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«r. 198 (L Statt)
Marburg tu L, Eennabenb, »en 23. August
59. Fabrg. 1921
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Wird veröffentlicht
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Kopf. — »Wen« e< jungen Herrn selbst
in den Eßsaal."
Olten senkte enttäuscht Ihnen recht ist. will ich aufsuchen."
Uhr.■> .!’
meinde in der von Mitgliedern des Chorxs prächtig geichmückten Pfarrkirche fein 40iähriges Jubiläum.
Marburg, den 16. August 1924.
Der komm. Landrat. Schwebet.
32 Läuserschweine aufgetrieben Saugferkel wurde je uach Alter und Qualität mit 20—34 JA. pro Paar ge-
Diese am 1. Juli fällige zweite Beitrags-Rate wird mit Rücksicht auf die allgemeine Geldknappheit erst in den Monaten September und Oktober zur Einziehung gelangen und zwar auf Grund der den Versicherten mitgeteilten neuen Brandsteuer-Zettel durch die zuständigen Landesrentereieu.
Cassel. 4. August 1924.
Der Landeshauptmann in Hesse«.
In Vertretung: E t o e h r.
ist Tobi mehr, als ich richtig fand, mit dem Diener und dem Kutscher zusammen gewesen, besonders mit dem Diener. Den mag er gern.“
„Unternimmt Ihr Neffe öfters allein weite Spa- ziergönge?"
„Weite? Nein. Ins ‘Brater Holz geht er und schießt Spatzen.“ '
„Nur ins Brater Holz? Wissen Sie das ge- wiß?"
„Ich höre doch immer das Knaste« -seiner Schüsse. ES macht mich oft ganz nervös, Stiifr denn seine Stimme, wenn er seinen Hund abrichtet. Wenn er einmal weiter geht. z. B. zu den Jahrmärkten, dann begleitet ihn Dalentta."
„Nimmt er die Mahlzeiten mit Ihne» zusammen ein, gnädige Frau?"
ost Eie hinführen. Anna zog die Klingel.
(Fortsetzung folgt)
AmMeBekanntmackungm
des BanbtatomM Marburg.
Durch das Gesetz zur Aenderung der Jagdordnun« vom 15. Juli 1924 (Gesetzsammlung 6. 577) ist di« Jagdscheinabgabe für den Jnländerjahresiagdschein von 5 E.-M. auf 15 E.-M. und für den Jnländertage»- jagdschein von 1 E.-M. auf 3 E.-M. erhöbt worden. Die durch die Verordnung vom 12. November 1928
(Gesetzsammlung S. 532) festgesetzten Beträge für Aus- läuderjagdscheine und für Dovv-iausfertigungen sowie die neben den Abgaben zu entrichtenden Verwaltungsgebühren (Min.-Bl. der Preuß. Verw. f. Landw., Do«, u. 8, für 1924 S. 349) sind unverändert geblieben.
Berlin SB. 9, den 2. August 1924.
Der Minister f. Landwirtschaft, Domäne« u. Forste« I. A.: gez. Trebeljahr.
Wird veröffentlicht.
Marburg, den 20. August 1924.
Er schüttelte den Kopf. „Nun den Wunsch, Ihnen zu helfen, gnädige Frau— nur das Verlangen, die Wahrheit zu finden. Beantworten Sie mir noch einige Fragen. Wie war das Verhältnis Herrn von Heesemanns zu feinem schwachsinnigen Neffen?"
„DaS denkbar Beste, Herr von Otten. Wenn Heesemann einen Menschen auf der Wett uneigennützig lieb gehabt hock, dann ist das Tobi gewesen."
„Sind Sie dessen gewiß?"
, ES war nicht HeesemannS Art, sich aulzuovsern. Aber bei dem Jungen hat er Nächte hindurch gewacht. wenn er krank lag. And er mochte noch so ermüdet von seinen Geschäften sein, er hat die ganzen Abende Domino mtt ihm gespielt, Domino bis zur Erschlaffung. Er verlangte das auch vcn mir. Ich konnte es mir nicht immer ebzwin- gen."
„Erwiderte Tobi diese Li be?"
..Zärtlich. Was Onkel 2Haj sagte, war Gesetz für ihn."
„Hm. — Wte verbringt der junge Mensch fei,re Lage?"
„Ziemlich einförmig. Er turnt täglich ein paar Stunden, weil er hofft, seine schiefe Schütter-auf biefe Weise bessern zu können."
