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Rt.223

Warburg a. L, AraAag, dm LZ. Srvkinbrr

rs.Sahrg.mi

Anzeiger für (bas früher kurkeftischei Mrliekfen - AmtWeö Verkimbigungsblatt des Kretfes Marburg

Ige Knute«! 0,10 <k»ltz« Steltam«! 0,35 E«l»m.

ES

Keine Entscheidung vor EM Wer Woche

tionsprotokoll ausarbeitet«, am Nachmittag eine Doll«

Genf, 22. Sept. In einem der Unterausschüsse bet

kerstnndspaktes vorgesehen« Beschränkung und Be>

RslüWr Reden in Bayern.

Der brennende Srient.

Sept. Bei den Delegationen be-

Dte nationalsozialistischen Drohungen und Beum

nichtig Die Schuld an der die Völkerbund-Versammlung sofort in die Tagesord- mus 'aelLlaaen "worden . Parlament. [gatt. 1. Schwedischer Antrag auf den Ausbau des Meuschkwismus »uneiaen!

______...... _ England, Paul Boncourt-Frankreich, Schanzer-Ita-

Die Ablehnung wäre em Verrat I lien und Foullet-Belgien. Henderson pries das

ten während des Schlichtungsverfahrens keinerlei Erhöhung der Rüstungen vornehmen werden. Ein weiterer Zusatzartikel bestimmt, daß die Artikel des Protokolls, die eigentlich AenderungsvorschlLge zum Dölkerbundspakt sind, für die Beziehungen unter den Signatarmächten mit dem Inkrafttreten des Protokolls obligatorisch werden.

©enf, 22. Sept. In der Diskussion über den Protvkollentwurf ergriffen das Wort: Henderson-

internationalm Recht«-: 2. Tätigkeitsbericht Der stäm- btgeu Mandatskommission; 8. Sklaverei.

Ue6et Mandatsfragen berichtete Raufen iNor­wegen), der auf Mt Wichtigkeit der Mandatsfrage» im gesamten Aufgabenkreis b«S DblkerbundeS hinwiet und dem ausscheidenden Direktor der ManbatSabteilung, dem schweizerischen Profossvr Rappard, für seine dem Dbtterbund geleisteten Dienste dankte. 3n der Aus­sprache wiederholte Duzt ton (England) seine bereits im sechsten Ausschuh (politische Fragen) dorgebrachtcn Darlegungen über bte Notwendigkeit beS Alkoholver­botes in den Kolonien, daS nicht nur auf die Ein­geborenen angewandt werden dürfe. Die im Art. 22 beS Völkerbundpakte- enthaltenen allgemeinen Grund­sätze für bte Verwaltung der Mandatsgebiete sollen in allen Kolonialgebieten angewandt werden. Die bri­tisch« Regierung sei bereit, diesen Weg zu beschreiten. Der Präsident Motta teilte mit, daß der dritte Aus­schuß (Rüstungsfragen), der daS Schied-» und Sank-

Der Senf« eWryMpaN.

D e n f ,22. Sept. Der heutigen Bollfitzung des dritten DcrfammlungsausschusseS (Rüstungsfragen) unterbreitete der Präsident des Zvölferkvmitees den nunmehr festgestellten Prvtokvllentwurf über das SchiedS« u. Sanktionsverfahren, so, wie «S sich aus den Beratungen der Unterausschüsse des drit­ten und ersten Ausschusses (Rechtsfragen) ergab, und der sich im wesentlichen mit den von uns bereits gemeldeten Grundlinien deckt. Die Präambel zu diesem Entwurf hat folgenden Wortlaut: Am den dauernden Frieden in der Welt und die Sicherheit der Böller aufrecht zu erhalten, deren Existenz- fr elheit oder Gebiet bedroht werben könnte, und von dem Wunsche beseelt, die vollständige Durch­führung des Systems zu sichern, die der Völker-

