Marburg o. Freitag, den s. August
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' V " LULU*. praruicyen -arbeiten in Gang » bnngert, alle Mitglieder der Konferenz richtig ein»
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Verhängung des Standrechtes wer Bnlgarlen.
Belgrad, 7. Aug. Hebet ganz Bulgarien ist das Standrecht verhängt worden, weil die kommn- nistischen Demonstrationen »unehmen. Die öffentlichen Gebäude in Sofia werden militärisch bewacht.
2. Die Räumung des Ruhrgebietes kann, tote nJt n ; ^Ianc ausgeführt wird, nur gegen bestimmte Avr üst ungsgarantien seitens Deutschland durchge» fuhrt werden. Der Premierminister soll über den Plan Rvllets keinesehrgroße Zufrieden» I y e i t an den Tag gelegt haben, doch willigt er I e^n’ Plan zur Sprache gebracht
I **• Kontrolle der deutschen Monovokeinnabmen.
Paris, 7. Aug. Die juristischen Sachverstän- digen, die mst der Abfassung eines Berichtes über die Kontrolle der deutschen Monopol- e i n n.r h m e n beauftragt waren, haben ihre Ar» 1 beiten gestern zu Ende geführt. Der Bericht sieht dem „Petit Parisien" zufolge eine Kontrolle in drei zeitlichen Abschnitten je nach der Höhe der aus den Monopolen fließenden Einnahmen vor. I eine politische Kontrolle setzt automatisch ein, wenn der Kommissar in drei aufeinanderfolgenden Fällen I ^natlich den Agenteen für die Zahlungen einen Betrag aushändigt, der nur ein Zwölftel der deutschen Staatseinnahmen darstestt oder wenn der Fi-1 nanzminister die ihm erteilten Vorschriften nicht! befolgt. In diesem äußersten Falle hat der Kommissar das Recht, die Ausbringung der neuen Steu-1 zu verlangen, und sogar die Erhebung der Eteu-i ern, die den Fehlbetrag verursacht haben, zu der»! pachten. Die Ergreifung einer solchen Maßnahme wird indessen von der Fällung eines Schiedsrichters abhängig gemacht. Aeber diesen Puntt haben die verbünd.ten Delegierten ein provisorisches Abkommen erzielen können. Dem „Petit Parisien" zufolge hat das Abkommen nachstehenden Wortlaut:
t. Die vorgenannten Bestimmungen erfordern nicht die Annahme eines solchen Gesetzes, da die Unterzeichnung des Protokolls ausreicht.
2.Die deutschen Statistiken werden als Grund-1 läge für die Festsetzung des Wohlstandinde/es benutzt und die Berechnung dieses ZndereS wird von einem gemischten Ausschuß überbracht werden.
sierung einer bestimmten Zone des Rheinlandes übertragen werden.
von »en Alliierten bisher getroffenen Besprechungen £aBcni ^"krmst Dr. Schachts in London läßt tormit schNeßen, daß von fetten der Bankiers in finatw Steller Dichtung entscheidende Schritte zu erwarten sind.
litt ypoth» u. hohe
u.F. a 62231
. Warschau, 7. Aug. Der polnische Außen» mtnister hatte an den russischen Gesandten in War» Wegen des Ueberfalles einer bolschewistische»
London, 7. Aug. Die Verhandlungen der Zweite« Kommtsfion über die wirtschaftliche Räu- «ung find heute in wesentlichen Punkten zum Abschluß gelaugt. Rach den neueste« »eschlüfien soll die Räumung am 5. Oktober, statt wie bisher vorgesehen, am 15. Oktober zum Abschluß ge- hracht sein. Die Wünsche der d e u t s ch e n Delegation hinsichtlich der Verkürzung des Räumungstermins find also «ichtganzin Erfüllung gegangen, aber es sind immerhin lv Tage gewonnen^ worden.
