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Marburg a. &, Mtwvch, bra 24. Eevtembrr

59. Mkg. 1921

Anzeiger föt (das früher kurßEM) Sber-Mn - Amtliches MkündiMMsblatt des Kreises Marburg

»h»nL^*6aV 9J[tIs Barrabatt und verfällt, wenn bl« Zahlung später <tl« 5 Ta« säeU«! ^lrh.n86.»*^5"

^»benso^ Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Erfüllungsort Slntluta, 1 (§*Stt =ft SoSät

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Am -en Eintritt in -en Bölkerbun-

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mutet worben ist. Helfen Sie uns. den Weg zu finden

Der Rede des Außenministers folgte der Gesang

2m Ramen der Lleberfeedeutfchen dankte Präsident

Was bei uus im Inneren an so manchen unerfreulichen und unerquicklichen Dingen vor sich geht, kann nur verstehen, wer erlebt hat, was diesem Volke zuge-

Die Erklärung.

------- .n den Völkerbund nur ekntreten könne als Großmacht und mit gleichen Privilegien und Rech'en könne nur schwerlich bestritten werden. Der Ausdruck Großmacht meine zweifellos einen Sih im Völker- bundsrat. Dieser Ausdruck sei im Augenblick nicht angemessen und habe in Frankreich starken Wider­spruch hervorgerufen, besonders bei den Blättern, die die Politik Herriots unterstützen. Deutschlands Auf­nahme werde gegenwärtig auf jeden Fall auf starken Widerstand stoßen. Es sei schon ziemlich klar, daß die französische Delegation Deutschlands Eintritt in Len Völkerbund vor der endgültigen Regelung des Sicherheitsplanes nicht begünstige. Wenn Deutschland wirklich seine baldige Aufnahme wünsche, müsse es zu­nächst bezüglich der Form feines Ersuchens Zurück­haltung wahren.

Berlin, 24. Sept. Gestern abend wurde im Hotel Esplanade die Tagung der deutschen Außenhanb»lS- kammern durch den Präsidenten deS Deutschen Inlnistrir- und HanbelstageS, Franz von Mendelsohn, eröffnet, der die zahlreich Erschienenen, insbesondere die viel« Ausländsdeutschen, sowie die Vertreter des Reiche» begrüßte.

Hierauf ergriff Reichspräsident Ebert baS Wort und begrüßte die Anwesenden im Damen des Reiches, indem er sich besonders an die Ausländsdeutschen wandte und diese in der Heimat herzlich willkommen hieß, u. a. die bedeutsame Pionierarbeit der Aus­ländsdeutschen hervorhob und ihnen dafür den Dank des gesamten deutschen Volkes ausdrückte.

bet seien, tootj kaum noch rechtzeitig erledigt wer­den könne. r, t

Nach dem Sonderberichterstatter der Agentur versichert man, datz Dr. Nansen von dieser An-

I Dr- Dtrefemann wies in längeren Ausführungen auf die große Bedeutung der deutschen Jußenhanbels- kammer für den deutschen Handel hin. Er führte bann weiter folgendes auS: Wenn die AeichSregierung de» Londoner Abmachungen zustimmte, fo tat sie eS ,um feste Verhältnisse zu schaffen. Nichts hat die Initiativ« | des Kaufmanns mehr zurückgedrängt als die Llnstcher- hett der wirtschaftlichen Verhältnisse. Lieber unS liege» größer als je gefürchtet, die Lasten, die uns auferlegt sind. Roch lange wirb über dem deutschen Volk« der Spruch der römischen Legionen liegen, daß wir ohne LIrlaub geboren sind. Rur der Glaube an Deutsch­lands Zukunft läßt uns diese Lasten tragen und unS hoffen, daß wir die Arbeitskraft finden, die zum Wie­deraufbau notwendig ist. Dazu ist die nationale und ideelle Hilfe des Auslandsdeutschlums notwendig. Lln- fere politische Macht ist gering. Die Pfeiler und Säulen, auf denen die Macht des alten Deutschlands ruhte, find geborsten. Lkm so höher muß der Gedanke der Kulturgemeinschaft aller Deutschen stehen. Dem Ausland gegenüber darf es nur ein Deutschland geben.

