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er tri Marburg tu L, Sonnabend, den 26. Zull 59. Sohrs. 1924.

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Anzeiger für (das trübet hirbettW Sberßetken - Amtliches Betkündigungsblatt des Kreises Marburg

Deutschlands Einladung beschlossen

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Noch ein«» offiziösen Havasbericht aus von- 6on ist es nicht ausgeschlossen, daß die Konferenz heilte nachmittag zu ihrer dritten Plenarsitzung zu- Jammentritt. Die Aussprache würde sich auf die SrKiten der zweiten .Kommission beziehen, die einen ausführlichen Bericht über die Umstellung der tomschastlichen Pfänder gestern endgülttg abgefah!

gcäafeett Die Beteiligte» find fest eotschtesten, Regel»»« ru erreiche». Die Koniere« wird einen

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feen Teil ihrer Arbeite» in dieser Woche noch erledige». 3»ei Sengen müssen »och geregelt »erde». Die erste und wichtigste ist die Sait eng der Bankiers gegenüber der de»tsche» An lei he. Die aweite Senge betrifft die Eisenbahnen. Die Besprechungen mit de» Bankiers haben den ganzen Tag angehalten. Eine Einladung an Deutschland ist noch nicht erfolgt. Die Deutschen können vor de» nächste» Donnerstag nicht eingetroffen sein. E» wird acht Tage dauern, »« mit den Deutsche» ein erspriessliche» Ergebnis zu er, reiche».

Eigene Funkmeldung.

Paris, 25. Juli. Wie der Sonderberichterstatter desStatt t* mitteilt, habe» die J»riste» die Frage der Beteiligung der Deutschen an der Londoner Kon­ferenz geprüft und drei Kategorien ausgestellt. Die ersten Frage» betreffe» »»r die Interesse» der Alli­ierten. Die geeite Frage betrifft die Berbandluna mit der Reparatiouskommisfion. Die dritte Frage wird sich mit der Räumung des Ruhrgebieteo beiasseu, »eil das Ruhrgebiet mit dem Friedensvertrag nichts zu tun bat. Es wird zu einem Ergebnis kommen, wenn sich die Sach­verständigen verständigen. Mac Donald hat der deut­schen Regierung noch mitgeteilt, dah fie sich bereit hal­ten soll.

Paris, 25. Juli. Rach dem Berichterstatter de» Ouottdien" haben die Finanz-Sachverftäudigen die Ansicht ausgesprochen, das» die deutschen Delegierten, die au der Londoner Konferenz teilnebmen werden, von den Alliierten als Gleichberechtigte behan­delt »erden mästen. Der Berichterstatter gibt an, dafe die Unterhandlung mit den Alliierten und den Deut­schen am Mittwoch beginnen »erden.

Paris, 25. Juli. DerHavas"-Berichterstatter meldet zur Frage der Zuziehung der Deut­schen zur Londoner Konferenz weiter: Die Sach­verständigen haben beschlösse», die Deutschen zur Konferenz einzuladen. Die Einladung wird später erfolge», wenn die Konferenz mit ihren Arbeiten fertig ist, und die Einladung wird sofort nach Berlin übermittelt werden. Der Anrschnfe wird durch einen belgischen, amerikanischen und italieni­schen Vertreter vervollständigt werden.

Deutschland soll sich bereichalten.

Berlin. 26. Sukr. Die Einiaburrg Dentfch- lands zur Londoner Konferenz ist bis zur Stunde noch nicht übergeben worden. Dagegen trifft die aus London kommende Meldung, wonach die deutsche Legierung oufgesordert worden ist, eine Delegation zur sofortigen Abreise nach London bereitzuhalten, tatsächlich zu. Diese Aufforderung ist aber lediglich in einer inoffiziellen Mitteilung enthalten, aus der auch hervvrgeht, daß Deutschland als gleichberechtigtes

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Ar AbrüftlingSsnW im Sbrrlmk,

London, 24. Juli. JmenglischenOber- Hause ersuchte heute Lord Dreh di« Regierung um Informationen darüber, was sie bi« jetzt tm

Eigene Pu nkmelbung. ' Mae Donald will Räumung bet Ruhr verlange».

