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Dehr. 2m schlimmsten ist unter ihnen Deutschland
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Journalisten
können.
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aber nach den Vorkommnissen darf eS Ihnen
doch nicht mehr hinein»
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ggfgebaut werden. Von Moskau, welches der Sitz der Zentrale ist, ergehen die Befehle an die verschiedenen
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dann, nachdem er die Einladung ge-
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sagt: Er ist ohne Schuld. Als sie Sie in Anstalt brachten, bin ich zu Doktor Rickert
Eingang abgenvmme» t stKvllege Ehrlich gr-
nicht.' Sein Blick bekam -twach So hatte er damals auf der
habe ich Rheinau;
kvnmunistischen Parteien, welche nichts anderes Verwaltungsorgane der Zentrale sind. Sie haben von dort kommenden Befehle nur auszuführen.
Alle Staaten setzen sich gegen diese Auffassungen
die ge
wann auch noch die Frage des g e s e h e s.
Reicksminister Jarres ging namens der Reichsregierung für
letzt nicht mehr tcr.it duS nicht?"
Er antwortete
Starres, Kaltes-
liadrtk ).
tvaltsschild hat mir der Launusstrahe vor dem und in meine Wohnung zogen —“
„Olim. Sie hätten ja
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die Sitzungssäle geführt werden, wo die Demonstranten zu Gehör kommen sollen. Setzen sich dem Wider» lande entgegen, so soll gebrüllt werden, wobei die Gäste auf den Tribünen mitzuwirken haben. Eid und Hand- chlag sollen nach den Anweisungen .selbstverständlich geleistet" werden. DaS letzter« ist wohl geschehen, aber wie ein Beispiel in Essen und erst kürzlich in Halte zeigt, ’>abeit die Kommunisten kurz darauf widerruf»« und erklärt, daß sie sich durch die Derpflichtung mir Hand» cklag in keiner Weise im Sinne einer Mitarbeit zum Wohle des Ganzen gebunden fühlen. Dank der bür* lichen Mehrheit hat die Essener wie die Hallische Siadt- verordnetenversammlung die kommunistische Fraktion von allen Sitzungen ausgeschlossen, bevor sie nicht ihre Erklärung widerruft, die darauf hinausgeht, daß die Kommunisten sich bei ihrer parlamentarischen »Tätig» tett“ nur an die Weisungen Moskaus und ihrer Auftraggeber halten und auch über die vertraulichen Sitzungen das unerläßliche Schweigegebot nicht wahren woklem Dieser Ausschluß war sicherlich der einzige Ausweg.
um von eii?er .Keimzelle eines Däteparlamenrs" zu einer arbeitsfähigen Stadtverordnetenversammlung zu kommen. Dasselbe Schauspiel wird Wohl noch öfter wiederholen.
Äuch der gegenwärtige Staat mutz sich bei der Abwehr einer zweifellos immer noch großen Geiahr auf den gleichen Boden stellen, auf dem die Angreifer stehen. Der Kommunistenstaat in Rußland hat ja in dieser Beziehung ein so klares Vorbild gegeben, daß die deutschen Kommunisten, wenn man sie mit ihren eigenen Methoden ongreist, sich nicht beklagen dürfen. Jedes Entgegenkommen, jede Gleichbehandlung der Kommunisten mit anderen Parteigruppen muß endlich einmal anf- hören. Denn sonst ist Staat und Volkstum dem sicheren Untergang verfallen. Dieser Lleberzeugung wird sich kein vernünftig und sachlich Denkender verschlichen
finden Sie das unbegreiflich? SS immer hier gefallen."
