efoe firmere 5toÜe spielen^toerftew'™'nt3 BIS?er. — Schließlich heb«» vir noch die Stellungnahme des Hannoverschen Katholikentag«- zur sozialen Frag« hervor. Mit ernstem Eifer hak man sich bemüht, den versöhnenden Mittelweg zwischen den Fr rbctunscn her Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zu linden. 3n der offiziellen Erklärung wird da- Kapital als weiterhin unentbehrlich bezeichnet, andererseits ihm aber der Anspruch auf Alleinherrschaft verweigert und eine gleichmäßige Verteilung der Laßen auf alle Schultert, gefordert; 6er Arbeitend« dürfe menschenwürdige Bc- handlung und Entlohnung beanspruchen. Auch Reichskanzler War «hat sich in einer ernsten Rede mit diesem Problem beschäftigt und alle Berufs- und Wirtschaftsgruppen die Aufforderung gerichtet, sich der Gesamtheit uuterzuorduen. Zum Schluß wandte er sich besonders an die Arbeitgeber und ermahnte sie, ihre Macht nicht zu sehr ansffnnnhen und Gerechtigkeit zu üben.
Zu diesen Worten des Kanzlers erhalten wir eine Aeutzerung der Bereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. worin etwa ausgeführt wird: Sem Appell des Reichskanzlers an die Arbeitgeber wäre wohl die nicht minder ernste Aufforderung an die deutsche Arbeitnehmerschaft gegenüberzustellen, von der so vielfach betriebenen Hetze gegen die deutsche Arbeitgeberschaft abzulafsen und auch ihrerseits auf dem Boden der gegebenen wirtschaftlichen und politischen Derhältnisfe eine Verständigung mit den Arbeitgebern zu suchen. Das erscheine bbi so nötiger .als neuerdings auS GewerkfchaftSkreisen bekannt werde, daß man sich dort mit Ansammlungen von Geldmitteln auf neue schwere Wirtschaftskämpfe dorber'eite. «S müsse aber eindringlich vor einem neuen Optimismus in Der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage nach Llnkraftsetzen der Dawesgesetze gewarnt werden. Was der deutschen Wirtschaft bei einer Besserung der Lage vor allem Rot tue. fei Stetigkeit und Ruh', in der Frage der Arbeitsbedingungen. — Man tot d dieser Erwiderung nicht jede Berechtigung absprechen könne», wenn man das agitatorische DebaSren der Sozialdemokratie und ihrer Gewerkschaften betrachtet. Dem Zentrum wird auch hier eine schwere Dermittlungsarbeit zufallen. .
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Don den auf der Tagung gehaltenen DortrSgen sind besonders die AuSführungeen des Uaidecsi- tüLSPrrffessvrs Dr. Wilhem Rulanb, Würzburg der über „Kapital und Arbeit im Licht« des ShrtstenturnS" sprach, bemerkenswect. Redner erörterte zunächst eingehend die Begriffe von Arbeit und Kapital. Dann erklärte er, daß di« bestehend« Wirtschaftsform an sich gut sei und daher nicht gestürzt zu werden und durch eine neue, etwa die sozialistische, abgelöst zu werden brauche. Aber ihr Geist ist schlecht. Aas der Börse fallen alle Schranken moralischer Bindung. Krieg und Frieden, Aufstieg oder Untergang, Erntesegen oder Hungersnot, bas Glück oder das Elend von Millionen Menschen find gerade gut genug, um Geldgewinn damit zu machen. Sine falsche Wirt- schastÄlehre treibt das rücksichtslose freie Spiel der Kräfte. Man hoffte, die Natur werde das alles mit eiserner Notwendigkeit wieder aus gleichen, was durch verkehrte menschlifche Einrichtungen vernichtet und verdorben wurde. Dieselbe falsche Wirt- fchaftslehre erblickte in der menschlichen Arbeitskraft nur eine Mare, deren Preis nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage ans dem Markt sich von selber richtig einstelle. Das Privateigentum ist, so schloß oer Redner, in einer grunbsätz- tichen Berechtigung ein Bestandteil der na« türltchen sittlichen Weltorduung, «al der SozialiSmnS ist einer der größten und gefährlichen Irrlehren, die jemals f« die
TnmTlnltur, 6fe nSt durch daS^Zusammrnar-' be.ten aller Stände gelöst werden kann. Dis Re» I’c/rn ist für uns kein Sonntagsgewand, sondern eine strenge Konseouenz, weil es für uns kein mo- r üst'.iLS S^andefn geben kann. Religion und Kirch» können nicht darauf verzichten, das gesamte welt- liu'r Leben bis in das einzelnste hinein unter re» liafs.s-sittlichen Normen zu beugen, die im fristen G.und? der ssttlichc» Wel'o; dnung Gottes cstsprin- : n. Der Wille Gottes zeigt uns aber nicht bloß kes Wollen, er gibt xrns auch das Bvllbringeu. Wir ve'zweifeln nicht an dem Fortschritt und ter Zukunft der Menschheit. Anser Glaube gibt uns den fröhlichen OfstimrsmuS, der denjenigen beseelt, der sich anschickt, den Willen Gottes zn tun.
