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St. 264

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Nardmg L L, evmmßM, dr» 8. RrvrmdM A. Sato. 1621

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Anzeiger für (das Mer kurüessMe) Sberße

- Amtliches MMndigimgsblatt des Kreises Marburg

Zweites Blatt

Labourpartei über 3 und die Sozialisten über

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Donald, der heute sein Amt als Premierminister niedergelegt hat, sich hauptsächlich Uterarjschen Ar­beiten widmen.

Sie zwietzrndk SoMemkmiir

Weshalb Frankreich ihren Sieg herbeisehnl.

Wahllisten des Wahlkreises Deutschen Pol a) Reichstage

Schahkanzler: Winston Churchill.

Sekretär des Innern: Sir William Joynson Hicks.

Kolonien: L. C. Amery.

Krieg: Sir Laming Wortbington Evans.

Indien: Lord Birkenhead.

Luitministerium: Sir Samuel Hoare.

Admiralität: W. C. Bridgeman.

lung nachdrücklichst gegen bl« 26 pr^entige Ättw rationSabgabe, die toon Frankreich unb England tu, hoben wirb, Stellung genommen. Die Abgabe fei ein bedeutende» Hemmnis für ben beutschen Hane' bei; sie bedeute ein« große Gefahr für bl« B««' lebung der beutschen Exporttndustrl« unb steh« mit ben Lonboner Abmachungen in Wiberspruch. Di« HanbelSkammer bittet die ReichSregierung brlngenb/ mit allen Mitteln bei ben Handelsvertragsverhand­lungen mit England und Frankreich für die Aus­hebung bee 26 Prozentigen Abgabe einzutreten.

Kirchhain, 8. Dov. In einer überfüllten Der« sammlung im DahnhofShotel sprach gestern abend Obe» bürgermeister Scheibemann au» Saffet für die Sozial­demokratische Partei. Segenredner traten nicht aus.

Staatssekretär de» Aeutzern. Da» letztgenannte l Blatt schreibt: Cwamberlain sei unter den auswär­tigen Diplomaten beliebt. Er habe sich ständig mit den Vorgängen in Frankreich und Deutschland be- faßt, wo et zum Teil seine Erziehung erhalten habe. Chamberlain habe stets Frankreich Sympathie ent. gegengebracht. Wenn London die französische For» derung nach Sicherheit unterstütze, so werde et an Schätzung gewinnen. Abet et mutz sich rasch ent» schließen, denn alle Berichte aus Paris deuten darauf hin, wenn Frankreich nicht Sicherheit von Großbritannien gegen den Ausbruch des deutschen Chauvinismus erhalten kann, sich die Blicke jenseits des Rheins richten, um mit feinem früheren Freund eine Verständigung herbeizuführen, Das Arbeiter, organDaily Herold" schreibt: Die Mitglieder bet neuen Regierung stritten sich bereits übet die Zu­sammensetzung des Kabinetts. Dies zeige, daß bie Toriesmehrheit leicht in Stücke gehen könne.

London, 7. Rov. Wie bie Abendblätter mel­den, hat Baldwin den Posten des Schatzkanzler» zu­erst n^cht Churchill, sondern Chamberlain ange­boten, der ihn aber ablehnte und hierauf den Posten als Wohlfahrtsminister erhielt. Aufsehen erregte der Umstand, daß Lord Derby nicht Mitglied de» Kabi- netteS ist. DieEvening Standard" erklärt e» al» einen ernsten Fehler, daß der Führer der Konser­vativen von Lancashire keinen Ministerposten erhielt. Von dem Blatte .Liverpool Echo" um feine An­sicht über das neue Ministerium befragt, erklärte Derby, er ziehe e» vor, seine Erklärung auf der im Dezember stattfindenden Sitzung der natio­nalen Union der konservativen Vereinigungen abzu-

Max Hölz Spltzenkanblbat.

Berlin. 7. Rov. An die Spitze der fern» m u nistischen Reichsliste wurde Max Hölz gestellt, der zur Zeit in einem sächsischen Zuchtbau» seine Strafe verbüßt.

Streseman» über bie politische Sage.

