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Amsiger für (dliZfrübkrkurhtjslscht)Oberheffen-Amtliches Äerkün-isungsblatt-es Kkeisos Marburg

Der schwedische Außenminister Marks von

tete in diesem Zusammenhang der Versammlung

Paris, 8. Sept. Wie das .Journal" aus

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Madrid, 8. Sept Der

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Madrid meldet, hat der allgemeine Aufstand bict <TMÜIliflen **»$*&* ”e* .^l-r Richtung sehr hör ÄWVmn« h, . , T.“111 wesentlich davon cbbanocn, welche Stellung lctztc»

oit Stämme in Marokko, wie em aus Tetuaa ge- LndxZ dir demokratische Partei und die Arbeiiervertn»-

tong, wonach die Reichsregierung sich innerpoli- Ersch in dieser Frage weder nach der einen, noch ted} der anderen Seite gebunden betrachtet. In Xrcifen des Auswärtigen Amtes wird immer wie- kr betont, daß bei dieser Parteipunktdiskussion

gcrer Zeit bat di« Reichstagsfraktion einen taktische» Ausschub eingesetzt, welcher die jeweilige sarla-neiira» rische Lage nach taktischen Gesichtspunkten prüfen soll, um für die Fraktion Richtlinien für ibre Haltung auf» zustellen. Dieser taktische Ausschuß wirb in den «Sch» stcn Tagen wieder rusammentreten, um sich schlüssig za werden, welche Mittel die Reich-tagsiraktion künftig anzuwendeu hat, um der Durchberatung der Zoll« frage auf alle mögliche Weise Abbruch zu tun. Wi» von sozialdemokratischer Seite mitg.reilt wird, «erde»

Hrlei* CftnaiO* nochenZ

Da» belgisch-deutsche Handelsabkommen.

Brüssel, 8. Sept. Die belgische Abordnung, die über das provisorische Handelsabkommen mit Deutsch­land verhandeln soll, wird von vier Sachverständigen, drei Belgiern und einem Luxemburger begleitet. Die belgischen Sachverständigen sind: der Generaldirektor de» industriellen Zentralkomitee» Gerard, der ehe­malige Präsident des Nationalen Bundes der Han- delsvereine Harcotty und der Präsident der Schiff- fabrtsabteilung der Antwerpener Handelskammer van Doosselaere.

»en gedenkt. Die Besprechung, mit dem Reichs- knj[er dürste auch Klarheit darüber bringen, ob •nb wann die Aebermittlung der deut­schen Kriegsschuldnote erf lgen soll. Der heftige Kampf, der in der deutschen Presse zum Nohen Teil aus innerpolitischen Motiven über diese grage entbrannt ist, erschwert nach der Ansicht maßgebender Kreise die Aufgaben der Reichsre- gierung sehr, und man erwartet eine Verlautba-

kommcner verwundeter Offizier berichtet, die spa­nischen Truppen tn ihren Lagern überrumpelt E»cn ral Primo de Rivera versuche, da «r einen allgemeinen Ausstand derjenigen Stämme, bk bisher Spanien treu waren, vorausseh«, nach Tetuan zu kommen, um dort bk Maßnahme« z» treffen, bk bk Klugheit erfordern. Man hält «8 fix möglich, daß die Stellung von Tscheschuan aus ge­geben und das Zentrum des Widerstände« nach Tel u an gelegt wird, wo täglich zahlreiche Ver­stärkungen von Lrspp-a aller Waffengattungen

London, 8. Sept. Reuter meldet aus Shang­hai: Lvu Ho ist jetzt von den Streitkräften Kiang- sus umzingelt worden mit Ausnahme von je einer Meile zu beiden Seiten des Weges Lvu Ho— Shanghai. In aller Eile sind von dem Tschekianger Hauptquartier in Shanghai Truppen abgesandt worden, die verhindern sollen, daß die Kiangsu» Streitkräfte den Weg erreichen und die Verbin­dungslinie dadurch abschneiden.

Die „Time S" meldet aus Shanghai: Das chinesische Rote Kreuz befördert einen ständigen Strom von Hunderten do« Verwundeten, unter de­nen sich viele Schwerverletzte befinden, nach Shang. j Hai.

