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Mmburg a. L, Sirnötog, den s. Nül

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OhßchrWchI JeiLims

dem Ministerpräsidenten Herriot mitgeteilt. datz er morgen nachmittag nach Paris kommen werde, um mit ihm zu verhandeln. Der englische Premierminister trifft morgen Nachmittag um 4 Ähr In Paris ein.

Berlin. 7. Juli. Der angekündigte Schritt des amerikanischen Geschäftsträger« ist bi« zur Stunde noch nicht erfolgt.

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London .7. Juli. Es verlautet in Lonbv» ner amerikanischen Kreisen, daß die Reichsregie» rung auf eine Anfrage der englischen Regierung, welche Fortschritte die Vorbereitung der Gesetz» gebung zur Anwendung des Dawes-Plan« in Deutschland mache, Oie Antwort erteilt haben soll» daß man von deutscher Seite die Vorlage der» artiger Gesetze im Reichstage überhaupt erst In Erwägung ziehen könne (??), wenn die Alliierten sich bezüglich der Räumung de« Ruhrge» bieteS eindeutig gebunden hätten.

Paris, 7. Juli. Dei seiner Ankunft in Trohes wurde Herriot von den Spitzen der Behörden feier­lich begrüßt. Er hielt eine Rede, die polttisch kaum beachtenswert ist. Dann begab er sich, von feinen Freunden begleitet, zu einem Bankett, wo er, die radikalsozialistische Regierung werde den er .die radikalsozialistische Regierung werde den Grundsätzen heu bleiben, die sie in der Opposi­tion vertteten habe. Herriot fuhr dann fort: Me Regierung hat zunächst zwei Aufgaben zu erfül­len: die erste besteht darin, die finanziellen Kre­dite Frankreichs zu sichern, die zweite ist die, den von dem Volk herbeigesehnten und verdienten- Frie­den zu organisieren, den Frieden, auf den beson­ders das französische Volk, welches noch aus sei­nen Wunden blutet und sich von den gebrachten Opfern noch nicht erholt hat, in Anrecht besitzt. Den Frieden zu organisieren heißt, einmal das Reparationsproblem zu lösen, das zu so vielen Al- lusionen und zu einer solchen Menge Erklärungen Anlaß gegeben hat. Das französische Volk will nicht nur mündlich Versprechungen, sondern es to:I! Realitäten. Cs würde durchaus im InteressedeS französischen Volkes liegen, wenn die Probleme des Friedens und namentlich das RspararionsproSlem den Einflüssen der inneren Politik, die jeder Pole­mik ein weites Feld bieten, entzogen würden. Mö­gen wir doch wenigstens in gewissen Fragen zu einer Verständigung gelangen. Die Regierung muß sich indessen zur Wehr setzen, wenn man sie ver­pflichten wollte, nach so viel Enttäuschungen die Lö­sung zu finden, die bisher noch niemand entdecken konnte. Der sogenannte Sachverständigenbericht bietet zur Erfüllung der Verpflichtungen Deutsch­lands ein Programm, welches die vorhergehende Regierung angenommen hat und das sie nicht um­hin tritnte, es anzunehmen, weil es Uns heute die beste Gewähr bietet, Zahlung«« zu erlangen. Die­ser Plan regelt eine Reihe von Schwierigkeiten und sieht Kontrvllgesellschasten vor, die nunmehr eingesetzt werden und in Kraft treten müssen. Die­ser Plan legt den verbündeten Mächten die Der- s^lichtung auf, eine gewisse Reihe von Fragen zu lösen. Sie ist sogar dringend wegen des unsicheren Ehmakters der Micumverträge. Infolge dieser Rotwendigkeit erschien eine Konferenz zwischen den alliierten Mächten geboten. Sie setzt die Wieder- Herstellung des interalliierten Einvernehmens vor­aus und besonders ein enge« Zusammengehen zwi­schen Frankreich und England. In ChequerS haben wir die erste Grundlage zu einer Verständigung durch einen Schritt gewonnen, den man uns zum Vorwurf gemacht hat, den wir aber niemals des­avouieren werden, weil er unerläßlich war und nütz­lich gewesen ist. liegt es wirklich km Interesse Frankreichs, daß man den ersuch gemacht hat, den Sharakter der Zusammenkunft zu fälschen oder über ihre Tragweite hinwegzutäuschen? Der Vorteil Frankreichs gebietet ferner, den guten Dillen eines Premierministers zu erkennen, der nicht weniger demokratisch wie wir ist und der sich mit über- ous ernsten Sorgen hernmschlägt, weil er in einer Verständigung zwischen Großbritannien und Frankreich eines der wesenttichsien Anterpfänder des Friedens finken will.

