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Nr. 159

59. Mro. 1984

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Hoeschs neue Unterredung mH Herriot.

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seiner Abreise nach Paris erklärte Mac Do nald.

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Ausschluß Deutschlands van der Landon« Koafere»,?

Paris, 8. Juli. Die Abfassung des Min- dc st Programm es der französischen Regierung für die Londoner Konferenz ist gestern Abend um Z Ahr am Quai d'Orsah zu Ende geführt worden.

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Regierung HerriotS war in eine recht kritische Situation geraten. Gewisse Meldungen aus zuverlässiger Quelle lassen kaum einen Zweifel dar­über bestehen, daß die Opposition im Senat unter Führung Poincar^s im Verlauf ihrer auf heute fest­gesetzten Interpellationsdebatte den Versuch ge- macht haben würde, Herriot zu stürzen<Dach i Schicksal des Kabinetts Herriot erschien Polstischen Beobachtern ebenso kritisch wie das Driands, als er von dem Präsidenten Millerand seinerzeit von Cannes zurückberufen wurde, um über seine Ab­machungen mit Llvhd Georg« Rechenschaft abzu­legen. Diese Gefahr ist nun durch di« Vertagung der Interpestativnsdebatte vorläufig von dem Ka­binett Herriot abgewandt und. wie man erwartet, wstd Herriot sie durch baS Ergebnis seiner heu­tigen Besprechung mit dem englischen Minister. Präsidenten auch weiterhin beschwören, ^ie Tat- fache, daß Mac Donald die Reise nach Paris! auf ausdrücklichen Wunsch des franzS» sischen Ministerpräsidenten antritt und nicht aus eigenem Ermessen, verdient in diesem Zusammenhang noch einmal hervvrgehoben zu werden.

Die Opposstionspresse, die immerhin über die

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ÖiL Berlin. 9. Juli. Wie wir aus bey Kreisen des Auswärtigen Amtes erfahren, hat die neuerliche Anterredung zwischen dem

dieser Besuch müsse aufgefaht werden als ein Zeichen seines ausrichtigen Wunsche zu einer Regelung der englisch-französischen Beziehungen zu kommen. Er un» ternehme die Reis«, obwohl er an einem schweren Anfall Don Bronchitis leide. Mae Donald sagte, er wünsche alle Mißverständnisse zu beseitigen und drückte die Hoffnung aus, zur ttnrerhaussitzung am Donnerslag nach London zurückkehren zu können.

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Berlin, 7. Juli. Wie der »Tag« berichtet, * von einer Einladung Deutschlands zur ; Londoner Konferenz in Berlin noch immer A r ch t s b e k a n n t. Es liegt eine neue amtliche X ^ntermeldung vor, die die Dauer der Konferenz Euf eine Woche bis zehn Tage berechnet und be- frgt, daß Deutschland erst eingeladen »erden soll, wennzwsschendenAlliterten «ine Einigung zustande gekommen sei. i Jrle Konferenz soll nach Reuter zunächst in ganz «mem Kreise beginnen, und zwar im AcbeitS- i^nner des englischen Ministers des AuSwärti- Kn und soll erst später durch Hinzuziehung von t sachverständigen und eventuell durch Einladung , Kutscher Vertreter ausgedehnt werden.

E - ^äschlüsfe der deutschen Regierung über die

Selbständigkeit des bayrischen Staates ist unter gebüh- I render Berücksichtiguns der Bediirfnisse des Reiches als- s bald wlederbcrzustellen. Die lriaae der Eisenbahn I u:-b Post ist dabei nach den Grundsätzen der wittichast- lichen Vernunft, der Gerechtigkeit und der Aeriraas- trcue zu lösen.

Um die Amnestie.