Dessau, 6. Dov. Auf Einladung der Deutschen Dolkspartet sprach heute der Reichsminister des Aus­wärtigen Dr. Stresemann in den beiden größten über­füllten Sälen der Stadt über die politische Lage. 3t einer auf ben Gedankengängen feiner Frankfurter Aus­führungen aufgebauten Rebe wandte er sich besonders gegen die Kritik, die von demokratischer Seite an seiner " Politik geübt wurde. Seit vierzehn Monaten sei da» Amt deS Außenminister» in feiner Hand. Die Politik, die von der Aufgabe des pafsiden Wider­standes über die prinzipielle Annahme des Sachver­ständigengutachtens zu den Kämpfen in London unk den Kämpfen im Reichstag um die Londoner Verein­barungen geführt habe, fei eine einzig« gerade Linie, n der niemals ein Schwanken stattgeiunden habe. Man teile feine Politik hin als eingegeben von Opportuni-- tStsrückfichten. 3n Wirklichkeit fei diese Linie der Außenpolitik erzwungen worden gegen die öffentlich« Meinung, da sich erst nach langen Kämpfen die Stott* drittelmehrheit im Reichstag für die Annahme der S«- etze ergeben habe. Soweit bie Außenpolitik Erfolge ge­habt habe, seien sie nicht zugeflosfeu durch die De- olgung der 3dee der Atmosphärenverschasfung durch Bezeugung des guten Willen», sondern auf der Grund­lage deS Prinzip» der Leistung gegen Leistung auf de» die Londoner Vereinbarungen auf gebaut feien. 3» gebe keine demokratische und keine konservative Außen­politik, sondern e» könne für jeden Außenminister nut eine Außenpolitik geben, die die LebenStntereNen de» deutschen Volkes wahren, indem sie weder von der 3t< lussion einer Macht- und Revanchepolitik noch von der Mufflon einer allgemeinen BölkerbegtückungSpo! ittk sich

geben. Er wolle jetzt schon bemerken, weder der Posten angeboten, noch einer abgelehnt worden sei.

Mac Donald wird Privatmann.

London, 7. Rod. Wie verlautet,

Janer gewannen im Repräsentantenhause «Sitze, also einen Zuwachs von 21, wodurch sie Mehrheit von 28 Stimmen erhalten haben. Senat erhöhte sich die Zahl der Sitze der publikaner von 49 auf 62.

Hitze. Die Demokraten nahmen den Republikanern vier Sitze im Repräsentantenhause ab und ver- > loten 27. Die zwei Sozialisten sind die wieder- gewählten Bietor Berger-WiSconsin und Laquar- dia-Newyork. Sie werden dem Lasoletteblock im

1. Dr. Kalle-Biebrich;

Landwirt Hepp-Seelbach (Präsident der Reichslandbundes);

Oberstudienrat Dr. Becker-Cassel;

Lokomotivführer Seibert-Frankfmck a.

Landwirt und Bürgermeister Günther- Wüst-Willenroth;

Frl. Nlebuhr-Frankfurt a. M.

Handel: Sir Philivv Lloyd Greame.

' Gesundheitsministerium: Neville Cbamber- la i n.

Sowjeimßllmd

Moskau, 7 Rov. Tschitscherin hat an alle ausländischen Regierungen Regierungen eine Notifika­tion wegen der Rechte der Sowjetunion auf die im Nördlichen Eismeer nördlich Sibirien gelegenen Inseln gerichtet. Die Notifikation erfolgte anläßlich der Ver­letzung dieser Rechte seitens einzelner Staaten und derer Angehöriger. Die Eowietregierung weist auf die Notifikation der früheren russischen Regierung vom Cevtember 1916 über die Zugehörigkeit der Polarinseln dieser Gegend zu Rußland hin und drückt die Erwar­tung aus, daß die Regierungen allen Verletzungen der souveränen Rechte der Sowjetunion auf diese Inseln vorbeugen werden. Im Falle von Verletzungen dieser Rechte wird die Sowjetunion von den Regierungen Ge­nugtuung fordern, die solche Ansprüche ungeachtet der Prinzivien des Rechts und der abgeschlossenen Verträge unterstützen oder ungestraft lassen.

st» prozeuttge Reparationsabgabe.

