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Kk. 225 MMS 0.8v SÄMM. 25. LplMvtt 59. Mrg. 19241

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Anzeiger kür (das Küher kurWikW SberWea - Amtliches Berklmbigungöblalt des Kreises Marburg

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Die weiteren Schritte

Sine Erhöhung deS Dana»

vertagt

Fünf Millionen Dollar.

Zum Schluß der Tagung wurde eine Entschlie«

forbert im Interesse von Reduzierung der Zinssätze

ob die Banken ausein-

Die SeaMMMgr.

Sie machen gründliche Arbeit.

Berlin, 25. Sept. Im großen Sitzungssaal der Handelskammer zu Berlin fand gestern die Vollversammlung statt. Vorher hatte der Haupt­ausschuß getagt und festgestellt, daß die Verordnung vom 14. Juni bett, die Eeschäftsaufsicht sich bewährt habe. Der Schutzzoll für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse muß wieder eingeführt werden.

Aufsichtsbehörde zugegen sein. Von beiden Beamten ist möglichst an Ort und Stelle eine förmliche Nieder­schrift über die Vernichtung aufzunehmen.

mark die Rede, die amerikanische Bankiers der deutschen Privatwirtschaft fest versprochen hätten aber nur unter der Bedingung der Annahme bee Paktes! Nun aber, da die Voraussetzung erfüllt ist, lasten die Könige von Newyork sich von deut­schen Eeldsuchern umdrängen, bleiben sehr kühl und spenden nur Tropfen für das ausgedörrte Land. O Land der Träumer und Illusionisten!

Inkrafttreten der eoangelstche« Kirchenverfaffnna.

D" Evangelische Landeskirchenausichub in Preußen beschloh den Blattern zufolge die Verfastung der evan- gelischen Kirchen der alt-preußischen Union nunm»ch, zum 1. Oktober in Krgft treten zu lassen

a r i s, L4. Sept. Zur Entscheidung der deut- n Regierung über den Eintritt Deutschlands in Völkerbund schreibtEcho de Paris":

Berlin, 24. Sept. Wie die Blätter von zu­ständiger Seite erfahren, wird ein Memorandum ausgearbeitet, das den zehn Staaken, welche im Völkerbund vertreten sind, durch unsere Missionen unterbreitet werden soll. In diesem Memorandum

Sogung ter teufitten AuAsntehanM fnmmrrn.

hältnisse» noch entspricht.

kapital- sei unerläßlich.

Abg. Altegoer (Z.)

Handel und Gewerbe eine Der Präsident der

«rar

wirtschaftlichen Kredite werde, soweit tunlich, entsprochen werden.

Nach weiterer Aussprache wird der Haushalt de« Seehandlung bewilligt. Der Ausschuß hat dem Plenum eine lange Reihe von Anträgen und Entschließungen zur Annahme vorgeschlagen, die u. a. die NeuregeinnG der landwirtschaftlichen Real -und Personalkredite, di« Wiedereinführung landwirtschaftlicher Zölle. Steuev- stundung usw. betreffen Der Referent Abg. M i l - berg (Dntl.) weist in feinem Bericht besonders aus die ernste Lage der Landwirtschaft, auf die Notwendig­keit landwirtschaftlicher Schutzzölle und die Stundung der rückständigen Steuern hin.

Abg. Giese (Dntl.) erstattet den Bericht des Sied­lungsausschusses und svricht sich dahin ans, daß dal Siedlungsergebnis vielleicht den Zeitverhältnisfen ent­spreche, unter denen es erreicht sei, nicht aber der Hoffnungen, die man bei der Schaffung des Siedlung-, gesehes gehegt habe.

Äbg. Held (D. Bpt.) tritt für eine teilweise Er­höhung der landwirtschaftlichen Zölle ein. Bei bei Futtermitteln müsse jedoch unter allen Umstünden vor. einer Erhöhung abgesehen werden.

Schluß nach 5 Uhr.

Die Hausziasftenrr.