vorausgegangenen Schritte null und nichtig sein. Selbst­verständlich werbe daS in Genf aufzustellende Protokoll dem britischen Parlament zur Erörterung und Batist« zierung vorgelegt. Lord Parmoor fügte noch hinzu: Es werde keine Verpflichtung irgendwelcher Art in Erwägung gezogen, wenn nicht die internationale Kon­ferenz em erfolgreiches Ende nehme. Auch bann würde sich diese Verpflichtung nur darauf beziehen, die Grund­sätze des Schiedsspruches entsprechend den von dem britischen Premierminister niedergelegten Gedanke, zu unterstützen. Pormoor bestätigte nochmal» semen und der britischen Delegation dringenden Wunsch, daß Deutschland dem Völkerbund beitreten wüste und erklärte, eS sei lediglich Sache der deutsch» n Regierung, ein formelles Aufnahmege­such einzubringen. Er bemerkte noch, er ziveist« nicht daran, baß die Vereinigten Staaten sich an der Abrüstungskonferenz am 15. Juni 1925 beteiligen würden.

bundspakt für di« friedliche Regelung von (Streit

lallen der internationalen Verbrechen zu erleichtern, I s^g abhalt en "werbe' und entschlossen daher, di« in Artikel 8 oeS Töt 1 '6 9 5

n-., yauui l)UUC, Wie OCI weNset

«rilyierstatter desStatin meldet, telephonisch ** französischen Delegierten in Genf befragt, die Pennal unter dem Vorsitz von Briand hierüber Erhandelt haben.

I , ... - , . dritten Ausschusses (Rüstungsfragen) kam bte Kriegs»

grenzung der Rüstungen zu verwirklichen, haben führung mit chemischen Mitteln zur Sprache. Es sich Di« u nterzeichneten Staaten über folgende Be- I wurde eine Resolution angenommen, in der unter Be­stimmungen geeinigt. I rufung auf die Haltung der früheren VdlkerbundS-

Benesch feierte in fast einstündigen Ausfüh- Versammlungen der Wunsch der weitesten Verbreitung rungen den Entwurf als ein System, daS die Aus- f°l$er Schriften ausgesprochen wird, welche die furcht« ivltung des Krieges zum Ziele und zum Ergebnis 6are ü5er Ben Völkern schwebende Gefahr der Krieg« haben würde und das sich streng auf die Sa tz UN- Loschen und bakteriologischen Mitteln schildert.

In bte Setntul b« * Wc-Mete-

Gens ,22. Sept. In dem heute von Benesch ----------

dem dritten Ausschuß vorgelegten Protokollentwurf Lord Parmoor» Verteidigung.

für das Schieos- und Sanktionsverfahren der- London, 22. Sept. Der Genfer Berichterstatter dient folgender Artikel Beachtung: Artikel 6: Da I der .Daily Erpreß" hatte eine Unterredung mit Lord das System von entmilttarifierten Zonen geeignet I Parmoor. Dieser sagte u. a.: Die Behauptung, die ist, Angriffen vorzubeugen oder die offizielle und britische Flotte soll dem Völkerbund übergeben werden, einwandfreie Feststellung der Angreifer, wie sie lächerlich. Das Ziel der Genter Verhandlungen in Artikel 5 gefordert ist, zu erleichtern, wird die fci ausschließlich, zu versuchen, ob die allgemeinen Einrichtung solcher Zonen zwischen ben Staaten, die ^°rschläge der Mmister von Großbritannien und Frank» dasu einwlMaen würden alsm reich eme praktische Form erhalten könnten. Die Er«

