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59. SMg. 1924

Der Kampf um Nt Schutzzölle.

Was? W'efv? Warum denn? ■— 2?en^ drch

wird!"

vor das

jetzt ist mirS der Mühe wert. Ein Lump wäre ich, toem ich nicht mein bestes täte."

Karlchen Thielen nickte. „Ha, an dem Stück­chen Erde, das ihm gehört, hängt der Men'ch, wenn er auch längst auf alles andere pfeift." Er dachte an Schwenke, das Jein jüngerer Bru-- frer erben würde, während sein Vater ihn, das

schwarze Schaf des Hauses, von neuem auf gut I Glück in die Welt schickte.

I Aber von der Veranda im Seegarten rief der I alte Herr von Krastel jetzt die drei an. Seine Aeuglein flimmerten. Er hatte schon stark gezecht.

Ileseld bestellte Getränke. Leider konnte er nicht bleiben. Sein Rechtsanwalt hatte ihn auf elf Ahr gebeten. Er würde aber wiederkommen.

„Rechtsanwalt?" wiederholte Botho gedehnt. „Das klingt nicht gut. Hoffentlich keine Anin- nehmlichkeit."

Ileseld lachte. „Glück wie Unglück kommen nie allein. £Vf) hab ein Pfand vom Schicksal. Mir kann augenblicklich gar nichts ZuwidreS ge­schehen, auf Wiedersehn, meine Herren!"

Mit weiten Siegerschritten ging Ileseld durch i Sie Gartenpforte hinaus. Rach kaum einer halben Stunde kehrte er zurück, mst gesenktem Kopf, mit schleppendem Gang. Stumm warf er sich auf einen Stuhl und stieß die Faust auf den Tisch, so schwer, daß die-Gläser klirrten.

,-Hast du ein Gespenst gesehen Sei deinem Rechtsverdreher?" fragte Seekamp.

Ilefeld f/nttoortete langsam: „Ich muß weg von Ravenhorst."

----- .. . In der sich nach dieser Erklärung ent- somnenden Debatte erklärte Ronald Mac Well, in den am letzten Montag veröffentlichten Dokumen- ten der englischen Regierung habe der Ministerpräsi­dent wiederholt, daß nach seiner Auftastung die Dawes- E^achten über den Versailler Vertrag hinausgeben und daß infolgedessen im Falle einer Verfehlung nicht die Revarationskommission entscheiden dürfte. Der Ab­geordnete fragt, ob diese Anschauung entgültig aufge­geben worden sei. Mac Donald erwidert, diese Auf­fassung sei nicht endgültig aufgegeben worden sondern stl der Beurteilung der Sachverständigen der beiden Lander überlassen worden. Dieses Urteil werde der interalliierten Konferenz in der nächsten Woche vorge-! legt werden. Aus einer während der Debate erfolgten anderen Regierungsantwort ist ersichtlich, daß di» Frage der Teilnahme der deutschen Re­gierung an der Konferenz der Entschei­dung dieser selb st anheim gegeben wird.

»Er heißt: Max Heesemann auf Brake."

Einen Augenblick wurde es ganz, still. Ver­blüffend wirkt eber Rame.

»Pfui Deibel!" sagte dann Botho Seekamp.

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Ileseld ging voran, die Hände in den Taschen, den Kopf im Racken. Er wiegte sich in den Hüsten, als wollte er fragen: „Was kostet die Welt?"

..Haste eigentlich das große Los gewonnen?" brummte Botho Larkamp, nachdem er ihn e*.ne Meile von der Seite betrachtet hatte.

„Ree. Diel was Besseres. Der neue Kanal läuft ausgerechnet mitten durch Ravenhorst."

„Ich denk, das hast du vorigen Freitag schon gewußt auf der Jagd bei meinem Alten in Ho- | henhorst."

. Keinen Schimmer. Damals wolll ich bloß den Broker ärgern. Aber nun ists gewiß."

„Dusel!" lobte Karlchen Thielen.

„Richt wahr? Daß ich nicht aus dem Land fortbrauche? Dah kein Heesemann Nummer zwei sich m den Räumen breit macht, wo ich mit meinem lieben alten Herrn gekneipt und geschwärmt habe." I -i ie Tränen traten ihm aus den Augen. Er wandte sich ab. „Ihr müßt mir die Ehre tun, darauf mit mir avzuftoßen."

