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Marburg a. 8., SirnStag, den 14. Oktober

ftt. 241

59. zahrg. 1924

AnrelMwrOas Mer WW SberKBsn - AmWes VrrvmdjgtmgMm des Krelles Marb-irg

Dtt ,.Oberhesii!che Zeiturig" «rsch-int s«ch,mol wörtlich. Bezugspreis monatlich 2 Mark ausschliehlich Zustellun^sr«. Tet «nzsiaenpreis beträgt für den 10 nein ^ellernnflPinefM nn« , n.

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Die zweite WWllung der Revks

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*rtrtf^®Lbte b»« dielen nach hier

, Jett hinaus em« Konfliktfälle zwischen den beiden Ländern

kommission hat in ihrer heutigen Vormittags- sitzung auf Antrag des Generalagenten für di« Re-

. _______> ganz unverkennbar

wäre. Diesem Wirtschaftsabkommen würde eins

Die ReparativnS

ötslz fliegt er zwischen ßimmel und Wasser

An Bort alles wchl-Jn Verblödung mit Amerika

Made in Germanh, bas Wort, welches Eng­land zum Schutze gegen deutsche Waren geprägt hat, kann Deutschland jetzt mit großem Stolz au' das Wunder deutscher Tschn k anwenden, das ge­rade im Augenblick, da diese Worte nledergeschrie- Pen werden, den Ozean erreicht hat, nachdem 0*3 innerhalb acht Stunden über 920 Kilometer von Friedrichshafen über Basel. Belfort. Lyon, Eon- fvlens und die Girondemündung zurückgelegt hat. 4tn Bord ist alles wohl, lautete die beruhigende Tachricht. die der Funker Speck von Bord des Luftschiffes sandte, als es gerade den Ozem er­reichte. Nicht nur hoffentlich, sondern ganz be­stimmt wird es genau so heißen, wenn die Küste Smcrikas in Sicht kommt.

f - Bor dem Friedrichshafener Lokalblatt stehen die Denfchenmaffen dicht gedrängt, in erster Linie wohl die Angehörigen der Besatzung, und warten au die eintresfenden Nachrichten; in den Gasthöfen m>d Kaffees werden die Depeschen sofort an die Tafel geschrieben, genau wie son stdie Wettberichte. Eifrig verfolgen die Gäste die Fahrtrichtung an Hand ausgelegter Karten und kalkulieren und dis- ktnren, wenn der Zepp unser Zepp wie »cni mmer wieder zu hören bekommt, wohl die Azoren, die Dermudasinseln oder gar Amerika er­reicht haben wird oder kann.

Die Besatzung ist absolut sicher, daß das Unter- nehmen glatt gelingen wird, und hat nicht einmal Rettungsgürtel mitgenommen. Dafür aber diverse . Talismane in Gestalt von ausgestvpften Vögeln, bic sich opferwillige und zeppelinbegeisterte Damen krn den Hüten gerissen haben (in der sicheren ^ebcr-eugung, daß die Ehemänner, hingerissen von - frkch edler Gesinnung, einen neuen spendieren wer» i ben> Teddybären, Wollbabys usw.. Daß sich an Word ein Grammophon befindet, versteht sich von i Kkbst.

Die Besatzung besteht insgesamt aus 27 Mann f Mio. vier Amerikanern. Die auf 27 Mann borge» ; Wkne Besatzung rft um einen Maschinisten der- »mgert worden, der im letzten Moment einen Nci-

und die Tränen, die viele von der Zuschauer» menge vergossen, flössen aus diesem Grundes

Die seit Wochen in Friedrichshafen vorherr­schende Spannung wird erst nachlassen, wenn das Schiff glücklich in Amerika gelandet sein wird. Tie Fremden beginnen bereits abzureisen. in einigen Tagen wird Friedrichshafen leer und öde sein. Heute w *Ilen dichte Nebel vom Bodensee und viele sagen: Gott sei Dank, daß er fort ist, sonst würde er 2 überhaupt nicht mehr geschafft haben.

Warum mußte er über Frankreich fahren und den Feinden Deutschlands diesen grandithen An­blick gönnen? So fragen viele verbissene Leute. Diese Frage ist gewiß berechtigt. And doch ists auch gerod umgekehrt gut. Es ist das beste Pro- Pag rndamittel, das Deutschland zur Zeit hatte, um die Größe deutschen Geistes, deutscher Ausdauer Fleißes augenscheinlich zu demonstrieren. Daß es auf Reparationskonto abgeliefert werden muß, ist bedauerlich, ein Kaufmann würde es aber auf Reklamekonto buchen«

Gute Fahrt und viele Bestellungen auf neue j Zeppeline!

