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Teaen, wie htes bft ZeirSK MrÄeiche. werde man zugeben
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Berlin, 26. Oft. Der Amtliche Preußische Pressedienst' teilt mit: Das preußische Innenministerium hat zur polizeilichen Sicherung der Wahl- vorberettungen und Wahlen in einer Rundversü- gung an die Oberpräsidenten, Regierungsprüsiden- ten und Polizeiverwaltungen es den Polizeiver- waltern erneut zur Pflicht gemacht, allen Störungsversuchen mit größter Entschiedenheit entgegenzutreten. Die Avtwendiakeit der wirksamen Durchführung dieser Anordnung gestattet es nickt, die Kräfte der Polizei zu verzetteln durch Sicherung von Amrüqen oder Versammlungen unter freiem Himmel, die sich in den letzten Monaten durch das Auftteten von verschiedenen Organisationen in Form von Fahnenweihen. Deutschen Tagen, Republikanischen Tagen usw. beträchtlich vermehrten. Der Minister, der übrigens vor einigen Wochen schon beim preußischen Staatsministerium im Sinne einer Aushebung der Verordnung durch den Reichspräsidenten vorstellig geworden war, wird aus den vorstehenden Gründen seine eigene Verordnung vom 24 Zull 1923 bis zum Wahltage aufrecht erhalten. Die Verordnung, die während der Geliungsoauer des Ausnahmezustandes ihre Bedeutung verloren hatte, beschränkt sich auf daZ Verbot von Amzügen und Versammlungen unter freiem Himmel und hat sich bisher, besonders in bewegten Zeiten als eine wirksame Vorbeugungsm ch- nahme im Interesse aller Parteien erwiesen. _
Lutz Ute» od«
und die Behauptung auf der französischen Seite: eS gibt ein Deutschland rechts und ein Deutschland link«. Ich werbe mich bemühen, solange es möglich ist, dies« Entwicklung aufzuhakten. i
Räumung Ergebnis
Lieber lösung
der Sanktionsgebiete fei daS große politische der Londener Verhandlungen.
die augenblickliche Lage, die zur Auf - deS Reichstages geführt hat. führte
Frage der Militärkontrvlle kurz ein. dann, daß er feine Außenpolitik Millimeter abänderte, wenn nationale Minister im Kabinett feien.
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Man hat das Reichsbanner Schwarzrot. gold geschaffen, das angeblich drei Millionen Mitglieder hat. Run glaubten diese Leute auf dieser Grundlage zu unerhörtem Erfolge in der deutschen Innenpolitik zu kommen. Dann wäre es nun innen» politisch falsch, große nationale Kundgebungen, wie den Deutschen Tag in Halle'zu veranstalten mit einer ganz bestimmten parteipolatifchen Einstellung. Die augenblickliche Stärkung der Reichsbannerbewegung gibt der Linken Hoffnung. Deshalb die Rede von dem Linksblock
’ifif habe die 3terr>fG4i+una, die Autorität der SRot, folluna und der Reaierung zu wahren: er würde sjefe "Glicht erfüllen wenn er »u berar+ia milden Strafen kommen wollte, wie sie der Reichsanwalt vorgeschlagen habe.
