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Zweites Blatt
ein merkwürdiges Wahlergebnis.
Expreß" be-
|vihc-ii «/v u ui 4 *, i * t uiiicLULCuxti luriuv. ^wwin werde, wenn der König ihn auffordere, konservative Regierung zu bilden, den An-
Der Biikqrrttikg in Wna
Erol ubei
Sri va unä*! emtfP
aus daß
Konservative Liberale . . Arbeiterpartei
WaWsNegung
Rechtsblockliste?
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London, 80. Ott. Deuter meldet aus Kapstadt, daß die deutschen Einwohner in Südwestafrika dem General Hertzog. der eine Rundreise durch das 2cm6 machte, einen herzlichen Empfang bereiteten. Herdog erklärte, er schäm« sich seiner deutschen Abstammung nicht. Sr verspreche eine fhmpatische Srwä- gung der verschienenen Beschwerden einschließlich der Beschwerde über die ungenügende Berücksichtigung der Deutschen in den Schulen, er gebe der Hoffnung Ausdruck. daß die Deutschen beginnen würden, ihr Schicksal an bas der übrigen Dassen Südafrikas zu knüpfen.
-eute vormittag ung des Kabinetts einbe-
■ I London, 31. Okrt. „Daily
I Wet, Mae Donald habe für di ’ >e Vollsitz * " ' '
sMr Es sei so
! Rußland Amrkmmmg durch zrrmkrtich I . s> 31. Oft. Tschitscherin und Her-- K’Ol haben aus Anlaß der Anerkennung der I ^owjetregierung durch die französische Regierung lEluckwunschtelegramme ausgetauscht. De» erstere sandte an Herriot ein Telgrtzmm, in dem er sagt: Ich bin glücklich, festzustellen, daß unsere warme und einige Jahre alte Freundschaft zu so beneidenswerten Ergebnissen geführt hat. Die Erinnerung mancher Unterredungen, deren Nachwir- tunfl in meinem Gedächtnis so nachhaltig geblieben j 'st, hat mir über manchs schwierigen Tage hinweg- steholfen und es mir ermöglicht, die herbeigesehnte Stunde, die nunmehr geschlagen hat, abzuwarten. Gernot erklärte, er freue sich nicht weniger als Tschi- t cherin, daß es ihm gestattet sei, an der Aufrechterhaltung und Verstärkung des Weltfriedens mitzu- arbciten. Es gebe kein Volk, das zur Verständigung a^5 ^as für Gerechtigkeit, Freiheit I und Brüderlichkeit so sehr eingenommene französische I « und als das große russische Volk, dessen Eigenschaften Herriot zu schätzen wisse. Er fei dessen verstaut, datz die persönlichen und aufrichtig herzlichen Beziehungen, die er zu Tschitscherin unterhalte, die gemeinsame Aktion erleichtern würden, die im Interesse der beiden Völker man jetzt durchzuführen be- teil sei. I
V a r i 5,31. Okt. Ministerpräsident Herriot hat gestern den englischen Botschafter Lord Crewe empfangen.
ff- Berlin, 1. Roo. 5? ü r st Bismarck wird doch als Spitzenkandidat für den Wahlkreis Weser aufgestellt.
Rach dm mMchm Wadim
410 Konservative gewählt.
London, 81. OKI. Nach den neuesten Fest- lm$n®en ”etteiUn bie Mandate folgender-
gr»- in fo gut wie sicher, daß er danach dem seinen Rücktritt unterbreiten werde.
Zentrum und Bayerische Volkspartei.
München, 31 Okt. Der Landesvorsitzende Der Zentrumspartei in Bayern hatte der Presse eine Erklärung Zugeleitet, die als eine Erklärung der Landesleitung erschien. Die unterzeichneten Mitglieder des geschäftsführenden Lan- Idesvorstandes der deutschen Zentrumspar- tet m Bayern sehen sich daher zu folgender E r - Klärung genötigt: 1. Die Landesparteileituna der Zentrumspartei in Bayern hat zu dem Abkommen, das zwischen der Zentrumspartei und per. Bayerischen Volkspartei mit Bezug auf die! -Mahlen am 7. Dezember werden soll, noch nicht Stellung genommen. 2. Welche Stellung em eventuell einzuberufender Parteitag der Zentrumspartei in Bayern einnehmen wird, bleibt abzuwarten. Hölzl. Seldmayr. Damer.
