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Marburg tu L, Soimabend, den 5. M
59. Sabkg. 1924
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Einzelfragen im Gange wäre. Jedenfalls lasse diese w , ,r„
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England vor der Londoner Konferenz.
gung an Die Veite Frankreichs zu treten. ^°uerwem versteht unter dieser Verpflichtung die ■1* <*y»------r C___ - V
aus , daß Lon-
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Gegen die Wiedereinführung der Laien-Gesetze
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gischen Abgeordneten, die auf der Liste des Nationalen Blockes gewählt worden sind, organisieren zurzeit, wie das „Echo de Paris" mitteilt, in den drei Departements des Niederrheins, des Oberrheins und der Mosel zahlreiche Protestkundgebungen gegen die Wiedereinführung der Laiengesetze in Elsatz-Lothringen. Diese Protestkundgebungen, welche sich ungefähr zwei Wochen, bis zum 20. Juli hinziehen, werden ihren Abschluß durch eine große Kundgebung in Straßburg finden, an der zahlreiche Mit-i glieder des- Parlaments teilnehmen werden. Das „Echo de Paris" glaubt zu wissen, daß bereits seht schon mehr als 200 Abgeordnete ihre Absicht mit« tcuten. an dieser Kundgebung teilzunehmen. Am kommenden Dienstag wird der Senator Monpard Herriot in farm einer Anfrage bitten, über seine Pläne betreffend Elsaß-Lothrngen genauere Erklä- rungen abzugeben.
und ähnliche Erklärungen erkennen, daß abermals ein sogenanntes Mißverständnis zwischen Parks und London bestand.
I abzufassen, die zu keinem Ergebnis führten, da I Frankreich mit Recht es ablehnt, sich auf ihren Standpunkt einzulassen. Die Frage sei die, meinte Sauerwein, ob die Änladung ohne daSWissen Mac Donalds abgefaht worden sei. Hat sich Sir Eric Crewe einflußreicher als der Premierminister erwiesen, der von Debatten im Unterhaus in Anspruch genommen war? Das wird man bereits heute in Erfahrung bringen. Sauerwein glaubt zu wissen »daß die französische Regierung im Laufe
I des heutigen Vormittags vom Fvreign Office genaue Aufschlüsie erbitten würde. Falls England zugibt, daß der Text der Einladung die persönlichen Gedankcngünge seiner Beamten zum Ausdruck bringt, so müsse man dennoch beklagen daß solche Ideen in ein solches Dokument ausgenommen wur-
I den. das den Eindruck- erwecken könne, als sei es im Einverständnis mit Frankreich versandt worden. FallS Großbritannien es nicht zugibt, so gäbe es keine französische Regierung, die sich! an den Arbeiten einr Konferenz beteiligen werde, welch« das Ziel habe, die Frank-
I reich kraft des Versailler Derttages noch verbliebenen Rechte völlig zu zerstören.
Erregung in der Pariser Presse.
Paris, 4. Juli. Die Pariser Presse zeigt sich über das Memorandum, das die britische Regierung im Hinblick auf die bevorstehende Londoner Konferenz an die verbündeten Mächte gerichtet hat, sehr erregt. Einen besonders scharfen Ton schlägt das „Echo de Paris" an. Das Blatt
i Poris. 4. Juli. Die Unklarheit, die gestern über die Einladungen, welche das englische Kabinett an die verbündeten Mächte mit Ausnahme Frankreichs zur Teilnahme an der Lvndo- eer Konferenz am 16. Juli versandte, bestanden hat. beginnt sich heute zu lichten. Meldungen aus '«glischer und französischer Quelle lasten erkennen, 'baß die englische Reg erung mit diesen Einladungen, die in der Form von Instruktionen an die brtti- Men Botschafter in den verbündeten Hauptstädten 'erfolgten, eine Darstellung ihrer Auffassung von -er Reparativnslage verbunden hat, und zwar be° Mäfligte sich die britische Regierung, wie der „Ma- Sn" bestätigt, damit, Gründe für die Absetzung der Meparationskvmmisfion zugunsten einer neuen, für Ne Feststellung deutscher Verfehlungen gegen den Sschverständigenplan zuständigen Körperschaft in bas Feld zu führen. Der „Statin“ behandelt die ganze Angelegenheit in einem scheinbar offiziösen A>arakter, der geradezu sensationell wirkt. Sauer- wein nennt das Verhalten der britischen Legierung eine schwere Unkorrekt- heit. Auffällig ist der krampfhafte Versuch, zwi- fchen Mac Donald und den Beamten des Fvreign Office zu unterscheiden. Letzteren legt Sauerwein Ne Schuld an dem gesamten Vorfall zur Last. Kauerwein widerspricht sich jedoch mit der Ent-
