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Marburg a. L, Donnerstag, den 11. Septen
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begrüßt worden. Die tiefste Enttäufchung würde
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Sie Stimmungsmache In Senf.
Gewissermaßen wurde die deutsche Oeffentlich- feit plötzlich durch Meldungen, vornehmlich aus dem Auslande, überrascht, die die Kriegsschuld» frage mit dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund in Zusammenhang brachten und die Stirn» MUNgSmache dahin zu machen suchten, daß die von . Deutschland beabsichtigte offizielle Erklärung in der Kriegsschuldfrage unterbleiben solle, um den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund desto reibungsloser zu gestalten. Selbst unterrichtete Kreise st, Berlin waren auf diese plötzlichen Meldungen nicht vorbereitet und vom Auswärtigen Amt konnte I »an ebensowenig über die Haltung der Regierung erfahren, wie von kompetenten Regierungspersonen selbst. Die Regierung befindet sich mehr oder minder nicht in Berlin, vor allem die Verantwortlichen, kompetenten Persönlichkeiten und so war eS möglich^ daß ohne Dementi die Gerüchte eine Stimmung verursachten, die die Haltung der deutschen Regierung ganz falsch dorstellten. Man las, der Reichskanzler hätte an Herriot geschrieben, umgekehrt Herriot an I ben Reichskanzler, man hörte von diplomatischen Bemühungen Englands und Frankreichs in Berlin »nd jetzt stellt sich heraus, daß es sich hier um rine Stimmungsmache pazifistischer Kreise handelt, die in Genf Vertreter unterhielten, die nicht «ir, wie jetzt festgestellt wurde, um Herriot und Mac Donald herumstrichen, sondern auch ihre Hand dazu boten, die deutsche Regierung und vor allem die deutsche Oeffentlichkeit zu überrumpeln und fiel einer Frage von eminent großer Wichtigkeit zul Bbo'. raschen.
Der Präsident der Versammlung wies bei der Ankündigung, daß für die allgemeine Aussprache leine Redner mehr eingeschrieben seien und baß damit die Generaldebatte geschlossen sei. darauf hin,
nach seiner Ansicht die Kassen Frankreichs und Belgiens nicht füllen werden. Trotz b« Kritik an der Rebelust der Versammlung erklärt« Fan Rvli ben Völkerbund für durchaus notwendig, da er ein Friedensshmbvl gegenüber dem Militarismus darstelle, wobei er die Aniversalitüt beS Völkerbundes als Endziel bezeichnete, Hrtugia (Eolum- &ien) stimmte, wie zuvor Louden, ben Ausführungen von Pvlitts über die Korfu-Angelegenheit zu und forderte, daß «nftig all« Fragen über die Ausle- gung des Völkerbund Paktes dem ständigen internattonalen Gerichtshof überwiesen werden, mit dessen universeller Autorität sich keine Instanz, auch nicht die Mitglieder irgend eines vom Rate ernannten Iuristenkvmitees messen könne. Der Döl- kerbundSpakt sei ein internationaler öffentlicher Vertrag und es sei notwendig, daß DölkerbunbSrat und Dölkerbundsversammlung sich in ben Grenzen d?r I i&nen verfassungsmäßig zuflehenden Befugnisse halten . -
. Genf. 10. Sept. Der bulgarische Außen- Minister und Delegierte der Völkerbundsversammlung, Kalfoff, richtete an die Versammlung ein Schreiben, in dem er gegenüber den Aeuhekungen der griechischen Regierung und ihrer Rote über den Garant! «Pakts en Iw urf feststellt, daß Bul- garien alle Wilitärklauseln des Friedensvertrages von Deuillh loyal und vollständig durchgeführt hat.
