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direkt mit der französischen Regierung treten, sondern seine Fühlungnahme parlamentarische Persönlichkeiten be-

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Instruktionen hington, um einbarung zu herzustellen.

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jedenfalls nicht in Vertretung lediglich auf schränken.

Paris , 23. Juni. DemInttansigeant" wird aus Landon gemeldet, Mac Donald habe Herriot die Einberufung einer Konferenz für den 15. Juli vorgeschlagen. An dieser würden zunächst die 03er- büudeten und hierauf die Deutschen und schließlich die Neutralen teilnehmen. Das Sicherungsproblem und die Frage der interalliierten Schluden würden auf dieser Konferenz zur Sprache gebracht werden.

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Am Sonnabend und Sonntag haben Herrist und Mac Donald sich in Chequers getroffen und in einer Unterredung alle die Stagen, behandelt, die sich aus dem Gutachtenbericht ergaben. Auch diese 03er- handlungen haben wieder gezeigt, was wir zu orh affen Ijaben. Es ist immer das alte Lied. Wenn es gegen Deutschland geht, ist man sich einig. So war es auch wieder in Chequers. Deutschland hat nichts zu sagen, andern nur zu unterschreiben. An die Tage von Spa und London wird sich würdig anschließen der 16. Sufi, an dem eine neue interalliierte Konferenz stattfinden oll, nach deren Verlauf Deutschland eine Art Konven» ion zur Unterschrift torgelegt werden soll. Einwen­dungen darrf Deutschland nicht machen.

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London zurückgekehrt ist, wird heute früh 8,50 LIHr über Dover und Ostende nach Brüssel reife«. Die Besprech­ung mit TheuniS und HtzmanS beginnt Dienstag früh und wird am Nachmittag fortgesetzt. Herriot verläßt Drüssel um 6,50 Lhr abends und wirb um 11 Uhr wieder in Paris eintreffen.

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Fühlungnahme mit den französtschen LinkspolitAern herzustellen. Es ist sehr wahrscheinlich, daft der demo­kratische Reichstagsabgeoronele Dt. Cchücking im Verlaufe der nächsten Wochen eine Reise nach Paris unternehmen wird, die aber, wie m den demokrati­schen Kreisen versichert wirde, ausschließlich informa­torischen Charakter haben soll. Dt. Schiukirrg werde

an den französtschen Botschafter in Ma­die ftanzösische Regierung von der Set- befreien und ihre Aktionsfreiheil wieder

Ms 6othherltnnMgtn<6ufn»itn und dir deutschen Sünder.

London, 23. Juni. Nachstehendes Communiquä Wird veröffentlicht:

Eine Zusammenkunft der Ministerpräsidenten von England und Frankreich hat am Samstag, den 21. Juni, und Sonntag, den 22. Juni, stattgefunden. Im 03er­laufe einet freundschaftlichen und intimen älnterhal» tung wurden die verschiedenen in den Sachverstän­digenberichten angegebenen Fragen zur Sprache ge­bracht und die Maßnahmen zu ihrer Ausführung er­örtert. Es war nicht möglich, eine definitive Ent» cheidung zu erzielen, da die Notwendigkeit bestand, vorerst die belgische und die italienisch« Ne­gierung zu Nate zu ziehen .Die stattgefundenen Be- prechungen haben ein volles Einvernehmen zwi­chen den Ministerpräsidenten der beiden Regierungen ergeben. Es wurde verabredet, unter dem Dorbehalt der Zustimmung der anderen alliierten Machte Mitte Juli eine Konferenz in London einznbe» rufen, auf der das einzuschlagende Derfahren definitiv eftgekgt werden soll. Die beiden Ministerpräsidenten haben sich entschlofsen, gelegentlich der Eröffnung bet Dölkerbundstagung im September zusam­men einen kurzen Besuch in Genf abzustatten.