Funkmeldung. '

ft. Bern, 9. Sept. Die Arbeitsminister Eng­lands, Frankreichs, Deutschlands und Belgiens sind a« Montag im Parlamentsgebäude zu einer Konferenz be­treffend das Washingtoner Abkommen, ru- sammengetreten. Den Verhandlungen wohnte auch, der Direktor des internationalen Arbeitsamtes Tho­mas bei. Es wurden Erklärungen über die Arbeits­verhältnisse in den einzelnen Ländern abgegeben. Sn dann ging die Konferenz zur Diskussion des Washing­toner Abkommens über

s. BöltttbuiMagung.

(Senf, 8. Sept. Die Dölkerbundsver- sammlung nahm heute die in den letzten Tagen unterbrochene allgemeine Aussprache über den Ratsbericht wieder auf unter geringer Beteiligung der Delegierten und der Tribünenbesucher.

Als erster Redner drückte der frühere schweize­rische Bundespräsident und Präsident des inter­nationalen Roten Kreuz-Komitees, Advr, unter dem Beifall der Versammlung zunächst die Hoff­nung aus, daß bald mit dem Bau eines neuen Ver- ft.mmlungsfaales begonnen werde, wofür die nöti­gen Mittel bereits zur Verfügung stehen. In sei­nen weiteren Ausführungen trat der Präsident mit aller Entschiedenheit für den Schiedsgedanken ein und erklärte, wenn die großen Mächte als erste bas obligatorische Schiedsverfahren annehmen, dann wäre ein Schritt von größter Bedeutung getan. Rrchdem er als Vorbild für den Ausbau des

t R. iSt

teile. "

Ar vttMrtr KricMlion ter Regierung.

Berlin, 8. Sept. Zu den widersprechenden Mel­dungen über die Notifizierung der Erklärung der stieichSr egterung in der KriegSsch uldfrage gefahren wir folgendes: 3« der Kundgebung vom 29. August d. 3. ist angekündigt worden, daß die Reich s- Vkgierung Anlaß nehmen werde, die Erklärung in der Kriegsschuldfrage den fremden Regierungen zur Kennt- yM zu bringen. Da es sowohl au« technischen, Wie aus diplomatischen Gründen nicht «ög- kich war, diese Notifizierung gleichzeitig mit der Ab» Wabe der Erklärung vorzunehmen, mußte der hierfür Kignet erscheinende Zeitpunkt zunächst noch Vorbehalten iben.

l: 2n der Zwischenzeit sind an die Reichsregierung »bie Reihe von Wünschen und Anregungen, tnsbeson« Here au« wirtschaftlichen Kreisen hinsichtlich Uorm und Zeit der Lebermittelung herangetreten. Das Ueichskabinett wird Anfang der nächsten Woche nach Rückkehr des Reichskanzler und des Außenminister« zu I eher Sitzung zusammentreten, um sich über Form und Heitpunkt der Notifizierung schlüssig zu werden.

Die von anderer Seite verbreitete Nachricht, daß rj heute da« Reichskabinett mit der Frage der otifizierung der Erklärung in der Kriegsschuld» I frage beschäftigen wird, ist falsch. Augenblicklich weilen Mr der Reichsverkehrsminister Dr. Luther und der MeichSverkehrsminister Oefet in Berlin. 3m Laufe brr Woche wird wohl überhaupt noch keine Kabinetts» I sthung stattfinden. Reichsaußenminister Dr. Strese» Wann wird erst Sude der Woche zurückerwartet.

Str Särgtrfritg in Mna.

ft. London, 9. Sept. Reuter meldet aus Schanghai: 3nfolge der gefährlichen Lage in Schanghai (Nord» bezirk) sind 1200 Mann britischer, amerikanischer, ja­panischer und italienischer Marineloldaten gelandet wor­den. Außerdem sind in Schanghai die Freiwilligen mobilisiert worden. Nach Mitteilung des Militär­gouverneurs von Tfchekiang ist die zweite Armee von Tschekiang von 20 000 Mann am 7. September morgens in Richtung 3hing vorgerückt. Gestern vormittag traf eine Meldung ein, daß die Tschekiang-Streitkräfte nur 10 Meilen von 3hing entfernt feie«, Der Angriff wird für heute erwartet. Das Hauptziel dieser Truppen ist Tschangtschau, wo sich das Hauptquartier des K'.< angsu befindet.

Vatern Leben, bie nach Grer Ansicht in internatio­nalen Instrumenten niedergelegt werden könnten, zur Kenntnis zu geben. Ferner soll die hierfür ermächt gt> interneti nefe Ciurichung aufgefordert werden, ihre Aufmerksamkeit der Frage des inter­nationalen Rechtes zu widmen uno endllch möge« die Maßnahme« geprüft werden, bie vom Völker­bund ergriffen werden sollen, um in großem Um­fange bie Verantwortung des internationalen Rech­tes zu fördern.

