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Anzeiger für As Mer turWbe) Sberüeiien - Amtliches BeMnbiglmgMM des «reifes Marburg
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Di» Senttnlfefonog» beginnt.
wurde ihm vorgeworfen, baß er
^is<n.)cgah als,
gervorsteberkollesium abgeschlossen Magistrat gutgeheiben wurde. &.
den, hat Oberbürgermeister Leinert seine Unterschrift von dem Vertrage zurückgezogen, den er mit dem Bür»
6e = wird
tenen Einnahmen Mac Fadynan bei. Die Ausführungen Owen Youngs bildeten den Ee- genstand eines Meinuntzsaustaufches, aus dem, wie Havas hervorhebt, hervorging, datz die Repko und die neugeschaffenen Organismen zur Durchführung des EachverstSndigenplanes eng zusammenarbeiten. Einige Delegierte haben Owen Young gewisse Fragen unterbreitet, auf die er in einer von der Repko einzuberufenden neuen Sitzung antworten wird. Die Repko hat im Laufe der heutigen Sitzung die Ernennung einiger Beamten für die vom Dawesplan vorgesehenen Organismen vollzogen. Die Havasagentur veröffentlicht die Namen dieser neu ernannten Beamten noch nicht.
Zurücknahme seiner Unterschrift da ter Zeit wiederholt angegriffen
unterschrieben habe, um sich das b. schaffen.
Die Zahlungen.
Paris, 16. Sept. Nach einer Depesche der Havasa^ntur aus Koblenz, gibt die Nheinlandkommission bekannt, dah sie au» den Septembereinnah. men der besetzten Gebiet« an den Generalagenten für Reparationszahlungen eine erfte Rate von 3 3V0 MX) Goldmark geleistet hat, wie es das Londoner Abkommen vorschreibt. Es seien Vorkehrungen getroffen worden, dah am 1. Oktober alle Einnahmen des Monats September an den Generalagenten.abgeliefert werde«.
1 her Wählerschichten betrachtet. Man ist in den oppositionellen Kreisen bereits eifrig auf der Suche nach einem Führer anstelle Dr. Sergis, wobei in erster Linie der Name des Freiherrn von Eayl genannt wird. Es sind daher in der nächsten Woche erneut dringliche Schritte der Parteileitung bei der Reichsregierung und insbesondere bei Dr. S t r e s e- mann zu erwarten, um im Hinblick auf die gegebenen Versprechungen und mit der Drohung schärffter Opposition eine beschleunigte Erledigung der Regierungsumbildung herbeizuführen.
Die deutschnationale Korrespondenz veröffentlicht einen als parteiamtlich gekennzeichneten Artikel, in welchem es unter Hinweis auf die Reichs- tagsabstimmung vom 29.8. u. a. heißt: Die Dor- aussehung für die Zustimmung deutschnativnaler Reichstagsabgeordneter war die Zusicherung der Regierungsparteien, dah wir den uns zustehen- den Anteil an der Verantwortung für die Durchfüh-. r." rc? Londoner Paktes erhalten würden. ?,ll- tyt wir Deutschnationale uns nun nicht scheuen, diesen Londoner Pakt, feine Anmöglichkeiten, seine unerträglichen Bestimmungen abändern, verbessern und ebenso revidieren zu können, wie wir das Versailler Diktat revidieren müssen? Sollten wir nun vor einer uns gewordenen Aufgabe zurückschrecken? Rein! Hinein in Sie Rsichsregierung! heißt deshalb unsere erst« und nächste Parole. Hinein in die Verantwortung ist deshalb vaterländische Pflicht! Der Artikel betont dann weiter, wenn allerdings der Versuch gemacht werden sollte, die schwierigen staats» und wirtschaftspolitischen Aufgaben der ncchcn und weiteren Zukunft gegen die Deutsch- nationalen zu lösen, für sie die nächste Parole nur lauter könne, schärfste Opposition. Der Artikel schließt mit den Worten: Wir Haben die uns gereichte Hand ergriffen. Sie kann und darf nicht zurückgezogen werden, um Deutschlands willen.
Ein Dementi.
Berlin, 16. Sept. In einem Telegramm des sozialdemokratischen Parlamentsdienstes werden Aeußerungen Lord Parmoors verbreitet, die sich aus Verhandlungen mit dem Reichskanzler und dem Außenminister über die Frage des Eintritts Deutschlands in den Völker-
Sie Einigung Im ReWkabinett.
