H-—T--ITT................- .......- ---l-r----i....il....... ......H-. ............. ........................nlHil»» i......... ................. H ...... .Urt............ „I .............. ................ ...... .............................................................. !|,»J,I,.I..^.|.-... ........ ., .. ....... Li,.,H,l.«. ..„Ufr
Marburg titW bwÄ.0klvbrr
Sieg -er englischen Konservativen
vor,
London, 30. Okt. (Reuter.) Die konservativen
für die
41
<
i
;t wer- i in der
Ä
Von unserem Berliner Vertreter wird noch
teitgeteilt:
schwach anrusehen und füLrt weiter aus, di, $Ua\ »atrven würden out ton dem Streben entschied« n rechts zu rücken, ,« widersteh«. Die Gefahr de» Rech
London, 30. Okt. Der Londoner Berichterstatter der „Times" schreibt, dort herrsche der Eindruck, daß Herriots Stellung durch die Niederlage der Arbeiterregierung in England erschüttert »erden würde.
Die „Daily News" schreibt in einem Leitartikel, die französische Regierung habe klug gehandelt, Rußland anzuerkcnnen. Wenn dies früher geschehen wäre, so wäre die internationale Lage heute ganz anders. Wenn die'Sowsetregkerüng beabsichtige, die Art der Politik fortzuführen, wie sie im Sinowjcw- brief dargelegt sei, so könnte natürlich auch alle offizielle Anerkennung ihr keinen großen Platz unter den zivilisierten Nationen wieder einräumen.
Die „Times" schreibt, die französische Regie-! rung habe den Tag vor den britischen Wahlen gewählt, um die Union der sozialistischen Sowjetrepubliken de jure anzuerkennen. Es hätte keine deutlichere Darlegung der neuen Richtung der französischen Politik, aus die vor kurzem schon hingewiesen wurde, geben können. Herriot scheine den Augenblick falsch berechnet zu haben. Der vollständige Mißerfolg der unglücklichen brittschen Ex- perimente mit Rußland sei über alle Zweifel bedeutungsvoll geworden. Die Bolschewisten, die die Hoffnung aufgegeben hätten, daß Großbritannien sie von den Folgen ihrer Missetaten erretten würde, konzentrieren ihre Aufmerksamkeit auf neue Möglichkeiten in Frankreich und böten der französischen Geschäftswelt die übliche glänzende Lockspeise in Gestalt von Versprechungen auf erste Konzessionen und außerordentlich« kommerzielle Vorrechte. Immer wieder hätte« nach den Erfahrungen in Polen,
, „ . , . ■ > - - ------------- besonders die vielen
I tn, $en Industriebezirken kamen unerwartet. Viele Konservative wurden mit einer Majorität wie- dergewablt, die zehnmal gröber ist, als ttüher Die Niederlage von Asquith in Paisley wird zur Folge Laben, daß sich der liberale Führer von der Politik zu- riickzieltt und Lloyd George wird dann der unbestrittene Führer der Liberalen sein. Die schweren liberalen Verluste sind besonders zurückzuführen auf die Taktik der Arbeitervartei und der Konservativen, die in streng liberalen Gebieten doch einen Kamm der drei Parteien erzwangen und so die liberalen Stimmen zersplitterten. Unter den erfolgreichen Kandidaten sind noch zu nennen: der Pazifist Morel, der frühere irische Staatssekretär Ham ar Greenwood, die Minister Thomas und Roberts, der ehemalige konservative Minister Douglas k>ogg. Unter den geschlagenen Kandidaten be'inden sich der ehemalige liberale Minister und jetziges Mit- Arbeiterpartei Addison, der ehemalige liberale Minister Mac ökamara, die Arbeiterminister Leach, Iovet und die Führer der Arbeitervartei Sueds und Lawrence. Die 8 kommunistischen Kandidaten unter- ! lagen völlig, mit Ausnahme des Inders Saklat Bala ! Battersea, der den liberalen Kandidaten mit einer
Mehrheit von 502 Stimmen schlug
London, 31. Okt. (Reuter.) Der Zusammenbruchader liberalen Partei bat selbst in konservativen Kreisen Aussehen erregt. Die Liberalen sind der Ansicht, daß bei ihrer Niederlage das Land nicht so sehr gegen die Liberalen als gegen die Arbeiterpartei gestimmt habe, und eine Prüfung der zahlenmäßigen Ergebnisse scheint diese Ansicht 3U bestätigen. In den Kreisen 'n denen Dreieckswahlen stattfanden, scheinen zahlreiche Wähler, die normalerweise die Liberalen unterstützt haben würden, deswegen für die Konservativen gestimmt zu haben, um nicht Gefahr zu laufen, daß der Nrbeiterkandidat gewählt wird. Asquiths Niederlage whch von seinen Gegnern bedauert, die indessen aber erfreut find, daß er sich aus dem politischen Leben nicht zurückzirhen wird.