„Der kommt im Herbst, verstehst du? Ich muß 'm Mai weg Die dritte Hypothek ist ver­kauft, gekündigt auf den ersten Mai. Auch meine Wechsel smi usgekaust, alles von demselben, alles in einer Hand. Das wars, was der Rechtsan­walt mir zu sagen hatte." ■,

„Aufgekauft, die Wechsel? Die Hypothek ge­kündigt?" Die Herren riefen durcheinander Aufregung. „Ja, wer denn?! Wer hat denn gemacht?! Wie heißt der Kerl?!"

I» hen politischen Kreisen hat infolge einer Indiskretion des sozialdemokratischen Zen­tralorgans, des „V o r w ä r t s", ein lebhafter Meinungsstreit über die Frage der Wiedereinfüh­rung der landwirtschaftlichen Schutz­zölle eingesetzt. Der Kampf wird von den Linksparteien mit einer ungewöhnlichen Schärfe geführt, die sich nicht nur gegen die Rechte, son­dern auch gegen die Reichsregierung rich­tet. Das sozialdemokratische Blatt hatte mitgeteilt, daß die Regierung bereits ein Gesetz über die Wiedereinführung der Schutzzölle in Getreide aus­gearbeitet hat, das dem Reichsrat bereits zuge­gangen ist. Im Anschluß daran behaupten nun I die Blätter der Linken, daß die Regierung damit den Deutschnationalen ein Zu geständnis machen wolle, um ihre Zustimmung zu den Gesetzen zur Durchführung des Sachverständigengutachtens zu gewinnen. Insbesondere hat in den linksstehen­den Kreisen der Standpunkt des volksparteilichen Zentralvorstandes über die Aotwendigkeit der Er­gänzung der Reichsregierung durch Hinzuziehung der Deuischnationalen große Bestürzung hervvrge- rufen. Die führenden sozialdemokratischen Poli­tiker drohen damit, dah die Sozialdemokratie die schärfsten Waffen dec parlamentarJchen Ovposi-1 tion anwcnden würde, wenn im Reiche ein R e ch ts- I ! kurs eintreten sollte. Ein Teil der demokrati-1 fchen Presse unterstützt den Vorstoß der Sozial­demokratie, indem sie gleichfalls behauptet, daß die Einführung der Getreide-Schutzzölle zu der Bildung einer Rechtsregierung im Reiche führen würde.

Die Behauptungen der Linksparteien werden von Regierungsseite ganz entschieden bestritten. Man weist darauf hin, daß der Reichsernährungs- minister, Graf K a n i tz, bereits vor einem halben Jahre die Rotwendigkeit der Wiedereinführung der I Schutzzölle mit Rücksicht auf die schwergesährdete

Es ist ganz unverkennbar, daß in den Auseiu- an^ersel rügen um die Frage der Schuhzöftr | hauptsächlich rein innenpolitische Momente öun. Austrag gebracht werden. Insbesondere vec- srlgeü dic sozialdemokratischen Vorstöße den Zweck, gegen die Bildung einer Regierung des Bürger- blvckes im Reiche Stimmung zu machen. Offen­bar geben sich die Linksparteien der Hoffnung hin, daß es möglich sein wird, zu einem gelegenen Zeit« punkt die Auflösung des Reichstags und die An- sthl'iig baldiger Neuwahlen zu erzwingen. Sie oft üben, daß es ihnen gelingen würde, in einem hcklen Jahre einen Wahlkampf besser zu bestehn als beute, wo sie noch durch ihre erfolglose Re» gl-T nzSP l st sta k kompromit'eft erscheinen,