3« der Amnestiefrage wurde« die deutsche« Korderunge« erfüllt, wonach auch Ber- «e$e« der Sabotage, sowie Vergehen gegen die der Besatzungstruppen in «e Amnestie einbezogen werden sollen. Zw übrigen wurde beschlofien, daß auf beiden Seiten keine neue« Verfolgungen mehr in Kraft treten solle«. Die Einzelheiten des Uebereinkommens
8e8enie*ti8 nom Juristischen Komitee ausge-! er beitet
Die Verhandlungen über die „Berfehlungs- fr ag e- find heute ebenfalls zum Abschluß gelangt ®,e dl>n alliierter Seite verlautet, wurde der An-! trag der deutschen Delegation anae- n o « m e "> Wonach auch Deutschland im gegebenen Falle das Recht zur Anrufung des Schiedsgerichts «halte« soll. Dre Verhaudlunge« ergaben ferner, »«& et«e Verfehlung nur dann festgestellt werden würde, wenn sie ausdrücklich als bös- wtllig z« bezeichnen ist, so daß also Störungen, 7k durch Streiks oder ähnliche Ursachen entstehen, «rcht als Verfehlung betrachtet werden dürfen.
Son do», 7. Aug. Zuverlässig verlautet, daß dte hier verbreitete Meldung, die deutsche De- »egatio« habe den Bericht des Ersten Ko-ft angenommen, in dieser Form nicht zu, darf «lcht außer acht gelasien werden, £6et t>ctt Berichten der Sachverständigen- ' wtntteeji, wie von allierter Siite stets hervorgehoben wurde, ««k um Anempfehlungen, kei«es. »egs um endgültige Beschlüsse handelt, daß da. ' «“5 Erwartet werden kann, daß das Ergebnis , ^„^""dlungen vor Abschluß aller Komiteebe- . totungen bekanntgegeben wird. I
London, 7. Aug. DeuerbingS treten die Dan- iwenen ves ueoerjaues einer volftzewistischea fter3 auf der Londoner Konferenz wieder mehr in den Bande eine Protestnote gerichtet Am 4 be. Vordergrund des Interesses. Es ist selbstverständlich. ' "" '
baß s:e zu den Beschlüssen der Konierenz ihre Genehmte
«merkka meldet sich inr Konferenz der Sinanzmiutster. KohZw-u a Elug. Kolloaa, der amerikanisch, Botschafter in London hat an de« Generalsekretär bet mA.nrXrtAren ß2ri<Het* worin et den franzS. U>?En Vorschlag einer Konferenz der Finanz Minister in Paris im Anschluh an die London« Konfeten, bespricht. Kollogg etklätt, dab die amerik» mschen Delegierten mit dem Vorschlag «inverst an! den seien und daß die Vereinigten Staotenaus^r geplanten Finanzkonferenz vertreten sein sollen Al, Grund wird angegeben, daß die Frage bet Kosten der amerikanischen Besatzungsarmee noch unentschieden sek und ferner der Modus der deutschen Zahlungen tat erpen Fabre nach dem Dawesvlanbericht die Ameri» kaner gleichfalls interessiere.
London, 7. Aug. „Daily Telegraph" zufolge bat das gemischte deutsch-alliierte Komitee über ®,e Daweskontrolle eine Vereinbarung erreicht.
i Ei« Amerikaner über Dentschlands Schuld.
Berlin, 7. Aug. Bei einem Tee, den der Deichs, landbund achtzig amerikanischen Professoren uni | Geistlichen der American Fellowship Group 1924 gab, I wrd zu dem die Vorstände der Deutschnationalen Volks» Partei, der Deutschen Volkspartei, der Rationalfozialisti- I scheu Freiheitsparlei, der Zentrumspariei fowb» die Spitzenvertreter der vaterländische» Verbände unT I nationalen Arbeiterorganisationen erschienen waren, schilderte der Minister der besetzten Gebiete, Hoefle, den amertkanischen Gästen die Lage an Rhein und Ruhr. Mit der Besetzung der linksrheinifchen Gebiete müsse | man sich entsprechend dem Versailler Vertrag abfinden, die Besetzung des rechten Rheinufers aber fei widerrechtlich. Die deutschen Unterhändler in London würden sich aufs äußerste für die Räumung dieses Se» bietes einsehen. Man werbe auch durchzusetzen versuchen. daß die deutsche Bahn, die die Regie übernommen habe, an Deutschland zurücllehre. Deutschland müsse im besetzten Gebiet seine volle Souveränität wiedererlangen. Auch die Besetzung selbst müfs, abgeändert werden: denn im Versailler Vertrag steht nichts davon, daß 700 000 Soldaten auf KostenDeutsch- lands jahrelang am Rhein und Ruhr stehen. All, biefe Fragen müßten das Snteresfe der gesamten ge- fttteten Welt wachrufen. Als Vertreter der ametlla- ntschen Gäste sprach Dr. Eddy. Er erklärte, daß man Deutschland zweifellos in vielen Fällen Unrecht getan habe. Dr. Eddy schilderte, daß et selbst gesehen habe, wie die farbigen Franzosen dort gehaust und di« Weißen Franzosen ihre Macht hätten fühlen lassen. Die Hungerblockade, die noch Sa§re über den Krieg hinaus gedauert habe, sei die schwerste moralisch« Schuld, die die Welt auf sich genommen habe Dicht Deutschland allein, die ganze Welt sei an dem Kriege schuld
Di« deutschen Bettetet Bei Serrfot
London, 7. Aug. Die Führer der deutschen Delegation, Reichskanzler Marx und Außenminister vtresemann haben heute um 1/»4 Ahr Herriot einen Besuch abgestattet, und bei den anderen Delegationen Karlen abgegeben. §etr s e ‘ 5a t den Besuch erwidert.