Ein AllrittaWersuch aus Strriet,

Paris. 23. Sept. Wie Havas meldet, hat eint Dame heute nachmittag kurz vor der Abreise de» Ministerpräsidenten aus Rambouillet dem wacht­habenden Posten einen geladenen Revolver über­geben und erklärt, baß sie die Absicht gehabt habe, auf den Ministerpräsidenten zu schießen, daß sie aber im letzten Augenblick nicht den nötigen Mut habe aufbringen können, ihr Vorhaben auszufüh­ren. Bei ihrer Vernehmung erklärte sie, daß ste in Paris wohne, von ihrem Mann getrennt lebe und Herriot habe töten wollen, weil er die Pofi- ttk Caillaux's und Malvh'S unterstützt habe. Al» sie aber Herriot gesehen habe, auf den sie schon jüngst in Lyon habe schießen wollen, habe sie ihn so sympathisch gefunden, daß sie sich entwaff­net gefühlt habe. Rach Havas nimmt man an, daß die Dome geistesgestört ist. Sie heißt Bigot-Pvm- jean. Die Dame erklärt auch, daß ihr Mann sie 1922 habe veranlassen wollen, Briand zu töten.

fk. Paris, 24 .Sept. Die Morgenblätter be­schäftigen sich eingehend mit dem geplanten At­tentat Bigot in Rambouillet auf Her-

Berlin, 23. Sept. Unter dem Vorsitze des Reichspräsidenten wurde heute ein Ministerrat ab«I gehalten. Nach eingehender Erörterung der Frage he» Beitrittes Deutschlands zum Völ­kerbünde ergab sich Einmütigkeit darüber, daß die Reichsregierung den alsbaldigen Ein­tritt Deutschlands in den Völkerbund erstrebt. Sie Geht dabei von der Erwägung aus, daß die vom l

Asims ter teutickm AuftnbanbM kammmi.

auch die Fassung dieses Artikels festzustellen. Es heißt da: Angreifer ist jeder Staat, der in Ver­fehlung der im Paft ooer im Protokoll vorge­sehenen Verpflichtungen zum Kriege greift. Dem Staat, der zum Kriege greift, wird der Staat gleich­gestellt, der die Satzung einer entmilitarisierten Zone verletzt. Im Falle der Feindseligkeit gilt als Angreifer, falls der Döllerbundsrat einstimmig nichtsanderes beschließt, 1. jeder Staat, der sich weigert, sich einem Verfahren für die friedllche Regelung laut Artikel 13 und 15 des Völker- bunbspaktes, ergänzt durch das gegenwärttge Pro­tokoll, zu unterwerfen, oder eine gerichtliche oder! eine einstimmigr Empfehlung te? Rais anzunehmen, oder der sich einem einstimmigen Bericht des Rats, einer gerichtlichen oder schiedsgerichtlichen Entschei­dung widersetzt, wonach der Streitfall zwischen den beiden Kriegsführenden eine Frage des internatio-

vorstehenden Arbeiten sei, die Löcher in dem Döl- kerbundspatt derarttg auszufüllen, daß kein Krieg mehr möglich ist. Er legte hierauf ausführlich bet Mechanismus des Schiedsverfahrens dar und wie- nachdrücklich auf die Sankttonsmöglichkeiten hin, die dem Rat nunmehr zur Aeberwindung des pas­siven Widerstandes gegen die Schiedssprüche gut Verfügung stehen. Loucheur-Frankreich stimmte dem vorgelegten Text ohne Einwendungen zu. Cia- lvja-Italien erklärte u. a., bei Aufrichtung eine­neuen juristischen Gebäudes dürfe nicht vergessen werden baß es geschichtllche Regeln undStrömun- gen gebe, die selbst über den Regeln des Rate­stehen. Lord Cecil Hurst verzichtete vorläufig dar­auf, seine Vorbehalte darzulegen.