des Schiedsgerichts der wirtschaftliche Aufbau Euro­pas abhängt.

Diese Ansicht der amerikanischen Regierung dürfte heute oder morgen offiziell vom amerika­nischen Botschafter in London Ramfah Mac Do­nald und von dem amerikanischen Geschäftsträger in Berlin der Reichsregierung mitgeteitt werden.

Harsch wieder bei Serrist.

Paris, 7. Juli Dcr deutsche Botschafter von tz o e s ch hatte heute nachmittag eine Unterredung mit Herriot über die Stellungnahme der deutschen Re­gierung »um Sachverstand igenbericht

Lloyd George über die Londoner Konferenz.

Berlin, 7. Juli. In der „D.A.Z." schreibt Llohd George über die Aussichten der An­nahme deS^Dawes-BerichtS auf der Londoner Kon­ferenz: Der Brricht wird einen leichten Weg durch die Konferenz haben, wenn die Londoner Unter­händler stets eingedenk.sind, daß es notwendig ist. eine gefährliche Stimmung in Deutschland, so­wie in Frankreich zu versöhnen. Aus diesem Grunde hätte ich es für richtig gehalten, datz die liniierten Deutschland eingelaöen hätten unter den gleichen Bedingungen, wie die übrigen Mächte. Die physiologische Wirkung dieses Schrit- tes würde in Deutschland groß gewesen {ein. ES würde die Ausgabe der großen Männer, die in ihrer Arbeit für den Frieden auch Wiederspruch erfahren, erleichtern, ihre Landsleute zu überreden, nicht auf die Stimme der Verzweiflung und der Rache zu hören. Deutschland als eine Nation von Sklaven zu behandeln, indem man ihm die kri­tische Stellungnahme zu erteilten Befehlen al« Mu» Verschämtheit "ausfegt, heißt seinen gerechten und ehrenhaften Nationalstolz beleidigen. Soweit ich die Loge beurteilen kann, wird die Haltung Deutsch» lcnds duM zwei Erwägungen bestimmt werden: einmal burd) die Aussicht auf eine angemessene Anleihe, um die Währung wiederherzustellen, und zweitens duvch die Haltung Frankreichs und Bel­giens in der Frage der Räumung der Ruhr. Beim zweiten Punkt ergeben sich möglicherweise Schwierigkeiten. Die Erklärungen Herriot« sind gsnr und gar nicht zufriedenstellend. Es scheint .daß Mac Donald für eine unsichtbare Besetzung plädiert hat. Das ist eine der gewöhn» ten Phrasen, für die er eine gewisse Schwär­merei besitzt. Die Idee war für Herriot zu nebel-i haft, als daß er sie zurückweisen konnte. Er ist ein Geschäftsmann, deshalb antwortete er mit der Forderung, Frankreich und Belgien freie Hand zu lassen. Will er die Ruhrbesetzung nur als Tausch­objekt für die Verhandlungen benutzen, dann m.Tg: noch alles gut gehen, meint er aber seine Worte im Sinne Poincares, dann gibt e s e i n M n g l ü ck. »_

Reger französisch-englischer Meinungsaustausch.