2. Dieses Programm ist ohne vorherige Benachrichtigung der französischen Regierung unternommen worden.
3. Der englische Standpunkt läuft auf die Streichung der wichtigsten Paragraphen des Versailler Vertrages hinaus.
Rach dem „Daily Telegraph" sollen die fach- flichen Schwierigkeiten in folgenden Fragen zu I suchen sein:
I 1. Welche Autorität soll Deutschlands Verfeh- I hingen entscheiden? (Haager Schiedsgericht oder Finanzkomitee des Völkerbundes.)
I . 2. Die französische Forderung einer besonderen Ersenbahnkontrolle im besetzten Gebiet.
I 3. Die Regelung des Kapital-Transfers.
Hinsichtlich der Haltung Deutschlands bringt Daily Telegraph“ di« bezeichnende Mitteilung, es fei vielleicht keineswegs zu bedauern, wenn der I Reichstag den neuen Gesetzentwürfen nicht zustim- I men werde, da ihr Inhalt nicht ganz den Erwartungen entsprochen habe. Deshalb sei es besser daß die Annahme des Berichtes bereits beschlosien, unterzeichnet und besiegelt sei, bevor der Reichstag zustimme.
..Mac Donald äußerte sich bisher in allen fernen Reden in seinem Wahlkreis über die Konferenz recht vorsichtig. Er glaubt, er werde Erfolg I ypoett. Aber er könne keine Voraussagen machen.
Es sei ein Anfang und wie das Ende sein werde, könne er nicht sagen.
♦ Optimismus in London.
Berlin, 4. Juli. Der diplomatische Korre- spondent des „Daily Telegraph" führt, wie der Londoner Korrespondent des „B. T." berichtet, aus, daß man in Londoner politischen Kreisen ausgesprochen optimistisch über den Ausgang der Julikonferenz sei. Man glaubt sogar, daß der Dawes-Bericht in der ersten oder zweiten Septemberwoche schon in Kraft iw "tttte, man annehme, daß noch vor dem I. August eine Einigung zwischen den Alliierten 1 unb Deutschland zustande kommen werde. Ferner I fei man der Ansicht, daß vier oder sechs Wochen genügen wurden, um die internationale Organisation des Dawesberichts einzurichten. Somit bleibe
"och die Frage der deutschen Anleihe von 40 lieber die Aussichten einer solchen Anleihe seien seinerzeit die Ansichten sowohl in der City wie in Wallstreet geteilt gewesen. Heute beurteile mwn aber die Aussichten bedeutend günstiger. Zur Zeit der Veröffentlichung des Dawes- Berichts glaubte man, ?y3 oder SU Prozent Zin- fen festsetzen zu muffen, während heute 6^ oder 7 Prozent zu genügen scheinen. Diese Zunahme d e s V e r t r a u e n s gehe hauptsächlich auf physio- logifche Grunde und darauf zurück, daß man in Amerika erkenne, daß ein neuer Geist der Versöh- 1 nung in Westeuropa eingezogen sei. I
London gemeldet, das Foreign Office gebe zu, an Frankreich keine Einladung zu der L... doner Konferenz gerichtet wurde, da diese Konferenz ja zwischen Herriot und Mac Donald in Che- auers vereinbart worden sei. Was die Einladung der britischen Regierung an die anderen Mächte anlangt, so drückt sie den Wunsch aus, daß diese Mächte der franco-englischen Anregung einer inter- I alliierten Konferenz beitreten mögen. Im übrigen enthalte sie nur eine kurze Zusammenfaffung des Zieles dieser Konferenz ohne bestimmte Angaben I betreffend das Verfahren, das zur Ausführung des Sachverständigenplanes einzuschlagen wäre. Die brj-
I tischen bei den verschiedenen Mächten beglaubigten, I Botschafter hätten jedoch einen Bericht über die in Cheguers stattgefundene Besprechung erhalten und
I dieser Bericht habe deutlich den Standpunkt der englischen Regierung erkennen laffen. Das Foreign
I Office bestreitet, daß eine Note entsandt oder ein I Protokollentwurf angefertigt sei, der eine Abmachung zwischen den verbündeten Mächten und Deutschland vorsehe. Das Foreign Office gebe allerdings zu, daß Herriot in verschiedenen Ein-
t f1 a 9 e n ""derer Auffassung als] OT o c I) o n a I b gewesen se i, was offenbar dazu führte, daß ein definitiver Beschluß während der Zusammenkunft in Cheguers ohne die Mächte nicht gefaßt werden konnte. Es fei bekannt, wird hinzu- gefügt, daß Ramfay Mac Donald den Dandpunkt I vertrete, daß entweder der Haager Schieds- KErichtshof oder das Finanz-Komitee des Völkerbundes anstelle der Repa-! 1 10 FL5 0 01 m * f f *0 n der Prüfung et- watger Verfehlungen Deutschlands betraut werde. Am, dle!en offiziösen Angaben des Foreign Office zieht der „Matin" nachstehende Schlußfolgerungen:!
