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Rk. 259

Marburg a. L, Montag, -en z. November

59. zabrg. m

***** W (das früher kurWMe) SberbeAn - Amtliches BerkimdlgmWSlatt des Kreltzs Marburg

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©le Wahl, die wieder einmal den mit außerordent­lich großen Machtbefugnissen auSgestatteten Präsiden­tenstuhl der Vereinigten Staaten besehen soll, steht un­mittelbar vor der Tür. Zum ersten Male treten drei Kandidaten vor die Wählerschaft hin und eS läßt sich nicht bestreiten, bah der Führer der dritten Partei, der Progressisten. Senator La Follette, nicht von vorn- herein als so völlig aussichtslos betrachtet worden ist. wie eS angesichts des Machtapparates der beiden sich' in der Herrschaft ablösenden großen Parteien, der De­mokraten und Republikaner, den Anschein haben könnte. Es hot sich in den breiten Massen des amerikanischen Volkes eine starke Unzufriedenheit mit den Führern der alten Parteien herausgebildet, deren politischer Wesensunterschied nicht gerade sehr groß ist, die sich

aber völlig gleich find in der Belastung mit unwürdigen Kvrruptionsangelegenheiten mannigfaltigster Art. Fer- ner hat La Follette weite Kreiie der Farmerfchaft für sich, die sich angesichts der Unmöglichkeit der Derwer- tung ihrer Produkte durch den Export der Hoffnung hingeben, bah La Follette, seinen Versprechungen und seiner tatsächlichen Einstellung zufolge, den Versuch machen würde, den europäischen Markt wieder durch Milderung der drückendsten Friedensbestimmungen für die amerikanischen Produkte zu öffnen. In der lehten Zeit haben sich die Aussichten La FoletteS aber be-

Gemeinteratswahlen zeigen, daß die Arbeiterpartei *tte" Erfolg zu verzeichnen hat, obgleich st« nahezu 100 Kandidat«, mehr aufgestellt hatte al, die an. deren Parteien.

fk. London, 8. Nov. Bei den am Sonntag ftatt» gefundenen Reichegemeindewablen, mit Ausnahme von London, gewannen die Konservativen 50 Sitz, und ver. lorenen 42, die Liberalen gewannen 18 und verloren i?' <!e, Arbeiterpartei gewann 51 und verlor 31, die Unabhängigen gewannen 14 und verloren 18.

Set ter tnlemlliierlkn BtsatzungS- Konsum-

I nchen, 2. Nov. Der Landesausschuß der Bayrischen Bolkspartet befaßte sich heute mit dem Ergebnis der Verhandlungen, die am 28. Oktober m Berlin zwischen Vertretern der Bayrischen VolkS- partei und der Zentrumspartet zur Herstellung eine» I ®ur9frteben8 für die Wahlen stattgefunden haben. Der Landesausschuß beschloß, das vom Vorstand der Zentrumspartet unterbreitete Wahlabkommen für un­durchführbar zu erklären. Er bedauerte die Ab­lehnung seine» eigenen Vorschlages und lehnte die Verantwortung für die Folgen ab. Der Landes- ausschuß bleibt bet seinem Vorschlag, im bevor- stehenden Wahlkampf Bayern einschließlich der Pfalz der Bayrischen Bolkspartet, das übrige Deutschland aber dem Zentrum zu überlassen. Seitens der Par­teileitung der Bayrischen Volkspartei soll mit der Leitung der Zentrumspartei in diesem Sinne in Ver­bindung getreten werden. Bet den Verhandlungen am 28. Oktober erklärte der Vorstand de» Zentrums ich wohl bereit, auf jede Beteiligung an den Wahlen im rechtsrheinischen Bavern zu verzichten; dagegen verlangte das Zentrum für die Rhetnpfalz ein Kom­promiß dahingehend, daß Bayrische Volkspartei und Zentrum dort eine gemeinsame Liste aufstellen sollen mit dem Kandidaten der Bayrischen Volkspartei an der Spitze und dem Kandidaten des Zentrums an zweiter Stelle. Außerdem sollte die Wahlliste der Pfalz mit der Reichsliste des Zentrums verbunden werden und damit die Reststimmen dem Zentrum zugute kommen.