Die Fortsetzung der allgemeinen Aussprach« wurde auf Mittwoch nachmittag vertagt.

übrigens wissen, baß die Antwort, die Dr. Nan­sen heute vormittag von der ftanzöfischen Dele- gattvn in Genf erhalten hat, dieselbe ist, die gestern abend in Paris der brittsche Botschafter als Ver­mittler zwischen den Regierungen von Paris und Berlin erhalten habe.

London, 23. «ept. Der Berliner Korrespondent des Daily News" schreibt zu den beginnenden Ver­handlungen zwischen Deutschland und den Alli- Wiedererwachen Deutschlands beein- slußt selbstverständlich da» internationale Gleichgewicht. Man muß zugeben, gleichviel ob man es gern tut ober nt$t, daß Deutschland wieder als europäische Großmacht auf dem Platz steht.

Paris, 23. Sept. Der Havas berichtet auS Gen?: Deutschland scheine Bedingungen stellen zu wollen. Die deutsche Regierung müsse ihre Stellung formulieren. Es fei notorisch, baß ein« kontinentale Großmacht tote Deutschland von denVerantwortlichkeiten und Auf­gaben" des Dvlkerbundsrotes nicht serngehalten werden könne. Auch in Ungarn fei die Militärkontrolle noch

nicht beendet gewesen, al» es zugelassen wurde. Aber man konnte ihm vertrauen. Der Berichterstatter deS Matin" in Genf dagegen meint, weil die Entwaffnung Deutschlands noch nicht festgestellt sei, komme die Auf­nahme evst für die Sondersestion. im Januar in Be­tracht. (Lind wie steht es denn mit der Abrüstung Englands und Frankreichs? Die Red.)

Paris, 23. Sept. Nach Beendigung des Minister­rats in Rambouilett haben französische Journalisten den Ministerpräsidenten Herriot über die Haltung der fran­zösischen Regierung gegenüber einem Aufnahmegesuch Deutschlands m den Völkerbund befragt. Herriot ant­wortete, er bleibe bei feiner Erklärung, die er am 5. September vor der DölkerbundSverfammlung in Genf abgegeben habe.

Dr. Sthamer in Berlin.

Berlin, 24. Sept. Der deutsche Botschafter in London, Dr. S t h a m e r, der eine kurze Ur« I laubsreise angetreten hat, wird sich einige Tage in Berlin aufhalten, um mit der Reichsregierung diel

Völkerbundsfrage zu erörtern. Er wird in etwa 14 Tagen die Rückreise nach London antreten. Seinen I eigentlichen Urlaub verbringt er in Süddeutschland.

Paris, 23. Sept. Der Sonderberichterstat­ter der Havasagentur in Genf berichtet über eine Rücksprache, die Dr. Nansen heute vormittag bei der ftanzösifchen Delegation unternommen hat. Er habe erklärt, er sei der Wortführer einer Anzahl Delegationen, wenn er komme, um sich bei der fran­zösischen Delegation über ihre Absichten zu infor­mieren, im Falle, daß das Deutsche Reich seine Aufnahme -in den Völkerbund verlangen werde. Im Namen sämtlicher anwesenden französischen Delegierten habe Briand geantwortet, die von Dr. Nansen gestellte Frage sei eine Regierungsangele­genheit, dcrsn Antwort in London und Paris ge­sucht werden müsse. Briand habe eine gewisse Aeberraschung zum Ausdruck gebracht, daß die Mei­nung Frankreichs in dieser Angelegenheit und nicht auch die Meinung Anderer erforscht werde. Er ' wolle d.n Erklärungen, di« in Paris in dieser Ange­legenheit abgegeben werden mühte, nicht vorgrei­fen, aber, so habe er hinzugefügt, er habe keinerlei Grund, um nicht die Meinung zu vertreten, die am 5. September der Ministerpräsident Herriot über die Zulassung Deutschlands vor dem Völkerbund geäußert habe, nämlich, daß die Aufnahme Deutsch­lands den allgemeinen Regeln unterworfen werden müsse und daß weder eine Vorziigsbehandlung ge­währt »noch eine Ausnahme gemacht werden könne. Die französische Delegation habe auch bemerkt, daß ein Aufnahmegesuch zu dieser Stunde, in der die Arbeiten der Völlerbundsversammlung fast been-