: .Weieolitii» Reutml
Eine Anfrage der D. B. P. im Landtag.
Im Preußischen Landtag haben bie I oolksparteilichen Abgeordneten v. Campe u. Gen. die folgende Kleine Anfrage eingebrachtr
«Nach Zeitungsberichten hat der Vorsitzende des „Reichsbanners Schwarz-Rot-Eold", I der Oberpräsident der Provinz Sachsen, Herr Hör- Ising, einen Wahlaufruf an die Mitglieder des Reichsbanners erlassen, in dem es u. as. he g.«
„Nieder mit den monarchistischen reaktionären Deutschnationalen und Volks parteilern, den Völkischen und den verräterischen Kommu- I nisten, die unser Volk und Land an den Abgrund I gebracht haben und dieses Treiben vereint fort» I setzen!“
Ist das Staatsministerium mit diesem politischen Vorgehen des Oberpräsidenten Hörsing einver« standen? Ist es insbesondere der Ansicht, daß sich ein derartiger unerhörter Angriff gegen eine Partei, deren Minister der zurzei bestehen» den Regierung angehören, mit den Pflichten eines leitenden politij chen Beamten vereinigen läßt? Ist die Regierung mit Rücksicht darauf, daß die Uebergangszweit zwischen den beiden Landtagen, wie dem Ministerium, so ^auch den politischen Beamten, die Pflicht zur besonderen Zurückhaltung in politischen Maßnahmen und Aeußerungen auferlegt, und mit Rücksicht darauf, daß man nach diesen Vorgängen zu der Person des Herrn Hörsing ein entsprechende» Vertrauen nicht haben kann, bereit, Herrn Hörsing alle agitatorischen Kundgebungen zu verbieten?"
Jperr Hörsing vertritt doch als ausgesprochen „politischer Beamter" eine Staatsregierung, die einen solchen Aufruf nie gutheißen würde, zumal ihr ja mehrere volksparteiliche Minister angehörsn. Da sollte doch gerade einem Oberpräsidentcn etwas
Racheurteil des Kriegsberichts iw Monte.
L-^®05 Kriegsgericht in Nancy hat sieben Deutsche vffyiere in contumaciam (in Abwesenheit) zum Tode I verurteilt — wie das bei diesem Kriegsgericht üblich ift: nach einer rein einseitigen Untersuchung. Die Ver- urteilten werden von einigen französischen Zeitungen „Die Henker von Eebweiler" genannt. Es rottb ihnen vorgeworfen, am 24. August nach der Erstürmung von Eebweiler den Befehl gegeben zu haben, Greife, Frauen und Kinder zu erschienen, Verwundete | zu mißhandeln und zu töten, Häuser und Gärten anzw zünden. Verurteilt sind: General Klaub, General von Debrer, Hauptmann Euichard, Oberst Hacke, Hauptmann Fritz (alle vom 170. Infanterieregiment), Leutnant Schrader 60. Jnf-Regt.) und Feldwebel Sennen (137. Jnf.-Regt ). Diese sieben Männer sind zum Tode verurteilt. Außerdem wurden verurteilt der General Danner zu 20 Jahren Zwangsarbeit, der Oberst Kreyenberg ,u 6 Jahren und der Major Heim zu 8 Jahren. Einer der angeklagten Deutschen, der Major Lcckemann wurde kretgesvrochen. Zu den Verhandlungen waren nur Belastungszeugen zugelassen.
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Karlsruhe. 3l. Okt. Der Wahlkampf hat hier tn der Landeshauptstadt Badens mit einer Dede Hergts begonnen. Die deutschnationale Dersam.-n- llung, dre im größten Saale von Karlsruhe ftattge- iun6en hat. War ausgezeichnet besucht, und die Ausführungen Hergts Wurden mit großem Beifall auf« I genommen. Hergt Wandte sich u. a. gegen die söge- nannte Politik der Mitte und Wies auf bie englischen I Wahlen hin, Wo die Parole lautete, rechts oder links. I Der Wunsch Hergts. mit der Deutschen Volks- a r t e i gemeinsam den Wahlkampf führen zu können hübet semen Ausdruck in einer Entschließung der ba- ^'chen Deutschnationalen. Der Landesausschuß der I ^“ttonationalett Partei in Baden hat nämlich be- Kijlonen, nut der Volkspartei und mit dem Badischen -onbbunb über die Aufstellung einer gemeinsamen 6ie ^eichStagswahl en zu verhau- beln. ®te Verhandlungen dürfen, so sagt der Entschluß, „an Debensachllchkeiteu nicht scheitern". Dach Aeuße- umgen von volksparteilicher Seite scheint jedoch in den $ar‘ei wenig Deigung zu bestehen, jem Wunsch der Deutschnativnalen entgegenzukommen.