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Keine Heraufsetzung de, Wahlalter, »..Kürzlich ging durch di- Presse die Nachricht, daß das Wahlalter aus 25 Jahre und die Wählbarkeit auf 30 Jahre heraufgeseht werden soll. Bei dieser Nachricht tändelt es sich um einen Antrag in diesem Sinne, ter oon Bayern gestellt ist. Ob und wie er behandelt wer­den wird, steht noch dabin. Für die kommenden Wah­len am 7. Dezember bleibt aber alles beim Alten.

Zu Freitag abend hatte die Kommunistische Par­tei eine große Anzahl ihrer Funktionäre mit einem geheimen Rundschreiben zu einer Bersammluns in da» Lokal Wald, Pflugstr. 13, eingeladen, Die Kriminalpolei erhielt rechtzeitig Kennt» ni» von dieser Veranstaltung, ließ die ganze Gegend durch zahlreiche Beamte überwachen. Nachdem dis ganze Gesellschaft beisammen war, drang di« polr» tische Polizei überraschend in den Versammlungs­raum ein. In einem Hinterztmmer des Lokals waren

über 4 0 Kommunisten versammelt. Diese waren beim Erscheinen der Beamten zunächst ent­setzt, daß ihre Geheimverhandlung von der Polizei aufgespürt worden war. Im nächsten Augenblick sprangen alle von ihren Plätzen und suchten sich gegen die Polizei zu verteidigen und eine Gelegen­heit zur Flucht zu gewinnen. Al» sie jedoch bU Unmöglichkeit ihres Entweichens einsahen, ergäbe, sie sich in ihr Schicksal. 43 Personen wurden feftgei nommen und nach dem Polizeipräsidium gebracht.

Im Laufe der Nacht und des gestrigen Vor­mittags wurden dann in den Wohnungen der Ver­hafteten und auch an anderen Stellen, deren Adres­sen die Polizei gefunden hatte, Durchsuchungen dor­

genommen. Diese hatten ein überraschendes Er­gebnis. In Friedrichshagen bei Berlin und k» Friedenau wurden große Mengen Waffen entdeckt und beschlagnahmt. Des weiteren wurden bei dieser Gelegenheit auch zahlreiche Sprengkörper allergefährlichster Art gefunden, bii von den Kommunisten massenweise hergestellt wor­den sind. Es handelt sich fast um dieselben Vom- ben, die die Kommunisten in Potsdam verwende, wollten und von denen erst vor einigen Tagen, wi« bereits gemeldet, eine größere Menge in die Hände der Polizei fiel.

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Qu. Berlin, 8. Nov. In den Kreisen der NeichS- regierung erwartet man, daß auf der bevorstehenden Konferenz der alliierten Besatzungsmächte über die Räumung der Kölner Zone entscheiden soll, «ich die Frage derAbkürzungderRäumungs- fristen für baS Ruhrgebiet zur Erörterung gelangen wird. Die Zurückziehung der militärischen Besatzung «rS der Kölner Zone würde zum mindeste« die Not­wendigkeit ergeben, auch weitere RäumungSmaßnahmen tm besetzten Ruhrgebiet vorzunehmen, da im Falle einer Räumung Kölns der Zusammenhang deS altbe»! fetzten Gebiets mit dem okkupierten Ruhrrevier völlig gebrochen und damit die Voraussetzung für eine wei­tere Besetzthaltung be« Ruhrgebiet« wesentlich et- to toert werde.