Paris, 26. Juli. Rach eine» Bericht bei Sonderberichterstatters derSre Rouoelle" wirb Mac Donald in bet au» Moutag statt« findenden Vollsitzung die uollkom« mene Räumung des Ruhrgebiets »et« laugen. Die Stellungnahme Herriots zu diese» Punkt scheine noch nicht festgesetzt zu lein. Man würde durch zu weit gehende Forderungen die ganze Sache in Verlegenheit bringen. Nichtsdestoweniger wäre es von große» Vorteil, wenn der englische Standpunkt angenommen würde. Die mili­tärische Besetzung werde nur eine Be« rechtigung für die Sicherung der wiet«' schastlicheu Besetzung fein.

Die Tattik Amerika». x

Netohork, 25. Juli. Der United Presse zufolge - legt sich 6a8 Staatsdepartement in der Deurteilungi der Londoner Besprechungen nach wie vor die größte Zurückhaltung auf. Die Washingtoner Regierung wünscht offenbar im Hinblick auf die bevorstehende» Wahlen sich keine Blöße zu geben. Die Tattik des Staatsdepartements bestände darin, die Ergebnisse der Londoner Konferenz vorläufig ab­zuwarten und für den Fall eines positiven AuS- ganges von der öffentlichen Meinung die moralische llnterflützung zu einer offiziellen Mitarbeit zu erlangen und anderseits darin, jede Berantwortung für einen Fehlschlag von vornherein abzuleh- n e n. Der Standpunkt des Präsidenten Kovlidge und des Staatssekretärs Hughes entspreche, Wie die Hntteb fresse betont, der von den Finanzkreisen vertretenen Auffassung sowohl hinsichtlich der Sicherstellung bet Anleihe als auch im Hinblick auf da- Prinzip, auf jede Einmischung in das Wirtschaftsleben zu verzichte«, j

Eigene Funkmeldung.

Loolibge optimistisch. '

Rewyork, 26. Juli. Aus Washington wirb ge» meldet: Präfident Loolibge ist hinsichtlich der Lon­doner Konferenz immer noch optimistisch. Er fit fest davon überzeugt, dah die Notwendigkeit für eine Rege­lung des Revaratiousproblem» alle Schwierigkeiten, di« in der Konferenz in London entstehen werden, toet» winden wird. Der Präfident erkennt vollkommen die Schwiermkeiten die eine Einigung verzögern, aber er ist vollkommen der Ansicht, dafe die Forderung nach einem wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas viel l» stark ist, dab eine Einigung nicht u'ä Stande komme» würde.

derung an die ReparLtivnSkomMis­sion, sich nach London zu begeben. H e r r i o t erklärte einem Vertreter desQRatin, er dächte durchaus nicht daran, im gegenwärttgen Augenblick nach Paris zu fahren, da er momentan zur F b r d e- rung der Konferenz ebenso in London dringend erforderlich sei. Selbst, wenn die Kammer dar­auf bestände, am 29. Juli zusammenzutreten, so könne chn dies nicht beeinflussen, seinen Besuch in London vorzeitig abzubrechen. Dach einer anderen Meldung hat Herriot an Poincare die Aufforderung gerichtet, seine Debatte im Senat zu verschieben.

Keine Festsetzung der Endsumme in London.