Berlin, 25. Sept. Im Haupt ausschuß des preu­ßischen Landtages wurde gestern abend über die Ge­nehmigung der Notverordnung über die HauszinSsteuez verhandelt. Die Koalitionsparteien einigten sich aus einen gemeinsamen Antrag, der die Landwirtschaft mit Rücksicht auf die schlechte Ernte von der HauS- zinssteuer befreit, di» Erhöhung der allgemeinen HauS- zinssteuer am 1. Oktober iiS0 Proz. gleich 4 Proz. der FricdenSmiete) eintreten läßt, aber Du« dieser Er­höhung nur die Hälfte dem Staat, die andere Hälft, der Förderung der Neubautätigkeit vorbehält und für den Ausfall zum Teil durch eine Rückzahlung de» Dolksschullasten Deckung schafft. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Die verschiedenen Nachrichten darüber, Ruhrkohlenindustrie mit amerikanischen eine Anleihe abgeschlossen hat, gehen noch ________

ander. Nach der einen Quelle soll die Anleihe an der Provisionsforderung der beteiligten deutschen Banken gescheitert sein, nach der anderen ist das Ge­schäft schließlich doch zustande gekommen. Aber in welcher Höhe? Ganze 5 Millionen Dollar sollen in das Ruhrgebietfließen". Was gingen dochefür Summen durch die deutschen Zeitungen, als wir vor der Entscheidung übe- das Londoner Abkom­men standen! Da war von 500 Millionen Gold-

Aus -em besetzten Miet.

Essen, 24. Sept. Aus den Eisenbahnstationen des besetzten Gebietes, die bisher Zollkontroll- stationen waren, werden gegenwärtig die umfang» reichen Holzbaracken wieder abgeristen, die von de« Besatzungsmächten tat Jahre 1923 aufgebaut werb«» waren.

Berlin, 25. Sept. Die Beratungen des Vor­standes der Deutschen Vottsrmrtei in der Frage der Regierungserweiterund sind auf heute worden.

®enf, 24. Sept. In verschiedenen Kreisen der Völletbundsversammlung wird Stimmung dafür ge­macht, die Abrüstungskonferenz nicht, wie im Pro- -rloll vorgesehen, für den 15. Juni 1925 nach Genf einzuberufen, sondern erst im nächsten Herbst. Begründet wird dieser Wunsch damit, daß am 15.

I Juni die internationale Arbeitskvnferenz in Genf tagt und daß das Nebeneinander zweier großer internattonaler Konferenzen zu materiellen Schwie­rigkeiten führen könnte.

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3m muAickni Landtag

I wurde gestern über die Abbauverordnung verhandelt. Rach einem deutschnationalen Antrag soll daraus hin­gewirkt werden, daß ein Reichsgeketz geschaffen wird, das eine Aenderung der preußischen Abbauvervrdnung gestattet. Dach einem Ausschuhantrag soll ferner ein Gutachten darüber gefordert werden, ob der Abbau der Wahlbeamten mit der Verfassung in Einklang zu bringen sei. 3n der De­batte beschwerte sich Abg. Hirsch (Soz.) über po- | litischen Mißbrauch der Verordnung. Am ungenier- | leben und rücksichtslosesten sei man dort aufgetreten, wo das Ziel die Beseitigung von Sozialdemokraten aus ihren Aemtern sei.

Abg. Ebersbach (Dntl.) weist nach, bah im Anfang vor allem die beutfchnationalen Beamten ge­litten hätten, ohne daß sich die Sozialdemokraten darüber aufregten. Jetzt schreien sie über Mißbrauch und Vergewaltigung, wo sie meinen, die Verordnung werde politisch gegen sie selbst ausgenützt. Auch läßt es sich wirklich nicht vertreten, bah in dem Abbau eines sozialdemokratischen StadtratS ein politischer Miß­brauch erblickt wird.