derber» Ä >au- t>en : ht beissiger
302 r.
3. Der Kommissar hat das Recht, während der Dauer der polttischen Kontrolle seine Vollmachten auszuüben, ohne dah eine Verständigung mit dem Generalagenten für die Zahlungen notwendig ist. Es genügt die einfache Beantragung dieses Agenten.
4. Das Protokoll enthält eine besondere Bestimmung. das die deutsche Zollpolittk vor jeder Einmischung schützt.
5. Die Kosten für die normale Konttolle werden auf die Jahresleistungen in Anrechnung gebracht. Doch muß die Anrechnung die Zusatzkosten bestreiten, die durch eine Verstärkung der Konttolle entstehen.
Die Reparationskommission hat den Tert des vorstehend angeführten Berichtes bereits erhallen und wirk eine Entscheidung darüber noch im Lacke ihrer heutigen Sitzung treffen.
Belagerungszustand in Bulgarien.
Belgrad, 7. Aug. Zu der Verhängung des Belagerungszustandes in Bulgaren melden di« Blätter aus Sofia, daß dort infolge der kritischen Lage der Regierung Zango wegen der ständigen Unruhen und des Verhaltens der mazedonischen Organisationen, welche heute gegen die Regierung eine feindliche Stellung einnehmen, ein Kabinettsrat eingeholt worden sei, in welchem Zange einen pessimistischen Bericht über die Lage erstatte und verschärfte Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung beantragte, die auch bewilligt wurden. In Sofia wurde daraufhin, wie bereits gemeldet, der Belagerungszustand erklärt. Alle oftentlichen Gebäude werden von starken militärischen Abteilungen in kriegsmäßiger Ausrüstung bewacht. Die Garnison wurde zerstört. Zn der Umgebung von Sofia wurden Artillerieabteilungen zu- sammengezogen. Im allgemeinen herrscht die An. sicht vor, daß Bulgarien am Vorabend von ernsten Ereignissen steht.
Zu« griechisch-bulgarische» Zwischenfall.
ata * $ Ln^ -6;. $tu8‘ bet oon den zuständigen grie- a)i sch en Behörden veranstalteten Untersuchung in der Angelegenheit der 17 bei Terlitz getöteten Bulgaren erfahrt die „Agence d'Athenes", daß di« eingelettete Uatersuchung ergeben hat, daß unzweifelhaft ein An- «rirÄ'tA?,?• bulgarischen Bande gegen den Iteat^' ^9<nn 3h»»I0ti7U^,-Aen «r'echischen Konvoy vor.
e 17 2eid)en tragen vier die Uniform bulgarischer Komitatschis. In der Nähe des Angriffs- wurden bulgarische Handgranaten und Patronen geworden
Erfolge -er Deutschen in London.
HEkktk ^kkmin der tvtrWaWchen Aäumung. - Die Fvrderungen in der Amneftte- und BerWungsSrage angenenuuen.
