OöscheWchs Jeikrng
Rt 221 (2. Statt)
Marburg a. &, svmwbrab, den 20. Septrmbkr
59. totao. 1924
erwiderte die Marchesa
zerstreut.
Willst du sie nicht noch sehen? Sie ist
tFortsrtzunt folgt)
dcrritchttt verblüff«»
wie es Lore geht." „Gut, wie ich denke".
eben erst hinauf gegangen. Si ehat die Zimmer über mir im dritten Stock bezogen und diese in tijr Hauptsache mit Büchern vollgestopft. Sie lebt von Büchern, bas liebe Kind — oh, und dabei fällt mir ein: Xenia hat die sonderbare Laune gehabt, die Zimmer unten im Piano nobile, darunter da« Rosazimmer, beziehen zu wollen. Wo sie doch früher immer erklärt hat, Rosa kleide ihr nicht. Es mache sie so intensiv gelb, wie etwa eine überreife Mispel! Run, mir kann e« ja recht sein, aber diese springen-
Emission beginnen wird, Angesicht, der immer noch sehr großen Geldnot in Deutschland ist diese Nafy richt um so erfreulicher, al, vor kurzem Gerüchte verbreitet wurden, die wissen wollten, daß die Lmisston der deutschen 800 Millionen-Anleihe erst »u Beginn de, nächsten Jahres erfolgen werde. Da diese Gerüchte ausdrücklich dementiert worden sind, so darf man wohl hoffen, daß in ein bis zwei Monaten bereit» der Geldstrom au» dem Auslage den notleidenden deutschen Geldmarkt befruchten wird.
Inzwischen hat die Retchsregierung eine besondere Aktion unternommen, um schon vor dem Zustandekommen der deutschen Anleihe eine Senkung de» deutschen Preisniveaus und eine Milderung der Handel und Wandel lähmenden Kreditnot zu erreichen. Die Maßnahmen, die zu diesem Zweck in Gestalt einer Reihe von Verordnungen ergriffen worden stnd, können im allgemeinen als zweckmäßig bezeichnet werden, wenn ste auch leider vielfach noch durchaus ungenügend stnd. Von besonderer Wich- tigkeit ist der Beschluß der Reichsregierung bezw. der Reichsbank, das fett dem 7. April festgelegte j
nicht« triften will. Sie meinte — Halt! Ding im Salon nicht die Tür? Vielleicht ist sie e« — nein! Deine Schwester pflegt sich nicht Lurch ein olche« Froufrvu anzukündigen. Xenia kommt!"
»Oft« erlaubt?" fragte eine tiefe, melodische Stimme h'nier dem Vorhang, dessen Falten eine kleine, wundervoll gemodelte, von Ringen blitzende Hand zurückschlug, und ihre Inhaberin, eine zier- liche elfenhafte Gestalt in vielleicht etwa« zu eleganter Abenbtollette von schwarzem, pailettenfun-! ielndem Chiffon schlüpfte hindurch. Auf der tadel- losen Säule ihre« wirklich schwanenartigea Halses I
pathischere Person gibt al« meine schöne Schwägerin. die ihrerseits es hoffentlich aufgegeben hat, bah ich kein Roß für ihre Siegesquadriga bin und sein will. — Doch lassen wir Xenia, sag mir Neber,
saß ein kleiner schöngeformter Kopf mit krause« Haar von drr Farbe erloschener Goldbronze; große dunkle Augen, viel zu groß fast für da« kleine, zarte Gesichtchen mit dem süßen Munde und bea entzückendsten Grübchen In den zarten Wangen, sahen unter zierlich gezeichneten Brauen mit Kinderblick in die Welt, und nur da« feine, gebogen« Näschen hatte dem scharfen Beobachter verrate«, daß in diesem holden Geschöpfe, da« wie ein ebe* aus dem Pensionat gekommener Backfisch au«- sah, ein starker Wille und auch die Kraft, ihn durch- zudrücken, saß.
..Großmama, ich komme noch, dich um ein Buch zu bitten, denn ich werde doch nicht schlafen können", begann die Marchesa Xenia bi Terraferma» Prinzessin Dodnikoff. Dann stieß sie einen klei-
kommt bas alles? Ich — ich wage e« kaum, mir die Antwort zu geben."