Der Resolutionstejct wurde auf Antrag des Präsidenten zunächst der Tagesordnungskom­mission überwiesen.

Hofmehr »Südafrika, Verwalter der ehema­ligen deutschen Kolonie in Südwestafrika, erklärte im Ramen seiner Regierung und unter Berufung auf bie Erklärung Mac Donalds, daß er es be­grüßen werde, wenn Deutschland in den Völker­bund eintreten würde. Gr hofft, daß der Völker­bund so ausgebaut werden könne, daß jede An­wendung von Gewalt zum Mißerfolg verurteilt sei und stimmte im übrigen dem Schiedsgedanken rück­haltlos zu.

Galvanauskas -Litauen widmet feine Aus-! führungen den Fragen von Wilna und Memel. Er dankte dem Völkerbund für feine bisherige Haltung. Die Litau r Angelegenheit, die eine Wolke am emo. päifchen Horizont fei, müßte unbedingt von dem Völkerbund wieder aufgegriffen und im Sinne der Gerechtigkeit gelöst werden. Auch die bisherige Lö­sung der litauischen Frage habe nicht in allen Punk­ten befriedigt, wenn sie auch vorläufig als er­ledigt betrachtet werden könne.

Ei r u trü b: Iie Verftmwl ng cul Diens­tag vormittag vertagt.

Heute nachmittag finden bie ersten "Beratun­gen der britten Kommission über die Ab rü - stungsfrage statt.

Nicht.

» auf en, in sofort erbat, »los!

ml, ch.

Funkmeldung.

ft Genf, 9. Sept. ' Die Resolution Her- riot > Ma c Donald kam im dreigliedrigen Aus­schuß des Völkerbundes sAbriiftungsftagen) zum ersten Male zur Sprache. Gleich uet dn inleitenden Debatten über die einzuschlagenden allgemeinen Verhandlungs­methoden zeigten sich Gegensätze. Nach einer Aus­sprache hierüber, in der der italienische Delegierte S ch a nzer für die weitere Aussprache unbedingte Freiheit für alle Delegierten in der Sicherheitsfrage forderte, wurde auf Vorschlag des Präsidenten beschlos­sen, erstens eine allgemeine Debatte abzuhalten, zwei­tens den Vorschlag einer dreigliedrigen Kommission ge- meinsma mit dem Völkerbundsekretariat zu übeitra- oen. Nunmehr wurde die allgemeine Debatte eröffnet, in der als erster der italienische Vertreter Schanzet das Wort ergriff, um ausführlich die italienischen Ein­wund« gegen den Garantie-Pakt, besonders gegen die Sonderabkommen und die starken Befugnisse des Rates darzulegen, wobei er uaf die unhaltbare Souveränität der Völkerbundsversmamlung bestand. Er faßte die italienische Auffassung folgendermaßen zusammen: Die Rüstungsbeschränkung ist nicht möglich, wenn man einerseits nicht dem Völkerbund die Möglichkeit gibt, die Gerechtigkeit mit anderen Mitteln als militärischer Gewalt zu erlangen, und andererseits nicht einen Weg findet, ihm bie Sicherheit gegen Bedrückung und Zwangsmittel zu geben, um Widerständige zum Inne­balten der von dem Organ der internationalen Justiz gelallten Entscheidung zu veranlassen. Diese erste De­batte über die Resolution Herriot-Mac Donald hinter- «eß im wesentlichen den Endruck, daß es außerordent- Itd) schwierig sein werde, aus dem ungeklärten, wider­spruchsvollen Material, das der Kommission übergeben wurde, einheitliche Gesichtspunkte herauszuarbeiten und daß die weitere Diskussion sich äußerst langwierig geftlaten dürfte.

I rei Patriot dürfte e» wagen, unter den gegebenen Um­ständen den Frieden zu stören. Die Regierung und bie Behörden hätten genügend Autorität, um eventuelle

I Störungen zu verhindern. ---*---

Das Washingtoner Memmen.