Abg. Daumhoff (Z.) hebt die Sachlichkeit der Ausschußverhandlungen hervor. 3m Plenum aber treibe man eine unverantwortliche Demagogie. Beim Abbau von Scheidemann und Gebiert liegt zum min­desten der Verdacht vor, daß es sich h-er um politische Gründe handelt. Die Sozialdemokraten haben da, wo sie die Macht haben, ihrerseits auch solche Dummheiten gemaAt,

Preußischen Verhandlung

Schröder erllärt: Dem Wunsche bezüglich der land-

Aus dem Kabinettsbeschluß vom Dienstag geht klar hervor, daß di« deutsche Regierung den An­trag auf Aufnahme in den Völkerbund diplomatisch »mzubereiten entschlossen ist. Sondierungen haben ja in den letzten Wochen wiederholt, vor allem - ßvischen Berlin, London und Paris stattgefunden, ber bisher nicht zu dem gewünschten Resultat geführt. Nachdem nun die volle Bereitschaft -Deutschlands offiziell vor aller Welt dokumentiert vorden ist, und zugleich die einleitenden Schritte «ich angezeigt worden sind, wird naturgemäß das Auswärtige Amt mit erhöhtem Nachdruck zu arbei­ten haben. Es handelt sich jetzt darum, die Mög- llchkeiten für den Eintritt Deutschlands in den Döl» ibibunb festzustellen.

u Dies soll auf dem Wege eines Memorandums geschehen, das den zehn tat Völkerbundsrat ver­tretenen Staaten überreicht werden soll. Im Völ- krbundsrat muß bekanntlich entgegen der 0361» kerbundsversammlung Einstimmigkeit über die Be- Müsse herrschen. Finden die in dem Memorandum von Deutschland aufgeworfenen Fragen (es han­delt sich um die schon häufiger erwähnten Punkte) die Zustimmung des Dölkerbundsratees, dann steht einem Antragsgesuch deutscherseits nichts mehr ent­gegen.

Die französische Regierung hat in ihren offi­ziösen Kundgebung darauf hingewiesen, baß sie sich gegen eine AuSnahmcbehandlung Deutsch­lands wenden werde und es nicht zulassen könne, wenn Deutschland besondere Vorrechte verlangen -sollte. Aus diesen Darlegungen hat man in Berlin den Eindruck gewonnen, baß von französischer Seite «och gewisse Schwierigkeiten hinsichtlich der Ein­räumung eines Sitzes für Deutschland im Dölker- kndsrat gemacht werden. Cs ist auch ein Irrtum. Denn die französische Regierung behauptet, die Deutschen forderten eine privilegierte Svnderbe-1 Handlung. Die deutsche Regierung will nicht mehr els die Gleichberechtigung innerhalb des Völker- kndes und eine Vertretung im DülkerbundSrctt, die jetat Großmacht von der Bedeutung Deutschlands tzukommt. Im übrigen ist dies eine Angelegenheit, Oe Frankreich allein nichts angeht. Wenn es der! deutschen Regierung gelingen sollte, die Zusicherung der beteiligten Völkerbundsmächte zu erlangen, daß fte einem deutschen Kandidaten bei der Neuwahl! des Völkerbundsrates ihre Stimme geben werden, so wäre diese Frage auch ohne Mitwirkung der Kranzosen gelöst. I

Verden die Fragen behandelt, deren Klärung und 23erlin, 24. Sept. In der Ausführung der von .Beantwortung die Regierung wünscht, bevor sie I interalliierten Militärkommission auf Grund des den endaültiaen Befcbluß über den Antraa a»k 7"rsailler Vertrages gestellten Forderung auf Vernich- rtCJ?«0 J 0C". _ou' tuns aller bei den Zivilbehörden vorhandenen Urkun-

Zulafsung faßt. Das Memoradum wird noch dem den, Listen, Stammrollen usw., die gegebenenfalls die KabmettSrat unterbreitet. Rekrutierung und überhaupt die Mobilisterungsmaß-

Berlin, 24. Sept. Wie die Blatter hören, nahmen erleichtern könnten, erließ, wie der amtliche «erden erst, wenn die Antworten der Mächte auf Preußische Pressedienst mitteilt, der preußische Mini- Aas deutsche Memorandum über die Frage des Sei« r Innern eine Verfügung, wonach MbS.KKÄ*T»Ä zur Durchführung der Rekrutie-