,,Gian!" tief die alte Dame erschrocken. „Das höre ich zum ersten Male« Willst du damit sagen —"
„Nein — nein!" wehrte er ab. „Es knüpft sich kein Skandal an ihren Namen; ich habe wenigstens nie etwas gehört, was darauf schließen ließe, was freilich nicht« sagen will, denn vie-Angehö- rigen. find ja immer die letzten, dir so etwas erfahren. Xenia ist kokett, bas wissen wir alle längst, aber sie hat sich nie kompromitiert. Dazu ist sie zu klug und zu kalt. Aber ich habe mich ost schon mit wachsendem Anbehagen gefragt, ob der Lu^us. mit dem sie auftritt, nicht eine — eine Bezahlung für gewisse Dienste ist, di esie —*
Er stockte und sah die Marchesa an, die sich mit einem scharfen Atemzuge zurücklehnte.
„Gian! Du willst doch damit nicht sagen, daß deines Bruders Witwe eine — eine Spionin ist?"
»Das ist ein häßliches Wort, Ronna mir. In unserer diplomatischen Sprache nennt man solche Leute geheime Polittsche Agenten. Ich will bas nicht mit dürren Worten gesagt haben, denn ich Krbe nicht die Schatten eines Beweises für diesen Lerdacht, für diesen Gedanken, wollen wir sagen, da es sich um meine« Bruder« Witwe handelt. Schon deswegen nicht, weil ich ja gar nicht zum engeren Kreise ihrer Intimen gehöre und folglich auch nicht weiß, wen sie bei sich empfängt. Das mag meine Schuld fein, denn ich habe mich ab- ichtlich zurückgehalten, um den bösen Zungen kein
Futter zu geben."
»Sehr richttg. Xenia ist eine sehr schöne junge grau, und wenn du auch zehnmal ihres verstorbenen Mannes Bruder bist, so könnten die bewußten bösen Zungen doch auf den Gedanken verfallen, >ah seine Stelle dir begehrenswerter erscheint, als die eine« Schwagers", fiel die Marchesa ein.
„Eben darum", bestätigte Don Gian den Einwurf. „Ich habe mW natürllch gehütet, es den Leuten zu erzählen, baß es für mich keine unshm-
Lore wächst sich zum Bücherwurm aus: Du wirst wohl daran denken müssen, mein Schwesterchen etwas mehr der Welt zu zeigen."
Die (Ute Dame seufzte. „Ich will nächsten Win- ter einen Ball geben, trotzdem Loredana davon
. __ ., ,, , . .. .. , neu Schiel aus, der Don Gian auf die Nerve«
ka &,efe Launen sind mir so verhaßt, I ging, well er ihn als unnatürlich und gemacht be-
doß ich — rührte. „Gian, du bist's!" rief sie aus, indem fw
„Nun, vielleicht hat die Xenia inzwischen d-e die Hände zusammenschlug. „Ja, träume ich denn, Entdeckung gemacht, baß Rosa ihr trotzdem fleht". Wir laben uns doch erst gestern, und da hast tu ntemle Don Gian trocken. „Ich würde ihrer ersten kein Wort davon verlauten lallen, daß du nach Ansicht sein, denn das Höre Oliv ihres Teints ist Venedig reifen wolltest!"
entfchieoen vorteilhafter auf einem anderen Hin-1 «... <. , m
terärunde. Aber ich kann mich ja täuschen. Allo ”” Nr diesen Vorwurf Silbe für Silbe
Lore wächst sich xum Bücherwurm aus- D» .-nirft I 3^$^*** ®CTC^rte Schwägerin", erwiderte bet
Das Zeugnis eines englischen veneral- Mlers.
Major W. Cyprian Bridge, früher Mitglied d«O British General Staff, erzählt in Nr. 15 der »Germa* American World" persönliche Erinnerungen au8 bat Tagen des Kriegsausbruches, um der Lüge von bet deutschen Kriegsschuld entgegenzutreten. Bridge tottr feit 1913 Dvlmetkcherolfizier beim Direktor des Wat Office. Nachdem er die russischen KriegSvorbereitungot geschildert hat, fährt er fort:
Als ich eine« Nachmittags während der kritische» Tage Ende 3ult 1914 daS War Office verlieh, traf ich einen Kameraden, der eine lehenbe Stellung beim Stabe der Heimatsarmee hatte. Auf meine Bemerkung, daß er übermüdet und schläfrig aussehe, winkte er «5 bedeutsam zu und antwortete: -Ich war die Betbat ganzen letzten Nächte auf— beim AuSstellen von MobiU» machungsbefehlen." .