Paris ,7. Juli. Die Sachverständig en des .fiuai d'Orsay haben während deS gestrigen TageS ^ne Unterbrechung an der französischen Note ge­arbeitet, die morgen früh von den französischen Bol» ßhastern den verbündeten Mächten übergeben werden ^fokl. Der Text ist bereit« auSgearbeitet. Er wurde ssteftern abend von Della Rocca dem Ministerpräsidenten sdvrrgelegt. Der „Matin" meldet, e« sei sehr wahr- .stheinlich. datz das französische Memorandum veröffent­licht werbe. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen ter französischen und der englischen Regierung brauchten nicht öffentlich hervorgehoben zu werden und zwar umsoweniger, da man in Paris die begründete Hoff- Ulmg hege, mit der neuen Rote jede Meinungsverschie­denheit aus dem Wege zu räumen. Man steht voraus, daß zwischen London und Pari« »ur Abhaltung der Konferenz am 16. Juli ein reger diplomatischer Mei­nungsaustausch vor sich gehe. Heute vormittag wird der Londoner französische Gesandte 6t. Aulaire. 5er- t»t über seine Eindrücke berichten. Man nimmt an, daß fein Bericht auf die endgültige Faffung des fron» tzsfischcn Memorandums nicht ohne Einfluß sein dürste.

Kein Aufschub der Konferenz.

Paris, 7. Juli. Rach einer Havasmeldung aus Brüssel wird in im allgemeinen gut unterrichteten Kreisen versichert, daß von einem Aufschub derae^ planten interallierten Konferenz unb der Verlegung des Tagungsortes nach Brüssel in kei­ner Weise dieMede {ei..

Belgischer Mntisterrat.

Brüssel, 7. Juli. Der heutige belgisch« Ministerrat fand unter dem Vorsitz des König« statt. Er war ausschließlich der kommenden Konferenz gewidmet. Was schließlich noch die Frage der Beteili­gung der englischen Dominions an der kommenden Kon­ferenz anlangt, so wollen sie heutigen englischen Blät­ter wissen, General ö e r tz o g, der neue Premiermini­ster von Südafrika hätte Mac Donalds Einladung ab­lehnend beantwortet, während der Premierminister Kanadas, King, gestern in der Kammer von Olava er» karte, er würde einen Delegierten für diese Konferenz bezeichnen.

Paris, 7. Juli. Zu Mac Donald« Reise nach Pari« schreibt der ^Temps", der englische Pre­mierminister sei offensichtlich der Auffassung. daß man sich in der Nähe besser verständige als von weitem und daß die Arbeit besser ausfalle, wenn die führenden Männer sich ihr selbst unterzögen. 3n Frankreich wie in England sehe man gerne die Männer, die sich mit ihrer Person einfehen. Die stanzösische Oeffentlich- feh werde also Mac Donald eine herzliche Aufnahme bereiten. Möge er sich alsbald mit Herriot über die Grundlagen eines Abkommens verständigen, das die Durchführung des Sachverständigenberichtes ficherstellt. Im übrigen sei die Aufgabe des morgigen Tages durch die Besprechung von gestern erleichtert worden. Rach den Erklärungen, die der englische Botschafter gestern abend Herriot abgegeben habe, fei mehr als zur Genüge bewiesen, daß Frankreich die Hände frei habe.

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Paris, 7. Juli. Mac Donald wird aus seiner Reise nach Paris, dem »Ternps" zufolge, von dem Staatssekretär Sir Ehre Crewe begleitet jein. Der Bericht von der Ankunft des englischen Premiermini­sters, der sich sofort um 4 Ähr vom Bahnhof zu Herriot begeben wird, hat in den Wendelgängen des Senats, wie Havas berichtet, Anlaß zu Erörterungen gegeben. Man glaubt, bah die JnterpellationLdebatte, die für morgen angesetzt war, und toteren Verlauf So: ollvr Poincar? eine lange Rede halten sollte, .aus einen späteren Tag verschoben werden wird.

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M Mkwentivn Amerikas.