A°^eiführern "/"lausig nicht stattfinden, rung, insbesondere auch die Landwehr- und Landsturm­stuttgart, 24 Sept Wie wir Horen, hat die rollen, vernichtet werden sollen. Von der Vernichtung »urttembergische Staatsregierung sich ist eine Reihe Akten ausgeschloffen, die für die Prü- Tage an ine Reichsregierung gewandt und er- fung etwaiger Wiedereinbürserungsanträge benötigt ^ngedavon b.Q$ Eft der endgültigen werden könnten ober aus denen sich Rechte für den A ^?ung über den Eintritt Deutschlands in den Fiskus ergeben oder solche Akten, die für Hebungen I ' PSnh<.^eoripn.e^6annJ 'S.und für den Fall ihrer Einsetzung zur age die Landerregierungen von der Reichsregierung I Bekämpfung von Unruhen auch weiterhin von Wert m ro-»n'r,A r « c. «. stin könnten. Die Akten sollen eingestampft werden.

Paris ,24. Sept. Aus Befragen deS Bericht-1 Bei der Vernichtung der Akten muffen zwei besonders «rstalters desJournal deS Debats" in Genf er» | zuverlässige Beamte aus dem Bereiche der zuständigen | Körte der englische Delegierte beim Völkerbund, Lord Parrnoor, nach seiner Ansicht sei es zu spä: für Deutschland, tat Laufe dieser Session seinen Eintritt in den Völkerbund zu fordern. Nach Havas hat man heute Vormittag ernstlich von der Möglich­keit der Einberufung einer außervrdentllchen Ses- sion gesprochen, um über die Zulassung Deutsch­lands Beschluß zu fassen.

bung angenommen, in der die Bereitwilligkeit der «<rck>e in den Völkerbund ist eine ernste deutschen Handels mmern im Auslande, am Wie-

üe itt I" t? zu sein, um die es nach- deraufbau der heu-schen Wirtschaft und vor allem Ermaßen eine Gefälligkeit, des deutschen Außenhandels mitzuwirken, betont !« Paradoxon ist die Folge wird.

I der augenblicklichen Politik unserer Regierung, die von dem Wunsch beseelt ist, die Gewalt als Grund­lage der Verträge durch freie Zugeständnisse zu er- setzen. Man muß anerkennen, daß Frankreich bei diesen Dingen wieder von England vorangetrieben worden ist.Pettt Parisien" schreibt: Wie Briand es gestern erklärte und ohne der Antwort vorzugreifen, die durch Herriot anläßlich der diplo- matischen Sondierungen Deutschlands gegeben wer­den kann, ist es wahrscheinlich, daß bei Standpunkt der französischen Regierung der gleich« bleibt, den Herriot in seiner Rede am 7. September in Genf erläuterte. Herriot wird bestätigen, daß er keinen Pakt gegen Deutschland macht, daß aber weder eine Ausnahme gemacht noch ein Privilegium gewährt werden kann, und daß man Deutschland in ben Völkerbunb aufnehmen wirb, wenn es seine inter­nationalen Verpflichtungen (Versailler Vertrag) erfüllt. Das hat bet französische Ministerpräsident auch dem französischen Botschafter erklärt.

Paris, 24. Sept. Zur Entscheidung des Reichskabinetts schreibt das »Journal des Debats": Der Kabinettsrat erklärt, daß die wichttgsten noch zu lösenden Fragen zum Schutze einer gemeinsamen friedlichen Arbeit der Völker nicht in einer befrie- bigenden Weise ohne den Beistand Deutschlands gelöst werden könnte. Aus dieser Tatsache schließe das Reichskabinett, daß der deutsche Beistand be­zahlt werden müsse.

In seiner Begrüßungsrede betonte Reichswirt­schaftsminister Hamm, daß die deutsche Wirtschaft nicht als Binnenwirtschaft, sondern nur als Glied bet Weltwirtschaft gesunben könne. Wir müllen einen stärkeren Güter­austausch erstreben. Für bie Uebenvinbung größter Wichtigkeit. Tie Beziehungen zwischen In­lands- und Ausländsdeutschen müßen gepflegt werben.

