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Marburg a. £., Semmbenb, den 18. Oktober

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Der Erfolg der JeuWand Aalelhe

2luS Newyork meldete ein Funksvruch, daß die Zeichnung auf di« Deutschland-Anleihe bereits 12 Minuten nach ihrer Auflegung geschlossen wurde.

Das ist zweifellos nicht nur ein materieller, son- dein auch cm großer moralischer Erfolg für die Deutschen. Dieses Deutschland der Tot, der Arbeit und der zähen Energie tritt ja gerade in diesem Augenblick den Amerikanern in Gestalt seiner edel­sten Verkörperung, dem Zeppelinluftschiff unmittel« bar vor Augen.

Zwei Minuten nach Schluß der Zeichnung hat die Deutschland-Anleihe an der Aewhvrker Mrs« bereits einen Kursgewinn von 2 Prozent davon getrogen. Auch das ist wiederum ein Rekord für eine Anleihe, der ftn der Finanzgeschichte aller

««btÄmWutz!

»RechtS"ausschuß des Reichstages, be- nur noch au« den »LtnkS"partti«n, tagt

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Bel Fettsucht, Nrrftvpsmrg, Kmmhoröen hilft echtes Homburger Salz entschiedca. Beacht« die Originalfirma: Bad Homburger Heil» quellen", E. m. b. H.

Abg. Hassloch (dntl.) erklärt, Preußen müsse intcr allen Umständen in seinem berechtigten Der- mngen unterstützt werden.

Abg. Fischbeck (Dem.): Wir halten fest an den krrungenschaften der Weimarer Verfassung, welche «e Verwaltung lind Regelung des Verkehrswesens einhettlich in die Hand des Reiches gelegt hat. In km Schlußprotokoll zum Staatsvertrag über den Ucbergang der preußischen Eisenbahn ist gesagt, daß, Denn für Bayern eine Sonderorganisation zwischen

schrieben ist, über die Bildung des Vor st an des der Deutschen Reichsbahngesell schäft ohne vorherige Fühlungnahm

5© Jahre Brauns'«ns Farbeft g für den Haushalt-1 B Neuheiten rum Färben ohne Kochen:

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unter dem Dorsch de« Herrn Iwan Katz weiter. Die bürqerlicben Partei«« haben vvrgezogen, den roten Häuptling allein arbeiien zu lasten, «nb bi« Beschlußfähigkeit des Hauses bezweifelt. DaS be­kümmert jedoch die Kommunisten und Sozialdemo­kraten nicht. Sie stehen also trotz fortdauern­dem Geschimpfe »Vörwätts" contraRote Fahne" schließlich doch in gemeinsamer Front. Also man tagt, faßt Beschlüsse: Aufhebung der bayrischen Ausnahmeverordnung. Man ist ja nun unter sich und kann, wie man will. Man lächelt natürlich auch über ein Schreiben des Reichstagspräsiden­ten. der alle Beschlüsse als Ausschusses als hinfällig bezeichnet, da dieser beschlußunfähig sei. Denn dies Ist von bürgerlicher °e te z'u. elf l r> h »inen Borvosten festgestellt worden. Aber es scheint den Herren unter sich sehr gut zu gefalleck. Da je- Ausschuß beschlußunfähig ist, also formal gar nicht tagt, werden auch keine Diäten gezahlt. Das ist schon bitterer. Immerhin: Wan will seinRecht" durchfeckten. Das Komische dabei ist. daß diese AuSschußbeschlüste. selbst wenn sie formal gültig wären, gar keinen praktischen Wert hätten, weil doch im Plenum die Mehrheit eine andere ist.