In den Berliner Regierungskreisen hat es großen Ausiehen hervorgerufen, datz die amerikanische Re­gierung bei den beteiligten europäischen Regierungen vorstellig geworden ist, um vor einer Verschlep­pung d e r Entsch eibungen über da« Sach­verständigen - Gutachten ernsthaft zu warnen. . Die amerikanische Warnung ist übrigen« nicht nur nach London und Pari« ergangen, sondern auch die demiche Regierung ist von amerikanischer Seile davon verständigt worden, baß eine Aufrollung der Frage der militärischen Räumung des DuhrgebieteS wegen der damit verbundenen Schwierigkeiten von amerikanischer Seite aus mißbilligt werden würbe, lieber die Vorgeschichte der amerikanischen Aktion wird sm übrigen Folgendes mit geteilt:

Der amerikanische Botschafter in London hatte seiner Regierung Mitteilung davon gemacht, daß vor der Londoner Konferenz, die über das Inkrafttreten des Sachverständigen-Gutachtens zu beschließen haben wird, sehr ernste Schwie rigfeiten ausgebrochen find. Zwischen England und Frankreich seien neue Mei­nungsverschiedenheiten aufgetreten, während Deutsch­land die „kategorische Forderung" gestellt habe, daß erst über die militärische Räumung des Ruhrgebietes eine eindeutige Entscheidung gefällt werden müsse, be­vor Deutschland die Gesetze zum Sachverständigen- Gutachten .annehmen könne. Die englische Re­gierung habe diese Forderung Deutschlands unter­stützt, während der französische Ministerpräsident Her­riot erklärt habe, seine innenpolitische Lage habe sich befStt verschlechtert, daß er vor der Konferenz kein Entgegenkommen zeigen könne. Der amerikanische Botschafter sehe infolgedessen schon fetzt die Möglich" leit eines Scheiterns der Londoner Konferenz voraus und habe seine Regierung dringend um Intervention gebeten. Diese Intervention ist dann auch prompt erfolgt, sodaß für die beteiligten Regierungen eine neue Situation geschaffen ist. Wenn man die ameri­kanischen Mitteilungen richtig versteht, so geht aus ihnen unzweideutig hervor, daß die Vereinigten Staaten entschlossen sind, sich unter keinen LnsitSüden an der Londoner Konferenz zu beteiligen und die in Aus­sicht gestellte Mitwirkung an der Aufbringung der An­leihen zurückziehen wurden, falls infolge der Haltung der beteiligten Regierungen eine Losung nicht zu- standekomrnen sollte.

Die groß? .Verantwortung, die nunmehr auf den Schultern der beteiligten Regierungen liegt, ist ohne Weiteres klar. Herriot und Mac Donald haben sich inzwischen verständigt, während die Position Deutschland s nach wie vor ungeklärt ist. 3m übrigen scheinen dem" amerikanischen Botschafter bei seinen an Washington gerichteten Mitteilungen au' Grund einseitiger Jnformattonen starke Irrtümer unter­laufen zu sein. Wenn es nämlich so hingestellt wird, als ob die deutsche Regierung unmittelbar vor dem Zustandekommen der Konferenz kategorische Forde­rungen gestellt habe, so ist dies nicht richtig. Vielmehr hat Deutschland von Anfang an betont, daß die Räumung des Ruhrgebiets eine der Hauptbedingungen sei, unter denen si chjdie Reichsregierung zum Sach- verstchndigen-Gutachten bekenne. Die alliierten Re- eieumgen- könnten daher von vornherein diese Tat- f* i« HeEBereich ihrer Erwägungen einstellen. Au- Herdern hängt eS absolut nicht davon ab, ob die al­liierten Regierungen vor der Konferenz irgend welche bindende Erklärungen abgeben, sondern es besteht viel­mehr die Rotwendigkeit, auf der Konferenz selbst eine Klärung dieser Frage herbeizuführen. Das Sachver- ständigen-Gutachten sieht ja auch klar und eindeutig vor, daß die wirtschaftlichen Sanktionen bei Annahme des Sachverständigen-Gutachtens sogleich aufhören müssen. Wenn es keine Destimmungen über die mili­tärische Räumung enthält, so ist dies schon deswegen für Deutschland nicht verbindlich, weil die Sachver- verständigen in politischen Fragen den europäischen Regierungen völlige Handlungsfreiheit gelassen haben. Niemand ober wird der deutschen Regierung das Recht. nehmen kmrnen, von ihrer Handlungsfreiheit bollen Gebrauch zu machen. 3n diesem Sinne dürfte das Reichskabinett auch der amerikanifchen Regierung antworten, indem es auf den gtunokgcnben Charakter der deutschen auswärtigen Politik des Sachverstän­digen-Gutachtens Hinweisen und die Dringlichkeit der deutschen Forderung auf Räumung de« Ruhrgebiets betonen wird.