I Ser Genfer eicherhetlSvakl.

I Genf, 24. Sept. Im ersten DersammlungS- I ausschutz, der über ben ersten Test des Schieds- und SankttonsprvtokollS zu beraten hat, erläuterte heute nachmittag bet Berichterstatter, Polltls-Grie- chenland, bie gestern abend ferttggestellte Fassung I des ArttkelS über die Feststellung des Angreifer- I starte«. Das in diesem Arttkel aufgestellte System sei nunmehr völlig lückenlos. Die Bedenken, die I bisher gegen einen einstimmigen Ratsbeschluß über den Angreiferstaat bestanden, daß nämlich ein ein- Ziger Staat die offenkundige Tatsache des Angriffs durch sein Veto bestreiten und die Feststellung

I hinfällig machen könnte, sei jetzt in glücklichster Weise gelöst und zwar dadurch, daß der mutmaß- liche Angreiferstaat als Angreifer gilt, solange nicht der Rat einstimmig das Gegenteil erklärt hat. Hier­auf wurden bie vorliegenden Arttkelterte Artikel für Artikel beraten.

® e n f, 24. Sept. Der dritte Ausschuß begann heute vormittag bie Debatte über bie einzelnen Artikel des ihm zugewiesenen Teils des Schieds- und Sanktions- Protokolls. Er genehmigt« zunächst den nunmehr als Nummer 6 bezeichneten Artikel, der lautet: Die Sig­natarmächte verpflichten sich, sich jeder Aktion zu ent» I halten, die eine Angriffsdrvhung gegen einen anderen Staat bilden könnte. Fall- eine der Signatarmächte bei einem anderen Staat Kriegsvorbereitungen fest» stellt, hat sie da- Recht, den Rat anzurufen. Der Rat wird bann, nachdem er den Tatbestand festgestellt hat, laut Art. 7, §§ 2, 4 und 5 vorgehen. 3n der Debatte hierüber führte der serbische Delegierte Kounanvudi aus, daß die Dngriffsdrohung auch bas von einem fremden Staat geduldete Bandenwesen auf dem Ge­biet eines anderen Staates zu bezeichnen fei. Auf Antrag Denefchs in feiner Eigenschaft al- Bericht, erftatter soll diese Definition in dem Vericht, der über daS Protokoll der Versammlung zugehen wird, er­wähnt werden.

Gens ,24. Sept. Die erste wichtige, von dem Ausschuß vorgesehene Abänderung an dem Pro­jekt des Anterausschusses bezieht sich auf die im Artikel 7 vorgesehene provisorische Maßnahme zur Aeberweisung deS Konfliktes an das Schiedsver­fahren und während der Dauer des SchiedSver- fch ens. Auf lebhaften Einspruch des italienischen Delegierten wurde nach einer langen Debatte be­schlossen, daß der Artikel neu redigiert werden soll und zwar derart, daß bie Frage der von der künf­tigen Konferenz zu schaffenden Kontrolle uno In- vestigalionsorgans offen bleibt. Der Einspruch des Generals Marinis gründete sich auf die Befürch­tung. daß die Abrüstungskonferenz bereits jetzt die Schaffung eines ständigen Kontrollorgans Vor­schlägen würde, während es sich in Wahrheit um eine zeitweilige Investigation während des Schieds­verfahrens handeln dürfte. Nach der Annahme des Artikels 11 über die entmilitarisierten Zonen, der in der ersten Fassung als Arttkel 6 bezeichnet und jetzt debattelos angenommen wurde, eröffnete der Ausschuß die Debatte über Artikel 12, der die Sanktionen betrifft. Als erster Redner in der Dis­kussion forderte Loudon-Holland eine schärfere Prä­zisierung des Charakters und der Tragweite der Sanktionen, wobei er auf die Widersprüche im Text des ArttkelS und ben Bericht Beneschs hin- wies.