„Daß es Ihnen früher hier gefiel, verstanden, denn es gibt kein zweites
lefeen
Seutfchland unterhält, nur dazu bienen, den bolsche» Vistischen Gedanken zu propagieren. Man braucht nur ott den jüngsten Zwischenfall in der Berliner russischen Handelsvertretung zu denken. Dabei Passen sich die
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gezweifelt. 2lber ich muß Ihren Vorschlag, 6er- - zechen Sie, ablehnen, weil ich mit allem, tn.tf früher war, abgeschlossen habe." Er machte eint entschiedene Bewegung mit der Hand, die et. dann wieder in die Tasche schob. „Ich denke gar nicht daran, fvrtzugehen. Warum soll ich denn frrtgchen, wenn eS mir hier gefüllt? And warum
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hier gefallen. Verstehen Sie
arbeit — den jeweiligen Umständen immer an.
In den letzten Monaten ist auch in Deutschland jene Wordorganifation, Tscheka genannt, aufgedeckt worden. ; Damit sind die Fäden blohgelegt worden, die alle jene Einzelerscheinungen, Derprügelungen, Sprengungen von Versammlungen und Mordtaten verbinden. Unter diesen Hai heute das öffentliche Geben unseres Vaterlandes seit dem Beginn des letzten Wahlkampfes in verstärk em Maße zu leiden. Bisher hat man sich von kommunistischer Seite aus damit begnügt, alles als unwahr und .bestellte'Arbeit "hinzustellen. Aber die Häufung des Anklagematerials in den letzten Tagen hat die Kvm» i muniften veranlaßt, aus ihrer Zurückhaltung heraus- jatreten.
So ist es im Parlamentarischen Geben bereits zu s schweren Zusammenstößen mit den bestehenden Regie- rungsformen gekommen. Der Auswärtige Austs ch u ß , in welchem alle Fragen der Außenpolitik behandelt werden .deren Grundlage ein unbedingtes Vertrauen und strengste Schweigepflicht sind, hat die Kommunisten vo nseinen Sitzungen ausgeschlossen. Schon r allein wegen der grundsätzlichen Abhängigkeit von einer auswärtigen Macht, wäre für das Vorgehen des Auswärtigen Ausschusses genügend Grund vorhanden gewesen. Aber die Unterzeichnung eines Reverses durch alle kommunistischen Deichstagskandidaten, war bet letzte tmk> wichtigste Grund. In diesem Revers heißt es wörtlich: .Infolge dieser grundsätzlichen Einstellung zum Parlament gibt es für den kommunistischen Abgeordneten kein Schweigegebot und keine sogenannten .diplomatischen Amtsgeheimnisse" für Kenntnisse, die er als Abgeordneter in Parlamentsausschüssen, in Kommissionen erlangt. Der kommunistische Abgeordnete hat vielmehr den Schwindel der .Geheimnisse" und den Fetischcharakter des bürgerlichen Parlaments rücksichtslos zu entlarvem Der kommunistische Abgeordnete ver» ^lichtet sich, feine Kenntnisse und Erfahrungen, fein Wissen, das er in Verbindung oder bei Ausübung seines Abgeordnetenmandates erlangt, mit allen Konsequenzen in den Dienst des revolutionären Klasien- kampf zu stellen. Das sind Anweisungen, öte natürlich auch teiefcer von Moskau kommen.
Aber nicht nur in den Reichsparlamenten. sondern 8s hinunter in die Kommunen erstreckt sich diese Taktik der Kommunisten. Hierzu macht die .Kölnische Ztg." interessante Enthüllungen. Darnach sind aus Moskau Anweisungen auch für die neugewählten Gemeindevertreter in Deutschland angekommen. Ausführlich wird in ihnen bargelegt, was alles unternommen- und geredet werden soll Zu allen Punkten der Tagesordnung sollen kommunistrsche A nix ä g e gestellt werden, di« bei jeder passenden (auch unpassenden?) Gelegenheit zu wiederholen sind . Weiter sollen Demvnstrativnszüge am Tage der Verhandlung im Gemeindeparlament in
189?.
«erst*.
Anklagebank gesessen, Herbert hatte es ihr dor- gemacht.
»Fräulein Schmidt," sagte er nach einer Wette, „t>ir leben in zwei Welten. In der Ihren ist
ziehen können." warf sie ein.