6 Dolksparte, in Vaden glaubt, daß sie allein stark genug ist. um die für sie günstige Lage voll ausnuhen I ,u können. Heute abend spricht hier als erster Redner der Demokraten, der Reichstagsabgeordnete Dietrich. Das ist bezeichnend, denn Dietrich ist bekannt dafür, dafür, daß er aus dem rechten Flügel der demokratischen Partei steht. Die Demokraten bemühen sich eifrig, sich gegen den Vorwurf zu wehren, baß ihre Partei nach links abgerückt sei.
Der Bolschewismus in England.
. ist ein eigenartiges Zusammentreffen, daß bei ben lefcten englischen Wahlen der Kampf gegen den Bolschewismus die Hauptrolle gespielt, ja, den Aus- schws aesebeu hat, und daß nur ein Kommunist '"das Parlament gewählt worden ist. Sollten es auch ""W neueren Meldung drei oder vier ober noch mehr eewefen fein, eins ist klar erwiesen, daß der Bolschewismus in England brsber keinen Boden gewonnen bat. Gut anderes Gesicht gewinnt das Pro-! bietn, wenn man über die Insel hinaus das britische ^7'ch Standpunkt der Volschewistengefahr be-
tra^tet Es ist bekannt daß die Bolschewisten den Ur. den Dtenst ihrer Bestrebungen ge-
i r X ,n Südafrika, in Aegypten,
ubcran find Sowietkrafte tätig, um mit Hilfe von I ytaiwnalbemegungen bie Grundfesten des britischen 9iett9v5 zu erschüttern. Aich 0.rr Lunsbur». bet lis-1 b<ri3e par.amenuti|-)$ Fuiircr in Englrns f:Ibft, kann ur EnLlauo sefatnip werden. Aber rings tu lct I Arelt nagen die roten Wühlmäuse.
: «tul-cn ro°Hen, daß sie mit dem Bolschewismus ßt, tz Atzend einer Gestalt nichts zu tun haben 2- i Kit» 61 2m übrigen scheine es, als ob die Ar- _L>* keichf^rtei eines ihrer Ziele bei den Wahlen er-
• Die Konservativen, die von 600 Mandaten allein ,400 jetzt besitzen, verfügen damit über die abso- 4 Müe Mehrheit. Wenn nicht alles täuscht, wird also ®’9lanb vier Jahre lang diese Regierung haben, t aus den jetzigen Wahlen herausgekommen ist. | ■■ Der Engländer ist für klare und vor allen Dingen «ichtverständliche Regierungsverhältnisse. Rcgie- jvmgskrisen nach deutschem Muster sind ihm völlig ^.verständlich. Auch auf diese Einstellung deS eng- Wählers ist es zurückzuführen, daß man, |t»djbcnt England innerhalb zwei Jahren drei Wah- k" hinter sich hat, nun jetzt für längere Zeit ro Ruhe schaffen wollte.
dele, bestehe kein Grund dagegen, daß der Lide» ralrsmus im Unterhause und außerhalb desselben 9"^,, Beziehungen mit der gemäßigten Gewerk.
der Arbeiterpartei pflege, denn der
:r die Arbeiterpartei erlitten habe,
roetl sie ihren Extremen folgte, müßte ein der- artigea Zusammenwirken leichter machen, wenn bie Arbeiterpartei mit Mac Donald und ihren anderen Führern, die diese Katastrophe verschuldeten, abgerechnet habe.
London, 31. Oft. ('Meuter.) Die genaue Zusammensetzung der verschiedenen AbstimmungSer»! gebniffe wird jetzt bekannt. Sie ergibt für die Konservativen 7598 000. die Arbeiterpartei 5 502 000 bie Liberalen 3105 000 und die Kommunisten 56000 Stimmen.
