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Anzeiger für (das früfcct kurßesirsche) Oberhessen - Amtliches L^rkünöisunssblatt -es Kreises Marburg
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HrrrivtS plötzliche Reife nach Paris
^errivt holt sich Informationen.
wenn wir zusammen daran arbeiten, den Frieden
dte^franzüsN-belsischen Interessen nach besten Kräften wem, M Herriot geling«, oll« Schwierigkeiten zu
kleinern, wenn man nur deren praktischen Eharakte^ unterstreichen würde. Sie haben eine viel größer« Bedeutung. Wir haben beispielsweise auf ein.«« Konferenz erlebt, daß im Dunkel der Rächt Rath« nau einen Besuch abstattete, und er hat recht barach
Deshalb komme er nach Paris, um feine Kollegen zu konsultieren. Sicher sei eS kein Fehler von ihm. wenn er gründlich nachdenke, bevor er sich entscheidend .eft- lege.
du vertreten. Man dürfe sagen, bah sie die Situation beherrschten. Leider schein« in der Auffassung der Delegierten beider Länder eine gewiss« Unstimmigkeit zu herrschen. In der vergangenen Woche fei «in Entwurf vvrber«tt«1 toorben, aufgrund dessen bi« militärische Räumung deS Ruhrgebiets in zwei Jahren vollzogen und von der loyalen Durchführung b«S Sach- verständigenpkaneS während dieser Zeit abhängig gemacht worden sei, wobei gleichzeitig vorausgesetzt werde, dah di« Engländer diese zwei Jahre hindurch ihre Truppen in Köln ftefcn liehen. Heut« werde das Vorhandensein eine« anderen PlaneS bekannt, der auf General Rollet zurüchusühren und von diesem Mac Donald bereit« vorgelegt worden sei. Rach diesem
svst Marx gesagt habe«, „um Ihnen, indem wir Sie gleichzeitig unserer Hochachtung versichern, zu sagen, dah wir versuchen möchten, normale Beziehungen zwischen beiden Ländern herzustesten." Her- riot betonte seinerseits seinen Willen zur Zusammenarbeit und fuhr fort: „Wir haben große Schwierigkeiten zu überwinde«, aber ich hoffe, daß wir.
Paris, 8. Aug. Der Sonderberichterstatter der Havasagentur meldet au8 London, dah heute vormittag in der französischen Botschaft der Direktor am Quai
densweg suche. Sr hat dann, zum französischen Ministerpräsidenten gewendet, hstizugefügt, daß,
, _________“ Marx hat Herrn
Herriot gegenüber betont, dah er kein Diplomat
d' Orsay, P e re t t i della Rocca, der Deneral- ftabschef des Marschalls Fach, General Desticker, und der Kabinettschef HerriotS im Auhenminifterium die endgültige Klärung des Planes für die militärische
Pari-, 8. Äug. Mit dom gestrigen Besuch Herrivt« bei Marx, schreibt das „Oettt>teet ist der Kontakt hergestellt. Dun werben bi« erste« Verhandlungen Über bi« militärische Räumung de- RuhrgebieteS beginnen. Aber mal würde die Bedeutung dieser Verhandlungen new
überwinden, er überzeugt sei« könnt«, ein großes Resultat vor aller Welt erreicht z» haben.
dah der Ministerrat am Sonntag sehr erregt verlausen werde.
im Wortlaut wiedergibt. „Wir sind gekommen.
Ziemlich die ganze Durchführung seines sonstigen politischen Programm- als Degenleistung verlangen.