München, 8. Juli. Das Plenum des bayerischen Landtags lehnte den kommunistischen Antrag ans Haftentlassung des Abg. Grönsselder ab. gegen den ein Strafverfahren wegen Verbrechens argen die Anordnungen des Generalstaatskommisiars über die

Zu seinem Inhalt erfährt die »Chicago Tribüne« Folgende«: .

| Die französische Rote hält an den im Der« I faister Vertrag fest gelegten Rechten Frankreichs 1 fest. Herriot zeige aber in einer Reihe von Punk­ten seinen Derständigungswillen, ohne indessen von der Form d«S Versailler Vertrages abzugehen. Ein hervorstechender Zug der französischen Rote, der ohne Zweifel in Deutschland d»en Sturm der Entrüstung Hervorrufen wird, t Me glatte Weigerung Herr iotS, die Deutschen zu der Londoner Konferenz zuzulassen, solang -sie nicht die zur Ausführung des Sachver- ständigenberichts erforderlichen Gesetze angenom­men haben. Die Weigerung ist in der entschie­densten Tonart gehalten und der Reichstag wird gezwungen sein, ja ober nein zu sagen, denn die Franzosen werden die Londoner Konferenz ver­losten «falls England den Versuch machen sollte, die Deutschen vor der Annahme der durch den Dr- wes-Bericht bedingten Gesetze einzuladen.

Paris, 8. Juli. Mac Donald wird heute um 9 Ahr aus London über Boulogne »ach Paris fahren. Er wird von dem ständigen LiterstaatSsekretär im Foreign Office, Sir Crove, öern Obersten W?1erhou-e, fernem Kabinettschef und seinem Privatsekretär Salvy begleitet fein. In Haris sieht man der Ankunft des englischen Pre­mierministers, der gegen 4 Ahr dort eintreffen wird, großer Spannung entgegen. Die Situation hat M dem gestrigen Tage eine einschneidende Aen- £*ung erfahren und am Abend herrschte der Ein- ^ttick vor, daß eine wesentliche Entspannung irischen Großbritannienund Frank- I^ich zustandegekvmmen war, einmal wegen der ^tfchaft des Königs Georg und dann auf Grund

Nachricht vom Eintreffen Mac Donalds. Die

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im Ministerium des Aeußeren forige'eht werden.

Der Zmeck der Reise.

Lou ion, 8. Juki. 3n einer .Unterredung

nach der Rückkehr Mac Donalds nach London! Die Konferenz der Mmmminister. Parts verlas,en. > - . I Die Konferenz der Finanzminister aller

Die Presse unterstreicht in ihren Kommentaren I putschen Länder hat im Reichsfinanzministerium unter die Bedeutung der bevorstehenden Aussprache. von Dr. Lütber gestern begonnen. Gegenstand DasPetit Journal« schreibt:Das Ein- Län^r^an"das°N^ u V

berne^men &er beiden Premierminister Hinsicht- badnrechte habe/ Damit steht ^/st?age wo dU bsch der Punkte, über die es bereits schon erzielt hechte nach der Umgestaltung der Reichsbahn auf wcrdcL konnte, wird neu bekräftigt werden und des Sachverständigengutachtens gewahrt werden i0.6"- einem gewissen Zusammenhang. Es sollen weiter eventuelle Fragen der Steuerüberweisung er­örtert werden.

Hitler legt sein Führeramt nieder.

München, 7. Juli. Adolf Hitler, der augen­blicklich seine Festungssttafe ht Landsberg a. Lech ver­büßt, ist ostiziell von der Führung der natio- nalistischen Bewegung zurückgetreten und hat sämtliche von ihm ausgestellten versönlichen Vollmachten zurückgenommen. Er hat an seine An­hänger das Ersuchen gerichtet, künftighin von Besuchen in Landsberg abzusehen, da er für die Dauer feinet Festungsbast sich jeder politischen Tätigkeit enthalten walle. Dazu bemerkt derVölkische Courier«, daß bet Grund für diesen Entschluß in bet Unmöglichkeit liege,! infolge Arbeitsüberlastung irgenbwelche praktische Ver-j aniwortuna für die Geschehnisse in bet Partei zu über-, nehmen. Hitler sei nämlich zurzeit damit beschäftigt ein umfangreiches Buch zu schreiben.

men darf mit Recht erwarten, daß eine Einigung«. ! forme! für die anderen Fragen gefunden wer­den wird. AeberdieS kann mon nicht mehr non Feindseligkeiten zwischen den Kanzleien sprechen, da die Premierminister die Führung der Verhand­lungen nunmehr selbst in die Hand genommen haben. Das ist die kürzeste und beste Methode. Perkinar imEcho de Paris« schreibt: Dies­mal nimmt Herriot die Unterhaltung mit Hilfe eines Programmes auf ,das ihm vor zwei Wochen gefehlt hat. Wir werden sehen ,wie er die Prü­fung bestehen wird und vir werden ihn an seiner Haltung in den folgenden Fragen beurteilen: 1. Aufrechterhaltung der Vollmachten der Repara- tilnskvmmission in ihrer gegenwärtigen Zulammen, sehung, 2. Ausrechterhaltung der strategischen Eisen­bahnlinien zum Schutz der Desatzungsarmer, 3.