Nach Beendigung de» JiumunitätSvett-altnisse» infolge der Reichstagsauslösung sind kommunistische Abgeordnete in Massen aus die Fahndungsliste bei Polizei gesetzt worben. Die Verhaftung von teer 44 Kommunistenführern anläßlich einer geheimen Ver­sammlung auf Grunb einer Denunziation ,« di« politische Abteilung deS Polizeipräsidium« deutet darauf hin, daß die illegal, Organisation, der dis Aufmerksamkeit der Polizei gilt, sich in e'-n-m Zu­stande der Zersetzung befindet. Ist die An-.-ae doch durch einen Eilbrief erfolgt, der eine Ork;inaktiv ladung zu dieser Besprechung enthielt. Da» Er­gebnis der Verhaftungen »nd der an sie sich an­schließenden Haussuchungen förderte denn auch ein« Fülle belastenden Materials, Mengen von Waffen und gefährlichen Sprengkörpern, zu Tage. Auch di« Kommunisten dürften allmählich zu der Erkenntet« kommen, daß unter den augenblicklichen Verhält- nissen ihre auf gewaltsamen Nmsturz hinzielend« -Geheimtätigkeit völlig aussichtslos ist und ihre, Sache erheblich mehr schadet als nützt. Daß glei.h. zeitig auch Verhaftungen in Kreisen der svgenann- ten Großdeutschen Volksgemeinschaft vorgenommen worden sind, dürfte dem etwa» lächerlich wirken­den Bestreben einerGerechtigkeit" nach beiden Set­ten hin entspringen, die tn WtrNlchkeit ein «erlassen des Rechtsboden» bedeutet. Ist es doch nicht da» erste Mal, daß polizeiliche Aktionen größeren Etile» nach beiden Seiten hin" vorgenommen worden $Ub. Die sogenannteGroßdeutsche Volksgemeinschaft" ist eine Berliner Flltalgründung der unter Führung Streichers und Essers in Bayern durchgeführte Ab­splitterung von der nationalsozialistischen Frei­heitsbewegung. In Norddeutschland wenigstent dürfte diese Bewegung nicht über so starke Kräftt verfügen, daß sie da» starke polizeiliche Interesse für sie rechtfertigt.

entenv verschlechtert. Die große unter be« Einflust der Kapitalsinteressen stehende Presse hat einen wüsten Verleumdungs- und Propagandaseldzug gegen La Fo» kette und dem Führer sozialistischer Gruppen, Herrn Gompers .gepflogenen Verhandlungen. Anfänglich hieß eS. die Verhandlungen hätten dazu geführt, baß Gom­pers die Kandidatur La Follette« ermpfohlen habe. Diese Meldung wurde zu einer verstärkten Propaganda im obengenannten Sinne auSgenutzt. Dann hieß e« die Verhandlungen hätten sich wieder zerschlagen, und neuerdings sind wieder gegenteilige Meldungen aufge­taucht. Die in dieser Beziehung untereinander und mit den großkapitalistischen Drahtziehern in enger Füh­lung stehenden Gegner La Follette« haben e« also er­reicht. daß eine völlige Verwirrung der Anschauungen eingetreten ist. In wieweit Gomper«, der ja ein etwa« eigenartiger .Sozialist" ist. und dessen Beziehungen zu * Kreisen auch bekannt sind, bewußt

an dieser Verwirrung der Stimmung beteiligt ist. läßt Nch natürlich im Augenblick schwer feststellen. Eine Sensation in letzter Stunde war die Enthüllung der Etnkvmmensteuerlisten, die auf einem mit Hilfe La Fol» letteS durchgebrachten Kongrehbeschluß zurückzuführen ist. Es stellte sich heraus, daß die Morgans, Rock- fellers usw. in der Bezifferung ihres Einkommens recht bescheiden gewesen waren. Andererseits läuft nun wieder der La Follette feindliche Teil der Presse gegen die Entschleierung der Steuergeheimnisse Sturm. Wie die Dinge augenblicklich liegen, dürfte Eoolidge die meisten Aussichten haben, wieder gewählt zu Werben. La Follettes Aussichten liegen im Nebel der Zukunft.

Berlin, 1. Nov. Der FraktionSvorstand der ehemaligen kommunistischen ReichStag»- fraktion hat in einem Briefe an den Reichstags- Präsidenten diesen unter Berufung darauf, daß nach Auflösung des Reichstages laut Reichsverfassung der Auswärtige Ausschuß und der UeberwachungSaus- schuß des Reichstages weiterbesteheil und unter dem Hinweis darauf, daß der Untersuchungsrichter des StaatsgerlchtshofeS Haftbefehle gegen sämtliche kom- munlstlschen Mitglieder dieser Ausschüsse erließ, er­sucht, sofort alle Schritte zu unternehmen, um die m m u n i t ä t der betreffenden Mitglieder und Ab- geordneten ficherzustelleu und ihnen somit die Mög­lichkeit zu verschaffen, die kommunistische Partei in bfL Be«rre «Cn^en Ausschüssen zu vertreten. Die gleiche Aufforderung hat der FraktionSvorstand der E^maligen kommunistischen R-ichstagsfraktion an den Vorsitzenden de» UeberwachungsauSschusse» und richtet" ®Dr^enI)en beä Auswärtigen Ausschusses ge-

I ll« die Wahlireiheit i« besetzten Gebiet.