London, 25. Oft. Die „Daily Mail^ wirft Mac Donald vor, daß er die britische Nation verrate. Er hätte sofort, nachdem das Schreiben ihm oorgefegt wor»
Der L,,eigenvr«i, beträgt für den 10 gesp. Zeilenmillimeter O.OS Eolamark. Amtliche und auswärtige Anreizen 0,10 Seid« «ort Bei schwierigem Satz, sowie b. Platzoorschriften50°i, Aufschlag. Sammelan, eigen 100°/, Auf schlag. Reklame« 0,35 Loldm . 2-drr Rabatt gilt al» Barrabatt und aertällt, wenn die Zahlung später al» 5 Tage erfolgt. Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch di« Seschästsstell« und Zusendung der Angebot«. Erfüllungsort Marburg, 1 E.-Mk. —10|41 Dollar
müssen, daß sich diese Methode als die bessere erwiesen hat. Zur Frage des Eintritts in den Völkerbund, erklärte Dr. Strefemann, daß es gewiß wünschenswert sei, bah Deutschland nicht nur wie bisher der Rechtsanwalt für die deutschen Minderheiten im Völkerbunde fei, sondern auch im Richterkollegium säße. Gegenüber der Ansicht, daß man sich bedingungslos dem Völkerbünde anbieten müsse, habe er die Ansicht vertreten, das nicht zu tun und zu erklären, daß wir nur als gleichberechtigte Großmacht einträten und vor unserem Eintritt die Klärung der Fragen verlangen, die Lebensfragen für unS sind. Unverkennbar habe sich in der letzten Zeit eine Entspannung der politischen Lage vollzogen. Diese Entspannung sehe er in der Auswirkung des Sach» verständigen-Gutachtens. Die Ruhrräumung. und die
Verbindung im Sinne des § 128 anzusehen: nur soweit ihnen das subjektive Bewußtsein gekehlt habe, an einer geheimen Organisation teilzunehmen. mußten sie freigesprochen werden. Bei den Angeklagten Hoffmann, Killinger, Kautter und Müller komme erschwerend hinzu, daß sie die Gründer und Vorsteher der O. C. gewesen seien. Auch bezüglich der Angeklagten Henkel. Krebs, non Abondrot, Ehrentraut und Viebig fei die Vorstehereigenschaft angenommen worden, da sic sogenannte Bezirke leiteten. Artikel 124 R, V. der von der Verteidigung angeführt worden sei. stehe dem Charakter der O. C. als einer strafbaren Geheimen Verbindung nicht Entgegen. Was die An- 'laoe gegen Weoelin betreffe, so habe er von den Waffen, deren Vorhandensein er kannte, der Behörde keine Kenntnis gegeben: ihm wurden mildernde Umstände in dieser Richtung zugebilligt. Fm übrigen sek bezüglich des Strafmaßes zu erwägen gewesen, daß die Verhandlung nicht ergeben habe, ob die O. C. etwa hochverräterische Pläne verfolat bobe oder eine sogenannte Mörderzentrgle gewesen sei. Die Erzbergermörder seien aber tatsächlich Mitglieder der O. C. gewesen, ebenso einer der Ra- ^henanmörber und a"ch die frühen fco« (Scheidemann- Attentats hatten dorthin geführt. Weiterhin sei zu berückstchtigen gewesen, daß die O. C. eine sehr staatsaefäkrliche Verbindung gewesen sei. Die Angeklagten seien sich dieser Tatsache auch voll b-w"^ gewesen. Wenn sich einige Angeklagte auf d-n Standpunkt gesteht hätten, der Satzung keine Bedeutung beizumeffen. so Kütten sie etwas sehr Verwerfliches getan: vor allen Dingen hätten ste aste iungen Leute, die sich her Verbind""-, -"-stblaNen. V den Strudel der Verfehlungen mit hineingezoaen M-nn auch der Vorwurf einer WHvSersen+rafe fachlich durchaus unberechtigt sei. so sei doch durch die Rerhetzuna. wie sie seitens der O. C. neuen die Regierung getrieben wurde, eine Afmofnbäre mit geschaffen worden, in der stch sof-h» Eristenz-u wie die Erzhe-aerniorder und die Sch-idemann-Attender entwickeln konnten. Zugunsten der Angeklagten miistfe aeroürhinf- werden, tmst sie in he--r,arraaende» Weise im Dienste d->? Vaterkandes tätig aerne7”" leien und auch mm Schub- der gegenwärtigen Regierung ihre Haut zu Markte getragen hätten. 'Immerhin konnte der Gerichtshof hMen Milde- rungsgriinden nicht überwiegende Bedeutung bei-
SaS Urteil im MM wn S. L
Der Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik hat die angeklagten Führer der O. C. zu 3-y-8 Monaten Gefängnis verurteilt und ist damit über die Unträge des Oberreichsanwalts nicht unerheblich Mausgegangen. Auch in der Auffasiung der Unter- ftchungsergebnisie unterscheidet sich der Gerichtshof tu bemerkenswerter Weise von dem Ankläger: Mhrend dieser in den Punkten des Hochverrats und har politischen Mordvorbereitung auf erwiesene Unschuld plädierte, glaubte jener nur nicht erwiesene Schuld feststellund zu können. Das ist natürlich ein großer Unterschied: und der nicht in die Akten Eingeweihte kann sich kaum ein Urteil darüber bilden, »em er recht