Wrt.nmg«, g«gk66« D-u.M-s,d im me

sommenhang md den französischen Schulden ge- jum dort neue Instruktionen zu holen?

genüber Großbritannien, 4. Sicherheitsproblem und 5. Räumung des Ruhrgebiets.

Kommunistische Partei eingelaufen ist. Ferner geneh­migte bet Landtag entgegen dem Ausschubbeschluß; die Strafverfolgung des völkischen Abg. Po ebnet wegen Hochverrate. In bet Vollsitzung stimm­ten auch die Sozialisten und Kommunisten entgegen ihrer Haltung im Ausschuß für bie Strafverfol­gung Poebnets und gaben durch Zwischenrufe tjt er­kennen, daß das Derbalten der Deutschnationalen ht Falle Erönsfeldet sie dazu veranlaßt habe. Eie nab-' men die Abstimmung mit Pfuirufen auf. Außer­dem wurden die Anttäge auf Einstellung des Dienst- sttafverfabrens gegen die völkischen Abg. geebnet und Streicher abgelehnt. Ferner wurde die Straf­verfolgung des Abg. Blumtritt (Soz.), dem bet Vorwurf des Landesverrats gemacht wurde, genehmigt. Blumtritt bat selbst um Genehmigung zur Einleitung des Verfahrens, um sich rechttertigen zu können. Hier»' auf wurde in die politische Aussprache eingetreten.

Mac Donalds Aufenthalt In Varis.

. Der englische Premierminister Mac Donald hatte sich überraschend schnell entschlossen, nach Paris zu fahren, um mit seinem Konferenzpartner Herriot jine Einigung in der Frage der Durchführung des ^Sachverständigen-GutachtenS und der damitzusammen- , hängen den politischen Probleme herbeizuführen. 3n sten Berliner diplomatischen Kreisen findet unmittelbar * Anschluß an den Schritt deramerikanischen Megieruny erfolgt ist, die aus eine. schleunige Ourcksiihrung de- Sachverständigen-GutachtenS drängt. 'Oer Zusammenhang zwischen dem amerikanischen Schritt ^nd der Reise Mac Donalds ist ganz unverkennbar, »enn man bedenkt, daß bereits am Sonntag Abend 'eine vorläuftge Vereinbarung zwilchen dem stanzö- Mchen Ministerpräsidenten Herriot und dem englischen Botschafter in Paris Lord Crewe erzielt worden war. Oie Verhandlungen zwischen Herriot und Mac Donald Wunen sich demnach nur auf die Modalitäten einer Be- ^hleunigten Durchführung der Londoner Konferenz l>e» fziehen. Was über den bisherigen Verlauf der Be-1 ^rechung zwischen den Ministerpräsidenten England- jMckl Frankreichs bekannt geworden ist, läßt jedenfalls , Aaraus schließen, baß daS Programm der Londoner Kdnferenz zu Dunsten einer schnelleren Durchführung ^bes Sachverständigen-GutachtenS erheblich beschränkt Worden ist. <

m wenn eine entsprechende Einladung vorliegt, V-mal nn Augenblick noch gar nicht zu übersehen ist, « welchem Umfange auch von Deutschland Sach- ^rständige zu den Beratungen zugezogen werden «ussen. Es wird das davon abhängen, ob über- voupt^ bis zum 16. Juli der OrganifationSaus- ichutz für die Inbustrieobllgattonen zu einem festen «tfcmmen gelangt ist.

