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Der erste deutsche Kotonialkonsreß.
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. Die Franzosen
ff. Darmstadt, 18. Sept
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Die Mosiulfrage.
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ein Teil zurück- aus der jetzige«
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sowohl auf kulturellem wie auf wirtschaftlichem technischem Gebiete verfügt.
zusammensetzt, die verschiedenen Nationen angeboren müssen.
vatpcrsonen kann ebenfalls nur kehren; etwa 60 bis 65 fehlen Zulassungslffte.
haben seit gestern abend die Sperren und Drahtverhaue, sowie die Posten am Bahnübergang Griesheim und der an der Lokvmottvtverkstätte bezw. Werkstättenamt Nr. 12 zurügezogett. Die Posten sind jetzt hinter dem Waldfriedhos aufgestellt, wo sie vor der Ruhrbesetzung standen.. Aeber die an der Lokomotivwerkstätte stehenden Posten sind Verhandlungen wegen ihrer Zurückziehung eingelei-
bickherige Manbatspvlitik hat sich keineswegs als geeignet gezeigt, diese Aufgabe zu erfüllen.
Sn den unter französisches Mandat gestellten Kolonien erfolgt die Militarisierung mit Zwangs- auihebungen und Verwendung der angcworbenen eingeborenen Soldaten außerhalb der Mandatsgebiete.
Es muß eine Handchabung der Mandatspolitik in dem Geist der Völkerbundssahung gefordert werden. Sine wirkliche Lösung form nur erfolgen durch die Rückübertragung der Verwaltung jener Kolonien an Deutschland, welches über die nötigen Kräfte
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Der deutsche Kolonialkongreh hat einstimm'.g eine Enischliehung angenommen, in der für die neu zu bildenden Auslandsgesellfchaften gefordert wird: De- wegungssreiheit hinsichtlich der Organisation, Kapilal- beschassung und Währung, in der sie balanzieren, ferner Ermäßigung der öffentlichen Lasten und Steuern. In der Aussprache würbe Wiederaufrollung der Ent- schädigungsfrage vorgelegt.
Leber den Verlauf der Tagung, über deren Beginn wir gestern bereits berichteten, liegen weiter folgende Meldungen vor. ■»
Berlin. 17. Sept. Als erster Redner deS Kongresses sprach Gouverneur Dr. Schnee über die Man- datspvlitt k, die auf General Emuts zurückzü- sühren fei. 1
Als Aufgabe des Mandatsshstems ist im Art. 22 der Völkerbunds?atzung die Förderung des Wohlergehens und die Entwicklung der die Mandatsgebiete bewohnenden Völker sestgestellt worden. Tie
•bfttmmung, unberücksichtigt bliebe. Außer Felhy- weilt von türkischer Seite noch hier; Dunir- ®et) als Rechtsbeirat, Sahh-Bey als politischer Beirat und Atony-Beh als militärischer Beirat. Außerdem sinh noch verschiedene türkische Journalisten eingetroffen.
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Vierzehn Sahre sind es her. seit zum letzten Male, auch unter dem Vorsitz eineS Mecklenburger Herzogs, ein Deutscher Koloniolkvngreß in Berlin tagte. Später als die anderen Länder der Erde ist Deutschland in die Reihe der Kolonialmächte eingetreten, obwohl kein Volk der Welt in so ausgesprochenem Maße mit kolonisatorischen, d. h. kulturweckenden Fähigkeiten begabt ist. Die tragische Verstrickung in immer sich erneuende, aus dem deutschen Volkscharakter erwachsende und von außen geslissentlich genährte und auSaenuht« innere Zwistigkeiten hat bas deutsche Volk noch zu einer Zeit in einem staatlich nationalen Entwicklungszustand« gehalten, den andere, zum Teil viel kleinere Völker, wie Spanien, Holland, Portugal. Frankreich und England bereit» überwunden hatten. So kam es denn, daß Völker, die sich einen großen Teil der Erdoberfläche in Form kolonialer Rutznießung dienstbar gemacht hatten, mit Erfolg den Argwohn der Welt gegen den jungen Wettbewerber wachrusen konnten, der sich doch nur mit dem begnügen wollte, was andere ihm übrig gelassen hatten.