s^uno^desoeoen^wärrtaen^Mr^^s^sis^ ' örterungen hätten jetzt ein vorgeschrittenes Stadium letzung des g«g«nwarttgen Protokolls .zu verhin- erreicht. Es bestehe alle Hoffnung, daß eS möglich fetn bern .Vorgesehen. Bereits auf Gründ t®n SchiedS- I werde, im Verlaufe der nächsten Woche der Völker» vertrageü oder Abkommen bestehende entmilitari- bundsversammlung Vorschläge vorzulegen. Der erfts fiert« Zonen oder Zonen, die in Zuktmft zwischen Schritt würde also die Annahme durch die Völker- einwilligenden Staaten errichtet würden, können bundsversammlung sein. Dies würde aber in sich selbst Gegenstand einer temporären oder ständigen, von nl$* irgend eine Regierung verpflichten. SiwaS dem Völkerbund organisierten Kontrolle auf Der- derartiges werde auch nicht vorgeschlagen. Die biS- langen und auf Kosten eines oder aller Nachbar- Verhandlimgen bedeuteten nur eine*

staaten sein 1 Schritt in der Einrichtung au> die Einberufung

oo . , , . einer internationalen Abrüstungskonferenz,- zu der all«

Genf, 22. Sept. Nach einem in. letzter Ml- staaten einschließlich Deutschlands, der Vereinigten nut« angenommenen Artikel verpflichten sich die Staaten und Rußlands eingeladen werden sollen. Sollt« Vignatarmächte, sich jeder Aktion zu enthalten, die I diese internationale Konferenz keinen Erfolg haben eme Angriffsbrohung gegen jeden anderen Staat und nicht fertig bringen, annehmbare Vorschläge be- bilden könnte. Ein weiterer neuer Artikel bestimmt, | treffend der Entwaffnung zu entwickeln, so würden afU daß hn Fall eines Konflikts die beireffenden Staa- '

»c« der Persönlichkeit ihres Begründer» und Präfiden- ten, de» M Tharl«, Vertrand, beherrscht sei, der sich tn einer Unterredung mit einem Bettreter de» Blattes als ein Poincarist vom reinsten Was. set entvuvvt hätte. Als ihn der Journalist gefragt hatte ob er nicht die Absicht habe, die Deutschen in den öibac bmeinzulasien, habe er mit französischer Höß lichkelt geantwortet:Sie meinen die Boche». Fällt mir nicht tm Schlaf ein. Ich verabscheue sie. Ihr Englän­der wißt natürlich nicht, was die Boches wirklich sind. Ihr habt nicht die Gelegenheit gehabt, sie kennen tu lernen wie wir." Darauf habe er ganz in Poincare» Stil,über die drei Einfälle in hundert Jahren" los. gelegt und beklagt, daß Herriotin London alles weg­gegeben und nichts zuriickgebracht habe". Er versichert«, er wäre nie aus dem Ruhrgebiet heraus­gegangen,' Mac Donald habe sich wenig hilfreich gezergt.

Berlin, 22. Sept. Der Vertreter de» General­agenten für EntsMdigungszahlungen hat für Kohlen- lieserungen den zuständigen deutschen Behörden zwei Millionen Dollar gezahlt.

Die Zahlungen an den Generalagenten.

Berlin, 22. Sept. Da Deutschland im Monat September insgesamt 40 Millionen Eoldmark an den C>neralaaenten für Reparationszahlungen geleistet hat, ist gestern keine weitere Zahlung unsererseits notwen-1 big gewesen. Die Notwendigkeit einer Restzahlung bi» Ende September wird von dem Erfolg der Beträge aus der englischen und französischen Revarationsabgabe sowie aus den Regieeinnahmen abbängen.

Von der Reparationskommission.

Paris, 22. Sept. Das MittagsblattParis Midi berichtet: Die Revko beschäftigt sich im Augen-1 blick mit der Verringerung ihrer Unterbaltskosten. Es sei davon die Rede, das Hotel Astoria, al» requirierte» Hotel ehemalig deutschen Besitzes aufzugeben und man I berate darüber, ob die einzelnen Delegationen in den I E-csandtschafts- und Botsch,>aftsgebäuden der in der I Revko vertretenen Länder untergebracht werden sollen, I ober ob man für jede einzelne Delegation ein beschei-1 bene? Appartement mieten solle. Im übrigen soll durch die Herabsetzung des Personals eine jährliche Vermin- derung der Kosten auf 1 Million Eoldmark erzielt wer-1 den. Die britische Regierung bat schon ihre Absicht I dahin kundgegeüen, die Arbeit der Mitglieder toter Delegation bei der Revko ihrer - diplomatischen Vertre­tung in Frankreich anzuvertrauen. I