I £$-u Parkin, 3. Nov. Wie wir hören, kann damit gerechnet werden, daß bei den diesmaligen Reichstdas- wablen m den besetzten Gebieten die Versammlungs- """ Vv Besatzungsbehörden in we- stntl chstem Umfange wieder hergestellt werden wird Da inzwischen eine Reihe von Maßnahmen der Be- satzungsbehorden, die mit den bisher noch in Geltung gewesenen BelageNlngsrustand in Zusammenhang stan­den, bereits aufgehoben worden find, stnd die Voraus- etzungen für einen unbehinderten Wahlkampf wesentt £tiffer»et?orben ,ala 'M Mai dieses Jahres. Tk -ns..__ m .b en sich beriis mit den

Besatzungsbehorden rn Verbindung gesetzt, um eine reibungslose Durchführung des Wahlkampfes in den be­setzten Gebieten ficherzustellen.

WaMwesm«

1 D-e D. B. P. führt den Wahlkampf selbstSndig.

Die Deutsche DolkSpartei lehnt eine lstenverbindung mit dem Landbunb und »n Deutschnotional en ab. Bekanntlich ist Landbund und von der Deutschnationalen VolkS- rtei in Baden eine gemeinschaftliche Liste mit der tschen Volkspartei erstrebt worden. Der geschäfts- Mrende Ausschuß der Deutschen DolkSpartei teilt zu mit:

.Der geschäftsführende Ausschuß des Landverban- Baden der Deutschen DolkSpartei hat in seiner vom 1. November den Vorschlag einer gemein­

en Liste mit dem Landbund und der Deuischnatio-1 *kn Volkspartei für die Reichrtagswahlen geprüft.

'hat sich von der Zweckmäßigkeit die- Vorschlages nicht überzeugen kön-l ksn. Die Deutsche DolkSpartei hat fett Monaten un-| das Ziel verfolgt, durch Fortführung nationaler ^olpolitik und innere Konsolidierung den Krisenzu- - t>on Minberheitstegierungen durch Herstellung

tragbaren Regierungsmehrheit bürgerlicher Frak.

<®Rtn zu beseitigen.

bwlomatitoe Schwierigkeiten mit Rußland Hervorst . Afauche nicht erst betont zu werden, daß bi« brutsche Regierung ben Großfürsten in keiner Weite i» lennf anflebIiden Eigenschaft als russischen Zar Ine»

wk'sViTffiigemSa? *«"iche *"» ---Ei« eigen 0,10 Sol».

2«der Rabatt gilt als bie 10W» «-chchlag.Heklamen 0,35 Sol»*.

ebeMo Auskunft durch die «eschäst.stelle und Zusendung ter^Ange^e" ErstillÄ-rt 'Wurg^/^-Mk

Wie wir von maßgebender Regierungsstelle er- ^hren, beabsichtigt die Aeichsregierung nicht, vor der Desatzungskonferenz irgendwelche neuen Schritte in der Angelegenheit der Räumung des Ruhrgebiet« zu unter­nehmen. Sie hofft, bah auf dieser Besatzungskonferenz ganz von selbst eine Regelung der Ruhrräumung in Erwägung gezogen werden muh, da mit der Räumung der Kölner Zone der ganze Fragenkomplex der voll- ständigen Räumung des Ruhrgebiets aufgerollt werden milhte. Die .Kölnische Volkszeitung" bringt eine Mel­dung. wonach die belgischen Truppen am 10. Januar «u» dem besetzten Gebiet zurückgezogen werden sollen. Liese Meldung, die in Berlin großes Aufsehen hervor­gerufen hat, wird an amtlicher Berliner Stelle als pemltch verfrüht und wenig wahrscheinlich angesehen.! Elan erklärt, daß zur Stunde noch keine endgültige Voraussage gemocht werben kann, ob die Engländer am M. Ianuar die Kölner Zone tatsächlich räumen werden Bekanntlich hat die französische Regierung bereits auf kr Londoner Konferenz England den Vorschlag ge- »acht, die Besetzung der Kölner Zone bis zur Räumung des Ruhrgebiets zu verlängern. Es fragt sich daher, «b die neue englische Regierung auf diesen französischen Vorschlag eingeht und die im Versailler Vertrag vor- Msehene Räumungsfrist vom 10. Januar 1925 ftber- toreitet. In Berlin hat man zunächst keine Deran- wssung. anzunehmen, daß England zu einer solchen Maßnahme greifen wird, die in Deutschland zweifellos FDBe8 Befremden Hervorrufen würbe. Wird am 10. Sanuar die Kölner Zone geräumt, so ist nach Aus- faffung der Berliner Regierungsstellen auch mit einer balbigen Lösung der Ruhrräumung zu rechnen. So- bald die interalliierte Desatzungskonferen, zusammen Preten sein wird, wird die Deichsregierung die deut- toen Botschafter in London und Paris und den Ge- sandten in Brüssel beauftragen, entsprechende Schritte t unternehmen, um den beteiligten Regierungen die tsche Auffassung zur Kenntnis zu bringen. ES wäre gegentoärtig noch sehr verfrüht, schon jetzt irgendwelche Mnzelheiten über den voraussichtlichen Gang der Ent- Reibungen vorauszusagen. Sm Berliner Auswärtigen Smt ist man keineswegs geneigt, die Lage allzu opti- «mstisch zu beurteilen, da man wesentliche Schwierig- ktten Voraussicht. Trotzdem spricht man die znver- ftotlt$e Erwartung au«, daß die alliierte Besahungs- konserenz in konsequenter Befolgung der bisher einge- wteten Politik zur allgemeinen politischen Entspannung I «Europa eine tragbare Lösung des Räumungs- stkvblemS finden wirb. I