In den Besprechungen, di ezwischen ReichS- tanzler Mar)! und Reichsaußenminister Dr. S t r e - femann stattgefunden haben, ist die Grundlage einer vorläufigen Einigung gelegt worden, und zwar haben beide Minister auf einen Teil ihres Programms verzichtet, um in diesem Augenblick eine ernste Regierungskrisis zu vermeiden. Während pH Dr. Stresemann damit einverstanden erklärt, haß die Ratifizierung der Kriegsschulderklärung bis enf weiteres hinausgeschoben wird und wahrschein- Uch erst wieder zur Erörterung kommt, wenn der Bnttritt in den Völkerbund bevvrsteht, verzichtet Dr. Marx darauf, die Frage des Einttitts in den Völkerbund sofort aufzurvllen und stimmt den Vorbedingungen zu, die Dr. Sttesemann als für die Anmeldung zum Eintritt in den Völkerbund als uner- Wtßli^h bezeichnet. Beide Minister werden dieses Einigungsprogramm in dem neuen Kabinettsrat em 23. September vertreten und hoffen, dah es bann zum Kabinettsbeschluß erhoben wird. Von einer Beseitigung der innerpoliti- schen Krise kann jedoch nach Ansicht der Berliner politischen Kreise trotzte m noch nicht gesprochen werden. Die Linksparteien werden ihren Feldzug gegen Dr. ISresemann nach Erklärungen ihrer Führer mit unterminderter Schärfe fortsetzen, da sie ihn nach wie vor für den VerttauenSmann der Deutsch- Rational« im Reichskabinett hallen. Die innerpo- Wische Entscheidung wird daher erst zum Zeitpunkt fallen, wo die Frage der Beteiligung der Deutsch- «ationalen an der Reichsregierung erledigt werden muß.
-Aach der gestrigen Erklärung der ^Germania" I Lekeutet die Verschiebung der Kriegsschuld, »te fteilich beinahe ein A u f g e be n. Ob das nrög- KH ist, muß sich zeigen. Die nationale Opposition! bürfte^sich das kaum bieten lassen. Deutschland wirb bie günstige Gelegenhell für die Absendung der I ®ntc schon finden, Wenns will. Allerdings scheint I Man dem mit allen Mitteln entgegenwirken zu Müllen. Wird in linksgerichteten Kreisen, die auf ewigen Verzicht nun einmal ei^geschworen sind,! Mell sie glauben, nur in dieser Knechtsseligkeit ihre Sehnung zu finden, doch sogar das Gerücht kolpor- ! Lert und geglaubt, die amerikanischen Bankiers här- I kn das Ausgeben der Kriegsschuldnote gefordert, sie vollen dafür Deutschland das Geld ein viertel bis einhalb Proent billiger geben.
Genf, 16. Sept. 3n einer gestern von hier weilenden Mitgliedern der Völkerbund vereine abgehaltenen Versammlung wurden zwei Resolutionen angenommen, deren eine Universalität deS Völkerbundes verlangt, während die andere sich für gegenseitige Hilfeleistung im Rahmen des Völkerbundpaktes ausspricht, dessen loyale Anwendung allein zur Abrüstung führen könnte und nötigenfalls als Ergänzungsabkommen entwickell werden mühte.
Berlin, 16. Sept. Wie die „B.Z." meldet, rst die interallnerte Militärkontroll- 'U'°« gestern in Kiel eingetroffen nnd 2 “1W tt ”<£“ 8 c." ’. »äs Marine-
® *2 ® F a t und das Munitionsdepot sicht, gt. Die Anwesenheit der Kommission sich voraussichtlich auf vier Tage erstrecken.
Äommfihon.
Paris, 16. Sept. In der heutigen Nachmit- wgssitzung der Reparationskommiffion hat der Agent für die Reparationszahlungen, Owen wie bereits berichtet, über die von ihm wahrend seines Berliner Aufenthaltes getroffenen Maßnahmen Bericht erstattet. Der Sitzung wohnten bie Mitglieder des Sachverständigenkomitees . a c K e n n a und R o b i a s o h n sowie der Kom- mrsiar für bte zu Reparationszahlungen vorbehal-
Orsterreich vor de« Völkerbund.
I Genf, 16. Sept. Der Völkerbundsrat genehmigt« I heute abend in öffentlicher Sitzung in Gegenwart be» österreichischen Bundeskanzlers Dr. Seipel, de» An- tzenministerS Grünberger und des DdlkerbundStourmG.
