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, Marburg a. £, Evmmbevr, bea 27. Sevkembrr 59. zahrs. 1924

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Weiser M (bas Mer kurMischef SbEekkm - AncklM Berkündigungöblatt des Kreises Marburg

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Umbildung, nicht Neubildung.

n£Üe<. F^tentöne hören wollte. M? q?! volitih kennen wir in DeutschlanU s^ier. Den sogenannten rrpublika« Parteien aber tut Herriot mit Dl«fen Aeußerungen keinen Dienst.

Deutscher Protest gegen die Wprorent. Aussuhrabgabe

Ein Rote gegen die Skprozentige Exportabgabe.

Berlin. 26. Sept.

Der deutsch« Geschäft«-

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Ditus

L bes X in der Rechnung.

Linksblock gegen Rechtskoalition.

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folgende Persönlichkeiten berufen:

Geh. Kom.-Rat Eduard Arn hold in Berlin:

Oberpräfident a. $>. v. Batocki in Dledau Preußen);

Prof. Dr. ing. Blum in Hannover:

Rote betr. der 26prozentigen Exportabgabe über» reicht. Die Rote betont, daß die französische Re- giernng. ohne sich vorher mit der deutschen Regie­rung ins Benehmen zu setzen, beschlosien hat, inner­halb der kurzen Frist von zehn Tagen eine Matz, nähme in Kraft zu setzen, die in ihrer Auswirkung eine starke Behinderung für den französisch-deutsche« Warenaustausch bedeutet.

London, 26. Sept Reuter erfährt en« deut, scher Quelle, dah deutsche Delegierte nächstens nach London kommen werden, um Verhandlungen über die im Dawes-Plan vorgesehene internationale An­

ist, mit denen man nie wieder Zusammenarbeiten kann. Wir würden es begrüßen, wenn der Gedanke der Arbeitsgemeinschaft sich noch einmal verwirk­lichte. Nicht einen Bürgerblock wollen wir schaffen, sondern einen Block, der alle schaffenden Stände umfaßt, alle die positiv zum Staate und zur jetzigen Wirtschaftsordnung stehen. Solange eine Partei aber die jetzige kapitalistische Wirtschaftsordnung bekämpft, kann sie nicht an ihrem Wiederaufbau arbeiten. Der Minister mahnt unter lebhaftem

Berlin, 28. Sept. Laut53erl. Tageblatt" fährt die deutsche Delegation fürdieHan- delsv er trage - Verhandlungen mit Frankreich unter Führung des Staatssekre­tärs Trendelenburg am Montag nach Paris.

Berlin, 2c. Sept. 23ie wir erfahren, würde die Bildung einer Rechtskoalition mit Ein­schluß der Deutschnationalen zu dem Zusammen- schlnß der Linksparteien zu einem Linksblock füh­ren. Die demokratische Partei würde die Oppo­sition der Sozialdemokratie nachdrücklichst unter- '"r um einer Rechtsorientierung der Regie-

Ministerpräsident a. D. Duck in Dresden:

Staatssekretär im Reichsfinanzministerium

Fischer in Berlin:

Deichseisenbahndirektionspräftdent a. D. Dr. von Hertel in Augsburg;

und Sozialdemokraten rechnen damit, daß auch der l.nke Flügel des Zentrums sich veranlaßt sehen würde, das geschlossene Vorgehen des Linksblockes nachdrücklichst zu föroern. Den Beweis der ziel- bewußten Haltung des linken Zentrums sähe man darin, daß es an der Bewegung des republika­nischen ReichsbannersSchtoarz-Rvt-Gold" her­vorragend Antell nehme und sich tatkräftig gegen die deutschnativnalen Bestrebungen wende.

AvS dm besetzten Miet.

ff. Paris, 27. Sept. Wie das .Echo d, Parisi aus Mainz meldet, hat die Rheinland- kommission beschlossen, das Verbot von 15 verböte» »en Zeitungen im besetzten Gebiete anfzuheben.

