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Vit ihren nüchternen gsschäftsmätzigen Argumenten 'Ocheblich verstümmelt haben. Noch glaubt die fran- rvsische Lelegation an ihren politischen Forderungen festhalten zu können, aber die rauhe Offenheit des Amerikaners Young hält ihnen ziemlich brüsk entgegen, daß sie auf dem bisherigen Wege nicht vor. WärtS kommen wird. Herr Young hat den ge- schickten Londoner Svnber-Kvrrespondenten de«
g-tionstnhabern das Vertrauen zu geben, daß sie jehl bereit seien, dem Dienst der ReparativnSan-
Dem Berichterstatter zufolge hat sich die Kommission gleich nach ihrem ZufarH..«tritt auf ein, Stunbe vertagt, um einem Än»erauSschuh zu ermöglichen, Ferettis Formel zu bearbeiten und sie in« Englische zu übersehen. Die britischen und französischen Sachverständigen nahmen an Meter Arbeit teil, obgleich sich sowohl die britischen al« auch die französischen Delegierten daS Recht vorbehielten, an der ursprünglichen Formel festzuhalten. Al« der LlnterauSschuß seine Arbeit beendet hatte, nahm der Dv11ausschu 6 eine lange Erörterung der neuen Fassung der Formel vor. Die allgemein, Auffassung sei nach dem Berichterstatter keineswegs ungünstig gewesen. Das wenige, daS über Paragraph 4 gesagt
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maßnahmen werden fortfallen, sobald die Bankiers den Verbündeten gegenüber die Unterbringung der 800 Millionen-Anleihe verbürgen.
I gehofft, baß dies tm Verein mit der Ernennung eines amerikanische» Bürgers für bte Reparation«
I kommiffion zwecks Bestimmung des deutschen Verzuges die gewünschte Wirkung hervsrbringen kbnnts, I Die Erörterung darüber sei im Vang«. Die Aew» derung, di« für den diesbezüglich,» Leilakt des
I Versailler Vertrages vorgesehen sei. werd« ist geheftet werden oder eine« besonderen Dertras darstellen solle, der zwecks Ausstellung d-S tw vesplanes aufgestellt wird.
London. 19. Juli. Der diplomatische Berichterstatter der »Westminster Gazette« schreibt, nach einer langen Erörterung sei gestern der erste Konferenzausschuß zu einer praktsschen Dereinba- I nmg über die Autoritütgelangt, di« darüber ent< scheiden soll, wann sich Deusschland in Verzug de- ltnbet. Der britische Plan, daß die Reparation« kommission mit Hinzuziehung eines Amerikaner«, die beschließende Autorität sein soll, sei angenom» lnen worden, ebenso die Forderung, daß der Vene« ralagent für die Reparationszahlungen und der Treuhänder für die Jndustrievbligationen ebenfalls eine Stimme haben soll. Die MeinungSderschie- denheiten über das Recht, irgendein« separat« Aktion gegen Deutschland zu unternehmen, se-en durch eine neue Forderung geregelt Porten, durch welch, die Obligationsinhaber die Sicherheit httten, daß die Zinsen pünktlicher bezahlt würden. Dies lass« erkennen, dcktz eine internationale Garantie erfolgen werde, die den ObligattonSiuhabern t^srlut, Sichecheit gewähren und dadurch die vom Inrnzi- eilen Standpunkt erhobenen Bedenken ge^va «in« mögliche unabhängige Aktion van Seiten «Iner her Alliierten beseitigen werde.
geregelt wird, so steht zu erwarten, baß das abschließende Ergebnis der Konferenz nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen wird.
Artikel 2 deckt sich mit Artikel 2 des britischen Textes mtt einer geringen Aenderung zum Schluß bahingehend.
