nov. 3n einer Verorfrnung be» Minister» be» Innern wird bestimmt, datz Stimmbe­rechtigte, die aus dem besetzten Gebiet (alt- und neu- besetzt eS Gebiet) ausgewiesen oder durch Mahn ahmen der Besatzungsmächte verdrängt sind, insbesondere auch Personen dieser Art, die infolge der Wohnverhältnisse dorthin noch nicht haben zurückkehren können, für die Landtagswahlen auf Antrag In da« Wählerver­zeichnis ihre« Aufenthaltsortes einzutragen sind, auch wenn sie an diesem Orte keinen Wohnsitz oder ge­wöhnlichen Aufenthalt haben.

Mussoltnt über Wut Mitt

I«. Nov. Anstelle der für gewöhnlich

| bei dem Wiederzusammentritt des Parlaments abgegebenen Regierungserklärung hielt Musso­ll i n i in einer Versammlung von Abgeordneten der Mehrheit eine Rede, in der er hinsichtlich der Lage im Innern betonte, datz die Ordnung trotz einiger im übrigen schnell beendeter Streiks, trotz einiger sporadischer Zwischenfälle und trotz des Feldzuges der Oppositionspresse nicht ernst­lich gestört worden sei. Die öffentlichen Dienst-

I Zweige seien in ihrer Tätigkeit nicht unterbrochen I worden; die Nation arbeite zähe weiter. Die I ^"üiz habe dem König den Treueid geleistet, was I eine wichtige Tatsache auf dem Wege zu einem j nfQien Zustand darstelle. Die Regierung be- arndittge, rasch ununterbrochen aus diesem Wege fortzuschreiten. Mussolini wandte sich gegen die Auslegung des WortesNormalisierung" durch leine Gegner, für die es einfach eine Minister- knse bedeute. Die Mehrheit könne nicht das Lviel der Opposition unterstützen. Die Kammer nonne und werde trotz der Manöver seiner Geg- ner arbeiten. Die Abwesenden hätten unrecht und I

I wurden unrecht bebalten, denn während sie schein­bar für die Achtung vor der Verfassung einträten, hätten sie in Wirklichkeit eine verfassungsfeind-1 ume Haltung eingenommen; sie hätten sich frei­willig isoliert. Die Mehrheit habe nicht die Pflicht, sie emzu'aden.

Rom, 11. Nov. Der Führer des extremen! Faschismus, Farinadi, hat die Leiter des Gtornale b'Italia" und desMondo" wegen be- leidrgender Artikel zum Zwei Kampf heraus­gefordert.

JR £ w - 11. Nov. Mussolini empfing gestern abend 44 Inhaber der Goldenen Tapferkeits­medaille, roeldie sich mit seiner Regierung soli­darisch erklärt hatten, und sagte ihnen, datz dieser Belchlutz zu den wichttgsten politischen Pha- sen der Woche gehören

Rom, 11. Nov. Der leitende Ausschutz der Regierungsmehrheit hat in der Kammer seine E t. t. a s s u n g eingereicht.

Krlilöt und Mäßigung verdient. Er könne sich ver- sichert halten, baß die britische Regierung fortfahren werde, ihm freundschaftlichste und stetigste Unterstützung bei der Durchführung der Polittk, die er selbst in sv weitem Maße erleichtert habe, zuteil werden lassen.

Hierauf gab der Premierminister feine bereit» ge­meldeten Aeußerungen über Deutschland, den Völker­bund, die Türkei, Arabien, Rußland und Aeghpten ab, « fuhr dann fort: die Regierung beabsichtig« da» Parlament um die baldige Genehmigung des mtt Eta« kien abgeschlossenen Vertrage» über daS Subalanb M ersuchen, wodurch sie die freundschaftlichen Dezleh- ®gen zwischen Großbritannien und Italien noch enger I« gestalten hoffe. Wa» die Lage in @6 Ina be­treffe, so werde die Regierung, wenn sich eine Gelegen-1 leit biete, die es dem auSländimchen Einfluß ermögliche, ,fi$ina zu helfen, keine Zett verlieren, sich mit den «deren Mächten zu diesem Zwecke zu beraten. Rach feDäfmung Indiens und den dortigen Streitigkeiten ßwischen den Hindu» und den Mohammedanern sagte Mldwin, die vorige Regierung habe ihr Beste» getan. M die Entschließung der britischen Reichskonferenz und der Reichswirtschaftskonferenz, di« nicht den Segen- ifanb politischer Meinungsverschiedenheit gebildet habe, I drrchzuführen. Hier gebe es aber, wie die Ereignisse I Kit der Konferenz gezeigt hätten, weitreichende po-1 sililche Fragen, die di« Dominions berührten, viel »2. die der Vorzugsbehandlung und der Verteidigung. I ök der Revision durch die neue Regierung unterzogen I werden mühten, ferner Fragen, wie die des Genfer! Protokoll«, die die Regierung im Einvernehmen I

den Dominions prüfen muffe. I

Hierauf beschäftigte sich Baldwin mit innerpoliti-1 Hm Fragen und sagte über die Lage d«S Handels,!

