59.Mrg.1924
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Die Verfügung des Venera!» DegoutteS hat Dolgenden Wortlaut'
Artikel 1: Alle Personen, die von den Besät- Mmgsbehörden feil dem 11. Januar 1923 anSge- liefen worden sind, und deren Ausweisung noch
nimmt an, dah man sich verpflichtet habe, die beiderseitigen Eindrücke von der deutschen Antwort in der Militärkontrollfrage auszutauschen.
Paris, 3. Juli. Gestern abend wurde in ge« wisien politischen Kreisen in Paris das Gerücht verbreitet, daß die Londoner Konferenz einen Aufschub erfahren solle. Wie das .Oeuvre" erfährt, ist davon in keiner Weise die Rede. .
tcutung und den Ausgang der kommenden Londoner Konferenz, da Frankreich sich hartnäckig weigere, die Beipflichtung der Räumung der Ruhr auf sich zu nehmen, sodaß jetzt unter den anderen beteiligten Regierungen Berhandlungen im Gange seien, um Frankreich andere Pfander aiuu-- bieten. Trotzdem werde die Londoner Konferenz ihre Bedeutung baden, weil sie zur Klärung der Lage dei- tragen werde.
Die Micum-Berteäge.
Berlin, 2 Juli. Wie mehrere Blätter an zuständiger Stelle in Essen erfahren haben wollen, ist mit der Tatsache bestimmt zu rechnen, daß die neuen Micumverträge schon am 20. Juli mit Wirkung zum 1. August gekündigt werden.
2. Juli. Ein Leitartikel des „Messagers" eine pessimistische Auffassung über die De-
t Eine Verfügung »es General Degoutte».
Berlin, 2. Juli General Degoutte hat cn Än Regierungspräsidenten in Düsseldorf ein Schrei- Ben gerichtet, in dem es heißt:
Zum Zwecke der Beruhigung hat die Regie- rtmg der französischen Republik vorgeschrieben, hin- sichtlich der Deutschen, die ausgewiesen oder im besetzten Gebiet verurteilt worden sind, in allge- leinet Weise mildere Maßnahmen anzuwenden 3n Derfolg dieser Richtlinien beehre ich mich. Ihnen anliegend die Entscheidung zukonunen zstlas- fen, die ich getroffen habe, bezüglich der Rückkehr Oer seit dem 11. Januar 1923 ausgewiesenen Personen in das Ruhrgebiet. Was die Beamten und Angestellten der Schutzpolizei anbettifst, so must Ihre Lage einer neuen Prüfung unterzogen wer- Oen.
Rumäniens Vertreter.
Paris, 2. Juli. Rach einer Meldung aus Bukarest wird Rumänien auf der Konferenz vom 16. Juli durch seinen Gesandten in London, Titolesco, vertreten sein.
Serif Creme bei Herriet.
Paris, 3. Juli. Ministerpräsident H e r r i o 1 hat gestern mittag den englischen Botschafter Lord Crewe empfangen, mit dem er verschiedene Fragen im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Londoner Konferenz besprach Der »Petit Parisien"
Soughton über die wirtschaftliche Lage Deutschland».
Rewhork, 2. Juli. Der Berliner amerikanische Botschafter H o u g h t o n, der an Bord der »Leviatan" eintraf, beabsichtigt sich nach Washington zu begeben, um mit dem Präsident E ooltbge und dem Staatssekretär Hughes eine Unterredung zu haben. 9t äußerte sich optimistisch zu den günstigen Fortschritten in der wirtschaftlichen Wiede rausrichtung Deutschland», obwohl er zugab. dah es Deutschland an flüssigem Veld sbhle. Dem .Rewhork Herold" zufolge sagte der Botschafter weiter: Der Inhalt des SachverftändigenplaneS ist der Schlüssel zu dem wirtschaftlichen Wohlergehen Europas während der nächsten 100 Jahre. Das Gedeihen Amerikas hänge von einem wirksamen Ausfuhrprogramm ab, auf da« der amerikanische Wiederaufbau angewiesen sei.' 3um Schluß sagte der Botschafter, daß da» Sach- verständigen-Sutachten in Deutschland angenommen wer de.
Ausgenommen sind:
1. Die Personen, die auf der beigefügten An- kage verzeichnet sind und
2. Die Beamten und AngesteMen der Schutz- Osl izei. _ _____
sie ei sid Kuto hine* i Besucht* to.
möglich, 4 nderung h hrscheinHd ifewSchÖO< I ter*.
abrik einfll . zu pacht*
Wann tritt bet RkwSIag »ieftr zusammen?