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we-AIlni 8' Me wir hören, beavsich- Reichsregierung durch Vermittlung des Aus- ä*ltes ?,e* in Coburg weilenden russischen als ^»Kyrill, der sich in einer Proklamation Reiches bezeichnet hat, zu er- ^n't-Ln^E dermttge politische Kundgebungen k iie eine Verletzung des Gastrechtes darstellen, bat der Großfürst in Deutschland genießt.

. Wie wir aus Kreisen der sowietrusfische« Botschaft in Berlin erfahren, hat die russische Regierung vo! kurzer Zeit eine Beschwerde an die Reichsregierung tuet een tes öffentlichen Lervortretens des Großfiirsten g» Ntyret.

Pari«, 1. Nov. Großfürst Kyrill Olt Kuß« bw^0eMtt^rbes Widerspruchs der Äetfeitm SBitroe Maria an diese einen Bries gericht«, den bet Gaulois heute veröffentlicht. Großfürst K-rill b«i M die direkten Nachkommen der

Kaiserm-Witwe, wenn Re vorhanden seien, eines T<t> ße5 als berechtigten Thronfolger aneue» rennen.

I°rnA°n' V ??00' Die Blätter befassen sich be­reits lebhaft mit der wahrscheinlichen Zusammen- setzung des kommenden konse'ativen Kabi- Til* *5 ®nMien der Presse gehen aber beträcht­lich auseinander. DerWestminster Gazette" zufolge werde Lord Curzon Präsident oi tbe Council und önbrei des Oberhauses. Es bestehe weiter die Absicht, Lord Cave zum Lordkanzler zu machen und Lord Bir­kenhead vielleicht das Staatssekretariat Mr die Kolo­nien anzubieten. Austen Chamberlain, der möglicher- Staatssekretär des AeuHeren werden solle, wenn nicht Lord Crawford dieses Amt annehme, sei, wie 7omn5^Ee'n glaube als Schatzkanzler in Aussicht ge- Keakmn« ^urchrll werde sicher aufgefordert, der Negierung beizutreten; es könne jedoch noch nichf ge­fugt werden, in welcher Eigenschaft.

beiterpatiei" 8 &3Zo . ®°9 Parteiblatt bet Ar- babe teschlolfen ^ald" erklärt, Mac Donald d-m fis'la

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! Nov. Zwischen deutschen Delegierten »v Vertretern der Revko werden im Augenblick Ber- Mdlungen über die Durchführung des Kohlen- ^leferungsvrogramms geführt. Diese Ver- .tzendlangen haben sich als notwendig erwiesen nach- «m am 28. Oktober die Micum ihre Tätigkeit' einge- Dllt bat. Die Verhandlungen stnd noch nicht zum Äb- Wluv gekommen und werden jedenfalls noch bis zu Beginn der kommenden Woche andauern.