Heute erscheint unS, die wir als größte Kulturtat des deutschen Mittelalters die Kolonisierung und Ausschließung des europäischen OstenS und Südostens verbuchen können, die koloniale Betätigung tm neuen Bismarckreiche wie eine Episode. Man hat unS bi« Kolonien wie so manches andere durch deutsche Leistung erarbeitete Besitztum genommen und hat diesen Raub mit einem auS der Moralkiste mottenzerfressener Wil- son'scher Grundsätze genommenen Mäntelchen, Mandatsherrschast genannt, notdürftig verhüllt. Leber die .koloniale Schuldlüge" ist von deutscher und vor allem auch von gegnerischer Seit« so viel schlechthin unbestreitbares Widerlegungsmaterial beigebracht worden, daß eS sich erübrigt, vor deutschen Lesern nochmals auf Einzelheiten einzugehen. Ebenso wie die KriegS- schuldlüge wird auch die Kolonialschulblüge vor dem Forum der Geschichte, zunichte werden. Sn der Welt der Machttatsachen wird sich die Zerstörung der Schuld- lügen aber erst bann praktisch nutzbar erweisen, wenn die allgemeine weltpolitische Entwicklung unserem Volke wieder Betätigungsmöglichkeiten, Wirkung-Möglichkeiten öffnet.
Snzwischen dürfen wir natürlich nicht die Hände in den Schoß legen. Bereit werden ist auch in der Kv- loniatfrag» altes cl>iß-n unb In sts-k«em
Maße nach innen hin müssen wir an dieser kolonialen Bereitschaft arbeiten. Der koloniale Gedanke muß in weit stärkerem Matze als es bisher leider der Fall gewesen ist. Faktor unserer Auhenpolitck werden. Wie eine Mauer umschlieht uns immer noch feindlicher De- hinderungSwille. Die Sprengung dieser Mauer muß Aufgabe kolonialer Auhenpolotik fein. Sn jede Fuge, jeden Ritz/ müssen wir uns einkrallen, um Stein nach Stein auS dieser Mauer zu lösen, bis eine Breche in die Freiheit gewonnen ist. Die Kreise, oie sich in dieser, Tagen zu ernster Arbeit in Berlin zusammengefunden haben, müssen in der WillcnSrichtung ihrer Arbeit das koloniale Gewissen unseres Volkes fein, das immer wieder die maßgebenden Stellen zu Regsamkeit im Siime des Kolonialgedankens aufrüttelt. Aach innen gilt es unserem Volke das Bewußtsein zu erwecken unb wachzuhalten, datz ein Siebzig-Millionen-Volk, auf engstem Raume zusammengedrängt, koloniale Betätigungs- Möglichkeit fo nötig braucht, wie die Luft zum Leben. Der Drang ins Freie beherrscht heute schon Millionen, die zum Teil nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen, zum Teil der Ration in der Zerstreuung verloren gehen. Die Männer, die in Berlin zusammengetreten sind, bürgen mit ihrem Namen bafür, daß sie über die Kongretztage hinaus die im Snteresse unseres Gesain.lvolkes notwendige Arbeit leisten werden.
die freien Berufe schwer durch die Ausweisung be- troffen worden seien. Für viele von ihnen fei die Rückkehr gleichbedeutend mit der Eristenzmöglichkeit. Weiter hob er hervor, daß er im Geiste jener Männer, die das Londoner Abkommen geschloffen hätten .bereit sein werde, mitzuarbeiten an einer ehrlichen Verständi- gung der Völker.
Aachen, 17. Sept. Gestern abend trafen die Legen des Sabotageaktes bei Hoch seid seinerzeit zum Tode verurteilten und später zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigten politischen Gefangenen Graf. Keller, Schultze, Rlngenberg und Lorbeer, von Löwen kommend, auf dem hiesigen Bahnhof ein. Bei demselben Transport befanden sich auch die zu langer Zuchthausstrafe ver- urteilten Mentzel aus Stolberg und Neuhaus aus Machen; sie wurden hier sämtlich in Freiheit gefctzl.
