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59. Mrs. 1924

Marburg o. L., Sirnstag, den 30. September

Sir. 229 (2. UM

von

stunde entfernt unter der brieflich hinterlaffenea

2lgostino bestritt heftig und nachdrücklich, daß

war die Berliner Regierung der Räumung sicher, <o so erklärte sie, daß sie das Sachverständigenprogramm als ein später abzuänderndes betrachre und sie hak ihren Protest gegen den Friedensvertrag von Ver- sailles erneuert. Schließlich sprach Poincare von der Aufnahme in den Völkerbund, die nach seiner Ansich' erst erfolgen kann, wenn die interalliierte Kontroll­kommission ihre Ausgabe erfüllt habe, die Deutschland

Angabe, sie müsse wegen Teilnahme an einem ,

Basar heute abend in Rom sein. Ich bitte erge» j

bcnst, diese Anklage, die mir sehr schwer gefallen ist, als eine ganz verttauliche und vorläufig noch jeden Beweises ermangelnde ;u betrachten." l

Ton Gian übersetzte das Telegramm sodann la Lhiffreschrift und gab es selbst auf. wonach er

vorzuschiebew, iba ja Tenia ihre Abreise gar nicht verheimlicht hatte, nicht hatte verheimlichen wol­len?

Die rasch zusammengetrvmmelte gesamte Die­nerschaft des Hauses verneinte energisch und ein­stimmig, irgend etwas zu wissen, so blieb nur die Annahme übrig, daß ihr ein geheimer Ausgang aus dem Palaste bekannt gewesen und sie diesen benutzt hatte.

Hausfrau und Mutter ihre Pflicht erfüllen. Di» Hauptsache sei vor allen Dingen, eine gut» Berufsausbildung sich zu eigen zu machen. Was i» der Schule gelehrt würde, dürfte erst dann nutz« bringend werden, wenn es praktisch verwertet wer­den könnte. Der Verband habe immer das Bestre­ben verfolgt, die Berufsausbildung fortgesetzt mehr auszugestalten. Wenn es gelinge, mit den beste» Kenntnissen in den Beruf zu kommen, dann würde es auch gelingen, festen Fuß zu fassen. Die natur» 4ljme gu v«,..., notwendige Folge sei, daß die Frauenarbeit immer Schlußwort zu mehr gewürdigt würde. In ihren weiteren Aus«

in seinen Palast zurückkehrte, um dort weitere Be­fehle von Rom zu erwarten und eine vollständig

Zweifel mehr sein.

Der Italiener pflegt beim ersten Frühstück mit einer Tasse schwarzen Kaffees fürliebzunehmen, und .... , nachdem Don Gian eine solche auf das dringende

es einen solchen Ausgang gäbe, «nd lieh die Berner-1 Zureden seiner Großmutter hinabgestürzt, machte

vergebliche Untersuchung zur Erforschung eines not- gedrungen vorhandenen geheimen Zugangs zu sei­

nen Zimmern vorzunehmen.

Er steh kein Möbel unabgerückt, keine Stelle de, . Wände unbeklopft und untersucht, aber das Ergeb­nis aller dieser Mühen war gleich Dull, und mit ß schmerzendem Kopfe, noch von der Einwirkung de starken Schlaftrunkes, iwd mit weher Seele übe» ! das notwendige Ende seiner diplomatischen Lauf­bahn roais er sich endlich auf das Bett in einen Zustand physischer und moralischer Erschöpfung. I

Kaum war er in einen unruhigen Schlaf ver. | fallen, als ibn auch schon ein Telegramm seines I Chefs nach Rom zurückrief mit der Weisung, sich j sofort nach Ankunft zum Rapport zu melden. 1

LFonsetzu»,

nrand das Zimmer betreten, das Chloral, oder was es sonst war, dem Saft beigemischt und die Zitrone entfernt hatte, um zu verhindern, daß diese statt des Saftes benutzt wurde. And derselbe Jemand war dann auf einem nur ihm bekannten Wege in die Wohnung eingedrungrn, hatte das kostbare Doku- mcn d m Schl fec geraubt, der Saft autgegossea - vermutlich zum Fenster hinaus und war dann ge­gangen, wie er gek»mmen, und hatte Mittel und Wege gefunden, das Haus zu verlassen.