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Skk NSrgkrlrikg In SW«.
Schanghai, 4. Sept Wie Reuter meldet, ssLen bei den Ä impfen, di« heut« morgen unweit Schanghai begannen, die Tschekiang-Truvven zwei Meilen notgedrungen fein. Die Kiangsu-Tnw- ven sollen sich in vollem Rückzug befinden, von dem Gegner Hari bedrängt sein und erhebliche Verluste erlitten haben.
Funkmeldung.
sk- Newhork, 5. Sept. „Associated Preß" meldet aus Shanghai: Wie von zuverlässiger Seite festgestellt wird, ist in den Kämpfen von keiner Seite eia wesentlicher Fortschritt erzielt worden. Di« Stärke der Trupven wird auf 40000 Mann geschäht. Die Kampffront erstreckt sich von der Eisenbahn Shanghai—Nanking bis zum Iangffefluß. Sie nähert sich Shanghai an einer Stelle auf 18 CEcilen. Nach Berichten von Augenzeugen wurde von den Parteien zu viel Munition verschossen. 6a sie wild darauf losschossen.
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Ar Kümpsr w Snrtflo.
Part», 4. Seot. Savas meldet aus Madrid, «ine Kundgebung des Ministeriums besag«, daß man sich einem allgemeinen Aufstand« der Ling«- Soren«h gegenWersehe, durch den die fvcmifchen Soldaten in eine gefährliche Lage gebracht worden seien. „Ts sei einfach Krieg", heisst e» in btt Kundgebung weiter, „und man muh mit Krieg antworten. Einer solchen Lage gegenüber darf kein Wort, kein Kommentar geduldet werden, bei an die gute Haltung der Truppen, an da» Ansehen der Regierung oder an das Prestige des Oberkommandos rührt."
Pari», 4. Sept Nach einer Kavasmeldung aus Madrid wird folgender amtlicher Bericht aus Marokko veröffentlicht: Die Kolonne de» Generals Riquelme hat den Feind, der den Marsch zu verhindern suchte, zurückgeworfen. Die Kolonne Sertan o bleibt in ihren Stellungen am Lau« Fluh. Die Garnison von Tetuan hat eine weitläufige Erkundung in die Umgegend der Stadt ««geführt und dabei Schüsse mit dem Feinde gewechselt
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Deutsches Reich.
Funkmeldung, Rete» klukweetnug bee deutschen Anleihe.
rt. Berlin, 6. Sept Eine Berliner «benb- geitung verbreitet ohne jede Grundlage di« Bthauv- tung, dah in den nächsten lagen ein« Besprechung »wischen Vertretern de» Reich» kina»»minifte- rlum» und der Vertreter der Bankwelt wegen der Aufwertung der deutschen Anleihen stattfinde, und dah demnächst die Frage einer Wiederaufnahme de» Zinsen- dienste» in bescheidenem Umfange zur Erörterung gelangen Derben. E» ist in hohem Matze bedauerlich, dah derartige Meldungen völlig au» der Luft gegriffen werden, di» nur sttr Folge haben, dah bet Spekulation klnleh * neuem Angriff gegeben wird.