Berlin, 26. Sept. Rach einer Mitteilung der französischen Regierung sind in Ausführung der Londoner Vereinbarungen über die Amnestie bi« zum 19 September von französischer Seite J091 schwebende Verfahren niedergeschlagen und 33o Straf- und A ntersuchungsgefangene in Freiheit ge­setzt worden.

Koblenz, 25. Sept. Die Rheinlandkommis­sion hat eine große Anzahl von Beamten wieder in ihr Amt zugelassen. So können bis ass Ein- zelfälle, über die noch verhandelt wird, alle bex Provinzialschulkollegium Koblenz unterstellten Be» «nten und Lehrer der Rheinprovinz (französisch, Zone) ihr Amt wieder aufnehmen. Von den Be­amten der Walz sind u. a. wieder zugelassen: vberregierungsräte Wagler von der Regierung iw Speyer, Wagner, Bezirksamtsvorstand Ludwigsha­fen, Fuchs, Bezirksamtsvorstand Rockenhäusen, Sie- men, BezirksamtSvorstand Kofel, die Oberbürger­meister Baumann aus Kaiserslautern und Leiling ans Sdeher, der erste Staatsanwalt Müller aitf Frankenthal. Landgerichtsdirektor Hussen aus Fran­kenthal, Oberstudienrat Schreibmüller ans Landas und Birkenfeld u. a. Oberregierungsrat Ottmar« und Bürgermeister Berger aus Oberstein.

Aachen, 26. Sept. Vor dem hiesigen belgl» scheu Kriegsgericht hatten sich, tote das »Echo bet Gegenwart" meldet, zehn junge Leute aus Aachen wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer von der Be­satzung verbotenen Organisation zu verantworten, die sichAachener Pfadfinderschaft" nenn' und nach Ansicht des Gerichts einen Ersatz für den deutschen Pfadsiu' erbund darstellt. Die beiden Führer wur­den zu sechs bezw. zu drei Monaten Gefängnis, je 1000 Geldstrafe und die acht anderen Angeklag­ten zu je 500 Mark Geldstrafe verurteilt.

Geh. Kom.-Rat Peter Klöckner in Duisburg: Generaldirektor Dr. Ott in Köln a. Rh.

Dr. ing. Karl Friedrich von Siemen« in Berlin: Die Zahl der Wünsche und Dorschläge für die De- setzung von Posten im Derwaltungsrat, die an die Aeichsregierung ergangen sind, war außerordentlich groß.

Besonders eingehend ist geprüft worden, ob et nicht möglich wäre, einen Vertreter des Personals (Be­amte, Angestellte, Arbeiter) der Reichsbahn zu berufen, der natürlich die allgemeinen Voraussetzungen auch hätte erfüllen müssen. Angesicht« der geringen Zahl der überhaupt in Betracht kommenden Plätze hätte hier­für nur ein Platz zur Verfügung gestellt werden können. Es hat sich aber als unmöglich erwiesen, eine Persönlichkeit zu finden, die als Vertreter der bezeich­neten drei Derufsgruppen in Frage kommen konnte.

Der Derwaltungsrat wird am heutigen Samstag seine erste Sitzung a^alten und sich voraussichtlich nach der Wahl des Vorsitzenden besonders mit der Wahl des Generaldirektor« befassen.

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Dio deutschnationale Korrespondenz schreibt u. a. Politischen Lage: Der aus Beschluß des Partei- Bpjitanbes der Deutschen Bolkspartei erfolgte ~®Kiit bei der Reichsregierung gibt, wie mit Be- wedigung festgestellt werden kann, die Hoffnung ^orrschreiten der politischen Entwicklung im ^"-^bürgerlichen Sinne. Auch die Mitteilung, daß 7^ Reichskanzler seinerseits die Initiative zur wei- V?* Entwicklung ergreifen wird, zeigt uns, daß kl -TTt an die Heranziehung der 6 Millionen Tunch-mmonalen Wähler zur deutschen Volks- einschaft gedacht wird. Es wird nun darauf an» itaknton.^u,eId*e Entschließungen die deutschnatio- >n c Retchstagsfraktion und Parteivertretung am und 30. September fasten werden.