„Uni- meine Familie hat mich aufgegebea. Was ich ihr übrigens nicht verarge, denn ich hatte mich ja selbst aufgegeben. Damals, als ich vor den Mauern Rheinbabens stand, vor drei Woche» ungefähr, dachte ich zuerst an meinen besten Freund —“
Nun kommt er sicher wieder mit dem Rotten* Han, dachte sie. Aber Ernst griff in seine Tasche und legte eine kleine Browningptstole auf de» Lisch, -i
Die alle Same wich entsetzt zurück. »Nehme« Sie das weg, Ernst, denn es kann losgehe«." . '
lLorrieivina |oUt.) '
dankt hatte, auf diese Frage näher ein und führte aus, es bestehe ein gewisser Gegensatz der Auffassung zwischen den Verlegern und der Regierung. Daß das ganze Pressegesetz neu geregelt werden müsse, unterliege keinem Zwe'fel, Wohl aber beständen Meinungsverschiedenheiten über die Neuregelung der Rechtsverhältnisse der Schriftleiter. Fast sämtliche Parteien des Reichstages ständen au fdem Standpunkt, daß diese Frage einer gesetzlichen Regelung bedürfe und ein entsprechender Parteiantrag liege bereits vor. Der vor einiger Zeit herausgegebene Reserentenentwurs wolle den G-genstand lediglich in die Diskussion werfen, er habe aber ixis Reichskabinett noch nicht befchaftigr. Die Deichsregierung werde das Ergebnis der heutigen Beratungen abwarten, um dann mit den Spitzenorganisationen beider Seiten in Verbindung zu treten, denn nur so könne der Weg gefunber werden zur Aufrechter- Haltung einer Presse ,wie wir sie bisher gehabt hätten, die sich eines Hochstandes erfreue, um den die ausländische Presse uns beneiden könne. Eine Einigung über das Journalistengesetz solle gefunden werden. Gewiß müsse der Verleger einen bedeutenden und in vielen Punkten endgültigen Einfluß auf die Zeitung behalten, andererseits aber müsse nicht nur das Arbeit«- reHlsverhältniS des Schriftleiters, sondern auch fein berufliches Ansehen so gehoben werden, bah wirklich ein kraft -und wertvoller Schriftleiterkranz dem Verleger zur Seite stehe. Wir werden in objektiver Würdigung der beiderseitigen Belange nach reiflicher Uebertegung und Rücksprache mit den beiden Teilen dasjenige Vorschlägen, was wir im Interesse der deutschen Presse, der Verleger und der Schriftleiter für notwendig halten. Der Minister gedachte bann, ebenso wie schon vorher der Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsverleger, der aufopferungsvollen Hingabe der Verleger im besetzten Gebiet an das Vaterland und teilte mit, daß bisher 40 Verleger zwangsweise die Heimat verlassen muhten und baß über 500 Zeitungen im besetzten Gebiet durch Gewaltakte unterdrückt worden seien.
Rach der Rede des Reichsministers Dr. JarreS ergriff Professor Dr. Julius Ferd. Wolf» Dresden, zweiter stellvertretender Vorsitzender des Vereins Deutscher Zeitungsverleger, bas Wort zu einem umfassenden und großzügig angelegten Bortrag über das Thema .Regierung undPresse“. Er schilderte an Hand der Geschickte des Zeitungswesens und der Pressegesetzgebung in den Kulturländern, wie es immer zum litt»
heil für Doll und Staat au-geschlagen ist, wenn die Ge< setzgeber versucht haben, die Pressefreiheit durch thevre» tische, direkte ob« indirekte Einflüsse zu beschränke». Seit dem Worms« 8bitt gegen die Schriften Gutfcerl ist diese Tatsache durch die Jahrhunderte hindurch fest* zustellen. Professor Wolf ging besonders eindringlich auf die Entwicklung bet Presfegesetzgebunb in England ein unb zeichnete bte Zielsicherheit bet englischen Re- gierungs- und Pressepolitik und die bamit zusammen« hängenbe Urteil-reife des englischen Dolles in feine» tiefgründigen Ausführungen auf.