HDÄttttt rtwnjf tritt
Menschheit hineingebracht wurden. Alles der- schämte Ltebäugel» tmb schwächliche Paktfere« mit dem Sohiaki«»»« ist Torheit «und ungeheure Verantwortung. Vie Lösung ist bi« Derwirklichuug der christlichen Lebensgruublage. Sm den freudigen Arbeitswillen zu wecken, ist «S ein brin- {endes Erfordernis für di« Wirtschaft, den Ar - eiter zu» Bundesgenossen des Unternehmers zu machen. GS ist nur eine Frag« her Gerechtigkeit, wenn der Arbeiter am Meingewinn des Unternehmens beteiligt wird. Das Problem der Versöhnung von Kit- pital und Arbeit ist ein« Frag« der Ge-
Berlin, 4. Sept Der Thef der M arineabteilung, Admiral Behnke, beabsichtigt Mitte September an. schließend an die Kerbstmanöver der Seestreitktäfte pon seinem Posten »urückrutteten. Zu seinem Nachfolger ist der diehetise Oberbefehlshaber der Seeftreii- krätte Bfteadmiral Zenker bestimmt.
Die Getreide tut« 1924.
Berlin. 4 Sept Nach der „Statistischen Korrespondent wtrd di» voraussichtlich« Eetrrideernte Preuhen» für 1924 von den landwirtschaftlichen Berichterstattern wie folgt geschäht 0* runden Dausen- den von Doppelrentnern) für:
(Nachdruck verboten.) N« fobftto.
Kriminalroman von Luis« Westkirch.
61. Fortsetzung.
„Sag bas nicht. Lieb. Du hast keine Schuld. Keinen Dorwurf hast b« dir zu machen. Du bist immer rechtschaffen und ehrlich gewesen gegen ihn, ßcc.en mich. Was hättest d» zu blitzen?"
Sie horchte hinaus, sie sprang auf. „Kommen sie schon?"
„Der, Lieb?"
„Die dich wegführen wollen. Wir dürfen sie nicht abwarten. Wir müssen «kn End« machen, bevor sie kommen."
„Sin Ende?"
„Willst tu dulden, daß ander« Menschen bas Urteil über uns sprechen? Wir selbst haben und schuldig gesprochen. Latz uns groß sein und den Sprach vollziehen!"
»Was für einen Spruch denn?"
»Du fragst seltsam. Kann unser Urteil anders knitcn als auf Tod? — Nimm deine Flinte, deine Pistole, was du zur Hand hast. Du bist ein guter Schütze. Du wirst mir nicht weh tun."
„Anna — —"
»Schnell! Schnell nur. Lebend dürfen sie uns nicht finden. Was zögerst du? Soll unser geheimste« Empfinden sede Regung von Zorn, GrÄl ent) heißet Liebe, jedes Wort, da« wir zueinander gesprochen haben, in den DerichtSsaal gezerrt weihen? Sollen Tausende von Menschen mit Gier heben Morgen wie einen spannenden Roman 6er* schlingen, woS unftreS Lebens Bestes. Heiligstes wat?!" — Mach ein Ende, Wolf! Mach ein Ende!"
3n höchster Erregung lief si «durch Sie Stube, prüfte die alten ungeladenen Waffen an der Waal), »rüttelte an dem beschlossenen Gewehrfchrrnk.
. Aber jo mach Loch ein Ende."
Er folgt« ihr. Er faßte ihre zuckenden Hände, hielt sie fest.
„Komm zur Ruhe» Lieb. Dor allem werbe ruhig. Sag, wozu diese Hast? Woher weißt da überhaupt daß ich verhaftet werden soll?"