„Gr turnt?“
■3a, er hat oben eine ganz« Stube voll Geräte. Er übt mit Hanteln. Er schwingt sich am Reck, am Barren. Er schaukelt. Heesemann hiett ihm monatelang einen Turnlehrer."
„Auch andere Lehrer?"
„^tein. Icb war dafür, tfi mit einem ;ür den Anterricht Schwachsinniger ausgebildeten Hofmeister zu versuchen, aber Heesemann sagt«, es sei verloren« Mühe."
„Wer beaufsichttgt den jungen Mann denn?"
„Ja, da» war eben der Grund, weshalb ich einen Hofmoistet wünschte. Wie die Dinge lagen.
3 als», oioe
Nach Beschlich de« Lanbesausschusses vom 4. Just Js. soll für bas II. Halbjahr bes Jahres 1924 bi« gleiche Versicherungsumlage (Brandsteuer) erhoben werben wie im I. Halbjahr, nämlich 10 Pfg. von j« 100 <M. Umlagekapital In bett Städten Cassel, Esch- wege, Fulda, Hanau, Hersfelb, Marburg und Schmalkalden beträgt die Umlage für einfache Wagnisse 50% weniger.
wenn er gar Arsache hatte, eifersüchtig auf diesen Onkel zu fein!---Ach nein, dies vir Phan
tasie nicht kühle Logik.
Aufwachend aus seinen Träumen, stand Otten still. Der Wald hatte aufgehört. Nur durch einen schmalen Wiesenstreifen von ihm getrennt zog der Bahndamm sich hin. Rasselnd brauste eben ein Zug drüber weg, eine lange, weiße Rauchfahne über der schwarzen Lokomottve, dann eine Reihe der erleuchteten Wagenfenster — der Sieben-Ahr- Zug in dem Mar von Heesemann ermordet worden war
Was bedeutet« das? Er verlangsamte die Fahrt, hielt — hielt auf freiem Feld?--Rich
tig. bei Polizeileutnant entsann sich: fast an jedem Abend hiett er ja hier eine, zwei Minuten, um ben Eckerförder Zug, der meist Verspätung hatte, vorüberzulafsen, um die Einfahrt in den Bahnhof Altenhagen freizuhaben.
Aber Olten stand vor dieser schlichten Tatsache wie vor einer Offenbarung. Daß niemand daran gedacht hatte! Diese ein« Minute gewohnhetts- mäßiges Hatten zerstötte für unantastbar gehaltene Alibibeweise, eröffnete eine Fülle neuer P«r- pekttven, Denn diese eine Minute Halt bedeutet« die Möglichkeit, vom freien Felde ans in irgend ein Abteil einzudringen. Der Mörder brauchte nicht auf einer Station eingestiegen zu sein, er brauchte keine Fahrkarte gelöst zu haben. Gr brauchte nur den hallenden Zug abzupassen. Je nachdem sein Heim lag, bedurfte «S dazu vielleicht nicht einmal einer langen Abwesenhseit von Haus.
Olten beschloß, Tobi, ,der unter freiem Himmel einen Fragen entlaufen war, in feinem eigenen zu stellen. Mtt dem Frühzug am nächsten Morgen fuhr er nach Drake.
grau Anna empfing ihn mit einem Aufleuchten ihrer dunklen Augen.
„Sie bringen mir Gutes, Herr von ölte«. Ich frh'S."
Skt flirt muh Sparsamkeit.
Eine Eingabe de» Reichs-Landbund«.
Ans einer Eingabe des Reichs« La nd- i» nbe« an den Reichsfinanzminister entnehmen wir Mgenbe«:
„Der Bundesvorstand bes Reichs-Lanbbunds ver- ßritt seit Jahr und Tag in steuerpolitischer Hinficht
SmteiS> und MarktnaKrtchtea.
Frankfurter Eetreibemarkt
Getreide, Sülsenfrüchte und Biertreber ohne Sack, Weizenmehl, Roggenmehl und Kleie mit Sack ie 100 Kilogr. Die Preise verstehen fich für alsbaldige Lieferung in Rentenmark, ttachtfrei Frankfurt.