Zweibrücken, 174. Sept. Aus der Abteilung des hiesigen Gesängnisses, in der sich die politischen Gefangenen auS dem Ruhrgebiet befinden, sind heute 25 Männer entlassen worden, darunter der Landwirtschaftslehrer Georges, der bekanntlich zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt worden war und der Polizeiinspektor Gottfried auS Ludwigshafen, dem 20
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Sie innert Krise,
Die halbamtlichen Mitteilungen, wonach mit dem Wiederzusammentritt des Reichstages nicht vor Mitte Oktober zu rechnen ist, haben in den parlamentarischen Kreisen einige Beunruhigung hervor- gerufen. Wie wir hören, beabsichtigen die maßgebenden Führer der Regierungsparteien, insbesondere des Zentrums, darauf hinzuwirken, daß der Wiederzusammenlritt des Reichstages spätestens zum 5. oder 6. Oktober erfolgt, da die ungeklärte außenpolitische Lage da« baldige Beisammensein deS Parlaments erforderlich macht. Man hat den Eindruck, daß gegenwärtig starke Kräfte am Werke find, die auf eine möglichst lange Hinausschiebung des Parlaments hinarbeiten, um die Regelung der RcgierungSfrage. insbesondere die Frage der Hinzuziehung der Deutschnationalen zur Regierungskoalition außerhalb des Parlaments zu lösen. Dadurch würde jedoch nach Meinung der führenden Zentrumspolitiker die innenpolitische Verworrenheit nur noch erhöht werden. Die Umbildung der Reichsregierung könne nur durch die Regierungsparteien selbst betrieben werden, die zu prüfen hätten, unter welchen Voraussetzungen eine Rs- gi rung des Bürgerblocks überhaupt gebildet toei • den kann.
Dr. Etresemann ist ledenfallS für den Bürgerblock, was ihm die heftigsten Angriffe seitens de« »Vorwärts" einträgt. Er steht, wie wir htrin, in ständiger Fühlungnahme mit deutschnationalen Politikern, um an dem Zustandekommen einer 9N- gierung des Bürgerblocks zu arbeiten. Gegenüber den Widerständen im Zentrum hält Dr. Stresemam» auch an der Auffassung fest, daß die Hinzuziehung der Deutschnationalen zur Reichsregierung eine unbedingte Notwendigkeit sei. Inzwischen sind bereits eingehende Vorbereitungen innerhalb der Deutschen Volkspartei getroffen worden, um noch gegen Ende dieses Monats die Verhandlungen mit den Deutschnationalen und mit dem Zentrum über die Frage der Bildung der Regierung bei Bürgerblockes auszunehmen.
Ei» neues Dementi.
Berlin, 17. Sept. WTB. meldet: Der .Sc« zialdemokratische Paclamentsdienst" veröffentlicht ebu neue Erklärung Lord Parmoors, wonach Lord Par- mcor am 10. August in seinem Landhaus mit den deutschen Delegierten, dem Botschafter Sthamer und Herrn Murray eine private Aussprache über den Völkerbund und die Bedingungen für Deutschlands Eintr hatte. Gegenüber dieser Darlegung des »Soziald- kratifchen Parlamcntsdienstes" stellen wir fest, datz unsere gestrige Veröffentlichung aufgrund der etnrnä- tiaen Erklärr-naen des Reichskanzlers, des R-icksautz««-
Zwangsarbeit zudiktiert worden waren. In der pfälzischen Abteilung der Anstalt befinden sich noch 17 politische Gefangene, die der Amnestie noch nicht teilhaftig geworden sind.
Frankfurt a. M., 17. Sept . Die »Frankfurter Zeitung" meldet aus Ludwigshafen: Die aus der Pfalz ausgewiefenen über 5000 Eisenbahner haben nach der Neuen Liste ver interaNiierteit Rheinlandkommifsion fast sämtlich die Erlaubnis zur Rückkehr erhalten. Von 700 anderen Beamten bleibt autzh jetzt noch 150 die Heimat verschlossen^ Von den 214 auS der Pfalz ausgewiefenen Pri-
Di« Ueberwachung Deutschlands.
Genf, 17. Sept. Eine amtliche Mitteilung des Lölkerbundssekretariats bestätigt heute Abend die st tzom W. T. B. bereits übermittelte Meldung, daß p tte Militärkcmmifsion des Völkerbundes ihre Ar- U leiten über einen nttvurf betreffend das in den | Frieden-vertrügen vorgesehene Antersuchunos reckst f les Völkerbundrates über die Abrüstung in Deutsch- J lend, Bulgarien, Oesterreich und Ungarn heute be- M endet hat. Interessant an dieser Mitteilung ist, ik laß hier ausdrücklich festgestellt wird, daß sich |t dieses Organ auch auf Deutschland bezieht, wäh- rrnd. tote bekannt, der ursprüngliche Aufttag, den der Dölkerbundsrat im Juli der Militärkommission : erteilt hatte, sich nur auf die anderen drei Staa-
Elberfeld, 16. Sept. Die bei Elberfeld liegenden Orte Neviges unb Cronenberg find von den Franzofen geräumt worden. Mit den Zollbeamten und Gendarmen sind auch die Desatzungs- ttuppen abgezogen. Damit ist die Verbindung von Elberfeld nach Essen, sowie nach Remscheid und Solingen vollständig frei. Dur Vohwinkel ist jetzt noch beseht. Aach Aeußerungen von Franzose« sollen sie von dort erst am 5 .November abrücken,
Ludwigshafen, 17. Sept. 'Gestern mittag kurz nach 12 Ahr ist auf den nach Mannheim abgehenden Personenzug eine Rangierlokvmottve aufgefahren. Zwei französische Regiebeamte sind dabei verunglückt; der Maschinenführer wurde tödlich, der andere Beamte schwer verletzt, t.