Zu diesem Kommunique verlautet von maßgebender Seite, daß der Vorschlag zur Einberufung der Konferenz von Ramsah MacDonald gemacht wurde. Di« Konferenz soll am 16. Juli stattfinden. Man will ihre Bedeutung aus dem Umstande ermessen, daß die ein­zelnen Delegationen von Sachverständigen begleitet fein werden. Herriot soll-zu MacDonald wörtlich gesagt haben: .Letzten Endes ergibt sich aus unserer Unter­haltung, daß Frankreich und Großbritannien eine moralische Verpflichtung überneh­men. ständig zusammenzuarbeite n", wo­raus MacDonald mitganz richtig" geantwortet haben soll. Herriot, der gestern nachmittag von Chequers nach

3n Berlin läßt sich nicht übersehen, 06 tatsäch­lich dieser Schritt der ftanzösischen Negierung ein

Pa r i s, 23. Juni. Alle Blättern Haden in langen Artikeln die Bedeutung bet in Chequers stattgefundenen Aussprache hervor. Sie wird zwar als ein Ereignis von größter Tragweite aufgefaßt, löst aber lange nicht den Enthusiasmus aus wie in der englischen Presse. Scheinbar herrscht die Befürchtung vor, daß Herriot dem englischen Premier voreilige Zugeständnisse machen würde. Der allgemeine Eindruck ist aber der, daß Herriot mit Mac Donald keine lei Abmachung getroffen hat und es lediglich bei einem Meinungsaustausch ver­blieben ist. Der Berichterstatter desJnkransi- geant" verzeichnet immerhin die in ernsthaften Lon­doner Kreisen verbreitete Auffassung, daß Mac Donald Herriot in unzweideuttger Weise gefragt habe, ob Frankreich die Ruhr räumen volle oder nicht, damit der Sachverständigen- plan die Räumung der Ruhr geradezu gebiete, während nach der ftanzösischen Auffassung die Sachverständigen lediglich zur Räumung der Ruhr an geraten haben. Weiter habe Mac Donald an Her­riot die Frage gerichtet, ob er mit der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund einverstanden sei. In diesem letzteren Falle würden das Sicherungs- Problem und alle miltärischen Fragen vor den Völkerbund gebracht werden. Der Berichterstatter des Blattes drückt dann gleichfalls bi« Ansicht aus, daß es sich hier um Vorschläge und Anfragen Wae Donaws handele, auf die 6er englische Pre­mier keine soforttge Antwort ettvartet habe.

Legierung sich zur Durchführung der lachverständigen-Gutachten verpflichtet inb die Forderung ausspricht, daß die anderen Regierungen entsprechend den ausdrück-

Annahme der Sachverständigenvorschläge gelten. -

Zugeständnis an Rußland darstellt, aber man bring! n Berliner polittschen Kreisen die Wahrschein­lichkeit de«Beitritts Rußlands in den Völkerbund in Beziehung zu der Neugestaltung der ftanzösische» Politik Rußland gegenüber. Während man Deutschland dringend anempfieUt, sofort einen Ein­tritt in den Völkerbund zu erklären, allerdings rhn« daß es Vorbehatte macht und unter der Voraus­setzung »daß der Vertteter Deutschlands ein gut« Republikaner und Erfüllungspolitiker sein müßte, läßt man Rußland den Weg offen und macht ihm den Schritt dadurch leichter, daß man ihm anträgt, zunächst einmal auf dieselbe Weise wie Amerst« einen russischen Beobachter nach Genf zu schicken, der dann prüfen soll, ob der Eintritt Rußlands in den Völkerbund von Dützen für sein Land ist od« nicht. Man glaubt in hiesigen polittschen Kreise» edoch nicht, daß der neue ftanzösische Kurs von wesentlichem Einfluß auf die deutsch-russischen Be­ziehungen sein wird, solange nicht andere Diffe­renzen dos Einvernehmen d« beiden Länder stören.

Kreditgewährung im alten Amsange nicht mehr aufrecht erhalten w rden könnte u >d aus diesem Grunde die üblichen Raten nicht mehr gezahlt würden, sehr überrascht worden. Die politischen Kreise Polens sind nicht nur bestürzt, weil durch diese französische Maßnahme dir Re­gierung sich vor neue finanzielle Schwierigkeiten gestellt ist, die sie aus eigenen Mitteln nicht bei­legen kann, sondern man sieht in der französischen Taktik vor allem eine Trennung der freund­schaftlichen Beziehungen zu Polen um der russischen Freundschaft willen.