Nn,ltI,n; 26. Sept. Anläßlich des Bezirks- fcelt Volkspartei in Berlin

weit ber Nutzere Reichswirtschaftsminister Raumer Burgersaal des Rathauses eine Rede, in der er 2. auf die israge der Heranziehung der Deutsch- dar Reichsregierung einging und dazu können ferne starke Innen, und Seit! £ treiben, wenn große und die besten WerA*5. Volkes und fast die ganze Landwirtschaft Aet Ätn. ber Opposition sind. Wir wollen mit t»er Deutsch-Rationalen UNS nicht Das, aus das wir uns einigen, ist unsere

V^end AbzeichnungBürgerblock" ist ftre- iniu «j «?vziau>emvrrarte nacycrucllichst unter* Sorial^?, 'tehe nicht auf dem Standpunkt, daß stützen, um einer Rechtsorientierung der Reaie-

L 1,0 ra ,e 3U jenen Parteien zu rechnen ruugspolitik entgegenzuarbeitea. Die Demokraten

Ser MrwaltungßmS der Reichsbahn- WWL

Rach der Satzung der neuen Reichsbahngesellschakt sind von 18 Mitgliedern des Verwallungsrates nemz durch den Treuhänder für die Eisenbahnobligationen zu ernennen. Durch Beschluß des Reichskabinelts sind

Einmütigkeit in der Deutschen Volkspartei.

Berlin, 26. Sept. Zu der Entschließung des ^raktionsvorstandes der Deutschen Volks­partei über die Regierungserweiterung erklärt dieZeit", daß die in der Presse aufgetauchte Be­hauptung, dem Beschluß des Fraktionsvorstandes seien schwere Meinungskämpfe vorausgegangen, unrichtig fei. Der Beschluß fei in voller Ein­mütigkeit gefaßt worden und der Fraktions­vorstand habe seine Beratungen bereits am Mitt­woch abend abgeschlossen. Man habe mit der Ver­öffentlichung der Entschließung nur deshalb den nächsten Tag abgewartet, weil man es für ein Ge­bot der Loyalität gehalten habe, zuvor dem Reichs­kanzler und die Koalitionsparteien von den ges­pinnten Schritten zu unterichten.

Ar MlitSrkentwlle durch de» 8Mrr!)wch.

Genf, 26. Sept. Wie dasJournal de Go nette1" zu wissen glaubt, stößt der Gedanke, di« Militärkvntrvlle in den besiegten Staaten durch di« Nachbarländer vornehmen zu lassen, insbesondere Polen bei der Konttolle in Deutschland, Rumänien bei der in Angarn Mitwirken zu lassen, im Rate auf starken Widerstand. Nicht nur England, Italien und Schweden haben formell Einspruch erhoben, sondern auch andere Ratsmttglieder sollen sich die­sem Standpunft genähert haben. Das japanische Ratsmitglied schlug vor, die Nachbarstaaten durch Beisitzer in den Kontrollkommissionen verttetea zn lassen Eine weitere Prüfung der Frage wurde vom Rate dem siebengliedrigen Ausschuß über-' tragen

Nach einer weiteren Meldung sollen offizielle Verhandlungen, die heute noch unter den Rats- m':tv>l edern stattfinden, diesen Wunsch mög­lichst endgültig klären. Falls in dies« wichtige»

Herriot mischt sich in deutsche Angelegenheiten.