Wien, 31. Oft. In dem überwältigenden Siege per Konservativen Partei Englands sehen die Blätter in erfter Linie den Ausdruck eines einmütigen! Abwehrwillens der bürgerlichen Bevölkerung ge* I gen die Amsturzbestrebungen de» Bolschewismus. 3n außenpolitischer Beziehung, insbesondere hin-1 "chtllch der Haltung ht der AeparationSsrage. erwarten bie Blätter keine Aenberung in der Politik Mac Do-1 nalbS, die er im Einvernehmen mit Frankreich und Deutschland durch daS Abkommen als Fortsetzung der I auswärtigen Politik Curzons in glücklicher Weise fest-1 gelegt habe. Dagegen vermuten die Blätter eine Rück-1 toirfung in teilweise ablehnendem Sinne auf das Ab-1 kommen mit Dußland und eine Zurückhaltung in der Abrüstungs- und Schiedsgerichtsfrage sowie in der I Behandlung der handelspolitischen Angelegenheiten.
\ü.n ^en lebten Feststellungen
crbtelten die Konservativen 407, die Arbeiterpartei 152 die Liberalen 40 Sitze: den anderen Parteien fallen 4 Sitze zu.
ßonbott, 31. Oft Wie Reuter meldet, wirb an-1 genommen, daß die Regierung am Dienstag zuriicktre- ten wirb, ohne vorher den Zusammentritt bes Parlamentes abzuwarten. I
London. 31. Okt. In einer amtlichen Erklärung wirb bekanntgegeben, daß bas Kabinett sich beute mit bcnt Sinoroiembriefe beschäftigt und eine Kommission eingesetzt hat, die die Echtheit bes Briefes nachprüfen I oll. I
Englische Kabinettssitzung.
London, 31. Okt. Das Kabinett war heute unter dem Vorsitz Mac Donalds zu einer Sitzung zusammengetreten, in der über die Folgen des Wahlergebnisses beraten wurde. Vornehmlich wurde erörtert, ob das Kabinett sogleich aus dem Wahlergebnis die gebotenen Folgerungen ziehen und un- berzüglich zurücktreten solle. Die Meinungen waren geteilt. Die Entscheidung wurde schließlich auf eine neue Kabinettssitzung vertagt, die am Dienstag statt- ftnben soll. Dem Vernehmen nach sind einige Mi- Ulster nicht dafür, dem Könige sogleich die Entlassungsgesuche dem Minister zu unterbreiten. Biel-1 mehr halten sie es für richtig, daß das Kabinett bis zum Zusammentritt des Parlaments weiter im Anit bleibe. Mac Donald selbst soll dagegen einen sofortigen Rücktritt befürworten. Es heißt, daß er dsirch die Anstrengungen des Wahlkampfes und durch bie Aufregung, die ihm der Sinowjewbrief bereit I tet hat, äußerst ermüdet sei, und er der Ruhe und Erholung bedürfe. Seine Parteifreunde machen aber ihm gegenüber geltend, daß er eine gründliche Untersuchung des Sinowjewfalles zugesagt habe, und .'war sollte diese sofort nach Beendigung der Wahlen beginnen. Eine Durchführung der Untersuchung ist aber nur möglich, wenn das Kabinett Mac l Donald einstweilen weiter im Amt bleibt.
London, 31. Okt. Reuter. Die Kabinetts-1 'tzung wurde auf Dienstag vertagt. Ein sofortiger Rücktritt des Kabinetts ist also unwahr- chemlrch. '
Q-'Daily News" schreibt, der Triumph der Kon- FWioen sei vollständig. Die Wählerschaft .Mae Donald und der russischen Regierung
bie^toahriL6;0^ LJ2Zol?- Die Blätter veröffentlichen Kab-netts^Die^ ^am-nensehung des konservativen Kabinetts. Dte Anstchten der Presse gehen beträchtlich auseinander. Laut .Westminster Gazette" wirb Lord ®°Unx-t ®y6ree des Oberhauses toer« dm. Es besteht aber dte Absicht Cave zum Lord zachen und Lord Dirkenhakel vielleicht das Amt eines Staatssekretärs für die Konservativen anjubieten “
teiÄt' urlelemes wrer jteie bei den Wahle, if »iZ!''nd dte Liberalen als politische Macht ver- tfi skV habe.