I farS Dr. Zimmermann nach einem Referat deS Ito I lienischen Ratsmitglieds Sakandra den vorher bereit»' I vom österreichisch«, Komitee deS Rat» gebMgten ge- I meinsamen Derichb des FtnanzkomiteeS des Völle» bundes und deS Generalkommissars über die Reurege»
I lung des Dölkerbundsprogramms in Oesterreich.
I Dieser Bericht enthält folgende Punkte: HauShaltsu Voranschlag für 1925 (von 350 auf 495 Millionen erhöht), Möglichkeit einer Milderung deS KontrollshstemS^
I ferner finanzielle und Derwaltungsmaßnahmen.
I Der österreichische Generalkommissar ist der Ansicht I m Anbetracht des Fortschrittes ht der wirtschaftliche» I Sanierung Oesterreichs, bah eine Erleichterung tu der I der Handhabung der Kontrolle emtreten könne, sobald | das Parlament den Haushaltsplan angenommen und | die österreichische Regierung die Durchführung der Re- | form sichergestellt hat. Die Kontrolle könne nicht | früher aufgehoben werden, bis eine finanzielle Sta- | bilität Oesterreichs festgestellt werden kann. Da Bit I österreichische Regierung glaubt, mit dem aufgestellte« I Haushaltsplan Wirtschaften zu können, soll die neue Art der Kontrolle angewendet werden, deren Einzel»
| heilen im Bericht besonder« aufgesührt sind, und zwar | solange, als die bezeichneten Grenzen nicht überschritten I werden. Das Komitee hofft, daß es der österreichischen ‘ I Regierung gelingen wird, die neuen Maßnahmen dürch- I zuführen, damit die neue erleichterte K ontrolle ange»
I wendet werden kann.
Bei Schluß der Sitzung gab der Generalkvmmislar^ | Dr. Zimmermann, einige Erläuterungen ab, worauf der | österreichische Kanzler einen Leberblick über die bis« I herige Entwicklung gab und dann erllärte, daß er in I den Beschlüssen des Komitees einen Beweis des Wohl-- | wollens deS Völkerbundes gegenüber Oesterreich sehe. I • •
[ Genf, 16. Sept. In einem bet Unterausschüsse fdes 8. Versa mmlnngsausschusses (Rüstungsfragen) wurde heute ein Resolutionsentwurf angenommen, beic das Projekt der militärischen Kommission des Völkerbundes über den Waffenhandel billigt und empfiehlt, daß es den Regierungen unterbreitet werden soll, mit der Aufforderung, innerhalb von 4 Monaten ihre Stellungnahme bekanntzugeben, worauf dann ein« internationale Konferenz über die Frage einberuie« würde. Wie erinnerlich hat die amerikanische Regierung ihre Bereitwilligkeit zur Teilnahme an einet solchen Konferenz bereits mitgeteilt.
Genf, 16. Sept. Der fünfte Ausschuß, in dem Vironti (Italien) seinen Antrag zu Gunsten der russischen Flüchtlinge zurückgezogen bat, trat beute ht die Beratung der bekannten Planes des italienischen Senators Ciraolo ein, der die Schaffung eines internationalen Organs zur gegenseitigen materiellen unb finanziellen Hilfeleistung in Fällen von Raturkatastrophen wie Erdbeben usw erstrebt.
Die Bedenken der Dentschaationale«.
Sam* Verlin,16 Sept. I« der Leitung der gtitldjnahonalen Volkspartei ist man darüber —
‘♦e und der vom ' -rundet diese hi letz- -nett
rückgerogen worden sei. Dies, Äititttmtn M sehr «laublich, denn dieser vorschl^ sei xi*”« sinder« von anderer Seite «macht worden, ««so mwftfetteft sei, dah diesem Vorschlag nicht He so. loettge unbedingte Ablehnun, gefolgt sei, die iw Namen Englands hätte erfolg« müssen. Auf jed« Fall werde «a« ««langen, dah von dieser Sache in Zukunft nicht mehr die Rede W werde
Ser MI leinert.