„Emer, der es wissen muß, hat eS mir verraten — vielleicht gegen seine Pflicht, aus alter Freundschaft. aus Barncherzigkeit mit dir und mir. Enttäusche sein Gefühl vor dir nicht. Geh den Weg, den er dir öffnet — den einzigen, der unser würdig ist. Sieh, wir gehen ihn zusammen Auch das noch ist Glück. Küsse mich. Wolf! Und dnn mach ein Ende."
„Ich küsse dich. Aber ein Ende mache ich nicht. Begreife doch, vor uns liegt ein Leben voll Dlück und Seligkeit."
„Und Schuld! Unerträglicher Schuld."
„Ich wül mich von Schuld nicht freisprechen. Ich hab« mit Entsetzen erfahren, bis zu welcher Gewalttat mein heißes Blut mich hinreißen könnte. Ich habe Demut gelernt. Gott hat mich bewahrt. Den Tob habe ich nicht verdient. Und nicht aus Furcht vor Kampf und Angemach werde ich ihn mir geben."
„Wolf! O, aus Barmherzigkeit! Belüg mich nicht in dieser Stunde. Belüg nicht dich selbst. Glaub es mir. es gibt keine Rettung mehr für dich — nicht einmal vor der Verurteilung durch irdische Richter."
„Anna — so wahr ich dich sieb habe — so wahr ich ein ehrlicher Mensch bin — ich habe keinen Teil a*n deines Mannes Tod, sein Mut klebt nicht an meiner Hand."
„Du hättest keinen Teil an seinem Tod? — Wolf, er haßte dich, er stand im Begriff, dich iwn Ravenhorst zu vertreiben, er hat dir Genugtuung in ehrlichem Kampf verweigert. Dann kam unsre Unterredung im Seeberger Wald, die Unterredung, in der ich mir dir versagte, bis ich frei jein würde. And eine Stunde darauf lag er tot. Du bist im gleichen Wagen mit il gefahren, du
Winter« eften Gommeiroebtn Spei» Winterroggen Sommerroggen Wintergerste Sommergerste Saier Gemenge
Hierzu bemerkt die „Statistische Sortefoonbena", datz infolge bet Zmiabm» bet Anbaufläche bet Sommerroggen, Sommergerste, Haier unb Gemenge, vor allem bei FuttergetreLe, trotz Rückgang bee Hektar- ertrage» ein reichlichere» Ernteergebnis sich berausg«- ltellt 6et Für Brotgetreide insgesamt bedeutet bas Ergebnis von 61.2 Millionen Dovvelzent- ner gegen 72.7 im Soriatee eine Einbuße von 11*; da» wäre also nur ein Sechstel weniger als im vort- gen, getabe hinsichtlich bet Brotgetreibeernte günstigen Jahr.
Funkmelbnng. abfeebang de« Kriegsfchukbnot«.
ff. Berlin, 5. Sept. Wie die „Bosi. Zig." meldet- di« Absendung bet Kriegsschuld«»« an bi« fremden Regierungen unmittelbar bevor.
ArÄSkö.
Attentat auf Mussolini.
9Iom, 4. Sept Amtlich wirb gemeldet: Ank das Automobil des Ministerpräsidenten Mussolini wurden gestern »wischen Acqua Pendente und Rom aus dem Hinterhalt mehrere Schüsse abgegeben, die icdoch felllgingen und die Karosserie der dem Ministerpräsidenten folgenden Automobils teufen. Die Täter sind unbekannt.
Die Untersuchung bet Leich« «atteotti».
Rom, 4. Sept. Die Witwe Matteottis bat nach dem ..Messagero" gestern dem Untersuchungsrichter den Militörpab des Ermordeten überreicht, in dem die Mab« des Ermordeten angegeben sind. Auf Grund dieser Matze soll die Leiche untersucht werden, da die Oppofitionsblätt« behaupten, dah es zwar der Kopf Matteotii» sei, dah aber der Rumpf von einer anderen Leiche betrübte.
Verewigung bet MilitSrkoutralfo.