fk. London, 31. Oft. Kein Zweifel bestehe darüber. daß diele liberale Wähler bei der letzten Wahl konservativ gestimmt hätten, weil sie der Ansicht gewesen seien, dah nur so die sozialistischen Kandidaten zu schlagen gewesen seien. »Daily Telegraph" nennt den Sieg der Konservativen überwältigend, betont jedoch, daß in den meisten Wahlkreisen die für die Arbeiterpartei abgegebenen Stimmen um Tausende zu- genommen hätten. Die wahre Bedeutung der Wahl -rege in der glänzenden Ableugnung deS Sozialismus in den Industriebezirken. In der „Mvrning Post" hecht es: Die Wählerschaft verlangt von Baldwin, daß er das furchtbare Hebel der internationalen Sozialdemokratie bekämpfe. Der Kampf sei noch nicht vorüber.
erstehen. Die Gefahr de- Reck mcher Hinsicht ebenso vorham
polnischen OptionSkommässion ^'gegründet' wurde. Die Schuldigen wurden dem Gericht Übergaben»' --*— '
Die Wahlniederlage der englischen Arbeiterregierung war allgemein von den Berliner politischen Kreisen erwartet worden und hat daher ^einerlei Ueberraschung hervorgerufen. In den rechtsstehenden politischen Kreisen ist man der Meinung, daß gerade durch den Ausfall der Wahren in England die Aussichten einer Rechtsorien- nerung der deutschen Politik sich außerordentlich gebessert haben und daß eine nach rechts erwei- tttte Reichsregieruna kt' ........
Deutschland, Italien und vor allen Dinge» Groß« britannten dies« Versprechungen att völlig trüge., ttM) erwiesen. Mit Rußland fßnnte kein ernster penibel ßetxteBe« Verde» und zwar aus dem ein«; Men «runde, weil die Politik der Bolschewistea jeden wirkliche» Ha»d-k «m-vglich machte. ^
„■ 1 . _ ü——- . i.
Rom, 30. OKI. Die Blätter besprechen ausführlich den Ausfall der englischen Wahlen. „Po- polo d'Italia" sagt, der große Betrug der Arbeiterpartei in der auswärtigen Politik sei nun zu Ende. Dieser Wahlausfall werde auch seine Wirkung aus Frankreich ausüben. — „Gironale d'Italia" spricht von der Niederlage des schlechten sozialistischen Systems, welches dazu noch in der Regierung von unfähigen Köpfen vertreten worden sei. — „Corriere d'Italia" glaubt, daß die Niederlage Mac Donalds nichts mit seiner auswärtigen Politik zu tun hat und daß alle diesbe- züglichen Errungenschaften durch den Ausgangs der Wahlen nicht berührt werden. Nur die Politik gegenüber Rußland und die ungeschickte Art der Kammerauflösung hätten den Sturz' Mac Donalds verursacht. — „Epoca" glaubt, daß gerade die auswärtige Politik den Sturz Mac Do-' nalds herbeigeführt habe und meint, daß in Äu-- . Kunst in England nur noch zwei Parteien sich! gegenüberstchen werden, nämlich Konservative und Arbeiterpartei. — Das Organ der italieni- chen Volkspartei „II Popolo" erblickt in dem Wahlausgang eine heilsame Lehre für die Liberalen und die Arbeiterpartei, die sich das nächste Mal miteinander verbinden müßten.