DerVorwärts" veröffentlicht Erklärungen, die Ministerpräsident Herriot als Ergebnis ver­schiedener Unterredungen dem Pariser Berichter­statter des Blattes gegeben hat. In diesen Er­klärungen betont Herriot natürlich seine Frie­densfreundschaft. Deutschland und Frankreich müßten an der Befriedung Europas Zusammen­arbeiten.In der Folge wird die deutsch-franzö­sische Annäherung nicht zu erreichen sein, solange die französische Demokratie nicht als Gegenpart­ner in Deutschland eine republikanische Mehrheit haben wird, die ^ entschlossen ist, rücksichtslos mit der Vergangenheit zu brechen. Es ist nicht meine Aufgabe, mich um Die deutsche Innenpolitik zu kümmern, ich habe lediglich die Ergebnisse dieser Innenpolitik abzuwarten." (Dann wäre es am besten, er redete auch nicht. D. Red.) Es folgen dann die üblichen Phrasen von dem friedfertigen republikanischen Frankreich, dasnur" diejeni­gen unschädlich machen will, die in der Vergangen­heit den Krieg gewünscht haben und die auch in Zukunft entsetzliche Metzeleien entfesseln möch­ten. Für einen Minister Frankreichs, das seit Jahrhunderten kein anderes Metier hat, als in adistifcher Grausamkeit Deutschland immer wie­der in Kriege zu verwickeln, ein starkes Stück Dann kommt er noch mal auf dieNationalisten" u sprechen.Sie werden begreifen, daß wir in Frankreich nutzt für die Demokratie gekämpft haben, um vor den Nationalisten Deutschlands zu- ruckzuwerchen. Es gibt indessen Tatsachen, die uns beunruhigen. Wir haben den Eindruck daß nicht alle in Deutschland das Londoner Abkom­men so aufrichtig angenommen haben, wie wir elbst. Das ist es, was uns bedenklich stimmt An dem Tage, wo Deutschland offenkundig friedliche und demokratische Politik treiben würde, würde es selbst zweifellos am meisten dabei gewinnen." Herr Herriot hält die Deutschen doch für gar zu dumm. Rhein und Ruhr sprechen für jeden Deutschen doch eine zu deutliche Sprache, als daß

Der Beschluß der Deutschen Volkspartei und die Erklärung des Kanzlers dazu enthalten keine Aeberraschungen. Aber sie bringen auch noch «eine endgültige Klärung. Nur das eine steht WUi wiajans-

(taon fest, daß keine Neubildung des Reichskabi- traget in Paris hat der französischen Regierung ein« nett» geplant ist, also keine Gesamtdemlssion, fon= - -- >--- .. 8 " -

sdern lediglich eine Umbildung durch Besetzung einig« freier oder fteiwerdenden Ministerposten eit deutschnationalen Männern. Die Lage wird natürlich sehr vereinfacht, wenn der Kampf gegen >ie Parteiführer im Kabinett, Marr ober Strese- mann, aufgegeben ist und ihr Verbleiben auf den bisherigen Posten als gesichert gelten kann. Die Berfonalfragen dürften dann keine großen chwierigkeiten machen, zumal mit dem Rücktritt fdes Reichsinnenministers Dr. Jarres, der auf fei-! 'nen Duisburger Oberbürgermeifterpoften zurück-1 '«kehren wünscht, auch das Amt des Vizekanzlers ►frei würde, auf das wohl die Deutfchnationalen besonderen Wert legen. Das Reichsjustizministe­rium wird zur Zeit durch den Staatssekretär Dr. Joel verwaltet, könnte also wieder einen Minister «halten. Dagegen würde es wohl einen schlech­ten Eindruck machen, wenn man dem Ministerium für die besetzten Gebiete, das jetzt von dem Reichs- ,-ostminister Hoefle mitbetraut wird, einen eige-I nen Minister gäbe, nur um einen Posten mehr be­setzen $u können. Gilt auch der Augenblick noch | nicht für gekommen, dieses Ministerium wieder eis Abteilung unter einem Staatssekretär dem

| zeitigen und ähnlichen Forderungen bet übrigen Re­paration fordernden Staaten begleitet wird, das ureigenste Interessengebiet des Generalagenten ver­letzt, dürfte die gewählte Methode die erfolgver­sprechendste und,? auch rascheste sein. Inhaltlich bietet die Rote btebereits verschiedentlich genannten unb schlechterdings unwiderleglichen Gründe, deren Inhals die FeststelluiW bet Unmöglichkeit ein« Durchführung des Gutachtens und der Aufrecht­erhaltung der deutschen Währung ist. Zum «sten Mal ergibt sich hi« ein noch bay sehr einschneiden­der Konflikt zwischen den Gesichtspunkten des Sach- verständigen-Gutachtens «nb den französischen Son- derwünschen. Der Ausgang dies« Auseinander­setzung dürfte von grundßtzlicher Bedeutung für die Weiterentwicklung auf bew gesamten Fragengebiet fein.