OberrkeWchr Jett««

j Anzeiger für (das Mer kurMM Oberhessen - Amtliches Verkünöigungsblatt -es Kreises Marburg

aarnach erklären sich die Fraktionen der Bayrischen Volk sp artet, der Deut sch Nation al en und des Bayrischen Bauern- u. Mittelstands- bund es bereit, die Verantwortung für die gemeinsam .zu bildende neue Regierung in Bayern zu übernehmen, ver Bis erste Aufgabe der neuen Regierung werde die Re- tlhr I volution von 1918 mit allen ihren Auswirkungen und Nachwirkungen durch eine entschieden nationale Füh­rung der Regierungsgeschäfte zu überwinden sein. Alle Bestrebungen auf Errichtung einer Nebenregierung ober die Durchsetzung eines illegalen Einilulles auf die vor I Regierungsgeschätte dürfen nicht geduldet werden.

Putschbestrebungen oder gewaltsame Eingriffe tn Die Staatsverfassung find, woher sie auch kommen, durch Vorbeugungsmaßnahmen zu verhindern und mit staat­lichen Machtmitteln zu unterdrücken. Die finanzielle

Nie «teflion im MmerDwM

Leipzig, 8. Juli. Unter großem Andrang be» Publikums begann heute vormittag um 1610 llbr dem 4. Strafsenat bes Reichsgerichts unter bent Vorsitz des Senatsvräsidenten Stöckel die Revisionsver-l Handlung im Prozeß gegen den eöemallgeuj sächsischen Ministerpräsidenten Dr. Erich Z eigner.

Es sind besondere polizeiliche Vorsichtsmaßnahmen, getroffen worden und der Zutritt zum Reichsgericht ist nur gegen Karten gestattet. Gegen das Landgerichts«' urteil, wonach Dr. Zeigner zu drei Jahren, Möbius »u 2 Jabren Gefängnis verurteilt worden waren, haben sowohl Zeigner nts auch Möbius und der Staatsan­walt. letzterer sopieit es sich um die Freisprechung Dr. Zeigners und seines Mitangeklagten Möbius banvelt, Revision eingelegt. Die Revision begründet sich am prozesiuale' und materielle Rechte (soweit es sich n« die Verurteilten handelt) und die des Oberstaatsan­waltes auf Verletzung des formellen und matettelle» Rechts. Die Verurteilten sind nicht persönlich anwesend, sondern werden durch ihre damaligen Verteidiger ver­treten. In der heutigen Anklage kommen zunächst bi« einzelnen Punkte bei Anklage, in beiten Verurteilung erfolgte, zur Verlesung.

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Dach der Annerion ter alten deutschen Deichsland« durch Frankreich hat die Pariser Deglerung eS für taktisch angebracht gehalten, die Brutalität ihren auf völlige Verwelschung und französische Un-ckormierung gerichteten Bestrebungen vorläufig noch durch gewiss« Dücksichtnahmen auf die Sonderbedürfnisfe des Lan­des und die stark ausgeprägte Cigenatt partukaorkf des und die stark ausgprägte Eigenart und partikula- risttfche Einstellung der Bevölkerung zu verhüllen. Erst in diesem Jahre hat man die, wenn auch nur scheinbar noch bestehende Selbstverwaltung d«S Landes, die in keiner Beziehung irgendwie mit der Selbständigkeit, unter dem preußischen Militärstiefel« zu vergleiche« war, abgebaut. Ser Kamps gegen deutsche Sprach« und deutscher Art ist allerdings vom ersten Tage bet Befreiung« an ohne jede Dücksichtsnahme auf di« Seutschstämmigkeit und Deutschsprachigkeit von über 90 Prozent der Bevölkerung ausgenommen worden. AuS der Schule ist die deutsche Sprache völlig ver­bannt worden. Dur in einigen Deligionsstunden dürft« sie noch ein kümmerliches Dasein fristen. Mit zynischer Offenheit Hot man französischerfeits zugestanden: baß diese barbarischen Methoden daS Analphabetentum und die HalbbiBung über eine ganze Generation herauf« führen werde. Man hat sich aber damit getröstet, daß das kommende Geschlecht Sann, wie man erwartet, völlig verwelscht sein werde.