<ben der allmählichen Üeberwindung der Folgen der Novemberrevolution mehr geschadet, al» genützt, ^aoem will sich nicht zu oartikularistischen Hetzereien mlhbrauchen lassen. Wenn die Diktatur eingeführt werden^ solle, dann habe man dafür den König. Auf leben aall wirb bte bayerische Regierung ihre Autori­tät unb ben Religionsfrieben zu schützen wißen.

ßubenborff sprach am vergangenen Freitag im Münchener Burgerbräukeller in einer völkischen Massen- unb sagte, baß die Bayerische Volkspar­tei ben Völkischen entgegenarbeite. Die Hitler in Aus­sicht gestellte Bewährungsfrist soll zurückgezogen werben. Marx, unb mit ihm bas Zentrum, bie Bayerische Nolks- Partei, Demokraten unb Sozialdemokraten % alten I das Rasiegefühl und beweisen damit, daß st» oeit tiefe«

rungsoarteien eingebrachtes Vertrauensvotum bilden, des die Schritte der Reichsregierung nach dieser Rich- t»ng hin billigt. Wie weit die Völkerbundsfrage mit

®et.ayt,t?ertptel* beträgt für den 10 gesp. Zeilenmillimeter 0,08 Eoldmark. Amtliche unb auswärtia " -----

'e®' b. Pl°»°°r!chr-ftenS0°/, Änfichlag. Sammelanzeigen 100's. Aufschlag. Reklamen u,x> uwi*.

Sebet Rabatt gilt al» Barrabatt und verfällt, wenn die Zahlung spater eie 5 Tage erfolgt Belege werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Eeschästsstelle und Zusendung der Angebote. Erfüllungsort Rarburg, 1 E.-Mk. = Doll«.

Gegensätze innerhalb ber Sozialdemokratie.

kmnfXn* 11 Ln. ?8_ Sept. Innerhalb der sozial Ifon "atischen Parier sind hinsichtlich der Regierungs -se^ernsthatte Gegensätze ausgebrochen. Die Führer j. ^oztaldemokratr stehen auf dem Standpunkt, Da U bf" f°<5l^enbe" Verhandlungen über die Umbil- U 6,b?r Reichsregierung die Möglichkeit geboten sei, £ stoße Koalition wieder herzustellen, und daß man ^ Gelegenheit wahrnehmen müsse. Dagegen wen-

-Joch em ganz erheblicher Teil der sozial- ^nokratischen Reichstagsfraktion, der gegenwärtig von l^rk ^^bllrgung absolut nichts wissen will. - tfe Shiael fiefurroortet eine außerordentliche

lUn8i L'vvositionsstellung hn Reichstag, et Man * n ben Ärc,fen des Parteivorstandes wenig

yt» -Dberhessilche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 2 Mark ausschließlö Me. Durch bie Post 2,25 Mk. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein »« De. E. H t t z e r » t h. Druck der llniv.-Buchdruckerei von Jod. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernspr. 55, Postsch Amt Frankfurt a. Main.

Da» wahre Sesicht.

bZ)reKöln. Zeitung" läßt sich aus London melden der versöhnliche Geist auf der Tagung der "' '

>. den denttchen Seine An- bürg anläßlich ber Tannenbergfeier, sei er trotz des

£rieOSDeteranen bte kämeradickastlüb- Hanb^^/' Verbotes des preußischen Innenministers gefeiert roor= Hn, fiel be? ben ®erIin babe er ben Tag miterlebt, an welchem

'l»Ich" ft auf einen gam unfruchtbaren Arbeit bes Reichstages unter bem Beifall der

*»« Gin e n 91 H A ? r Ä^traa mit h,n ° I arl?bett Divlomatertzpunb Journalisten dem Londoner &0«rl,ärben ber f?ü5eren SnbSaSen 8Uftimi*?e!3K Die Rechtfertigung, daß bas