Daß dieser Jemand ein und dieselbe Person, Donna Tenia, gewesen war, darüber konnte kein

krmg fallen, der Palast hätte wohl viele Schlupf- er sich unverweilt an die schwere Arbeit, die wst.kel, in denen ein Mensch sich verstecken könne, schwerste seines Lebensden Bericht über da4 um abkuwarten. bis er unbeachtet das Haus auf Geschehens an seinen Chef in Rom, zunächst in einem der Landausgänge verlassen könne, aber einen Form eines Telegramms, zu verfassen, und da« ihm unbekannten Ausgang gäbe es nicht. allechärtesie dabei war, daß er diese uwsangreich«

Don Gian befahl ihm, aste Ausgänge zunächst Depesche mit den Worten schließen mußte.'Ich verschlossen zu halten, wennschon er nicht an die habe meine Schwägerin, die Marchesa Donna 3eni» Möglichkeit glaubte, oaß Tenia noch im Hause sei, Terraferma in dem dringenden Verdachte, den aber es war von allem das einzige, an das man Raub ausgeführt zu haben. Sie ist gestern uner- «ch halten konnte. wartet in meinem Hause in Venedig eingetroffen

-Auch die Antersuchung wegen des gemischten und hat sich daraus auf eine noch unaufgeklärte- Softes lieferte nur ein negatives Resultat. Die alte Weise während der Dacht oder zu früher Morgen« Lucia, die seit mehr als zwanzig Jahren das Amt' 1 ****

einer Beschließerin im Palazzo Terraferma ver­sah, hatte es sich nicht nehmen lassen, den Granat- apf'eltiruv sest'st in die Glaskaraffe zu füllen und mit einer Zitrone ihrem jungen Herrn in seinem Schlaf­zimmer zurechtzustellen; weder sie noch der Diener hatten die Zitrone wieder mitgenommen, und da der letztere auch schon iahrelarrg im Hause war, so konnte seine Aussage kaum angezweifelt werden.

Es blieb also nur die Annahme übrig, daß je»

Paris, 29. Sept. DerEclair" will erfah­ren haben, Ministerpräsident H e r r i o t habe einen Brief Mae Donalds erhalten, über desse Inhalt man am Quai d'Orsay keine Auskunft ge­ben wolle. Man erkläre, es handle sich um einen Privatkrief, der nicht veröffentlicht werde. Dach unkontrollierbaren Gerüchten, so schreibt das ovpv- liticnefie Blatt, soll sich der Brief Mac Donalds mit dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund sowie mit der allgemeinen Haltung der französischen Delegation in Genf beschäftigen.

Paris, 29. Sept. Jin Ministerium fücAus-1 värtige Angelegenheiten wird bestätigt, daß. w-e derEclair" heute vormittag mitteilte, Mac So» «alb in den letzten Tagen tatsächlich einen Brief 6n Herriot gerichtet hat. Das sei nicht auffallend, da die beiden Ministerpräsidenten ziemlich häufig ihre Eindrücke über die verschiedensten Fragen aus- lauschen, besonders über die öffentliche Meinung In Hren beiden Ländern. Der letzte Brief, der nicht veröffentlicht worden sei, wäre besonders herzlich gehalten. Er behandle gewisse aktuelle Fragen, namentlich den Stand der Arbeiten des Völker­bundes.

(Nachdruck verboten.)

Ja- «Mimimr.

Venezianischer Roman

E. von Adlersfeld-Ballestrem.

S. Fortsetzung

..Deshalb frage ich dich ja eben, alter Esel, rief Don Gian ungeduldig, aber trotz des Liebes-l namens ohne Schärfe.Sie ist heute früh abge- reist ohne Gepäck zum Frühzuge nach Rom.

CH? machte Agvstinv verblüfft und lachte dann kurz auf.Dann muß sie das Haus durchs Schüf-il s.lloch verlassen haben, Don Gtannino wollte I sagen, Herr Marchese."

Ansinn!" ,

..Aber, Herr Marchese, ich sperre doch die Türen selbst ab und nehme die Schlüssel zu mir! Hier sind sie. Ich habe dem Bäckerjungen die Tür nach der C-alle aufgesperrt und eben hier die große Wasserpforte die anderen Türen und Tore sind noch fest verschossen."

