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man sich in Frankreich einig erklären wollte mit denjenigen, die in Frankreich die Handlanger unsauberer Geschäfte und des Verbrechens gewesen seien. Der Vertrag von Versailles, der Abkömmling des Frankfurter Vertrags, sei nichts anderes als die lächerliche Urkunde der Sieger in einem Kriege, wo es außer den internationalen Siegern nur Besiegte gegeben habe. Es gelte nicht nur die historische Literatur bei vergangenen zehn Zahre ans Licht zu ziehen, man müsse die Geschichte der kommenden Zahre selbst auf neuem Grund ausbauen. 1
Verlauf nehmen, so wird Young vermutlich erst zusammen mit Gilbert, dem ständigen Reparationsagenten, nach Berlin zurückkehren. Dawes ist tu Berlin geblieben. Das Büro Youngs setzt seine Arbeiten ohne Unterbrechung fort.
Paris, 13. Sept. Wie Havas meldet, wird Generalagent Oven Young morgen in Paris erwartet. Die Reparationskommission wird zweifellos in der nächsten Woche eine gewisse Anzahl von Persönlichkeiten bestimmen, die in den verschiedenen Kommissionen, die gebildet werden, zu tun haben werden. Ferner wird sie verschiedene Beschlüsse über die Durchführung des Sachverständigenplans fassen.
Deutschland könne sich jedoch der Verantwortung nicht entledigen für die Art und Werse, tote es nach der Kriegserklärung selbst den Krieg geführt habe. Nichts werde die Ver"
Die Gruppen, die zu einem raschen Mieberzu- fmnmentritt des Reichstages zur Lösung der oben «rschriebenen Frage drängen, tun das natürlich «ch aus ganz verschiedenen Motiven. Die Svzi.il- fcmof raten insbesondere scheinen entschlossen zu Mn, den Reichstag bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit zur Auflösung zu bringen. Tatsächlich »gen eine ganze Reihe von Anzeichen dafür vor, b-h der demnächst wieder zusammentretende Reichs- vor die große Entscheidung gestellt werden ftll, ob er noch weiterhin arbeitsfähig ist, ob er Wsbesondere die politischen und parlamentarischen Grundlagen besitzt, um nun auch die jüngst vom Reichstage beschlossenen Gesetze zur Ausführung fcr Londoner Vereinbarungen gemäß der bisher «geschlagenen außenpolitischen Linie durchzu- ►fcen.
- Die Parteien als solche haben zu all diesen Fra- Dm noch keine Stellung genommen. Indessen ist Ne Bewegung hinter den Kulissen umso stärker, man darf wohl auch gewichtige Entscheidun- Dm in dem Augenblick erwarten, in dem Reichs- hnjler und Reichsaußenminister, deren Rück- Nnft für Anfang der nächsten Woche erwartet *d>, Zu den oben berührten Problemen Stellung Dmommen haben. Von der Entscheidung der bann «Azuhaltenden Kabinettssitzung wird ebenfalls sehr diel für die Weiterentwicklung der Dinge abhängen.
Eine zweite weit stärkere Krisis ist in Berlin ktent geworden durch das Hervortreten eines Ge- -cniatzes Marx-Stresemann. Die Aeuherungen Sttefemanns über die schwebenden politischen Fratzen könne«, nur den Erfolg haben, daß die innen- politische Diskussion nunmehr stärker und schärfer Msetzt und die Frage der Umbildung der Regie- «ng, die Bildung eines Dürgerblocks nunmehr so forciert wird, daß ein Zusammentritt des Deichs-- NgeS bereits die allen Absichten der Deutschnatio- Halcn in Erfüllung gehen lassen kann. Bemerkenswert dabei ist, daß die Deutschnativnalen bisher tzrgen den Reichskanzler Dr. Marx wenig einzn- wenken hatten, daß dagegen Dr. Marr sich bereit lägt. mehr den sozialdemokratischen Forderungen
Die Reichsregierung gibt der Erwartung Ausdruck, daß die gesamte Privatwirtschaft durch Senkung des Preisniveaus und die öffentliche Wirt-
ein Recht auf Verträge in dem Augenblicke, wo Konsolidierung beginne. Unglaublich verzögere die Gefangenenbefreiung und die Amnestie.