Von maßgebender parlamentarischer Stelle wird übrigens in offiziösen Erklärungen energisch bestritten, datz die Reichsregierung eine Art Ultimatum wegen der' Räumung de« Ruhrgebietes an die alliierten Re­gierungen gestellt habe. Vielmehr geht aus den be­reits von deutscher Seite wiederholt abgegebenen Er­klärungen hervor, daß die deutsche Regierung auf der Londoner Konferenz ihre Forderungen in eindeutiger Weife stellen und dementsprechend begründen wird. Wenn man schon jetzt auf die Konsequenzen einer Ab­lehnung der deutschen Forderung aufmerksam gemacht hat, so lag dies durchaus in der Lime der ganzen deutschen Außenpolitik. Die durch den amerikanischen Botschafter gegebene Darstellung kann nur den einen Zweck verfolgt haben, die Verantwortung für die Schwierigkeit der Londoner Konfe­renz zum großen Teil auf die Schultern der deutschen Regierung abzuwälzen.

Amerika drängt zur Londoner Konferenz.

London. 7. Juli. Aus Washington wird gemeldet:

Im Weißen Hause hat am Sonnabend eine Konferenz stattgefunden, die sich ausschließ­lich mit der Anwendung des Schiedsgerichtes be­faßt hat. Sie hat dem amerikanischen Botschafter in London eine Mitteilung zugehen lassen, wo­nach es die Ansicht der Regierung der Bereinigre-» Staaten sei. daß von der baldigste» Anwenom.

Mac Donald reist »ach Pari«.

London, 7. Juli. 3m Unterhaus teilte Mac Donald mit, daß er morsen nach Paris reifen und •oi Mittwoch abend wieder nach Loudon zurückketzren J*ile Der Besuch erfolge auf Vorschlag tzerrtots. •tot Donald betonte nochmals, daß der in der Presse ft-tmchte Entrüjrungssturm jeder Besrün- '•u n g entbehre.

Pari«. 7. Juki. Ramsah Mac Don aid hat

London, 7. Juli. Im Unterlaufe teilte Mac Donald mit, man dürfe hoffen, daß auf der bevorstehen- »en für den 16. Juli festgesetzten Konferenz folgende cBiierte Staaten vertteten sein würden: Eroßvri» tannien, Frankreich, Italien, Javan, Lrlgien, Jugoslawien, Griechenland, Portugal, Rumänien. Der amerikanische Botschafter werde, wie die amerikanisch« Regie­rung bereits öffentlich mitgeteilt habe, ebenfalls an der Konferenz teilnebmen. Die Aufgabe der Konferenz »erbe sich auf die Beratungen der zur Durchführung der Dawesberichte notwendigen Vereinbarungen beschrän­ke!!.

t Auf eine Anfrage des Parlamentsmitgliedes etil, ob das in den letzten Tagen entstandene Mißverständnis zwischen Frankreich und England jetzt als geklärt anzusehen sei, erwiderte Mac Donald, er beabsichtige, über diese Frage zu Beginn der heutigen Debatte eine Erklärung abzugeben.

Auf eine Anfrage des Abg. Ormsby Gore, ob das britische Reich nur durch Mac Donald und die eng- »llche Delegation auf der Konferenz vertreten sein werde oder ob auch Vertreter der Dominions eingeladen wer- •en sollen, antwortete Mac Donald, er könne diese qrage nicht beantworten, bevor er nicht eine Konferenz *»t den Dominions hatte, die, wie er hoff«, am näch-1 ste» Freitag stattfinden werde.

Auf eine Anfrage Berkeleys, ob es nicht wün­schenswert sei, datz auch an die Tschechoslowakei tute Einladung ergehe, erwiderte Mac Donald, es soll­ten nur diejenigen Nationen zur Konferenz »ugezogen »erben, bk unmittelbar an den Reparationszahlungen bitettjtiett seien.

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Anzeiger für (das Mer furhcifndw) OSerhessen - Amtliches VsMiröWimssölstt -es Kreises Marburg

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Sir Milüttrillwilstage.