radikalirmus fei ta mancher Änficht ebenso vorbande» wie tn« des Linksradikalismus. Di, Sozialdemokratie hätte ihr Ziel, den Liberalismus aus dem Wege zF raumen, fast erreicht. Sie machten Politik auf weit«" Sicht. Der Sieg lese den Konservativen die Brrpflich-i tuns auf, die Sttalegie der Sozialdemokraten gu nsthtei k» machem dadurch, daß i’e ebenfalls Politik auf bie; weite Sicht machten. Die Tattes-Demokratie, die cm? die Macht komme, müßte sich auf di« gesamte Nation' stoßen können. Sie dürste nicht auf die Interessen eluetz Klasse aufgebaut werden. Rur so könnten die Konstr? vativen bet Gefahr, die sich aus ihrer riesigen Star« ergebe, entgehen. „Daily Herald" führt die Niederlagt der Arbeiterpartei auf das Bestehen bet Kommunisten? Partei zurück, der ohne den lärmenden Druck der tritt? schon Kommunisten die Gegnerschaft der Arbeiterpartei^ die Furcht der Wählerschaft, insbesondere bet Srouetü vor den Sozialdemokraten nicht hatten ' aüsbeuie? können. ? s V'... -
...—............ -
Moskau, 30. Oft.' DaS Äolkskommissariat Reicheren veröffentlicht.eine Eommuniqu«? . worin: darauf hingewiesen wird, daß während der. lehtenl Session des Völkerbundes der Versucht gemacht tonrfcy sich in die inneren Angelegenheiten der Sowjetunion' einzumifchen und zwar durch eine Resolution deS Dunz des in der georgischen Frage, mit bec sich auch der Vertreter Finlcmds, Enckel, solidarisch erklärt habÄ Der finnische • Außenminister Prokop« erklärte, daß Finland die Sowjetunion mit allen zu ihr gehrenden Teilen anerkenne und soglekch auch das föderativ« System. laut welkem die Regierung der Sowjetunion, die Vertreterin aller Staaten der Union, also auch Georgiens, ist. Finland werbe nach dem. Grundsatz'
der Richteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten handeln. Die Regierung der Sowjets union habe diese Erklärung als befriedigend anerkannt und halte den Zwischenfall, .der durch daS Auftreten EnckellS hervorgerufen worden fei, für erledigt.
Moskau. 30. Oft. Wie die Russische Gele« graphenagentur meldet, hat die Posttische Polizei in Kiew eine große Spionageorganisation entdeckt, die von den Führern und Mitarbestern der"
hur alten Fahne zurück.
Nun wird England wieder konservativ regiert ■erben. Im Verhältnis Englands zu Frankreich ■nb Deutschland wird sich wenig ändern. Hier ist, wie schon erwähnt, Mac Donald auf der alten Linie weiter marschiert, und auch der voraussichtliche Leiter der neuen britiscken Außenpolitik, kurzon, wird garnicht daran senken, • etwa die 8onboner Abmachungen irgendwie zu ändern oder in der Orientpolitik andere Wege als sein Vorgänger einzuschlagen. Auch Rußland gegenüber dürfte die Aenderung der Einstellung nicht so schroff vor sich gehen, wie es nach den leidenschaftlichen Kampfschlagworten des Wahlkampfes vielleicht angenommen werden könnte. Der Grund- ptz einer Verständigung mit Rußland dürfte besonders angesichts der sich anbahnenden Anerkennung des Sowjetstaates durch Frankreich auf- kkcht erhalten werden. Die Vertragsbedingungen werden im einzelnen wohl abgeändert werden, ko wird die neue Regierung felbstverftändlich Acht die Anleiheverpflichtung in ihren Einzelhei- «n übernehmen. Auch gegen bolschewistische Agi- mtionsversuche im Innern wird wohl mit kräf- «ger Hand durchgegriffen werden. Gewiffe Rückwirkungen aus die Stimmung in Frankreich und vielleicht auch auf die Entwicklung in Deutsch- «nd dürften nicht ausbleiben, genau so wie die ^tsache des Bestehens einer Arbeiterregierung in England von Einfluß auf den Erfolg des Linksblocks in Frankreich gewesen ist.
Ser Sflrgtrttieg In Sitte«
London, 31 Okt. Reuter meldet aus P e fing, daß vorgestern die auf dem Rückzug befind«) lichen Tschilitruppen in Schinwangtau aufs Dampfern eingeschifst würgen, da die Mandschurei« kräfte diesen Hafen noch nicht erreicht haben. 20 OOÖj Mann der Wupeifu-Armee sind per Schiff in Ung»! kau eingetroffen. Fengyuhsiang wirft Truppen ge»1 gen Langfana. Er beabsichtigt, diese Nacht zum Generalangriff gegen die Tschili-Armee vorzugehen.j Fengyuhsiang hat für die Gefangennahme Wupeifusl 100 000 Dollar, für seine Tötung 50 000 Dollar ausgesetzt.