Der Vortrag des Professor Wolf löste einen in bet Geschichte bet Hauptversammlungen d«S Vereins Deutscher Zeitungsverleger bisher säst kaum gekannten Beifall auS . Ss würbe beschossen, ben Vortrag burch Druck der breitesten Oeffentlichkeit bekanntzugeben. Im Ankchluh an diesen Vortrag wurde in die Beratung bet geschäftlichen Teiles der Hauptversammlung eingetreten, wobei insbesondere die Frage beS Journalisten» gesetzeS behandelt wurde. Nachmittag beginnen bk Beratungen der Delegiertenversammlung.
Stuttgart, 21. Juni. Im weiteren Verlauf tet Tagung des Vereins deutscher Zeitungsverleger nahm Dr. Simon, Frankfurt a. M., Vorsitzender des Arbeit- geberverbandes für das ganze ZeitungSgewerbe. in ausführlicher Rede Stellung zur Frage des Journasistenge- setzes. Er schilderte die Schwierigkeit und teilweise Um Möglichkeit, die Begriffe' öffentliches Interesse, Presse, Redakteur und Verleger eindeutig und erschöpfend ?,u definieren. Besonders schien ihm unmöglich, die allerpersönlichste Beziehung von Verlegern und Redakteuren, , die nur auf gegenseitigem, kleinem Gesetz unterworfenen Vertrauen beruhe, gesetzlich zu erfassen. Möglich und wünschenswert aber sei es, durch Sicherung der Redakteure für Arbeitsunfähigkeit und Alter unb für ben Fall des Todes für ihre Hinterbliebenen den für ihren Beruf nötigen Idealismus von außen her zu schützen und zu stärken. — Dr. Carpe, Berlin, hob besonders drei Gesichtspunkte hervor. Er wies auf die Gehaltsregulie- urngeu hin, die feit Ende der Inflation in einem für bie Journalisten durchaus günstigen Sinne gelöst seien. Ferner stellte auch er die Beziehungen zwischen Verleger und Redakteur als ganz individuell und auf geistigen und Charaktergrundlagen beruhend heraus unb hob Weiler besonders die Reinheit per deutschen Presse hervor, die in erster Linie dem Verantwortungsgesiihl und dem Idealismus der deutschen Derlegerschast zu verdanken sei. Er rief der Regierung zu: Hände weg vom Journalistengesetz! Die deutsche Derlegerschaft ist rein und wird ihr Haus auch weitLr rein halten. — Reichsmimster Dr. Jarres nahm nochmals zu längeren Ausführungen das Wort, um ben Standpunkt der Regierung darzulegen ,die einen Ausgleich zwischen den enigegenstehenden Anschauungen erstrebe. Ihm erwiderten noch Dr, I a e n e ck e, Hannover, unb Pros. Wolf, Dresden, der in seinem Schlußwort nochmals entschieden die Auffassung der brutschen Verleger betonte. - Damit war die Frage des Journalistengefetzej erledigt, und die Versammlung wandte sich dxn andere« wichtigen Fragen des Zeitungswesens zu. Lieber btt Vapierftage referierte der 1. stellvertretende Vorsitzende des Vereins deutscher Zeitungsverleger, Direktor Müller. über die Arbeitgebersragen Assossor Scheu«-Ber- lin Die ausscheidenden Mitglieder des Verein- wurde« durch Zuruf einstimmig wiedergewählt. Ebenso tpurben die vorgeschlagenen Satzungsänderungen angenommen. Damit hat.e bie denkwürdige Versammlung, bie an Teilnehmern reichste und in ihrem Verlaus glänzendste feit Bestehen des Vereins, ihr Ende gefunden. Als Sitz der nächsten Versammlung wurde Königsberg gewählt.