Paris, 4. Sept Der Berichterstatter des „Echo de Paris" meldet, dotz nach Auffassung bet französischen Delegatton bie Vertreter des Völkerbundes, die mit der Uebetwachung der militärischen Rüstungen in Deutschland Beauftragt sind, sich dauernd auf deutschem Gebiet niedetfossen mühten. Ein besonderer Vorkämpfer diese» Standpunktes ist Boucourt.
Omen Young nach Berlin obgeeeist.
Parks, 4. Sept. Wie Haoas mitteilt, ist Owen Young gestern abend in Begleitung von Mac Fadyean und Rufus Dawes sowie des belgischen Delegierten Gutt nach Berlin abgereist.
Die Vorgänge in Georgien.
Moskau, 3. ©2p*. Die russische Telegrrvhen- ageittur berichtet über die Borgänge in Georgien,
wvhner plötzlich Schliffe fallen. Am Morgen man in der Wohnung des Polstennöbelgeschästsina haberS Dvgt diesen und seine 10 jährige Loch- ter mit Kopfschußverletzimgen bewußtlos auf.
einer anschließenden Kammer lag ber 11 jährig, Sohn auf dem Divan ebenfalls mit einem Kopfschutz. Die Ehefrau Kiew tot vor diesem Knabe, mit dem Revolver in der Hand, während ber 16. jährige Sohn neben der Mutter lag; auch er halt, «men Revolver in der Hand. Man nimmt an, daß die Fran, bie sich wegen Farnwenstreitigkeite, scheiden lassen wollte, auf ihren schlafenden Ehemann geschossen hat, während der ältere Sohn mit ihrem Einverständnis bie Mutter, die Geschwister und sich selbst tötete ober hatte töten wollen. De» schwer verletzte Mann starb im Krankenhaus, während das Mädchen noch in Lebensgefahr schwebt.
Funkmeldung.
Di« Fahrt be» 3.R. HI.
ff. Berlin, 5. Sept Wie bte Blätter an, Friedrich^bafen berichten, hat die gestrige Prüfung sämtlich« Motor« ergeben, dah sämtliche Maschinen störungslos arbeiten. Di« grobe Probefahrt nach Norddeutschland wird voraussichtlich am Montag an» getreten werben und ist damit 3U rechnen, bab bas Luftschiff am Dienst« üb« Berlin erscheinen wird, beu. Stufen I—V 150—600 Jt, bis 400 Klm. 200—75C
Z u nknrelbuug.
ein btenntnb«* Dampf««.
ff. Paris, 5. Sept. Wie „Petit Journal" aus Cberburg meltdet, ist gestern von dem Dampfer ..Bosporus", ben man für einen deutschen hält, Funksprück^ eingettoffen, denen zniolge bet Dampf« brennen soll, er bittet um Hilf«. Das Schift ist etwa 80 Meilen pon Gasuuetsch entfernt. Mehrer« Schiffe, batunkr drei Kanonenboot«, seien ihm zur Hilfe geschickt morden. Die Funlsp räche des Dampfers haben im wischet ganz ausgehört, anscheinend deswegen, weil das Feirn auch die drahtlose Anlage erreicht batte. Nähen Einzelheiten fehlen noch Die zur Silke ausgefonbter Schiffe seien «sh« noch nicht rutückgekebrt
kette NmhcMee.
Funkmeldungen.
ff Newvork, 8. Sept. Seymour Gilbert ieniot, Mitglied bet Handelsfttma Henderson» & Deuetsdotff, bet nun Generalagenten für Repatationszahlungen ernannt worden P, erklärt, «r sei sich b« Gbte und lltetantwottlmg voll bewußt. Et werde in einem Mo- not nach Enrona faßten; er sei jetzt nicht in der Lag«, sich zu den wichtigen Vorbereitungen «er Ausführung des Dawes-Planes zu äußern.