Berlin, 2. Juli. In Parlament irischen weisen ist da» Gerücht verbrettet, dah der Reichstag noch zum 9. Juli einberufen werd«!, well die Regierung noch vor dem Beginn der ßon» drner Konferenz, also noch vor dem 16. Juli, ft« Gesetze zum Sachverständigengut achten zur Annahme bringen müsse. Diese Gerüchte sind nicht richtig. Der Reichstag wird wahrscheinlich erst nach der Londoner Konferenz zusammentreten.
Die Beratung der Gesetze durch den Reichstag vor ter Londoner Konferenz ist nunmehr, wie man zum Teil auch schon auf der Gegenseite eingr- sehen hat, technisch gar nicht mehr mög« lieb, nachdem der Organisationsausschuß für die Jndustrieobligationen noch nicht einmal endgültig konstituiert ist. Bekanntlich ist der französische Vertreter DescampS vor einigen Tagen ausgeschieden und zwar auf Wunsch der im Ausschuß verbetenen nichtdeutschen Mächte. Da der neue Bettreter Frankreichs sich zunächst noch einarbrite muh und dann die Beratungen wieder von vm beginnen müssen, ist noch gar nicht abzusehen, Wan der Organisationsausschuß für die Jnduftrieobli getivnen zusammentreten kam». Der Organist! tivneeusschutz für die Eisenbahn hat bst zweite Lesung der Gesetze ungefähr beendet. Die Gesetze müssen aber vor der Behandlung im Reichstag auch noch an die ReparationSkvmmis- sion gehen.
Die Londoner Konferenz wird also schon aal technischen Gründen vor der Annahme der Gesetze im Reichstage stattfinden müssen, ganz ad» gesehen davon, daß bei der Stimmung in darlamentorische« Kreisen an eine Annahme 6et Gesetze ohne dah die wirtschaftspolitischen ttiA wie besonders betont sei, auch die allgemein poli* tischen Voraussetzungen im Westen geschaffen sind, gar nicht zu denken ist. Diese politische» .Bwaussotzungen müssen sich auch in erster Linie auf die militärische Befreiung des R uh rg-efcre t« und desEt wb ratchSge.biet»
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Die Teilnahme Deutschland«.
Berlin. 2. Juli. Bei der Reichsregierung lag bis heute mittag noch keine Einladung zur Teilnahme an der am 16. Juli stattfindenden Londoner Konferenz vor. Es ist anzuneh- men. dah sich die alliierten Mächte während der nächsten Tage in irgend einer Wesse an die deutsche Regienmg wenden werden. Doch läßt sich nicht ül ersehen, in welcher Weis« die Teilnahme der deutschen Vertreter an den Londoner Verhandln»- gen erfolgen werden, ob sie nur, wie eS bisher in verschiedenen anderen Verhandlungen geschah, an- gehört werden, oder ob sie als vollberechtigte Verhandlungsteilnehmer den Londoner Besprechungen beiwohnen sollen.
Inzwischen hat. wie bereits gemeldet, der Organisationsausschuß für die Bankfrage seine Arbeiten beendet. Auch der Gisenbahn- a u S s ch u ß dürste seine Verhandlungen in dieser Woche abschließen können. Eine nochmalige Lesung de« Gesetzentwurfes über die Abänderung der Reichsbahnvrganisation dürfte in London erfolgen. Jedenfalls wird kaum damit zu rechnen sein, daß die Umgestaltung, der Reichsbahn in eine Gesellschaft am 1. August burchgeführt werden kann.
Wie bereits gemeldet, haben die Beratungen des Ausschusses für die Ausgabe von Industrie obligationen durch den Rücktritt des französischen Vertreters leider eine Verzüge- rung erfahren. ES ist jedoch zu erwarten, daß die Verzögerung in Kürze behoben fein wird.