Kanzler an seinem einmal gefaßten Entschluß festhalten zu wollen. Schon jetzt steht fest, daß He Regierung ihre Absicht nicht durchführen wird, chne die ausdrückliche Billigung der Winisterpräsi- jenten der einzelnen Staaten. Dach Lage der Dinge glaubt das Reichskabinett sich der älnler- jäihung der Mehrheit der Länder gewiß. Die preußische Regierung steht voll und ianz hinter dem Reichskabinett und ebenso die Regierungen in Sachsen, Baden, Hessen, vldenburg, Württemberg und wahrscheinlich auch sie bayerische Regierung und des StaatSministe- jums von Mecklenburg. Es hat in Berlin nicht zeiiuges Aufsehen hervorgerufen, daß der thü­ringische Ministerpräsident im Landtag erklärt hat, v habe für die thüringische Regierung keinerlei bindende Erklärungen über die Annahme des Sach- Krständigen-Gutachtens abgegeben. Man hofft je- stoch, daß das thüringische Kabinett angesichts der wßer ordentlich ernsten Lage dem Reich seine An- kerstützung nicht versagen wird. Die diplvma- Hchen Schritte, die die Reichsregierung in he» letz­ten Tagen in Baris und London unternommen hat, Menen den Vorbereitungen dieser großzügigen. Ak- Ion der Reichsregierung. Es hängt jedenfalls da- lr>n ab, ob die Besprechungen zwischen dem eng­ischeu und französischen Ministerpräsidenten den deutschen Forderungen Rechnung tragen werden, die tarauf hinauszielen, über die Fragen an Rhein etö Ruh» endgültige Klarheit zu schaffen. Eine mbesliedigende Stellungnahme derRegierungen knglands und Frankreichs würde jedenfalls dem Leichskabinett die letzte Möglichkeit nehmen, die dorgeschriebene politische Linie mit der beabsich­tigten Fefttgketv-durchzuführen.

Das Resultat von Eheauers.

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punkten französisch bemessener Willkür vorgenommen. Man macht Unterschiede zwischen politischen und an­deren Gefangenen und stebt selbst in der Auffassung der Vergehen auf durchaus engherzigem Standpunkte.

Neben der Regelung der sogenannten Ehren- punkte ist, bevor überhaupt von einigermaßen nor­malen Behältnissen gesprochen werden kann, die Wiederher st ellung der vollen wirt­schaftlichen, verwaltungstechnischen und finanziellen Souveränität in den besetzten Gebieten wieder nötig. Die Oeffentlichkrit in Deutsch­land macht es sich viel zu wenig klar, daft die Rbeln- landakte bereits vor der Ruhrbesetzung ganz erhedlich in ihren Erundbestimmungen und Absichten seitens der Franzosen und Belgier überschritten worden ist. Nach den Besatzungsbestimmungen darf die Besatzungsbe­hörde ihre Maßnahmen lediglich darauf einstellen, daft die Sicherheit und der Unterhalt der Bejatzungstruv- pen gewährleistet ist. Im übrigen sollen die ansässigen Behörden unbeschränkt ihrer Tätigkeit nachgehen kön­nen (Eingriffe in die Rechtspflege sind nicht gestattet. Die sogenannten Bezirks- und Kreisdelegierten sollen lediglich Verbindungsleute der Militärbehörde mit den rechtsmäftigen Verwaltungsbehörden sein. In Wirk­lichkeit ist dieses Verhältnis völlig auf den Kopf ge­stellt. Die Besatzungsbehörden haben Verwaltung und Nechtssvrechung völlig an sich gerissen. Sie haben den deutschen Verwaltungsapparat zerstört und mit ihren Crganc/i durchsetzt. Die Bezirks- und Kreisdelegierten ! haben sich Riesenstäbe an llnterbeamten, Dolmetschern, Kriminalbeamten und Spitzeln der verschiedensten Art

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Warschau, 21. Juni. Zn Warschau man durch die Ankündigung aus Paris, daß

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Anzeiger für (6n5 srülm kinMiM Oberheffen - Amtliches MMKn-igunssblatt -es Kreises Marburg

Soesch kommt nach Berlin.