Mts. um Mitternacht hat eine bolschewistisch«
------uec Ivre iseneymi. I Bande in der Starke von 100 Mann, mit Ma- nuna ÜS b>ennfie dem Publikum die Zeich. schinengewehren, Handgranaten und Gewehren aus- nung Der Anleihe empfehlen sollen. Wie verlautet, I gerüstet, die polnische Grenzstadt Stolpen über- fülle« sie noch unmet härtete Einwendungen gegen die fallen. Die Stoioftei, das Bezirksvolizeikommando
Wieder beffere Stimmung t« London.
Conbon, 7. Aug. Eine neue Konferenz» H B n n g hat um 5 Uhr abends begonnen. Es ist nicht «izm^hmen, daß irgendwelche entscheidende Dinge zur Sprache gekommen sind. Die wesentliche Aufgabe der Atzung bestand darin, die praktischen Arbeiten in Gang
Englische VermittlnngsvorschlSge i« London.
I -Berlin, 8. Aug. Wie wir hören, steht I *Unr> I lm -^'ltelpunkt der Auseinandersetzungen auf « ' londoner Konferenz ein VermittlungSvorfchlag Mac Donalds, der bemüht ist. zwischen der deutschen Del«. Oanoa und Herriot e-.re Einigung herbeicufiihren. Da» nach soll srankreich die endgültige militärische Raa» mung zum 31. Dezember 1924 zugestehen und die For- derung auf weitere Aufrechterhaltung der Besetzung
I 3cne 'allen lassen. Weiterhin soll der
n r rfc*C Beibehaltung von 4000 französisch»
t si- r_@,feilba5nern bei den Ruhreisenbahnen dahin abgeandert werden, dah lediglich eine vollständig von Dem Betrieb der deutschen Eisenbahnen getrennte inier» dlluerte Organ-fation die Kontrolle über die drei »rate- gilchen Linien auszuüben habe und die 4000 französisch- belgischen Er'e'-.bahnarbeiter in Wegfall kommen. Auf I ^er anderen Seite empfiehlt die englische Regierung der deutschen Delegation, ihre Einwendungen gegen die bisherigen Deschlüss« der alliierten Konserenzmächte zum arc-ßten Teil zurückzuziehen. Was die übrigen französischen Forderungen auf Kompensationen für die mili» I tärisch« Räumung der Ruhr betrifft, so sollen diese Fragen, soweit sie nicht zur Regelung des Eachoer- ständigenplanes gehören, zurückgestellt werden. I
Rollets Räumungsplan. I
Pa ri S, 7. Aug. Dem Sonderberichterstatter I der ,erc Rouvelles" zufolge hat der General R o l » let dem englischen Premierminister bei seinem Besuch e.nzn Plan zur militärischen Räumung unter» I breitet, der zwei Vorschläge enthält.
London,?. Aug. Der diplomatische Korrefpon- oenl der ^Dailh Mail" schreidl zu den deutschen De- me^ungen über die alliierten Dokumente, die britischen amtlichen Kreise seien geneigt, sie als gemäßigt tm ~\on und Charakter zu betrachten. Die von fran- > rösischer Seite ausgesprochene Ansicht fei, daß nichts Dann enthalten sei, was die Konferenz zum Echeit>rn bringen konnte.
. -Daily Erpreß« schreibt, di« deutsche Delegation ^be^ihr Versprechen, die Arbeiten der Konferenz nach Möglichkeit zu fördern, eingehalten.
In dem Leitartikel der .Westminster Gazette" heißt! eS. England muffe ehrenhafterweife selbst auf Fraiik- k'".^rken, daß es das Ruhrgebiet räume, min- destens sobald Deutschland praktische Schritte zur Sn» traftf^ung des Dawesplanes unternommen habe. Hof»
Herriot erkennen .daß Frankreich ver» wuchtet fei sich schleunigst zurückzuziehen und ohne Verzug Vorschläge zu machen ,die für alle Teile annehmbar feien. I
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Ameiserfürldos früßer kurbtssifche) Oberhefsen - Amt.'iches Berkün-isunssblatt -es Kreises gjtoZt*.