FH zu irgendeiner pessimistischen Beurteilung, k^erdmgs wird sich in den nächsten Tagen her- Zeilen müssen, auf welcher Basis die Einla« » Su der Konferenz erfolgt,
v n diese Frage in einem annehmbaren Sinne
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Dtr Sanktionen , die angewenbet werden, bestimmen und sie so organisieren, daß sie rasch und wirssam sind.
und ben hauptsächlichsten alliierten Delegierten toetter erörtert. Diese Vorschläge können tote folgt zusammen- gefaßt werden:
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11 Paris, 20. Juli. Heber die gestrigen 03 e < Ischlüsse der ersten Ko mm tf f ton de- Lv-doner I Konferenz sagt' bet Sonderberichterstatter *xr Ha»«S-
11 agentur in einer offenbar beeinflußten Darste'lung: I Die Konferenz hat gestern einen bedeutenden Fort- ’ I schritt gemacht. Der ersten Kommission ist es gelungen I etnstimmige Entschließungen zu formulieren hinsichtlich I der Regelung der ilfuno«- —* oe* I vanktlonSfragen. Zunächst gibt Mr Veisrdnanst Ides amerikanischen 4-<egierlcn zur Separationi3 I kommission für die Festriborg von künftige De-feh- I lungen zu keiner Kritik Anlaß, da bet Versailler Ber- I trag einen ständigen amerikanischen Sih tit oer 2t«- I parativnskommissivn normalerweise vorf >«ht. Da fernes I die amerikanischen Finanzleute ein b.fon^c * Inte» ff« Ian dem Erfolg der 800-Millionu-Evldmarkanleihe «nb I der Unterbringung der deutschen Industrie- und Eis v» I bahnobligativnen haben, ist es natürlich gewesen, eine I Möglichkeit zu schassen, daß die Vereinigten Eiaalm I in der Reparationskommission ihren Sttemöpunkt gelte tb I machen.
I Was die Sanktionen anlangt, so ist eine gor- Imel des Sachverständigenberichtes selbe« zur Anwendung gekommen, an die sämtliche Regierungen gebunden find, die nach dem Berichterstatter folgenden Wortlaut hat: „3m Falle einer deutschen
I Verfehlung wird es von Dichtigkeit sein, bte Art ber anzuwendenden Sanktionen zu bestimmen und sie fr zu organisieren, daß sie prompt und wirksam find. Dabei werden die Gläubigerregierungen im Bewußtsein ihrer gemeinsamen Verantwortlichkeit gegenüber ihre» eigenen Interessen und gegenüber den Interessen derjenigen Privatpersonen handeln, die zwecks Ausführung deS EachverständigenplaneS Kapital vorgrschofsest haben". Es liegt natürlich auf bet Hand, fährt bet Berichterstatter fort, daß man in btm Augenblick, in dem man, um die Reparationen zu finanzieren, einen internationalen Kredit in Anspruch nimmt, den Geld- Geldgebern zuverlässige Garantien gewähren muß. die sie zur Leistung der gewünschten Vorschüsse an- reizen. ES wird also der Zinsen- und $11» gungsdienst der Anleihe mit einer sicheren Priorität auf alle Einnahmequellen Deutschland« ausgestattet werden: auf diese Weise ist daS Recht der Sanktionen nicht aufgehoben, es ist vielmehr in aller Form vorgesehen. Die Sanktionen, die Anwendung finden werden, dürfen nicht biß Spezialpfänder becintja chti gen, die durch den Abschluß ber 800-MillionenGolbmarkanleihe belastet werden und die die Garantie für Zinszahlungen' darstellen. Diese Verpflichtung, die völlig in Ordnung ist. beläßt jedoch Frankreich seine Handlungsfreiheit/ Frankreich kann auch in Zukunft für sich allein Sank«
per MM» »er Londoner «onserenz.
Don unferm Berliner Vertreter.
t Es ist ein offenes VeheimniS, baß die als „De- Pachter" entsandten amerikanischen Vertreter einen außerordentlich starken Einfluß auf die Konferenz ausSben und das großartige politische Programm der europäischen Staatsmänner
Artikel 3 lautet: .Am ben Dienst ber Anleihe von 800 Millionen Goldmark, die von den Sachverständigen in Aussicht genommen ist, zu garantieren und ihre Unterbringung in der Ceffentlic,. dt zu erleichtern, erklären die alliierten Mächte, daß im Falle ber Anwendung von Sanktionen nach einem Verzüge Deutschlands der Dienst dieser Anleihe von ihnen al« eine erste Hypothek über alle Hilfsquellen Deutschlands, die in ihrem Besitz ober unter ib— ri. --- ...
gesehen wird.