Ae Lage In China

Paris, 2. Nov. Havas meldet aus Peking die Vorbereitung der Demission des Präsidenten der Republik, Tsaokun. Sie werde wahrscheinlich morgen dem Parlament unterbreitet werden. Reisende, die den internationalen Zug benutzten, berichten, daß sich auf der Höhe von Jangsun Kämpfe entwickeln. Sie wollen General Wupeifu in einem Eisenbahnzug ge» sehen haben. Man glaubt, daß seine Stellung sich befestigt habe, da er seine Truppen wieder sammele. Er werde sich wahrscheinlich nach dem Süden be: geben.

Wupeifus Truppen eingeschlofssn.

£ 0 n d o n 1. Nov. Nach einer Meldung aus besr- 9roMe Teil der Arme?

US«xe, br m Schanhaidwan gelassen - schlossen worden. Man errcar

- stündlich ihre Kapitulation. Tschangtso-

I Dentschnationale ReichstagSkanvldaten.

m x?Let erweiterte Vorstand be» Landesverbanbes Potsbam 1 bet Deutschnationalen Bolkspartet hat den Reichstag bie sechs ersten Stellen der «an- | Dtbatenlifte folgendermaßen besetzt! 1. Ritterguts­besitzer Walter Stubbendorfs, 2. Berbandsbirektor

D- Dr. Karl Steiniger, 8. Paul Giese, Bor- sttzender des Brandenburgischen Landarbeiterbunde», 4. Handwerkskammershndiku» Gustav Bubjuhn, 6. 9RtniperiaIamhnann Deglerk, 6. Rechtsanwalt Dr. Averbunk.

m 3n Thüringen wird bie Deutschnationale ®olrebartel ben bisherigen Reichstagsabgeordneten Goldacker wieder auf die Liste fetzen.

Sentmm und Bayrische Volkspartei.

geut-. ll®,a8 Siel forvert die Gewinnung möglichst atoklM. rler Mandat e für die Parteien, die L'rrfür tn Betracht kommen. Dieser Erfolg 5 auf dem vorgefchlagenen Wege der gemeinfchast. Minister schwerer zu erreichen, als durch ge.

n n t e 6 Vorgehen. Hierzu kommen Rücksichten auf . von den RetchSlettungen der Deutschen Dolks- ttet und der Deutschnattonalen Dollspartei für den . '--"lkampf eingenommenen Stellung. Beide Parteien ht diesen Tagen die Parole selbständigen Vor- ausgegeben. Abweichende Forderungen für

en würden daher die allgemeine politische Grund

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Ar Neuwahl heS RMSvrMratm

Qu. Berlin. 3. Nov. In ben politischen Krei­sen verlautet, daß die Neuwahl des Reichs­präsidenten spätestens im Mai nächsten Jahres Ftattfinbcn wird. Die verlängerte Amtsdauer des Reichspräsidenten läuft am 30. Juni 1925 endgültig ab und durfte unter keinen Umständen abermals ver­längertwerden. In den Kreisen der bürgerlichen Par- teien wünscht man, daß schon jetzt ein gemeinsamer bür­gerlicher Kandidat in Aussicht genommen wird, der ge­gebenenfalls einem sozialdemokratischen Kandidaten 3U ,ften®n roäte Die Sozialdemokraten wol- len tedoch, rote rott zuverlässig erfahren, von der Auf­stellung eine, eigenen Kandidaten Abstand nehmen und Demokraten veranlassen, eine linksgerichtete wetfonfubfett vorzuschlagen, die von allen revublikani- schen Bevolkerungskreisen gewählt werden könnte Da sich die Erwägungen hierüber noch im Anfangsstadium oefmden, laßt sich über die Aussichten der bevorstehend den Prandentschaftskandidaturen noch nichts jagen. Von wesentlicher Bedeutung ist jedenfalls die Frage, ob ja bürgerlichen Parteien von den Deutschnatio- nalen bis zum Zentrum auf eine gemeinsame Kandi- bt oi r,ße2L-n,erl!cn b« sonst die Gefahr besteht, daß den nt9Mrte,en 'bren Kandidaten durchbringen wer-

0 " b o n, 1. Nov. Blattermeldungen zufolge treffen Asquith und Lloyd George heute tn London zusammen, um die Zukunft der Liberalen Par­tei mi erörtern.

London, 1. Nov Viele Minister des Arbeiter- kabinptts sind im Begriff, in ihre früheren Stellungen tn den Gewerkschaften rurückzukehren.

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