Beifall der Parteimitglieder, den führenden Partei­mitgliedern in der Partei ihr Vertrauen zu erhal­ten. Folgende Entschließung wurde angenommen, in der es heißt: Die Vertreterversammlung vom 26. 9. gibt der Erwartung Ausdruck, daß, wie im Reich, so auch in Preußen baldigst die Umbildung der Regierung in der Weise vollzogen roiro, daß auch die Deutschnationale Volkspartei zur verant­wortlichen Mitarbeit herangezogen wird. Die Ver­sammlung vertraut, daß die Mitglieder der Deut­schen Volkspartei im Reichskabinett bei der schwer­wiegenden Entscheidung des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund die nationalen und wirtschaft­lichen Interessen unseres Volkes zu wahren wissen werde.

Reicksminister des Innern zu unterstellen, so wird man doch mit der Zeit dahin kommen, und bis dahin gebietet doch die Finanzlage des Rei- Hes Sparsamkeit an allen Ecken und Enden.

Aber es wird ja auch noch das Reichsverkehrs­ministerium frei, da Herr Leser zum General­inrektor der Reichsbahngeselischast gewählt wsc- ben dürste. Minister Öefer ist Demokrat, und hier taucht nun die Frage auf, ob seine beiden Partei- genoffen im Kabinett, Geßler und Hamm, ihre Remter niederlegen werden, wenn die Deutsch- nationalen in die Regierung eintreten. Nach den, bisherigen Aeußerungen der demokratischen Füh­rer und Zeitungen kann man das annehmen.

Mit Dr. Geßler würde die demokratische Partei den stärksten Trumps ausfpielen. Es ist - bekannt, daß die leitenden Kreise der Reichswehr und auch General von Seeckt mit dem lnsheri- gtn Reichswehrminister Geßler sehr gut zusam­men arbeiten und einen Wechsel im Ministerium sthr ungern sehen würden. Darauf berufen sich mm die Demokraten und haben bereits inoffiziell erklären lassen, daß sie bei einem künftigen Aus­schluß aus der Reichsregierung ihren Reichswehr- Minister unter allen Umständen zurückziehen wür­den. Die Deutschnationalen Haden durchaus keine

Die deutsche Regierung steht auf dem Stand­punkt, daß das Sachverständigengutachten, das nach den Londoner Vereinbarungen die Grundlage für i die jetzigen Reparationsregelungeu bildet, wobei Großbritannien, das in der Frage der Sachlieferun­gen eine Sonderstellung einnimmt, nicht auch den and«en reparationsberechtigten alliierten Staaten das Recht zn einem Reparation Recooerp Act und ähnlichen Maßnahmen zubilligen wollte. Es be­handelt die englische Reparationsabgabe ersichtlich als eine Ausnahme. Die schematische Vorwegnahme I von 26 Prozent des Wertes d« deutsckien Ausfuhr I führt dagegen zu de« Ergebnis, daß die in Durch» I brechung der Grundsätze des Sachverständigengut­achtens zum Schutze der deuts«ben Wsbrunq vor» I gesehene unmittelbare und entscheidende Mitwir- I kung des Transferkomitees dabei ausgeschaltet wird. I , . .

| Damit wird die Abgabe zu einer reinen und un- I leihe anzuknüpfen.

kontrollierten Devisenzahlung mit allen ihren nach- I - - ----------

teiligen Folgen für die deutsch« Zahlungsbilanz und Englands ^Trümpfe".

bami* für die deutsche Währung. I London, 26. Sept Der diplomatische Be-

Abgesehen von de» Bedenken in der Frage des I richterstatter desDailo Telegraph" weist darauf Transfers, würde die Einführung und Erhebung I hin, baß Großbritannien bei oen Berliner einer Abgabe von der Einfuhr durch weitere repa- Verhandlungen eine Anzahl guter Trümpfe rationsberecktigte Staaten auch eine unerträoliche I habe, wenn es sie nur gebrauchen wolle, nämlich Sonderbelo^unq und Diskriminierung des deutsche« die Reparationseinziehungsakte, die Handels bedeuten und auch in dieser Hinsicht in es gestatteten, schwere Ausfuhrabgaben auf die Widerspruch mit dem im Sachverständigengutachten deutschen Güter zu legen und die Notwendigkeit niedergelegten Grundsatz stehen, daß der deutsche füt Deutschland, sich in England Handelskredite Handel frei und ungehindert sein soll <3U verschaffen. In ben anderen Fällen würde der