6 sei noch viel Grund zu ernsten Sorgen vorhanden. Per Umfang der Ausfuhr fei zwar immer noch geringer * vor dem Kriege, aber etwas höher al» vor vier öchren. Dagegen habe der Einfuhrhandel mehr oder Peniger die Vorkriegsstufe erreicht. Wegen der Höhe

ekijssHj Be Detailpreise werde eine gründliche Untersuchung

' Das Wurrwngsyroblern

, P /A* ^ov.Manchester Guardian"

SUn E.luem Leitartikel mit den innen- ^tinD?enw^oroien9he'ten bie der neuen konser- , entgeaenständen. Was die n®ertetlung der deutschen Re- PQtnszahlungen betrifft, so sei die E>er Wiedererstattung der Ruhrbesatzungskosten eine Forderung politischer hJhönton11 ^*6 5u^yn9.öißfcr Forderung würde bedeuten, daß die Gesetzlichkeit der Ruhrbesetzung zugegeben werde, bte noch im August 19-^3 von der letzten Regierung Baldwin für ungesetzlich er­klärt wurde. GsJet kaum ersichtlich, wie Cham­berlain dann nachgeben könne. . .

V« Ml Wmfto

Paris,. 11. Nov. DerRappel" schreibt zur Angelegenheit de» General» von Nathusius: Wenn r Nathusius sich in die Höhle des Löwen begeben hat, ist der Grund hierfür sehr einfach: Er glaubte sich nichts vorwerfen zu können. Man möge doch die Bevollierung von Forbach und Sieben« Hofen befragen, bie ben General kannte, und sie würde von ihm das Allerbeste sagen. Er ist mit einer Engländerin verheiratet. Seme Haltung war stets korrekt und er war der Offizier, der die meisten Beziehungen zur lothringischen Bour­geoisie unterhielt. Man hat ihn sogar zur Jagd eingeladen. Er entspricht also gar nicht dem Ty­pus des Militärs, das wir Franzosen gerne durch die französische Polizei verhaftet gesehen hätten. Was aber das Schlimmste ist, man klagt ihn nur eines einfachen Deliktes an und zudem noch auf ganz vager Grundlage. Nathusius erklärt aus­drücklich, datz er die Anklagepunkte widerlegen könnte, ja, daß es ihm ein leichtes fei, zu bewei­sen, datz er sich der Bevölkerung der besetzten Ge­biete gegenüber höflich und korrekt benommen habe. Schon heute könne man die Freisprechung des Generals erwarten. Der Artikelschreiber nennt die Verhaftung des Generals von Nathusius eine große Ungeschicklichkeit und führt sie zum Teil darauf zurück, datz man in Elsatz und Lo­thringen Präfekten und Unterpräfekten ernannt hat, die nicht ein Wort Deutsch sprechen.

Handelsvertrag zwischen Dmttschland und Japan?

Jp- L o n d o n, 12. Nov.Times" meldet aus Tokio: Nach einer amtlichen Meldung trifft Ia- L?" Vorbereitungen, um Verhandlungen mit Deutschland wegen des Abschlusses eines Handels­vertrages zu fuhren. Der Vertrag soll auf der Grundlage der Meistbegünstigung beruhen, um den gleichen Zustand wieder herzustellen, wie er vor dem Kriege bestand.

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Ae ttuM.frlmMKtt! SirfltW Berhandlungen

.. Q.Ui Berlin, 12. Nov. Wie wir von zu­ständiger Stelle erfahren, sind die deutsch, französischen Wirtschaftsverhand­lungen zwar schon sehr weit vorgeschritten, aber es muß festgestellt werden, daß eine vollständige I Einigung zwischen der deutschen und der fran­zösischen Regierung noch nicht erfolgt ist. Bei der Unterredung, die der deutsche Botschafter in Paris, Dr. v. Hoesch, mit dem französischen Ministerpräsidenten Herriot hatte, wurde lediglich der Entwurf eines Abkommens erörtert, da, die Zollbegünstigungen für eine Reihe von Export- waren enthält. Bei den weiteren Besprechungen handelt es sich aber vor allem darum, welche Gel- rungsdauer der deutsch-französische Handelsver. trag haben soll, und wieweit das Meistbegünsti-1 auf französische Ausfuhrwaren nach Deutschland angewandt werden kann. Die ent« scheidenden Verhandlungen werden wahrscheinlich

"s der kommenden Woche beginnen, nachdem der Führer der deutschen Delegation, Staatssekre- e.^ndelenburg, der Reichsregierung Be- richt erstattet haben rotrb.