J: ®*e Vertreter Groß-Britanniens haben, als sie die Einladungen überreichten, die englischen Forderungen ausführlich dargelegt, obwohl sie in offenbarem Widerspruch zu dem französischen Stand- puntt standen.
Der englische Standpunkt.
Paris, 4. Juli. Dem „Matin" wird
Lon-on - Frankreichs zweites Se-an"
Snmkrei» Wtiflt England »et ttntorrcttteit.
schreibt: „Die Londoner Konferenz am 16. Juli kann für Frankreich sehr leicht zu einem neuen Sedan werden." Pertinax sucht in dem Blatt die Verwirrung zu schildern, die gestern auf Grund der Veröffentlichungen der „Morning Post" im Quai d'Orsay geherrscht habe. Er will wissen, daß der Berliner englische Botschafter dieselbe Mitteilung erhalten habe wie seine Kollegen in anderen | Hauptstädten. In welcher Form habe er deutsche Regierung davon unterrichtet?
Wie an Berliner unterrichteten Stellen ver- I ^utet, ist entgegen der Meldung des „Echo de Jaris der R ei ch sr egi eru n g bisher eine Einladung zur Londoner Kankerenz I n r ch t zugegangen.
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Besinn ter RiMrkontrolle am A. Sali.
Paris, 4. Juli. Laut einem offiziellen Be- i rrchk ist die Botfchafterkonferenz gestern Vormittag zusammengetreten. Sie hat von dem Brrichl des interalliierten Militärkomitees in Vcr- j strillcS Kenntnis genommen. Die Mitglieder der Konferenz haben sich darauf unter Vorbehalt der Zustimmung ihrer Regierungen über die großen Linien der Antwort auf die deutsche Rote vom 30. Onni betreffend die interalliierte Militärkonttolle in Deutschland verständigt. Obwohl über d<yi Inhalt dieser Antwort größtesStillschweigen beobachtet wird, glaubt man in unterrichteten Kreisen zu wissen, daß die Botschafter auf dem Stand- punkt stchcn daß die interalliierte Militärkonttoll- kommifsion ihre Aufgabe bis zum 30. September I nicht zu Ende führen könne.
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.Der l i n, 4. Juli. Wie das „Petit Journal" nntteut, ist im Verlaufe der gestrigen B o t f ch a f - terkonferenz beschlossen worden, die neuen Kontrollmaßnahmen in Deutschland sollten am 2 0. c- r i Rinnen. Die Botschafterkonferenz werde! hinsichtlich des Zeitpunktes, an dem voraussichtlich die letzte Kontrolloperation beendet sein werde, keine Verpflichtung übernehmen.
Das Ergebnis der Berllner Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder, die sich mst Ausnahme de« Vertreter« Mecklenburg« ein- uEttg für die Polttik der Reichsregierung gegen« über dem Sachverständigengutachten ausgefproche« haben, ist für die nunmehrigen Entscheidungen von größter Bedeutung. Das Kabinett Marx-Stre- femann wird auf Grund der von den Vertreter, der bundesstaatlichen Regierungen abgegebenen Erklärung dem In- und Auslandes gegenüber ermächtigt, di« endgülttge Annahme de« Sachverständigengutachtens zu vollziehen und die darin vorgesehenen Verpflichtungen zu übernehmen. Da« in London nach Beendigung der großen Konferenz zur Unterzeichnung gelangende Protokoll stellt ein neues Reparations-Abkommen dar,so-1 oa& die deutscherseits zu leistende Unterschrift die Reichsregierung mit einer großen Verantwortung belastet. Der Reichskanzler hatte deshalb die Der- tteter der einzelstaatlichen Regierungen eindringlichst gebeten, das Reichskabinett in seinen verant» wvrtungsschweren Entscheidungen zu unterstützen. 3n den Berliner Regierungskreisen hat eS groß« Befriedigung gefunden, daß mit einer ein- zigon Ausnahme alle Verantwortlichen Leiter de, deutschen Landesregierungen sich hinter die Reichs- tegierung gestellt haben.