Paris, 4 Sept Der amerikanische Beobackr« in der Reparat ionskommiflion, Logan, hat st?r
fSöSOOO gegen f4 539 000 l voriaht 2 146 000 gegen 1505 000 i. voriabr
168 000 gegen 199 000 L Vorjahr 44 789 000 gegen 54 869 000 l. Vorjahr 1062 000 «gen 607 000 t Notjahr 1367 000 gegen 1498 000 t. Vorjahr 12 507 000 gegen 11235 000 t Vorjahr 43 838000 gegen 42 072 000 t Vorjahr 4 351 000 gegen 4 205 000 L Voriabr
gleichzeitig mit dem vom Zentralkomitee ber georgischen Menschewiki gemeinsam mit reaktionären Kreisen organisierten Aeberfcrll auf Ezrastrirh am 28. August hätten ähnlich« Aeberfällc im vzurget- und Senakbezirk ststtgefunden, teilweise auch in Gori in Kachetien. Bei den AeberfAlen Höften bie Anfständifchen haupiftlchllch besitzlose Bauern zu de,hasten versuch, ba sie von dieser Sefte' einen organisierten Widerstand befürchteten, der auch tatsächlich stattgefunden habe. Die Mehrheit der Aufständischen habe sich ergeben, der Reff verberge sich in den Bergen. In Tiflis, Batmn und anderen Städten habe es keine Aeberfälle gegeben. Durch ein« Berardnung des georgischen Zentrallomllees seien 24 Bandenführer zum Tode durch Erschießen Lnnrftilt.
Amerika lehnt rint MriWnngsfonscrenz ab.
Rempört, 4. Sept In einer halbamtlichen Erklärung ber amerikanischen Negierung fo Washington wirb eine Enoeiterung der Genfer Komerem tu ein« allgemeinen Abrüstungskonferenz abgelehnt. 6» wird darin der Standpunkt vertreten, daß bie Landtüstung Sache b« einzalnen europäischen Länder sei, in die Amerika eintugreifen ablehnt
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MMMe ÄW-mchküttm.
Familiendrama.
München, 3. Sept. Nach einem Bericht des „Berk. Lokalanz." aus München hat sich dort in ber vergangenen Rächt ein Famikiendrama abgespielt. Gegen 2 Ahr nachts hörten Hausbe-
Nur 1 Mk. 55 Pfg. kostet ein selbstgebackener Käsekuchen nach folgendem Oelker-Rezepi:
200 g Quark
2 Eier ä' ... -
1 Eeelöffel von Dr, Oetker*« Guetin eder Maate«
040 00* O.OB QM
008
. 0.20
ßtärkcmahl.....
80 g Korinthen * Pfd. 1.10
M* 0,08
Olli
„ 0.06
— 0 0«
1 Ei........... . . . .
»6 K Zo«ker » 9M M» W - « - -
110 ff Weizenmehl . , . . , . - -
2 Teelöffel rott von Dr. Oe*en ..Beekiar
T. »rx n Zuerst bereitet man den MOrbe-
ZUDerertUnO. :=fefc. Eier ond Zucker werdea eit einem TeD des mit Baekin gemischten Mehles verrührt Daan arbeitet man die kalt gestellte und in Stückchen zerpßüekte Butter mit dem Rest des Mehles unter die Masse tmd Met nötigend!« soviel Mehl hinan, daB sich der Teieh laßt. Mit dem fertigen Teich
belegt man den Beden einer Spnnform. Dann wird der Quark durch ein Sieb gerieben mit dem Rahm. Zucker, Vanmin-Z ieker, Eidottern, Korinthen uad Gustin glatt gerührt, zuletzt ratt dem Eier sch nee vermischt auf den Teig gegossen und- im heissen Ofen schnei I gebacken Verlangen Sie volletändige Rezeptbücber in den Ce- achäftm, wem vergrilfe» d. Postkarte trratis u. franko ven Sr.A.Srttßr, «MnnitttWt, Virlrfeld
allein. And bie Beweise, all bte Beweise, die gegen dich sprechen —"
„Esiaubst du diesen Beweisen mehr al« meinem Wort?"