London, 7. Aug. Der diplomatische Derichter- «i-ter des .Daily Telegraph« meldet über die gestrige Verhandlungen: Am Dienstag Abend um 7tthr hätten «r deutsche Reichskanzler und Außenminister S t r e f e - ■ann Mac Donald einen Besuch abgeftattet und - » c , ,9ctolffe Fragen bezüglich der auf der Konferenz beiclgenben Derfahrensart erörtert Diese spielten in den gestrigen Besprechungen der alliierten ro untereinander und mit den Deutschen eine ^^chdem in der Mittagssi.^ung Marx mne Darlegungen beendet hatte, verlangte Herriot. «r in ziemlich aufgeregtem Ton sprach, daß der Rat der! !-rzehn alle Fragen der deutschen Denkschrifi in seiner ^halten und keine tteberweisung ar ^a"?t9c gestatten soll, abgesehen von Streite °me emgehende Prüfung erforderlich frwrA31^“6» ®eI_cfl‘erle widersprachen Dem; der Mm,sterpra,ident nahm hieran Anstoß und n°toZ)en sich einem von deutscher Seite ge- *°chten Vorschlag anschloß, drohte Herriot sich «dtw ^.usiehen. Mac Donald wies nun auf dte ^Wendigkeit von Zeitersparnis hin. Schließlich einigte 6a6,Me fie6e" Sachverständigen am '«mrttag jufammenlommen und am Wend dem Rat t einen Bericht vorlegen sollten. 'Die
' Delegierten zeigten offenbar den lebhaften
kif ®ac Donalds Verlangen nach schneller Ar- 2nij-5a ^"ttrstützen. Wie verlautet sind fte aber der I 7j. besonders im Zusammenhang mit schwieri» I kiffet ^rMat*onoJen Problemen gute Arbeit nicht ge. I tanx. ~crben könnte, wenn man hastig und im Zu-1
■ue der Alebermütung arbeite.
Vorkehrungen zu treffen, um Mißverstand- .1 ' A^iderfpruche und MeinungSgegensStze schnell und techgemaß aus der Welt zu schaffen, gleichzeitig aber «e Verhandlungsleitung durch die Delegationskührer »na den Pflichten der 14er Kommission sicherzustellen. tertel ton einer zweckmäßigen Organisation der Kon- terenz abhängt, hat die schon beendete alliiertenfonfe» «n« genügend dargetan. Sn Kreisen der französischen Delegierten verlautet, daß dort die deutschen Vorschläge «s geeignet angesehen werden, um eine Verständigung § ermöglichen. Der gestern um die Mittagsstunde ver° teeitete und auf nicht genügender Kenntnis der Sach» tege beruhender stimmungsmachende Pessimi smus ist verfchwunden. Auf alle Fälle scheint die Sachlichkeit der, Behandlungsatmosphäre gesichert zu siin, soweit sie in diesem Stadium möglich ist.
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' I französische Sonderberichterstatter in London macht ' b£n Inhalt der deutschen Gegenvorschläge fol- : * fiCTiuc Ängaben *
I 1. Verfehlungen und Sanktionen.
I^ir^^ichsregierung schlägt vor, daß der amerika- : I " Delegierte, der den Vorsitz über das in Aussicht 1 oenommene Schiedsgericht führen soll, für sämtliche ””n der Reparationskommission behandelten Fragen also auch für andere, als diejenigen der Verfehlungen und Sanktionen zuständig fein soll. Außerdem bean- ttagt die deutsche Regierung, dab ein deutsches Mit-
I olied in das Schiedsgericht ausgenommen wird.
2. Wirtschaftliche Räumung de, Ruhrgebietes.
Die Aufhebung der wirtschaftlichen Kontrolle soll! 11° kä wie möglich d. h. gleichzeitig mit den von deutscher Sette ergriffenen Mabnabmen erfolgen und >cht im Anschluß an sie. Die wirtschaftliche Räumung J?Xr ?lS, ^Oktober durchgesühri fein.