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BrrMchrr Landtag

351. Sitzung vom 17. Oktober.

Vizepräsident Dr. v. K r i e s eröffnet die Sitzung »m 11 Uhr 15 Min. Auf der Tagesordnung steht erster Gegenstand der Zentrumsantrag, das Lraatsministerium zu ersuchen, Auskunft über den tztand der Verhandlungen über die Einfüh - rung eines Wohnungsgeldes statt des Ortszuschlages in der Beamtenbesoldung zu geben, sowie vor der endgültigen Stellungnahme des ßtaatsministettums dem Landtag Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

Abg. Baumhoff (Ztr.) begründet den An­trag und weist auf die bevorstehende Neuregelung jm Reiche hin.

Abg. K leinm ey er (Soz.) stimmt den Aus- fihrungen zu und ist für Ausschußberatung. Seine Partei sei für Beibehaltung des Ortszuschlags. Aus fünf Klassen solle man drei machen.

Abg. M e i n i ck e (D. Vpt.) erklärt, augenblick- lich könne man in dieser Frage nicht zu einer end« gültigen Entscheidung kommen. Den unteren Beamten müßten die Lebensnotwen- bigkeiten gegeben werden. Eine ent­sprechende Spanne gegenüber den oberen Beamten sei aber unentbehrlich. Seine Partei sei geschlosien für den Zentrumsantrag.

Hierauf begründet Abg. Dr. P i n k e r n e i l (D. 8pt.) die Große Anfrage seiner Fraktion, die auch von den Sozialdemokraten und dem Zenttum unter«

Lehrern teilen da« gleich« Schicksal. Ebenso Xie* sende von Studenten, btt der .Reinigung" bet Hochschule zum Opfer gefallen sind. Die Zeit­spanne, in bet nach der Vertreibung Tausend«« von Gebildeten auch die bürgerlichen Intelligenz«« ass brauchbare Arbektswerkzeuge herangezogen wur­den,! st beendet. Man sieht, daß jeder .Kompro­miß" der Sowjetherren immer nur in der Augen* bllcksnot geschlossen wirb und an den Endziele^ nichts ändert.

Moskau, 16. Oft. Der deutsch« Geschäftsträger v. Rabovih hat dem Volkskommissar für daS Aus­wärtig« Tschitscherin, «amen« der deutschen Re­gierung 1000 Goldrubel für die durch die folgenschwere Leberschwemmungin Leningrad Betroffenen ein* gehändigt. Tschitscherin dankte in herzlichen Worten und erklärte, er sehe in der "hochherzigen Spende eine von ihm im gegenwärtigen Moment besonder« begrüßte sympathische Kundgebung, die seine Hoffnung auf eine weitere Dertiefung der gegenseitigen Be­ziehungen stärke.

Moskau, 16. Ott Anfang November werben die Derhandlungen zum Abschluß eine« Handels« Vertrags mit Deutschland beginnen. Der Rat der Bolkskvmmistare ernannte eine Delegation von lechS Bertretern aus dem Dollskommissariat des Aeußeren und dem Dvlkskommissariat für Außenhandel.

Moskau ,16. Oft. 3m Bezirk von Nikolajewsk am Amur ist durch starken Sturm daS Wasser so hoch gestiegen, daß zwei Ansiedelungen über­schwemmt wurden. Es sind ungesähr 400 Menschen­opfer zu beklagen. Große Schäden wurden den Fischereien zugefügt

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bei Hupen, Heiserkeit, Katarri

niSvollen Schlaf, wenn mir recht ist. Hm, Zeit ist nicht nur Geld, lieber Herr Marchese, sondern auch Wissen. Während Sie sich also anziehen, werde ich die .Topographie ihres Wohnzimmers studieren die des DorraumS für Ihr Schlaf­zimmer habe ich schon, allerdings nur oberfläch­lich in Augenschein genommen. Rein bemühen Sie den Diener nicht, ich werde die Fensterläden selbst öffnen. Aebrigens sind diese Patenttür- sperrer, deren Sie sich bedienten, noch verbesse- rungsfäbig. denn sie haben, wie ich wenigstens an der Tür dort sehe, das Holz leicht verkratzt."