Frankfurt «.Mein______________________ totoftm» »t. stell. u> 'Z«f«»d«, bei Sugebote. «Xtfc 1 T-Wt Sefa«

Berlin, 10. Nov. Heber bi« Verkehr», läge der Deutschen Reichsbahn im Ok- tob er wirb von unterrichteter Seite mitgeteilt, baß in diesem Monat zum ersten Male eine geteilter Wo- genmangel einfetzte, der hauptsächlich die Folg« bte Versorgung der Bevölkerung mtt Speisekartoffeln und die Beschaffung von KohlenvorrSten für Hausbrand und Jnbrustrie, sowie zur Bewältigung der Zucker­rübenernte ist. Gegen Ende de» Monat« trat t» bte Wagengestellung eine erhebliche Besserung wieder ein. Va$ den bisherigen Feststellungen betrug die Wagen­gestellung im Bereiche der Reichsbahngeselltchaft tm Oktober 1619826 offene und 1231 594 bedeckte Wagen, b. t eine Mehrgestellung von 26 Prozent bei offenen s und 14 Prozent bei gedeckten Wagen. Die tägllchen Leistungen tot Güterzugverkehr stiegen bi» Mitte Ok­tober von etwa 443000 Zugkilometer auf 482 000 Zugkilometer. Zur Verlobung der Kohle wurden im Oktober erheblich mehr Wagen gestellt als tot Sep­tember. 3m unbesetzten Gebiet wurden 83620 Wagen gegenüber 72704 Wagen im Vormonat und 47 715 im Oktober des Vorjahres, in Mitteldeutschland 255275 Wagen gegenüber 234 374 tm Vormonat, und 139637 im Oktober des Vorjahres, in Sachten 97 748 Wagen gegenüber 92 687 im Vormonat und 48 784 tot Oktober $reieS®re«e" meldet""' "mbiefcra' toie d'-Reue!Düngemitteto war^ein'R<ickschl^'^"v^;eichne^'^s die aetom e Auswrache über wurden insgesamt 36 266 Wagen gegenüber 55 976

smller Vertrag werde tm nächsten Januar zu Ende gehen. Wenn jedoch französische Truppe: noch ein Jahr im Ruhrgebiet blieben, so würde, die Franzosen wahrscheinlich, fall» die Engländer sich aus Köln zurückzögen, in Köln einrücken, um die französischen Truppen nicht einer Isolie- rung auszusetzen. Vielleicht könne man die Fran­zosenherauskaufen", wenn Deutschland ein ge- nilgend aünsttges Handelsabkommen mit Frank­reich abschlietze. Mangels eines solchen und jeden­falls vor einer Ausdehnung der Kölner Besetzung über den Januar hinaus sollte eine Entschei- düng des internationalen Gerichts­höfe» über bte Auslegung des Versailler Bei­trage» herbeigesuhrt werden.

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ö fh. London, 12. Nov. Baldwins Regierung ^sttzt nahezu vervollständigt worden durch Be- Kung von 26 Posten außerhalb be» Kabinetts, den bereits gemelbeten Ernennungen sind ZU erwähnen: Minister für Pensionen: Major Mm, Generalanwalt: T. Jnskip, Unterstaats- ^retär für Luftfahrt: P. Sarsoon, Zivillorb der «"niralität: Earl Stanhope. Zum Parlaments- ^glieb für bas Unterrichtsministerium wurde die siErzogin Atholl ernannt.

.London, 11. Dov. Auf dem gestrigen Guild- ^Vanfett betonte der erste Lord der Admiralität.

bgemann, in feiner Rede, die britische Flotte N'-chi der Eroberungssucht, sondern sie bezwecke

MW ^Such den Schutz de» britischen tteberseehanbels. x E ? dem da» Leben London« abhänge. und sie be-1 -^W *Btte zugleich die billigste Sicherung de» Weltfriedens. I .-Z« E®er Kriegminister Worthington Svans erklärte der britischen Landstreitkräfte, das Heer fei I 27®m Verhältnis zu den ihm obliegenden Pflichten I e» müsse daher tüchtig, gut ausgerüstet und be-1 sein, damit es an jedem Platze, der bedroht I sollte, konzentriert werden könne. Er forderte I höherer Unterstützung be» Heere» auf und bat dieI ^er Glly, alle» Mögliche zu tun, um den I ^"Entt in die Territorialarmee populär zu machen. I

* letztere fei ungfähr 20 Prozent zu schwach. | # ®it Samuel Hoare erRärte, die britische Luft-I

11 e i b i g u n g sei seit einem Jahre beträchtlich oer- «rt worben und werbe e» im nächsten Jahre noch > sein.

Varis, 12. Nov. Nacy Londoner Mel-^er^Zon^e ^lb^bisher v/rlautet w 6sU äeini¥r ^or^enbIättsr britische Regierung der Ansicht sei die fünftitoriqe

V 7^ «ach BeerUugung bet Wretzbebatte im Besetzung des Kölner @ehi^1qemä6 bem K

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