zug die.Sachverstänüigen-Eutächten in die Tat umzu­setzen. Diese Notwendigkeit sei durch die für die Neu­wahlen und Regierungsbildungen auf dem Kontingent erforderliche Zeit nur noch verschärft worden. Es sei wesentlich, dah die auf den 16. Juli festgesetzte Inter­alliierte Konferenz unbedingt abgehalten werde, da sehr viele Details vrovisorisch erledigt werden mühten, um die Gutachten zur Ausführung bringen zu könnnen und gerade sehr viele dieser Details erheischten das eingehende Studium der Finanz- und Gesetzes-Sachverständigen. Es handle sich dabei auch um die Frage einer Anleihe und diese könne nicht eher ausgeführt werden, als bis alle die, die sich daran ,u beteiligen beabsichtigen, die Gewähr hätten, dah ihre Anlagen nicht durch irgend eine volitische oder mili­tärische Aktion^sei es von irgend einer alliierten, sei es von deutscher Seite aus vernichtet werden würden. Er! Habe, als er nach Paris gegangen sei, die Pflicht emotunden, angesichts der plötzlich entstandenen Situa­tion gerade über diesen Punkt mit der französischen Re- merung zu diskutieren und mit ihr zu einer Ueber- einkunft zu gelangen. Die englische Regierung veadsichtige nicht, ihre so oft dokumen- t.erte Auffassung über die Arbeit und di/ Befugnisse der R e v ar a t i o n s k o m - Mission aufzugeben, wie sie bisher ausgeübt worden seren, werde aber nicht damit einverstanden seiM dah damit die Präliminarien für ihre Vollmachten geschaffen seien, die Sachoerständigen-Guiachien in die Tat umzusetzen. Gleichzeitig könne die englische Re­gierung nicht zugeben, daß die Anleibezeichner durch irgend eine Aktion gefährdet würden, die der des Vor-i ,obres ähnlich sehe. Daher habe die englische Regie­rung ihr? Zustimmung dazu erteilt, daß die Revara- tionskomnnssion, sobald sie sich mit den Vorschlägen aus dem Sachverständigen-Gutachten beschäftigen werde em amerikanisches Mitglied aufnehmen werde, das die Interessen der Alliierten überwachen soll. Die Ansicht I

I($,cn Regierung gebe dahin, daß diese Per- sonlichkeit gewissermaßen als Sachwalter im Falle einer kierfehlung agieren soll, um dann eine einmütige Eni-1 Meldung der Revarationskommisiion herbeizuführen. Dre französische Regierung habe sich für diesen Punkt Bedenkzeit bis zur Londoner Konferenz erbeten. Erl »abe sich damit einverstanden erklärt. In der Zwi- wenzeit werde die englische Regierung die finanzielle beite dieser Frage nachorüfen. Bis dies alles zur Zu­friedenheit der Investoren geregelt sei, sei an keine rnleihe zu denken Zum Schlnh MMN Erklärung er-1 wabnte Mac Donald, die französische Regierung habe Weiterhin groben Wert daraus gelegt, die Frage der nationalen Sicherheit auf die Tagesordnung « setzen. Die englische Regierung habe es endgültig «argestellr, dah von keinerlei Vorschlägen vom Charak­ter eines militärischen Paktes die Rede sein i »arme, habe aber wiederholt, dah es ihr wünschenswerr ■ "scheine, wenn die einschlägigen Fragen dieser Art I' 9cn einer Abrustungskommission des Völkerbundes und i

Englische Pressekritik an der Unterhausrede Mac Donalds.

Lw ^Dn ’ JE- Die gestrigen Ausführungen IMac Donalds im Unterh.ause finden in der Presse eine geteilte Ausnahme.

Die rechtskonservative „Morningpost" ist die ein- I Zeitung, welche mit der Rede einigermaßen z u - I frieden ist und die Gelegenheit benutzt, ihre Leser I an die deutsche Gefahr zu erinnern.

Die „Times" schreibt: Mac Donald hat nun die Er­fahrung gemacht, daß es sich um etwas viel mehr handelt, als um einen Sturm im Wasterglase. Die Konferenz findet statt, aber welcher Breis dafür bezahlt werden muß, wird sich erst auf der Konferenz selbst Herausstellen. Es ist notwendig, die veränderte Lage in Betracht zu ziehen und besonders die Stärke der französischen Opposition, welche es für Herriot unmög-1 lidj macht, sich zur Zeit außerhalb des Bereiches der Poincareschen Politik zu bewegen. Die Schwierigkeiten werden jetzt erst offenbar. Die Konferenz wird zweifellos keine leichte Aufgabe haben

Die liberale Presse ist sehr viel heftiger in ihrer Kritik. So schreibt „Westminster Gazette": Rack der Erklärung Mac Donalds kann kein Mensch sagen, wie wir zu der kommenden Konferenz stehen. Rach der in Paris am Mittwoch ergangenen Rote hat der Premier I auf der ganzen Linie den Rückzug angetreten. Es I hätte keinerlei Notwendigkeit bestanden, seine Ansichten den Alliierten gegenüber zu erklären, die er im An-1 terhause zu geben verweigert hätte. Die Konferen würde sicherlich den ursprünglichen Standpunkt des I Premiers unterstützt haben.

*

fßege der deutschen Landwirtschaft betont baft^ Eme übermäßige Einfuhr ausländischer Lebens, mittel würde nach Auffassung der Regierungsstel- Mu. beitragen, dah die Passivität der I Handelsbilanz sich weiter verschärfen

d-^ bCftC^t ein dringendes Interesse daran, Umfuhr nach Deutschland zu erschweren, da f^lt die Aeberschwernrnung Deutschlands mit aus­ländischen Produkten gerade in Anbetracht der temmenöen Kreditpolitik einen Umfang annehmen

I F .fyr bie Rutsche Wirtschaft katastro. I phale Auswirkungen haben könnte.