Seilin, 21. Juni. Wie derZeit" zufolge ver- faltet, wird der deutsche Botschafter in Paris, Hoesch, den nächsten Tagen in Berlin eintreffen, um über Hine Besprechungen mit Herriot Bericht »uerstakten. Der amerikanische Botschafter in Berlin, Houghton, iegibt sich am Sonntag nach den Vereinigten Staaten, i bas Blatt nimmt an, daft auch diese Reise mit dem Ächverständigengutachten und seiner Durchsiihrung in Verbindung stebe. Inzwischen feien die Vorarbeiten Nrr Durchführung des Dawes-Berichtes weitergefördert »erben. Die Eisenbahnvorlage fei in zweiter Lesung faebigt; etwas mehr Schwierigkeiten bagegen bereiten die Beratungen über die Belastung der Industrie, je­doch hoffe man, auch damit bis zum 30. Juni fertig zu jän. In der Frage der deutschen Antwort auf die Kote der Botschafterkonferenz über die Militärkontrolle R, wie das Blatt mitteilt, noch keine Entscheidung tetrofien. Das Reichskabinett werde sich erst am Mon- Mg über die Antwort endgültig schlüssig werden. Je­denfalls werde die deutsche Regierung bis »um 30. Juni fatworten.

Berlin, 23. Juni. Der deutsche Botschaf­ter in London Dr. Sthamer hat, wie gemeldet wird, der englischen Regierung eine Denkschrift über­reicht, in der sich die Reichsregierung über die Voraus-

Öffnungen in Nt BkjaliungslnW?

Seit einigen Tagen tauchen eine Reibe von Einzel- meldungen auf, die deutlich den Zweck verfolgen, das deutsche Volk in den Glauben zu versetzen, als sei be­reits für bie besetzten Gebiete unb ihre seit Jahren unter bei Fremdherrschaft leibenden Bewohner die Zeit der Morgenröte angebrochen. Dem­gegenüber muh einmal mit aller Deutlichkeit darauf hingewiesen werden, daft die Anzeichen, die auf eine gewisse Systemänderung hindeuten, noch äufterft be­scheiden find. Es tagt, zum ersten Male seit längerer Zeit wieder der rheinische Provinziallandtag, und zwar in Anwesenheit aller seiner Abgeordneten eln-

Um die Anerkennung Towjetruftland«.

London, 21. Juni. DieTimes" meldet au» Paris, die de iure Anerkennung der Sowietregke» rung durch die französische Regierung werde vermutlich Ende Juni bekanntgegeben. Wie es heifttz cf die Verzögerung in der Anerkennung, die am 16. Juni unmittelbar nach der Bildung des Ministerium» Herriot mitgeteilt werden sollte, auf eine Vereinbarung zwischen bet französischen und bet amerikanischen Re­gierung zutückzuiühten, sich gegenseitig zu Rat zu ziehen, bevor sie eine Aktion mit Bezug auf bie An, erfennung unternähmen. DerQuai b'DrJai sandte

setzungen äußert, unter denen Deutschland in der Lage sein wird, bet Durchführung bet Sachoerständigcnvor- schläge zuzustimmen. Wie wir aus dem Auswärtigen Amt erfahren, bewegt sich bie deutsche Denkschrift voll­ständig in den gleichen Gedankengängen, die Dt. Stresemann dem französischen Botschafter in Berlin de ärgerte vor seiner Abreise nach Paris eröffnet hat. Es handelt sich dabei um die bereits bekannten Forde­rungen der Reichsregierung, die sich mit der Wieder­herstellung der deutschen Souveräni­tät und der vollen Freiheit bet Wirt­schaft in den besetzten ©ebieten beschäftigen unb als Voraussetzung für die Voraussetzung für die

rt fat chweigen über die zur Zeit schwebenden Pläne J16 s ewahrt, ist in parlamentarischen Kreisen die Tat-

schlieftlich des Herrn Cberbürgermeijtei Jarres. Ferner ist als ein Aktionär zu buchen, daß ein Teil der auf der Schreckensinsel St Martin de Rey etnge- terterten Gefangenen in die Gefängnisse des besetzten Gebietes überführt worden sind. In der belgischen Besatzungzone ist ferner Regierungspräsident Rom- bach sowie ein Teil der ausgewiesenen Bürgermeister zurückgekehrt. War doch im allgemeinen die Zer­störung des Verwaltungsavparates in der belgischen Zone geringer als in der französischen. Für die fran­zösische Besatzungszone sprechen bisher lediglich Worte und noch keine Taten. Immer noch sind 40 000 Fa- milienhäupter d. h. übet 100 000 Menschen ausgewiesen unb bie Gestattung bet Rückkehr wirb anscheinend durchaus nicht großzügig sondern nach den Cesichts-