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Paris, 3. Juli. Der Londoner Berichterstatter des „Echo de Paris" will erfahren haben, daß dte eng- lifcke Regierung zur Londoner Konferenz Einladungen ergehen lieh, an Frankreich. Italien, Belgien, Japan und die kleinen Staaten, die an der deutschen Reva- rationsschuld interessiert find. lieber den Inhalt der Einladung habe der Berichterstatter folgendes ausführen können. Es wurde zuerst erklärt, dah der Sach- verfiändigenbericht nunmehr von allen Mächten gebilligt worden fei. Die Londoner Konferenz werde wahrscheinlich zu einer Derständigung über die Mittel der Durchführung gelangen. Der Bericht der Sachverständigen schließe für Deutschland Verpflichtungen ein, die nicht im Friedensvertrag sestgelegt seien. Es sei deshalb notwendig, ein Abkommen vor- zubereiten, das allen Ländern zur Unterzeichnung unterbreitet werden müsse, die die irgend eine Verantwortung bei der Ausführung des Sachverständigen- Planes hatten, also dem Deutschen Reich, wie den alliierten Landern. Damit dieses Abkommen nicht die Gestalt einer Neuerung am Friedensvertrag annehme, müsie ein Protokoll unterzeichnet werden, das vier Punkte enthalte. 1. Die Signatarmächte stimmen »em Bericht der Sachverständigen zu. 2. Zu einem Zeit- vnnkt, der noch näher von der Konferenz bestimmt werden müsse, mühten die Deutschen entscheidende Maßnahmen zur Inkraftsetzung des Sachverständigenvlanes getroffen haben. 3. Einen weiteren Zcitvunkt, der •2—3 Wochen nach dem ersten liege, werde alsdann festgesetzt Bis zu diesem Datum müssen die Alliierten alle wirtschaftlichen und finanziellen, augenblicklich gegen Deutschland in Anwendung gebrachten Sanktionen aufgehoben haben. 4. Die alliierten Mächte verpflichten sich keine Sanktionen anzuwcnden. es sei denn, dah Deutschland eingegangene Verpflichtungen in erster Weise verletze. Jede Verfehlung Deutschlands in der Zukunft muß durch einen neuen Organismus geprüft werden, der unabhängig und außerhalb der Revarationskon'erenz flehe, die die neue Verpflichtungen, die Deutschland übernehmen - werde, nicht im Rahmen des Versailler Vertrages liege. Für die Punkte, die das unterzeichne?« Protokoll nicht interpretieren könne, mühten vom internationalen Schiedsgericht im Haag geschlichtet werden. . -
Die Prsgrammred« des bayerischen MinisterpritsidenteT.
München, 2. Juli. Bei Beginn der heutige» Landtagssitzung stellte der neue Ministerpräsident Du. Heldt sein in feiner Zusammensetzung bereits bekanntes Ministerium dem Landtage vor. Der Dill lisch» Block gab eine Erklärung ab, worin er es nicht bst» ligt, daß auch die neue Regierung wieder au» acht Ministern und einem Staatssekrel. r bestehe, obwohl die Einschränkung der Staatsverwaltung angekündigk worden sei. Auch die Kommunisten gaben eine Erklärung ab, worin sie der neuen Regierung ihr schärfstes Mißtraue» aussprechen.
Dann ergriff sofort der Ministerpräsident Heldt da» Wort *u einer umfangreichen Programm« rede. Der Ministerpräsident kam nach einer Dankerstattung an die aus dem Amt geschiedenen Minister Dr. v. Knilling, sowie Dr. Schweyer zunächst auf di» bebrohtedeutscheWestmark zu sprechen. Dang wies er auf die politische Der Wirrung, aus die vernichtete Wirtschaft und auf bi» innere Uneinigkeit hin. Die größte Sefah» für Staat und Gesellschaft sehe er in den staatsfeindlichen Bewegungen, die von der Moskauer Internationalen Antrieb und Kraft erhalten. Da» oberste Zick der Regierung.müsse fein: Jede Revolution*« gefinnung zu überwinden du rch die Erziehung zum Staat. Da» (Gelingen des Wiederaufbaues des Staate» liege in der Erfüllung zweie» Forderungen: In der Selbstdisziplin und iU derOpferbereitschaft. i
Der Ministerpräsident führte ferner au», baß bet Staat auf die Mitwirkung der Beamten angttoiefew fei. Daher seien RevolutionSbeamre in einem Rechts- und OrdnungSstaat in jeder Form unmög- lich. Die bayerische Regierung werde die Jrstizvev» Wallung nach den Grundsätzen einer gewissenhafte» Gerechtigkeit erhallen müssen.