Es gibt Leute, denen nie der Humor ausgebt uns die nie ihre Ruhe verlieren. Solche Leute find die geborenen Parlamentspräsidenten. Und da Herr Leinert zu jenen Leuten gehört, ist er tatsächlich auch ein guter Vater des preußischen Landtages gewesen. Ader sein neustes Pröbchen von höchster „Wurschtigkeit" war doch wohl etwas gewagt. Er läßt sich als Oberbürgermeister von Hannover in der Form ab- | bauen, dah ihm lebenslänglich das volle Gehalt al» Pension versprechen wird, labt die eigenen Patteige- nosien sich darüber (mit Recht) entrüsten, läßt die Kommunisten im Landtag einen Antrag auf Absetzung eines solchen Präsidenten einbringen, läbt den Ober- präfidentn Roske den Beschlub der Stadtväter beanstanden, — und erklärt dann lächelnd: das sei ja alles nur Spaß gewesen. Er habe nur zeigen wollen, wie weit die bürgerlichen Parteien mit ihrem Mißbrauch der Abbauverordngng gehen können. Richtig ist mm allerdings, dah diese Att von politischem „Abbau" blamiert ist. Aber das hätte sich doch auch vielleicht auf anderem Wege erreichen lassen. Ein Sozialdemo-
Die „Times" Suberi in einen Leitartikel die Besorgnis, dah Lord Parmorr tu »enf die britische Regierung und die britische Ration eine seb- ernste Lsne brinoe» ttittufe, ei die ""siche Flotte in die Erörterung hineinführt «nd Zu- age wegen ihrer künftigen Verwendung durch den Völkerbund mache. Da» Blatt verlangt Auftlärung, wie weit Lord Parmoor» Befugnisie gingen und chrekbt weiter: Nachdem die Starke der britische« Ä-tte durch internationales Uebereintommen emge- fchran« fei, bestehe am so «ehr Grund für sie, nach nutzen das Gesicht ju bewahren und sich für Zwecke vorzubebalten, die i« lleberstirnmung mit den dringendsten Interessen des britische« Reiches ständen. „^>a,iy Telegraph" schreibt: Lord Parmoore habe die ^rmachtignng zu einer Erklärung gegeben, datz in I Nummtsoeooroi ©enf »ein endgültiger britischer Vorschlag betresiend vinz Hannover
einoerufen, daß zu biefem Zeitpunkte der ‘«itt bei Deutschnafionalen in die Reichsregie- Äioö Un^ ^amit ^e Erledigung der außenpolitischen »rsi-n? ,ir? deutschnationalem Sinne bereits ficher- fci und daß die Parteileitung bann mit tty? sicheren Erfolg in der Hand vor die Ver- chrer Wähler hintreten könne. Da die Aus- Jttinn e*nen so schnellen Erfolg nunmehr sehr iet ---„geworden sind, wachsen bei Schwierigkeiten
x tIc~un0. üon Tag zu Tag. Die schroffe Oer<-^“ringer Organisation wird als ein |- °u nehmenden Symptom bei Stüntnium gro-
Hannover, 16. Sept. In fein —- Aufstchtsbebörde hat der ReoierunssorePdeni der Pro- vimniHM ivinz Hannover gegen den zwischen dem Biirgervsr-- o e Verwendung der britischen erlotte gemacht oder ru- ikteberkollegium und Magistrat der Stabt Han.novrr und
Ser srmiKsNiittnMcht «tgtiM wnlltiftttl.
Genf, 17. Sept. Heute vormittag sind die Unterausschüsse, denen die Resolutton H e r r i o t » Mac Donald überwiesen worden war, zu geheimen Sitzungen zusammen, in denen die gestern erzielte grundsätzliche Einigung zwischen den Franzosen und den Engländern zur Debatte gestellt wurde. Inzwischen warten die beiden Delegattvnen noch ergän« gänzende Instruktionen ihrer Regierungen ab; vor allem soll, wie von verschiedenen Seiten erklärt wird, noch eine Rückäußerung der englischen Regierung über den Umfang der englischen Verpflichtung bei den tntli- tärischen bezw. Seekriegs-Sanktionen aus stehen. Zu den Fragen, bte eine Verständigung über das Sanktionsproblem besonders erschweren, die aber jetzt einer Einigung entgegengehen, gehört auch die Frage des englischen Se epri fenrecht «, die kürzlich in der Sitzung des 3. Ausschusies von Sir Cecil Hurst aufgeworfen. worden war. Es handelt sich dabei um folgendes: England befürchtet, daß, wenn es seine Flotte für die Blockade des in Dann erllärten Staates zur Verfügung stellt, das Prisenrecht zu Konflikten mit dritten Staaten führen könne und England vor dem Schiedsgerichtshof zitiert würde. Für diesen Fall for- dett England, daß dann das englische Seeprisenrecht vom Schiedsgerichtshof angewandt wirb.