pe Absicht, sofort nach der Fertigstellung der ©e- ge zum Sachverständigen-Gutachten eine Kon» xrenz der Ministerpräsidenten der deutschen Län- chält ® Berlin einzuberufcn, um eine abschließende cmiföt ßti°n vornehmen zu können. Obwohl man bei it uch et Regierung selbst noch strengstes Still-

j Aren will. Sie wird, soweit wir unterrichtet $"«*5 ind,' an sämtliche beteiligten Regierungen eine Rote ' ' ichten, in der sie erklärt, daß die deutsche

Der M Ratkotti.

Di« Erregung in Italien dauert an.

Rom, 21. Juni. SJlatteottis Leiche ist unauffind­bar. Bef der Polizei laufen fast täglich anonyme An­zeigen an, von denen man nicht weift, ob sie da« dienen sollen, Licht oder Berdunkekung ,u schaffen. Ein neuer Zeuge soll behauptet haben, daft die Leichs zunächst dem llfer de» Bicosee» verscharrt gewesen sei, aber als da» Verbrechen ans Tageslicht kam, von Be­kannten anderstoohin gebracht wurde.

Ein Zeichen de» Eingreifens des neuen Ministe» des Innern ist ein strenger Befehl an alle Polizei» direktoren, mit allen Mitteln, die ihnen »u Gebot leben, gegen die in den letzten Tagen einsetzende Sa­botage der Opvositionspresse durch die Faszisten in der Provinz anzugeben. In Bologna, Floren», Turin und anderen Städten, suchten die Faszisten bei der Ankunst die Züge auf, rissen die Oppositionszeitungen aus den Wagen und zerstreuten sie. In Neapel kam es « Äroeren Zusammen stöben zwischen der Be­völkerung und den Faszisten.

soll, daß der Reichstag die Gesetze abieh-

>en würde, würde unverzüglich ein Auslö-

Uungsdekret vom Reichspräsidenten ergehen 1 eh vld sofortige Neuwahlen ausgeschrieben werden. Damit Die Regierung hält diese Maßnahme für unbe-

xheu Vestimmnngen des Sachverständigen-Gut- ichtens die erforderlichen Maßnahmen zur Rück- ß"be deutschen Wirtschafts- und Verwaftungs-- lvurch ] jre^cif jn besetzten Gebieten treffen. Für den

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Sto^ l Berlin, 23. Juni. Die Reichsregierung hat

^Lberhesitsche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Bezugspreis monatlich 2 Mark ausschließlich Zustellungsge» Der Anzeigenpreis beträgt "ür den 10 gesp. Zeilenmilllmeter 0,08 Soldmark. Amtliche und auswärtige Anzeigen 0,10 Eold» .. Durch die Post 2^5 Mk. Für ausfallende Nummern infolge Streiks oder elementarer Ereignisse kein Ersatz. Verlag mark. Bei schwierigem Satz SO'/, Aufschlag. Sammelanzeigen 100/, Aufschlag. Reklamen 0,3S Goldmark. Jeder Rabatt Dr.E. Hi tzersth. Druck derUntv.-Buchdruckerei von Job. Aug. Koch, Markt 21/23. Fernspr. SS, Postscheckkonto: Nr.SOI» gilt als Barr ibatt und ver'ällt, wenn die Zahlung später al, 5 Tage erfolgt Belege werden berechnet, ebenso Auskunft ' ' Amt Frankfurt a. Main. durch die Geschäftsstelle nn» Zusendung «er Angebote. Erfüllungsort Marburg, 1 G.-Mk. ^/ Dollar,

Mussolini uethietet den ^Oeuvre".

Paris, 21. Juni. Mussolini hat die Set« breitung desOeuvre" in Italien SLrboten, weil das Blatt besonders ausführlich« und entstellte Be­richte über die Matteottiaffäre veröfientlicht hat.

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Da» Geständnis Dnminis.