^zch war wohl beim Abnehmen ein wenig hastig in der Aufregung es ist meine Schuld", mur­melte Don Gian, der sich durch seinen Gast etwas geniert fühlte, nachdem er heroisch einen inneren Protef. über dessen ungeniertes Eindringen in fein Schlafzimmer unterdrückt hatte.

Ah ja, natürlich Sie mußten ja selbst die Dinger wieder entfernen, d'e sonst entschieden einen Einbrecher stark aufgehalten hätten", meinte W'.nd- müller, der inzwischen aufgestanden war und die Augen in dem Schlafzimmer herumschweifen ließ. »Die Bettstelle ist schwer sie ließe sich selbst von einer kräftigen Frau nicht ohne Anstrengung und Geräusch abrücken, weil die Füße, die sehr niedrig sind, keine Rollen haben", bemerkte er, das Möbel prüfend ansehend.

Don Gian machte eine abwehrende Bewegung. »Ich habe das Bett abrücken lassen, um nachzu- ehen, ob darunter, darhinter oder daneben jemanv eindringen könnte", versicherte er lebhaft. »Ich and nur glatten, undurchbrochenen Steinboden, so­lide Wände, glatt mit Tapet« bespannt, die sie im gsanzen Zimmer sehen. Nichts, was auch nur den Bedacht, hier möchte eine verborgene Tür ein, erwecken könnte."

»Und die Tür. die in mein Schlafzimmer geht, trägt, wie ich sehe, noch den Patentsperrer", sagte Windmüller, der den verhüllenden Vorhang zurück- geschlagen hatte. »A^erdies habe ich schon von mein« Seil« festgestellt, daß bte Tür sehr lang«

Gian die Augen wieder aufschluq mit dem Anterbewußtsein, bah irgendeine gegenwärtige Per­son wegen irgendeiner Pfllcht ihn geweckt, war es Heller Tag, aber spät konnte es noch n'ch- sein, denn die Sonne war noch nicht über das gegenüberliegende Gebäude gestiegen.

,EH?" machte er erstaunt, als seine noch halb geschlossenen Augen von dem offenen Fenster an das Fußende seines Bettes glitten, denn dort auf dem davorstehenden Stuhl saß Dr. Windmüller. die Hände überm Knie gefaltet, und sah ibn wohl­wollend an.

»Es tut mir sehr leid, Herr Marchese, Ihnen den so notwendigen Schlaf verkürzen zu müssen", sagte er mit feinem wohlmodul>erten Organ, das auch ein Vorrecht oder eine Errungenschaft der Bildung ist. »Da sie aber die schlechte Gewohn­heit haben, bei offenen Türen zu schlafen

»Warum hätte ich sie denn zuschliehen sollen?" unterbrach ihn Don Gian, im Bette aufsihend. »Ich habe ja heute nichts bei mir, was mir hätte gestohlen werden können! Schlimm genug, daß ich für eine Nacht in meinem eigenen Hause das Ge­fühl der Nvtwendigkett hatte, mich gegen eigene Verwandte verrammeln zu müssen mit welchem Erfolge, wissen Sie ja! Ich hätte ebensogut, viel­leicht sich«er. auf offener Sttaße schlafen können."

»Vermutlich sicherer im Eisenbahnwagen", gab Windmüller unumwunden zu. »Aber die Gewöhn» heit des Schlafens bei offenen Türen ist doch eine schlechte, selbst im eigenen Hause. Besonders in ihrem Falle. Indes, das war nur eine Neben­bemerkung, eine pädagogische Abschweifung. Also, ich fand Ihre Tür offen sie war nicht einmal eingeklinkt und trat ein, um Sie zu wecken. Es ist noch ftüh am Tage, wenigstens für Leute, die nichts zu tun haben; weil wir aber in Geschäften hier sind, die uns über die notwendigste Rast nicht ertauben hinkuszugehen, so mußte ich mir die Frei­heit schon nehmen. Der anstoßende Raum ist ihr Wohnzimmer, nicht wahr? And vor dem großen runden Tisch schliefen Sie Ihre» verhäng-