Qu. B e r l i n, 26. Juli. Von deutschnatio- naler Seite ist an die Reichsregierung die An­regung ergangen, in den Besprechungen in London den amerikanischen Vorschlag anzunehmen und den alliierten Regierungen nahezulegen, in der Lon­doner Konferenz sich auch gleichzeitig über die End­summe der Reparationszahlungen, die von dem Sachverständigen-Eutachten nicht be- rühtt worden ist, zu einigen. Demgegenüber ist schon von der Reichsregierüng darauf hingewiesen worden, dah dieser amerikanische Vorschlag keines­falls irgend eine Aussicht auf Annahme habe, weil die französische Regierung von vornherein nur unter der Bedingung an der Konferenz teilgenommen hat, dah über die Endsumme und die damit verquiqckte Schuldfrage nicht gesprochen wird. Es würde also Deutschlands Position sehr ver­schlechtern, wenn die deutschen Delegierten den aussichtslosen Versuch machen würden, diese Frage anzuschneiden. Es wäre ohnehin schon schwierig genug, die lebenswichtigen Forderungen Deutsch­lands durchzufechten und man müsse alles vermei­den, was über dieses engbegrenzte Programm hin­aus eine Neubelastung der Konferenz bringen könnte.

Deutschlands Zahlungen während der llebergangs- periode.

P a r i s, 25. Juli. Wie von mahgebender Seite erlärt wird, hat der § 4 eine wichtige Aenderung erfahren. In seiner vorliegenden Fassung besagt er, dah Deutschland während der Ueberganigsperiode vom 15. August bis zum 15. Oktober nur einen Betrag z.u zahlen brauche, der zwei Zwölftel von der im Sachversrändigenbericht vorgesehenen Jahresleistung aus­macht. Dieser Betrag wird dem Agenten für die Reparationszahlungen ausgehändigt und zur Fi­nanzierung der Naturalleistungen verwendet werden.

Sondon, 25. Juli. Die «rste Kvmmis- »ten wird heut« mittag zu einer Sitzung zufam- ^«rtwtan und weiter über eine Kompromlhformel fih den Paragraph 4 ihres Berichts, der sich be» tzannilich auf di« Verfehlungen und Sank- itcrt n bezieht, beraten. Ein Ausgleich ist »och nicht gefunden worden. Im Verlauf ktzes g'strigen Tages war ein neuer Vorschlag er- folgt, bet sich auf den Linien des asten belgischen Vorschlags aufbaut. Dem »Petit Parisiea" gu» ' feige lautet er dahin, bah, wenn eine Macht andere Sanktionen ergreifen würde als die von dem Fünf- Därrncr» Ausschuß, der aus den Sachverständigen Rs früheren DaweS und Mac Kenna-Komitees Hrbildet werden soll, anempfohlenen und dadurch die Anleihepfänder gefährdet würden, diese Macht nicht nur die Garantie für den Zinsendienst, sondern «uch für die Rückerstattung des Kapitels selbst Übernehmen muß. ES ist nicht bekannt, wer der Verfasser dieser Kompromißfvrmel ist. Man ver­mutet auf jeden Fall, daß sie den Kreisen der bel­gischen Delegation entstammt. Die Bankiers haben «klärt, sie könnten sich mit der Formel in der ge­wählten Fassung nicht einverstanden er­klären und würden nur eine gemeinsame Garantie sämtlicher verbündeten Staaten gelten lassen. Rach -em »Petit Parisien" bleibt wohl nichts anderes Wbrig, als auf den ersten Vorschlag des belgischen Ministerpräsidenten zurückzugreifen. Er entspreche em meisten dem Buchstaben des Vertrags und werde wohl auch am besten den Forderungen der anglo-ametikanischen Finanzwelt gerecht. Der Vorschlag besagt bekanntlich, daß die Reparati- »askommission ihre Vollmachten zur, Feststellung rvcnt. deutscher Verfehlungen entweder einem aus ten Mitgliedern des früheren Sachverständigenko- »itecS zusammengesetzten Fünf-Männerausschuß Verträgt, oder daß sie eS bei der Einholung eines konsultativen Gutachtens bewenden läßt, bevor sie selbst zur Feststellung deutscher Verfehlungen