Immer unb immer wieber stnb wir in ber ring» verrammelten Enge unseres Daseins gar gu leicht ge- neigt die Kontributionsfrage, bie Zerreißung unb Be» ^ung bes europäischen Serzlanbes als ausschließlicher» Gegenstanb politischen Allgemeininteresses auzusehen. L nfa6bar ist uns oft bie scheinbare Gleichgültigkeit uvux «uuuwii vjntn u-n, ^erer Völker unb Regierungen gegenüber ben Fta- -L> MlÄ&IÄÄ SLSUL

(Eigener Jnformationsbienst.)

Qu. Berlin, 28. September.

Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, wird *c grundsätzlich« Entscheidung des Reickskabinetts in »er Frage bes Eintritts Deutschlands in ben Volker- knb nicht vor Freitag fallen, ba inzwischen noch außer­ordentlich wichtige Einzelfragen erörtert werben müs­sen Jnsbesonbere legt die Reichsregierung den größ­ten Wert auf die Stellungnahme ber Reichstagspar- >ien, deren Führer am Mittwoch ober Donnerstag gom Rerchskanzler Marx und Außenminister Dr. Dtresemann empfangen werden. Erst nach Der Larterfiihrer-Besvrechung wird das Reichskabinett ent- fteidende Beschlüsse fassen.

( 3n ben Regierungskreisen herrscht kein Zweifel Darüber, baß bas Reichskabinett in kürzester Frist einen Mziellen Schritt in ber Völkerbunbsfrage unternehmen luß, ba bie Völkerbünbsmächte birekt auf eine Er- lärung der deutschen Regierung warten. Es kann sich d ben bevorstehenben Entscheidungen nur Darum mrdeln, in welcher Form dieser deutsche Schritt er» Ilsen soll. In den maßgebenden Kreisen verhehlt Man sich dabei keineswegs, daß die Reichsregierung loit großen innenpolitischen Widerständen zu rechnen haben wird. Zunächst dürfte es feststehen, daß nicht «Le deutschen Länder mit dem Eintritt einverstanden lein werden. Die Reichsregierung beabsichtigt daher, diesen Schritt nicht ohne Fühlungnahme mit den Län­dern und mit dem Parlament zu unternehmen. Der Sang ber Entwicklung dürfte ungefähr folgender sein: «ach der Veröffentlichung eines formulierten Beschlus­ses des Reichskabinetts werden zunächst die Minister- irasibenten der Länder zu einer Besprechung zusammen

rufen werden, um ihre Ansicht über bie weitere Be­handlung der Frage zu erfahren. Dabei dürfte bann «uch zur Sprache kommen, ob und wie weit es für an» «eseigt gehalten wird, mit dem Eintritt in den Völker- hund zugleich die Forderung an die europäischen Län­der zur Deffnung ihrer Archive zu verbinden, um die Kriegsfchulbfrage ihrer Lösung entgegenzuführen. Da- hei steht fest, daß einige Länder, wie Bayern, Mecklen­burg und Thüringen erheblichen Widerspruch geltend «achen werden. Man rechnet bestimmt darauf, trotz­dem die Zustimmung der Mehrheit der Länder zu er- lingen. Im Parlament dürfte die beste Eelegenbeit »r Erörterung dieser Frage die bereits seit langem I vorliegende sozialdemokratische Interpellation über den Lölkerbund bilden. In Regierungskreisen würde man ts gern sehen, wenn diese Interpellation, falls bis ba» bin die Dinge so weit gediehen sind, auf die Tagesord- ming des Reichstages gesetzt und von dort der Regie­rung beantwortet würde. Den Schluß der Aussprache »ürbe bann eine Abstimmung über ein von den Regie I

emg hin billigt. Wie weit die Völkerbundsfrage mit Sroei volitisthe Reden wurden kürzlich in Bayern den Verhandlungen über die Ilmbildung der Reichs- llehalten: Im Atunchenerhistorischen Bürgerbräukeller" rrgierung in Zusammenhang gebracht werden roirb, rüan^e sich ßubenborff gegen ben Reichskanzler unb bürste von bem Ausgäng ber beöorjteoenben Besprech- das Londoner Abkommen, während ber bayerische Mini- «sen zwischen dem Reichskanzler unb ben Parteifüh- fterpräfibent in einer Versammlung der Bayerischen mn abbängen. Volisvartei bie Annahme bes Gutachtens rechtfertigte,