Mainz, 17. Sept. Der »Mainzer Anzeiger" berichtet, haft das französische Kriegsgericht in Wiesbaden den Tirailleur Hvmmel den Ali vorn 20 .Regiment wegen Sittlichkettsverbre- che nS mit Gewalt zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt hat. Der Soldat hatte auf der ^häufte« Mainz—Wörrstadt ein 21 jähriges Mädchen au« Adenheim angesprochen und in einen Gerstenacker verschleppt, wo er sich an dem Mädchen verging.
Nach ihm berichteten MistionSdirektor Knack über die Lage der evangelischen, Pater Skvlaster übet bte der katholischen Mission. Der Mission ist durch die Bestimmungen des Versailler Vertrags großer Schaden zugefügt. Als letzter Redner des Vormittags sprach der frühere Medizlnalreferent bet Kolonialverwaltung, Prof. Dr Steudel, über die ärztliche Versorgung der deutschen Kolonien jetzt unb vor Kriegsausbruch.
Am Nachmittage fanben bie Sitzungen her verschiedenen Ab teilungen statt. Es waren sechs Abteilungen gebildet worben über: Koloniale Politik; Koloniale Wirtschaft; Tropenmebizin unb Hygiene; Missionen, Schulen unb kulturelle Fragen; ileberfee- ische Siebluna unb Wanderung; Geographie, Ethnographie unb Naturkunde. Sn allen Abteilungen wurden bedeutsame Vorträge wiffenschaftlicher unb politischer Art von erfahrenen Fachleuten gehalten. Ganz beson- berS bebeutsam waren bie Vorträge in ber m e b i - zinischen Abteilung, in benen bie bekannten Kämpfer ber Schlafkrankheit In Ostafrika, Dr. Fischer unb Dr. Kubicke, über Trypanosomen unb Spirochä- tosen, anbere Sachverständige, bte Professoren Rüge unb Fülleborn, über Amöben rühr unb Wurm» kronkheit sprachen.
Dr. Lotz sprach über bie brutschen Schulen in Deutsch-Südwestafrika unb Prof. Moritz über bie Pflege des kolonialen Debankens bei ber Sugenb. Ge- sanbtschaftsrat Dr. Seelheim berichtete über bie «rutsche Auswanderung.
Berlin, 17. September Sn der Abteilung 1 für KolonialPolkttl sprach Ministerialdirektor r. D.
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idie Politik unter Bezugnahme auf-Teutlchsüdwest- afrika", wobei er zu dem Schluß kam, die Deutschen im ehemaligen Deutfchsüdwestafiika würden weise bandeln, wenn sie als Mandat/.and die zugestandene Selbstverwaltung annehmen und der Zwangseinbürgerung in bie Südafrikanische Union nicht widerstreben wurden. Der Ausbau der Selbstverwaltung fei weitgehend zu fördern, eine Vertretung im Parlament und der Regierung abzulehnen und eine Stärkung der deutschen Wirtschaftsziele dort durch deutsches Kapital dringend zu wünschen. — Sn seinem Referat über die Südfeevolitik betonte der frühere Gouverneur von Samoa, Dr. Schultz-Ewerth, in der Siidsee habe die deutsche Kolonialtätigkeit die abscheuliche Nichtswürdigkeit der kolonialen Schuldlüge mit ganz besonderem Nachbruck dargetan. In der Abteilung für Kolonialwirtschaft betonte der Vorsitzende Fuchs, die deutschen Kolonialwirtfchartler und Pflanzer würden niemals den jedem Völkerrecht hohnjprechenden Raub des Pri- vatbesttzes durch die Entente anerkennen.