Reichskanzler Dr. Marx wieder in Berlin.
st. Berlin, 15. Sept. Reichskanzler Marx ist wieder in Berlin eingetroffen.
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Die Deutschland-Anleihe.
Nach unwidersprochenen Mitteilungen hat Frankreich sich zur Beteiligung an der 800 Millionen-An- leihe entschlossen. Es ist das erste Mal seit 1871, daß Frankreich eine deutsche Anleihe zeichnet. Der Uebernahme-Vetrag beläuft sich auf 40 Millionen. Nun erfährt man, daß die Verlängerung des amerikanischen Kredits zum Zwecke der Frankenstützung nur unter der Bedingung erfolgt sei, daß Frankreich diese Anleihebeteiligung vollzieht.
Im übrigen wird die Verteilung der Anleih- stch ungefähr wie folgt vollziehen: Amerika wird etwa 400 Millionen, England etwa 200 Millionen, Frankreich 40 Millionen übernehmen und der Rest wird auf die übrigen Staaten verteilt.
Nach amerikanischen Mitteilungen haben di« amerikanischen Finanzleute Frankreich und Belgien wissen lassen, daß die Erschließung bet großen 800 Millionen-Reparations-Anleihe, bet sogenannten Deutschlanb-Anleihe, nicht eher in Frage kommen würbe, als bis bezüglich bet Ruhrräumung volle Klarheit herrsche. Die Bankleute verla tgen 'üt sich eine französisch-belgische Garantie, das, die Räumung der Ruht in allen Teilen spätestem bis zu dem zugesagten Termin vollständig er» olgt sei.
Die deutsch-belgischen Berhandlungen.
W. T. B. meldet:
Sir innnvellMk Mr.
% Wird aufgelöst? — Marx und Stresemann.
Wie man uns aus dem Reichst rg mitteilt, ist in verschiedenen Parteien eine sehr starke Bewegung vorhanden, bcn Zusammentritt des Reichst igeS zu tefchleunigen. Man verweist in diesen Kreisen aus Re brennenden außen- unS" innenpolitischen Fratzen, die der raschen Klärung und Lösung harren. Bo wird tontet anderen geltend gemacht, daß der Reichstag selber wegen der Rottfizierung der Lriegsschulderflärung sich äußern müsse, daß zweitens der Reichstag vor die Frage gestellt werden fDÜ, ob Deutschland jetzt den Anttag zur Auf- Lhme in den Völkerbund stellen soll, und endlich vielt innerpolitisch die Frage der Ambildung der Regierung die bedeutsamste Rolle. Man braucht «r an das Stichwort: Bürgerblock zu erinnern, sm zu erkennen, welches Problem hier in Rede steht.
2. Zur Erleichterung der Gelbverfen- d u n g wird vom Reichspostminister dem Verwaltungsrat der Aeichspost noch in diesem Monat eine Vorlage zur Ermäßigung der Postanweifungs- und Postscheckgebühren zugehen.
3- Die Kohlenpreise werden folgendermaßen ermäßigt: Steinkohlen aus Rieder- und Oberschlesien erfahren ab 18. Sept, eine durchschnittliche Ermähi- von 10 Prozent gegenüber den vom Reichskohlenverband veröffentlichten Preisen. Sobald die Frage der Shn» | dikatserneuerung geklärt ist, wird eine Ermäßigung auf mindstens 10 Prozent für die Ruhrkohle erfolgen.