Stuttgart, 21. Juni. Der Deichsminister beS Aeußern Dr. 6trefemann telegraphierte an bi« Tagung des Vereins Deutscher Zeitungsverleger: »Ich hatte mir fest vorgenommen, an Ihrer Tagung tellzu< nehmen und bedauere auf baS Lebhafteste, baß mir dieses unmöglich geworben ist. Die gegenwärtigem außenpolitischen Verhandlungen gejtetten mir leid«, nicht, auf längere Zeit von der Deichshauptstadt abwesend zu sein, sodaß es mir nicht möglich war. nach Stuttgart zu kommen . Ich bitte deshalb mein Fernbleiben freundlichst entschuldigen zu wollen und ich be
teilt Platz mehr für mich. Mein blankes An- Wärter droben in bet'
bat mir
„©eben Sie fort von hier, Ernst," fuhr sie eindringlichet fort. „Sie leben sich überall ein und setzen sich überall durch. Das ist Her» weghsche Art. Auch Lutz hat sich durchgefetzt und Liane, und der Lümmel wird es attch. Aber Sie haben turmhoch über allen gestanden. An Si ehab' ich geglaubt, als Sie noch nichts waren wie ein Gymnasiast, und damals, als sich alles gegen Sie erhob, alle —“ Sie deckte die Zuckerdose zu. „Als es Ihnen am schlimmsten ging, da droben in dem Gefängnis, verzeihen Sie —"
»O bitte."
„Als eile Sie für schuldig hielten »hab' ich ge-
haben mit Ihnen, weil sie gegen Juristen etwas hatte. Denken Sie aber, wenn es Ihr Bruder Lutz oder gar Liane gewesen wäre!"
Auch das war geschehen. And zwar gestern. Auf der Kurhauspromenade gegen Abend. „Lutz mit einer Dame am Arm ,ich dachte erst, eS sei meine einstige Gemahlin, aber es wftd Wohl seine junge Frau gewesen sein — und Starte tr.it einem Kavalier. Sie gingen vor mir her, und ich hört egerade Lutz sagen: 'Meinen Bruder haben wir aufgegeben.'"
„And was taten Sie darauf?"
„Ich stieg in eine Droschke, die gerade vor- überlam."
„Sehen Sie, Ernst. And so was kann sich doch wiederholen. Es könnte doch auch mal Herben sen er ist jetzt auf Goldenbergs Bureau."
„Was macht er denn dort?"
„Cr schreibt Adressen.. Später will iha Erker übernehmen."
x„5>et Glückliche," sagte Ernst, und scheu hie die surrenden Fliegen von der Zuckerdose.
„Denken Sie doch an Ihre arme Mama," fuhr sie fort, da olles nicht die gewünschte Erschüt- tctvng bei Ernst hervvrzurufen schien. „Wenn sie wühle, daß sie hier wohnten! Wenn Sic die einmal träfen in der Stadt! Bon so einem Schreck kann einen der Schlag rühren, Ernst."
Aber er hatte schon wieder die Augen geschlossen. und seine Hand lag leblos und lest in der ihren. So entschloß sie sich zu dem letzten Stoß. Sie senkte ihre Stimme, um ihm dos Bitterste zu sagen. Grete hatte sich verlobt. Mit einem Oberingenieur der großen Maschinenfabrik da draußen am Rhein, Heureka oder so.
„Amko," verbesserte Ernst.
Ja, sie hatte sich rasch getrottet. Aber sie würde auch hier bleiben, in deselben Stadt. . . . Ernst war zum erstenmal zusammengezuckt, als Gretes Damen fiel. .....
laufen und hab» ihm unter Tränen gedankt. Denn es ist besser, unser Geist ist trank, wie unser Charakter schlecht. And dann bin ich zum Rotar gegangen und habe mein Testament gemacht. Ich will mein Geld denen vermachen, die meine Freunde gewesen sind. Ihnen, Ernst. Wenn Sie das Gelo jetzt brauchen sollten, es tilgt ji da. Mit warmer Hand soll man schenken, nicht mit kalter, hat meine selige Mutter immer gesagt. Aber ich verlange ein Versprechen non Ihnen, eher gehe ich nicht aus dem Zimmer: Gehen Sie sori von hier, Ernst. And zwar bald."