Es ist nicht ze verkennen, dah diese Frage, die für Ic6 Gelingen der ganzen Aufgabe der beuifchen Dele- Rierten von entscheidend« Bedeutung sein wird, bisher Noch ein recht bedenkliches Gesicht zeigt. Die kleinen franzöllschen Konzessionen, die die deutsche Delegation k einigen anderen Fragen bisher erhalten konnte, dürfen über diese Tatsache keineswegs Hinwegtäuschen. Dins andere Gelegenheit, die Aufmerksamkeit verdient, W die A n l«i h e f r a g e. Rach den Informationen kes ,D a i l h Telegraph" soll die gestrige Diskussion du Rate der 14 über diesen Gegenstand dadurch stark beeinflußt worden sein, daß von der Eith sehr ungünstig« Meldungen über di« Aussichten einer stdnellen Flotlmachung der Anleihe eingelauien waren. DaS Blatt bestätigt unser« gestrig« Darlegung, wonach von deutsch« Seit« die Frage aufgeworfen wurde, deiche Rückwirkung ein Mißlingen deS Anleiheplanes ®>f die Durchführung deS Finanzberichte- durch Deutschland haben werde, behauptet jedoch, dah diese Diskussion schliehlich ergebnislos abgebrochen worden wi- Don französisch« Seit« wird dagegen bi« Sach« m^dorgestellt ,bah sich, die Alliierten damit einverstanden wklärten, daß die deutschen Durchführungsgeletz« nur Wrter der Voraussetzung Geltung «halten sollen, dah re Anleihe zustande kommt. Wie sich dies« Wider- struch autklären wird, muhvorläustg abgewartet werden.
französische Standpunkt wird mit den Morten geschildert: „Keine Anleihe, kein Finanzbericht, also auch keine wirt schaft- ^4« Räumung. “ Man darf hosten, dah in girier Weise von deutscher Sette erklärt wer» ?5R wirb: „Keine Anleihe, kein« Durch- 'NhrungSgesetz«"
D«r Bericht ber Kommission für bi« Kvntrvll« des «ciweSplane» ist nach Meldung««, bi« aus Berlin Grafen, von b« deutsch«« Regirrung angenommen Ed in die DurchführungSgesetze eingereiht worben. Aus ?>8nscher Seit« wird diese Rachricht als ein erfreuliches Archen für die mahvolle Haltung sowohl d« Berliner
?»itUn® to*e b*1 London« Delegation bezeichnet.
Di« offiziellen Verhandlungen zwischen b« deutschen 2lhi>k-Q,’On un$ b*r Äeparattonskommission über den
Ichluh «ineS neuen Protokolls, von dem gestern * touröe, werden wahrscheinlich morgen be?,in» to ®te Verhandlungen w«ben auf deutsch« Seite -2>nanzminist« Dr. Luthe« geführt. Siejeni.
Die Unterredung zwischen Reichskanzler Dr. Marx ! und Herriot.
Paris, 8. Aug. Der „Quobitien” Unterst eicht die Bedeut ung d«s Gespräches zwischen Herriot und dem Reichskanzler Dr. Marx, das er
gen Fragen, die nicht sofort gelöst werden können, fel- len bei anderen Verhandlungen geregelt werden.
Leb« die Diskussion der Amnestiefrage im Rate der 14 werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Die von deutscher Seite vertreten« Auffassung, wonach die Unterstützung der Okkupationsbehörden als Hochverrat zu betrachten seien, wurde von den Alliierten energisch bekämpft. Herriot bemerkte, daß «r sogar Saboteure nicht mehr mit dem Tod« bestrafen w«d« und fragte den Reichskanzler, ob « deutsch« Staatsangehörige tatsächlich erschießen lassen wolle, nur weil sse mit den Okkupationsbehörben zusammenarbeiteten. Mac Donald erklärte, dah der Begriff „Hochverrat" sehr elastisch sei und oft als Vorwand für willkürliche Verhaftungen diene. Er sei der Ansicht, bah auf beiden Seiten alle politischen Verurteilungen aufgehoben werden sollten. Der Reichskanzler «widerte, dah « den hohen Idealismus in den Worten Mac Donalds würdige .daß er aber nicht genügend sicher sei, ob die TktV nach so idealen Grundsätzen regiert werden könne.'Auch dies« Diskussion führt« zu keinem Ergebnis.
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Der deutsche Vorschlag in der Sanktionsfrage abgelehnt.
London, 9. Aug. Die Verhandlungen der ersten Kommission in der Sanktionsfrage, bedeuten grundsätzlich eine Annahme der Vorschläge der alliierten Sachverständigen und eine Ablehnung des deutschen Vorschlages. Di« Einführung einer Schiedsgerichtspartei im Falle von Sanktionen war darin vorgesehen, wogegen der I deutsche Vorschlag, der die Hinzuziehung eines ®eull4en Mitgliedes zur Reparations- kommisflon verlangte, abgelehnt worden ist.