4. Auf dem Gebiete des Bankwesens:
I al Die Reichsbank wird das Diskontierungs-Gesamtkontingent zunächst um 10 Prozent erhöhen. Sie wird die zulässige Laufzeit von Wechseln bei der Aeichs- bank für reine Warenwechsel auf 3 Monate ausdehnen. Sie wird fortan Bankakzepte vorbehaltlich einer Vereinbarung über die von den Banken zu berechnenden Akzeptprovisionen wieder diskontieren.
b) Auf die Bankvereinigungen wird hinsichtlich I der Zinsgewährung für hereinkominende Gelder und Spareinlagen hingewirkt werden, die normalen Kredit- Provisionen innezuhalten. Zur Vermeidung unproduktiver Arbeiten bei den Danken sollen die zahlreichen Devisenvorschriften bis auf ganz geringe Teile Wegfällen.
5. Die Umsatzsteuer und diejenigen Teile der Kapitals- und Verkehrssteuern, die mit der Kapitalsbeschaffung für die Wirtschaft im Züsammenhang stehen, sollen ermäßigt werden. Die Umsatzsteuer wird mit Wirkuns vom L Oktober 1924 von 2*/2 auf 2 Proz. herabgesetzt werden. Von den Kapitalverkehrssteuern wird auf dem Gebiete der Sefelllchaftssteuer und der Wertpapiersteuer ebenfalls vom 1. Oktober 1924 ab eine Senkung eintreten. Der Lollvorlage, die dem Reichstag vorliegt, soll jedoch durch die Herabsetzung der Umsatzsteuer nicht totgegriffen werden.
Die steuerlichen Maßnahmen erfolgen angesichts der Dringlichkeit durch Verordnung des AeichSpräsi- deuten.
, lieber die PreiSabbauakttvn hat bet Finanzmj» 1 nistet Dr. Luther einem Vertreter des W.T.B^ ' noch Erklärungen abgegeben, nach denen er sich
»keine Wunderwirkungen verspricht". Di« Zeit der Jllussipnen ist vorbei. \
Jetzt muß bi« zähe, mühsame Wiebetattfbauarbett
beginnen.
Diese Wiederaufbauarbeit wird zweifellos all» mählich Früchte tragen, und zwar bauet» haste Früchte. Die Leute steilich, bi« zu meinen schienen, nach Annahme bet Gesetze über bas Son» bonet Abkommen werde bei uns sozusagen über Nacht eits, riesiger wirtschaftlicher Ausschwung einsetzen, waten ebenso Illusionisten wie die anderen, die glaubten, wir hätten unser Leben als Wirtschaft und Volk aufrecherthalten können, wenn wir das Londoner Abkommen ablehnten."
Die Rentenmark sei eine Notmaßnahme gewesen. Jetzt werde man in der Goldwährung wieder eineWährung erhalten, die di« internationale Währungssprache spricht. Die Rentenmark war für die Zwischenzeit die denkbar beste Lösung und wird vor jedem objektiven geschichtlichen Urteil bestehen. Für den eigentlichen Wiederaufbau aber brauchen wir die Goldgrundlage. Im ganzen öffentlichen Leben muß der Grundsatz größter Sparsamkeit gelten. Wir müssen den Zahlentaumel bet Inflation nun endlich hinter uns lassen. Es mutz in der ganzen Wirtschaft wieder heißen: „Großer Umsatz, kleiner Nutzen."
Sollten etwa auch jetzt noch Zwischenglieder des Wirtschaftslebens die Preise festhalten, statt die Borteile der Preissenkung dem Verbraucher znzn» «hrem, |e würbe das sehr bedenkliche Folgen zeitigen.
Auch die Reichsregierung selbst wird, sobald nur irgend möglich, alle noch sonst erforderlichen Schritte tun. Besonders im Steuerwesen wird der Reichsfinanzminister dem Reichstag Gesetze vor» egen, die eine neue Durchbildung des Steuerwesens tn Reich, Ländern und Gemeinden bezwecken und versuchen, die schwere Steuerbelastung, die unser Volk trotz seiner Armut tragen muß, so gerecht und o wenig wirtschaftshemmend wie möglich zu verteilen und dadurch so leicht wie möglich zu machen.