Pressestimmen.

R-, Berlin, 24. Sept. Die Morgenblätler be- fchäftigen sich ausführlich mit dem Ergebnis der gestri­gen Sitzung deS Kabinettsrats, DieDeutsche Zeitung" bezeichnet die Haltung deS Kabinetts als ein Aus­weichen vor Entscheidungen und stellt die Frage, wie sich da» Reich»kabinett weiterhin zur KriegSschuldfrage stellen würde. Sollte

Helsferich aus Batavia. Wir Lieberseedeutschen haben in den schweren vchicksalsjahren wohl manches mal der alten Heimat unsere Anhänglichkeit gezeigt; wir haben auch manchesmal dem Vaterland die Kritik nicht erspart. Aber Liebe und Kritik kamen aus demselben Herzen, das mit jeder Faser an der alten Heimat hängt. (6türmud)er Bestall). Damit schloß die eindrucksvolle Kundgebung. Außer dem Reichspräsidenten Ebert unb Bem Außenminister Dr. Streseinann waren noch u. a. anwesend Reichskanzler Dr. Marx, ReichswirtschaftS- m'.nister Hamm, der preußische Ministerpräsident Braun, der preußische Kultusminister Boelitz, der preußische Handelsminister Siering, der Ehef der Admiralität Zenker, von den Auslandskammern Lcurrenz-Lchangtzat und Heßmanu-Argentinien, - - - -

tivnsprvtokvlls eingetreten, die sich auf die Orga-I der urteilt worden. Vor dem Kriege und während nifierung des Schiedsverfahrens beziehen. I Krieges habe sie mehrere Bettugsversuche ge»

Genf ,23. Sept. Dach der heutigen Sitzung! wacht, die aber nicht verfolgt wurden. Seit 1910 in der die wörtlich mitgeteilten neuen Artikel des | Est sie fünfmal wegen Betrugs verutteilt worden. Protokolls beraten wurden mit Ausnahme des Ar­tikels 6 über die Definition des Angreifers, traf der Unterausschuß nochmals zusammen, um heute abend

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nalen Rechts berührt, die der ausschließlichen Zu­ständigkeit des betreffenden Staates unterliegt.

2. Jeder Staat, der eine vorläufige Maßnahme verletzt, die der Dölkerbundsrat für die Zeit des Verfahrens ergriffen hat. Außer den in diesen bei­den Paragraphen angeführten Htzpothesen Ha! der Rat, wenn er nicht in kürzester Frist den Angreifer feststellen kann, bife Pflicht, den Kriegführenden j einen Waffenstillstand vvrzuschreiben, dessen Be­dingungen der Rat mit zwei Drittel Mehrheit fcst- seht und überwacht. Jeder Kriegführende, der den Waffenstillstand verweigert, der seine Bedingun­gen verletzt, wird als Angreifer betrachtet. Der Völkerbundsrat wird dann den Signatarmächten zur Kenntnis geben, baß sie unverzüglich die in diesem Protokoll gegen den Angreifer festgesetzten Sank­tionen zu ergreifen haben. Ferner behandelte der Llnterausschuß den Text einer Resolution, durch die ___________... vie ullo. ..... _

ber Versammlung die Lnrahme des Protokolls | zur Konsolidierung deutscher Verhälinisse. empfohlen, die Einberufung der Konferenz ange» r - - -

kündigt und eine juristische Kommission ernannt | des Deutschlandliedes.

wird, die die durch das Protokoll vorgesehenen ~~ Paktänderungen vorzubereiten hat.