geben soll. Wir vermögen uns dem Eindruck nicht zu entziehen, daß der Staatsgerichtshof geglaubt hat, zugleich ein politisches Urteil ab- pgeben und der „öffentlichen Meinung" der Linken Rechnung tragen zu müssen. Dafür sprechen die Lätze in der Urteilsbegründung über die politischen Aufgaben des Staatsgerichtshofs sowie über die ttm der O. C. geschaffene Atmosphäre. Rechtlich konnten die Angeklagten nur wegen Geheimbündelei verurteilt werden, wofür die Höchststrafe ein Jahr Sefängnis betrügt. Der Gerichtshof ist also, obwohl er die Unbescholtenheit und die nationalen Verdienste der Angeklagten anerkennt, bei einem Teil «n ihnen ziemlich nahe an die Höchststrafe heran- gegangen. Das ist auffallend und zeigt, daß wir « hier mit einer „politischen" Behörde zu tun
AMebung des AusrwbMzMariöeS
Manchen 'Bürger wird vielleicht erstaunt fragen' Aabcn wir denn noch einen Ausnahmezustand gehabt? Wer im Parteileben oder in der Prelle tätig war, der wußte freilich, daß eS Derfarnmlunas- und Zeitungsverbote gab. die dem normalen ■ Verfallunaszustarch widersprachen. Der im September 1923 verfügte militärische Ausnahmezustand war allerdings im Adril in den zivilen verwandelt worden, bei dem der ReichS- minifter des Znnern die oberste Gewalt in Händen hatte. Zweifellos war auch dieser längst überflüssig geworden, und es ist nur zu billigen, daß er fetz' rum Wahlkampf aufgehoben wird. Der preußische Innenminister Severing fühlt sich allerdings Berufen, nun feine eigene Verordnung vom llluli 1923 wieder auszugraben, wonach Umzüge und Versammlungen unter freiem Himmel verboten sind. Auch die bad- rische Staatsregierung hat ja nicht ihren separaten Ausnahmezustand ganz aufgehoben, sondern nur ihn gemildert. Wollte Herr Severing die „Parität" unter ''en deutschen Staaten wahren — oder wollte er das ällenfliche Geständnis ableaen. daß die Gründung des Reichsbanners Schwarzrotgolb zu polizeilichen' Vor- llchismaßregeln nötiate?
B c r I i n , 25. Oft. Aus Vorschlag des Reichskabinetts hob der Reichspräsident, wie bereits gemeldet die bisher aufgrund der Verordmmq vom 28. Februar und ihrer Ergänzungen bestehenden Ausnahm.ezustandsbedinqunqen durch eine Vetordnunq vom 25. Oktober, die am Tage n.ikch, der amtlichen Verkündigung, allo am 27. Oft., in Kraft tritt. Damit sind die in diesen Verordnungen ausgesprochenen Beschränkungen für das Pressereckt, für das Vereins- und Versamm- lungsreckt usw. weggefallen. Die Reicksregie- rung hofft, bafi die von ihr wiederhergestellte Fre-h-st namentlich des Versammlungsreckts nicht z'ner.: zu Störungen führt, und daß der bevorstehende Wahlkampf von allen Parteien in einem Rohmen geführt wird, der Erschütterungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vermeidet.
Berlin, 25. Oft. Die heute vom Reickspräsi- tterfen erlassene Verordnung, von der bereits gemeldet wurde, hat folgenden Wortlaut: Auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfassung verordne ich: Die Bestimmungen der Paragraphen 2 bis 5 der Verordnung über Aufhebung des militärischen AuS- nc.hmerustandes und über die Abwehr stagtsfelnd- llcher Bestrebungen vom 28. Februar 1924 in der Fassung der Verordnung vom 25. April 1924 mit vom 17. Juni 1924 werden aufgehoben. Die Zuständigkeit des Staatsgerichtshofes zum Schuhe der Republii zur Entscheidung über anhängige Beschwerde-fachen -bleibt unberührt. 25. Oktober 1924. Der Reichspräsident: gez. Ebert. Der Reichskanzler: gez. Marx. Der Reichsminister des Innern: gez. Jarres. ’ 3, - 7 _
Sachlich muß aber bemerkt werden, daß der Prozeß vor allem eine Verurteilung derer ist, die vor Zähren aus unbekannten „Akten" in das deutsche kolk die Verleumdung warfen, die Organisation sei eine „Mörderzentrale" usw. Herr Wirth
England gegen die Sowjet-
London, 24. Oft Das F0reign Office bat an den Geschäftsführer der Sowjetrepublik ein Schreiben gerichtet, dem die Abschrift eines von Sinow- iefs unterzeichneten Briefes des Präsidiums des Ere- kutivkomitees der Dritten Internationale an das Zentralkomitee der britischen Kommunistischen Partei hei« geiügi ist. Dieser Brief enthält Instruktionen zu gewaltsamer Beseitigung der bestehenden britischen S t a a t s ei n r i ch t un- gen und Zersetzung der königlichen Wehrmacht als Mittel zu , diesem Zweck Das Foreign Office erklärt hierzu, die britische Regierung könne eine solche Propaganda nicht gestatten und müsse derartiges als Einmischung in innere britische Angelegenheiten betrachten.