Sodann bezeichnete der Ministerpräsident eS al» etw Pflicht der bayerischen Regierung auf eine vernünftig» Ausgestaltung und Reform der Derfassung nach dem Willen der Dolksmehrheit bedacht zu sein. Das Zick muffe fein, die Erreichung möglichster Stetigkeit de» staatlichen Entwickelungen, die Stärkung der Auwriläk des Staates, eine zweckentsprechende Verteilung der walten und eine leichtere Beteiligung bet Volksgemeinschaft an der Lösung staatlicher Ausgaben. natürliche Jugendbewegung dürfe keine ungezügelte feilt Sie müsie vielmehr auf den Staat eingestellt sein. (
Rach einer Schilderung der b-drohlichen wirtschaft-' lichen Verhältnisse und deS Zwo igeS zur Berstärknatz unserer Produktion und zum Schutze unserer nativ» Arbeit sowie zur eisernen Sparsamkeit weder Ministerpräsident demBerhältn'^ zum Reiche zu. Freudig 6ef• zum Reiche. Er stehe Wicklung der Berhaltni'' bayerischen Denkt chrt irgend einer Form ständigung stund Post errr eigene Fischen ® tat dah nicht al
Nie Sonden« KMvnstnW.
Paris, 2. Juli. Eine Meldung des »Exchange Telegraph" aus Dom bestätigt, daß Mussolini an der Londoner'Konferestz persönlich n ich ft e i in i rit m t. An seiner Stelle wird der italienische Finanzminifter nach London gehen. .Echo d» Paris" glaubt zu wissen, daß von den kleinen Ententestaaten nur Jugoslawien und Rumänien eine Einladung zur Konferenz in London erhallen werden. Was die anderen Rachsolge- ftaaten der Donaumonarchie, vor allem Polen und die Tschechoslowakei anlange, so erscheine es zweifelhaft, ob diese Zutritt zur Konferenz erlangen. Der »Ehica- go Tribüne" wird hierzu gemeldet .daß die Staaten der Kleinen Entente am 12. Juli in Prag eine Besprechung abhalten werden, um ihre Interessen wahrzu- nehmen, falls zwischen der Verbündeten und Deutsch-
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Aitikel 2: Soweit die Anweisung des Artikels 1 die Scstutzpvlizeibeamten und »angestellten be- ttifst, find sie nur provisorisch. Betreffend der genennten Beamten wird eine endgültige Entscheidung später getroffen werden.
Artikel 3: Der Herr Regierungspräsident von Düsseldorf wird beauftragt,, die vorstehenden Vor- schr-ften den Betreffenden zur Kenntnis zu bringen
Artikel 4: Die vorliegende Entscheidung tritt sofort in Kraft.
Die der Verfügung des Generals Degoutte beiliegende Liste umfaßt neben einer Reihe von Eisenbahn-, Polizei- und sonstigen Beamten u. a. folgende Persönlichkeiten:
Regier tmgspräsident Dr. GrÜtzner, Düsseldorf.
Bürgermeister Schmidt, Düsseldorf. Polizeipräsident Niedermeier, Essen. Oberbürgermeister Hamm. Recklinghausen. Regierungsrat Oekle. Düsseldorf.
L.mdrar Schöne. Esten.
tBrdtiOcnt der Oderpostdirektivn Düsseldorf, Sinken.
Pastor Weiler, Essen.
BergwerkSdirektvr v. Bruck. Düsseldorf und Vortragender LegativnSrat Walter Zechlin, Arrs- wörtioeS Amt, Berlin.
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Sie antwort am dir «ontrottnoie.
Schweizer Stimmen zur deutschen Antwort.
Basel, 2. Juli. Die „Reue Züricher Zeitung" schreibt zur Antwortnote: Die Reichsregie» rung nimmt, und das ist im Interesse der fortschreitenden Entspannung und des Friedens in Höch- stem Maße zu begrüßen, die von der Botschafter» kvnferenz verlangt« nochmalige Generalinspekttan an und spricht nur die Hoffnung aus, dah sie baldmöglichst durchgeführt und spätestens am 30. September abgeschlossen sein möge. Auf Grund dieser Zusagen läßt sich hoffen, daß die Frage der Militärkontrolle nun endlich einer vernünftigen Lösung entgegengebracht wird.
Die -Baseler Nachrichten"' schreiben zu der glel- chen Angelegenheit: Die mit Spannung erwartete deutsche Rot« zur Militärkontrolle erfüllt die Er» toartv ^' ?-. , »ie auf eine Entspannung hoffen. Es darf tvnstattert werden, daß auch die deutsche Regierung in ihrer Antwortnote den gleichen herzlichen Ton «inzuschlagen verstanden hat, als die Rote Herriots und Mac Donalds.
Eine Erfindung.
Wie der »Tag" aus Paris meldet, ist dort die Rach- richt verbreitet, dah Deutschland angeblich noch eine zweite Rote in der.Entwaffnungsfrage bei französischen Regierung zugeleitet habe. Die erste Rote habe drei Dvrbeha Ite enthalten, bie aber auf Grund d»S Eingreifens des englischen Botschafter» in Berlin fallen gelassen worden seien.