Hast du sie schon nachgesehen?"

Nachgesehen nein. Ist aber gleich gesche­hen." I

Agvstinv humpelte seinem Herrn, in dem er immer noch den kleinen Don Giannino sah. voraus zu den Übrigen Ausgängen oeS Palastes, die sämt­lich noch fest verwahrt und innen mit großen Rie­geln verschlossen waren, sodaß die Möglichst. Donna Tenia könne einen anderen Schlussel be­nutzt haben, einfach wegfiel.

Falls du sie nid)t hinausgelassen und hinter ihr wieder zugeriegell hast", gab Don Gian nach einem Augenblick der Verblüffung seinem plötzlichen Verdachte Worte.

Ich?" fragte Agvstinv mit unnachahmlicher Verachtung.Was hätte es mir geholfen, hinter et Signora Prmcipessa zuzuriegeln? Wenn sie

Ser Seift Frankreich-

Paris, 29. Sept. Mehrere Generalräte, nament- lich in den östlichen und nörlichen Departements, sind heute zu einer Tagung zufammengetreten.

Da- Sch» »er Rede Streseman- ans Frankreich.

Paris, 29. Sept. DerTemps" vertritt den Standpunkt, daß das, was.die Deutschen erzielt hätten, nur ein schwacher Teil dessen sei, was sie zu erlangen hofften. Die grundlegende Haltung ] Deutschlands in der Außenpolitik bestehe in einer Offensive gegen den Vertrag von Versailles. Die Reaktionäre forderten gebieterisch die Revision dieses Vertrages, die Gemäßigten hielten sie für notwendig und die anderen begnügten sich für den Augenblick damit, sie zu erhoffen. Selbst die So­zialdemokraten hätten, ob zwar sie die Verpflich­tungen des Reiches angenommen hätten, allen ihren Einfluß in der zweiten Internationale dar­auf verwandt, um die sozialistischen Parteien der verschiedenen Länder für den Gedanken einer Um­gestaltung der großen Charta zu gewinnen, die der Sieg (!) der Alliierten dem neuen Europa gegeben habe, und hierbei hätten sie Erfolg gehabt. Reden, wie die des Reichsaußenministers rechtfer­tigten jedes Mißtrauen. Wenn die Mitarbeit der Deutschnationalen hauptsächlich für die Führung der Außenpolitik notwendig sei, so wisse man, wo­hin Deutschland gehen wolle; man sei von vorn­herein darüber unterrichtet, welche Politik ge­macht werde, wenn H e r g t und seine Freunde sie inspirierten, wenn nicht gar leiteten. DieEre Rouvelle" erklärt: Der Reichskanzler Dr. Marx habe noch sein Wort zu sagen. Und das Blatt ist der Ansicht, daß es ihm allein zustehe, Herriot zu antworten.

8m »en Eintritt Deutschlands in »en Völkerbund.

Paris, 29. Sept. Der heute aus seinem Ur­laub zurückgekehrte Botschafter v. Hvesch hat im -kamen seiner Regierung heute vormittags dem Ministerpräsidenten Herriot das Memorandum Über die Aufnahme Deutschlands in den Völker-1 bund überreicht. Es ist zwischen der deutschen und der französischen Regierung vereinbart wyrden, vorläufig den Text des Memorandums nicht zu veröffentlichen.

Paris, 30. Sept. Wie Havas mitteilt, wird Ministerpräsident Herriot das gestern vom dcat- toen Botschafter überreichte Memorandum über den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund am kom­menden Donnerstag den Ministerrat, ter unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik um 4 Uhr nachmittags zusarnmentreten wirb, zur Prü­fung unterbreiten. Der Inhalt des Memorandums ist gestern nachmittag während des Kabinet-srats den Ministern mitgeteilt worden. Der Mioisterrat hat sich außerdem mit der Prüfung des Projekts Über die Schiedsgerichtsbarkeit und über die Sicher-; hciisfrage, das augenblicklich von der Völkerbund- Versammlung ausgearbeitet wird, befaßt. Da die Minister gestern vormittag ihre Arbeiten noch nicht beenden konnten, sind sie gestern nachmittag um s,4 Uhr nochmals zufammengetreten.