Berlin, 14. Sept. Die »Germania" bringt eine Meldung aus Köln, in der mitgeteilt wird, daß der erweiterte Ausschuß der Kölner Zentrumspartei gestern eine Entschließung angenommen habe, in der dem Reichskanzler für seine erfolgreiche Politik das Vertrauen ausgesprochen und die deutschnattonale Forderung auf Rücktritt des Reichskanzlers zurückgewiesen wird.
Berlin, 14. Sept. Wie der »Lokalanzeiger" meldet, ist Reichsinnenministet Jarres in Köln eingetroffen. Er hat bei der Jahresversammlung der
Vereinigung Kölner Industrieller eine Rede gehalten, in der er die Londoner Entscheidung als sehr bitter für die Regierung bezeichnete. Die Industrie
BerHn, 12. Sept. Die Reichsregierung wird, wie wir bereits gestern mitteilen konnten, um die durch das Londoner Abkommen dem deutschen Volke erwachsenden Lasten möglichst tragbar zu machen, und alle Voraussetzungen für den Wiederaufbau bet Wirtschaft zu schaffen, eine Reihe ton Wirtschafluchen und steuerlichen Maßnahmen treffen. Im ein» achten wird folgendes veranlaßt werden:
1. Die Frachten der Aormalklassen der Gütertarife, die Sätze des Tiertarifs, die Fracht des allgemeinen Kohlenausnahmetarifs werden vom 18. Sept, ab um 10 Prozent ermäßigt. Der Gewichtszuschlag für die Beförderung mit gedeckten Wagen wird von 10 au 5 Prozent herabgesetzt.
Mzuneigen, während Sttesemann sich unverhohlen dem Standpunkt der Deutschnationalen zuneigt und ksvkoedessen gerade er, der wiederholt den Sturm in Deutschnationalen abwehren mußte, der Der- kmiem-mann dieser Partei zu werden scheint. Je- btnkalis hat er, noch ehe die Regierung sich ■ it den beiden wichtigen Angelegen- R«ilen beschäftigte, d:m R g'enng beschluh ^gegriffen und seinen Standpunkt so klar und «lttlich zum Ausdruck gebracht, daß Deutschland ° der Kriegsschuldfrage erst eine Klärung herbei- Wien müsse, um dann zu entscheiden, ob es den «Nttitt in den Völkerbund vollziehen solle. Stresc- Wenn ist der Auffassung, daß das Völkerbunds- ßctut. von den Siegerstaaten geschafft, für Deutsch- «>d verschiedene Fußangeln besitzt und durchaus •4>t die Freiheiten und dl« Berechttgungen gibt, ** es verlangen müsse als gleichberechtigtes Wit- Mied im Völkerbund. Man wird, aus den Aeuße- ^>gen StresemannS zu schließen, annehmen bür» F daß im Kabinett selbst Schwierigkeiten bei
Beratung dieser Angelegenheit entstehen und «lleicht sogar aus dem Kabinett heraus die Re- «rungskrise gefördert wirb, die selbstverständlich ^den Parteien sehr gern ausgenommen werden jnte. Ob Marx oder Stresemann bei der Reu» M>«ng der Regierung im Oktober eine Rosse spie» 2» läßt sich noch nicht übersehen, denn es steht r? "icht fest, wie sich Zentrum und Demokraten galten werden. Die Deutsche Dvlkspartei wird Unfalls Stresemann decken und bamtt die Rei» ”9 geigen, mit den Deutschnationalen zusam-
M gehen. Es wird eingehender Derhandlun» ^Erfen. um die Stellung des Zentrums und .Demokraten zu klären, denn eine Regierungs- dk eine Teilung der bürgerlichen Parteien Ur ivürde umfo schwerer eine Lösung erwarten h hu lveder nach links ober nach rechts ^esem Falle Mehrheiten «Iden Kissen und die let S^öen Bürgerblock zustande zu bringen, an let Artek wiederum, die einen Strich innerhalb K bürgerlichen Parteien zieht, scheitern läßt.