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Worüber man sich geeinigt hat.
London, 8. Aug. Der Sonderberichterstatter I bes „Daily Rews" schreibt, die Hauptpunkte, bezüglich deren eine Einigung erreicht sei, seien folgende:
1. Der Dawesplan wird 10 Tage früher in Kraft treten als ursprünglich vorgesehen;
2. Die wirtschaftliche Räumung des RuhrgeSieles I erfolgt zu einem früheren Zeitpunkt als vor^efesten; I die Bestimmungen betreffend die Zölle werden in 5 statt in 6 Wochen durchgeführt werden, die Bestimmungen über die Bergwerke in 6 statt in 8 Wochen; 1
3. ein deutscher Verzug in den Reparation», zahlungen soll lediglich erklärt werden, wenn er I „willkürlich" und nicht wenn er „ofscubar" ist.
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Ernste Meinungsverschiedenheit.
hingehend abändern und überprüfen, bah sie in tief'«» «insttmmung mit dem Dawesbericht gebracht w«den können. SS sino aber noch größere Schwierigkeiten in der Frage der Festsetzung d« Zahlungen während d« LebergangSPerivd« *m überwinden. Nachdem diese Schwierigkeiten aufgetreten sind, sind die Beratungen auf heute vertagt worden.
London, 8. Aug. tieber die militärische IPäumung deS Ruhrgebiets werden in der Londoner Presse weiterhin die verschiedenartigsten Gerüchte verbreitet. Welcher sachliche Wert ihnen bri- Pimessen ist. ergibt sich au» dem Beispiel des „Dailh kelegraph", d« am Anfang seines heutigen 2r- KelS versichert, daß bei den gestrigen Besuchen zwischen Mac Donald und Herriot der Grundstein zur Lösung der Frag« gelegt worden sei, um bann am Ende >es Artikels festzustellen, daß der Gegenstand bei dieser Gelegenheit nicht berührt worden ist. Dem gleichen Blatt zufolge soll von dem Iinanzminister Element«! und dem General Rollet tbt neu« Räumung-Plan auSgearbeitet worden fein, der die zweijährige RäumnngSfrist wesentlich verkürzt, dagegen in bezug auf die Gegenleistung Deutschlands noch schärfere Forderungen enthält. Wir haben oft wiederholt, baß eS eine beichte Aufgabe sein werbe, di« Räumung bereits in einigen Wochen zu erhalten und daß die Schwierigkeiten erst dann beginnen werden, wenn e» sich um iranzösische Gegenforderungen handelt. In dies« Hinsicht werden dnmer neu« und imm« weit«gehende französische Dünsche laut. In erster Reihe steht natürlich immer d« 2lbschluß eines Wirtschaftsabkommens, sowie gewisse Derpflichtungen der deutschen Regierung für die Sach» Beferungen. Die militärische Kontrolle und die zu« Emftige Besetzung der Kölner Zone, ja sogar die Frage der Reutralisierung des RheinlanbeS soll jetzt angeb- Kch von den Franzosen in diese Angelegenheit hinein- dezogen werben. Wenn sich alle diese Gerüchte bestätigen würden, so würde Frankreich für die »ufgabe dieser ungerechten Besetzung so
neuen System würde die Räumung «st stattfinben, wenn die Abrüstung Deutschland» offiziell festgeftellt werde.
Diese Kombination sei vielleicht vom diplomatischen I getan, so zu handeln. Jetzt haben zum erste« Standpunkt schwerer zu vertreten als die erst«e. denn I Mal seit dem Kriege dl« Shef» der französische« M Archrgebiets beschlossen worden I «nd der deutschen Regierung in Hellem Sonnen« nicht um Frankreichs Sich«heit zu verbürgen, sondern licht sich aeaenseitia gesprochen.
um ihm Reparationspfänd« zu verschallen. 68 würde I 1 U U H B Ll
Der Optimismus schlägt nm.