London, 7. Juli. Als Folge der kürzlich erstat­teten deutschen Antwort an die Alliieren über, die Frage der Militärkontrolle, in der die deutsche Re» -gierune die Forderung nach einer weiteren aßaemetnet Jnsvetticn der deutschen Rüstungen durch alliierten Kommisstonen anerkannte , sch»' Wahrscheinlichkeit zu bestehen, daß bi- der Kontrolle in» tatsächliche Darum für träte ist die Angele» den deutschen mijfteir. Df möglich r beend we d

Srr wgMchlmMcke Zwischenfall.

Sin offizieller eaalischer Schritt.

Pari«. 7. Juli. Herriot ist gestern abenb «m 7 Lhr aus Trohes in Paris wieder eingetroffen. Um V»8 Uhr erbat der englische Botschafter Lord »r e w e von ihm eine Audienz, die sofort bewilligt Wurde. Da« Gespräch zog sich ungefähr P/t Stun­den, 61« kurz nach 9 Uhr hin. Nach Beendigung des»/ ft fiten wurde nachstehendes Kommunique veröffentlicht:

.Der Ministerpräsident hat heute abend den Besuch flr. Exzellenz, des englischen Botschafters erhallen, per beauftragt war. ihm die Auffassung Mac Do­nalds von den französischen in Umlauf gesetzten Informationen erneut zum Ausdruck zu bringen. Ma< Donald erklärte ausdrücklich, er habe zu keinem Augen­blick versucht, seinem französischen Kollegen Gedanken »der Ausdrücke vorzulegen, die selbstverständlich nur auf die Initiative der britischen Regierung hin, ge­äußert worden wären. Er hat vorgeschlagen, dies« Mitteilung an die Regierung zu richten, welche die Umladung zur Londoner Konserenz erhalten haben. Oer Ministerpräsident hat Lord Erewe gebeten, in feinem Namen dem Premierminister für diese Mittei­lung und für seinen Vorschlag zu danken, den er an­genommen hat."

: Dieser offizielle englische Schritt, der gestern Sonntag gmd, an einem für englische Gebräuche ungewöhn-

en Tage unternommen wurde, wodurch er nur an fceufung gewinnen kann, erweckt in Pariser maß- genden Kreisen lebhafte Befriedigung, die

auch in einem Teil der Presse wiederspiegelt. Der »Petit Parisin" betrachtet den englisch-franKsischen Moischensall nunmehr als erledigt. Der .Matin" meint, baß nach der gestrigen Mitteilung Mac Donalds dem Semoranbum Sir Crewes, des Änterftaotssekretärs

Fvreign Offtce. viel weniger Bedeutung beige­messen werden müßte, als anfänglich geschehen sei. Das Blatt macht die Feststellung, baß die französische ijRegierung für die kommenden Besprechungen der Lon- itzvner Konferenz sich die Hände nicht gebunden habe. Dertinax im „Echo de Paris" hält an der Behauptung M. Herriot habe am 21. und 22. Juni ohne jede Liskusfion die verschiedenen Paragraphen des englischen «rvtckoll-Gntwurfes angenommen. Mac Donald und J5ir Erewe haben, wie Pertinar von absolut sicheren ßr.formationen erfahren haben will, Herriot ausdrück»

barlegen können, daß Deutschland Garantien gegen pie Reparations-Kommission erhallen müsse. Sie wären bei Herriot kedigllch auf Schweigen, aber auhdrückliche Zustimmung gestoßen.

DkrSnzeiaenprei, beträgt für den 10 gesp. 3« itenmt Dimeter 0,08 Sol Ornat f. Amtlich« und auswärtig« Anreizen 0,10 Sott wart B-I schwierigem Satz, sowie b Platzvorlchriften50°/, Auftchlag. Sammelanzetgen 100»/, Aufschlag.Reklamen 0,35 Sold» Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt und veriällt, wenn 6t« Zahlung später -al» 5 Tag» erfolgt. Beleg« werden berechnet «denso Auskunft durch die Geschäftsstelle und Zusendung der Angebot«. Erfüllungsort Marburg, 1 S.-Mk. = Dollar