Don großer Wichtigkeit ist es, daß auch bi« zur Deutschnationalen Partei gehörenden Mitglie- der der bundesstaatlichen Regierungen ihre Stimm« str die Reichsregierung abgegeben haben. Racj Auffassung der parlamentarisch-pvlittschen Kreise übernimmt damit die deutschnattonale Partei ein bestimmtes Maß von Mitverantwortring für die Annahme des Sachverständigengutachtens, zumal die Deutschnationalen offiziell in den Landesregie- rungen Bayerns, Württembergs und Thüringen« vertreten sind, deren Ministerpräsidenten sich für die Annahme des Gutachtens entschieden haben.
Rach Lage der Dinge steht es jedoch fest, bat bie eigentliche Entscheidung über das Gutachten i n, Reichs tag gefällt werden wird. Zunächst dürst« die Frage, ob die Annahme der Gesetze zum Sach- verständiaengutachten von einer zweidrsttel Mehr- Heck abhängig sein wird, durch ein Gutachten maßgebender juristischer Sachverständiger gelöst wer- den. Darüber hinaus ist es aber von unbedingter Wichtigkeit, daß die innenpolittfche Atmosphäre bis zur Entscheidung im Reichstag volle Beruhigung gefunden hat. Eine Vppositton der Deutfchnatio- nalen während der wichtigen außenpolitischen Ent- scheidungen würde angesichts der wichtigen Tatsache, daß die Reichsregierung tatsächlich eine neue An- terschrist zu leisten haben wird, nach Auffassung der maßgebenden Regierungskreise für das Kabinett Marx-Stresemann einfach unerträglich fein, innerhalb der deutschen Volkspartei und des Zen- ttums sind daher, wie in den parlamentarischen Greifen verlautet, gegenwärtig Erwägungen darüber im Gange, die Deutschnattonale Reichstags« ftaftion zu veranlassen, bei der Durchführung der Gesetze dem Reichskabinett keine Schwierigkeiten zu machen. i
Li« .^Lberhtlsiiche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Bezugspreis monatlich 2 Mark ausschließlich Zustellunqsz«- .16)r. Durch die Post 2,23 Mk. — Für ausfallende Nummern infolge Streik, oder elementarer Ereignifl« kein Ersatz. — Verlag WC Dr. E.Hitzerath. — Druck der Univ.-Buchdruckerei von Jod. Aug. Koch, Markt 21/23. — Fernspr. 55, Postfcheckkonto: Rr. 5015 f -> Amt Frankfurt a. Main.
I U« die Einberufung des Reichstage«.
Berlin, 4. Juli. In dem Verfahrt "1® gegen dir Mitglieder der Z- -n{c der «L*" gen Hochverrat« einer be'onberen 9 rung des Hachse den Räumen bt Landtags eine Untersuchung«», derholr glaub* nach sich Reichste
hüllung, daß bereits in den Besprechungen, die DacDonald und Herriot in Cheguers führ- ten, die Zuständigkeit der Reparationskommission verteidigt. Eine Verständigung mit Mac Donald knote nicht erzielt werden und das Thema sollte, so lautete die getroffene Abmachung, noch vor dem Zusammentritt der Londoner Konferenz erneut zur .Sprache gebracht werden. ES habe sich nunmehr, > MN Sauetwein fort, einZwischenfallvon außerordentlicher Tragweite ereignet:
Beamten des Fvreign Office hätten Mac Do- Ed Instrukttonen an die Botschafter vnterzeich- «n lassen, die Einladungen an die Adressen Bel- Bens, Italiens und Japans, sowie verschiedener Mderer Mächte ausdrückten. In diesen Einla- tange t hätten sie, entgegen der getroffenen Verabredung, ihre eigenen Anregun- jen hinsichtlich der Regelung des Reparationsprob- iems ausgenommen, Anregungen, die auf die Ab- ftfenng der Reparationskommission Mausliefen. Niemals hätte die französische Re- f Meiung sich eingebildet, daß es so weit kommen könne. In der Atmosphäre herzlicher Zusammen- f Weif, von Der die Unterhaltung in Cheguers er- r fett war, habe man sich dahin verständigt. Daß Mgland die Versendung der Einladungen überneh- «en würde. Jo diesen Einladungen sollte jedoch lediglich gesagt werden, daß der Zweck der Konfe- trnz in der Ausführung des Sachverständigenpro- Pttmms bestünde. So