dsiiE^minster Gazette" schreibt, die Liberalen r? das Ergebnis der Wahlen mit heiterem ii^^uehmen und im Sinne von Asquith, daß «) nur um einen zeitweiligen Rückschlag han-
Seb« Rabatt gilt al« ««tabatt unb «,fäat wenK 100 «ustchlag. R-kl^le» 0,35 Selb*.1
ebeufa Au.kunst d«ch die «eschäst.stelle und 'Zufeadans b« ««g8CrfflUM^ft
konservative Regierung zu
annehmen und sofort mit der Kabinettsbil- beginnen.
.Ter politische Berichterstatter der „Westmin- ! ^ Gazette" teilt mit, daß konservative Führer '»tt rechneten, daß die Regierung unverzüglich Wcktreten werde. In konservativen Kreisen j yetn die Vorarbeiten zur Kabinettsbil- bereits begonnen. Austen Chamberlain, ein wichtiges Mitglied des Kabinetts Bald- ^6 sein werde, habe zum Ausdruck gebracht, daß £ mit Lord Birkenhead Zusammengehen werde. ^Etzn Churchill in die Regierung ausgenommen T^tbe, so werde er wahrscheinlich ein hohes Amt galten.
I • ^auzostsche Besatzung im Rheinland rmtz' I E^uhkgebtet hat zu verstehen gegeben, daß dem-' nad)ft der besondere für das neubesetzte gebiet bestehende „Belagerungszustand" aufgehoben w^r» m,?«unb 006 bic..im altbesetzten Gebiet gültigen ®efhmmungen über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und die Sicherheit der Be-
I satzungstruppen auch auf dies Gebiet ausgedehnt werden sollen. Gleichzeitig läßt die Rheinland-
I Kommission verlauten, sie wolle ihre ganzen bisher erlassenen 160 Ordonnanzen durch etwa 2f neue ersetzen, die im wesentlichen auf den Grunds sugen oes Rheinlandabkommens aufgebaut feir sauen- Man Kann es verstehen, wenn französisch«
I Blatter mit Eifer bei der Hand sind, diese neue# I illaßnahmen mit dem Glanz des Edelmuts zu vev oramen. Kaum verständlich aber ist es, wen« ?ei eOr ,r.beJ!t^d)en Presse aus den eben erwähn-
I .u Ankündigungen übertriebene- Folgerungen Zlehen, die eine ganz ungerechtfertigte Eilfertig' kett und Einseitigkeit verraten. t
... Zunächst geht aus dem Tatbestand der Ankündigung hervor, daß auch heute, zwei Monat«
I?uch der Londoner Konferenz, noch immer nicht- Das Rheinlandabkommen wieder in Kraft gesetzt ift, obwohl man sich in London einig war, ba# aws baldigst zu geschehen habe. Sodann ist der Sorte i[ für das neubesetzte Gebiet, das man an- ttelle des Belagerungszustandes der Praxis der Rhemlandkommission unterwerfen will, ein sehr zweifelhafter, da sich die im Ruhrgebiet befehlen-
s den Militärs im Gegensatz zu Herrn Tirard in Koblenz verhältnismäßig größere Mühe gegeben haben, den Londoner Bestimungen gerecht zu werden. Solange die Rheinlandkommission nicht durch Zulassung eines bevollmächtigten deutschen Vertreters wirksame Garantien für Einhaltung des Rheinlandabkommens gewährt und solange nicht das System der Schiedsgerichtsbarkeit auch auf die ganze Besetzungspraxis ar «gedehnt wird, tut man gut daran, allen französischen Maßnal). men mit Skepsis und Mißtrauen zu begegnen. Uns Deutschen ziemt es an letzter Stelle, die Franzosen zu loben, wenn sie zögernd und lang, fam sich den vertraglichen Verhältnissen anzuc passen sich anschicken.