hat Im Verlaufe dieser Sitzung würde auch die Einladung deutscher Vertreter nach London be» Mlrssen werden. Das Datum ihrer Ankunst würde rrrst später festgesetzt, je nach dem Fortgang der ^Arbeiten der Konferenz. Aus ftanzösischer Quelle verlautet weiter, dah Mac Donald im Siaoer- ständnis der anderen Führer der Delegationen und »ach einer Unterredung mit den juristischen Lachv'r- flänt'igen Frvmageot und Sir Eecil Hurtt die deut­sche Regierung aufsordern wird, sich für dir Cnt- scndung ihrer Vertreter yach London bereit zu hatten. Rach Ansicht der' stanzösischen Sond urrr kMverbgrichterstatter dürste es vor kommenden Wontag nicht zu irgendwelchen schwerwiegenden Beschlüssen der Konferenz kommen. Bekanntlich find die Mitglieder der alliierten Delegationen ein- Stieben, der auf kommenden Sonntag festgesetzt m Tttttenschau in Splithead beizuwohnen. Voc der Aücktth: der Mitglieder nach London werden ins» desrrdrr« die Arbeiten der ersten Komm'ssi)a zu ♦inen Abschluß gelangen.

Die Pariser Mvrgenblätter geben von dem scaa- tösischen Standpunkt auf der Konferenz i« dar Frage der Verfehlungen und Santtionen heute früh die r.r chstehende, von der Agentur HavaS ver­breitete offiziöse Darstellung:Die Reparattons- kwnmisslvn würde unter Hinzuziehung eines ameri- kr.nischrn Vertreters des Verfehlungen Deutfch- feststellen. Sie wird sich aber vorher mit -.Mrittischen Sachverständigen und fünf Sachver­ständigen des DaweSausschusfes, sowie einem Ver­treter der Anleihezeichner umgeben. Die Befra- 8n«g dieser Persönlichkeiten darf indessen keinen .»tcgrrifchen Charatter haben, der den Rechten der «eparationskommission irgendwie Abbruch tun sei nicht ausgeschlossen, heißt eS in _ote weiter, daß diese Lösung von den anglo- ,«nerikanischen Bankiers letzten Endes angenom» irürde, weil der Eindruck vorherrsche, daß lbcr die Natur der für den Erfolg der 300-Mil- rSenen-Anleih« unerläßlichen Garantien sie getril- ;ter Ansicht zu sein scheinen. Die wesentliche Bor- .«uösetzung für ihre Zustimmung würde ohne Zwet­tl dahin lauten, dah die verbündeten Regierungen sbie Solidarität, die sie in ihren Entscheidungen bis- Her bekundet haben, aufrecht erhallen. Die Ber- jböndelen verfügen mit der militärischen und wirt- tkhoftlichen Räumung deS Ruhrgebiets über einen SRügenb großen Spielraum, um zu einem einstim- ^igcn Kompromiß gelangen zu können.

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Eigene Funkmeldung. lJ"don, 25. 3»II Hebet die allgemeine Aimo-1 __terfä6rt Meuter: Heute Abend morde i» verant- .......... firefle» tfatf Bimini»» Sunetlicht

Verhcindlungsmitglied zur Konferenz zugelasfen werden soll. Diese Mitteilung hat in Berlin Befriedigung her- vorgerufen. Die Regierung Marp-Stresemann, deren innenpolitische Posttion in den letzten Wochen anfS schwerste gefährdet war, ist nunnrehr von einer ernsten Sorge befreit Reichskanzler Dr. Marr, der die Führung der deutschen Delegation in London über­nehmen soll, wenn nicht unvorhergesehene inuerpvlitische Schwierigkeiten seine Anwesenheit in Berlin erfordern, ist der Austastung .daß es dringend notwendig ist. in London eine Verständigung über die Durchführung deS Gutachtens zu erzielen, damit endlich der Zustand dauernder Spannungen und Konflikte beendet werden kann. Ein Scheitern der Londoner Konferenz wäre nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa ein Unglück. Die deutfche Delegation werde nach Kräsien bemüht sein, an dem Zustandekommen einer Einigung, delzutragen, aber sie werde von den grundsätzlichen" Forderungen Deutschlands nicht abgehen können, da diese ein Mindestprogramm darstellen. Man könn-> schon jetzt vvraussehen, dah es außerordentliche Schwie- rfefeiten zu überwinde» gibt, ehe die Konferenz zu einem Ergebnis gelangen kann.