Reichsarbeitsminister Dr. Brauns, der nach Genf gefahren ist, um dort mit den französischen und englischen Kollegen über die Ratifizierung de» Wa­shingtoner Arbeitszeit-Abkommens zu verhandeln, ver- osientlicht hn Reichsarbeitsblatt einen ausführlichen Artikel über den Achtstundentag, der mancherlei inter­essante Einzelheiten enthält. Wenn er das Verhalten der deutschen Regierung aus der letzten internattonalen Arbeitskonferenz in Genf damit erklärt und verteidigt, daß nur gegen die von Herrn Thoma» vorgeschlosenr internationale Kontrolle der deutschen Arbeitsbedin­gungen protestiert worden sei, nicht aber gegen inter­nationale Vereinbarungen, so wird er bet Zustimmung weitet Kreise sicher sein. Es ist fast unglaublich, daß die deutsche Sozialdemokratie allem Anschein nach nicht» gegen eine weitere und zwar höchst bedenkliche Kon- trolle der deutschen Wirtschaft durch bie Reparations­kommission einzuwenben hat. Minister Braun« fährt I dann in äußerst höflicher, aber doch genügend deutlicher IWeise etwa folgendermaßen fort: Schließlich können mir auch das Washingtoner Abkommen ratifizieren, wenn wir es so weitherzig auslegen wie die französische Regierung, die in ihrem Arbeitszeitgesetz bie Arbetts- kcieitschaft ganz ausschließt und die Möglichkeit ge­währt, die erhöhte Arbeitszeit mancher Monate gegen die geringere Arbeitszeit anderer Monate aufzurechnen. Darüber hinaus macht aber der Minister noch ben Vorbehalt, daß in Deutschland auch der Artikel 14 bei Washingtoner Abkommens müsse Anwendung finden können, wonach in Eefabrzeiten das Abkommen sus. pendiert. werden kann. Mit einem Wort: Es bleibt alles beim Alten.

FranMsche« Ministerrat.

Paris, 8. Sept. In dieser Woche finden zwei Mfnistertate statt. Der erste Kabinettsrat findet am Mittwoch hn Quai d'Orsay statt und wird sich mit Maßnahmen gegen das teuere Leben befassen, der «weite Ministerrat ftnbet Freitag vormittag in Ram­bouillet statt.

WlmifraT ter 6.8.9,

Die Sozialdemokraten lassen nicht locker. Sie wol- | len den Mittelparteien, soweit diese dem Bürgerblotk | zuneigen, vor Augen führen, was sie leisten können, wenn sie zur rücksichtslosen Opposition übergeben. Der „Erfolg" der Obstruktion gegen die erste Lesung bet Zollvorlage hat den Parteivorstand ermutigt, eine« Aufruf zu erlassen, bet sich in wilben Tönen gegen ben Gedanken bes Bürgerblocks roenbet und mit bet Fckkbe- rung schließt: Auflösung des Reichstages! Man brauch' sich durch die scheinbare Energie dieses Vorstoßes nich gleich erschrecken zu lasten Es steckt mehr Taktik da­hinter als ernsthafter Wille. Die Sozialdemokratie will die gegenwärtige Situation ausnutzen, um nach der Mai-Niederlage ihre Anhängerschaft wieder »« sammeln und zu mehren, und will fernerhin einen Druck auf bie Mitte ausüben. Glaubten die Genosse« selbst an die Opposition auf Leben und Tod, dann würden sie nicht zu gleicher Zeit auch auf die Kom­munisten loshauen, was in dem Aufruf reichlich ge. schiebt. Man kann es zwar nicht als ganz ausgeschlost len bezeichnen, daß int Herbst eine Sprengung bet Reichstages gelingt, aber bie Wahrscheinlichkeit ist oo« läufig gering.

Sie SerhnnHungtn in ÄeteM

Darmstadt, 8. Sept. Die Verhandlun­gen, die auf Grund des Londoner Abkommens zwi­schen den Vertretern des Deutschen Reichs und den an bet Besatzung beteiligten Ländern einerseits und bet Interalliierten Rheinlandkommission andererseits in bet vergangenen Woche in Koblenz stattgefunden haben, haben zu folgendem Ergebnis geführt: Die In­teralliierte Rheinlandkommission wird in Kürze durch eine allgemeine Anordnung die Rückkehr der seit dem 11. Jan. 1923 aus dem altbesebten Gebiet Ausgewiese­nen (Beamte und Privatpersonen) gestatten, vorbe­haltlich bestimmter Ausnahmen, die von der Rhein- landkommisfion namentlich bezeichnet werden, klebet die Rückkehr bet letzteren Ausgewiesenen, bei denen es sich nach bet Erklärung der französischen Regierung nur um wenige Personen handeln könne, werden dem­nächst noch besondere Beratungen stattfinden.