Artikel 4 besagt: »Unter Berücksichtigung der formellen Bestimmungen, die im vorausgehenden Paragraphen enthalten sind, werden alle Rechte, die die Cfgnatarmachte augenblicklich unter dem Vertrag ge-1 meßen, Vorbehalten.
®ie Kompromißformel in der Sanltiontffrege.
” • J!9- Auli. Der diwlomatische Bericht- Ä‘“ Telegraph« schreibt: Am
Donnerstag abend nach dem Bankett in Lancaster SSmifo fmb gewtsie amerikanische Vorschläge, die Ow« Young zugefchrteben worden und die bestimmt sind eme Kompromitzsvrmel zwischen ber britischen und der ftanzösischen Thelen in ber Frage deS Verzuges und der Sanktionen zu schassen, unter ben alliierten Delegierten in Umlauf gesetzt worden 6ie wurden bann am Freitag bei dem Frühstück, ba«' .........vcl ^vurimDnMn.
mac Donald in bet Dvwnin, Street gab, »wisch« ihm leihe absolule Priorität zuzuerkennen.^ Cs werd«
Der amerikanische «ermittlnng»vorschlag.
$ a 1 • s, 19. Juli. Als das große Ereignis des gestrigen JIages der Londoner Konferenz wird in der französischen Presse die Intervention der ameri< konischen Botschaft zuguni___ ___
• "^gefaßt. In der ersten Kommission I 2. Sie verpflicht« sich, pah, wenn Sanktion« an- war dekamtiltch etn französisches Projekt und ein oewendet würden, der Dienst der A n l e i h e. abgesehen englischer Gegenvorschlag zur Sprache gebracht wor. vrm ber allgemein« erst« Hypothek auf bte Gesamt« ben. Nach ergebnislosem Meinungsaustausch wurde Hilfsquellen Deutschlands, von den Erttägnissm dieser dann eine Kompromißformel von dem französischen Danktion« weiterhin gesichert wird.
Delegierten unterbreitet. Pertinax zufolge setzt sie 3- Sie verpflicht« sich, paß bte Sanktion«, bte sich au» den folgenden vier Paragraphen zusammen: I angewendet wütdm, mtt b« Anempfehlungen, 1. Sobald die Reparationskommiffion zur Rett» 6teJl®30811? Mefcr ^ge vom Dawesbericht selbst ge- stellun, »on Verfehlungen zusa««e»trete» wird. I ma^t uto“tö^ übereinstimmem
»trb ein amerikanischer Bürger in die Kommiffisu M t Berücksichtigung der obigen Bestimmungen eintreten und Stimmrecht besitzen. (Der amerika-1 Br"^n aI£* DertragSrechte der Mächte besteh«.
nische Staatsangehörige wird entweder einktimmia Berichterstatter zufolge wurden unter Zu-
von der Reparntionskommiffion oder sonst von dem ~nm6c?9Una ^kfer Dorschläge verschiedene alternative I
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gung der Notmeudigkeit, Deutschland an feine ver- kJ™” ^"kuauug des Schlusses des Artikel« 1 Pflicht»ugen zu erinnern und ebenso mit Rüi^cht bfl?^'"cwts. wonach der auf ihr« aemeiwfawe Serenhnortun» »»«i-niii«- h«. I *e an,erl^an,f<6e Bürger, den man In I Zeichnern der deutschen Anleihe. 888 Reparation-kommission wähl« will, in
3. Die Zeichner her «.tut v I Zusammenhang mtt einem deutschen Verzug zurück-1
uW nur $r7erit8t6«L tiKi, «Ä wenn zu irgend einer Zett Amerika ferne
Itaft der ergriffenen Sanktionen einkassiert werben
ben^b .toe,ä I “u‘ el,lec senng« 'vienoerung zum Schluß bahingehei
zahlten Summen enssprickft e”*^RaA öLe Alliierten im Falle eines Verzugs die A
4. Unter diesen Umständen soll die Handlungs^ freiheit der Mächte aufrecht erhalten bleiben.
1. Die Alliierten verpflicht« sich feierlich, sich aller Sanktionen zu enthalten, die dadurch, baß sie in bas Wirtschaftsleben Deutsch- „ , "nbS eingtiffen, bte Interessen ber Gelbleiher
Intervention der ameri- und d« Di«st ber Anleihe beeinträchtigen nften de» französischen könnt«.