Fräulein Schmidt hatte einen Freudenaus- brnch erwartet. Aber Ernst blieb stumm. Er hatte ihr während der letzten Worte die Hand entzogen und sie in die Tasche gesteckt. Cr schaukelte stcht aus seinem Stuhle hin und her und schaute an ihr vorbei auf die blonde Nymphe, beten schlanker Rücken in der Sonne glänzte. Die Türe war offen geblieben, und es war, als hörten die Bilder dort alle zu.
„Ich danke Ihnen, Fräulein Schmidt," tagte Ernst, „für Ihre Absicht, mich in ihrem Tejta- ment zu bedenken, und für bäS Vertrauen, das Sie in mich setzen. Ich habe nie an Ihrer Güte
WM« liDt, W
Tragkr, 3951
ien §
RMMmmrminM Zr. Mn über die Finanz- und MWaMge.
Vad Phrrnon t, 15. Juni. In der Q3erfatri'ihtng her niedersächsischen Wirtschafisverbändr ergriff gestern Retchsfinanzininister Dr. Luther bas Wort unb führte u. a. aus: Seit bie Dentemnark geschaffen würbe, hat bas deutsche Volk allzuschnell vergessen. wie es früher war. Ich warne bavor, daß wir wieder in die alte Träumerei verfallen, auch angesichts des Gut achtens der Sachverständigen. In unserer großen Rcsi gibt es kein schnelles Heilmittel. Für uns kann es nur ein langsames Arbeiten und Emporschaffen geben. Die Regierung kennt genau das große Hemmnis. der Mange! an Geld, der Mangel an Kredit, die schwer auf uns lasten. Die Stunde ist da, in der wir alle begreifen, daß es nötig ist, bah ein frischer Wind durch unsere Wirtschaft weht. Eine der wichtigsten Fragen ist die Frage der Kreditnot. Wir müssen AuSlanbskredit haben, um wieder arbeiten zu können. Wenn wir heute in eine Inflation hineingerieten, dann laufen wir in eine Katastrophe. Der Zahlungsmittelumlauf stellt sich heute auf etwa drei Milliarden Gvldmark, während in der Inflationszeit nur etwa 800 Millionen Goldmark im Umlauf waren. Wir haben also heute mehr Gold im .Umlauf. wie damals. Der Minister kam bann auf die Rentenmark zu sprechen unb erklärte hierzu: Der Srunbgedan ke führte auf Helfferich zurück, alles andere hat die 2ieg:'nmg gemacht mit der Ge» fchw'ndigkeit, wie sie nicht Überboten werden könnte. Die Regierung hat trotz aller Verzögerungen versucht, keinen Tag zu verlieren, um zu einer gesunden Basis der Volkswirtschaft zu kommen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Regierung ist es, bas Steuersystem ben lommenbcn Verhältnissen anzupassen. Unsere Währung muß unbebingt gehalten werben. Jeber muh zu seinem Teil anpacken, um zu retten, waS zu retten ist, nämlich unser beutsches Volk unb unser deutsches Vaterland.
abelj««, nnerstu 618d hW, eler. 324
*<■ • gangenen Wahlen haben gezeigt, bah es auch Vor» «arschgelänbe des Kommunismus ist. Schon lange ist Aje f erwiesen, daß alle Organisationen, bi« Rußland in
jtl. ftrek in all et Stillen} , Seife» nierfeif« )-i« anl bobenöl le
Ä)» : «»., iftiabrit «.-Süd. '
Nachdruck verboten.
Sie SerweghS.
Roman von LieSbet Dill.
'.',rf b.'rrrcht bei M. Feuchtwanq«, Halle tu <5.