Ein Mink an Deutschland.

London , 25. Juli. H e r r i o t soll gestern bei einem Empfang der französischen Berichterstatter diese darauf aufmerksam gemacht haben, datz die beiden Rechtssachverständigen der Konferenz, Hurst und Fromageot, gestern im Laufe des Tages bereits zu einer grundsätzlichen Uebereinstimmung gelangt sind. In ihrem Gutachten sollen sie betont haben,, daß zahlreiche Bestimmungen des Dawes­planes sachliche Verhandlungen auf der Basis der Gleichberechtigung^ mit Deutschland erforderlich machten, sodaß die Alliierten es bereits als ange­zeigt gehalten hätten, der deutschen Regierung einen inoffiziellen Wink zu geben, eine kleine, aber starke Delegatian zur sofortigen Abreife bereitzu­halten. Wie hierzu von zuständiger Stelle gemeldet wird, ist in Berlin eine derartige Aufforderung bis­her an di« Reichsregierung nicht ergangen.

Gesamtübernähme der deutsche» Anleihe? , London, 25. Juli. Seit gestern verlautet baß unter Umständen eine Besprechung deut­scher unb französischer Bankiers in der Frage der Anleihe für Deutschland stattfinden werde. Seitens des Bankhauses Kuhn Loeb u. Eo.. die sich bereiterklärt hat die ganze deut- sche Anleihe zu übernehmen, wird erklärt daß alle Ansprüche auf Verbindung öer Anleihe mit den Garanttesordetungen abgelehnt werden würden.

Berufung der Reparationskommisfisn nach London.

Paris, 25. Juli. DerPetit Parisieu^ mel» bet aus London, man rechne mit einer Au f for -

Das äußerste Zugeständnis an Frankreich. Reue Bedingungen der amerikanischen Finanz.

Rewyork, 25, Juli. Finanzielle Kreise und auch ein großer Teil der politischen Preffe äußern sich ziemlich ungehalten über di« Stellung­nahme Herriots in London und greifen die Hallung Frankreich» in der Frage der Ruhrbesetzung scharf an. Herriot wird, falls es in London schief geht, für alles weitere verant­wortlich gemacht. Di« Skepsis der Finanzkreise wächst, und es werden auf Frankreich gemünzte Vor­aussetzungen für die Anleihe aufgestellt:

1. Frankreich gibt die Sicherung, daß es Inva­sionen in Deutschland unterläßt, da diese» sonst nicht kreditfähig ist.

2. Der Dawesplan stellt in seiner augenblick­lichen Form da» äußerst« Zugeständnis an Frank­reich bar.

3. Sicherungen gegen einen neuen Krieg.

4. Die Reparationsfrage muß augenblicklich den Politikern entwunden und eine« internationalen Komitee unterbreitet werden.

5. Der Zweck der Anleihe muß genaueste«» um­schrieben werden.

. 6. Hypothekarische Sicherheiten in Falle einer deutschen Versäumnis.

Die langersehnte Formel.

London, 25. Juli. Heute vormittag traten die Delegationsführer abermals zu einer Bespre­chung zusammen und die »rite Kommission ist zu heute nachmittag einbecusen worden, ein Symptom, das darauf schlichen läßt, daß in den Verhand­lungen zwischen ben 33anfen unb ben alliierten F i n u »z inin i st e i n min­destens bereits eine diskussionsreife Formel gefunden sein muß, deren Redaktion für die Voükonserenz bereit» im ersten Ausschuß vor­bereitet werden könnte. Man nimmt an, daß der endgülttg« Wortlaut der neuen Formel bereits fest­steht.