Die amerikanische Vermittlung setzte bei 8 3 ein. Eme entscheidende Aussprache Über diesen Paragraph sowie Punkt 4 wird indessen erst heute er- Mlgen, sodaß es verfrüht ist, von einem völligen Einvernehmen zwischen Frankreich und England in der Frage l)er ^rfehlungen und Sanktionen zu sprechen. »Petit Parisien" schreibt, wenn eine Einigung Über die letzteren Punkte noch nicht erzielt werden konnte, als erste- Trgebni» )cjz=
zuhalten sei, daß Philipp Snowden im Namen der britischen Regierung eingewilligt habe, auf die poli- tlschen, in dem letzten Paragraphen des englischen Vorschlags enthaltenen Garantien zu verzichten. Der englische Vorschlag lief bekanntlich darauf hinaus, daß eine Entscheidung über die Frage der Verfehlungen ohne Befragung des Generalagenten der Reparationszahlungen und des Treuhänder» nicht erfolgen dürfe. Mit besonderem Jntereffe sieht man *n hiesigen Kreisen der heutigen Sitzung der zwei- i entgegen. Bekanntlich wird der
französische Plan zur Räumung des Ruhrgebiets zur Sprache gebracht werden. Der Verfaffer des Planes beydoux. Im großen und ganzen soll es sich jedoch um ein Projekt handeln, das von Var- thou bereits vor längerer Zeit ausgearbeitet wurde und das Herriot während seiner Gespräche in Che- uerqs dem englischen Premierminister gezeigt hat. Die Mette Kommiffion sollte bereit» gestern über _________ ________
zu"wiffen" daß die S'ü "^"MSo Tribüne" glaubt Word« fei, zeigte, M 7r" 1^ bnttto« ^b anb«en "> die Sitzung auf heute vertagt werden Kreis« auf beträchtlich« Widerstand stoben werd« pH Mischen den belgischen und fran- da er die Frage derfeparaten Aktiv „offen n^eI^’^r^en 6roße Unstimmigkeiten ergeben lasse. Die Kommission werd« bi« Aussprach« heute yatten. Die Belgier waren darüber empört, daß die I mittag au/nehm«. französischen Delegierten sie von dem Inhalt des! s *
^ne? u'cht unterrichtet hatten und sie bestanden London, 19. Juli, lieber die geftrige Sit- Befvr/ckiun» - Grund einer ausführlihm zung des ersten Kvnferenzausfchuffes berichtet die
belg'ichen. und franzöfi- Firnes". Frankreich nahm den Standpunkt ein. Se 98,5;^ ftanbl^ abgeandert werde. Üah es unnötig, wenn nicht unmöglich fei, die ge- -Dte Belgier legten namentlich Gewicht auf die Ein- nmu> orrt hör k. Lv L,!,.