Newyork, 13. Okt. Ein Kabeltelegramm, das heute morgen von Terceira auf den Azoren eintraf, besagt, daß L. Z. 126 in ^tlofei Verbindung mit diesem Ort steht und erwartet, ihn heute 12 Uhr Azorenzeit zu passieren. 0

Die beutMmmöjjjche ElltjpWmmg

Qu. Berlin, 14. Oktober.

AiMim, des Reichstags?

Die »Zeit" glaubt auf Grund der vorliegenden Nach­richten an die Notwendigkeit der Auflösung deS iNeichstageS, wodurch voraussichtlich auch der Zusammentritt des jetzigen Reichstages überhaupt hin­fällig werden dürfte.

Berlin, 13. Okt. Auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Reichstages, die von dem Aeltestenausschuh auf den 21. Oktober, nachmittags 3 Uhr festgesetzt wurde, steht die Annahme einer Re­gierungserklärung.

[ Am Mittwoch neue Parteiführer-Besprechungen.

Qu. Berlin, 14. Okt. Wie verlautet, beab» sichtigt Reichskanzler Dr. Marx erst am Mittwoch wieder die Verhandlungen mit den Parteiführern aufzunehmen. Die Aussichten einer Erweiterung der Regierungsbasis nach rechts scheinen sich auf Grund neuerlicher Vorbesprechungen zwischen den beteiligten Parteiführern ein wenig gebessert zu haben. Innerhalb des Zentrums dürste sich eine Mehrheit für die Einbeziehung der Deutschnationalen in die Negierung unter be­stimmten Vorbehalten aussprechen, so daß die größ­ten Schwierigkeiten lediglich bei der demokratischen Reichstagsfraktion liegen dürften. Nach Lage der Dinge ist kaum damit zu rechnen daß vor Freitag eine grundsätzliche Entscheidung fallt.

Verzögerung der Völkerbundsangelegenheit.

^gehalten und 4 Adm-chgelass«. wurden, als das Schiff bereits Halle gebracht war. Viel, der Männer «Nb Sttabtt. Mt 25 Kilometer douRa- fctTSl UnZL 6*iterea Umgebung während Friedrichshafen gewandert waren, 006 Schiff überhaupt nicht mehr gesehen.

Der Zeppelin befand sich um 7.20 Uhr vormit­tags auf 41 Grad nördliche: Breite, 38 Grad west­licher Länge. An Bord ist alles wohl.

st. Washington, 14. Okt. Das Luftschiff L. Z. 126 befand sich um 3 Uhr nachmittags 130 Meilen westlich von Fayal (Azoren). An Bord war alles wohl. 6.30 Uhr morgens überflog der Zep­pelin die westliche Azoreninlel Flores.

Berlin, 13. Okt. DieVoss. Ztg." meldet: Das ganze Ingenieurkorps der Friedrichshafener Zeppelinwerke unter Dr. Arnstein reist mit allem Instruktionsmaterial und Modellen am 1. November nach Aron im Staate Ohio, wo die Zeppelinbauten im Rahmen der Goodyear Eorpora- rion, einer amerikanischen Gesellschaft, durchgeführt werden sollen.

Die tertitfie Anleihe.

London, 18. Okt. Der Subskriptionspreis der Deut sch enAnleihe wurde auf 92 Prozent fest, gesetzt. Die Zahlungen find wie folgt zu leisten: 5 Prozent bei Zeichnung, 25 Prozent Anfang No­vember, 30 Prozent Anfang Dezember und 32 An- .fang Januar.

Stunde lang undeutliche Funkspriiche von Z L 126 an dre amerikanischen Kreuzer auf. Der erste Funk- spruch wurde um 9.55 Uhr amerikanischer Zeit auf. genommen, der zweite um 10.25, um 11.10 fing die lAehurststation einen Spruch an den Dampfer Milwaukee" auf:Schiff und an Bord ist aller wohlbehalten."

o ^ifi^^'Aaphenamt Berlin teilt mit, daß « m Bereich der amerikanischen- stenfunnstationen befindet. Obgleich man Signale Stand Des 3.9t. III Keine weiteren Nachrichten vor.