Weizen (Wetterauer) 22.00—22.50; Roggen 18.00 bis 18.50; Sommergerste für Brauzwecke 22.00—23.00; Hafer 19.50-20.00; Mais 17.75—18.00; Weizenmehl südd. Spezial 0 33.00-34.00; Roggenmehl 26.50 bis 26.75: Weizen- und Roggenkleie 11.25—11.75 Mark.
(Nachdruck verboten.)
Tddktnd.
Kriminalroman von Luise Westkirch.
50. Fortsetzung.
: Di« Lust, sie auszufragen, war ihm vergangen, «rftidt in der Flut von neuen Vorstellungen, die Auf ihn eindrangen. Ihn blendeten, bertoirrten mit fcie durchdachten Möglichkeiten. Wie kam der Schwachsinnige auf Mefen Fleck, fast zwei Wegstunden von Brake entfernt? Am ben Weg im Dunklen finden zu können, mußte er ihn kennen. Am Hn zu kennen, mußte er Ihn schon gegangen sein. Ließen Heelemanns den jungen Menschen unbeauf- stchtigt durch die Wälder streifen. Oder wußte »an in Brake nichts von diesen Ausflügen? Aber »an mußte es doch merken, wenn er fehlt«. Beim Abendessen mußte man es zweifellos merken. Ilm
Ahr wurde in Brake gegessen, und bis acht ^hr konnte Tobt das Gut Brak« nicht erreichen, fklbst wenn er lief.
And wie kam er zu dem Mädchen? Hatte er Dete aufgelauert? Der Fortzug der Familie Meier teilte ihn nicht aufgeregt haben, sagte Oie Diener- sagt Frau von Heesemann. Nir wieder statte «r nach der Dirne gefragt. And nun im dunkel de« Waldes von Horst« stand er plötzlich »eben ihr, riß ft« an sich, daß sie um Hilfe schrie, br mußte also doch wissen, wo sie zu finden war. •tob toer konnte sagen, was für Trieb«, Instintt« »feinem verkrüppelt«» Httn wachten und wühlten?
konnte wissen, wie gewattig die Leidenschaft die schöne Hete dem jungen Menschen im Blut« war hn achtzehnten Jahr und stark, ® ttn junger Bär. Doch schmerzt« Otten der
Be-i seiner Faust. Wenn de« Kn.a-
I/1 ®f’,ne wild waren nach dem Mädchen, wenn
Oheim sie ihm nahm, hinterrücks, heimlich —
Marburger
Marburg, 23. August (Ernting).
Jubiläumsfeier des Lutherischen Kirchenchors.
In erhebender Weife feierte der Lutherische Kirchen- chor am Sonntag unter großer Beteiligung der Ee-
Der komm, ßanbrat. Sch webel.
Brandsteuer,Erhebung für bas II. Halbjahr 1924.
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den Stanbpunkt, bah eine Gesundung bet Reichsfinan- Scn unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung bet Wirtschaft nur durch strengste Svarsamkeii auf allen Gebiet en des öffentlich en Lebens erreicht werden könne. Dieser Forderung wird noch langst nicht in ausreichendem Mabe entsprochen. Roch immer unterhalten die öffentlichen Verwaltungsbehörden ein Beamtenheer in einem weit über die Vorkriegszeit binausgehenden Umfange. Roch immer gibt es Gemeinden, welche das Aufkommen der unerträglichen Steuerlast zum Erwerb von Sub- st an z w e rten und zu Eeldgeschäften benutzen. Eine solche Finanz- und Steuerpolitik ist Marxismus und richtet die deutsche Wirtschaft und insbesondere die deutsche Landwirtschaft zugrunde. Landesregierungen und Gemeindeverwaltungen zeigen sich zur Abkehr von dieser Politik nicht bereit. Der Reichs-Landbund ^ordert daher nochmals sofortiges und schärf- stes Eingreifen des Reichsfinanzministers. Die Möglichkeit hierzu ist dem Reichsfinanzminister durch das Finanzausgleichsgesetz gegeben."
Der Reichs-Landbund führt dann des weiteren aus, daß es Pflicht des Reichsministers der Finanzen sei, die ihm jetzt schon gegebenen gesetzlichen Möglichkeiten, in allen öffentlichen Verwaltungen sttengste Sparsamkeit erzwingen zu können, restlos zu ergreifen. Wenn diese Möglichkeiten aber nicht ausreichen sollten, dann möge der Reichsfinanzminister sich weitergebnd Vollmachten verschaffen. Wenn der Reichsfinanzminister es dagegen unterlasse, auf eine Reinigung der Ausgabenseite der öffentlichen Etats hinzuwirken, so mache er sich mitschuldig an der Zugrunderichtung bei beut« scheu Wirtschaft.