K» - -°°° -‘’ä&.ä Der Einspruch der belgischen Sachverständigen ? " den sollen, zu bestimmen; aber Frankreich sei nicht i auf reden Fall dazu geführt, daß der französische vollkvimnen bereit, jede Möglichkeit einer sepa- Plan in hohem Matze zugunsten Deutschlands abge- rattn ^lman gegen Deusschland auszuschließen. @< ändert worden sei. Rach dem „Journal" u-krtt werde gehofft, daß ein Kompromiß erzielt wer- der Plan vier bis fünf Seiten. Er sieht vor, daß die ben könne, wodurch sich alle Ilnterzeichneten ver- ,m Ruhrgebiet ergriffenen Maßnahmen auch wei- pflichten, gemeinsam Maßnahmen aufzustellen und teryin ihre ftnanzielle Wirkung haben werden bis durchzuführen, die geeignet erschienen. Aber an dem der Sachverftändigenbericht Frankreich würde es wetterhin für notwendig er- Erfülluna d« N/ ^-n wird. Rach Matzgabe der achten, klar zu machen, daß, wenn derartige Maß- ä ssnxisÄ s&st die Anfuhrbewilligungen, die Micumverträge usw. ?!!iynun9 toürlMi f01 das Kapital anlegende aufgchoben werden. Der „Matin" macht noch fol- Publikum höchst unangenehm fein, da dieses von gende Angaben über den Plan: Zwei Wochen nach den augenblicklichen Verhandlungen erwarte, daß Annahme der zur Ausführung de» Sachoerständi- der Gedanke an ein neues Ruhrabenteuer ausge- genberichts nötigen Gesetzesmatznahmen im Reichs- schaltet werde. Snowden, wie verlautet, erklätte tag werde der innere Zollkordon aufgehoben und sich jetzt bereit, die Bedingung, daß keine Watz- sämtlich« fiskalischen und wittschaftlichen Zwangs- nahmen, di« die Besetzung deusschen Gebietes be- Deuteten, unternommen werden sollten, fallen zu laffen. Natürlich bedeutet dies nicht, daß derattigr I Maßnahm« endgül ig borges hrn werden, sondern es solle einfach keine Anspielung auf eine derartige Aktion erfolgen. Die amerikanischen Mitglieder würden mit hilfreichen Vorschlägen beispringen und I die italienischen und belgischen Regierungen wetteifetten mit den Amerikaneyr, um eine Lösung zu finden, die sowohl für Frankreich als auch für Großbritannien annehmbar sei und es könne im allgemein I aen gesagt werden, daß die französischen Dele- gierten v ll die Notwendigkeit erkennen, den vbli-
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tivn« durchführen, nur baß eS Spezlalpfänder für detz Zins«- unb TilgungSbi«st der Anleihe respektier« [ muß. Der gestern angenommene Prvtokollmtwurf behält b« alliierten Mächten übrigens auSbrücklich sämtliche Rechte aus dem Versailler 03ertrag, sowie aus be® Dachverstänbigenbericht vor. . 1
Heber bte Arbeit« der zweiten Kommi fftvHi (Freigabe ber Pfänber) meldet der Oberichterstatteett diese Arbeit« bild« jetzt di« wichtigste Aufgabe Geste« hat zunächst der franzäsifche Sachverständig^ Seydoux einen französisch-belgischen Entwurf «1- wickelt, gegen den die englisch« DachderstSnbigen mehrere Einwendungen erhoben hab«. Hierbei hat ef sich in’ ber Hauptsache um den Zeitpunkt gehanbell an bem das Sachverständigenprogramm in Kraft trete soll. Euglischerseits wünscht man immer noch, bte 36 krastsetzung an ein bestimmtes Datum zu bindei» - unb steht auf be:n Standpunkt, daß ber Sachverständig«^ plan erst funktionier« kann, nachdem die d e u t s ch « Wirtschaftseinheit völlig toieberberge* stellt würde. Zur Durcharbeitung ber einzelnen ep wogen« Maßnahmen wirb heute ein aW belgischen, englischen und italienischen ^chKrHMÄ^ zusammengesetzter Unterausschuß zusammentret«. l
Eine weitere Schwierigkeit ist in ber zweit« Korn? Mission im Zusammenhang mit bet Rückerstattung
..Matin", Jules Sauerwein, zu sich kommen lassen und ihm ein Interwiew gegeben, in welchem er er- Kätt, bse amerikanischen Ankeihezeichner seien nur ftann Bereit, die deutsche Anleihe zu zeichnen, denn die deussche Regierung ihre freiwillige Anftnnmung zu den Vereinbarungen über das Sach- perständigen-Vutachten erteilt. Damit ist eine schr »ichtige Frage angeschnitten, die die Positton der .jDeutfcBen auf ber Londoner Konferenz außerordentlich stärken dürste. Man wird der deusschen Regierung kein Distat vorlegen können, und man wird bin Druckmittel in Ber Hand haben, um die beut- schen- Vertreter zur Unterzeichnung eine« Protokolls zu zwingen, das nicht den lebensnotwendigen Interessen Deutschlands ensspricht.