.Die englische Arbeiterpartei ist zweifellos, so- ^it sie als politischer Machtfaktor ins Gewicht fällt, Mck zurückgedrängt. Aber die Tatsache, daß die «beiterpartei gegenüber den letzten Wahlen drei Wertet Millionen Stimmen gewonnen hat, ist doch ^erordentlich bedeutsam. Jedenfalls kann eine «iscrvative engisch« Regierung nicht unumschränkt «gieren, trotz der absoluten Mehrheit, über die R verfügt. Im großen und ganzen wird aber weiterhin die bisherige Politik der englischen Regierung fortgeführt werden, wobei sie freilich, *t)r als das bisher der Fall war, aber auch nicht :^*niger als vor dem Kabinett Mac Donald, an 2ia wirtschaftliche und im besonderen industrielle *fi8 gestellt wird.
Die englischen Wahlen haben ein ganz ekgen- »rtiges Wahlergebnis gezeitigt: Von etwa 5,75 Millionen konservativen Stimmen erhält diese Partei Awa 400 Mandate, wahrend die Arbeiterpartei für etwa 5 Millionen Stimmen nur etwa 150 Mandae erhält! Für etwa 750 000 Stimmen bekommen also bie Konservativen nicht weniger als 250 Mandate!
Dieses Wahlergebnis kann man nur verstehen, wenn man sich das englische Wahlsystem näher ansteht. In England gibt es keine Verhältniswahlen, derjenige Kandidat ist gewählt, der in einem Wahlkreis die höchste Stimmenziffer erreicht, auch wenn « nur eine Stimme gegenüber dem nächsten Kandidaten ausmacht. Es gibt also auch keine Stichwahlen. So kommt es, daß bie Kandidaten anderer Parteien, die ganz nahe an die Stimmenziffer der Konservativen _ herangetreten sind, ganz ausfallen. Dieses Wahlsystem läßt sich nur verstehen unter dem Ecsichtswinkel des die englische Politik lange beherrschende zwei Parteiensystem. Früher rangen such nur Konservative und Liberale um die Palme. | Seitdem aber die Arbeiterpartei sich als gewichti- | Der politischer Faktor eingeschaltet hat, wird die- • > System zum Widersinn. Allerdings ist der Wandel insofern unverkennbar, als das künftige Zweiparteiensystem — denn das Wahlergebnis kann als f Bekenntnis des englischen Volkes zu diesem Dystem angesprochen werden — nicht mehr bie Liberalen, sonbern in Zukunft bie Arbeiterpartei Konservativen gegenübersehen wirb.
Unabhängige . Genossenschaftler Verfassungspartei Kommunisten...... 1
L0nd0n, 31. Okt. Die drei weiblichen Kandidatinnen, die ins neue Unterhaus einzrehen, sind Lady Astor, die Herzogin Atteo! unb Frau Philipson. Geschlagen wurden die früheren Abgeordneten Miß Bonfield, Miß Suzanne Lawrence, Miß Dawson, Lady Terrington und grau Wiontringham.
bewegten sich auf der Grundlage, daß Tschan« «Htnrilä? h»Q<VCI Mandschurei zurückbegibt, bte der Zentralregierung anerkannt roerbe,* forote daß alle Parteien sich bereit erklären, z, dem status quo zuruckzukehren.
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Der Vorsitzende her Deutschen Demokratischen Parte'- Reichsnumster a. D. Koch, enischloß sich, die ihm OTgeEotene S v i tz e n k a n d i d a t n r im Wahlkreis ^.eJer = (Ems wieder ;u übernehmen. Der bisherige Reichstagsvrasident Wallraf wurde von
EUtfchnationalen des Mittelrheins als tzenkandlbat aufgestellt.
2°^^°n, 31. Okt. Router meldet Schanghat: Gerüchte aus Tientsin besagen, Wupsifu Verhandlungen mit Feng Juhsiang und Lschangtjoun einletten wolle. Deren Vorschläge
ff. London, 1. Nov. Blättermeldungen zufolge treffen Asquith und Lloyd George heute in London zusammen, um die Zukunft bei liberalen Partei zu erörtern.
ft. L 0 nd 0 n, 1. Nov. „Dail Mail" meldet aus ^ewyork, daß die Niederlage der Arbeiterpartei bei oen Wahlen in England dis Wetten gegen den Sieg hV 0 n * 11 e 5 von 10—1 und 15—1 gestanden! ?eNte?‘- ?IC 9Betten für den Sieg Coolidges stehen
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59. Sohrs. 1924