| Die Botbeteiinnge« der Sozialdemokratie. ,

Qu. Berlin, 8. Sept. Die sozialdemokra< tische Partei läßt durch ibre Vorbereitungen z« bei nächsten Tagung bes Reichstages etiennen, daß bet Aufruf des Parteivorstandes, der vor einigen lagen veröffentlicht wurde, nicht nur als eine agitatorische Drohung gedacht ist. Während auf dem Lande eine große Kampagne eingesetzt bat mit bet Einberufung von Versammlungen, in denen tn der heftigsten Weise gegen die Zollvorlage und ben Bürgerblock Stellung genommen und die Auflösung des Reichstages gekur­belt wirb, hat sich auch bie Reichstagsfraktion auf ein» entschlossene Opposition vorbereitet. Bereits vor läw

Schicdsvcrfahrcns auf die Schiedsverträge, die die Schweiz mit Deutschland, Schweden und Norwegen _____r_......... . abgeschlossen habe, verwiesen hatte, sagte er wei- ^ichttge außenpolitische Momente nicht in Betracht I!er* er ^^lle durchaus nicht die Einwände ver» Gezogen werden. ' kennen, die gegen das reine Schiedsverfoyren er-

Nach dem erfolgte« Schritt der französischen £oben tourfcc* nichtsdestoweniger aber sei die Zu» Legierung in Berlin hinsichtlich der deutschen ltnnmung zu dem Schiedsgedanken, die in den letz» Äriegsfchulonofe und dem hierauf einberufenen Ka- ^^ag^raus gesprochen wurde, em Eretgnis von rmetlsrat nach Berlin zu Beginn der nächsten 9tö6ter ^deutung. Schließlich gedachte Ador der Loche muß mit einer Hinausschiebung der Schwei» armenischen Flüchtlinge, deren Lage durch eine Döl» *r Reise des Reichsaußemninisters gerechnet wer- kerbundskvmmission von neuem geprüft werden «en. sollte. ,

genroärtigen Landkarte Europa» versöhnt werben und e« kann nicht bereitwillig eine unabsehbare Zahl von Desatzungstruppen in einem groben und geliebten Teile feines Mutterlandes, des Rheinlanbes, hinnehmen.

. In bezug auf Rußland schreibt das Blatt: Selbst mit der deutschen Einbeziehung in den Völkerbund I ohne Rußland würde das nicht ausreichen, den Völker­bund genügend zu festigen und ihn zur repräsentativen Autorität zu machen, die in der Welt eine große Rolle stielte.

Crawfurd Price schreibt in „Sunday Times", e» könne keine materielle oder moralische Abrüstung geben, bevor eine befriedigende Maschinerie aufgebaut fei, um die Beschwerden der vormaligen Feinde und bei Russen zu behandeln. Hierunter fielen z. B. solche potentielle Keime künftiger Kriege, wie bie Ab­trennung Ostpreußen, von Westprgn - ben durch den Danziger Korridor und Rußlands un­vermeidliche Forderung nach einem Ausgang in die Ostsee und das Mittelmeer. Diese Fragen müß­ten unvermeidlich durch Krieg ober Vertrag geregelt werben, unb ein Vertrag könne nur erreicht werden durch den Völkerbund, der durch den Einschluß Deutschlands und Rußlands prak­tisch und moralisch verstärkt sei. Hier sei der einzige Weg zur Sicherheit, Abrüstung, zu einem gesicherten Frieden.

Die .^Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 2 Mark auss »ihr. Durch die Post 2,25 Mk. — Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereigni : m Dr.T. Hitzeroth. —Druck derÜniv.-Buchdruckerei von Joh. Ang. Koch, Markt 21/23. — Fernspr. 55, Butt Frankfurt a. Main.