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Die französische Regierung ist nun vor eine entscheidende Alternative gestellt. Entweder er- kennt sie den amerikanischen Grundsatz an und be- *iüht sich, auf die deutschen Voraussetzungen ein- «gehen, oder aber sie läuft Gefahr, das ganze kachtterständigen-Gutachten zum Scheitern zu ver- trteilen. Herriot beginnt einzusehen, wie außer- ordentlich schwierig es für ihn ist. die ihm vom «tfioralen Block aufgezwungene Politik btt Vor- .Hwltc fortzuführen. Er wird sich zu bem Ent- Muß burchringen müssen, es endgültig mit den Weisen Poincarös zu verderben und auf der gongen Linie nachzugeben. In ben Berliner außen- 'Maischen Kreisen ist man ber Meinung, daß es «bstverständlich im Interesse Deusschlands liegt, pem französischen Ministerpräsidenten feine Aus- zu erleichtern. Die Zugeständnisse Frank- Deichs können nur bann erreicht werden, wenn man Deutscherseits darauf eingeht, das Sachverständi- »n-Gittachten, so wie es ist, anzunehmen unb zur jVmchführung zu bringen, ohne besondere Beoin« Mngen daran zu knüpfen. Mehr als die restlose Mrchführung des Gutachtens, das die volle Wie- Mcherstellung der deutschen Wittschastssteiheit vor- rieht un^ daS irgendwelche Sanktionen gegenüber Mutschland nicht kennt, wird Deutschland nicht als Bedingung aufzustellen haben. Was die Frage Fer milttärifchen Räumung des Ruhrgebiets be- Äfft, so Ist dies ein» Angelegenheit, die unmittel- mit dem Problem ber deutschen Einheit zu- Mmnenhängt und die man auch zum Gegenstand «r Konferenz selbst gemacht hat. So sehr auch
e pä^n die französischen Pläne einer etappen- feeife Räumung des Ruhrgebiets deutscherseits Ein- penbungen erhoben werden müssen, ebenso wichtig W aber auch die Tatsache, daß bte französische «cgkiung einen bestimmten Plan über die mili- Mische Räumung ausgestellt hat. Bei aller Kri- ‘ r l^i oller Ablehnung ber von Fransteich “ W Aussicht genommenen Etappen wird deutscher- VLS anerkannt werben müssen, bah der franzö-
■j i i Gedanke nicht ganz unbrauchbar ist. Als Ergänzung wird die deussche Regierung verlangen Mstcn, daß auch für die militärische Räumung L 6 ichst genaues Datum angegeben wird. Wir 5l' ^'sfen, daß die Reichsregierung in n Dirabfoiut den Standpunkt vertreten wird, baß i-iX ^r?9en in einem zusammenhängenden Pro-
‘ werden und auch Deutschland die
^rpflichtung auf sich nimmt, bis zu dem borge« Föe- en Zeitpunst diejenigen Besttmmungen des teü S-fT ^uszuführen, bte Fransteich für die Lolche Räumung befl Ruhrgebiets als maß- M^nde^ Voraussetzung aufftellt. Die jetzt noch tnnfeSc6?ieri^€itcn siud gewiß außeror- ober sie sind nicht unüberwindlich.
^!r ^^ferenz vollzieht sich in einem ä*r bQÄ h'nausgeht, was in ter « Konferenzen geleistet worden ift We- ÄC’Lfet€ni von Cannes, no chdie große Konferenz von Genua hatten einefo ^CTp3nhIUn^dTUnM?‘9e aufzuweisen, wie die ^etzt in London stattsindende Tagung Solana- te ebetetigten Regierungen die Bereitschaft zechen Ms die rein sachsiche Erörterung der mit dem Sat-' Wchten zusammenhängenden politischen Fragen eiw ^ehen und eine Lösung vorzuschlagen, der auch Deusschland ohne jeden Zwang zustimmen kann, ^sikht jedenfalls, wie in den maßgebenden Berliner ^unpolitischen Kreisen versichert wird, fein An-