* * die Bilbung eines Bürgerblocks verlangte, bte Not-

Berlin, 22. Sept. Wie die Suitier mktteilen, wendigkeit ber Notifizierung ber Kriegsschulbnote be- teetben zu ber morgigen Reichskabinettssitzung alle ionte und sich mit scharfen Worten gegen die Völki- Aeich ninister wieder in Berlin sein. Der Reichskanz- 5!^ wandte. Zum Schluß ferner Rede lehnte er oen kr beiindet sich auf der Rückreise und wird morgen Entt 'n den Völkerbund unbedingt ab. Namentlich stütz J Berlin eintreffen. j-r- »elbs volrtische Rebe bürste inbezug auf die Bür-

ff. Berlin, 28. Sept. Wie die Blätter mcl= b^bIf^b!lbn8 und die Kriegsschuldfrage nicht ohne

fiwtfsi.wtSÄ r- «'««* ««- *

ifnbr 9 G,ittnüs Deutsch- Ischen Bauernschaft in Tuntenhausen eine Rede, in ber

,, "tn r er bie Notwendigkeit der Annahme des Dawes-Gut-

i *' ^arls, ^3. Sepl. Havas bezeichnet die gestern achtens betonte. Deshalb habe auch Bayern seine Zu- ' Verbreitete Äachr^cht, die deutsche Regierung I stinlmung gegeben. Die Äoreonung wäre ein ^oerrar

r' ioegrn des Eintritts Deutschlands in den Döll>r- am Rheinland gewesen. Das deutsche Volk habe eine! neue Svstem. verlanate aber daß die Krieasmr- r°nd sondieren kaffen, als falsch. Sn interessierten I dreijährige Atempause, unb wenn es diesen Vorteil J {JSf* "XL oLST

^onzösischen Kreisen erkläre man, daß keine Der- °U2Nütze, bann hätte 'es weit bessere Aussichten als! im Falle eines wirklichen Angriffes los-

mNungen über diese Frage siaügefunden hätten. a*c London. Im Falle der Ablehnung wäre bet I SClajjen werde. Er verlangte auch, daß die Sirei-

fk. Paris, 23 Sept Nach dem Matin" Bat ®erni^tunsstampT gegen bas beutsche Volk sortgesetzt tigkeiken, die aus den kriegerischen Operationen der englische Botschafter Lord Crewe "gestern Dawes-Gutachten bedeutet für Lanbwirt-I englisichen Flotte im Interesse des Völkerbundes

»lttug ben Minfsterpräsidenten Herriot besucht, um schützt werbe^^müssen.E'"Den^ Bür?e7block bAt Dr° Selb <>ntfte^n' bem ständigen Gerichtshof nicht un'er- -eu!stMa^^fe?nen^nt^"^X v baN schroffen Gegensatz zu Dr. Wirth für notwendig, sollen. Zum Schluß warnte er vor Illu-

LeX' , stsuen Eintritt in ben Völkerbund ver- Auch bie Demokraten müßten in ben Block eintreten, stvnen.

lL')e.' üu fonbieren. Herriot habe, wie ber Genfer! Ba yern unbseineRegierunglebnenim!