. 7. Rov. Die Industrie- und Han­delskammer Wiesbaden hat In einer Bollversamm-

Der Erfolg be» Dawes-Planes.

London", 7. Nov. Der vormalige Generalagent für die Reparationen, Owen Donng, erklärte gestern abend auf einem ihm zu Ehren gegebenen Festessen, seine Erfahrungen während der letzten acht Monate gäben ihm den Glauben ein, daß der Lawesplan Erfolg haben werde. Er sehe doller Hoffnung der Periode der Ruhe entgegen, In der Amerika auf irgendeine Art einen Weg zur Mitwirkung finden werde.

Krise in Sefterwich

Rücktritt der Regierung. Generalstreik der Eisenbahner. Massenflucht au» Wien.

fk. W i e n, 8. Rov. Meldung bet amtlichen Nachrichtenstelle: Dl« Verhandlungen zwischen der Bundesbahnbirektion unb ben Organisationsver- tretern würben bis 10%, Uhr abends weitergeführt. Da auch ein neuer, innerhalb des Rahmens der bis­herigen finanziellen Zugeständnisse gemachter Bor- schlag des Präsidenten Dr. Günther abgelehnt wurde, scheiterten die Verhandlungen endgiltig. Infolgedessen überreichte Präsident Dr. Günther dem Bundeskanzler sein Rücktrittsgesuch. Die Re­gierung trat nochmals zu einem Ministerrat zusam­men und unterbreitete dem Bundespräsidenten ihre Demission. Sie führt einstweilen ihre Geschäfte weiter.

Die Sohnsordernngen der Wiener «iseubahner.

Wien, 7. Rov. Zu der allgemein erwarteten Fortsetzung der Verhandlungen über die Lohnforde­rungen der Eisenbahner ist es heute vormittag nicht gekommen. Wie bie frühen Rachmittagsblätter melden, lieh nämlich Generaldirektor Günther auf eine Anfrage den Vertretern der Eifenbahnerorganifativnen mittei- len. daß er über die gestern gemachten Angebote nicht hinausgehen könne. Unter diesen Umständen verzich­teten die Vertreter der Organisationen auf ihr Er­scheinen in der Generaldirektion der Bundesbahnen und beschlossen, die schon ausgegebenen Etreikanord- nungen um 12 Ähr nachts in Kraft treten zu lassen. Zur Stunde ist noch ungewiß, ob die Verhandlungen heute nachmittag wieder auf genommen werden. Die letzte Frist, in welcher eine Widerrufung de» Streiks technisch noch möglich wäre, läuft um 6 Llhr nachmit­tag» ab. Wie der .Abend" erfährt, sanden zwischen Generaldirektor Günther und Dundeskanzler Dr. Seipel Besprechungen statt, über deren Ergebnis bisher nichts verlautet.

Ausbruch bes Eifeubahnerstreik».

fk. W i e n, 8. Nov. Infolge bes Scheiterns bet Verhanblungen zwischen ben Bundesbahnangestell- ten unb bei Bunbesbahnbirektion ist bet Eifen- bahnerftreik um 12 Uhr nachts ausgebrochen.

Masieuflucht der Fremden.

W i e n, 7. Nov. Hier hat eine Massenflucht bet Fremden eingesetzt. Die abgehenben Züge würben g e st ü r m t, ohne das annähernd alle Paffagiere mitfahren konnten. Die vornehmen Stadthotels eerten sich in ben Nachmittagsstunden, und es blie­ben nur wenig- Fremde, die über Autos verfügen, zurück.

