Einzelbild herunterladen
 

lhr

tut

Die Sitzung mit -en Deutschen.

London, 5. Aug

1

t

SU gewährenden Amnestie Kenntnis

genommen.

1

ro

Paris, 5.

tagsabgeordnete Breit

er»

reif*

ge

EimvÄ MkNewlE

b. Bi

9- L.b°cherrsch«nd 21 8?,ft Aft*.

im

^'Ä

gen i» L BU

£

Ä i

B;

M

unb >22«

ring 4721 ichäft»

l.

9s3

:a?

40

L

i

-

i

*

i]

-

ic en id. an

4761

lvcrt

Ungeladene Gäste.

Aug. Der logiölbei

imei 47*

l.

rg

r ei» (476

. —... man sicher annehmen, baß eine 'ltLndlgung bald erfolgen wird.

L o n d o n, 5. Aug. Wie der diplomatische Be- rlchterstatter de» „Daily Telegraph" meldet, hielt I vrei e„J uristische Komitee gestern

I ”eI totsunfjen ab, um oen § a ves engttscy» •;La.n3 öfisch en Memorandums vom 9. 7.

4U frfT.tern' Es beschloß, daß die Auslegung des Protokolls zwischen der Reparations- rom Mission und der deutschen Regie­rung einem Schiedsgericht von drei Mit­gliedern überwiesen werden soll, von denen je eines die beiden Parteien vertreten und das dritte durch eine Vereinbarung zwischen diesen beiden oder in Ermangelung einer Vereinbarung durch den Präsi-

Saager Schiedsgrrichtshofes ernannt " Präsident des Haager Echieds- gerich.shofes wurde als Schiedsrichter für die Aus- des Protokolls zwischen den Alliierten und der deutscqen Regierung bezeichnet.

rg. y*

ZZDÖ

Atinisterpräfldenten gestern abend einen ncm Hotel abgestattet.

London, 15. Aug. Zum Empfang der Deutschen Delegation auf dem Liverpool- ^eet-Bahnhof waren mehrere Vertreter des isoreign Office erschinen, darunter Mister Wigram, strner die Herren der deutschen Botschaft. Auch ^«hlreiche Vertreter der ausländischen und der deut- phen Presse waren anwesend. Die Delegation be- »b sich gleich nach der Ankunft im Kraftwagen nach Nm Rch-Hotel.

scherseits keine zellliche Verlängerung der Besetzung auf eine bestimmte Frist verlangt werd«, son­dern daß man eine Anzahl von Bedingungen stel­len werde, die Deutschland zu erfüllen Hütte, wenn die Räumung vollzogen werden soll. ES würde nichts verlangt werden, was nicht streng im Rah- inen des Versailler Vertrages liege. Aber man w"de den Beweis für die völlige Entwaffnung Deutsu^nds fordern, durchge'ü' rt ohne Einschrän­kung der militärischen Kontrolle. Don der mili­tärischen Räumung des Ruhrgebiets würde erst die Rede sein, nachdem ein Beschluß über den Kölner Brückenkopf und über die belgische Zone von Krefeld getroffen worden sei, es sei denn daß Deutschland den Franzosen und Delgirn eine an­nehmbare Kompensation biete. Die ftanzösischen und belgischen Sachverständigen seien mit der Frage beschäftigt, doch sei von einem französisch- j belgischen Abkommen in dieser Frage nicht die Rede.

Sauptdelegterten stets mit seinem hauptsüchlichen diplo­matischen oder finanziellen Mitarbeiter, je nach d« iut Behandlung stehenden Frage, anwesend sein. Dl« Anwesenheit von nicht mehr alfl einem Sachverstün« ötgen würde in diesem Fall« erlaubt werben, indem stch die Sachverständigen im allgemeinen in einem an bat Konferenzzimmer angrenzenden Zimmer in Bereitschaft Volten. Verwickelte technische Fragen, in denen ernst« deutsch-alliierte Meinungsverschiedenheiten entstehe» sollten, würde» regelmäßig an den Zweierausfchuß ver­wiesen werden, der beide Seiten vertret«. Die zweit« der genannten Methoden sei von dem Rat der Siebe, als schnellere und deshalb bessere endgültig angenom­men worden. Die Frage, ob den Deutschen für bi« Vorbringung ihrer Bemerkungen über daS alliiert« Protokoll und ihrer Gegenvorschläge eine Zeitgrenz« gegeben werden solle, sei auch erwogen worden. Doch bestehe der Wunsch, ein solches Verfahren außer tat Falle unbedingter Notwendigkeit, wenn möglich, z, vermeiden, da es zu sehr einem Ultimatum ähnele. Ferner hätten die großen Sieben von dem Bericht Hurst» FronageotS über die Bedingungen der aller politischer Vergehen wegen Beschuldigten in den be­setzten Gebieten dur chdie deutsche Regierung unb durch die Alliierten zu gewährenden Amnestie Kennt»,«