. London, 8. Aug. In der gestrigen RachmittagS- sttzung der „großen Sieben" wurde über Gerüchte verhandelt, die in der Londoner City über die schlechten Aussichten für bi« Begebung ber Reparationsanleihe, insbesondere durch die französische Stellungnahme umgehen. Der deutsche Srsolg bei der H«beiführung einer Derminderung ber Dauer ber ökonomi» schen Räumung von 45 auf 35 Tag« ist von gering« Bedeutung. GS wird dieser Erfolg lediglich «T3 ber Ausdruck des deutschen Bedürfnisses nach einem Anfangserfolg betrachtet. In den Berhanblun- zen beS zweiten Komitees sind größere Schwierigkeiten aufgetreten und eS ist bis heute Einerlei Fortschritt gemacht worden. Die Erörterungen Über die RheinlanbSlragen haben zwar keinen Zwischenfall hervor gerufen, doch sind di« Gerücht« üb« die schlichten Aussichten der Verhandlungen kennzeichnend für di« Schwierigkeit««, bi« sich bei den Beratungen «- Heben haben.
2n den RachmtttagSstunben wurde von v e h d o u z »in Abänderungsvorschlag eingebracht. Der wichtigste Punkt besteht in dem Vorschlag, die Rheinlandkommis- ston soll« die au-gegebenen Erlasse und Ordenanzen da»
eungen wie die restlose Durchführung der abschlie- henden Mtlitarkontrolle, der Abschluß eines deutsch- französischen Handelsvertrages ufro. erfüllt werden müßten. Die internen Verhandlungen, die bisher zwischen den Hauptdelegierten der beteiligten Regierungen stattgefunden haben, wurden streng vertraulich geführt. Ein Kommunique soll erst dann ausgegeben werden, wenn eine Verhandlungsgrundlage geschaffen ist. Man nimmt an, daß die eigentlichen entscheidenden Verhandlungen nunmehr am Sonntag stattfinden werden.
Paris, 8. Aug. Wie Savas aus London berichte^ hielten die Delegattonsunterfuhrer beute morgen in Foreign Office eine kurze Sitzung ab, um die Sitzuni von beute nachmittag, in deren Verlauf die deut» sitzen Minister gehört werden sollen, vorzube» reiten. Die von Deutschland verlangten Garantien fu, den Erfolg der 800-Millionen-Anleibe werden ,m Lauf dies« Sitzung gevrüft, ebenso die Frag« des Schiedsgerichts im Falle eines Konflikts zwischen dem Zah. lungsausschutz und 'dem Deutschen Reich. Im P r i n» zip ist zwischen den alliierten und den deutschen Sachverständigen ein 6in»et* 'nehmen in diesen Punkten unter dem Vorbehalt del Billigung durch die bevollmächtigten Delegattonsfübre» bereit» bergestellt.
London, 8. Aug. Die Reparation», k vmm iss io n hat der „Times" zufolge das deutsche Gesetz betreffend die Bildung einer neuen drutshen Emissionsbank gebilligt und las Protokoll betreffend die Sinfetzung der im Da- weSplan vorgesehenen Kontrollstelle und der Beteiligung der Deutschen angenommen.
Die interalliierten Schuldensragen.
Par i«. 8. Aug. Frankreich scheint entschlossen zu sein, das interalliierte Schulden- pr ob lern in den nächsten Tagen in London zur Sprache zu bringen. Der französische Finanzmk nister Elemente! hat gestern dem englischen € chatzlanzler Snowden eine wichtige Denischrist über die Frage der int«alliierten Schulden zugehen lassen. Ihrerseits haben die Vertreter der französischen sozialistischen Parteien, die sich gegen- toärtig in London aufhalten, neue Zusammenkünfte mit Mitgliedern der Labour Party gehabt, in denen sie ausführlich den französischen Standpunkt in der Frage des interalliierten Schuldenproblems darlegten und auf ein Entgegen der englischen Re- gleruna drängten.
Der Kampf um die militärische RSumu.:.;.