Eigene Funkmeldung.

London, 26. Juli. Dem diplomatischen Kor­respondenten de»Daily Telegraph" zufolge wurde die erste Sitzung der ersten Kommission, die gestern «achmtttag stattfinde» sollte, im letzten Augenblick vo» Mac Donald abgesagt. Man sei der Ansicht gewesen, daß di« Kommission merkwür­digerweise nicht zusammeukomme, um mit de» Bankier» z» einer Einigung zu kom­me u, bevor eine vorläufige Vereinbarung zwischen den alliierten Regierunge« und den Bankier» er- zielt worden sei. Es besteht der Plan unter den Bankiers, daß sich auch deutsche Bankiers daran beteiligen sollen. Die Beteiligung daran würde in ben beiden Länder« beruhigend wirke«.

Sinne der Qlbrüftung veranlaßt habe. Es fei un­umgänglich notwendig, den ganzen Apparat des Völkerbundes in Bewegung zu fetzen und auszu- nuhcn, wenn eine künftige Katastrophe für Europa vermieden werden sollt«. Er sprach sich dafür aus, daß di« einzelnen Mächte sich zu B«-^ sprechung«n darüber zusammensetzen möchten, uml geeignete Mittel für die absolut« Sicherheit Euro-! pas ausfindig zu machen.

Im Namen der englischen Regierung erwi­derte kerb Parmour. Er erklärt«, die Re-^ gierung habe den vom Völkerbund geschaffenen gegenseitigen Garantiedakt deshalb abge­lehnt, well er auf falschen Grundsätzen beruhe und durchaus nicht auf jede Situation anwendbar fei. Die Regierung fei ebenfalls von der ^ebensnoiaxn- digkeit der Abrüstungspvlitik überzeugt und er­kenne ebenfalls den verhängnisvollen Sinfluß der Furcht vor neuen Kriegen. Alle eucl':^chea Do ii» nicns mit Ausnahme des irifchen Freistaates hät­ten sich gegen diesen Garanttepakt ausgesprochen, Ohne gegcnfe;t ge militärisch« Vorbesprechungen fei dieser Garantiepakt eine Farce und eine Enttäu­schung.

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Aus bem besetzten Setztet

Eigen« Funkmeldung.

Höchst, 25. Juli. DasHöchster Kreisblatf ®U* bet: Sestern wurde eht Arbeiter von einem Marokkaner! l ach seinem Pafe gefragt Der Marokkaner beanstandet»! de« Pafe n»b nahm den Arbeiter zum Oflizier mit; Aus dem Wege r»m (bfitetbababof «ahm der Maroß» Inner bem Arbeiter die Uhr «nd 11 Mark ab and be­gann an tbm ein schweres Sittlichkeitsverbrechen.» Weiter wird gemeldet: An der Kelsterbacher Säbel wurde ein Arbeiter von einem Marokkaner überfallen »nd durch Dolchstich« schwer verletzt

Agrnture« für Einreiseerlaubnis

Koblenz, 26. Juli. Di« Jnt«rallii«rtgj Rheinlandkommtssio n teilt folgendes mtttj Aach Auskünften, welche der deutschen Presse «ttms nmnmen sind, bestehe« gegenwärtig Agentur«» die als Vermittler -wischen Desatzungsbehörde» tmr Personen, welche Einreiseerlaubnisse bwuW ttgen gegen Bezahlung mifireten. Da« PubvV» wird vor diesen Agenturen gewarnt und folgend«« bekanntgegeben:

1. Die Agenturen sind keinesfalls von den !5m satzungsbehörden anerkannt

2. Die von solchen Agenturen stammenden Ge» suche haben kein prtvllegierte« Vorrecht.

3. Die Gebühren zur Ausstellung von GAttt« scheinen sind dutzch die Ordonnanzen der Rhein» lendkommission feshxsetzt. '