Der Regierungswechsel in Paris hat die Lage Elfaß-Lothsringens noch außerordentlich verschärft. Sie Entkirchlichung. die Laiengesehgebung, wie sie im letzten Jahrzehnt im vom politischen Freimaurertum be­herrschten Frankreich rücksichtslos durchgeführt worden ist, wurde in Elsaß-Lothringen vorläufig nicht ein- geführt. (Heben taktischen Gesichtspunkten sprach bet Umstand mit, da hdie bisherige nationalistische Re­gierung sich auf die rechtsgerichteten und klerikalen Kreise stützte und die bereits während des Krieges aus politischen Gründen eingeleitete Versöhnung mit der Kirche nicht stören wollte. Run hat sich die Lage ge­ändert. Herriot will die Entkirchlichung und die zen­tralistische Verwaltung auch in der wiedergeraubten Provinzen einsühren. In Elfah-Lothringen hat man diese Gefahr kommen sehen. Don den 24 Abgeordneten des Londes sind nur 3 auf daS Linksprogramm ge­wählt. In die Kirche hat sich deutsches Volkstum und deutsche Sprache geflüchtet. Sie klerikalen Zeitunoen erscheinen meist in deutscher Sprache. ''

Bereits in her Kammer sind die Ankündigung«. Herriols mit einem Sturme der Entrüstung ausge­nommen worden. Dun hat sich die »ationalistischr Richtung berr Angelegenheit bemächtigt und ist be­müht, duttch propagandistische Herausarbe:tr/-(g kulturellen Gesichtspunkte der neuen Regierung große Schwierigkeiten zu machen. Die nationaiU-»-'-^ Kreise lehnen e£ natürlich, und von chre punkte aus auch mit vollem Recht, ab, tr Französisierung entgegenaroeiteii zu *

i« -2berh»siisch« Zeitung erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 2 Mark ausschließlich Zustellung»«»» Der Lnzeigenprei, betrögt für den 10 gesp. Zeilenmillimeter 0,08 Eoldmark. Amtlich» und auswärtig« Anzeigen 0,10 8»I>

hr. Durch di» Post 2,25 Mk. Für au,fallende Nummern infolge Streik» oder elementarer ikreignisi« kein Trsirtz. Verlag mark. Lei schwierigem Satz, sowie b. PlatzvorichriftenöO'/, Aufschlag. S-mmelan,eigen 100/, Aufschlag. Reklame, 0,35 ®»ftM

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Die Arbetten bet Organisationsausschüsse.

Parts, 8. Julr. Ueber die augenblicklichen Ber- ranblungen der einzelnen Organisationsausschüsse für den Sachnerstanbigenbericht erfahren wir nach Jnfor- ma.imen an zustänbiger Stelle folgenbes: Staatssekre- i. bet gegenwärtig im Haag weilt,

wird Mittwoch abend von dort nach London reisen Von besonderer Bedeutung ist, daß eine Einigung aber versfchkedene Eisenbahnorga,nisa- tionsfragen erzielt wurde. Doch soll der ge­samte Fragenkompler binfichtlich der französischen Reglebabnen vorläufig noch zurückge- st-llt werden. Die deutschen Vertreter des Organi- ^ttonsausschusses für die Jndusttieobligationen, Stacckssekretar Trendelenburg und Eebeimrat Bucher, waren Sonnabend nach Berlin gereist um dott bei den maßgebenden Stellen über die Ergeb-

i> In beit Berliner RegierungSkreifen spricht man Erwartung aus, baß nunmehr auch bie angekünbigie kirilobung Deutschlands zur Londoner Konferenz aus- . Besprochen wirb. Man war nicht wenig erstaunt,

I Ulli j ,ds in ber vergangenen Woche bie bereit« mehrfach

IN Asi Mgekünbigte Einlabung ausgeblieben ist und im An-

fchluß baran erhebliche Meinung-verschiebenheileu Eichen England und Frankreich auftauchten. ES - Weint demnach, daß in der Frage der Teilnahme Sei'.tfchlands an der Konferenz jedenfalls noch einige X /Schwierigkeiten zu überwinden sind. Am Mcmlag Abend hatte der deutsche Botschafter in Pari«, Dr. v. i einc Unterredung mit dem französischen Mi-

-Wt.erprSsidenlen Herriot, die geeignet fein dürfte, eben- ; die Aufmerksamkeit der politischen Kreise auf ; sich zu ziehen. Don der Art der Beteiligung Deutsch- - '.*S att der Londoner Konferenz dürfte sehr viel /«hangen, zumal es darauf ankommt, daß die deutsch- Regierung in den Stand verseht wird, ihre Forde- «mgen zur sofortigen Besprechung zu bringen.