JinJn1 BrJnac das deutsche Memoranvum
einen zweiten Einwand segne das deutsche Amnestie- vroiekt. Die Deutschen verlangen, dab die Amnestie I allgemeinen gegenseitigen Charakter habe und dab an-1 I bererfeits die verurteilten Rheinländer auf ihr Ein-1 ^'s?^cht verzichten. Schließlich umgeben die deutschen Delegierten die Garantien für die 800-Millionen-An- leifce mit einer Reihe bestimmter Vorbehalte. I
3. Sachleistungen und Uebertraeunee«. I
(Ein Schiedsgericht labt die deutsche Regierung Nur I oteirf?™ aeIt€n- dab sie sich in dem Komitee der glilchen Anzahl von Stimmen gegenübersiebt d h 3 3 nÄVÄ61 °ber weiter, dab Deutschland in fämte
23' r 5U ^bnen eine Entscheidung zu feinem ! tIe_, erfolge, Gebrauch von einem Avvellattons- I r-**deutsche Regierung lehnt das ll?'men^^verfahren ab, das in Aussicht genommen ist, wenn eine Verständigung über eine eventuelle Abänderung des Cachverständigenvlanes nicht zustande tommt. Sie widersetzt sich ferner einer Verlegung der Lieferfrist für Kohlen und Farbstoffe über 1925. und I Kohlen und Eisen über 1930 hinaus, ferner der Liefe- I rung sämtlicher Produkte, die zum Wiederaufbau der zerstörten Gebiete nicht erforderlich sind Die vom Der- ° „ teao nicht vorgesehenen Lieferungen müffen
nach Auffasiung der deutschen Delegation Gegenstand neier Abmachungen zwischen den Deutschen und den I verbündeten Lieferanten fein. Aus diesem Grunde muffe auch d,e deutsche Regierung für solche Lieferungen lebe Verantwortung ablebnen. Zum Kapitel „llebertraginigen' wünsche die deutsche Regierung für I nch das Recht zu erhalten, gegen jede Entschließung des llcberttagungsausschusses Berufung einzulegen. I
2eder Rabatt gilt als Banabatt und verfällt, wenn dte Zahlung wät« al, 0,&>
ebenfo Auskunft durch die Eeschäft-stelle und Zusendung de1°WeL" Lfllllnng^t SU 1
sechs.'nal wöchentlich. - Bezugspreis monatlich 2 Mark a su’e ^o|t 2,2.3 "Bit. — Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereil »nDr.T.Hitzeroth. — Druck der llniv.-Buchdruckerei von Joh.Auz.Koch, Markt 21/23. — Fernivr Amt Frankfurt a. Main.
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Smmet noch feine Besprechungen mit Herriot.
11. ® ° n b o n , 7. Aug. Zu bet gestrigen Abend- Usiung der Deleg a tion s f ü hrer ist noch nach- teitragen, daß die Sitzung l1/. Stunden gedauert hat. Hauptgegenstand der Verhandlung war die Frage der Verfehlungen. Die deutsche Regierung hat bekanntlich bisher den Standpunkt bettreten, daß Ver» fesilungeri nicht immer verschuldet fein müllen. Sm übrigen sind keine bindenden Beschlüsse gefaßt worden. Die Beratungen wurden heute vormittag 11 Uhr forte gefegt. Gleichzeitig hat eine Sitzung bet ersten und $toeiten Kommifsivn unter Hinzuziehung ber, Sachverständigen begonnen, in der die Erpertenfrage beraten wird. Allgemein herrfcht der Eindruck, daß die bisherigen Verhandlungen rein fachlich waren. Die Stimmung war, auch was die Franzosen angebt, gut. Meldungen über die Besprechungen der deutschen Delegierten mit dem Ministerpräsidenten Herriot sind als verfrüht zu bezeichnen; im übrigen werben I diese Besprechungen durchaus privaten Straffer trg.l gen. Bezüglich des deutschen Memorandums ist der De-1 sch!uß gefaßt worden, nichts darüber zu verössenllichen.
Dr. Schacht und dte Bankiers. |
1. Eine internationale Lösung auf Räumung der Äflner Zone läuft darauf hinaus, daß ein Komitee die Wahrnehmung der ftanzösifchen Sicherheiten in die Hand nimmt. Offenbar soll z~. ”• »»••• anaBiopgren' v.) oct, dieses Kcmitee, das dem Völkerbund untersteht
t, Forderungen^ mgeyttich über raf ch t Der wie aus Mitteilungen hcrvorgcht, die entmilitarte1
E" Zwisten Maßlosigkeiten- der deutschen Forde- A 8en r‘°^ den französischen Darstellungen.
♦en 7- Aug. Die französische Delegation ist wie de" Gegenvorschlägen der deutschen Abordnung, kn. in,,* ,Q,!n . teststellt, unangenehm berührt wor- ^uischev etne »gewisse Maßlosigkeit" (!) der
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