Die deutsche Regierung schlägt vor, vor weiteren Trumpf zur Verhinderung alliierter Schutzzoll- Berhandlunaen über die Frage der Erportabgabe I Tarife auf britische Güter das Problem der Kriegs- nach der Uebergangszeft ein Gutachten des Transfer- schulden bilden; mit einem Wort, die jetzige bri- komitees ein-»holen. Sie läßt daher zur Beschien-1 Regierung habe wirklich Gelegenheit, die nigung der Anoeleaenheit dem Generalagenten für I Herabsetzung der europäischen Tarife gegen Eng- bte Reparationszahlungen gleichzeitig eine Abschrift durchzusetzen, wenn sie sie nur benutzen des vorliegenden Schriftwechsels zur Kenntnis zu» roo e" gehen. Die Mission Dr. Schachts in London.

'n-, r -4. o .. . . Berlin, 26. Sept. Reichsbankpräfident Dr.

' Derart einiger Zett erwartete Schritt der deut. Schacht wird bei seinem gegenwärtigen Aufenthalt scheu Reichsregierung in der Angelegenheit der von in London nicht nur über die Einzelheiten der deut- Frankreich geforderten 26prozentigen Einfuhr- schen Anleihe verhandeln, sondern auch die eng»

- ®'er 9le9ierrn!l !at nicht lischen Wirtschaftskreise über die deutsche Auffassung em Schiedsgericht angerufen, sondern sie hat es vor» in Bezug auf die zukünftigen Handelsbeziehungen gezogen, rn einer Protestnote an die französische Re- Deutschlands und Englands unterrichten Man ver- gierung einen uninirt-lbaren Appell an den Ge- spricht sich von seiner Aufklärung eine sachliche neralagen.cn anzukundigen, der gleichzeitig mit der Würdigung der deutschen Ausfuhrmöglichkeiten und Pariser Negierung die Note erhält. Da die fran- der Unmöglichkeit einer deutschen Konkurrenz auf Zosische Forderung, zumal wenn sie von gleich»Idem Weltmarkt.3 1

i L-si, den Reichswehrminister mit einem ihrer Leute zu wechseln, weil sie voraussehen, daß im 3n= wie im Auslande die Politik der Reichswehr viel stärkeren Angriffen als bisher ausgesetzt sein würde und die Reichswehr dadurch in eine poli­tische Debatte hineingezogen werden würde, die «mn zu vermeiden wünscht. Es ist deshalb bereits - ber Gedanke aufgetaucht, einen Zentrumsmann | für dieses Ministerium vorzuschlagen, jedoch sind l Äle bisherigen Bemühungen nach der Richtung hin vergeblich gewesen und die Frage ist ihrer

i Lösung noch keinen Schritt näher gebracht Serben.

Tie Aufnahme der Deutschen Volkspartei-Ent- schiießung in der Oeffentlichkeit entspxicht den Er­wartungen. Die deutschnationale Presse zeigt sich . von der Fassung des außenpolitischen Programms von der Absage an die Sozialdemokratie : tefriedigt, derVorwärts" tobt, die Demokraten - Whnen, und das Zentrum behält sich alles Wei­tere vor. DieGermania" bringt sogar einen ^uen großen Artikel von Dr. Wirth gegen jede l Kschtskoalition und hält in ihrem eigenen Kom- I wentar zu den letzten Ereignissen an der Aufsas- i Wg fest, daß die Kabinettserweiteruna nach b e i= j -f.n Seiten versucht werden müsse. Auch die Er- - des Reichskanzlers Marx ist ja weit vor- s Ntiger gehalten als die Entschließung der Deut- : Mn Volkspartei. So bleibt immer noch ein gro-