~ ---- Würtemmberg überbrachte hierauf b'.t Grüße feiner

rMWtbarmt teS Smmterrtmgtt.I Heimat und die Zustimmung feiner Regierung zum i 9 „ „ Ausbau des SchiedsgedankenS. Er regte in län»

ter „Dbieroer“ ünb Son^agsbläft gere« Ausführungen die Ausarbeitung des neu»

* ausführlichen Aufsätzen mübejT l^gebnisseu" der haI<?n 2kc^ted Durch Vermittlung des Dölkerbun- ®<ntei Tagung und insbesondere mft der Möglichkeit I an 3unt Zwecke der einheitlichen Regelung bis- 8äff i"Tritts Deutschlands in den I her strittiger RechtSftagen, wie die der territori- ^mertensrnerten einer alen Gewässer, die Verantwortung eines Staa-

Zentlichen Kern d^ VölkeM.nde-.Ächen sie^ftr der flC9<n anbet Gän6er Be-

"gemeinen Mittttmmung Deutschland» über seine ge- Ü^ngene Verbrechen, der Frage der Immunität für Politische« Grenzen erblicken. So Diplomaten und Konsuls usw. an. Er unterbrei-

r» "P6ien>e* : tete in diesem Zusammenhang der Versammlung

vp nun innerhalb oder außerhalb des einen Resolutionsentwurf, demzufolge die Mitglie-

$ ' eebundes ist, das entwaffnete deutsche Volk wird der des Völkerbundes aufgefordert werden, dem

tann niemgls mit der Auftechterbaltung der ge-1 DölkerbundSrat Probleme aus öffentlichem unb pro-1

Der Anzeigenpreis beträgt füi ben 10 ge|p. Zeileumillimeter L08 Eoldmark. Amtliche Mb auswärtiae Auretoeu 0.10 $etb< mark. Bei schwiettgem Satz, sowie b. PlatzvorichrifteuSO"/, Aufschlag. Eammelauzeigeu Aufschlag Reklame 035 S«lb» Jeder Rabatt gilt als Barrabatt unb verfällt, wenn bie Zahlung später al» 5 Tage erfolgt Belege werde»' berechnt ebenso Auskunft durch die veschästsstelle und Zusendung der Angebote. Erfüllungsort Rardnrg, 1 E.-Dkk. — $ette>

. . Präsident und drei Gene­rale des Direktorin»» sind am Freitag abend nach Marokko abgereist. In einer offiziellem Noir wird erklärt, der König sei mit der Reise Ni»era» ein­verstanden, die bezwecke, an Ort und Stelle die Lage zu prüfen, um sofort etwa erforderliche neue Pläne ausführen zu können. Der König bleibe In Madrid, ebenso die Regierung unter dem Vorsitz de» Konrre- admirals Masaz. Die Note bemerkt weiter, kein wah-

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Sie Sümpfe in Marotte.

Briefe von Marr an Seeeiot und Mac Donald? r Pari«, 7. Sept. Der Genfer Berichterstatter der ^flnformation“ meldet feinem Blatt: Herriot hat Dellern einen Brief vom Reichskanzler Dr. Marx mchalten, der ihm durch einen Sonderkurier Mgestellt Mrbe. Der französische Ministerpräsident hat natürlich jemandem den Text dieser Mitteilung bekanntgegeben. »Petit Journal" spricht vem zwei Briefen, von denen «ter an Herriot, der andere an Mac Donald ge» »dhtet gewesen sei.

Wie .Petit Parisien" mitteilt, wußte man gestern «send am Quai d'Orsay no chnicht, ob die deutsche Re» Werung die angekündigte Erklärung über die Kriegs- ßhuldfrage notifizieren werde oder nicht.

Sa« Blatt erfährt aber von autorisierter Seite, Me Berliner Regierung habe mitteilen lassen, bah sie, Nenn sie erkläre, daß Deutschland nicht für den Krieg »erantwortlich gemacht werden könne, tn keiner Weise die ihr nach den Bestimmungen de« Versailler Der» dcageS auferlegten Verpflichtungen, die Reparationen Nnö Schäden zu bezahlen ableugnen wolle, and daß' fit insbesondere ihre Unterschrift unter die Londoner Abmachungen nicht desavouieren wolle.

Lor einer Thcfbcsprechung bet Reichsregierung.

Clu. Berlin, 9. Sept. Die Entwicklung der außenpolitischen Lage in ben letzten Tagen wird voraussichtlich den Reichskanzler Marx und den Außenminister Stresemann zu einer Unter- fceJjung ihres Urlaubs nötigen, um in einer Be­sprechung das weitere Verhalten der Reichsregie- festzulegen. Der Termin dieser Besprechung steht noch nicht fest. Man rechnet jedoch damit, daß noch Ende dieser Woche Dr. Stresemann den Reichskanzler Dr. Marx in seinem Sommerauf» «thaltsort am Bodensee aufsuchen wird, um sich iarf der Schweiz zu begeben, wo er mit mehre»

Kn ausländischen Staatsmännern Fühlung zu neh-