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ein weiterer Abbau der Umsatzsteuer gefordert tot« den. Dies um so mehr, als die Finanzlage de« Reiche» gegenwärtig sich bessert. Die jetzt vor- liegende lleberstcht über die Einnahmen de» Reiche» bi« Ende August diese« Zahre« weist eine stänmgß Vermehrung der Einnahmen auf, und e» fntb aw sehnliche UeberschÜsse erzielt worden.
Die Berichte au« der deutschen Industrie laute* allmählich günstiger; insbesondere zeigen die Be- schäfttgungsziffern urteber eine langsam ansteigende Richtung. Auf der Kölner Mefle hat stch allerding« noch immer keine Belebung des Warengeschäfts gezeigt, diese stand vielmehr in Bezug auf Geschäfts- lostgkeit mit den vorangegangenen Messen in Leipzig und Breslau durchaus auf gleicher Stufe. Ma* wird nun abwarten müssen, inwieweit durch die oben besprochenen Maßnahmen der Reichsregieruna eine Preissenkung erreicht werden kann, die groß genug ist, um die gegenwärtige Absatzkrise im 3*r lands- wie im Auslandsgeschäft zu überwinde*.
_ Die Herstellung eines Zwangskohlensyndikates durch
Kreditkontingent '(Diskontwechsel) H"lo"Prozent I Reichswirtschaftsministeriums hat
«fiepte SortietÄ. XZj S “ rtj* ®'< "R,°b-- ««temfelt., dch behältlich einer Prüfung von Fall zu Fall und vor- *^sr661 erPn6 ent!S^e2- ,untet
behältlich einer Vereinbarung mit den Banken über etwaiger Widerstande die notwei^
die Provistonsregelung. Hierdurch werden die Ban-1 s®" Umstände*
fen in Stand gesetzt, auch ihrerseits ihr gesamtes gelmgt ihr das in gleichem
Kapital zur Kreditgewährung für produktive Zwecke to,° einseitige fiskalische Polittk
zu verwenden, also das Kreditbedürfnis instär- des Reichsfinanzministeriums überwunden werden kerem Maße als bisher zu befriedigen, da sie ja da- mu"‘ mit rechnen dürfen, im Notfälle sich durch Diskontierung bei der Reichsbank Geld verschaffen zu können. Man kann feststellen, daß bereits die Ankündigung dieser Entspannung der bisherigen Kreditrestriktionspolitik der Reichsbank genügt hat, um den Geldmarkt in fühlbarer Weise zu erleichtern. Als weniger wirksam werden sich leider diejenigen Maßnahmen erweisen, die die Regierung bisher zum Zwecke der Senkung des Preisniveaus angekündigt hat. Die lOprozentige Herabsetzung der Gütertarife, des Postanweisungsportos und der Postscheckgebühren, ferner die Ermäßigung der Telegraphen» und Telephongebühren, deren Ausmaß bisher noch nicht endgültig bekannt geworden ist, sowie die lOprozentige Verbilligung der Kohlenpreise werden zwar sicherlich den allgemeinen Preisabbau erleichtern, aber es werden weitere Schritte auf dem Wege zur Tarifverbilligung folgen müssen, wenn wirklich eine Preissenkung in demjenigen Ausmaß erzielt werden soll, das notwendig ist, um die deutschen Waren wieder auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu machen, die der Feind fürchtet und am liebsten den Dawes-Plan dazu benutzen möchte, um die deutschen Export-Industrien dauernd wettbewerbsunfähig zu machen. Unzureichend ist endlich die Herabsetzung des Umsatzsteuersatzes von 2% auf 2 Prozent. Da selbst in dem Daves-Gutachten anerkannt worden ist, daß die jetzige Umsatzsteuer unerträglich hoch ist, so muß unter allen Umständen
(Nachdruck verboten.)
M NviltzilMIIll.
Venezianischer Roman
von E. von Adlersfeld-Dallestrem.
3. Fortsetzung
rE -Sie kam heute nachmittag ganz unangemeldet, Hne Angabe des Grundes ihres seltenen Besuches - - lachend, launisch wie immer", erklärte die Mar- Hefa achselzuckend.