PnMllM SlaalSkol
Der Preußische Staatsrat Hielt amFrei- kSg äbenTPeine Sitzung ab, in der er der vom Landtag b scklv'senen Aenderung des LandeswaHl- gesetzes und dem Entwurf einer Wahlordnung für den Preußischen Landtag zustimmle.
Dr. Jarres (Arbeitsgemeinschaft) regt an, die Gruppierung drr einzelnen Wahlvvrschläae nach der Größe der Parteien nach den letzten Wahlergebnissen erfolaen zu lassen. Die Preußische Wahlordnung müsse der Reichsstimmvrdnung angepaßt werden. Obwohl Ministerialrat S ch üh diese Aen- de un z im g gu wärt ge r Alwen^lck nicht für zweck« mäßig hält/ wird ein entsprechender Zusatzantrag Dr. Jarres zur Wahlordnung angenommen. Der Verordnung über die Ausübung der Rechte des Staats bei der Verwaltung des katholischen Äir- chenbermögens wird zugestimmt.
Damit ist die Tagesordnung erledigt.
Die nächste Sitzung findet am 10 .Dezember statt.
Stersemmm fiftt die PoM der BolkSpartei
Hamburg. 24. Oft. Dor dem Parteivorstand der Deutschen Vvllspartei, der Bürgerschaftsfraktion dem Landesausfchuh und den Vertrauensleuten der Organisationen hielt gestern abend Reichsauhenminister Dr. Strefemann eine große politische Rede, in der er u. a. erklärte, die Politik der D. V. P. sei eine nationale Realpolitik im Gegensatz zur nationalen Illussivnspolitik. Die D. D. P. habe sich auf den Standpunkt gestellt, daß wir uns selbst helfen müllen und daß das fortwährende Drängen auf bedingungsloses Annehmen einmal aufhören müßte
Mühlhausen (Thür.), 26. Oft 3m Rahmen deS Thüringer Parteitages der Deutschen Volkspartei sprach Strefemann heute in einer von Tausenden besuchten Versammlung über die politische Lage. 1
Seine Ausführungen bewegten sich in den Gedankengängen der in Frankfurt und Hamburg abgegebenen prvgrammatifchen Erklärungen. Vei seinen Ausführungen über die letzten innerpolitifchen Vorgänge wandte sich Strefemann gegen die von dem Führer der demokratischen Partei Erkelenz in Hamburg abgegebenen ßrflärungen. Wenn die Berichte über diese Rede zutreffend seien, dann fSnnte Erkelenz gar nicht die bisherige Regierungspolitik weiter verfolgen und prollamiere den Anschluß der Demokratie nach links unter Ausschluß aller derjenigen Parteien, die rechts vom Zentrum ständen. Wolle die demokratische Partei diese Entwicklung nehmen, so werde sie sich über die Folgen täuschen, die daraus für sie entständen. Man werde abzuwarten haben, ob der demokratisch« Parteitag sich auf denselben Boden stelle. Für die Deutsche Vvlkspartei komme keine andere Parole in Frage als diejenige, die sie bisher ausgedrückt habe, nämlich Führung der Mitte unter Anschluß der staatsbejahenden bürgerlichen Kräfte, nachdem die Sozialdemokratie eint andere Lösung abgelehnt habe. Prinzipiellen Ausschluß der Sozialdemokratie in Reich und Ländern lehne die Deutsche Dolkspartei ab, sie könne aber nicht an der Tatsache vorbei, baß sowohl die große Koalition im Reiche, als auch die große Koalition in Sachsen durch das Treiben der Linkskräfte hl der sozialdemokratischen Partei gesprengt bezw. gefährdet und erschüttert sei. Gegenüber den Behaupt. - tungen von einer „halbkonservativen Partei", sei und bleibe die Deutsche Vollspartei eine liberale Partei, die weder mit Klassenhaß noch mit Rassenhaß etwas zu tun hätte, die ihren Wahlkampf selbständig führe und ihre bisherige Politik betbehalten werde