nidbt mehr geöffnet worden ist", fuhr er fort. ,Ek liegt Staub auf der Schwelle jenseits der geschlos« senen -Flügel, alter, unberührter Staub. O ja mangelhaft aufräumenbe Stubenmädchen haben schon oft geholfen, solch wichtige Dinge zweifel­los festzustellen. Auch fand ich an der ganzen Wand nichts, was darauf schließen lassen könnte, hast sie vielleicht den Vermittler gespielt. Aha, und dort steht auch die Saftflasche, die sie erwähn­ten diesmal unberührt, wie ich sehe. Ich ver­mute, «S wird Zeit brauchen, bis Sie sich wieder überwinden werden können. Soft aus solch einer Flasche in Ihr Sodawasser zu gießen ;o etwas bleibt lange an einem hängen, kann einem den uu- chuldigsten Genuß gründllch verleiden. Ah, was haben wir denn da?" unterbrach er seine Betrach­tung, die dem armen jungen Diplomaten die ganze Bitterkeit seines Erlebnisses zurückbrachte.

Mit Verwunderung sah er dem berühmten Mann zu. wie dieser sich neben dem Tischchen, aus dem das Tablett mit den Flaschen und dem Glrtt, Der Zlrckerschale und der diesmal nicht fehlenden Zitrone stand, aus die Knie« niederließ und oen Boden von glatter, bunter Breccia, dem zusam­mengesetzten Marmvrguß, aus dem die Fußböden her gestellt werden, mit tief herabgebeug'em Kopfe betrachtete, denn der große türkische Tepvich. bet das Zimmer bedeckte, ließ rings an den Wände« einen faf* meterbreiten Streifen frei, auf dem dl« Kastenmöbel und eben der erwähnte Tisch standen. Don. Sian konnte um die Welt nicht sehen. waS Doktor Windmüller dort zu betrachten fand, aber er hatte doch schon etwas über die verschiedenen Methoden der Detektive gehört und vermutete also ern Gast nicht mit Anrecht auf einer fegen amten

(Nachdruck verboten.)

M SaS Metoimmtr.

Venezianischer Roman

bvn E. von Adlersfeld-Ballestrem.

22. Fortsetzung

In der kleinen Pause aber, die zwischen seinem Een und zweiten Herauslehnen aus dem Fen» kr lag, hatte sich daS Bild unter ihm verändert' *Ce weißgekleidete Arme hatten sich mit in ein» ?-2rgeschlungenen schlanken. Weißen Händen über A Jeasterbrüstung gestreckt, und der Kopf mit der metallisch schimmernden Blondhaares hatte miibe darauf gestützt. DaS Haar, auf das SErnb gerade schien, legte sich wie ein Mantel über die rechte Schuller seiner Besitzerin, so- **> Von oben von ihrem Profil nichts zu sehen aber Don Gian fürchtete, daß durch einen £2unter Dem schimmernden Schleier zu ihm selbst »NLusgesehen werden könnte, und lautlos zog er wieder zurück.

Sie cwnMe Ausmerzung der MMgenzkeM in Rußland

Im Sowjetteiche weht politisch augenblicklich wieder ein außerordentlich scharfer Wind. Die Machthaber, die zahlenmäßig eine geringe Minder­heit bilden und ihrer Stammeszugehörigkeit nach selbst keine Russen sind, haben den ungeheuerlichen Beschluß gefaßt, die Reste der aus den früher herr- scbenden Kreisen stammenden Intelligenz, die in Nutzland noch verblieben ist, völlig aus dem toirt- schaftlichen und politischen Leben auszumerzen. Alle an irgendwie leitender Stelle stehenden Per- sönllchkeiten sollen, soweit es noch nicht der Fall ist, durch zuverlässige Kommunisten ersetzt wer­den. um mit der Klasse der Gebildeten aus bürger­licher Zeit endgültig aufzuräumen. Durch Erlaß der Regierung im »Leninski Nabvr" ist die Neu­besetzung aller »Intelligenz"-Stellungen vorge­sehen. Nach offiziellen Sowjetnachrichten sind bis zum 1. September bereits 343 000 Gebildete aus staatlichen Stellungen sowohl wie aus freien Be­rufen heraus allein aus dem Grunde ihrer Eri- stenz beraubt worden, weil sie keine »proletarische" Abstammung nachweisen konnten. 5000 Ingeni­euren, die in staatlichen Unternehmungen beschäf­tigt waren, ist es über die Vernichtung ihres Da­seins heraus verboten worden, sich auch als Ar­beiter einen Erwerb zu suchen. Zehntausende von