.. ??"dr,chshafen, 13. Okt. L. Z. 126 be­endet sich bereits im Bereich der ameri- kanischen Küstenfunkstationen. Ob­gleich die Signale zu hören find, stehen Meldungen über den Standort usw. aus. I Aus den Ausschüssen.

nc*PP; N"ch einer Meldung des 93erIin, 13. Okt. Der Rechtsausschuß bie Küstenstation Chatham des R e i ch s ta g s trat heute nachmittag zu einer mH "o «o»09 in Suter Verbindung! Sitzung zusammen, um verschiedene Anträge der mir oem x,. Z. 1-6. Sozialdemokraten und Kommunisten zu beraten,

» erJln' 131 Dkt. Die amerikation Küsten- u.a. das Wiederaufnahmeverfahren für

station Chatham meldet, sie habe mafjrqenom« der bayerischen Volksgerichte verlangt men, daß L. Z. 126 um 3.30 Uhr mit dem Lloyb " dampferSierra Ventana" in Verbindung steht.

Newyork, 13. Okt.

Friedrichshafen, 1». Okt. Wie die Zep- pelinwerst um 11,39 Uhr mitteilt, gelangen von Z. 98. ni keine direkten Funkmeldungen mehr nach Deutschland, da die deutschen Funkstationen außerhalb der Reichweit- des Luftschiffes liegen. Die deutschen Empfangsstationen find lediglich auf die Berichterstattung der auf den amerikani­schen Kriegsschiffen befindlichen Funkstationen an- gewiesen.

Qu.- B e r l i n, 14. Ott. Auf das deutsche IMemorandum in der Völkerbundsfrage sind bisher nur von Frantteich, England und Belgien die Antworten eingetroffen. Die Antworten Ja- I pans und Italiens werden von der Reichsregierung erwartet. Jedoch scheint es, als ob sich in Italien die endgültige Formulierung der Antwort wie- derum verzögern sollte, was nach Ansicht hiesiger politischer Kreise mit den Schwierigkeiten der inneren Politik Italiens zusammenhängen dürfte. Die Reichsregierung sieht es sehr ungern, daß die Erledigung der Angelegenheit und auch die Ver­öffentlichung der Antworten dadurch auf unbe­stimmte Zeit hinausgeschoben wird, da auch eine Veröffentlichung der bisher eingelaufenen Ant­worten vor dem Eintreffen dec übrigen nicht an ; gebracht erscheint. Die Reichsregierung ist deshalb auch nicht in der Lage, neuerdings zu der Lage Stel- "ehmen, bevor nicht die Haltung sämtlicher nn Volkerbundsrat vertretenen Mächte bekannt ist. jedoch will sie auch bei den Schlutzverhandlungen über die Regierungsumbildung den Hauptnachdruck darauf legen, daß die bisherige Außenpolitik Deutschlands an der vorgezeichneten Linie weiter­geführt wird, und nach den letzten Unterredungen besteht auch begründete Aussicht, daß sich auch die Deutschnationalen dieser Auffassung anschließen werden.

Parationszahlungen. Owen Voung. gemäß den Be­stimmungen des Londoner Abkommens die zweite Feststellung Vvrgxnommen. Sin offiziell« Bericht wird im Laufe des Abends veröffentlich werden.

Paris, 13. Okt. Die bereits gemeldete zweite Feststellung hinsichtlich der Ausführung des Lon­doner Protokolls, die die Rcpko heute Vormittag

London, 13. Okt. DieTim-s" betont Iw u?ren* Finanzteil den besonderen Chara.ter der für Ie ° utsche Anleihe gebotenen Sicherheit. Das Blatt schreibt, daß es für die Zukunft nicht ohne Bedeutung sei, daß die Bantters von neu« Landern durch die Beweise guten Willens in der Lage gewesen seien, alle Einrichtungen der großen, schwierigen Finanzoperation voll verwickelter Pro­bleme innerhalb zweier Wochen zu erledigen. Die, hätte nicht erreicht werden können, ohne daß die daran Beteiligten von dem willigen Geiste des Zu­sammenwirkens geleitet gewesen seien. Keine der­artige Versammlung von internationalen Bankier^ die am 10. Ottober in der Bank von England zm sammengekommen seien, um ihre Unterschrift unter den Anleihekontratt zu setzen, habe je zuvor statt- gefunden. Der erfolgreiche Abschluß ihrer Anleihe bedeute einen großen Fortschritt sowohl in morali­schem, als auch in materiellem Sinne hinsichtlich der Wiederherstellung des europäischen Wirtschafts­lebens.