„Sie Ist also mit dem Nachtzuge von Rom - Egereist und muß es am Nachmittage, al« ich ste ■ Mllig traf, bo chgewußt haben, daß ste nach »enedig wollte!" rief Don Gian, Immer noch ganz •Raum. „Ich möchte wissen —“
K -Sie hat dir also nicht« —*
„Nicht« hat sie gesagt, war auch nur die Reife ; ■KJVjn "Stegreif hätte ahnen lassen. Sie war, lachend und spottend. Unser frühe- ’T® ÄeckHrß ist läng stzum Duell mit mehr oder Klüger gedeckter Spitze geworben, und ich be- «ne offen, es ist keine Liebe zwischen un« bei- *” verschwendet. Aber sie muß doch «inen Zweck Dhabi haben — ihn haben, Donna! Hat sie — «'s knapp zu fassen: braucht sie Geld?"
j t Die alte Dame schüttelte den Kopf. „Sie hat's . r Wenigstens jetzt mit keiner Silbe durchblicken las- daß es da« ist, was sie hergeführt. @e wäre > au chso zwecklos gewesen —"
■ r -Ja. und ich glaube auch Nicht, daß ste Geld oder braucht", meinte Don Gian mit der glei- *n Bewegung. „Denn — ich weiß nicht, Nvnna, « ‘u eS "lcht schon au« einer anderen Quelle fahren hast: Xenia lebt feit Monaten auf dem W unbeschränkter Mittel! Wie macht sie das « ihrem Wittum? Kostbare Tolletten in Weiß Schwarz — der Halbtrauer wegen, ein Auto ’wtneucften Modells, Juwelen ,bie kch ttührr F? Qn ihr gesehen, eine Wohnung im Palazzo ! Forint, in der sie Hundert« von Gästen emv- ^gen kann, ohne di« Zimmer zu Men. Woher
ftt Sflterbim» un» Ne RiUiürkMM.
Senf, !8. Sevt. Das „Journal be G-neve" macht >tee2?.?«Ä?lla^en flber den von der MilitättommtMon I« Volkerbundsrater ausgearbeiteten Plan zur Kon- W»kle der Abrüstung in Deutschland, Oesterreich, Un. I.attn und Bulgarien. Sämtliche Ratsmitglieder sowie = We Nachbarstaaten des zu kontrollierenden Landes ßnben Vertreter zu bezeichnen. Aus diesen Vertretern »flrd der Rat in jedem einzelnen Fall eine llnter- ^ungskommisston ernennen, die ihrerseits eine Unter» dmmisston in das tu kontrollierende Land entsendet. Oein besiegter Staat kann Vertreter in diese Kom- Hstssion entsenden, selbst wenn er al» Mitglied ves j t ULlkerbundes dazu berechtigt wäre.
Das „Journal de Gsneve" glaubt, daß infolgedesien «sch ie Schwei, als Nachbarstaat Deutschlands Mtt- ^icd in den Kommissionen wäre. Das Blatt will ferner wissen, daß die englischen, italienischen und »wedischen Vertreter in der Militarkommission des tfclferhunbe», die dieses Projekt ausarbeite, mit der Leteiligung von Staaten, die dem Rate nicht ange- kdren, nicht einverstanden gewesen seien.
Genf, 19. Sept. Der Völkerbudsrat genehmigte in feiner heutigen geheimen Sitzung die Dor- Wäge deS juristischen Komitees, dem er seinerzeit die 1 Prüfung der Frage überwiesen hatte, ob bei den z 1 Beratungen des Dölkerbundsrates über die militä- g i iff<be Kontrolle in den besiegten Staaten au gründ des Dölkerbundspaktes interessierte Staaten, d »icht Mitglieder des Rate« sind, hierzu zugezvgen »erden sollen. Die Antwort des JuristenkomiteeS, die J [ tat Rat sich heute zu eigen machte, war verneinend ««gefallen. Nach dem amtlichen (Kommunique deS Döl- InbundssekretariatS beschloß der Rat, den intereffierlen Staaten fein Bedauern darüber auszudrücken, baß er Irem Ersuchen nicht nachkommen könne, an den 03*« i i mtungen über den für die Ausübung des Unter- tachungsrechteS zu schaffenden Organismus teilzuneh- । IKn- ®er Aat trat hierauf in eine erste Prüfung bts von der Militärkommissivn des DölkerbundeS 0118« »arbeiteten Projekte» über das mit der Militärkontrolle M betrauende Organ ein. Wie man hierzu erfährt, i i Wt es zu. daß In der künftigen ttnterfuch-
1 *” 9^ k 0 mmiss10 n die Nachbarländer des betref- ftnden zu kontrollierenden Staates vertreten sein wer- 9m Doch wird die Meldung des „Journal de Geneve" «stritten, baß sich das auch auf die neutralen Nach« mrstaaten erstreckt. Die eventuell vorgesehene Ber« t tah:ng von Neutralen in der Kommission hat mit der
Vertretung der Nachbarstaaten nicht« zu tun. ---*---
So« ter neuen SMMnlbmik.