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Sie Tätigkeit Aoungs.
Berljn, 13. Sept. Zu der Reise des Generalagenten für Reparationszahlungen y o u n g, machte der Sekretär young's dem «j Dom Wolffbüro folgende Mitteilungen: «et (Eintreffen Youngs in Berlin ging seine Absicht dahin, etwa zehn bis vierzehn Tage in Berlin zu rletbe^ um wuh^nb bicfet Zeit bie organisatori- Wn Voraussetzungen für bie Einrichtung seines Büros zu stubieren. Nach Ablauf dieser Zeit wollte er sich mit fünf neuen Kommissaren der Repara- ttonskommission in Paris treffen, um ihnen über bie in Berlin erhaltenen Eindrücke zu berichten und wettere Pläne mit ihnen zu besprechen. Die Einhaltung dieses Programms hing von den Eindrücken ab, die er hier beim Beginn seiner Arbeit empfing, -weine heutige Abreise nach Paris ist demnach ein Zeichen dafür, daß er mit dem Verlauf seiner hiefi- gen Tätigkeit zufrieden ist. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ,st vorläufig noch nicht bekannt. Wenn die Besprechungen mit den Kommissaren der Reparationskommission in Paris den erhofften glatten
Der königlich-belgifche Gesandte in Berlin Graf della Faille de Leverghen, hatte den Reichsminister des Auswärtigen Dr. Strese, ui a n n zu einem Frühstück eingeladen, um ihn mit den Herren der inzwischen in Berlin eingetroffene« belgischen Delegation für die bevorstehenden Wirtschaftverhansdlungen bekannt zu mache«. Reden den Mitgliedern der belgischen Delegation,
iide" Nationalisten vtluunu ues Preisniveaus uno me öffentliche Wirt "ei? von Abenteuer stur- schäft durch Herabsetzung der Werkstarife bem Weg-
dem Deutschland keinen moralischen »ober der Regierung folgen werden.
politischen Gewinn erwarten konnte. Was nun auch die Reichsregierung tun mag, man wirb ihr nicht gestatten, eine neue internationale Debatte über Setzung der belgischen und der luxemburgischen Neu- die Verantwortung am Kriege zu entfesseln. Die tralität rechtfertigen. Allerdings habe auch der offizielle Notifizierung der deutschen Erklärung französische Eeneralstabschef, General Buat, be- kann keinen anderen Erfolg haben, als eine strenge reits vor dem Kriege in feinem berühmten Buche Zurückweisung, ober es könnte auch bet Fall sein, I erklärt: „Die Deutschen wissen wohl, baß wir durch daß man mit verächtlichem Stillschweigen über ein die Neutralität Belgiens ebensowenig wie sie selbst berartig bebentungsloses Handeln hinweggehe, Zurückgehalten werden könnten." König Albers Wenn bie „Vossische Zeitung" erkläre, daß nur eine habe im Mai 1914 bem brutschen Militärattache objektive historische Prüfung bet Schuldfrage die anvertraut, daß er die französische Gefahr verdichtete Atmosphäre reinigen könnte, täusche sie . e größere halte. Doch sei das keine Ent- sich. Diese Frage ist endgültig durch den Versailler 'chulmgung für Deutschland. Wohl habe auch die Vertrag entschieden. Der „Temps" polemisiert gegen englische Zeitschrift „The Engineer" am 25. Sept, di« „Zeit", die gewagt habe (!), zu schreiben, ^14 geschrieben: „Das beste Mittel, sich der dent- „daß die Franzosen sich an den Gedanken gewöhnen schEN Konkurrrenz zu entledigen, wäre ein Einmüssen, daß es sich bei der Schnldfrage nicht mehr marsch, der begleitet sein müßte von der überlegten um eine endgültig aufgeklärte Frage, sondern erst organisierten Zerstörung aller bedeutenden um den Anfang eines Prozesses auf bem Pyriten und ihrer Maschinen." Dadurch würde Forum der öffentlichen Meinung handelt, der durch Hlbt!$ b,eJJrtJ?er deutschen Kriegführung in keiner die Freisprechung Deutschlands enden müsse." Weise entschuldigt, ebensowenig wie die Zerstörung