baut« Neubaute«. Bettet»« ist «aelasje», wenn 40 Prozent des Goldwertes der Zuschüsse bi» eure 81. März 1925 rurückgezablt werden.

Der sozialdemokratisch« Anttag aut Be» freiung der Genossenschaften, insbesondere der Konsum, vereine, von der Gewerbesteuer wurde als sachlich un­berechtigt angeseben, da der gleich« Antrag bereit» im Sommer abgelebnt wurde. Es wurde beschlossen, di« AnstLt des Bertasiungsausschusse» etnzubolen. Weiter abgelebnt wurde ein sozialdemokratischer An­trag, der beantragte, den Gemeinden den Erlab von selbständigen Gewerbesteuerordnungen zu gestatten.

-Solches Haar! Ich hätte nie geglaubt, baß es Mtz.'S Haar geben könnt«, ba« Haar der Venezia CttltH Venezia des Veronese I" dachte er lächelnd 1 Irrsten Male lächelnd seit fett er mit seiner Bester gesprochen. ObS diese« Lächeln war.

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ausging, das den eisernen Dann brach, der J8 4erz und Seele umklammert hielt. er wußte . "lcht und fragte auch nicht danach. Ohne den 2kbenzimm« bereitftehenden Imbiß zu Beritt). ^det* er sich rasch aus. legte sich zu Bett,

io» b Lj* «w völligster Erschöpfung rettete ihn traumlose Land der zur dringenden Dot- ')*flfett gewordenen Erholung hinüber.

» Ein Vertreter der Regierung führt au», die Preußische Regierung sei von Anfang an im Sinne 6 -a*1* kr Interpellanten bemüht gewesen.

Abg. F r i e e (Soz.) stellt die tatsächliche Ver­letzung der Bestimmung des Staatsvertrags fest. Bauern habe ein Sonderrecht erhalten. Bayern habe sich ausdrücklich die Geltendmachung feines par- tikularistischen Standpunktes vorbehalten, sobald kr Stand der Reparationsfrage es gestatte. Herr Dcfer habe Bayern Zugeständnisse gemacht, welche kn deutschen unitarischen Gedanken bedrohen.

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Aus den Ausschüssen.

Berlin, 17. Ott. Der Saüvtausschuh des vreuhi- chen Landtages genehmigte die Verordnung über die A u s d e hn ung der Sauszinssteuer auf mit Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln ge-

Reichsbahnverwaltung und den einzelnen Direk­tionen eingeschoben wird, die übrigen Länder sich dazu ihre Zustimmung Vorbehalten. Man hat aus politischen Gründen Bayern Entgegenkommen ge­zeigt, So hoffen wir, daß auch ein bayerisches Re­servatrecht auf diesem Gebiet im Laufe der Zeit ebenso verschwinden wird, wie die besonderen würt- tembergischen und bayerischen Postabkommen ver­schwunden sind. Es ist eine ungeheuerliche Forde­rung, die in der Interpellation erhoben wird, daß der Vorstand der Reichsbahngesellschaft nicht eher gebildet werden sollte, als zwischen dem Reich und Preußen Über den einen Direktor der preußischen Bahnen eine Einigung herbeigeführt ist.