„Herr Abgeordneter Loebe hat vom Herrn Außenminister gefordert, sofort den Antrag traf Aufnahme Deutschlands in ben Völkerbund zu stellen. Die deutschen Anhänger de»
I -n-r? etn f 3” der heutigen Debatte der
Dölkerbundsversammlung wies Präsident Hymans die gestrigen Ausführungen des ungarischen Delegier- I des Grafen Aponhi, über den ungenügenden Schutz der Minderheiten durch den Völker- bundsrat als ungerechtfertigt zurück. Der Dölker- I bundsrat könne von den bestehenden Verträgen nicht abweichen und er habe auch stets die ihm unterbreiteten Beschwerden gewissenhaft geprüft; trotz allem guten Willen sei es aber nicht immer anders möglich gewesen, als mit größter Vorsicht vorzngehen, da die Stellung des Rates in Minderheitsfragen eine äußerst heikle sei zwischen den nationalen Forderungen der Minderheit und der ständigen Sorge der Regierungen, I daß ihre Souveränität angetastet werden könne.
Genf, 10. Sept. In der heutigen Vormittags-1 sihung der Dölkerbundsversammlung erschien der österreichische Bundeskanzler Dr. Seipel, um wäh- I rend seines hiesigen Aufenthaltes als erster österreichischer Delegierter an der Tagung teilzunehmen. Er wurde von Vielen umringt und zu seiner Wiederherstellung herzlich beglückwünscht. Der Präsident der Versammlung, Motta, begrüßte ihn mit einer kurzen | Ansprache und sprach im Ramen der Versammlung die I Freude über das Mißlingen des Attentats und über | daS Wiedererscheinen Dr. Seipels in Genf aus; er gab I ferner der Hoffnung Ausdruck, daß der Bundeskanzler noch lange feinem Lande aus dem Gebiete des Wieder-I aufbaues dienen könne, deren wichtigster Vorkämpfer! er sei. Die Versammlung spendete diesen Worten | lebhaften Beifall, während der Bundeskanzler sich I öon seinem Sitz erhob und sich dankend verneigte.
Pari«, 10. Sept. Die Rede des Grafen! Rponhi in der gestrigen DölkerbundSver- sammlung findet in der Presse lebhafte Beachtung. ~,e Sonderberichterstatter der Blätter weisen darauf wn, daß diese Erklärungen im ersten Augenblick bei den Vertretern der Kleinen Sntente Aufregung her- bm9tlrU<LeR hätten. Graf Aponhi, so schreibt der »jPettt Parisi en', macht dem Friedensvertrag den Pro- zev- — Die „Qanterne" sagt,. Graf Aponhi verlange/ ganz einfach die Beseitigung des Friedensvertrages von Trianon. — Im „Matin" heißt es, ohne eS zu ahnen, habe der ungarische Reaktionär die Rolle eines agent prvvvcateur zu Gunsten des französischen Grundsatzes über die Garantie gegen Angriffe gespielt. Seine Rede habe den Haß gegen ben Sieger und den Protest gegen ben Vertrag von Trianon geatmet, sowie ben beißen Wunsch^ die verlorenen Gebiete wiederzuge-
Aebung den» Ratsbericht zur Kenntnis zu nehmen hat und daß dieser Kenntnisnahme juristisch der
Gemeingefährliche Irr«.
• Lorbeeren, die sich Herr Georg Bernhard in ist h Herriot geholt hat, lassen seinem Vertreter u “ Leitung der .Vofsischen Zeitung", Herrn Man- »fc/’ schlafen. Er bringt an leitender Stelle, Htihrt r*Q nnterm Strich einen Aufsatz de« Voinan-
V*‘?r8. Otto Flake, der an Gemeingefährlichkeit 6ite«rU/’€rtrifft- tvaS die sogenannten Friedensfreunde produziert haben. Die Tante Voß hat sich schon
Men Anfträ'ss von der Regierung erhalten haben, ■ vielmehr im Auftrage i>& deutschen Rc- $avna Regierungsrat PoenSgen in Genf .an» t tosend ist, um gewissermaßen^ wie es bei großen ; ^kiti'chen Vorgängen üblich ist, offizieller AllS- " Archer der Regierung in Genf zu sein und gleich- ■ ^tig Bindeglied zwischen der Konferenz und Der- i m zu sein. Erst jetzt hat sich die Regierung her» ^^t gesehen, das sonderbare Treiben dieser Pazi- Men in Genf zu beleuchten, was übrigens durch *>!chicdene deutsche Journalisten unterstützt wurde, 5* !>ch ebenfalls für befähigt hielten, Privrtpo» zu treiben und den Versuch zu unternehmen,
*n Reichskanzler zu beeinflussen.