Auch die Steuerfreiheit bet in öffentlicher Hand befinblichen Betriebe müsie beseitigt werden, da dem Reiche hierdurch Steuer« w'll-n txtRMorin bli-ben. Die Steuerfreiheit der öffentlichen betriebe wirke sich auch nicht wie s tir Sinn dieser Vorzugsstellung gewesen sei, in einer Verbilligung der Erzeugnisse itnb Leistungen dieser Betriebe für die Allgemeinheit aus.
Wickelung des Chores, gedachte bet Gründer und bet Leiter desselben, aber auch der verstorbenen Cbormit- glieder. Reden und Tborgesänge wechselten miteinander ab. Herr Pfarrer Heermann überreichte Frl. Debelius und Herrn Ernst, welche 40 Jahre dem Cdore die Treue hielten und die llebungsstunden während dieser Zeit regelmäßig besuchten, je eine Ehrenurkunde nebst je einer Radierung unseres hessischen Malers Otto llbbelohde. Die verdienten Mitglieder Frl. Knatz und Herr D. Weinttaut wurden ebenfalls durch ttederreichung von Radierungen Ubbelohdes ausgezeichnet. Herr und Frau Werner verschönten die Feier wesentlich durch musikalische Darbietungen. „Ein schöner, erhebender Tag, eine wohlgelungene Feier!", so lautete allgemein das Urteil, al» die Feft- säste sich trennten. So dürfen wir bokfen, daß bet Jubeltag bes Chores bae Interesse und bas Ver- Verständnis für ben Chor, für die hehre Kirchenmusik und ben evangelischen Choral auch in weiteren Kreisen geweckt hat. Während des Tages wurde so manchmal der Wunsch laut, der Chor, bei dessen Jubelfeier auch ttühere Mitglieder mitwirkten, möge unter der Fstheung seines rührigen Leiters, Herrn Ermisch, diesem Tage noch recht viele Tage der Erbauung folgen lasten. Kommenden Sonntag, den 24. August, singt der Lutherische Kircheiichor, wie schon mitgeteilt, die „Allmacht" und das „Halleluja" mit Orchesterbeglei- tung auch in der Elisabetbkirche.
Kirchhainer «iehnarkt vom 19 August.
Bei dem Rindviehmarkt hatte bet Auftrieb die Zahl 000 überschritten, waren doch 556 Stück Grcß- vieh und 59 Kälber aufgetrieben. Auch dieses Mal ging das verkaufte Vieh zum grünten Teil wieder in die Mate- und Rheingegend. — Zu dem später statt- itodei'den Schweinemarkt waten 370 Sannerkel und
mark zurückgegangen, wurden Im Papiermarkkredltve» kehr 35.3 Trillionen Mark neu ausgeglichen, der Pa vierwechsel. und Lombardbestand erhöhte sich bamtf auf 891.5 Trillionen Mark. Der Eoldbestand zeigt« eine neue Vermehrung um 7.3 auf 498.1 Millionen Goldinark; der Zugang erfolgte bei den im Ausland« unterhaltenen Eolddevots und ist wieder auf die Umwandlung eines Devisengutbabens in, Gold zurückzu- führen. Die Scheidemünzenbestände gingen um 1.6 auf 23.7 Trillionen Mark zurück.
funbene Festvredigt des Herrn Su.verintendenten wesentlich erhöht. Festpredigt und Chöre wirkten erhebend, packend und erbauend auf die andächtige Fest- gemeinbe, bie bie Choräle mit Kraft unb Begeisterung sang. Wer in diesem Festgottesdienst anwesend wat, bedarf gewiß nicht mehr der Versicherung, daß die Chore und Choräle es wert sind, dem lebenden Geschlechte bekannt zu werden und daß somit die Be- rtebungen des Kirchenchores die wärmste Sympathie and Unterstützung aller Freunde des kirchlichen Gesanges verdienen. Kommt herzu aus allen Ständen, die ihr noch Sinn für das Erhaben und Ewige und tretet unserem Kirchenchore bei! Laßt erklingen das hohe Lied, den Choral in unfern Kirchen, in den Häusern unb Herzen! — Nach dem Festgottesdienst ging der Vorstand des Chores auf ben Friedhof und legte an ben Gräbern verstorbener Chormitglieder und Gründet und am Grabe des ersten Leiters prachtvolle Kränze nieder. — Nachmittags 3 Uhr versammelten
Chor unb Gemeinde im großen Stadtsaale zu einet ^gelungenen Nachfeier. Der Saal war dicht beitet. Nachdem Chor und Festversammlung von dem Lied« „Lobe ben Herren, ben mächtigen König bet Ehren" drei Strophen gesungen, begrüßte Herr Riebe- llng bie Gäste, hieß sie „herzlich willkommen!" unb dankte für ihr zahlreiches Erscheinen. In seiner Rede gab er einen lleberblick über bie Entstehung unb Ent
kommt er pünktlich dazu?"