Die deutsche Delegation erblicke in dem Expertenplan eine Methode, die daS deutsche Doll zur Freiheit und s zum Frieden führen könne und müsse und sobald die wesentlichen Vorbedingungen für seine freie wirtschaf- liche Entfaltung geschaffen seien, werde das deutsche Doll seine ganze Kraft daran setzen, die von ihm verlangt «n schweren Derpflichtungen zu erfüllen. Dr. Marr bestätigt« daraufhin noch einmal die Erklärung hÄUt£6en R/Merung. daß sie den Plan der Sachver» ständigen als annehmbare Grundlage für die Lötung der Reparationsfrage anerkenne und fügte hinzu, daß die Regierung in Erwartung einer Einigung auf dieser Äonferenj ihre Zustimmung zu den von den Organi»! B«X»Tf^r7fen ®nm6 bes Sachverständigen» berichte« beschlossenen Vertragsentwürfen geben würde.

Der Balkan: von jeher Europas Wetterwinkel «nst Sorgenkind, will auch jetzt nicht zur Reh« kommen. Zwei Gründe find eS. die immer wieder daS Auf­flammen neuer Konflikte und Revolten Hervorrufen. Zunächst leben die Nationalitäten so durcheinander, daß selbst ein Salomo in der Absteckung der Grenzen der einzelnen Staaten kein Urteil fällen könnte, welche« allen nationalen Wünschen und Ansprüchen Rechnung tragen würde. Noch viel weniger konnte dieses na­türlich der Fall fein, al« die Sieger de« Weltkriege» sich der Aufgabe unterzogen, di« Länder nach ihrem Machtspruch neu abzugrenzen. So kommt e«, baß besonders die unruhige und trotzige mazedonische Be­völkerung, die unter Griechenland, Bulgarien und 2ugo» slavien aufgeteilt wurde, immer wieder versucht, sich | zu empören und die erstrebte Autonomie mit Waffen­gewalt zu erreichen. Die bulgarische Regierung sieht 1 Kleinkrieg der mazedonischen Banden gegen dir griechische Grenztvachl mit einem heiteren unb einem nassen Auge. Sie sympathisiert mit den Mazedoniern, ren alten Schützlingen Bulgariens, aber sie darf e* nicht wagen ihre schwankende Position durch eine offene Unterstützung der mazedonischen Rebellen noch stärker zu gefährden. Denn nicht nur Griechenland, sondern auch Jugoslawien wachen eifersüchtig darüber, daß Bulgarien sich innerhalb seiner Grenzen hält und betrachten besonders die jetzige Regierung, die all« dem Staatsstreich gegen den pazifistischen Dauern- iührer Stamulinski hervorgegangen ist, mit Argwohn und Mißtrauen. Aber auch die anderen Staaten, mit Ausnahme vielleicht Griechenlands und Albaniens ha­ben mit der bulgarischen Regierung einen unheimlichen und bedrohlichen Feind gemeinsam, die immer stärker i £:,*toeItenZ)e kommunistische Propaganda. Es hat den Lnschein. als ob Sowjetrußland den Hauptstoß in der Richtung des geringsten Widerstandes, und das