6tWWr$ Ausweisung

Budapest, 7. Nov. Wie bereits berichtet, gedenkt der aus Ungarn ausgewiesene Schulz- Förster sich nach der Türkei zu begeben. Gegen seine Durch- bezw. Einreise werden weder von der rumänischen Regierung noch von den türkischen Behörden irgend welche Schwierigkeiten erhoben. Die Vollstreckung hat eine Verzögerung erfahren, weil zwischen den deutschen und ungartschen Stellen noch Ver­handlungen schweben, bis zu deren Ablau Schulz Im Gewahrsam der Budapester Oberstadt- hauptmannschast bleibt. Doch erwartet man hier noch im Laufe des heutigen Tages die Mit­teilung des Ministeriums des Innern, daß die Ausweisung nunmehr vorgenommen werden kann. "

Wachsende Opposition gegen ftofot

Paris, 7. Nov. Die schon angekündigte neue nationale republikanische Liga, d.h. eine Gründung gegen den Linksblock, ist nunmehr enbgülhg zustandegekommen. Das Haupt neuen Liga ist der frühere Präsident der Re- publick M i l l e r a n d, der auch zum Vorsitzenden ^es neuen Komitees gewählt wurde. Dieser ge» )°ren eine gan^e Reihe bekannter, ganz rechts­stehender Politiker an.

2)ie Liga veröffentlicht einen großen Auf - f > b.er m*t den Worten beginnt:Franzosen! Tie Folgen des Kartells der Linken machen sich überall bemerkbar." Dann wird zunächst von der äußeren Politik und ihren unheilvollen Folgen unter der Leitung des linken Regimes gesprochen. Dabei heißt es u.a.:Auf der «onftrenz von

Looliöges Wahl

' Rewhork, 7. Nov. Nach den letzten Wahl­ergebnissen erhielt Coolidge 374 Electoralstim- Igttn; außerdem hat er Aussicht auf acht weitere stimmen in Norb-Dakota unb Neu-Mexiko, wo bie ^Kühlung noch anbauert. Davis erhielt 116, Sa« Mette 13 Stimmen. Coolidge dürfte insgesamt 'etwa 15, Davis 8,5 und Lafolette 4,5 Milli­onen Stimmen erhalten haben. Abgesehen von Iowa !#nb Minnesota, wo die Senatswahl noch unent­schieden ist, erhielten die Republikaner im neuen Senat 52 Sitze, bie Demokraten 39, die Farmer« Labourpartei einen. Die Republikaner nahmen den Demokraten vier Senatssitze ab. Im neuen Re- jpräsentantenhause verfügen die Republikaner über jB46 Sitze, die Demokraten über 173, die Farmer-

London sollte das Ruhrgebiet nur nach Maß­gabe der deutschen Zahlungen geräumt werden. Das Ruhrgebiet ist aber jetzt schon aufgegeben. Alle Trümpfe, die wir in Händen hatten, haben wir aufgegeben. Alle Pfänder, um unser Gut­haben zu garantieren, sind dahin. Keine Ordnung der interalliierten Schuldenfrage. In Genua hat- ten wir ben besten Beweis unseres ehrlichen Frie- benswillens gegeben. Aber inbem wir barin em« willigten, an einer Entwaffnungskonferenz teilzu­nehmen, ohne vorher bie notwenbigen Garantien zu erhalten, haben wir Verpflichtungen auf uns genommen, bte unsere Sicherheit auf» schwerste gefährden. Die Steuern werben immer höher. Die französischen Renten geben fortwährenb nach. Die Lebensmittelteuerung nimmt Jtänbig zu. Das gesamte Wirtschaftsgebäude Frankreich» ist auf» höchste gefährdet."

b) Landtagswahlliste

1. Schulrat Schwarzhaupt- Frankfurt a.M.;

2. Landwirt Kaiser-Holzhausen iBegrünoer u.

Führer des Reichslandjugendbundes);

3. Syndikus Wolf- Cassel;

4. Frau Studienrat Froehlich- Marburg;

ii. ein Landwirt;

6. Schlossermeister Ulm- Wetzlar.

Die Wahlvorfchlüge der Deutschnattonale».

Unserer gestrigen Mitteilung über die Wahlvov» schlüge zum Reichstag tragen wir nach, baß der M 10. Stelle stehende Raine richtig heißt: Döcking. Kauf» mann in Marburg.

Saltoinf Kabinett betzüttgi

London, 7. Nov. Baldwin bat dem König die neue M i n i st e rl i st e vorgelegt. Winston Chur­chill, gegen den förmlich Sturm gelaufen wurde, bat «uf dieser Liste den wichtigen Posten des Schatz - lanzlers, während der Liebling der City, Sir Robert H o r n e, überhaupt nicht in die Regierung kommt. Es ist, wie gesagt, eine enorme lleberraschung. Ärening Standard nennt die Ministerliste einen schiech­en Anfang, der nicht nur lleberraschung, sondern auch Aeunruhigung Hervorrufe.