Berlin, 19. S«pt. In der Sitzung des Aufsichtsrats der deutschen Gvlddiskontbank macht« t der Vorsitzende, Reichsbankpräsident Schacht, fol- tzende Ausführungen: In Erwartung, daß, als Voraussetzung des Dawesplanes, die erforderliche Anleihe von 800 Millionen Goldmark in Kürze zustande kommt, wird sich die Reichsbank rechtzeitig •tf die allgemeinen Währungs- und kreditpolitt-
schen Folgerungen au« der Neuordnung bet Ding« einrichfen müssen. Die bisherige Entwicklung ber Devisenlage läßt erwarten, daß die Reichsbank mit einer Golddeckung in da« neue Dankgesetz hin- eingeht, die da« bi« jetzt wiedergewonnene Ver- ttauen kn die StabMtät ber Mark aufrecht zu erhalten und verstärken geeignet ist. Allerdings ist auch zu • «..ar'cn, daß unter der neuen Ordnung und in Cßcrr-rg der schon jetzt von der Reichsre- gierung angeordneten Erleichterungen die Ansprüche an die Reichsbank künfttg stärker sein werden als bisher. An ber bishettgen notgedrungenen Me- chode mehr oder weniger willkürlicher Kredit- restriktion festzuhallen, kann unter te- neuen bankgesetzlichen Ordnung nicht der <Eu..;" der Reichs- bank fein. Sie wird vielmehr dcn edürfnif- sen der Wirtschaft stärker folgen müs- sen, als die« bisher möglich gewesen ist. Diese Bedürfnisse sind nicht im Zahlungsverkehr begründet, sondern sie ergeben sich vielmehr aus der vorhandenen Kapitallnappheit. Die Entwicklung läßt sich schwer übersehen, eS erscheint mir jedenfalls zweifelhaft, ob in absehbarer Zelt mit einer Ermäßigung des ReichSbankdiSkouiS, so wünschenswert sie an sich wäre, zu rechnen sein wird. Anders liegen die Verhältnisse bei ber Golddlskont- bank. Die Inanspruchnahme der Golddiskontbank bedingt in keiner Weise eine Belastung der deutschen Währung. Die Kredite ber deutschen Golddiskontbank decken sich alle aus dem Erlös der hereingenommenen Wechsel in ausländischer Va- luta wieder ab und ich glaub«, daß «S deshalb nützlich sein wird, wenn wir die bei der Golddiskontbank bestehenden Möglichkeiten. Kredit zu geben, noch etwas erleichtern. Die für die Golddiskontbank von uns im Auslande gesicherten Rediskontmöglichkelten wurden bisher nur zu einem kleinen Teil ausgenutzt, da die Reichsbank infolge der Devisensituation in der Lage gewesen ist, selbst al« Rediskonte»! für die Golddiskontbank aufzutteten. Ich glaube aber, daß eS den Uebergang zur goldgedeckten MarkwShrung erleichtern wird, wenn wir die in der Gvlddiskontbank vorhandene Rerferve bis auf weitere« für die deutsche Wirtschaft noch entsprechend nutzbar machen. Aus diesem Grunde beschlossen der Vorstand und der Arbeitsausschuß der Gvlddiskontbank. die H e r - absetzung de« Diskontsatzes der Golddiskontbank von 10 auf 8 Prozent zu emvfeh- len. — Der Aufsichtsrat beschloß dementsprechend.
SottWtfrWe $Be»enü6etfit6L
Wie aus Newyork gemeldet wird, stnd die technischen Vorbereitungen für die Ausgabe der deut» chen Anleihe bereits beendet. Man nimmt daher an, daß schon in den nächsten Wochen die Anleihe«
■■■m 11a Ja aw* y Maggi'« Suppe«, Sie brauchen nur noch kurze Zeit lediglich mit W|111 in 911 In Knifinn gekocht zu werden, weil die Würfel bereits alles enthalten, was zu
■ Ul Illi /lllll nillllUII Eständig fertigen Suppe gehört. Viele Sorten wieEier-Sternchen.
] OI 11V* IIlllll 11lllll Ball ®ter'ÄubeIn> Erbs mit Speck, Erünkern. Pilz, Reis mit Gemüse, Reis mit
■ VI ii X M Will IIVKI Vll Tomaten, Königin, Tapioka echt, Windsor usw. 5209
dka« acht« auf de« Name« Maggi und die gelb-rote Würfelpackung.