Rom, 21. Juni. Der Hauptschuldige bei der Er­mordung M-ckteottis, Dumini, hat gestern ein volles Geständnis abgelegt. Et sagte aus, daft die Mordtat auf Veranlassung des Pressechefs im Mlnisterlum des Innern, Rossi, des Direktors besGeniere dJtalra , Filf pelli, unb des zuletzt verhafteten Mari­nelli vollbracht worden sei. Matteotti sei sogleich tot gewesen, sein Leichnam sei hinter eine Hecke gewor­fen und später verbrannt worden.

Saszisteniettot.

Röm, 21. Juni. In Bologna haben die ff«- j ji ft en gestern ein Nachtauto überfallen, das 3o000 Nummern desAvanti" enthielt. Sämtliche Zei­tungen wurden von den Faszisten verbrannt. Der Präfekt von Bologna hat darauf seinen Ausdruck des Bedauerns übermittelt und versprochen, bie Ur­heber des Attentats gerichtlich »u verfolgen.

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Ans dm beschien Schiei.

Stillegung der südlichen Zechen im Ruhrgebiet.

Berlin, 23. Zuni. DieLage im westli­chen Industriegebiet wird immer troff» Inser. E eldknappheit. Wicumlasten und tce'tere Be.Pachtungen haben den Zechenbesitzern Veranlassung gegeben, einstweilen die südlichen Zechen vollkommen stillzulegen, um die nördlichen in Betrieb halten zu können. Zur Vermehrung der Anterhaltungskvflen der Zechen trägt nicht unwesentlich bei, daß im Ruhrgebiet bei der Industrie fast ausschließlich vberschlesische Kohlen verbraucht werden, da durch den Streik der Berg rrdeiter und die Lieferungen an die MicuM die Ruh.kohle nicht mehr ausreicht, auch die In­dustrie zu beliefern. Die Gefahr der Stillegung der Zechen wäre nicht so groß, wenn es sich tat­sächlich nur um eine vorübergehende Maßnahme handc Ite und nach Ersetzung der Micumvetträge durch neue Abmachungen zwischen der deutsches Industrie und den Ententemächten sowie nach Auf- hören der katastrophalen Geldknappheit der Betrie» wieder ausgenommen werden könnte. ES besteht aber Gefahr, daß die Industrie bei einer länger anhaftenden Geldknapphett gezwungen wird, ihre

s geschaffen. Ehe nicht ber Rechtsboden in allen diesen in keiner Weise strittigen Fragen wieder beschritten ist, kann von einer Besserung in keiner Weise geredet »er­den. Bisher fehlen alle Anzeichen für Hoffnungen !~

und, hjngt notwendig, da sie keinen anderen Weg sieht albe» e[d hie sofortige Durchführung des Sachverstän- [eifÄ- ilgen-Gutacbtens. Obwohl von parlamentarischer feite der Regierung gegenüber außerordentliche Bei* Bedenken geäußert werden, scheint der Reichs-

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löfftit ehe bekannt geworden, daß das Reichskabinett sch der endgültigen Stellungnahme des Parla-

dieser Richtung. ------

Der politische Geschäftsreisende.

Der an versetztem Ministerehrgeiz leidende losie" Dr. Breitscheid bildet sich immer mehr zum folitischen Eeschäftsrei^Kden aus. Mal Ist er In »ndon, mal in Paris, seit ber Serriotveriode schon um zweiten Mal, unb immer weift er viel zu erzählen. 6b biefefeine Tätigkeit von Nutzen auch für die Allge­meinheit ist, 1 äftt sich schwer nachvrüfen. Gewlsie Vorbesprechungen können besser durch offizielle Per- pnlichkeiten als durch die amtlichen Vertreter geführt »erben unb find seit jeher so inszeniert worden, aber tote Teilhaber an der Politik müssen bannstille Teil­haber" unb nicht soviel Rede- und Reklame- Jebürfnis besitzen mit der eitle Dr. Ereitsch ejd.

Berlin, 21. Jun». In den varlamentarfschen *ieijen wird bekannt, daft auch die demokratische Par- Mi beabsichtigt, ähnlich wie die Sozialdemokratie eine

über gents eine bedeutungsvolle Entscheidung herbei