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der Redner aus: Der Weg der Deutschen Vollspartei ging nicht dahin, einen Vürgerblock in dem Sinne zu schaffen, wie ihn Dr. Wir'h herstellt, einen Dürger- block, der »um Kampfe der Bürger gegen die Arbeiter I aufruft. Für uns handelt es sich um die Heranziehung der Deutschnationalen zur verantwortlichen Teilnahme an 6 en Re - gierungSacfthäften. Er ff ehe auf dem Standpunkt. daß für fange, vorläufig gar nicht absehbare Zeit hindurch. Politik in Deutschland nur auf dem Boden der gegenwärtigen Staatssorm möglich ist. Wenn wir uns aber auf den Standpunkt stellen, mit gewissen Parteien grundsätzlich nicht arbeiten zu wollen, dann beschwören wir eine unverantwortliche Opposition in Deutschland herauf.
Dr. Strefemann übte sodann Kritik an dem Wahlaufruf der Fraktion der Deutschnationalen Vollsvartei und fuhr fort: „Ich möchte darüber keinen Zweifel lasten. Ich halte, wie ich den Linksblock entschieden ablehne und der Meinung bin. daß er das Ende einer vernünftigen Entwicklung in Deutschland wäre, auch einen Rechtsblock nicht für wünschenswert Was bleiben soll, ist die Mitte. Menn dieDemo- kraten unter Führung Erkele nz' Politik des Linksblockes treiben, scheiden s.ie aus der Mitte aus. Aber was viel notwendiger ist, als die belanglose "Frage, was die Demokraten bei, der künftigen Reichstaaswahl tun. das ist die Frage, ob das Zentrum die Politik mifmo&t oder nicht. Hier stehe er auf dem Standpunkt, daß wir zu,einer Politik kommen müssen, die sich auf die mittlere Politik im Zentrum stützt, wie sie in dem Ramen Mav sich verkörpert.
Der Außenminister gab sodann einen Rückblick über die Politik der Vergangenheit und ging auf die
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Ami Frankfurt a. Main. r1-—‘ ‘~ "
war es. der diese heute als grobe Unwahrheiten erwiesenen Hetzreden hielt. Die Vertrauensleute, die dss htnferbrachten, sind- als Spitzel, Fälscher und t, Geisteskranke entlarvt. Sehr richtig schreibt die „T . A. 3 ":
So stellt der Verlauf des Prozesies eine in Wahrheit vernichtende Anklage gegen die dar, die mit einer fräflichen Eewisieniosigkeit jene Jünglinge und Männer der schwersten Verbrechen beschuldigten, die nicht nur keine Verbrecher sind, sondern sich in der Organisation Consul durch die Verteidigung deutschen Bodens in Oberschiesten und schon vorher in f der zweiten Mavinebrigade durch die bewaffnete Abwehr kommunistischer Putsche große Verdienste tot ihr Vaterland erworben haben.
Wenn heute das Reichsbanner Schwarz-Rot- Gold sich als die Schutztrupve der deutschen Republik brüstet, so soll nicht verpesten werden, daß, als es galt, für die Republik nicht nur in Windjacken und Mützen unter dem Schutz der Staatsgewalt aefahr- te zu demonstrieren, sondern seine Haut zu Markte jpr tragen, den Aufrufen der ersten republikanischen Regierung zur Bildung von Freikorps nicht die heutigen Reichsbannerhelden folgten, sondern jene Jünglinge und Männer, die sich jetzt wegen Geheim- Hnhelei vor dem Statsgerichtshof zu verantworten hatten. „ , , ,
Wir sind weit davon entfernt, eine Ifebertretung de Strafgesetze beschönigen oder entscbcildigen zu »ollen Aber dem tiefer eindringenden Blick ermht sich ganz klar, daß die Gerichteten dieses Prozenes Nicht die verschiedenen Todfeinde der deutschen Re- Mbsik sind, sondern die, die sich als ihre treuesten Hüter ausipielen.
r Die Urteilsbegründung.