di« Minute. Heesemann hielt da: aus." Beispiel gestern abenö. ist er da zum
Nur 20 Pfennig wöchentlich kostet eine Kopfwäsche mit dem seit Jahr zehnten glänzend bewährten „Schaunapon mit dem schwarzen Kopf“, Diesen kleinen Betrag kann wohl jeder Einsichtige für di« Pflege seines Haares erübrigen. Regelmäßige Waschungen mit „Schau'n pon“ befreien Haar und Kopfhaut von allen Unreinlichkeiten und sind die wichtigste Bedingung für eine naturgemäße Haar- pflege. Verlangen Sie beim Einkauf ausdrücklich „Schaumpon Marke Schwarzkopf“ mit der altbekannten eingetragenen Schutzmarke „Schwarzer Kopf“ und weisen Sie Nachahmungen zurück.
Sötte ehne Seiten spitzen, ^Bänder. Bommel» Handschuhe, Florstrümpfe usw. nur mit ben weltberühmte« echten Heitmann » vlnsenfarbe», Marke F«ch»k»pf im ®tme, Heitmann'» Farbe spart den
Bon der Sitte.
Berlin, 22. Aug. Wie In der Vorwoche die Börse trotz aller Zwischenfälle an ihrem Op- timismus hinsichtlich des Verlaufs der Londoner Konferenz festgehalten hatte, so tut sie das auch jetzt bezüglich der heute beginnenden entscheidenden ReichStagS.verhandlungen. Sie hofft, daß trotz der offiziell ablehnenden Haltung der Deutsch- nationalen doch noch die Grundlage für eine Verständigung gefunden werden wird, worüber in Verquickung mit der Aufwertungsfrage allerlei Ansichten zu hören waren. Hinsichtlich der Geschäftstätigkeit wurde zwar allseitige Zurückhaltung gewahrt. In der Kursbildung aber machte sich doch eine Widerstandskraft und im Verlaufe ziemliche Festigkeit bemerkbar. — Der Geldmarkt bleibt unverändert leicht. Am Devisenmartt war die Nachfrage heute anscheinend wegen der innerpolltlschen Spannung größer als bisher. Immerhin hallen sich bei der Reichsbank die Eingänge ungefähr die Wage mit den Anforderungen.
Di« Reichsbank!.
Die gesamte Kapitalanlage der Reichsbank erfuhr in bet zweiten Augustwoche, wie aus bem Bankausweis vom 15. b. Mts. hervotgeht, eine Zunahme um 27.8 auf 1958.8 Trillion Mark. Während bie auf Rentenmark lautenden Wechsel- und Lombardkredite im ganzen weiter um 7.7 auf 991 Millionen Renten-
Essen hier gewesen?"
„Gestern? — Nein, richtig, gestern kam er später. Da war was vorgefallen. Sin Middle» !>atte ihm seinen Hund angeschossen."
„Ein Wilddieb? Sv. — And am dritten Ao» vember? Wissen Sie das noch?"
„Da kam er pünkllich. Er kam mit mtt zugleich
Vertagung tef fleMags.
2 0. Sitzung vom 22. August. Der Kanzler am Reden verhindert.
Die Publikumtribünen sind schon lange vor Beginn Cr Sitzung stark besetzt, besonders die Diplomatenloge, der auch viele Damen zu bemerken sind.
Der Sitzungssaal füllt sich nur langsam. Am V,4 Lhr nehmen Reichskanzler Marx und Außenminister Gr. Sttesemann ihre Plätze ein; ihnen folgen die Übrigen Mitglieder der Reichsregierung.