Abg. Dr.Schwering (Ztt.): Wir stehen aller- dings in einer hochpolitischen Debatte um den unita­rischen Gedanken. Wir sind und bleiben auf diesem Gebiet föderalistische Wir treten gerade vom Stand­punkt der Weimarer Verfassung für die Rechte Preußens ein. Ist der Staatsvertrag zwischen Preußen und dem Reich gültig oder nicht? Darum dreht sich die ganze Frage. Ist er gültig, so muß er ausgeführt werden. Herr Oeser hat bewußt einen Staatsverttag verletzt. Die Demokraten sollten sich die Herren genauer ansehen, die in das Kollegium berufen sind. Herr Oeser soll, wie ich gehört habe, 240 000 Mark Gehalt beziehen. Wir haben hier die Interessen Preußen» und de» Reiches zu wahren.

Abg. Metzenthin (D. Vpt.): Wenn ein Land in Deutschland so zurückgedrängt ist wie Preußen, muß es umso eifersüchtiger seine Rechte zu wahren bemüht fein. Die preußischen Interessen werden mit Erfolg nur vertreten durch einen Preußen verant­wortlichen Mann im Direktorium.

Abg. Fries (Soz.) bemerkt: In dem Streit um die Zusammensetzung des Vorstandes wollen die So­zialdemokraten sich nicht einmischen. Den preußischen Interessen muß aber Genüge geschehen.

Abg. Fischbeck (Dem.): Was Herr Oeser in seiner Erklärung zugesagt hat, das wird er halten. Herr Minister Oeser hat sich nicht 240 000 Mark Ge­halt bewilligen lassen. Das ist ein aufgelegter Schwindel. Minister Oeser und die Direktoren be­ziehen keinen Pfennig mehr, als sie vorher als Mi­nister bezw. Ministerialdirektoren ober Staatssekre­täre bezogen habe.n Ueber die Normierung der Ge­hälter hat überhaupt noch keine endgültige Be­sprechung stattgefunden.

Damit ist die Besprechung erledigt. Der Gegen­stand wurde dem Verkehrsausschuß überwiesen.

Es folgt die Weiterberatung des Haushalts für Volkswohlfahrt.

Abg. Dr. Quaat-Faslem (dntl.) weist auf die Folgen der Anahme des Dawesgutachtens hin. Wir sollen unmenschliche Leistungen für die Entente erfüllen. Umsomehr bedarf es der Pflege der Volks­gesundheit. Die Ernährung muß gehoben, die Schulspeisung möglichst ausgedehnt werden. Die Anträge der Demokraten über die Bekämpfung der Tuberkulose werden wir unterstützen. Redner weist dann auf die Notwendigkeit der Bekämpfung des Alkoholismus und der Geschlechtskrankheiten hin. Unerhört fei, daß in Berlin russischen Aerzten Woh­nungen zugewiesen worden seien, während deutsche Aerzte keine Wohnung finden.

Abg. Heidenreich (D. Vpt.): Wir müssen leider im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Mittel bleiben und versuchen, damit ba» Beste für bie Volksgesunbheit herauszuholen.

Darauf würbe bie Weiterberatung auf Sonn« abenb 11 Uhr vertagt.

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eit ber preußischen Regierung. Der Redner erinnert daran, daß Preußen bie Bahnen geschaffen habe. Deshalb verdienten die Wünsche Preußens loyale Berücksichtigung. Preußen habe ein starkes Anrecht darauf, einen besonderen Ver­trauensmann im Direktorium zu haben, der mit den preußischen Belangen besonders vertraut sei. Es liege ein Konflikt vor nicht zwischen Preußen und km Reich, sondern zwischen Preußen und der Reichsbahngesellschaft.

Dr. D a l l m e r (dntl.) beantragt bie sofortige Zitierung bes H a n b e l s rn i n i st e r s. Kein Mi- Aister ist anwefenb.

Das Haus lehnt ben Antrag Dallm er «6.

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