Ziehen wir aus diesen Vorgängen die Kvnse- fn ist eS die, daß die Regierung einmal in Z? Kriegsschulbfrage dem gegebenen Versprechen ^8en und zur gegebenen Zeit ba8 offizielle Do» durch die Boffchafter den Mächten über- chrn lassen wird, sodann aber eine klare Schei- ° r.n9 zwischen der Kriegsschuldfrage und der
des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund ^genommen wird.
Genf ,10. Sept. In der heutigen Vormit- tagssitzung der Völkerbundsversammlung wurde die Aussprache über den Ratsbericht beendet. Das Wort ergriffen die Vertreter Bulgariens, EhinaS, Polens, Albaniens, Griechenlands, Hollands und Columbiens. Der bulgarische Delegierte Kalfoff betonte, daß Bulgarien bis über die Grenze des für die innere Ordnung notwendigen Mindestmaßes hinaus abgerüftet habe, und regte den Aus- bau von gemischten Kommissionen in der Art der erfolgreich arbeitenden griechisch-bulgarischen Mission an. Skrzhnski (Polen) begrüßte es, daß die Rede Hhmans die Minderheitenfrage in ihrem wahren Lichte darstellt und teilte mit, daß die I beutich - polnischen Verhandlungen nach dem Schiedsspruch von Käkenbeeks mit dem Abschluß eines Abkommens geendet haben, das vor dem 1. $e?ember 1924 ratifiziert werden soll. Politis (Griechenland) äußerte sich zu dem Abschnitt des Ratsberichts über die Regelung des Korfu-Zwi» schensalls durch den seinerzeft eingesetzten Iuri- stenavSschuß. Er krftifierte die Anklarheit und Elastizität, welch« die Auslegung des Paktes in diesem juristischen Gutachten gefunden hätte, und erklärte baß di« FraZe dadurch nicht endgülttg gelöst fei' Der Rat sei kein Gerichtshof und keine Rechts-' akademie, sondern ein politisches Organ. Er hätte daher die besprochen« Frage dem ständigen Intec» I nationalen Gerichtshof überweisen müssen. Louden (Holland) stimmte den Ausführungen Politis' bei und forderte die Klärung der Frage durch den ersten Ausschuß der Versammlung, der sich mit Rechts- und Verfassungsfragen beschäftigt.
Der albanische Ministerpräftdent Fan Doli, der nach Louden (Holland) das Wort ergreift, gab zu-1 nächst zu, daß der Völkerbund auf dem Balkan dusch die Sicherstellung der Interessen Albaniens wertvolle Arbeit geleistet habe, bedauerte aber,! daß bis heute aus der von Albanien beim Völ-1 kerbund nachgesuchten Anleihe von hundert Millionen noch nichts geworden sei. Er bezeichnete die zahlreichen Reden der Dölkerbundsversammlung über Abrüstung, Sicherheit ufw. als leere Wortes und auch den Dawespran als eine Seifenblase, blei
Für jeden unbefangenen Beobachter stand von Wrn^erein fest, daß hier eine Stimmungsmache vorllegsn müßte, denn die Regierung hat einmal kcm Reichstag gegenüber bereits die Erklärung abgegeben, baß sie zu geeigneter Zeit die Kundgebung in der Krjegsschuldfrage den fremden Re- Perungen unterbreiten werd«. Don dieser Der« fichekung konnte sie nicht einseitig abgehen und »rußte mit einer wachsenden Opposition rechnen, ,«c denn auch, auf die vielen Gerüchte hin, von :,«ut^nationaler Seite sofort einsetzte. Frank- ; leid) kennt die deutsche Erklärung zur Kriegsschuld- j hege aus den Mitteilungen der Reichsregierung zur Denüge, ohne daß sie offiziell in Paris überreicht ... jaaw Deu,mmt,n aHDff
k8 nUt Cin svrmaler Akt, wenn in den Fällen, in denen der Völkerbund Entscheidungen »ese Erklärung durch den deutschen Botschafter zugunsten der Minderheiten gefällt hat, es fei nur an ■ Paris der französischen Regierung überreicht £a8 der deutschen Ansiedler in Polen erinnert, vird. Weshalb von diesem Akt soviel Aufsehens I ®at 6” Dolkerbundsrat feinen Entscheidungen, die noch »macht wird, ist unverständlich. Es hat den An» ? durch den Haager Gerichtshof bekräftigt worden ^die Möglichkeit hat, sich weiterhin in Still- nicht gerade angenehm durchsdie'Re?.'bes^Ach^ schweigen in her Kriegsschuldfrage zu hüllen, selbst Anklägers berührt worden sind, dem die nationalistische wenn das amtliche deutsche Dokument ihr vor- französische Presse in heller Wut einen »Reaktionär" »egen sollte. Außerdem hat die französische Re- und einen »Provokateur" nennt. Wenn die in Genf Wcrung bereits offiziös bekannt gegeben, daß sie ^gelang der Verhältnisse allerdings »Fort-
MÄrrlei Diskussion In dieser Angelegenheit wünsche !jr tt Jnc. £ür^,en di« besiegten Völker durch- 1 — — 7 1 weg »reaktionär" sich einstellen.