Qu. Berlin, 9. Aug. Die Lösung der Frage der militärischen Räumung des Ruhrgebiets gestaltet sich außerordentlich schwierig. Wie wir erfahren, ist es bisher noch nicht möglich gewesen, eine Verhandlungsgrundlage zu finden, auf der zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien eine Diskussion möfiglich gewesen wäre. Deutschland fordert, daß die militärische Räumung im Anschluß an die wirtschaftliche Räumung stattfinden soll, und zwar ohne irgendwelche Bedingungen. Frankreich und Belgien halten dagegen an der Auffassung fest, daß bestimmte Dorbedin-
also ein Frontwechsel vollzogen, eine Operation, die I an--- «*•>«**
immer einige Schwierigkeiten bereite, besonder« ab« ■ Dr. Marx blE In London.
dann, wenn st« gewissermaßen unt« dem feindlichen I ,PU- ®e 111 n, 9. Slug. Von unterrichtetet Feuer vorgenommen werde. Auf alle Fälle mühte dies Zette wird uns mitgeteilt, daß Reichskanzler Dr. französische und die belgische Regierung ein für alle M a r x seine Absicht, noch vor dem Abschluß bei Mal ihre Auffassung fixieren. Wichtiger als alles I Londoner Verhandlungen nach Berlin zurückzu» and«« aber fei, daß sie vvlssommen über bas Programm kehren, endgültig aufgeben mußte. Der Reichs, einig feien, da« sie durchzusehen beabsichtigten. Man kanzler wird noch eine Reihe wichtiger Verhand« werde nichts Vernünftiges erreichen, wenn man nßht bis lungen führen müssen. Es hat sich herausgestellt^ zum letzten Augenblick wisse, was man wolle. Olsen- daß die Anwesenheit des Kanzlers in London drinc sichtlich zögere Herriot vor der Wahl, stend erforderlich ist, da die Verhandlungen deust
— ■ - - scherseits gemeinsam von Dr. Marx und be<
Außenminister Dr. Stresemann geführt werde« müssen, die sich gegenseitig ganz vorzüglich ergä»
^ug. Rach dem Sond«berichterstatter der .-iberte in London soll die Rachricht von der Reise H e r r i o t s und seiner Mitarbeiter nach Paris trotz der in der Umgebung des Ministerpräsidenten vor- gebrachten Erklärung, daß es sich nicht um ein unwesent- liebe« Anzeichen handele, lebhafte Erregung hervor- gerufen haben. Man habe schon gestern gesagt, daß innerhalb der französischen Delegation.^,, ----------- ------- -
eine ernste Meinungsverschiedenheit ÜberI Räumung des RuhrgebieteS beraten haben. Me Sragc der militärischen Räumung deS Ruhrgebiets! London, k. Aug. Der diplomatische Derichterstat- bestehe. General Rollet hätte sich auf den Stand- ter des „Dailh Telegraph" meldet, daß die französischen Punk! gestellt, dah die militärische Besetzung aufrecht«-! und belgischen Minister gestern abend sehr lange Behalten werden müsse, folange nicht der Beweis für die I fprechungen über die Frag« der militärischen Räumung Entwaffnung Deutschlands erbracht fei, und daß er sich I des Ruhrgebiets abgehalten hätten.
^keiner Maßnahme berg j-n werd«, die die Sicherheit ein neue. «äiimunnanf«*
^/nkreichS beeinträchtige. Ferner fügt der Bericht- m “ "9 ?
crftnlter hinzu, es fei auffällig, daß General Rollet den! P?rts,8. Aug. Der Londoner Sonderbericht- Ministerpräsidenten Herriot nicht bei seinem Besuch | ^statter des „Petit Parisien" glaubt zu wissen, bei den deutschen Delegierten begleitet habe. F-nanz- «er General Rollet dem englischen Premierminister Slem en t el habe, wie berichtet werd«, 'ter Mac Donald einen Plan zur militärischen
geblich versucht, den Kriegsminister zu seiner v«'öhn' Räumung des Ruhrgebietes unterbreitet habe, sicheren Haltung zu bewegen. SS unt«liege keinem I fieser Plan legt Deutschland die Erfüllung nach- Zwessel, baß es diese dauernden tinstimmigkeiten seien, gehender Bedingungen auf: 1. Demobil- M« Herriot v«anlaßt haben, den Ministerrat tn m.a£6ung der grünen Polizei. 2. Durch- ^°riS üb« den Stand der Verhandlungen zu unter- führung und wirksame Nachprüfung richten. Er werde dem tirteil seiner Kollegen die Mei- ber Entwaffnung Deutschlands. | nunfl^emie6en6etten unterbreiten, die wiederholt zwi» Außerdem sieht der Plan vor,daß die Besetzung schen rhm und General Rollet seit Beginn ber Konferenz der Kölner Zone und zwar durch die britischen zutage getreten feien, und eS bestehe kein Zweifel, | Truppen aus dem Ruhrgebiete fortgesetzt wird.