1 6er Dalkan, zu führen gedenkt. Richt al« ob Rußland sich zurzeit in der Lage fühlte, selbst offen­siv vorzugehen: man darf annehmen, baß e« auch mit Rumänien nur im äußersten Falle einen Waffen- gang unternehmen würbe. Aber eS fördert und [ Kachelt die revolutionäre Bewegung in den Dalkan- staaten mit allen Mitteln, in der Hoffnung, im Fall« größerer Umwälzungen im trüben Fischen und sein« Machtssphäre weiter vorschieben zu können. Hier ist wiederum Bulgarien wegen seiner inneren Zerfahren­heit und Schwäche der wichttgst« Angriffspunkt. Frei­lich muß man allen Alarmgerüchten über den Aus­bruch ton Unruhen mit größter Reserve gegemiber- stehen, weil diese Meldungen häufig aus undurch­sichtigen Quellen gespeist ugd tendenziös aufgebauscht werben. Aber es scheint doch zuzutreffen. daß Bul­garien aus Furcht vor der kommunistischen Gefahr bei der interalliierten Kontrollkommission in Sofia um die Erlaubnis nachgesucht hat, seine Armee um 6000 Wann vermehren zu dürfen. Jugoslawien steht diesen Plänen, ebenso wie Griechenland, natürlicherweise sehr mißtrauisch gegenüber, in der Besorgnis, daß ein« Ver­stärkung des bulgarischen Heeres auch außenpolitff? ausgenutzt werden könnte. Die Militärkommission »t sich vor eine schwierige Entscheidung geftell' sehen, » ihr em . ausbreitender Kommunismus ebenso ist, wie eine Stärkung des politischer: Nulluttc-S

SM« Regel« kür den weitere» SetUef der L»nd«ner Konferenz.

^daris, 5 Aug. Der Londoner Sonderbertcht- erstatter des „Metin" faßt die im Hinblick aus das Ber- «br-n der Konkeren, von den Sauvtdelesierten gefaß­ten Beschlüsse wre folgt zusammen:

1. Es dürfen keine allgemein«« An.-enchc» über di« Situation in Deutschland «nd de» Ursprung bes «Ute» ne» gehalte« werde«, da Herriot erklärt hat, daß er sich einem solche» «ersuch entschieden wrdersetz. „enSnff ^heite” tct Kommissionen »ürsc» a,s fei, nett Fall wieder a»k«eno«men werde», d. 6. die er. ^wlte» Resultate steh«» als solche fest.

3. Deutsche Minister werden mit de« Hanptdeleaier. * H'"r^'eb,ng des Ministers oder des Cafc*

or6eifen’ dessen «»Wesenheit sich während der Be,vrechu»g«n als notwendig heronost-llt. Gleich-I »cit.g w.r» einer der deutschen Beoollmächtiate», : B.

S-nanzwinister, mit der Revaratioaskommisfio«

♦

London, 5. Aug. .Dailh Telegraph" schreib^, e r 1 fei barüBer besorgt gewesen, daß die deut­schen Minister auf der heutigen Dollkonserenz Reden hallen wollten, in denen sie versuchten. Deut sch» Kriegsschuld in Abrede zu stellen. D--r 'ranzosrsche Ministerpräsident habe erllärt, baß er in diesem Falle sich gezwungen sehen würde, das Konfe­renzzimmer zu verlassen. Man sei daher dahin über. I eingeksmmen, daß keine Reden gehalten werden I sollten, und daß die für heute mittag vereinbarte Hand­lung rein formaler Art fei und sich auf die Ueber- I reichung des von den alliierten Juristen ausgearbei­teten und umfassenden Protokolls an die deutsche Dele­gation beschränken soll. Wie verlaute, habe Mae I Donald die Reparationskommifsion ersucht. I und dies sei ihm auch zugestanden worden, daß sie I zugleich mit der Konferenz tage und mit den Deutschen I bie besonderen Fragen, die sich innerhalb ihrer Juris- I diktivn befänden, erörtere. Aber einige Mitglieder der I Kommission seien der Ansicht, daß die Konferenz und I Hurst Fromagevt sie ersucht hätten, sich mit Fragen zu befassen, die. da sie außerhalb des Teiles S des Versailler Vertrages stünden, sich also auch außerhalb der Jurisdiktion der Kommission befänden. Der end­gültige Entwurf des Protokolls sei daher bis heute verschoben worden. Mac Donald habe auch vorgeschla-1 den, daß die_ Kommission den britischen Premiermi» [ n^er als Präsidenten der Konferenz ermächtigen soll, I 6a« Schlußvrotokoll im Namen der beiden Körperschaf-1 ten zu unterzeichnen. Die großen Sieben hätten hieraus I zwei Methoden des Derfahre ns erwogen: l. die zwischen den Alliierten und den Deutschen zu verhandelnde» Punkte sollen in einer Kommission be­handelt werden, denen deutsche Mitglieder beigegeb-n werden. 2. Amerika, Großbritannien Frankreich, Ita­lien. Japan und Belgien sollen je zwei Minister er­nennen, die jede noch offenstehende iFrage mit zwei deutsche» Ministern erörtern sollen. Sn diesem Rat bet Vierzehn würde jeder der Premierminister oder