»Bergtb! Vergib! — Das Glück, das du vor mir auftttst, ist so groß, dah ich es nicht sogleich fassen kann. Ich kann so rasch nicht umdenken. Ich hin ja fast verrückt geworden in dem Zweifel, der Todesangst. And dann kam — was ich für Gewißheit hielt. TodeScmalen habe ich durchgs- kämpft, ehe ich heut zu dir kam. Sag es nochmals! Sag es wieder, das Wort der Gnade! Du trägst keine Schuld an seinem Tod?!"
»Ich trage keine Schuld an Herrn von tzeese- maims Tod, bei Gott nicht! Ich weih nicht, wie er gestorben ist."
Er führte sie zu einem Sessel und sie hörte ihm zu, seine Hand fest in den Händen haltend.
„Ich glaube dir. Ich glaube dir. Ach, Wolf, betrüg meinen Glauben nicht."
,So ist's gewesen, Anna. Ich kam nach Scharn- dorf, heiß vor Zorn, auch vor Zorn über dich, well dein Wille unser Glück hinausschob. In we- nigen Monaten muhte ich, für immer vertrieben von meiner Scholle, über« Weltmeer zieh'». Jahre konnten vergehen, bis ich dich wiedersah. Der- well verblieb er in deinem Besitz. Da stand ich auf dem Bahnhof Plötzlich vor ihm. Ich rih die erste beste Latte aus ber Erde und wollte ihn niederschlagen. Botho Seekamp und Tielen hiel- ten mich fest. Sie wollten mich auch verhindern, in demselben Wagen mit Heesemann zu fahren.
Ich konnte mich nicht entschließen, ihm zu weichen. Im letzten Augenblick stieg ich dann in ein Abteil zweiter Klass«. Weiß nicht, ob Heesemann mich überhaupt gesehen hat. Jedenfalls tot er nicht desgleichen. Zu meinem Anhell war das Abteil, in dem ich faß, leer tote jedes Abteil des Wagens bis zu dem erster Klasse, in welchem Heesemann sah. Anv, wie der Zug hinrüUelte und stieß, stieg die Wut wieoer in mir auf. TBil
Ai bergewalt Packte mich das Verlangen, vor ih» hinzutreten, eine Auseinandersetzung zu erzwingen, hier im Zug, wo er mir nicht ausweichen, keine seiner Hilfstruppen auf mich hetzen konnte, wo mit allein einander gegenüberstanden, Mann gegen Mann. Da wollte ich meine Klitsche von ihm fordern, von der er mich verdrängte, dich wolltr ich von ihm fordern, die er mir nahm. Er sollt« mir herausgeben, was mein war. And wenn er sich weigerte — wenn er sich weigerte —! Ja, was dann geschehen wäre — es ist Demütigung, cs dir zu gestehen — aber was dann geschehen wäre, ich weiß es nicht. Mag sein, bah alles gekommen wäre, wie es heute ist — und dah ich zur Pistol« hätte greifen müssen, schon ehe bu kamst. Anmöglich istS nicht. Ich sah Blut vor den Augen, als ich die Tür zu seinem Abteil aufritz. Do auf* geregt war ich. daß ich den Handschuh, ben ich abziehen wollte, in Fetzen riß. Den haben Si« vor der Tür gefunden.
„And dann — als ba bie Tür aufgerissen haltest , vor ihm standest — Wolf!?"
„Ich stand nicht vor ihm. Anna. Das ist d?.s Wunderbare, für das ich Gott danken werde, so lange ich lebe. DaS Abteil war leer."
,.SS war leer? Le«, Plötzlich, während oe Fahrt? l"
„Sier Zug hatte ein paar Minuten auf freie» Felde gehalten, um einen anderen vorüberzulasien. Ich dachte, daß Heesemann gemerkt haben würde, daß ich tm selben Wagen mit ihm fuhr, ich flau* allein, und dah er bedenklich geworden wäre. Wut war nicht seine hervorstechendste Eigenschaft. 34 dachte, « wäre wegen des kurzen Aufenthalrs umgestiegen, hätte in einem der dicht gefüllren Wagen dritter Klasse sein Leben i» Sicherheit gebracht."
(Fo«sttzu»g folgts