In den Kreisen der Regierungsparteien wer- den allerdings ebenfalls gewisse Bedenken gegen I ^’cr. ®’ef,erfepr einer ausgesprochenen Schutzzolk- ^l'tik geltend gemacht. Man weift darauf hin I V4 6J,e Einführung der Schutzzölle in Deutschland üent Ausland den Anreiz geben könnte, die Ein- fuhr deutscher Waren ebenfalls durch hohe Schutz, zolle zu erschweren. Dadurch würden auch die Absatzmöglichkeiten der deutschen Industtie au?» Schwerste gefährdet werden. Wenn allgemein eine Politik der offenen Tür getrieben werde, so könne men deutscherseits schwerlich mit der Schutzzoll- schränke wieder Beginnen wollen. Ob diese Be- denken aber ausschlaggebend sein werden, ist im gegenwärtigen Augenblick statt anzuzweifeln. Wem, sich England durch die deutsche Konkurrenz wieder beunruhigt fühlen sollte, so wird es ohnehin wie- der zur Schutzzollpolitik zurückkehren, auch ohne dah Deutschland seinerseits zu dem System der Einfuhrzölle gegriffen hat.

Die Quelle des Reichtums VÄ«?

Darum färben alle praktischen Hausfrauen ihre Kleider, Blu­sen, Gardinen uiw. »nr mit den weltberühmten echten man«'» Färb««, SDiar’e Fuchsk.p' tm Ster«. V

»eHatann*» Aar», spart be« Aärt.r.'

60$ wäre man ungerecht, wenn man nicht einen ac« tmffen Fortschritt nach dem Verlauf der Pariser Be> Brechungen der beiden Ministerpräsidenten zugeben wollte. Der Beweis für die Tatsache eines Fortschrittes steht der „Matin" in dem unzusriedenden Tone der Der- härter. Das Blatt schreibt, daß die deutschen offiziösen Blätter sich gegen eine Methode erheben, die Deutschland auf der Konferen'. nur zngelassen sehe,- wollte, um ihm die Möglichkeit zu geben, den Ans- führungsmodalitäten des Sachverständigenplanes zuzu- sttmmen. 3m Hinblick auf die deutschen Pressekommen- tare schreibt bas Blatt: Dieses Geschrei, das von Dro­hungen des Widerstandes begleitet wird, beweist nur daß die versöhnliche, aber feste Doktrin der französischen Regierung einen beträchtlichen Fortschritt gemacht habe Die französischen Sachverständigen werden sich unter durchaus günstigen Bcrausketznngen nach London be­geben und dort eventuellen Erpressungsverftick vor-1 zubevgen wissen.

(Nachdruck verboten.)

Stt Todfeind,

Kriminalroman von Luise Westkirch.

14. Fortsetzung

Hete legte die Arme um feinen Hals und küßte chn. — „Komm!" And dann horchte sie nach dem Hof, von wo Psetdegettappel herüberfchallte.

-Da machen sie schon die Wagens klar. Ich -ab gar ftn gar kein Zeit mehr, mein Konrad. ®«te Nacht — und komm! Komm nach Horste zu »ein Hete."

Sic riß sich los. Eilig und leise rannte sie toT) den jetzt mächtig dunklen Wald ihrer Kate »u. wo ihre Familie zur Abreise rüstete.

*

Es war zwischen zehn und elf Ahr vormittags. Wolf Ileseld schritt am Kieler Hafen entlaub. Blaßblauer Himmel schaute durch schwarze Wol- enst reisen. In der matten Herbstsonne leuch­teten die Flaggen der Schiffe. Die bewegten Wei- »n glitzerten und kräuselten sich zu blendendem vchaum vor dem Bug der weißen und bunten Dampfer und Barkassen, die eilig durch das dunkle I Blau des Wassers schnitten.

Gerade schiffte an der Reventlowbrücks ein »empfer feine Fahrgäste aus. Mit den anderen frcmpfte Botho von Seekamp über die Brücke. Er hatte Karlchen Thielen bei sich, der, so oft » . nnfe- dem väterlichen Gut entfloh, wo die Leben" 3T dritten Male Schiffbrüchigen den «coenspfad nicht mit Rosen bestreuten.