einätefimng bet Betrage in Deutschland vorgesehen eJ,ne Verständigung zwischen den Ätschen und der Revarationskommission zustande oi)*r Sttesemann zu diesem | JEnblick. schreibt bet Berichterstatter, stch von ihren ch^"„Eben und erklären, daß auch die militärische Ruhrgebiets zur Sprache gebracht wer­den mutze werde Mac Donald erwidern, daß diese Frage weder im Sachverftändigenbericht noch in dem Verbandlungsprotokoll verzeichnet fei und sie baljer ntajt P.atz wäre. Sttesemann bleibe es überlasten, ! Serriot und Tbeunis in der Frage der militä- rischen Räumung ins Benehmen zu setzen. Pertinar balt^ de« Versuch Ramsey Mac Donalds, von vorn- lterem^ den Rahmen der Besprechungen mit den Deut­schen augerst eng zu ziehen, für verfehlt.

d'e Ereignisse sich folgendermaßen m,tto.9 treten die Delegationsführer im cwreign Ltticezu einer Plenarsitzung zusammen, bei r .?^t'chen das Protokoll überreicht wird, zu J'e 'bre Unterschrift geben muffen, Ramsey Mac *bMn;t^irLr?li.5fu6^n' daß das Protokoll aus zwei Abschnitten bestehe. Der erste Abschnitt bezieht stch auf die industrielle Räumung des Ruhrgebiets und die Ab- Sachperständlgenberichts. Für feine Er- ^dwung sind d»e Regierungen zuständig. Der »weite utn'?str„feos Memorandum und die Kontroll-

„ ir?n der Frage des Protokolls der ersten Kom- drohte bei den Besprechungen die juristische di« Franzosen es ablehn- raendein^tt werter zu behandeln, wenn irgendein Versuch gemacht werden sollte, die Aus­legung des Art. 4 des Protokolls (Sa nktio nen) unb damit automatisch des § 18 Anhang 2 des Ver- (ailler Vertrages herbeizuführen. Nach längerer Er- orterung wurde entschieden, daß das Haager eschiedsgertty, die Autorität für die Auslegung der klll^f-i'n^ Artikel des in Frage stehenden Proto­kolls fein olle. Dre Alliierten bereiten jetzt im ein­zelnen ihre besondere Auffassung bezüglich des Ar­tikels 4 und damit des § 18 vor.

, ^ndo n, 5. Aug. „Daily Herold" schreibt, die «utschen Vertreter, die heute einträfen, um an der Reparationskonferenz teilzunehmen, seien glück- ^erweis« nicht in derselben Lage rote die, denen in i 5<es defohlen wurde, zu unterzeichnen. Bei Mac Donald und Herriot würden sie eine Mentali- St finden, die von derjenigen der Verfasser des Snedensvertrages vollkommen verschieden sei. Sie würden Gelegenheit haben, das zu erörtern, was! Mischen den Regierungen Großbritanniens, Frank- Mchs, Belgiens und Italiens vereinbart worden M und sie würden sicher viel über die Zurückziehung i- »er franzosiscy-belgifchen Truppen aus dem Ruhr-

FEt und den anderen Plätzen, an denen sie kein «echt hattenstch aufzuhalten, zu sagen haben. Ob- xElch man Mac Donald aus warmem Herzen dazu «gluckrounschen müsse, daß er eine Vereinbarung litt Frankreich erreicht habe, werde doch dieses Er-1 jebnis fruchtlos fein, wenn nicht auch die Deutschen Mimmten. Sowohl Mac Donald wie Herriot hät- mt Zugeständnisse gemacht. In beiden Ländern I 6u5 2eute, die der Ansicht seien, sie hätten zuvielI Mtzestanden: aber um jetzt zu einer Vereinbarung n^ig sein, noch mehr zuzu- »siehen. Wenn nicht die fremden Truppen bald so bestände wenig Hoffnung, ^„^utschen zustimmen würden, selbst nicht mit e,neT Anleihe von 40 Millionen Pfund.

Me Deutschen wollten, daß alles in 6 Monaten klar fti, das französische Angebot aber sei 2 Jahre: es sei r?nous nottß, zu einem Kompromiß zwischen diesen »ekden Thefen zu gelangen.