Das neue Ministerium wird also in seinen bauvtposten wie folgt »usammengestellt sein:

Ministerpräsident unb Erster Lord des Schatzamtes sowie Führer des Unterhauses: Stanley Baldwin.

St« «tsjekretär für Aeußeres und stellvertretender ßühre.» des Unterhauses: Austen Chamberlain. ! Lord-Siegel-Bewahrer: Lord Salisbury.

Lord-Präsident des Kronrats und Führer des Ober- ileujes: Lord Curzon.

Lordkanzler: Lord Cave.

Landwirtschaft und Fischerei: Edward Wood. U Sekretär für Schottland: Sir John Oilmour. '! Unterricht: Lord Eustace Perey.

fcj Arbeit: Sir Arthur Steel-Maitland. E Eeneralanwalt: Sir Douglas Hogg.

Der neue Außenminister Austen Chamberlain H last 62 Jahre alt, war Postminister, zweimal Kanz­ler, Sekretär für Indien und Führer des Unterhauses. 'Ei hat unter anderem auch in Berlin studiert. Winston Churchill ist 50 Jahr alt und hat mit Ausnahme des Premiervostens und des Auswärtigen Kmies schon jeden englischen Ministervosten innegehabt.

*

* ff. London, 7. Nov. Baldwins neue Regie- bMig findet in dem größten Teil der Presie eine :8finitige Aufnahme. Die Blätter begrüßten die in Zusammensetzung des Kabinetts zum Ausdruck 'tommenbe Wiedervereinigung bet konservativen witei. Es wirb betont, baß bie neue Negierung ®eii stärker fei als bie letzte Regierung Baldwins. »Daily Mail" sagt, burch ben Gedanken bet Ernen- swng eines Schatzkanzlers mit freihändlerischem Einschlag habe Baldwin sein Wahlversprechen neu efräftigt. Chamberlain als Staatssekretär bes »eußern bekäme ein neues Felb bet Tätigkeit, für «5 er besonders burch feine Erfahrungen geeignet jn. Die rabikaleDaily News" schreibt: Der Hauptzweck Baldwins war, eine starke Regierung zu Kaffen. Churchills Ernennung zum Schatzkanzler eine ausgezeichnete Wahl. Das Blatt begrüßt *uch die Ernennung von Chamberlain zum Staats- kfnzler des Aeußern. Er sei ein kompetenterMi- Jrtet und vorsichtiger Staatsmann.Westminster «azette" schreibt: Die neue Regierung stelle eine oder weniger homogene Körperschaft dar.

Telegraph" sagt: Die neue Regierung ter» ein starker Fortschritt zu sein.Daily Mail" tp« das Organ der Diehards, dieMorning Post", ^ßriiEen die Ernennung Chamberlain» zum

Man hat niemals ben Anteil zugeben wollen, ben bie Sozialbemokratie am finanziellen Ruin Deutfchlanbs hatte. Das Wunder bet Renten­mark geschah, als sieben Generäle im Ausnahme- zustano bas Reich regierten. Kriegsminister Gek» ler, bet bie Demokraten verlassen, um sich nicht mit ben Sozialisten nerbünben zu müssen, er­klärte, Deutschlanb sei nach bem Zusammenbruch ber Währung burch bie Reichswehr allein au» bem Chaos gerettet worben. Wer Deutschlanb» Auferstehung wünsche, kann nicht wünsche», baß bie Sozialbemokratie mächtig werbe. W i r wün­schen bie Auferstehung Deutschlanb» nicht unb hoffen bähet für bie nächsten beutschen Wahlen auf ben Sieg bet zet- setzenben Sozialbemokratie.