Zwischen Herriot und Mac Sona fb be- s Sewisfe Schicksalsgemeinschaft,

«to es ist daher anzunehmen, dost sie im Grunde ihres «erzcns sich vollständig einig sind und mehr die Ge- / xensatze der in ihren Ländern arbeitenden Diplomatien k £* x ncuen Schwierigkeiten geführt hatten. Herriot »rb am Sonnemag im Senat einen sehr schweren Mand haben, aber er scheint entschlossen zu sein, auch :Uver me Opposition bes Senats hinweg seine Politi' .Lurchzusetzen. Wenn Herriot zu Fall kommen sollte. £ nc4,®0"16 ebenfalls damit rechnen müssen, daß fte Uberale Partei, von deren Änterstützung er ab- i '«ngtg ist. ihm die Gefolgschaft verweigert und seinen ' herbeiführt. Beide Staatsmänner s'tzen auf sehr | /»Egen Stühlen, und sie selbst werden am wenigsten Oaui beitragen, ihre schwachen Unterlagen zu ?er- teummern. Es ist daher damit zu rechnen, daß Mac Monald in vollem Einvernehmen mit Herriot Paris m b>ird und die Londoner Konferenz am 16. x. " beginnen kann. Dur ganz unvorher zusehende Er- «gnitfe müßten eintreten, falls die jetzige Besprechung pi einem anderen, ganz überraschenden Ergebnis kom-1 »er sollte.

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unerwartete Wendung der Dinge ein wenig aus der Fassung gebracht ist, gibt von der eihtiHon i Ci _ - t- ........

eine Darstellung, die den Eindruck erweckt, als ob I 61 Hvesch und dem französi-

Herriot den englischen Ministerpräsidenten in d:n/en einen überraschenden be-

äußerster Verzweiflung zu Hilfe gerufen habe. Mit ^Deiclauf genommen. Der

dieser Darstellung dürste die Opposition den her- Mmisterpräsident hat dem deutschen

vorstechenden Zug der Situation wohl richtig er- bct wirtschaftlichen Räu-

faßt haben. mung des Ruhrgebietes weitgehende Zu-

Im Verlaus der heutigen Zusammenkunft zw'.° 11,?®nt.8em^ währendirr in der Frage der schen Herriot und Mac Donald wird der englische Räumung die Auffassung aussprach.

Premierminister Einsicht in das gestern rndaul» «Li Regierung möge davon absehen, die tig ausgearbeitete Memorandum der ftanzösischen s lten 3U vergrößern, indem sie schon fetzt

Regierung nehmen. Dieses Memorandum bezieht°Jbctlln^en in die Debatte werfe. Hertiot sich bekanntlich auf das Mndestprogramm Frank- I daß die

reichs zur Londoner Konferenz. Es sollte bereits t Regierung ihre Wünsche auf der Son- im Laufe des heutigen Tages an die französischen I 86 Konferenz zur Sprache bringen wird. Botschafter zur Weitergabe an die verbündeten I-----

Zusammentritt be« Aeltestrnrates.

lin, 8. Juli. Der Aeltestenrat des

drfl?crS in ^arlÄ 'crt> ®retDe' des leiten ber Fraktion im Reichstag sein. $

ständigen Staatssekretär« im Foreign Office. Sir Eyre ____*____

(Sretoe. re« Obersten Waterhoufe, be« Sekretärs bes

englischen Premierministers Selbh. des Ministerialdi-! , Aus Bauern.

rektors am Qual d'Orsay Peretti della Rocca, deS Mi-

nisterialbirettorS Eehdvux. des ehemaligen französi- ®es bayrische Koalitiousprogramm.

scheu Vertreter« im Sachverständigenkomitee Parmen- München, 8. Juli. Das bayrische Koalitiöns- tier und des Kabinettschefs Herriot« Bergerh um SV, I vrogramm wirb soeben im Wortlaut veröffnetlicht. Uhr heute nachmittag im Kabinett des Mmisterpräsi-' * r'TT"'* v"-----

deuten ihre älnterhanblungen. ausgehend von der Be'prechung von ChequerS, wieder ausge­nommen und bis 8 Llhr abends fort gefegt. Sie Be­sprechungen werben heute abend 9.30 ilfjr in englischen Botschaft und morgen vormittag 9.30