L v n d o n, 29. Sept. Botschaftsrat Dufour Fe- rvnce hat sich um 4 Uhr zum Ministerpräsidenten Mac Donald nach der Downing-Stteet begeben, nm ihm das deutsche Memorandum bettefsend den Dvlkerbimd zu übermitteln.

ff. Brüssel, 30. Sept. Der deutsche Gesandte übermittelte heute morgen dem Ministerpräsidenten Theunis das Memorandum betreffend Eintritt Deutschlands in den Völkerbund.

her gekommen war.

Sonntag früh fand von 911 Uhr in den Stadt, sälen ein Wettschreiben in Stenographie und em Preisschreiben im deutschen Aufsatz statt und hieran schloß sich um 3 Uhr die Haupttagung. Nach kurzen Begrüßungsworten der Gauleiterin und sonstigen schriftlichen und mündlichen Willkommensgrützen hielt das Hauptvorstandsmitglied Frl. Margaret Schuckert aus Berlin einen Vortrag überWollen und Wirken der V. W. A.-Zugend^. Der Grund­gedanke ihrer klaren, lichtvollen Ausführungen ging dahin, aus der weiblichen Jugend zielbewußt« deutsche Frauen der Zukunft heranzubilden. Ein starker Wille bringe alles fertig.Ich will , da» müße das Stichwort fein,ich will", das würde bet beutschen weiblichen Jugenb bis Zukunft sichern. Dies gelte besonbers auch für ben Beruf, ben bi» beutsche weibliche Kaufmannsjugenb augenblicklich

6mifnfltn»lag.

Es vergeht fast keine Woche, mindestens -iK. lein Sonntag, an dem in diesem Jahre nicht etnt> oder mehrere Zusammenkünfte größerer ober hei» ncrtr Verbände in Marburgs Mauern ftattfin 'en. Den größten Anteil haben die Veranstaltungen» welche mit der Jugendbewegung in Zusammenhang stehen. Es ist dies gewiß kein Nachteil für unsre Stadt, wenn deren Schönheiten in immer weitere» Kreisen bekannt werden. Am Sonnabend unb gestern weilten hier zahlreiche Mi zl:e'?e: des Ve bandes der weiblichen Handels- Vun'i) Büroange stellten E. D. (D.W.A) um an.ihrem hier statt- findenden Gaujugendtag teilzuiehm-n.

Die diesbezüglichen Veranstaltungen begann» am Sonnabend mit einem Begrüßungsabend in de Stadrsälen, bei dem die Gauleiterin, Frl. Habrich. aus Frankfurt und das von Berlin hierher geeilte Hauptvorstandsmitglied, Frl. Schuckert, Ansprache» hielten, in denen auf die Zwecke und Ziele deS Verbandes, die wir ja bereits in unserem Sonn­abendartikel genügend würdigten, hingewiese» wurde. Der weitere Verlauf des Abends bot ge­sangliche, kvnzertliche, sowie dellamatorische und theatralische Darbietungen, die den einzelnen Orts­gruppen, z. B. Frankfurt, Wiesbaden. Hanau, Limburg, Darmstadt, Cassel usw. großen Bei­fall einbrachten.Deutsch ist die Saar schon tau- send Jahr" fang die stattliche Schar junger Wa­bels. die aus Saarbrücken mit noch vielen anderen Berussgenossinen aus dem besetzten Geb et hier«

Berlin, 29. Sept. Der Reichsministe r der Finanzen hat in einer Denkschrift ,die dem Reichs- tag, dem Reichsrat und dem vorläufigen Retchswrrt- schaftsrat zugegangen ist, zu den Problemen der Am- fatzbesteuerung Stellung genommen. Die Denk- Im ^Maas-Departement, dessen Dorschen der Pvin- I schrift gibt einen Aeberblick über den Gang der, bishem- täte ist. benutzte dieser seine Wiederwahl, um eine gen deutschen Umsahsteuergesetzgebung seit 1910. ^as seiner bekannten Reden zu halten, in denen er an der deutsche System ist auf ta ®nm M ' |JJJ- He weibliche Jugend,"die in ihrem Be-