London, 18. Okt. LautDaily Telegraph" ist der neuernannte Generalagent für di« deutschen Reparationszahlungen, Seymour Parker- Gilbert jun., am Samstag mit dem DampferHem rick" zur Uebernahme feine, Postens nach Europa abgereist. Er habe fein Vertrauen ausgedrückt, daß die deutsche Anleihe sowohl in Amerika als aud? iw Europa erfolgreich untergebracht werde.

V. m , I ,, _----/*» in den

on 0LN Reichs-1 Mit Frankreich eingetreten ist, so bedeutet dies für

... "opm eriuart I die deutsche Regierung einen wertvollen Zeiige-

<Tmnn 6^* Vorsitzende des MMN, der dazu ausgenutzt werden muß, um da»

. nnm Van l,l bm S'tzung des Für und Wider sehr sorgfältig zu prüfen. Soviel

, m 29. August grobe Beleidigungen kann aber schon fetzt gesagt werden daß oer

Verdächti"u^en ve?e/d§ MU ^rmidiose gegenwärtige Stand der Verhandlungen nicht un- aScb,^ bG5^ed)tu= flunstig ist, und daß zweifellos begründete Ans-

ausfchuffes ausgesprochen habe, letztere nicht mehr sicht besteht, daß noch vor Ablauf dieses labte» hr Ver7rmien"zu'erbast7n ,in gegenseitiges Abkommen zustande kommt, des.

Ä ..raaen 5U eryalten.Jlaa) Verlesung des sen Wert für Deutschland - -

Äen Patteftn^Aus2 ^er unterzeich- wäre. Diesem Wirtschaftsavnommen wutoe eine f*onnmrLk Die sozialistl- weitere Entspannung der politischen Lage folgen,

schusfes erkoben "schälmen 'be® 9Is5' ?ie aum mindesten für absehbare Zeit hinaus ern- Schreiben Es lei $.6^? r%S stereKonfliktfälle zwischen den beiden Ländern

^7,?. oen. Es fei offenbar, daß es sich um Ob- aus chalten würde, struktion gegen die Anträge, du. auf der Tages­ordnung ständen, handle. Ter Vorsitzende Katz erklärte, daß das Schreiben schon insofern grund­los fei, weil nur int parlamentarischen Turnus seine Partei den Vorsitz zu stellen gehabt habe, und berief eine neue Sitzung für morgen ein.

! denchock bekam. Außer der Besatzung im Se- ftmtgewicht von etwa 2325 Kilo hat öer Zeppe- lkr noch folgende Belastung mitzuschleppen: t 80000 Kilo Benzin, 1700 Kilo Oel, 1500 Kilo Was- strballast, 700 Kilo Lebensmittel und Trinkwasser, i t 640 Kilo Gepäck, 400 Kilo Reservematerial, 146 ; ^Ür Post und sonstige Kleinigkeiten.

t Croße Scharen Menschen stehen vor der großen 11 in der sich noch bis heute morgen der große : oeppelin befand.Wir haben jetzt keinen 5ep»

Win mehr" hört man immer und immer wieder MZcn. Die Angehörigen der Besatzung und beson- «rs der Arbeiter fragen mit sorgenvollen Ge- ^chtetn,. was nun werden soll, wenn wlrllich die <koße Halle, die jetzt vor Leere gähnt, abgerissen s ^den mühte, womit dann natürlich die letzte f Öffnung schwinden würde, daß jemals wieder ein vppelin darin gebaut werden dürste. Daher man den Optimismus begreifen, wenn immer immer wieder versichert wird, man sei über- daß es nicht dazu kommen, sondern daß -^betteffende Punkt des VersaMer VerttageS abgeänderl werden würde, wen Amerika sich verwende. Man hofft deshalb besonders »rade in diesen oben genannten Kreisen inbrünstig, der Zeppelln nicht nur nicht gut herüberkommen, I/Oetn in Rekordzeit die große Reise machen wird, man weiß, daß die spvrtbegeistetten Amerikaner

^Mer dafür zu haben wären, fich für den Weiter- der Zeppeline einzusetzen. Lnb in der Tat dieses das beste Mittel wenn Amerika