Die Verhandlungen über di« militärische Räumung.

2u. Berlin, 6. Aug. Wie wir soeben aus dem Auswärtigen Amt erfahren, werden Mittwoch adem) die direkten Verhandlungen über die Frage der militärischen Räumung der Ruhr mit der deutschen Delegation beginnen. Die französische I Delegation bemüht sich, nach den in Berlin einge- jtroffenen Meldungen, die Erörterung dieser Frage bis zuletzt zurückzustellen. Dieser Versuch scheint aber mißlungen zu sein, da, einem aus London ein­getroffenen diplomatischen Bericht zufolge nunmehr das Problem der Räumung des Ruhrgebiets so ziemlich an erster Stelle zur Sprache gebracht wer- b*n wird. Diese Wendung ist offenbar darauf zu-! ruckzuführen, daß sowohl von englischer als auch von amerikanischer Seite darauf gedrungen wurde, diese ernste Streitfrage auf dem schnellsten Wege zu re­geln, damit die übrigen Arbeiten der Konferenz mit größerer Beschleunigung zu Ende geführt werden können.

London, 5 .Aug. Einem Vertreter des Reu- *tUrM "klärte Reichskanzler Marx: Wir kom» n mit dem aufrichtigen Wunsche hierher, dabei s* helfen, die beste Mechode zu finden, um den . Dcsbencht ungeändert und im Deist feiner Ver- in die Wirksamkeit zu setzen. Wir 5ea6- fingen, unseren Teil beizutragen zur loyalen Er- ung 6er Bedingungen des Berichts, und wir stein nicht, daß wir den gleichen Deist in Lon» " stnd« werden, und wenn das der

I Am di« Ruhrräumung.

Paris, 5. August. Der Sonderberichterstatter des „yntranfigeant“ bringt eine neue Sensations­meldung über die militärische Räumung des Ruhrgebiets. Er behauptet, die Fran­zosen seien zurzeit mit der Aufstellung ihres Pla­nes beschäftigt. Er nehme an, daß sie sich' mit diesem Plane begnügen würden, die Engländer r!* Festlegung der Konferenz aufzusordern, die sich mit der Auslegung^ der Destimmungen des [ '»rledensvertrages über die Besetzung des linken Aheinufers zu beschäftigen habe. Damit soll vor allem vermieden werden, daß die Engländer den Eindruck erhielten, daß dieser oder jener Beschluß betreffend den Kölner Brückenkopf getroffen wer­den müsse. Die französische Auffaffung gehe dahin, baß die Truppen auf dem linken Rheinufer intet» aUierte _ Truppen feien und daß dementsprechend für sie die Wilitärkommifsion von Versailles zu- ständig fei, die den Friedens vertrag anslege. Der Vekichterstatter will weiter wiffen, daß ftanzösi-

Paris, 5. Aug. Der Präsident der Finanzkom» Mission der Kammer, Vincent Auriol, »nd E r u m b a ch, die vorgestern in London eingetroffen sind, haben sich gestern vormittag mit Herriot unter» batten. Sie sind außerdem mit zahlreichen Miiglie» dem der Labour Party in Verbindung getreten und haben mit diesen die Ansichten über den Stand der Londoner Desviechungen ausgetauscht.

Staatssekretär Hughes abgereist.

, en, 5. 9T«o Ti»r amerikanische Staats­

sekretär Hughes unb Frau Hughes haben heute mit­tag 1 llhr auf dem amerikanischen Dampfer ^Presi­dent Harbins" Bremerhaven verlassen.

„ swrmg li.L, Mwvlh, tt» 6.AlWff 59

OberyeWche Jeitung

AnzeigLk für fdas frübkr kurhefstsche) Oberhessen - Amtliches Verkün-igungsblatt -es Kreises Marburg

;m französische» Besuch hi sei» . . - ■ Anderseits erfährt man, daß

der deutsche Abgeordnete von Rbeinbaben gestern m London eingetroffen ist. v. Rheinbaden habe sich indessen seit Beginn der Konferenz wiederholt in Son» ton aafgchalten, sodaß seine jetzige Ankunft höchstens im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Eintreffen der deutschen Delegation von Interesse sein dürfte.

heutige Begriißungsfitzuug von London.