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fc'*iujnaiionaieu ^voiisparrei man darüber sei-1 auÄ Oberhausen melden, begann gestern in früher Rmt, daß bet gestrige Kabinettsrat bie Frage I ^rsenstunde ber Abmarsch der französischen Be- Regierungsumbildung und der damit infam- 'a^“n3' 1 mittags waren die letzten fran-
FWngenben hochpolitischen Probleme ihrer Lö, ^Hen Truppen auS der Stadt abmarschiett.
^3 keinen Schritt näher gebracht hat. Man hat ! ____*____
2?/»ertretertag in bet Erwartung zum 30. Sep- ....... ,
5U ?ie'em Zeitpunkte bei vtvtN HvUNg VVk dkk RepMAÜVNs-
Nr. 218 Marburg ll, L, Mittwoch, dm 17. September l.
OöecheWche Jettun
#e .rOberhesiische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 2 Mark ausschließlich Zustellungsge- h»hr. Durch die Post 2,2s Mt — Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Lreignifle kein Ersatz. — Betlaa »o«Dt.C.Hitzeroth.— DtuckdetUniv.-Buchdtucket«ivon Iah. Aug. Koch, Markt 21/23. — Fetnspt. 55, Posts checkkonto: Rt.501s Amt Ftankfuti a. Main.
hat darf höchstens Skeptiker, aber nicht Zyniker fern. Mit der schönsten moralischen Entrüstung seiner Mitbürger und gar seiner^ „Eenosien" Schindluder z« tiei» ben; nein, Herr Leinett, das geht zu weitl Und wisien Sie denn ganz genau, datz Ihnen nun jeder auf» Wort glaubt — datz nicht doch etwas hängen bleibt?..
Hannover, 16. Sept. Wie hiesige Blätter mel-
Aus »em besetlen Gebiet
SJi a i n z, 16. Sept. Der Sonderberichterstatter bes „Echo bu Rhin" melbet aus Do11mund, datz bie Zollbeamten bes Dortmunder Postens mit Ausnahme bei Mitgliebei bei Zentialleitung, bie bie Büchet abzuschlietzen haben, am Samstag Dortmund vetlassen haben.
fk. Oberhausen, 17. Sept. Wie die Dlätter
E e n f, 16. Sept, lieber die weitere Entwicklung der non dem Unterausschutz des dritten Versammlungs- ausschusies, dem sogenannten Zwölferkomitee, zur Beratung stehenden Schieds- und Sanktionsfragen erfährt man noch: Die, Einigungsformel, die zunächst nur eine englisch-französische Verständigung bedeutet, ist nunmehr m den Beratungen des Komitees im allgemeinen intcrPltionalen Sinne zu erweitern. Dabei wttd es sich in erster Linie darum bandeln, die Mitarbeit der Staaten, die sich nicht zu militärischen Sanktionen ent» schließen könne, wie der nordischen Staaten, zu sichern nnb eine Formel für ihre anderweitige Beteiligung an den Zwangsmabnabmen gegen den Angreiferstaat aufzustellen. Aus dem Verlauf der heutigen Beratungen des Zwölferkomitees hofft-man in etwa 6 Tagen dem Vollausschuß ein vollständiges Projekt unterbreiten zu können, über desien Form beute verlautet, daß es als Resolution der Versammlung gedacht ist, aber durch! einen Schlußartikel den Eharakter eines Protokolls erhält, das allen Staaten zur Unterzeichnung offen steht. Es wird darauf hingewiesen, daß auch die englisch- französische Vereinbarung von gestern nur insofern bindende Kraft habe, als sie in einem derartigen allgemeinen Abkommen Platz finde, sodaß nicht von einem englisch-französischen Pakt die Rede sein könne. Von ftanzösischer Seite wird den Gerüchten entgegengetreten, daß auf englischer Seite noch Schwierigkeiten in der Sanktionsfrage bestehen. Man betont, datz die gesttigen Abmachungen gerade die englische Mitwirkung im Kriegsfälle in für Frankreich zufriedenstellender Weise gelöst hätten.