Politik seines Rachfolgers scharfe Kritik üht. Er ftenerung jedes Umsatzes ausgebaut. ~ b I rt.c schasfrnsfroh tätig fei, u>üibc auch al-- 8utunftta«

suchte nochmals fein. h->h° Politik »u ^fertigen, als Abänderungsvorschläge Me Systeme 6« f ruf .8 1 .V -------

Wir waren, so sagte er, bereit, unsere Pfänder gegen I kats- vder Prvduktionssteuer, der m Oesterreich emg | diejenigen auszutauschen, die der Sachverständigenaus- führten Phasenpauschalierung, der Klernhandelsf e schütz vorgesehen hatte und wir wollten seine Pläne und der Siemensschen veredelten Umsatzsteuer. »e ausführen. Aber nach unserer Ansicht war es un- Denkschrift bespricht die Systeme und wagt die Dor­möglich, neue Konzessionen denen hinzuzufügen, die teile und Nachteile, die sie im Verhältnis zu emand der Dawes-Bericht ohnehinn auserlegte. Es schien uns und zum deutschen System habm. ab. vre etorteri gefährlich, einen kurzen Termin für die Zurückziehung weiter die Frage, wie innerhalb des deutscyen Sysle « unserer Truppen festzusehen. Wer sagt unS denn, dessen besonders nachdrücklich gerügte Mangel, namucy ob wir nicht in einigen Monaten wieder leere Hände die teilweise Bevorzugung der Einfuhr und Vie De- vorfinden, also dem Nichts gegenüberstehen? Wenn lastung der Ausfuhr, beseitigt oder gemildert werven unserWohlwollen (!) wenig st ensDeursch- könnten. Nach ausführlicher Stellungnahme zu diesen land entwaffn et hätte! Es scheint aber den Problemen kommt die Denkschrift ,m Schlutz or z ,"/..c ken f>eutc bett» ---«.I-M,.., «1°» W tX Ul« toenbe? ,u Ip,-ch-». ber ft-t- b-I-mpst

deutschen Wirtschaft nicht gerecht werden könne und I werben müsse. Das sei eme Hauptaufgabe ber Ju» mit Rücksicht auf die starke Bedeutung des Umsatzsteuer- genb. Hier muffe bie Kleinarbeit Einsetzern D«« aufkommens für die deutschen Finanzen nicht erträglich ganze Leben der Jugenb müsse unter dem Stempel sei. Die volkswirtschaftlich schädlichen Wirkungen der der Wahrheit stehen und sich in biefern Gebankeni« Umsaysteuer könnten vollständig nur durch eine allmäh- bas Familien- uttb Volksleben einschalten unb bi» liche Senkung des Umsatzsteuersahes behoben werden. Lehren ber Eltern unb ber alteren Berufsgenossen, Die Frage, in welchem Umfang und zu welchem Zeit- die auf Erfahrungen in einem langen Berufsleben punkt diese übrigens bereits durch eine Verordnung zurückblicken könnten, gebührend beachten. Auch da» des Reichspräsidenten vom 14. September begonnene Gemeinschaftsleben in ben Berufsgruppen muffe ge« Senkung fortgesetzt werden könne, hänge eng mit der pflegt werben; biefe sollten eilte Stätte ber Heimat anderweit en Deckung des Finanzbedarfs zusammen. unb ber gegenseitigen Achtung unb Liebe werben.

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Sem Völkerbund.

®enf, 29. Sept. Die Völkerbunbsvers.rmm- tung hat heute morgen einstimmig San Domingo als Mitglied in den Völkerbund aufgenommen.

Genf, 29. Sept . Auf der Tagesordnung der Geheimfitznng des Völlerbundsrates, die heute abend abgehalten wurde, stand u. a. die Frage ber Ernennung eines neuen Mitgliedes der Regierungs-

shstematisch gestört habe und wenn die wesentlichsten I Verpflichtungen des Völkerbundes aus Artikel 1 erfüllt seien. Den Mechanismus, den man jetzt durch den Völkerbund in der Eicherheitsfrage in Be- wieder hereingewollt hätte, mußte ich ihr ta doch wieder öffnen!"