| Mehrfach tn der letzten Zeit für eine internationale I Organisation der Kriegsdienstverweigerer — C. O ge- nannt — begeistert, die unter Berufung aus religiöse Aeberzeugungen" den Geist der Wehrhaftigkeit töten n'^r3n t'tefer G- 01 l'eht Otto Flake das Heil Deutschlands; man sammle Zehntausende, Hunderttau- sende von Unterschriften — und es gibt nie wieder Äneg! Daß sich so viele Gläubige für die neue ,Re- hgion“ finden werden, scheint er als selbstverständlich vorauszufehen. Ist eS nicht schamlos, den Drückebergern und Feiglingen ein religiöses Mäntelchen an- zubieten zur Bedeckung ihrer Blöße? Ist es nicht verbrecherisch. eine solche Agitation in dem entwaffneten DeutMand zu derselben Zeit zu beginnen, da in Genf Franzosen und ihre Trabanten unbeirrt an dem ohstem der Militärbündnisse festhalten? Zum Glück hat ia der Dichter der Vossischen keine Ahnung.von dem Geist, der in der deutschen Fugend von heute herrscht. Ober weiß er doch davon? Für alle Fälle hat er noch etn zweites absolut sicher wirkendes Mittel gegen die Kriegskrankheit zur Verfügung. Das sind die giftigen Gase, die durch Bomben auf die Städte lvsgelassen werden. Niemand werde sich dieser Todesart aussetzen wollen; und wenn eine deutsche Regierung es doch auf einen Krieg ankommen lassen sollte, dann würde binnen I 12 Stunden das ganze zunächst bedrohte Westdeutfch-
^fallen. Das wagt Otto Flake zu — - je., uuraur nm,
x -s xä »ä k Axt *rr* Ä£ man ihres Weges ziehen ließ. Wenn sie aber ge-|* & QInna^Ine SUkommt.
meingefährlich werden, muß man sie in Isolierzellen sperren.