Gens, 16. Sept. Zu der Verständigung zwischen den französischen und den englischen Delegierten über das Schiedsverfahren und die Sicherheit erklärt das Journal de Geneve, daß die englischen Bedenken hinsichtlich deS Prisen- rechts zerstreut werden konnten. Auch die ttalienische Delegation, die das obligatorische Schiedsverfahren nur ür Verträge juristischen Charakters anerkennen wollte ock einen Tell ihrer Bedenken aufgegeben haben.
Rach einer Information der „Gazette d e Lau- a n n e scheint England geneigt zu sein, im Ernst- lau ferne Flotte dem Rat zur Verfügung zu stellen, von französischer Seile eine ähnliche Ver-I pslichtung hinsichtlich seiner Land- und Luftstre it-I kräft eingegangen würde.
Berlin, 16. Sept. Zu der gestrigen offiziösen SHtetlung, dah in der Kriegsschuldfrage und | k der Frage des Völkerbundes eine entschei- s »ende Kabinettssitzung am 23. September stattfinden •wr&e, bemerkt die .Seit“, das Organ des Reichs- I ;«ßenministers Dr. Stresemann: Schon jetzt dürfen litt als feststehend betrachten, daß daS Kabinett in der Wage der Stellung Deutschlands zum Völkerbund den s Standpunkt eingenommen hat, der bisher stets von »er Regierung eingenommen wurde. Danach ist bie Wgierung sich bei der großen Wichtigkeit der von dem SEIIerbutSe zu erörternden Fragen Wohl bewußt, daß »ie Mitwirkung im Völkerbünde für die deutschen Qetereffen von großer Bedeutung sein kann. Eie Mt aber daran fest, daß der Eintritt Deutsch- : lenbs von der Erfüllung von Doraus- I^tzungen abhängig ist, nämllch davon, daß man Deutschland die Stellung als gleichberechtigte^ Großmacht sichert, und daß man unter keinen Um- l | rndlden an Deutschland die .Forderung stellt, eine
Erneute Anerkennung de» Versailler ® 111 r a g e 8 und der Krie gsschuldlüg e zu «ernehmen. Zur Frage der Notifizierung der Ariegs- Gulderklärung sagt das Blatt: Aachdem die Rotifi-1 : ^rung nicht im Zusammenhänge mit ben Londoner Ab-
•o^v.ngen erfolgt ist, muß sie in Verbindung mit I •»em anderen tatsächlichen Anlaß geschehen, wobei es l nur um eine absehbare Frist handeln kann.
i ft. Berlin, 17. Sept. Der Bezirksverband Groß»! ; ■Ottlin der sozialdemokratischen Partei veranstaltete I
•Sern abend in Groß-Berlin 17 Versammlungen, die I r* mit dem Thema: die Partei zur Londoner Konferenz I die Verteilung der Lasten beschäftigte.
J [ . Oi; einer dieser Versammlungen in I l I *» Aanehnstraße kam es zwischen Sozialdemo- r.nb Kommunisten zu einer Schlägerei, in Verlauf 15 Personen mehr oder weniger
*»>ei verletzt wurden. Ein großes Aufgebot von ^''tzvrlizei räumte schließlich den Saal und n.chm mehrere Personen fest.
bund beziehen. Wir wissen nicht, ob die Aeutze- i rungen Lord Parmoors tatsächlich gefallen und von ! dem sozialdemokratischen Parlamentsdienst richttg wiedergegeben sind. TatsSchllch hat aber Lord Parmoor anläßlich der Anwesenheit des Reichskanzlers, des Außenministers und des Finanzministers Dr. Luther am 10. August in Henley mit keinem deutschen Delegierten über die Frag edes Einttitts Deutschlands in den Völker- Hund gesprochen.
Der „Vorwärts" berichtete, dah schon während der Londoner Konferenz zwischen Stresemann und Lord Parmoor der Einttitt Deutschlands in den Völkerbund besprochen worden sei. Bekanntlich hatte man es deutscherseits geradezu merkwürdig gefunden, daß dies nicht geschehen war.
fl. Berlin, 17. Sept. Reichskanzler Marx ist in Sigmaringen eingettoffen, um dort den Rest seines Arlaubs zu verleben. Wahrscheinlich wird, dem „Berliner Tageblatt" zufolge, der Reichsaußenminister Stresemann heute abend nach Bad Wildlingen abreisen. Die Minister werden sämtlich bis zum 23. September nach Berlin zurückqe- kehtt sein.