So meinte ichs nicht", rief Don Gian ungedul­dig.Aber es hätte ja auch wirkllch gar keinen Sinn gehabt", setzte er hinzu.

i "Also mit allem Relvekt vor dem, was der Herr Marchese sagen ist die Frau Pincipessa nicht abgereist", tat Agostino den Fall ab.Richt, daß ich gegen ihre Abreise etwas einzuwenden hätte, Gott behüte

Gian wußte sehr genau, daß seine Schwägerin nicht beliebt war bei der Dienerschaft.Also",

I unterbrach er den Portier,muß sie ein anderer hin-

I ausgelassen haben, denn abgereist ist sie."

IVerzeihung, wenn ich mit allem Respekt dem I Herrn Marchese widerspreche," behauptete Agostino hartnäckig.Aber nein ich widerspreche nicht, der Herr Marchese sagen, die Frau Principessa ist ist abgereist, bann ist sie abgereift und glückliche Fahrt, sage ich. Rur durch diese Türen ist sie nicht hinaus, oenn dazu hätte jemand anders

I ich möchte ihn sehen! bie Schlüssel gebraucht, unb bie liegen nachts unter meinem Kopfkissen und meine Zimmertür ist abgesperrt."

Don Gian zweifelte nicht an dem alten Por­tier. Welchen Zweck hätte es gehabt, Agostino die Schlüssel durch einen anderen wegnehmen lassen, sie ihm wieder zuzustellen und die Riegel wieder

kommisston des Saargebietes an Stelle des verstor­benen Espinose be los Monteros. Da nach längerer Debatte eine Einigung über die vorgeschlagenen Kondibaten noch nicht erzielt werben konnte, wurde bie Frage vertagt. Sie wird wahrscheinlich in der Ratssitzung am Mittwoch ihre Erledigung fin­den. Im weiteren Verlaufe der Geheimsihmig ernannte bet Rat Zahlv-Dänemark zum Präsidenten der Opiumkonferenz.

toegung setzen will, findet Poincarö sehr kompliziert,! besonders aber mißfällt ihm, daß man alles ben unbe­kannten Entscheidungen einer einzuberufenden Ab­rüstungskonferenz untervrdnen will.

Der ehemalige Finanzminister Katz sagte bei der I Eröffnung des GeneralrateS des Somme-DepartementS I m Amiens, es fei ein großes Ziel, die Aufrechterhaltung des Friedens garantieren zu wollen, aber könne man I diese Sorge einzig und allein neuen Organismus über- J lassen, bet noch nickt einmal seine Lebensfähigkeit I und noch viel weniger feine Macht bewiesen habe? Die Zulassung Deutschlands zum Völkerbund fei fein Pfand für seine friedlichen Absichten. Aber hier bietet man ihm da« sicherste Mittel, gegen die durch den Friedensvertrag aufgerichtete Ordnung zu manöverieren.

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Der Bürgerkrieg in China.

London, 29. Sept. Die .Morning Post" meldet aus Schanghai, bah die starke Offensive der Tschekiangtruppen, die im Schanghai-Sektor am 27. September begonnen habe, noch andauere. Die Kiangsu^Truppen wurden drei Meilen zurückgedrängt. Eine baldige Offensive Tschangtsolins wurde erwartet.

DieTimes" berichtet aus Schanghai, daß der Führer der Tschekiangtruppen, Lu-Punz-Hsi- | ang.persönlich die Offensive seiner Truppen westlich von Schanghai leite. Die scharfen Kämpfe hätten während des ganzen Tage« am 27. September ange- I dauert. Beide Seiten hätten schwere Verluste erlitten.

Der Sonderberichterstatter derDaily Mail in Mukden betont, daß das etwa in sechs Wochen einsetzende äußerst kalte Wetter die Kämpfe sehr er- schweren mühte. Die japanische Presse unternehme einen starken england- und amerikaseindlichen Presse« felbzug in der Mandschurei. Zahlreiche Amerikaner wurden als Spione denunziert. Ein hoher Beamter im Auswärtigen Amt Tschangtsolins erklärte, er be­fürchte, dies würde gegen die Ausländer gerichtete Un­ruhen zur Folge haben. Tschangtfolin hat des­halb die Polizeistreitkräfte verdreifacht, damit diese I in der Lage sind, alle gegen die Ausländer gerichteten Ausschreitungen zu verhindern.

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