0 n' Deute nachmittag 12 Uhr

^feten0'4 er^e Vollsitzung der Londoner Reparations» *o4 ft Unter. Teilnahme der Deutschen, und wurde <toTae_ 61 Austausch der DegrühunHSansprachen auf „ bert<igt. Ministerpräsident Mac Donald

__»»- tis Ditzung. indem er in seiner Eigenschaft “v ^er Konferenz die deutsche Delegation diln-n^ darauf hinwies, daß alle Konferenz- \ dit 5>,-.... auf ihnen liegen6e Derantwortlichkeil ““f de» allgemeinen Wunsch auf sich ‘ putzten, daß nunmehr endlich etn ernster und

-"ersuch unternommen werden müßte, die ^rfchritt"^", 8” et^n®n' 8“ denen man sich durch " vÄ^^^aß diese Unterschrift aber erst itfiärt bu^e, wenn jede Partei lopal

t worden wäre. Mac gab der Hoff»!

Di« beutschen Forderung«« äderreicht.

Qu. Berlin, 6. Aug. Die deutsche Dele- gaNon hat unmittelbar nach ihrer Ankunft in London mit oem englischen Premierminister als Vertreter der einladenden Machte Fühlung genommen und gleichzeittg etn Memorandum überreicht, in welchem der deutsche Qtan^punkt ausführlich auseinander gesetzt wird. Me englische Regierung hat zugefagt, baß daS deutsche f®“ ?' t)D" welchem mehrere Exemplare ange­bracht t^Uft6en’ aIIcn Delegationen zur Kenntnis ge.

♦

P ariS, 5. Aug. Der Sonderberichterstatter «r Hadasagentur in London stellt fest, daß allge» i I Mcin 'n alliierten diplomatischen Kreisen die H.rl- -1 fang d:r deutschen Delegation einen gü n- N st: g e Eindruck gemacht habe. Die Delegation S°de ebenfalls ihrer Beftiedigung über den ihr zn- «il gewordenen Empfang zum Ausdruck gebracht.

' ----- ---- «be»k° Auskunft durch di. SeschSftsstell. u»bZus«»du»g der Gebote. LfSlluNrt M-rßurg, 1 ZE -

^E>tfche ^lE-nung AuSbruck, daß der Deist ber DerstSnbigrmg zum 1 Kartell der freundschaftlichen Beziehung«^ zwischen

allen europSffchen Mächten eine recht schnelle Ec- nigung ermöglichen werde.

Hierauf ergriff der deutsch« Reichskanzler Dr. Marx daS Wort, dankte im Namen der deutschen De» fÜE die freundliche Begrüßung und fuhr fort: »Die Aufgabe, der sich die deutsche Delegation gegen» übersehe, , sei von entscheidender historischer Dedeu» tung. Die deutsche Delegation sei davon überzeugt, daß das Schicksal Deutschlands und Europas von der Lösung dieser Ausgabe abhäng«, die nur dann möglich sei. wenn sie im Geiste friedlicher Verständigung und unbeirrbaren Rechtssinnes behandelt würde. 3n diesem j Seifte beabsichtige die deutsche Delegation zu ver- handeln.

London, 5. Aug. Infolge der erwarteten «ininft der deutschen Delegierten herrschte vor­mittags in der Downingstreet lebhaftes Treiben. Troße Menschenmengen standen an den Zugängen £tn Foreign Office, die durch Polizeiketten und berittene Polizei zurückgedrängt wurden. Das Dc- l Müde des Foreign Office war von Journalisten »!c. Tla icn'I täteen und zah'rei>Hen Photoaraphen Dnlagert.. Als erster traf der italienische Minister •c Stefan! mit seiner Delegation ein. Ihm Ngte ein langer Autozug mit den verschiedenen «chverständigen. Die deuffche Delegation traf ® 86>ei Abteilungen ein. Der Reichskanz- bmö? e c Ußen - und der Finanzminister oas wlemorandum und die Konttoll-

»men zusammen und bettaten ruhig und fast ohne i d'e für die wirtschaftliche Ausbeutuna und ^mmkt zu werden das Foreign Office. Der ftan- "" ~

' Ministerpräsident Herriot erschien Punkt Ahr. Er sah ernst aus und stürzte in daS C>e° eeuÖ€' p^ne sich photographieren zu lassen.

tzation ist heute vormittag kurz vor 9 llhr im Sverpoolstreet-Bahnhof ein getroffen. Eine tzwße Menschenmenge hatte sich angesammelt.