Wie die »Kölnische Zeitung" hierzu berichtet, ist an dieser Behauptung kein wahres Wort. Sie ist ebenso eine Erfindung wie alle früheren Behauptungen bei Herrn a^ übe', den Inhalt der Rote.
9er „neue Kurs" in Frankreich.
Magin-t Vorsitzender de» Seeresausschusie».
Paris. 2. Juli. In der Kammer ist zum Vorsitzenden de- Militärausschusses der frühere »ieasminister Maginot mit 21 gegen 16 Stimmen
Gewählt worden, die auf den Kandidaten des Links- Kartells, den Sozialisten Paul Dvncvurt sielen.
Ausschüsse für auswärtige Angelegenheiten ist Kandidat des Linkkartells, Franklin Bouillon, MM Vorsitzenden gewählt worden, nachdem meh- '^re andere Kandidaten, darunter Briand, ver- -Mchtet hatten.
Der Ausfall der Wahl hat in den politischen Kreisen erhebliches Aufsehen erregt. Boncourt fegte- „Fünf radikale Kvmmissionsmltglierer haben tzre Pflicht nicht erfüllt. Sie haben unter Der- »achlässigung der eingegangenen Verpflichtungen Maginot durchgebracht. Dieser Zustand kann nicht ^dauern. Maginot kann nicht Dorsit- iender bleiben. Wenn er eS bleiben würde, > würde der augenblickliche Kriegsminister, Ge- Mral Rollet, gegenüber dem Heeresausschuh in Hpier unmöglichen Stellung sein." Maginot ftlbst äußerte folgendes: »Ich verdanke meinen erfolg dem patriotischen Gefühl von fünf oder sechs Radikalen. Die Sozialen mutzten das erwarten." Der Sekretär des HerrrS u;fchuff:S, Goh, meint: »Paul Bonrcurl ist ter Wann der achtmonatigen Dienstzeit. Seine Wersönlichkeit als Kriegsabgevrdneter ist allzu ^hars umrissen. Einige Radikale bekamen es mit ter Angst, da sie Befürchtungen wegen -Her nationalen Verteidigung hegten. Maginot flöhte ihnen in dieser Beziehung mehr Wertrauen ein."
Die Linkspresse zeigt sich mit dem Resul- tet außerordentlich unzufrieden. Der »Ouo» Sten" spricht von Verrat und fordert die Regierung auf dafür zu sorgen, dah Maginot zur Lcm ssion gezwungen w rd. llntir Anspie ung auf Hfe verschiedenen Mißerfolge, die das Kabinett in ten ersten Wochen seines Bestehens bereits et« 66t hat, schreibt das Blatt: »Wir verbergen nicht, Hch das Land über bie ärgerlichen Anfänge der neuen Majorität auf das höchste erregt ist und daß « sich mit Unruhe fragt, was Herriot unt feine Mitarbeiter, die von den eigenen Truppen zu Mecht unterstützt werden, von den gegebenen Versprechen werden halten können.
Wenn die Kammer vor ihren Fe- Mien nicht da« Mittel findet, die öffentliche Meinung zu beruhigen, so soll sie auf der Hut sein. Das Frank- »ich des 11. Mai würde eS nicht verzeihen, Denn man ihm feinen Sieg fabottere."
In anderen linken Blättern wird die Regie- eng aufgefordert, möglichst bald den Entwurf Hur Einführung der einjährigen A i c n st z e i t einzubringen und die einzelnen Wit- gliedei des HeereSausschusseS zu zwingen, in ös» fmtl^er Abstimmung Stellung zu nehmen, wo» Hei nach ihrer Auffaffung wahrscheinlich eine ähnliche Haltung gewisser radikalsozialistischer Mit- Dlieder des Ausschusses unmöglich wäre. Auf diese Äftise würde ein Konflikt zwischen dem Ausschuß ent dem Vorsitzenden geschaffen werden, durch den eine Abdankung de« Ausschuhvorsit- Henden notwendig werben würde.
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L. Hit z«k»th. —Druck drrllnio.-Buchtrucketti Mavi 21/23. — Fernspr. 55, Postlchea «benfo Auskunft durch die Sefchäftsstell« «ndZufendung der Angedoi«. Erjullungrort Marburg, 1 8.-Mk. —
das besetzte Gebiet der Ruhr und des Drücken- isut« 75hp| tupkes Düsseldorf zurückzukehren mit dem Vvrbe- enuron£» 4alt, d.ih sie die Vorschriften bezüglich des Ver- ‘cTiehnc:^ kchks beobachten.
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