Leipzig, 25. Oft. In der Begründung des Urteils im Prozeß Hoffmann und Genosien gino der Vorsitzende Riedner auf die Entstehung der D. C. ein und führte aus, daß den ehemaligen W stehörigen der Marinehrfnode
stärkerer Zusammenschluß wünschenswert war: außenpolitisch rci dafür der dritte rol’vi'h'' . ■■
f rb innenpolitisch der mi+*eTbe>>;f*.<' ,
gebend newelen. Damals Ickon habe man beaonnen einen Verband zu bilden, der im wesentlichen denselben Voraussetzungen entsprgch. die dann zur I Gründung der O. C. führten. Die Organfiation - habe damals schon eine Zeitschrift, Micking. heraus» stegeben, deren Inhalt zweifellos erkennen laue, da ein Kampf gegen die Regierung wenn auch nur tn Wort und Schrift, energisch geführt werben 'ollte sim Juni 1921 wurde dann die eiaentlirhe Organisation Eonsul gegründet. Es seien damals d:e Sitzungen besp»ochen und schriftlich niehergeleg. »orden.
Der Gerichtshof habe sich auf den Standpunkr der Vert-'fdiguno gestellt, daß die Satzungen damal- »ur ein Entwurf gewesen seien. In den Satzuno-- sei aber nur das schriftlich nieberaefra# worden, um- tatsächlich die Bestrebungen der O. E. waren: sie leien allo aewisie'-maßen ein Viederlchlag dieser B<>- sirebungen gewesen. Die Satzungen enthielte" mehrere Bestimmungen innernolitllchor Natur. Die Organisation wurde als eine Geheimorganifation F bezeichnet die eine Macht werden solle, um im gegebenen Moment zur Stelle zu sein: ein weitere- •Riel fei der Kampf gegen di- anfinationale W-i- ■ Jorer Verfassung. Die den Verrätern angedrobte s Sehme sei narb der lleb-rzeuanna de? Gericht? m-h* eine erclusio cum infamia. sie bedeute vielmehr, daß ein Verräter damit rechnen könne, mit dem *ode bestraft zu werden. Entsprechend dem Ent- fvrirf der Satzungen habe sich die O. E. in der Folgezeit weiter betätigt, wie die« namentlich aus dem ,.?PiH-rnaraeht G« bestanden drei Abteilun- : Für gllaemeine fragen unter Hoffmann:
l mr m-lltärifche Fragen unter Killinger und p P11 Vrestefragen unter Kautter. Die Angeklag- > feien sämtlich als Teilnehmer an einer geheimen
Die Ausfuhrabgabe muß Wen
Qu. Berlin, 27. Oft. Die Reicksregie» r u n g hat bei den oegenwärtigsn Verhandlungen zur Regelung der Wirtschaftsbeziehungen mit de» Ententemächten einen sehr schweren Kampf zu bestehen, um die endgültige Aufhebung der 2kprozentigen Äusfuhrabgabe zu erzielen. Während man bisher angenommen hatte, daß die alliierten Regierungen mit Rücksicht auf die fieren und eindeutigen Voraussetzungen des DaweS- autachtens zur Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit Deutschlands von selbst die Rotwendig- teit einer Beseitigung dieser außerordentlich schädigenden Abgabe veranlassen würden, scheint eS fetzt, daß unter dem Einfluß der englischen Wirt- schaftSlreise eine Einheitsfront unter allen alliierten Regierungen gebildet werden soll, die an dieser Abgab efesthält. Wie wir hierzu von maßgebender Reoierungsseite erfahren, wird die ReichS- '.egicrung nickt in der Lage sein, mit denjenigen Ländern handelsvertragliche Abmachungen zu schsießcn. die an der 23 Prozentigen Ausfuhrabgabe festhallen.
Morbm a. L, Montag, den 27. Sktvber
59. Saheg. 1924
RT. 253
AMtger für (bas früher kilrhesflsche) SberßrNen - Amtliches Berkün-immMM des KrelleS Rardnrg