RrgstKWMe te Mo?
Der Zustand zunehnc ".der PenuiiriiNa alltzi Cvri baltrisie, in welchem sich Polen augendM ich LMudW hat auch zu einet geronf-n Kttseustlmmung tm PmlÄ ment Geführt Der Führer der 9iatior.qßemo':ru-.■ rnj irt ausgesprochensten Recht.',zrm>ve, bat der i ich wtiknm in nationalen Dingen nach innen und außen iijchi g« rabe schlappen Regierung Ergbski Fügsa-.si-st gcgcin über dem Auslände vorgr-vritsMu«- die dunkelltch Desürchkungen hinsichtlich der Zukunft des Lai.oes oti äußert. Die Donvürfe zielen offensichtlich auf dlj „Einmischungen" des Völkerbundes in die.volnischeß Minderheitsvcrbältnisie hin. Es ist ober wohl kaute anz.uielnnen, daß aus dem Zwifchensall sich eine ernltz hafte Krise entwickeln wird, deren Ausga:ig bei bei parteipolitischen Verworrenheit äußerst zweifelhaft seris würde. ...4
Warschau, 31. Oft. In der gestrigen Selm, sitzung wurde ein Antrag der politischen Linken, bet Außenpolitik der Regierung das Vertrauen auszufpre^ chcn, mit 210 gegen 170 Stimmen angenommen. Dafür stimmten außer den polnischen Linksparteien die Bolks< Partei und die christlich-demokratische Partei Äcrfanß tos, dagegen die Nationaldemokraten, die christlich/ nationale Partei und der größte Teil der Mindert beiten. Hierdurch scheint die durch da» vorgestrig« Aum treten des Ministerpräsidenten Gtatjki betaatw schworen« Regierungskrise beendet.
WaWmWmg
De» Laube»wahllettew
Berlin, 30. Oft. Einer Bekanntmachung.i des preußischen Ministeriums de» Innern zufolge wurdG der Präsident be» preußischen Stattftischen Landes« amies Oberregierungsrat Dr. Hövker »um Stellv er», tretet des Landeswahlleiiers ffir die LandiagsneswM in Preußen ernannt
Berlin, 31. Oft. Der preußisch« Minister be» Innern erläßt eine Bekanntmachung, in btt ei die Auslegungsfrist der Stimmlisten und Stimm.-' Parteien für die Neuwahl be» preußischen Landtages im Uebereinstimmung mit bet AustegMgssttft für die' Reichsragswabl festlegt. \
Austritte au» der demokrattschen Partei. /
München, 30. Okt. Etadtral Hübsch tft; aus der demokrattschen Stadtratsftaktwn und aus der Demokrattschen Partei ausgetreten.
würde. Der bevorstehende Sturz Mae Donalds wird jedenfalls die unter der Arbeiterregierung eingelett^e Aera der ausgesprochenen demokra- Entwicklung der europäischen Politik ,, । unterbrechen und einen neuen Kurs einleiten, der
schwungs sehr wahrscheinlich auch die Linksströmung in lhre voll- Frankreich in absehbarer Zett beseitigen würde, hat toc | Die grundsätzliche Bedeutung des Wahlersolges der englischen Konservativen liegt darin, daß die Derständiyungspolitik Mac Donalds nicht etwa als gescheitert anzusthen ist, sondern daß gerade diese Politik auch von den bürgerlichen Parteien
'M« -vberh«Mche Zeitu«g-«scheint sechsmal «Lchentllch. - $e1e6i»tei. monatlich 1 Mark tlhr. Durch »ie Post 2,25 SRI — Für ausfallende Nummern infolge Streik» oder elementarer (Er »onDr-T. Hitjerottz. — Druck derUnio^Buchdruckere! von Joh. Lug. Koch. Statt 21/23. — SVetnlo «ml Frankfurt a. Main.