Syndikus Dr. feartmann fvrach über die neue Farm bvr Ueberseegesellschaften, wie sie ein jetzt bet Regierung vorliegender Entwurf vorsiebt. Einstimmig wurde eine im Sinne des Referenten gehaltene Entschließung angenommen, in der für die neu zu bildenden Auslandsgesellschaften gefordert wirb: Bewegungsfreiheit hinsichtlich der Organisation, ber Kapitalbeschaffung und der Währung, in der.sie bilanzieren, ferner Ermäßigung bet öffentlichen Lasten und Steuern.
In der Ausso rache wurde eine WiederaufrollMrg der Entschädigungsfrage verlangt.
D«r Bnjeiaenptets beträgt für den 10 gelp. Zellenmillimeter 0,03 Goldmark. Amtlich« unb auswärtige Anzeigen 0,10 Soldmark. Bet schwierigem Satz, sowie b. PlatzoorschriftenSO°/, Aufschlag. Sammelanzeigen 1008/e Aufschlag. Reklamen 0,35 Sold«. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt und verfällt, wenn bte Zahlung später al« 5 Tag« erfolgt. Beleg« werden berechnet, ebenso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebote. Erfüllungsort Slnrvurg, 1 S.-MH — *°|ti Dollar.
Di- .Oberhesiisch« Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. - Bezugspreis m°natlich 2 Mark ausschließlich Zusteller«- fttr Tiiitdi bU Colt 2.2a Mk — Für ausfallende Nummern infolge streik, oder «lewwttotet Eretgnisi« kein Ersatz. — Arrlaa 8^Stt,er^h.-D^ck b«rMw^ Markt 21/38. - Fernsp«. 55, tzostscherkkonto: Mil
Genf, 17. Sept. Die Mossulfrage toftd am Samstag zum ersten Male tm VölkeröundSrate zur KPrache kommen. Der Führer der türkischen De- kgation, Fechh-Beh, Präsident der Nattonalver- femmlung von Angora, wird bei dieser Gelegenheit einen längeren Bericht über die türkische Anschauung geben, die in der Forderung nach einer Volksabstimmung in ber Mvssulftage gipfelt. In- Pvischen hat Fechh-Beh mit einer Anzahl von Mitgliedern des BölkerbundSrats offiziös Füh» taug genommen und chnen auseinandergesetzt, daß « im gesamten Orient nicht verstanden würde. Denn eine so sehr Im Geiste de« Völkerbundspaktes Durzelnde Forderung, wie die nach einer Vvlls-
Ht.219 Marburga.8»Srimerslag, den 18.September Ss.Mrg.M4
-SbecheWchs
A«zeigkk für (das früher kurbefMef Sbertzekkea - AmWes NerkimdlaoagMatt des Kreises Marburg
Genf, 17. Sept. Der 2. Ausschuß (Technische Organisation) schloß beute bie allgemeine Aussprache über "^'-Tätigkeitsbericht der Völkerbundskommission für kstllge Zusammenarbeit ab. Eine bei bis jetzt vom 2. «wschutz genehmigten Resolutionen steht ür bas Mr 1925 bie Einberufung einer Sachverständigen- Wtrena über die Frage des geistigen Eigentums vor, der die hauptsächlich daran interessierten Länder ^rch Vertreter ibrei Regierungen, Gelehrten und Sn- Mrieu tcilnebmen sollen. Die Debatte galt auch im wesentlichen noch einmal der von der fron» k^ichen Regierung angebotenen Errichtung eines Sn- für geistige Zusammenarbeit in Paris. Die kiteru ernannte Unterkommission, die eine neue ®°mel zum Ausgleich der Meinungsverschiedenheiten ANitchtllch ber eventuellen Aufnahme des französischen , 5bun^°tS ausat^elten 1°®’ Deute nachmittag zu- | ,(^,e n f, 17. Sept. Sn dem Unterausschuß des 2. 1 6»J--vuHc5, der die Resolution Murray betreffend die 'len'.x funs Eines Snstttuts in Paris ju beraten hat, ^Efchloffen, dieses Institut der Kommission für tttr-a • Zusammenarbeit zu unterstellen und die Lei- tfc"? Ewem Verwaltungsrat zu übertragen, der sich aus A^^von der Kommission ernannten Persönlichkeiten
Genf, 17. Sept. Die Völkerbundversammlung, die seit vergangenem Montag nicht mehr zusammengetreten ist, wird von morgen ab voraussichtltch wieder täglich eine Sitzung abbalten, ba in bem Büro aus ben Kommissionsberatungen zahlreiche Berichte zur Verabschiedung durch die Vollversammlung vorliegen.