61. Fortsetzung.
„Sjr haben keine Karten geschickt, denn er ist Awcc.knner, die zeigen nur die Hochzeit an, und bei Liane ist es auch besser so. Sie hat ihn auf hem Schiff kennen gelernt, sein Vater hat "Brauereien in Nordamerika: er gibt jedem Sohn ■ bei seiner Mündigkeit eine Million mit, und er i hat fünf Söhne." Ernst begann mit der Zange Figuren auf der Decke zu zeichnen. „And was sie \ später erbt, ist sicher dreimal so viel." Nun, Liane l konnte da« gebrauchen und er war schon ganz in > ihren Händen. Sie hatte gar nicht gedacht, daß k Amerikaner so verliebt sein könnten. And wie [ er die Mama verwöhnte. Diese Geschenke, die Ausstattung. Sie lag jetzt bei Meyers im Fenster. I Sie blieben vorläufig hier und hatten sich eine । Villa am Kurgarten gemietet, denn solange die r Mutter lebte, ging Liane nicht nach drüben. Lutz war mit feiner jungen Frau jeden Sonntag hier, Lnd es mußte ihm doch entsetzlich peinlich sein. Venn es geschehen sollte, daß er einem von der Familie auf der Straße begegnete.
„Es ist geschehen," sagte Ernst, in seine Figuren verliest.
ijj »Ach du lieber Herrgott. Wer war eS denn?" t h „Vie gute Großmama. Sie kutschierte gerade ,te Nachmittagskonzert und fragte mich, ob ich glücklich alles hinter mir hätte'! And da sagte ich mit gutem Gewissen ja."
„Es ist eine alte Frau," verwies ihn Fräulein Schmidt. »And so gut ist sie gar nicht, denn sie hat Grete während ihrer Scheioungszeit keinen Hellei gegeben, sondern ihr immer Vorwürfe :gemacht. And früher wollte sie es doch nicht
er
palet e. cht.
Methoden der Revolutionierung — unb Frankreich
•i0W mit feiner Außenpolitik leistet hierbei eine gute Vor-
Tagung b» Mitten zriwngStekkger.
ötuttgarrt, 21. Juni.
In Gegenwart des AeichSrninisterS beS Innern Dr. Jarres, des Ehefs bet Prefseabteilrmg der Reichs» regtenmg Dr. Epiecker, des Präsidenten Thila vorn ReichSpostministerium, mehrerer württ«mb«gischen Minister und sonstiger Vertreter von Behörden begrüßte heute vormittag der Vorsitzende beS V«eins Deutscher ZeitungSverleger Kommerzienrat Dr. Krumbhaar -Giegnitz die 30. Hauptversammlung des Vereins unter Hinweis auf ihre Bedeutung als Jubeltagung unb teilte mit, daß Reichskanzler Dr. Marx und Außenminister Dr. Otrefemann. bie ihrr Erscheinen jugefagt hatten, zu ihrem lebhaften Bedauern durch dringende dienstliche Angelegenheiten am Erscheinen verhindert wären. Der Dorsitzende schlug dann bte Absenbung eines Begrüßungsielegramms an ben Ehrenprästbenten bes Verein-, Dr. Robert Faber »Magbeburg vor, was mit großem Beifall 6c- fchloffen würbe . Dr. Krumbhaar ging bann im einzelnen auf bie außerordentliche Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres ein und stellte mit Genugtuung fest, bah der Verein zurzeit nicht mehr gezwungen ist, feine ganze Tätigkeit und Arbeitskraft auf die Bewältigung wirtschaftlicher unb materieller Fragen ein» zustellen, fenbern sich toieber in weit höherem Maße als bisher ben großen geistigen unb ethischen Belangen des Zeitungswesens zuwenben kann. R ebner berührte
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|,r Was ist der Kommunismus! Er ist eine politische Dhre, bie grundsätzlich sich über alle bestehenden Kaatsfvrmen und Etaatsgebilde hinwegzufehen sucht. Mit Hilfe der Weltrevolution, di« immer noch bie alleinige Hoffnung ist, soll auf den Trümmern alle# Kessen, was in der Entwicklung der Zeit auf allen Gebieten geschaffen ist, das kommunistische Zukunftsreich
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