sei es zu einem ersten Der- gegen die gemeinsamen Verabredungen gekommen »dadurch, daß den verbündeten Mächten >nchk nur der Gegenstand der ‘Beratungen, sondern ne Richtung mitgeteilt wurde, nach der sie orien- ' werden sollten. Jene Richtung hätten die «amten des Foreign Office und des Schatzamts Wt festgelegt. Der englische Entwurf des Schluß-1 ^ftokolls der Konferenz, das von Herriot be- mtten wird, ist unerwarteter Weise in ein Do-1 «oieni aufgenommen worden, in dem er gar nicht Wiieren dürfe. Die englische Einladung, so Mytt Sauerwein fort, enthalte die Angabe, daß ein
Komitee, bas bei gewissen Anlässen von Kör- pvichasten des Völkerbundes unterstützt werden Mfe. zu begründen wäre und es mit den Vvrrech- und Vollmachten der Reparattonskommission «sgeftattet werden soll. Das bedeute einen A m - des Versailler Vertrages und die »eiringerung der Rechte Frank- eichs, welches, obwohl es einen Anteil von ^Prozent an den Reparationen besitzt — weit **Wr als die erlittenen Schäden ausmachen — dieselbe Stufe gestellt würde, wie der Sachver- «ndige einer neutralen Macht, wenn die Feststel- u9 gemacht werden soll, daß Deutschland gegen k Verpflichtungen verfehlt hat. Die englische! ^ladung enthalte schließlich die Auslegung einer machung die auf die Wahrung der ftanzösischen
Fressen Bezug hat, wonach Frankreich und Eng- ™ voraus ein formelles Bündnis abschlies- ^ würden für den Fall, daß Deutschland sich ^Wungen zu schulden kommen läßt, d. h. die l11*1”"9 Großbritanniens, unter dieser Dor- etzung an die Seite Frankreichs zu treten.
London, 4. Juli. Die Aufregung der französischen Rechtspresse über die von der englischen Regierung vertandten Konferenz-Einladungen wird hier als gänzlich unbegründet bezeichnet. Mac ^.onald habe sich, so wird betont, durchaus innerhalb seines Auftrag-Kreises als Konferenz- Veranstalter gehalten. Er habe mit diesen Einladungen keinerlei Versuche gemacht, bestimmte Be- digungen für die Konferenz aufzustellen. Dagegen gibt man zu, daß gegenwärtig auf dem üblichen tn ?i£, . r —-™ v-»"» - diplomatischen Wege ein Meinungsaustausch zwi-
I hartnäckig daran gearbeitet, Memoranda scheu den beteiligten Regierungen über verschiedene
Die Regierung will es unter allen Umstände« vermeiden, daß die Annahme der Gesetze zum Sachverständigengutachten etwa durch eine Zufalls- meWit im Parlament vollzogen werden könne.
Man weist darauf hin, d-H das Votum des Reichstages gleichzeittg eine Garantie für die dem Deutschen Reich zu gewahrende Anleihe in Höhe von 800 Millionen Goldmark darftellen soll. Au« kiesen Gründen sei eine fraglose Mehrheit für das -.Utochten im Reichstag umso dringender, »ls sonst !im Auslande der Eindruck entstehen würde, daß eine kommende deuffche Regierung sich weigern könnte, die Unterschrift des Ministerium« Mar,- wtresemann als verbindlich anzuerkennen.
Ein Kompromiß mit den Deuffchnationaken dürste daher kaum zu vermeiden fein, und es hängt jetzt sehr viel davon ab, wie sich die deutschnatto- nnlen Führer zu diesen Fragen stellen werden. Rach Lage der Dinge erscheint es heute ziemllch sicher, daß die gegenwärtigen Regierungsparteien geneigt sein würden, narh der Durchführung der' außenpolitischen Entscheidungen die Regierunz«. ftcge im Reiche im Sinne der deutichn rtt.molen Wünsche neu zu lösen.
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KvmmmMM Staffen in teil
. ^quers erreichte Formel, der zufolge Herrior Dac Donald einen Pakt ständiger Zusammen- abgeschlossen haben. Mac Dcnald habe in Büros Leute sitzen, die auf die berüchtigte These eingeschworen sind, wonach -die Rc- Hy, '°nen bie einzige Arsache der wirtschaftli- I«, Zerrüttung Europas bilden. Seit Jahren sie bnrfnnrfin hnrnn nrt?-——..-s-