Genf, 17. Sept. Der 4. Ausschuß für Haushalts- und Finanzftagen genehmigte den Voran- schlag für das Generalsekretariat mit rund 21 Mil- lionen und für den internationalen Gerichtshof mit rund 900 000 Schweizerftanken.
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Aus dm besetzte» Miet.
Mainz, 17. Sept. Sm Sitzungssaale ces Stadthauses fand heute cbenb 6 Ähr bie feierliche Einführung des wieberkehrenden Oberbürgermeisters Dr. K ü t b vor ben zahlreich erschienenen Vorständen ber städtischen Aemter unb einem großen Teil ber Stadtverordneten statt. Bürgerißeister Dr. Ehrhardt begrüßte ben zurückgekehrtcn Oberbürgermeister unb betonte. baß eine ve rantWortungsvolle eifrige Tätigkeit feinet warte. Oberbürgermeister Külb antwortete mit Worten bes Dankes unb betonte, bah besonders
Der NM Kölkerbundspatt.
Genf, 17. Sept. Benesch, der Präsident de Rwölfettomitees, das das Schieds- und Sankttons- Kstem der Resolution Serriot - Mac Donald auszu- «rbeiten bat, empfing heute abend die Pressevertreter, ßenen et folgende Angaben über das vorgesehene Protokoll machte: Es bandelt sich um ein Softem, in dem hce Schiedsverfahren unb die Sicherheit miteinander Verknüpft sind, das später durch eine Abrüstungskonfe- «n, ergänzt wird. Der Entwurf, den ich ausgearbeitet labe, stützt sich auf die Gesichtspunkte, die in der gründ- I? sichcn Debatte in der Versammlung und im dritten | Persammlunasausschuß zutage gefördert wurden und U. »ar daher schon an unb für sich ein Transaktionspro- | jck: Das Projekt befaßt sich zunächst mit dem Schiebs- I Verfahren, feier wird aber noch das Ergebnis der Ar- I heilen des ersten Unterausschusses, an den diese Frage r ßbcrwiesen wurde, abgewartet, die wir bann in Ein- gang mit bem ganzen System bringen werben. Der l poetle wichtigste Punkt sind die Sanktionen, beten Handhabung und Umfang in mehreren Artikel geregelt ; giib. Die Sanktionen sollen in den Rahmen bes I kölkerbundpaktes in feinet vollen Bedeutung einge- yiht werden. Dabei ist weiter vorgesehen, daß di« Mzelnen Länder den Rat vorher über die Streitkräfte perjtändigen können, die ste ihn gegen ben Angreifer pr Verfügung stellen können. Die Sanktionen gegen |en Angreifer bürten feine politische Unabhängigkeit licht antasten, jeboch muß et bie Kosten des gegen ihn «führten Sanktionskrteges bezahlen. Der Schlußteil »cs Projektes ist bet Abrüstungskonferenz gewidmet, lei deren Einberufung bet Rat eine entscheidende Rolle dielen wird. Wit hoffen, sagte Benesch, daß die Ar- heiten über dieses System morgen im Unterausschuß Abgeschlossen werden. Auf jeden Fall stnd unsere Arbeiten erheblich vorwärts gegangen und grundsätzliche s kchwirigleiten sind nicht mehr zu erwarten. Auf eine Irene, ob der Grundsatz der Sonderabkommen in das Projekt ausgenommen worden ist, erklärte Benesch Ausweichend, daß diese Frage in seiner Wendung über ßie Möglichkeit, daß gewisse Länder den Rat oorber der ihre Streitkräfte verständigen können, beant- : »ortet Jet. Näher« Auskünfte verweigerte Benesch. In »ntcrrlchteten Kreisen wird hierzu erklärt, daß die konderabkommen als Friedensgarantie mindestens bis f Irr vollständigen Verallgemeinerung der in dem Pro irtt vorgesehenen Verpflichtungen bestehen bleiben.
i Genf, 17. Sevt. Das Zwölferkomitee beriet heute Weiter über das Projekt Benesch Artikel für Artikel. Wobei, wie versichert wird, in wesentlichen Punkten Bne Verständigung erzielt wurde. In der feauvtfrage Ber, bie heute zur Behandlung stand, nämlich Artikel j des Projektes, der stch auf die Sonberebtommen tx* jfcht, war eine Einigung noch nicht zu erzielen. Nichts^ ßrstr weniger hofft man, daß bet Vollkommißron schon hf»2en ein Entwurf vorgelegt werben kann.