^rhaupt ein Interesse daran haben sollte, daß Hout^ben.1" Deutschland und nicht in Amerika

Die deutsche Handelsdelegation, die seit etwa zehn Tagen in Paris über die Regelung der deutsch.französischen Wirtschaftsbe- Ziehungen verhandelt hat, ist wieder in Ber- lin eingetroffen, um der Reichsregierung übet di« bisherigen Ergebnisse der Pariser Konferenz Be­richt zu erstatten. Aus den Kreisen der Delega­tion erfahren wir einige sehr bemerkenswert« Einzelheiten über das Problem der deutsch-fran­zösischen Wirtschaftsbeziehungen, das in den näch­sten Monaten eine sehr wichtige Rolle spielen' I wird. Die deutschen Delegierten uonnten von An- I fang an feststellen, daß innerhalb bet französischen Regierung sowie in den französischen Wirtschasts« I kreisen ein außerordentlich starkes Interesse an dem Austausch bet beiberfcittgen wirtschaftlichen Beziehungen besteht, ein Interesse, bas sich na­mentlich auf bas große Gebiet ber kühnsten Kom- I binationen zwischen deutschen und französischen Interessentengruppen zu lenken scheint. Wahrend die französische Industrie sich mit einer Reihe von Projekten trägt, die auf ein enges Zusarnrnenar- I beiten mit den verwandten deutschen Industrie­zweigen im rheinisch-westfälischen Bezirk hinaus- laufen, ist die französische Regierung nüchtern ge- nug, sich speziell mit den Fragen der gegensesti- gen Erleichterungen auf Zollpolitischem Gebiet zu befassen. Die Vereinbarungen, die Frankreich im Auge hat, würden außerordentlich tief in da» | deutsche Wirtschaftsleben eingreifen und eine §rundfätzliche Reorganifation in ber deutschen ollpolitik bedingen. Aus ber anberen Seite aber I glauben bie Franzosen mit Rücksicht aus anbere mit ihnen befreunbeten Mächten bie Frage bet Meistbegünstigung in ben Hintergrunb stellen zu müssen. Interessant ist jedenfalls die Tatsache, daß man in französischen Kreisen alle wirtschaft- lichen Zusammenhänge sehr stark mit den pcliti« fdien Fragen verbindet und unzweideutig durch, blicken läßt, daß man zu weitaehenden politischen Kouzesstonen bereit fein würde, wenn in wirt.

Hinsicht eine Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich erfolgt.

Die französische Politik macht'dos Bestreben geltend, zwischen den beiden Säubern einen modus vivendi zu schaffen, ber gegenseitige wirtschaftliche Vereinbarungen betontere Anziehungskraft für Deutschlanb gewinnen soll. Es wird nicht sehr leicht sein, diese Politik Frankreichs vorbehaltlos zu ahgeptieren, aber für Deutschland ergeben fick verlangt I aus dieser Eachlaae Zweifellos sehr wichtige Mo. ßr,, Eintritt in die Verhandlungen verlas mente, die weder die deutschen Politiker noch o;e «ahl ein Schreiben. 6a. namcn, ber Dentschnntjo. denffchen

S» «- «. W°"N fett eine mehrwöchentliche

knpsang des L R 126 aettnffen iptpn I identen gerichtet wurde,

»under,°Mcnn I-L Z 5e LuL L- SA* »°° »« 0* Feierlichkeiten seien nicht geplant. Reichstags^

2;3- 126 werde, falls der Wind günstig ist, gleich' ^chstags nach ferner Ankunft in den Schuppen gezogen wer- den. von dem das Publikum ferngehalten werden ' £!5 ^asierstoffgas durch Heliumgas ersetzt fft. ^. er Lustkreuzer werde noch unter der Ob« but berbeutfdjen Besatzung und der ame- rtkamsthen Beobachter bleiben, bis verschiedene Probefahrten erfolgt seien, in denen die Tauglich. Ml des Zeppelins unter den neuen Verhältnissen festzustellen sein werde. Wann die deutsche Be- latzung abgelöst werde, fei noch unbestimmt, da vor. kein Heliumgas vorrätig und bie Beschaffung hurAnh$°»ats Erst nach weiterer Geldbewilligung ^ch den Kongreß möglich sei. Andernfalls müßte

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Paris, 13. Ott.

BM!

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