Paris, 8. Aug. Der neueste Räumungsplan N o l l e t s ist dem Ministerpräsidenten zugegangen, hat jedoch von englischer Seite keine freundliche Aufnahme gefunden.
hen. Durch eine Abreise des Kanzlers würde Dr. Stresemann in eine schwierige Situation geraten. |ba die alliierten Staatsmänner großen Wen darauf legen, daß die deutschen Unterhändler end gültige Entscheidungen treffen können.
London, 8. Ang. „Morning Post" schreibt, map I hoffe, daß bis spätestens Montag die Revarationskom- misston klare Feststellung der Punkte erzielt haben dürfte, die zwischen Deutschland und der Konferenz und zwischen Deutschland und der Kommission zu behandeln seien.
London, 8. Aug Hebet die gestrigen Verhandlungen der Revarationskommission meloet der diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph", di« Kom- mtMon habe in tnotfttteHer «teung rn» t>UU v« 3«e risten Mittel «örtert, um die Schwierigkeiten bett, die Zuständigkeit der Reparationskommission bei den Verhandlungen mit den Deutschen über die Fragen dia auherhalb des Teils 8 des Friedensvertrages lieget^ zu umgehen. Folgendes Verfahren fei schließlich angenommen worden: Die Regierung ld b. die Konferenz) werden an die Reparationskommission ein Protokoll übersenden betr. der Punkte, die außerhalb de» Beet sailler Vertrages liegen und die sich auf die Sachlief» rungen und den Transfer beziehen. Dieser Berichs werde dann von der Kommission zu den zu ihrer Juris« diktion gehörenden Problemen binzugefügt werden.
Gestern nachmittag batten Bradbury und De« lacroir den Besuch des deutschen Finanzminisier, Dr. Luther und anderer Delegierter erhalten untz mH ihnen inoffiziell die Fragen erörtert, die zwischen der Komfrnission und den Deutschen behandelt werde« sollen. Diese inoffizielle Zusammenkunft werde, wv man erwarte, morgen nachmittag »u ofsiziellen Bee Handlungen übet ein neue» Protokoll zwischen b< Kommission und den Berttetein der deutschen Regi« tunfl fuhren. Solch« Punkte, über die keine sofortig, Losung gefunden werden könnten, würden al» amteicl behandelt werden die später ,u erörtern seien. Kommission habe offenbar den lebhaften Wunsch nach Paris zurückzukehren. Ihre Beziehungen zur Konsirentz seien „sehr entfernt“.
Pari», 8. Aug. Rach einer Havasmeldung aus London wird der ttanzöflsche Ministerpräsident v"riot morgen vormittag in Begleitung von Eene, ral Rollet und Tlömentel London mit dem .y6?6.118 8 um uach Paris zu kommen, wo er mit seinen Ministerkollegen üb« die Haltung beraten welche die ttanzöfische Delegation in den zwei noch schwebenden Fragen, nämlich der Räumung de» Ruhrgebiet» und d« BeibebaI» tuns alliierter Eisenbahner bei den rheinischen Eisenbahnen einnebmen soll. Herriot und seine Mitarbeiter werden am Sonntag nach London zurück» kehren. Diese Reise darf nicht al» ein Anzeichen einer Krisis auf der Londoner Konferenz angesehen werden, sondern lediglich als Wunsch des Ministerpräsidenten, nm Tage vor wichtigen Entscheidungen die Ansichten sein« Mitarbeiter ,u hören. Die alliierten und die deutschen Minister werden heute nachmittag 2 Uhr ,n-, O«IWIIUICU voran a
|atnmentreten; morgen vormittag werden die sechs I in Gurovn tnieh», agierten Delegationsführ« vor der Abreise Serriot» " ™r verfallen,
ebenfalls sich zusammenfinden. ' -
Paris, 8. Aug. Zu d« Reife btt französischen ’ünI*rn ein aufrichtig« Mensch sei, der den Fcie> Delegierten nach Paris schreibt da» „Ooumal des K' ‘ *"— * ' .....
Döbats". e» fei Sache Herri »iS und Theuul».