Ausrufen der Freude begrüßte sich das

«So'n Zusammentteffen!" "

-Müssen wir begießen!^ I

^ehn wir in den BachMub?"

■ Thielen wars da zu fein.

,e6ten toir unS gleich hier in den „See- ।

— der P a riser Mar­genpresse äußert sich der „Matin" y.t der gestrigen Anterhausrede Mac Donalds mit der Behauptung, die öffentliche Meinung in. Frankreich werbe einer Ab­änderung der Klauseln des Versailler Vertrages nicht zustimmen, habe der englische Premierminister durchaus das Richtige getroffen. Die Ausführungen Mac Donalds hinsichtlich der interalliierten Schuldenfrage und des Sicherheitsproblems seien zwar recht vacn

Karlchen Thielen ergänzte: „Dor Ihrer Pistole kneift der Lump, und hinterrücks springt er Sie LS ft'^116 $$änCn in Afrika sind anständigere Aber Äinffel stand aufgerichtet am Tisch, da« Erficht so blaurot wie seine Nase, schwankend wie eine Eich eim Sturm.

-2etzt ich ihn! Jetzt §26' ich den Schuft! Heesemann ists gewesen. Heesemann hat auch M'?ch zugrunde gerichtet!"

„Aber so ’ne Infamie kann man doch nicht I sch issgeduldig hinnehmen!" sagte Seekamp. „'JßM fängt man denn mit so n?m K rl an?“

Oiefeld stand auf. furchtbar in seiner verhalte- nen Wut. Er machte wortlos eine Bewegung mit der Hand.

| .Nehmen Sie sich in acht!" mahnte Thielen. „Die Sorte ist von Gummi. Jeder Schlag, den man auf sie führt, prallt mit doppelter Wucht zu­rück."

Mit grimmigem Lächeln sah Ileseld auf feine Hände, die groß und ungewöhnlich träftig waren. Er suchte nach einer Antwort, aber der Zorn war zu prächtig in ihm. Er fürchtete, jede Herrschaft, über fi chzn verlieren. Mit stummem Grvstwaudtz’ er sich und stampfte die Aferstraße hinunter.

Ansroh blieben die Anderen zurück. Seelamt stand auf.

»Ich hab plötzlich ’ne Sehnsucht nach mein« Grete", sagte er, „nach meinen Alten — nach an­ständigen Leuten. Komm' Thielen."

(Fortsetzung folgt.)

Mschr IM?

Marburg a. L„ Sonnabend, brn 12.3uli

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„Weißt du denn sicher, daß du Ravenhorst nun z valten können?" fragte Botho mißtrauisch und zwinkerte durch seine Kneifergläser.

„Zweifellos. Sobald die Kanallinie bekannt

^long^rt Strauß mir die Wechsel auf so, ,xuusr -iv eiur zuarum oennr — ^«enn dich tändwe? doch, daß ich ein an- der Kanal, wie du sagst, dur chdie Klitsche geführt

iwnciget K',. 6m. Sobald der Fiskus dan:: zahlt. Irje ich sie ein und lösche auch die dritte Hvpo- thek au! R.ttknhorst. Mit dem, was dana darauf stehen bleibt, den vierhunderttausend Mark auf der LandschastSkasse und den zwanzigtausend Matt bei Bankier Hamann will ich schon fertig wer- te.i . Ich kann wohl sparen und arbeiten und mich einschränken. wo mirs der Mühe wert ist. Aad

Mat Donald s Erklärungen im llntrchaus. I

I öus bcTdli*c Sliifnaöme Slusbtuif, bu ct ds SJcittctct

London, 11. Suli. Gestern nachmittag hat Mini- ^alte^babe SeLte,n,..in Paris

sterpräsibent Mac Donald vor dem überfüllten lln-1 er6olten 6abe' 3n bcr fl* nack dieser Krfrnr»»« .»♦. terhaufe die gepflogenen Vorberatungen über die in der nächsten Woche stattfindende Reparationskonferenz abgegeben. Er erklärte, in Paris sei eine unglück­selige Situation entstanden, die gedroht habe, die mit Bezug auf die Verwirklichung des Sachver- ständigen-Eutachtsns vollendeten Vorarbeiten zu ver­nichten, weshalb er nach Paris gegangen sei, um diese Gefaßt zu beseitigen. Die englische ^Regierung sei der Ansicht, daß es dringend notwendig sei, ohne jeden Der-

Di« Pariser Presse und die Mac Donald-Rc«.

Berttin, ift Ofult. Bon