- - - - Augenblick einen Eintritt in ben Völker- m, _. oo ~ .

bunb ab. Heber biese Fragen haben nicht allein! . ^«ns, 22. Sept. Bei een Delegationen be» bet Reichspräsibent unb bie Reichsregierung zu entschei-! ll'NNt man bereits offiziös die Neuwahl für die! ben, fonbern vor allen Dingen müssen bie Länder ge- ständigen Sitze im Völkerbundsrat, die jedes Ihr wotden. Die Kriegsfchuldnote muß den beteiligten am Ende der Versammlung erfolgen, zu erörtern

Machten unbedingt zur Kenntnis gebracht werden <r-' s, 1 X

wenn sich auch dadurch die Auflegung der 800 Millio-1 allgemeine $cni enz geht zunächst dahin, den n«n-An!eihe verzögern sollte. I ... ......... st ...... ö..vv wew JCI,|t. un|eiee «onoetgei'wrs.

Die nationalsozialistischen Drohungen und Beun- ^raisien, Aruguay, Tschecho-Slowakei und Schwe-1 (reifes in Zuckungen und Bränden, wie sie die West in ruhtgungen verurteilte Dr. Held aufs ichärfste. Fremde I ^en neu zu bestätigen. Don Seiten der kubanischen I dieser Heftigkeit und Ausdehnung lange nicht erlebt

Elemente haben durch ihren Novemberputsch in Mun- Delegation wird jedoch fetzt nachdrücklich aefor- dat. Scheint es heute doch, als ob alles Land unb

en ber allmablickon *>*- * dcrt ,daß Brasilien das feit Beainn ba5 irgendwie den Gedanken des Ostens, be»

bunbeg e nfn niX ftSol r RaI,en mie bes seinen, verbunden ist. in einer Art ®e.

tunöeä einen nicht ständigen Sitz innehat, diesmal moinsamkeit des Nervenemvsindens in Unruhe gerate,

durch Kuba ersetzt wird. Diese Frage dürfte zu ist.

lebhaften Kämpfen führen und eS ist nicht unwahr- Ein flackerndes Feuer des Fiebers, von welchem scheinlich, daß sie mit einem Erfolg Kubas enden nücb nid),! erkennt, ob es einer Eenesungskris« Dis ,TC!ph«rinnW 'VUnpfrfisnh tx 11 aber einer Milben Selbstzeritörung vorangeht, ist vom

... ' iXx, n° I spanischen Rif über ben Suban, über Kaukasien. In.

als gesichert. Die Bemühungen Rumäniens, an I bien, nach Ebina aufgesprungen, lleberall regt sich, die Stelle der Tschecho-Slowakei zu treten, wer- während in Genf Friedeusvaragravhen aus dürrem den nicht ernst genommen. Ebenso sind auch frie 5oIä gezimmert werden, ein primitiver Erlösungswill«

°"1 Z-«ch, m

bundsrat sehr gering. Die Mehrzahl der Dele- tet den Kämpfen, sei es in Westmarokko, wo die Fran» gierten wird die Tatsache, daß in China Bürgerkrieg soscn sich rühren, sei es im Sudan, in Georgien ober herrscht, ausnutzen, um die chinesischen Fordern»- vollends gar in China, wo jeder Bandengeneral feinen gen abzulehnen. Die chinesische Delegation erklärte amerikanischen Interessenten Sknter

demgegenüber mit großer Bestimmtheit, daß China ^Besonders roick nntz $; x;« or, ,-r.-

in Oiefem Fall den Austritt ans Dem Völkerbund läufig erfolgreich seinen sich die^pfe ^den Ka» CitlärcR toerö«. I kasusgebieten, in Georgien, im Kubangebiet, zu ent-

------------- , wickeln. Dort ist eine Unzahl von Einzelstämmen, Senf, 22. Sept. In der Vormitiagssttzuna trat ^,T-en b-bylonische Sprachverwirrung schon bei alt«

------ - - - - .... a» u u I Plmius kennt, aunerlich in bie Baude des Boifchewt».

~' "L< Es haben sich verschieben«

.-w . ' < : ~ -w' .»i t ijm. «uue bie polnisch einer Alt »on

1. Schwedischer Antrag auf den Ausbau oes j Menschewismus zuneigenben Georgier erhoben. Cte