And-,-«- dnr, „ich, --„ch»i-g-„ werden, b«6 “S> *«. /«">*«!»<
auch in Frankreich die Wabrbeit marfwiert Rn der oefonders mitschuldig am Kriege wer-
„Ere Nouoelle" verweist Ma rg'u er i/te auf den ^^ritte bezeichnet: Poincar^,
General Per ci n, auf George Poncot GeorgeI ^e„ranb unb DelcassL Was die Schuld am Piochi und einige andere, bereit Reihen', wie er Staate n^erkllen • "7" ar aJ1 e W. anwachsen werden. Er verweist auf die in den „A“ VritoSörnn? & fe‘^ 31 1 e ü
Dokumenten, hauptsächlich in bet Aktenver- die volle V7rantmori»nn ° be Deutschland offentlichung des deutschen Auswät->b'° ^e Verantwortung.
11 g en Amts, niebergelegten Tatsachen und auf de» Briefwechsel Iswolskis. Da weder Poincar^ noch Clemenceau Frankreich seien, könne wohl betont und behauptet werden, daß Frankreich völlig unschuldig sei. Aber die Wahrheit müsse heraus. Das unschuldige aber betrogene Frankreich könne morgen schuldig und noch tödlicher getroffen werden, als es bereits getroffen sei, wenn
Marborg a. 8, Mvolag, dm 15. September 59. aahm. io«
SbecheWche Zeitung
Welger für As Mer kurbMche) Sderßessen - Amtliches Berklm-tgungsbiatt des «reifes Marburg
Hindenburg, 14. Sept. Wie wir erfahren, hat hier ein von oppositionellen Ortsgruppen der S. P. D. Oberschlefiens und der Kommunistischen Partei gemeinsam veranstalteter Parteitag stattgefunden, auf dem auf Grund einer einstimmig angenommenen Re- folutton, bie sich im wesentlichen gegen das Dawesgutachten richtet, der Zusammenschluß von 21 Ortsgruppen der S. P. D. mit der K. P. D. beschlossen sein soll.
Berlin, 14. Sept. Der „Vorwärts" druckt eine von Professor Hans Delbrück, Graf Max Montgelas und Dr. Paul Rohrbach unter« zeichnete Erklärung ,411m Kampf gegen die Kriegs- chuldlüge" ab, in welcher als bester Weg zur Wahrheit eine wissenschaftliche Diskussion bezeichnet wird. Ein Antrag auf Eintritt in den Völkerbund würde I Deutschland nur stellen, nachdem es seine Auffassung zur Kriegsschuldfrage den Mächten amtlich zur Kenntnis gebracht habe. Die Unterzeichneten er-I klärten sich in der Lage, folgendes unter Beweis zu teilen:
1. Deutschland war 1914 nicht in dem Maße, wie eine Volks- und Wirtschaftskräfte es erlaubt hatten, gerüstet gewesen.
2. Die russische und französische Regierung waren üum Kriege entschlossen, bevor Deutschland zum Krieg auch nur mobilisiert hatte.
3. Die angebliche Zurückziehung der,französischen! Truppen, 10 Kilometer von bet Grenze, hatte lediglich den Zweck, Deutschland in die Rolle des Angreifers zu versetzen, nicht aber den Zweck, den Krieg zu vermeiden. ,
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Frankreich an» die Wadchett la ter Kriegsschnidfrase.
3u ber Kriegsschulbfrage schreibt bet „Temps": I
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