Genf, 10. Sept. 3n der dritten Kommission der Völkerbunbsverfammlungl (Düstungsfragent wur- |te ^ute allgemeine Aussprache über die Resolution.--------«ux.u.,. »llvUH„el
2lu« h»m m-if e k t a m Donald fortgesetzt. Lord P arm vor kam Völkerbundes von Versailles vergessen aber bvll-
Aus dem Völkerbund heraus ist eine Rede toiber hierbei in längerer Rede auf das Äntersuchunasreckt kommen inJL • m
den Ängeist gehalten worden, aus dem der Völkerbund des Völkerbundes in Bulgarien, Oesterreich! Ungarn »Tr i »er» n h», t 8 ” St9®
in seiner Genfer Gestalt seine Nahrung zieht. Der und Deutschland und den Abrüstungsplan im allge- 8 g d«r E Nie nteeroberun-
greise ungarische Graf Aponhi hat das ihst, gegebene meinen zu sprechen und sagte dabei folgendes- Ich Z. cm,t fIarer Frontstellung gegen bi« Forum benutzt, um den Widersinn der Friebensregelung bin der Ansicht, baß ein Abrüstungsplan in der Art des ^EUtschen. Wie hat die Hoffnung auf den m 21ittleleurot>a in markanten Beispielen zu kenn- von uns ins Auge gefaßten unvollständig wäre, wenn ®c.nfer Völkerbund betrogen! Ein Einttitt In ben zeichnen. Die Verfälschung des Abrüstungsgedankens Deutschland nicht Mitglied des Völker» Dölkerbund von Versailles wird uns nur in noch m eine Niederhaltung der allein entwaffneten De- bnnbes ist. Durch die Aufnahme würde Deutsch- weitere Abhünoigkeit bringen. ES Hai ännT^r^t4h.ate^aKenIt°frer^en 6i^9er’ bie tin4u' tahb in dem Abrüstungsplan und dem Pakt ferner den Anschein, als wolle man in Genf die do» länglichken des Minderheitenschutzes in den Sieger- vorgesehenen Verpflichtungen unterworfen, wie: Schiebs- Ibnen einqelettete amtliche Aufrolluna der ländern bildeten die Hauptpunkte der unter starker Be- verfahren, Sicherheit und Abrüstung Es würde aber I ? '2°1 ‘U " ,9 be‘
toegung aufgenommenen Rede. Wenn Graf Aponhi auch die Vorteile der anderen Vertragsmächte ® b f "ged e rh i n dern. Ihr Schritt ifl darauf hinweift, daß die Minderheiten nur wenig snießen. Ich weiß nicht, ob es möglich ist! daß Tftutsch- !. deutschen Volk mit höchster Genugtuung
Vertrauen zu erneu Rechtinstanz haben, deren Vertreter I land im Laufe dieser Tagung bet der Ausarbeitung I deArußi worden. Die tiefst« Enttvufchung würde
in, Sager der Gegner fitzen oder doch politisch durch des Abkommens mitwirken kann; aber ich betone daß I ^^en, wenn auf diesem Wege innegehalten würde,
die Gegner gebunden sind, so wird man ihm gerade die englische Delegation, jeden Dor schlag auf so- Denn die erste Voraussetzung des Weltfriedens ist
L xlz'in, besonderem Maße beipslichten. SelbstI forlige.Aufnahme Deutschlands, wie ibn nicht unser Eintritt in den Völkerbund, sondern die
- „ , H , a °! Denn die erste Voraussetzung des Weltfriedens ist fortvgL._Aufnahme Deutschlands, wie ihn nicht unser Eintritt in den Völkerbund, sondern die der britische Premiermiitister gemacht hat, in jeder Vern jchtung der giftigen Lüge von der Weise unterstützen wird. Wenn die Zeit ge- Schuld Deutschlands am Kriege
™ tzdt noch nicht der Fall ist, Daher bitte ich Sie - und ich weiß mich eins
bom Völkerbund von Versailles und auf zum Kamps aeg'n die Schuldlüge von Versailles!
Ameigerfüe (bas srüber kurbessiM) Sberbessen-Amtliches Berkündigunssblatt -es Kreises Marbllra
ebenTo Auskunft durch die lLeschästsstell. und Zusendung der Äu,-.
- Rach dem .Sxcelstor" hat Gras Aponhi eine richtige Anklagerede gegen die Kleine tntent« geholten.
P ar 1 - ,10. Sept. Der Sonberberichterstatter de< ^Scho de Paris" ist der Ansicht, daß die Red« Aponhi» zu denken geben müsse. Der Vertrete« der Budapester Regierung habe iFrankreich den abenteuerlichen Weg gezeigt, auf den man Fftankreich i» Dens drängen wolle, Ss handele sich darum, bi« Unterschiebe zwischen ben Besiegten und den siegreichem Rationen auszulöschen.
t. 101 ®et>t Die deutsche Regierung Ueß sich heute bei der Beerdigung beS hier verstorbenen Präsidenten des deutsch-belgischen Schiedsgerichts und anderer Schiedsgerichte. Pros Moriand, durch Konsul PoenSgen vertreten, der den Hinterbliebenen die Anerkennung und den Dank der deutschen Regierung und der deutschen Staatsvertretung für die großen Verdienste und die Anparteilichkeit de» Verstorbenen in den Schiedsgerichten aussprach.