Genf ,23. Sept. Der Völlerbundsrat setzte heute nachmittag in geheimer Sitzung hie artikel- wsise Beratung des von der ständigen Militär? kommission ausgearbeiteten Projekts über die m l:- tärischen Investigationen in Deutschland, Ungcin, Bulgarien und Oesterreich fort.

Genf, 23. Sept. In der allgemeinen Aus­sprache, die heute im ersten VerfammlungsauSschnß . . . über die neuen bereits gemeldeten Anfcngsartikel!

l®1! cnen to( '!9 vertrauensvollen Eindruck des Schied-- und SanktionSprotokoll« stattsand hlnsichMch der foforMen Zulassung Deutschlands führte der Berichterstatter für diese Frage, Politik gewonnen habe. Der Sonderberichterstatter will Griechenland, zunächst aus, daß die Aufgabe der

Irin Verzicht auf Notifizierung ausgesprochen fein,o

Kabinett die Durchsetzung der unermäßlichen Garantien denke. Das Blatt spricht die Erwartung aus, daß das Kabinett von diesen Garantien keinesfalls abgehen "Deutssche Tagesztg. betont, daß man ciiiu) tn Gonboti 6er <5egqc 6cS (Sintrttt SsiiifcbIoTt68 in den Völkerbund kühler gegenüber stehe, nach dem sich der französisch e EinfluhalSauSschlag- gebend erwiesen habe. DieDeutsche Allg. Ztg." L SÄciTüs; and entspreche der Situation. Die Londoner Antwort ,abe keine Klärung gebracht: das beweise, daß der ranzosische Eindruck in Genf recht fühlbar gewesen UXÄÄÄ

>ön großem Nutzen sein werbe. >

Der Eindruck in Genf.

Genf ,23. Sept. Der Beschluß der Reichsre- Jkrung zur Frage des deutschen 'Beitritts ch den Völkerbund, der hier mit großer Spannung erwartet vorden ist, wurde im Laufe des Nachmittags und rlbends von allen Delegationen lebhaft kommen- iert. Der Eindruck, den der Beschluß hervorge- ufen hat, war, soweit bereits zu beurteilen ist, all- Km in ein günstiger. Zu besonderen Erörterungen sab nur hier u/ad da der Schlußpassus Anlaß, in >ein Garantien gefordert »erben, die sich sowohl ntf die Stellung Deutschlands im Völkerbund, wie uf bestimmte andere hiermit untrennbar zusammen- längenbe Fragen beziehen, wenn man auch nicht im ttaren darüber .war, welche Fragen hiermit gemeint

J«- Mr!uen wurde der Schritt TMR Reichste-' terung durchweg gebilligt. Von maßgebender Seite der französisch«, Delegation wurde" Presse- ertretern gegenüber erklärt, daß die von der reichsregierung getroffene Lösung die einzig rich- >ge unter den gegebenen Llmständen sei, da in der egenlrärtigen Phase der Völkerbundsversammlung In QlufnatwW Wltlg WH--.