Nie Aufwertung,

Die Verhandlungen des AufwerlungrausschusfeS sink gestern abend, ohne daß eS zu einem Beschluß ge­kommen wäre, auf heute vormittag vertagt worden. Wie aus parlamentarifchen Kreisen verlautet, besteht bas Zentrum nach wie vor auf seinen Antrag einer Verzinsung von 0,5 Prozent. Dieser Antrag soll aug bei den Deutschnationalen Unterstützung finden. Z» den Ausführungen des Reichsfinanzministers in 6ex älnterausschußverhandlungen erfahren bie Blätter, dal der Minister einen Plan entwickelte über die Art uni Weise, wie ben nachweisbar bedürftigen Besitzern toi Kriegsanleihen auf sozialem Wege geholfen werde» könne. Auf die Besitzer anderer Reichsanleihen be« ziehe sich der Plan nicht.

Eta »alter Wasierstrahl fit die Spekulation.

Berlin, 24. Sept. Der Unterausschuß des Auf- wertungsausschuffe« des Reichstages trat beute vormit» tag zu einer Sitzung zusammen, dir auch noch den gam> ttn Nachmittag ausfiillte und in der tt sich «ingebrnd teil der Aufwertungsfrage beschäftigte. Wenn auch di« Beratung zur Stunde »och nicht abgeschlosien ist, so kam doch einmütig die Ansicht aller Parteien zum Ausdruck, daß der Spekulation unbedingt lebet »ofccn entzogen werde» misse e»6 bat füt eine eventuelle Aufwertung ledig­lich drr Rachwris des alten Br fitze, in »rage kommen würde. Wie an» varlawentari. chen Kreisen verlautet, lieb die Reichsreglerun« ibreu Standpunkt dabin erkläre«, daß eine Aufwer­tung oder auch nur eine geringe Brr» zinsung in-dem jetzigen Zeitpunkt »oll, kommen unmöglich sei. Der Beweis der Un­möglichkeit wurde, wie verkantet, a» Hand der kom­menden Statzablen gegeben.

Einfach ein« G«ftr?

Paris, 24. Sept. Dr. Nansen erklärte einem Sonderberichterstatter bes Matin: Ich glaube, baß ^Lutsche Regierung jetzt die Notwenbigkeit, in rn .^wtterbund einzutreten, anerkannt hat. Die Vorbehalte, bie gemacht würben, bebeuten meiner tb?! keineswegs, baß Deutschlanb den Wunsch hat, aufs neue heikle Fragen, wie die bet K k Ul\= °ufzurollen. Das ist einfach eine Geste burch bie bie Stellung bet Regierung, bie im §'unde genommen ziemlich schlecht gegenüber ber Opposition ist, verstärkt wirb.

Frankreich lehnt ab.

Abg. Meher-Herford (D. Dpt.) hebt die Dow trefflichkrtt des deutschen DerufsbramtrntumS hrrvoe, 2» dem baldigen Verschwinden der Abbauverordnunß habe auch di« Deutsch« Dolkspartet da- größte Jntrrrfs«.

Abg. Berthold (Dem.): Wir wünschen den De- Hörden die Waffe drr Abbauvervrdnung nicht läng«« in der Hand zu lasse».

Sn der Entschließung bete, das Gutachten wird d« Termin vom 1. Oktober 1924 geändert in 1. Oanuai 1925. Die Entschließung wird darauf mit großer Mrhv» hrtt angenommen.

Bei der weiteren Abstimmung über bi« Aussetzung des Abbau- ber Wahlbeamt«» ergibt sich Beschluß« Unfähigkeit.

Sn der 5 Minuten später angesehten Wtzuna ver­handelt dann da- Haus über'Den Etat Aft7§e«hanb« hing. Wie der Berichterstatter Abg. Dr. Lei big (D. Dpt.) mitteilt, schlägt ber Ausschuß «ine Entschlle« ßung vor, wonach geprüft werben soll, ob die Ot> ganifation der Seehandlung den wirtschaftlichen Der«