Die Pariser Zeitungen erörtern eingehenb bas Ergebnis ber amerikanischen Präsident- schaft, wählen. Die Parteien streiten sich darum, inwieweit man die englischen Kon­servativen und die ametikanischenRs- publikaner mit den französi ttonaliften und den beutschen Rechts­parteien vergleichen könne. Die französische Linke unb Rechte möchte gerne ihre innerpolitt fd)en Konsequenzen aus ber Stellungnahme bev Blätter ziehen. Hierzu bemerkte ber bekannt! Historiker Bainville:

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btt NnmyaMM zwifchm Reich md Lindem

Die Finanzrninister ber Länber traten gestern im Reichssinanzministerium zu einer Beratung zusammen, in bet zwei wichtige Fragen geklärt würben. Mehrere Sänbetregietungen hatten ge­gen bie Verorbnung be» Reichsprasibenten Pro­test erhoben, in bem btefer auf ©tunb be» Art. 48 der Reichsverfassung, also mit oer Segrünbungbet Gefährbung ber Sicherheit bes Reiches, bie Auf­nahme von Anleihen burch Länber und Gemein­den ohne Zustimmung des Reichsfi- nanzministers verboten hat. Die Reichs­regierung vertritt bie Ansicht, baß burch bas um­fangreiche Anleihegeschäft von Lanbem unb Ge­meinden bie Festigkeit ber beutschen Wäh­rung gefährbet unb roieber Unorbnung inbieFinanzenbe» Reiche» unb ber Länber gebracht wirb.

Ferner brachten bte Finanzminister bie Rück- Wirkungen ber von ber Reichsregierung ge­planten Steuerermäßigungen auf ben EtatberLänberzur Sprache. Im befonberen haben sich in ben letzten Besprechungen über biefe Frage bie preußische unb Württemberg gische Regierung gegen bie Steuerer­mäßigungen ausgesprochen, wenn bavon bie Besttmmungen über ben Finanzausgleich zwi­schen Reich unb Länber betroffen werben sollen.

Berlin, . Rov. Zn der Besprechung der Finanzminister der Länder, di« heute im Reichsfi­nanzministerium flattfanb, wurde nach eingehenden Beratungen ein Ausschuß zur Ausarbeitung von Richtlinien für die Aufnahme von auswärtigen An­leihen durch die Länder und Gemeinden gewählt. Der Ausschuß setzt sich aus Vertretern be» Reiches, ber Reichsbank, von Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Hamburg unb Bremen zusammen. Die Beratungen über di« geplanten Eteuermilderungen werden morgen Bormittag fortgesetzt.

Die Neugestaltung be» Lohnsteuersystems.

S e t Ii n, 7. Nov. Der Deutsche Eewerkschafts- liunb hat an den Reichsfinanzminister das drin­gende Ersuchen gerichtet, anläßlich der bevorstehen­den Aenderung gewisser Cteuertarife auch die N e u« gestaltungdersteuerfreienAbzügeim Lohnsteuerverfahren nach der Richtung herbeizuführen, daß bet Werbungskostensatz von 50 auf 75 M. heraufgesetzt und die zehnprozen­tigen KinderabzLge derart erhöht werden, daß bei vier Kindern und einem monatlichen Arbeitsein­kommen von 150 «Al keine Abzüge vorgenommen werden.

eu, Dierhehifche Zeitung" erscheint srchrmal wöchentlich. kejugsprei» »«natlich r Mark aurfchliehlich Zustellunqsq*- Der Unjelaenprei, beträgt fit de« 10 gesp. Zeilenmillimeter 0.08 Sold mark. Amtlich« »ad «»«märtiae Aazetg« 0,10 Mb«

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m Tu. T. Hltzeroth.Druck derllnio.-Buchdruckeret v»n Jod. Äug. Koch, Martt 21/23. Fernspr. 55, Postscheckkoni»: Kt.501» Jeder Rabatt gilt al, Barrabatt und verfällt, wenn die Zahlung später »l» 5 Tage erfolgt Belege xtHl berechnet,

Amt Frankfurt e. Main. edens» «nstnnft durch die «eschäftestelle und Znleudung der Angebot«, krsällnngeort Marburg, 1 S.«9tt s= *|e Md

iSiepräsentantenhause angehören. Die 'baten der Farmer-Labourpartei wurden igreßdistrikten von Minnesota gewählt, ,publikaner einen Sitz verloren.

i Washington, 7. Nov. Die