ber Liberalen,- die liberal. Partei ist bas Opfer toter eigen« Fehler geworben. Nachdem Re allzu entgegen» kommend die Arbeiterregierung untefttützte unb es ihr ermsglichte, sich währenb 10 Monaten zu halten, besonder» al» sie noch Über feine wirkliche Mehrheit tm Par. lament verfügte, find die Liberalen nun augenscheinlich burm den Wablfeldzug überrascht worben. Auf leben Sau wirb ble liberale Partei im englischen Parlament nur noch eine Minderheitsvartei sein, die keine Soff» nung mehr hat, aus eigener Kraft von nun an zu teste» re«- Unter sich gespalten, da die einen Asquith folgen, wahrend die anderen Lloyd George unb seiner Eniwick-1 luno nach einem verjüngten Unionismus nachgehen, anbre sich mit Winston Churchill, dem Vertret« bet ge. mäßigten Konservativen verbündet haben, haben 'die Liberalen sich ihr Glück an dem Tag verscherzt, an dem sie ihre Einhett verloren haben. In ber gegenwärtigen Malen Kämpfen läuft bte liberale Partei Gefahr, sich zu verflüchtigen und zu verschwinden, wenn ste sich nicht entscheidet, offen Stellung zu nehmen zwischen denen, die die bestehende Ordnung verteidigen wollen und denen, die sie durch einen Reformismus zerstören wol-I len, der durch seine Methoden und durch seine Wirkung! ebenso gefährlich ist. wie die Gewalt selbst.
Der „Jnttanfigeant" schreibt, die Vernichtung ber I Liberalen werde es Baldwin und feinen Freunden erlauben, mit einem weit klareren Programm zu regle-1 ten. das durch die egoistischen Interessen bet Jnbu-1 siriellen unb Finanzleute verkündet unb inspiriert I würbe, bie dem französisch-englischen Wirtschaftsvertrag I wenig günstig gesinnt seien. Diese Leute könnten Übrigens bie Eile, bie Serriot bei ber Anerkennung ber I Sowjetregierung zur Schau getragen habe, nut so ver-I sieben, baß er benen um Mac Donald habe unter diel Arme greifen wollen Man sehe voraus, daß die erstes Fühlungnahme zwischen den beiden Ententemkichten! nicht besonders herzlich sein werde. Die Partie stehe für Serriot von nun an nicht leicht. Er werde es erleben, bat; die Mitarbeit ber Engländer bei dem Londoner Pakt sich verflüchtige und nach dieser Richtung habe Mac Donald die Form gewahrt, aber Mac I Donald werde seine Weigerung mit wenig Zeremonie aussprechen.
Paris, 30. Okt. Der radikale „Paris Soir" schreibt zu den enpiischen Wahlen: Die liberale Partei ist vernichtet. Wird England wieder zu dem alten Zwei-Parteien-System zurückkehren und werden die Arbeiter und die Konservativen! einander gegenüberstehen wie vor dem Krieg die Liberalen und die Konservativen?
sk. Paris, 31. Okt. Der Sonderberichter-1 statter des „Ere Nouvelle" in London richtete an! einen konservativen Führer die Frage, welche Fol- >gen dis englischen Wahlen in Bezug auf Frank-! reill) haben würden. Dieser antwortete, Poin-! care hat die Reparationsklausel von Bonar Law zurückgewiesen. Er hat mit England an der Ruhr I einen Bruch herbeigeführt. Er hat die Stellung des konservativen Kabinetts Baldwins untergraben. , Ich hoffe bestimmt, daß wir uns mit den! französischen Radikalen besser verständigen. I
Der Etobrnck in Frankreich.
kerte Reichsregierung keinerlei Schwierigkeiten, Wahlen schr'eM b^.,T?mps"7 SbtfonbeLs'bÄm ordern eher Unterstützung in England finden Ergebnis dieser Wahlen überrascht, ist bk Niederlage
umift 0,35 werden berechnet.
Welser für chaö Mer kMeMM SbEeAn - M
~ ' -.-‘MA » J
bettet ta den Zeil«mtllimet« Los EoldM«r. «mtttch. NN» an,»»rti-e «nutzen 0,10 Sol»
Gi> und 3M.rt.Ma Me a,,,oen. fcMauMgKMi
Baldwin, der Führer der englischen Konservativen kann mit Genugtuung aus das Wähler- aebnis des 29. Oktober zurückblicken. Seine Partei hat die Schlacht gewonnen. Der Erfolg ist besonders hoch zu bewerten, da er sich als oas Ergebnis eines elementaren Stimmungsumschwungs varstellt, der sich in einem knappen Jas y' Men hat. Die konservative Partei hat die iMachtstellung wieder erobert, die sie in den No- wemberwahlen des Jahres 1922 errungen hat. Die 'Hauptleidtragenden des Kampfes find die Libe- iraleti. Allgemein anerkannt wird es, daß der
den 'lebten Mocken uumikverttändfick ° ck>ko>-to" gerlichen Parteien einen unversöhnlichen Gegner
•len. Die Größe des Erfolges der Konservativen Die Bewranille Gnotonh^nnr ^nPr ^nn+Hpntnt'
wat es ihm sicherlich klar, daß das Wahlergebnis I Bogen
-KonsXat^enXrbeffem^wllXe^ aber I omte5r ber Eindruck, daß die europäische
das Anwachsen der Arbeiterpartei im §ande und werden^kann me^nn<hie°pnnn*p'at<TQli)f” 0eJteIIt wünschte dieser Partei die V"rantwortuna in 1 e ö hanP.' ”enn b*e englischen Konservativen Snem^^«uoenbllÄ enen'' herneucrbtnS5 bie Frage der ausge prochenen Schutz-
'V°L-^Ml'°ch-d°S: --"p-""» 'n d°" Bordergnind lalfen.' Wicklung nach noch unausgercift in den Bewäh-I n .