Was SieTimes" sagt.

sk. London, 24. Sept. DieTimes" schreibt dem Beschluß des Reichs'abinetts'

-ß Deutschland i ' '

ireni V Regierung oeaut-

e, ®1. roar Man kann die Auskünfte, die unsere Staatsmänner der diesen Gelegenheiten erhalten haben, nach Geschmack positiv oder negativ nennen. Der E»n,ch nach dem (Eintritt Deutschlands in den Völker-

1,1 Zweifellos erneut und deutlich zum Ausdruck «rommen, aber die bündige Erklärung, daß die Er- mllungen der deutschen Bedingungen gesichert sei, hat "temer der Vermittler abgeben können.

no$ n,$* geschehen ist, liegt auf der Man braucht nur einen Blick in die französi- «rn Blatter zu werfen und wird dort feststellen daß Frankreich Herriots, das dieser Ministervräsi- Mt doch nur sehr unvollkommen zu beherrschen scheint «och tausend Bedenken und Einwände gegen die Aus- «ahme Deutschlands in den Völkerbund bestehen so- «aib die selbstverständlichen Voraussetzungen für' den öur Debatte stehen. Namentlich taucht der fo erst die Beendigung der Militärkontrolle

K Deutschland adzuwarten. Sodann klammert man an das Völkerbundsstatut, das in Versailles für vieger ausgearbeitet wurde, und will keine Aus- «bme" für Deutschland zugestehen. Alledem liegt die ^sorgnis zu Grunde, daß der geheiligte Vertrag von ^erfai.les ins Wanken geraten könnte, wenn erst ein- «al ein Stein ausgebrochen ist. Uns kommt es ja nun wi aormfragen weniger an; ob der Völkerbund als - ben ständigen Ratssttz für Deutschland "be-

Wiest oder ob die Großmächte einzeln sich dazu ver­buchten. ist uns egal. Aber an der Erundeinstellung

55? Reich nur als gleichberechtigte Großmächten ' Völkerbund eintreten kann, halten wir unverrück- i1 test. Daß eine solche Forderung mit demGeist" ; t®n. Versailles unvereinbar ist, läßt stch nicht beftrei- iSL' ^aenfowenig ober, daß ein friedliches Zusammen- der Volker überhaupt so lange ausgeschlossen ist, k»e ttencI ""ch lebendig ist. Daran muffen sich Sran3ofen nun einmal gewöhnen. Machen fie heute "«ch --chwiengkeiten und suchen die Entscheidüng zu «rzogern, dann können wir in aller Ruhe erklären: «ir haben ja ebenfalls durchaus keine Eile mit dem 'Mferfcunb.

»Die Erklärung des Reichskabinetts zeigt sich in der £ Sie spricht grundsätzlich

e.i Wlllen »um alsbaldigen (Eintritt in den Völker- L.» T' Tn braucht nicht sehr stark in der sunst des Zwischendenzeilenlesens zu sein, um zu er- daß hier die taktische Absicht vorherrscht die ^rantwoitung Tür die voraussichtlich elnttetenbe Ser- «seruiifl der anderen Seite, nämlich den Franzosen ^iufdncben. Dieabschließenden" Feststellungen, ob ul 0CH Deutschland geforderten Garantien auch wirk-

ge:!z3hrt werden, soll ja nun erst das Auswärtige mr v-'fn«-men. Sie werden sich nicht allein auf ben

Ratssttz beziehen, fonbem auch aufbestimmte ..f;c hiermit untrennbar »ufammenbängenbe Fra-

:n erster Linie die Kriegsschuldftage ge- f.-m durfte.

kann es keinem Zweifel unterliegen, daß ltB.«« Aufnahmegesuch während bet gegenwärti- h»*4'P"n0 b« Völkerbundes nicht mehr in Be- i acht kommt.

tiDL ^le ^esfe stellt einmütig fest, daß es sich

SisDEWtööyiUl vOt vCIU BvUkkvMv. I zweife^ohne um eine geistig gestörte Per-

Genf, 23. Sept. Der erste Ausschuß der Völ-1 fon handelt, die außerdem keinen guten Leumund kerbundsversammlung (Rechtsftagen) fit in die Be-1 besitzt. Sie habe ttn Jahre 1922 allerlei Schwinde- ratung der ersten Artikel des Schiebs- und Sank-! Icien begangen und ist mehrmals zu Gefängnis