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.M weg t»m Wkerbmd!"
Freiherr von Serener an kett Reichskanzler.
Der ehemalige Präsident der deutschen Frie- densdelegattvn in Versailles, Freiherr von Lers. ner hat einen offenen Brief an Reichskanz. ler Marx gerichtet, in dem es u. a. heißt:
Freiherr v. Lersnrr.
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Die KmWlimlbaktioli der Regierung.
I Bayerische Volkspartel und Kriegsfchuldlüge.
I M ü n ch e n , 9. Sept. Die Korrespondenz der Bähe» I rischen Volkspartei schreibt zu der nicht erfolgten Erklärung der Reichsregierung gegen Mt IKriegsschuldlüge:
I •'®*e suan die Tatsache auch betrachten mag, sie ist gründlich verfahren, und wenn daS alles wahr
I kst, was über das Verhalten des Herrn von Maltzan gegenüber dem französischen Botschafter und der Partie: Presse bekanntgeworden ist. so muh man sagen, daß das
i A u s w ä-r t i g e Amt wieder einmal redlich dazu beigetragen hat. die Situation so gründlich tote möglich zu verderben. Wie wir wissen, ist
I man in bayerischen Kreisen außerordentlich unangenehm berührt von der durchaus verfehlten Regie, welche die Reichsregierung selbst und ihre Organe diesem offiziellen Dorstöh gegen die >?r:eg=f5vlfr lüge haben angedeihen lassen.
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I Bei den engen Beziehungen der Korresp-m enz der Bayerischen Volkspartei zu der bayerischen Regierung wird man nicht fehlgehen, wenn man in dieser Darlegung einen Ausdruck der Meinung btt bayerischen Regierung selbst erblickt. Zu der Frage, ob Deutschland in den Völkerbund eintreten soll, äußert sich die Korrespondenz der Bayerischen Volkspartei folgendermaßen: Die Voraussetzung dafür ist, nicht nur die Zusicherung eineS ständigen Sitze» I im Völkerbundrat an Deutschland, sondern auch die ! Eröffnung der Aussicht, daß Deutschland allmählich von den Fesseln des Versailler Friedensvertrages befreit wird, die es ihm unmöglich machen, wieder ein lebensfähiger Staat zu werden.
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Sie StrhonMungra In stobst»).
Koblenz, 10. Sept. Gestern trat die deutsch« Delegation mit der Rheinlandkommis, f t o n wieder in Verbindung, um die Verhandlungen, die drei Tage geruht batten, wieder aufzunehmen. In den einzelnen deutschen Unterausschüssen und in der gemeinsamen Delegattonsfitzung wurde über die A m« neftie und Rückkehr der Ausgewiesene, und über die Zoll fragen verhandelt. Gleichzeitig fcknst aU«nrf>etJHr ^?rstsragen eingesetzte Aus.
iil Ven«Änßcn Verhandlungen wird in Rückkehr der Ausgewiesenen die Ent- scheidung erfolgen, -ön den Verhandlungen übet die Personen, die tm Rhein- und Ruhrgebiet als eamte tätig waren und deren Indienststellung von Behörde gewünscht wird, wurde noch kein abschlienendes Urteil erzielt. Heute vormittag wurden die Verhandlungen wegen der Indienststellung der Beamten wieder ausgenommen.
«d führen werde. WeShalb die EnttLstunz plötz- MÄ von Genf über die AuSlandspresfe? Man um» tje Gedankengänge, die die pazifistischen Be- köachter in Genf veranlaßten, die Kriegsschulvftage r Nit dem Einttitt Deutschlands in den Völkerbund Zusammenhang zu bringen, nicht recht verstehen.
«überhaupt scheint die Anwesenheit einiger Privat- Lvsittker in Genf noch genauerer Antersuchungen zu ^dürfen. Wie eS heißt, gibt sich der bekannte ; Dazifist Graf Keßler als offizieller Beobachter '^Genf aus und auch Dr. D r e i t s ch e i d soll eine i «sondere Rolle gespielt haben. Run strht aber
kefl. baß weder Dr. Breitscheid noch Graf Keßftr
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