rungsvordergrund schob. Das Experiment ist ge-1 London, 30. Oft. Wahlergebnisse bis 5 Uhr glückt. Mac Donald hatte eine Regierung überdnad&mitta9S: Konservative 317, Arbeiter- nommen, die der traditionellen Mehrhcitssiche- Partei 104, Liberale 28. Die Konservativen rung aus eigener Kraft heraus entbehrte. Er hat gewannen 128 unb verloren 6 Sitze. Die Arbei- Dundesgenosfen suchen müssen, die innerlich der terpartei gewann 20 unb verlor 53 Sitze. Die von ihnen gestützten Regierung feindlich gegen- Liberalen gewannen 7 unb verloren 94 Sitze. Die ckberstanden, die Liberalen. In der Außenpolitik "°rvativen haben endgültig die absolute ^hot ihm Mangel an Routine und Festlegung auf Mehrheit im neuen Parlament errungen.
Parteiforderungen, wie in der Rußlandfrage, die London, 30. Oft. Llohd George ist ge- Lürde des Mißgeschicks auferlegt. Frankreich wählt worden.
Gegenüber hat auch Mac Donald sich in den Ge- London, 30. Oft. Schatzkanzler Snowden Upen weiter bewegen müssen, die bereits durch und Winston Churchill sind gewählt worden seine konservativen und liberalen Vorgänger ein- » p n n h n « u. 111/ nr.,
een waren. In der In>ienpolitik und in der S0"b 3L°tt- ^aä> berm bisrn%
itigung sozialpolitischer Aufgaben hat ihn vorliegenden Wahlergebnis haben bie Wiederum die Behinderung durch dis liberale ! K on je r vai i ve n 400, die Arbeitet» Tarlamentsgruppe Beschränkungen auferlegt, die p a r t e i 151, die L i b e r a l e n 4 0 und die U n -
M- »on.
^rben die Konservativen und nctgebrungener= I ^n,a^TBetI 6oben 159 Sitze gewonnen und 6 vermaßen auch die Liberalen die Verhandlungen mit loten, die Arbeiterpartei hat 24 gewonnen und 65 Rußland und die verschiedenen zum Teil sehr auf- verloren, die Liberalen haben 9 gewonnen und 120 «bauschten Zwischenfälle dazu benutzt, um eine verloren. Die Anabhängigen haben keinen Sitz ver» Bahlatmosphare zu schaffen, deren Spannung zu rnrPn „„x ~ .
einer Entladung führen mußte, deren Opfer Mac 9rr(i Äe,n Mitglied der
Donald war. Nicht mehr um Schutzzoll und Frei-1 Elrbeiterregierung ist bei der Wahl unterlegen, handel ging wie vor einem Jahre der Kampf. Die I *
Tories haben ausdrücklich auf ihre Zollforderun- -r . .. ___ ________ m
gen verzichtet und nachgewiesenermaßen daher I Wahlsiege waren eine Ueberraschung selbst auch in ausgesprochen sreihändlerischen Bezirken! ck!crov:imistifchsten^Konservativen, besonvers Erfolge errungen. Gegen die Politik 'sozialistischer Erperimente hat England die Wählerschaft mifgerufen, und die Wähker haben im Hinblick auf die Regierungsergebnisse des Jahres 1924 diesem Rufe Folge geleistet. Die City mit ihrer einflußreichen Anhängerschaft sah sich durch die Kreditbestimmungen im Rußlandabdommen bedroht. Die breiten Massen erblickten das jäh auf- tauchende Gespenst des Bolschewismus und eilten