Präsident Wallraf eröffnet um */t4 Ahr 6te Sitzung mit geschäftlichen Mitteilungen. Auf der Tagesordnung steht ein einziger Punkt: Entgegennahme «tnc? Erklärung der Reichsregierung.
Dor Entritt in bie Tagesordnung beantragt Abg. «atz (K.) die sofortige Beratung verschiedener kommunistischer Anttäge. Diese seien wichtiger als bie Stegierungserklärung über die Auslieferung bes deutschen Dolles an das internationale Kapital (Sehr gut, Sei den Komm.). Der Redner verlangt weiter, daß nach der Regierungserllärung bie Parteien zum Wort kommen und baß bann sofort ber Reichstag aufgelöst »erde, damit baS Dolk darüber entscheiden könne, ob «S dem internationalen Ausbeutertum ausgeliefert werter: will. (Lebhaftes Händeklatschen bei den Komm.).
Präsident Wallraf rügt daS Händeklatschen und Ktelt dem Reichskanzler das Wart. Ms Reichskanz- ler Marr an daS Rednerpult tritt, hindern die Kommu- «fften dadurch am Reden, daß sie fortwährend rufen: -Heraus mit den politifchen Gefangenen! Amnestie' Amnestie!"
Präsident Wallraf versucht vergeblich den Lärm tu übertönen. Er ruft den kommunistischen Abg. Dr. Schwarz wiederholt zur Ordnung und verfügt schieß- Vch seinen Ausschluß von der Sitzung. Als der Aus- aefchlosfene sich der wiederholten Auffsorderung zum »erlassen des Saales nicht fügt, unterbricht der Präsident die Sitzung auf fünf Minuten.
Während der Pause bleibt Dr. Schwarz im Saal Der Präsident eröffnet bie Sitzung wieder mit ber Mitteilung, daß ber Abgeordnete Dr. Schwarz infolge seiner Weigerung, den Saal zu verlassen, sich selbst von ben nächsten acht Sitzungen ausgeschlossen habe. Da Dr. Schwarz auch jetzt noch im Saale anwesend sei, sei er hiermit auf zwanzig Sihungstage ausgeschlossen. (Beifall.) Der Präsident erklärt daraus um 4.15 Ahr bie Sitzung für aufgehoben und erklärt, daß er sofort ben Aeltestenrat einberufen werde.
Die nächste Sitzung ist für 5 Ahr anberaumt.
Nbg. Dr. Schwarz (K.) bleibt auch während dieser Pause, die sich bis nach 6 Ahr ausdehnt, auf seinem Platz. Am 727 Ahr eröffnet Präsident Wallr-ff wieder- um die Sitzung. Er teilt mit, daß sich der Aeltestenrat »it dem Falle des Abg. Schwarz beschäftigt und in feiner überwiegenden Mehrheit das Verhalten bes Präsidenten gebilligt habe. Der Präsident fährt fort: Es wurde freilich auch bezweifelt, ob die Roraus- tzchungen für die Ausweisung bei Abg. Schwarz gege- ben waren, weil Abg. Dr. Schwarz meine Weisung «icht gehört hab«. Ich sehe, daß Abg. Dr. Schwarz such jetzt noch im Saale ist. Ich bin nicht in der Lage «ter diesen Umständen die Verhandlungen zu leiten bnd beabsichtige daher eine neue Sitzung anzuberaumen «f morgen vormittag 10 Ahr. ES liegen Meldungen Nr Geschäftsordnung vor. Ich bin aber auS den an« Geführten Gründen nicht in der Lage, die Derhand- »ngen zu leiten, (Abg. Schöpflin (©.): Kapitulieren Ke vor einem Narren? So sehen Sie aus!) und 5e« »inne daher eine neue Sitzung auf morgen vormittag 10 Ahr an mit derselben Tagesordnung.
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S.ad) emleitendm Ornelspiel fangen Chor unb Ee- , Nudelt, Läuserfchweine mit 30-50 JA pro Stück ver- meinde abwechselnd bie brei ersten Verse des Liedes: : T.iUft „Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ebren-" Mächtig brauste der Choral durch das Gotteshaus. Sliter die Festgemeinde dadurch schon in bie Erund- ftimmung versetzt, so wurde die Feststimmung noch durch die vom Kirchenchor exakt und klangschön vorgetragenen Chöre „Die Allmacht" und „Halleluja", sowie durch die allen zu Herzen gehende und tief emv-
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