Einzelbild herunterladen
 

t

KM

1124

WMM - der neue ftmsMe StaatsprUM

gelangen.

■

»

>

Ange-

। Pf-l»

i Pfg.

ren

ge-

?n

ML

ler«

8

glaubt Bar.

Kabinett gebeten, zunächst die laufenden legenheiten weiter zu erledigen.

Dir

H71$

und Painleoe 309 Stimmen erhalten. Donmer- ist elfe o«wählt

Die Deunffion des Kabinetts Marfal.

Paris, 13. Juni. Ministerpräsident Marfal hat unmittelbar nach der Zeremonie in Versailles dem neugewählten Präsidenten Doumergue die Demission des Kabinetts eingereicht. Der Präsident hat sie angenommen und das

Licht.

Mner.

9=

ung

M

37ti

ei

rgtr- ImV ehr- rria.

Marburg

SonntiM derr 14. Juni

thou seine Demission als französischer Dele­gierter der Reparationskommission nehmen wird.

Barthou solle Nachfolger des Generals Liauthey als Eeneralresident in Marokko werden. Er werde in der Reparattonskommisiion ersetzt werden durch den ehemaligen Minister Locheur.

Der deutsche Botschafter bei Herriot.

Berlin, 14. Juni. Wie wir aus den Kreisen des Auswärtigen Amtes erfahren, wird der deutsche Botschafter in Paris, Dr. v. Hoesch, anfang näch­ster Woche von Herriot empfangen werden, mit dem er eine sehr eingehende Aussprache über die zwischen Deutschland und Frankreich schwebenden Fragen haben wird. Es ist sehr wahrscheinlich, datz Botschafter v. Hoesch im Anschluß daran zur Be­richterstattung nach Berlin kommen wird.

nicht abgeschloisen. Nachdem der Rat noch Unter- ausschüfle zur Prüiung der Minderbeitenpetitionen er-

London, 13. Juni. Der Berichterstatter des .Manchester Guardian" ist der Ansicht, daß durch den^ Beschluß des Bölkerbundsrates die Beratung der Ic6tee| Note der deutschen Negierung über die Saargendarmerl« bis zum August zu verschieben, Herriot Gelegenheit gegeben werde, von der bisherigen Oppositionspollttk Frankreichs abzugehen und ein Kapitel deS besser« Einvernehmens bezüglich des Taargebietes zu eröffnen

Paris. 13. Juni. Im Zusammenhang mit der umstrittenen Erklärung H e r r i o t s, daß er den Auf­trag zur Kabinettsbildung nicht aus den Händen eines Präsidenten annehmen würde, der mit Hilfe der Dochten gewählt worden wäre, schreibt das .Journal", in den Wandelgängen der Kammer seien, in der Annahme, daß Herriot diese Erklärung wirklich abgegeben habe, bereits neue Ministerlisten kombiniert worden, bei denen der Name Driand am meisten ausge­sprochen worden sei.

Herriots außenpolitische Pläne.

London, 13. Juni. Die »Times" berichtet aus Brüssel, man sei dort der Ansicht, daß Herriot sofort nach der Bildung des französischen Kabinetts eine Unterredung mit dem Premierminister Theunis und dem Außenminister Hymans nachsuchen werde, woraus dann eine Unterredung mit Mac Donald folgen würde. Diese Erörterungen würden die Präli­minarien für eine interalliierte Konferenz sein, die wahrscheinlich noch vor Ende dieses Monats in London stattfinden würde.

lNg fier.

. J mch Uhr •

es

ieh recht» and.

M

t.Smch

■3T. toi, -ich ung t aller nit et«

3707

,"5 tue

Paris, 14. Juni. Der neugewählte Präsi­dent der Republik wurde bei seiner Ankunft in Paris von dem Platzkommandanten von Paris General Eharpy im Namen der Garnison begrüßt. Das Auto des Präsidenten nahm sodann, von zwei Dragonerschwadronen mit Fahnen eskortiert, den Weg zum Elysee. Die Musik spielte und es wurden die vorgeschriebenen 21 Kanonenschüsse g e- l ö st.

London. 13. Juni. Der diplomatische Korre­spondent des »Daily Telegraph" schreibt, Ls verbaute, daß Herriot nicht allein die Besorgnis bekannt fei. die sowohl in London als auch in Brüssel emptunten und diskret zum Ausdruck gebracht werde, daß t’ine Zeit verloren werden sollte, um das notwendige äleber- einkommen zur Durchführung des Dawes­planes zu erzielen, sondern bah er diese Besorgnis auch voll teile. Aus diesem Grunde beabsichtige er, falls er die nächste französische Regierung bilde, mit Mac Donald und anderen alliierten Staatsmännern sobald wie möglich Beratungen zu Pflegen. So­weit der britische Premierminister in Frage komme, würden Berhandlungen gegen Ende der n c ch'st e n Woche möglich fein. Herriot habe den Mann, der sein intimster Mitarbeiter im französischen Auswär­tigen Amt sei und der die sehr wichtigen Verändern igen überwachen werde, die im französischen diplomatilchen Dienst sowie in der französischen Außenpolitik ange- kündigt werden, so gut wie ausgewählt. Die geplan­

ter römischen Botschaft die Ernennung eines hervor­ragenden Politikers an Stelle eines Derufsdiplomaten nicht unwahrscheinlich sein. Beränterungen im Per­sonal sowie auch in den DerwartungSmethvden der besetzten Gebiete, auch außerhalb deS Duhrgeb'etes, würden wahrscheinlich folgen. Die Ratsamkeit einer Amnestie für deutsche politische Beschuldigte würde auch zu ben ersten Fragen gehören, die geprüft werden würden. Auf die Frage werde Herriot im Verlauf sein« kommenden Unterredung mit Mao Donald über den DaweS-Plan Bezug nehmen. Beide Staatsmänner würden wahrscheinlich keine Zeit haben, daS Problem d« Sich«hett eingehend zu behandeln, sowie die Mittel, dur chdie eS unter der Aegide des Bölkerbuntes behandelt werben könnte. Ganz sicher aber würde die Frage d« Zulassung Deutsch- Eland- durch die nächste DölkerbundSver- f ammlung sowie die Gewährung eines nicht ständigen Sitzes im DölkerbunbSrat erörtert w«den. Der Berichterstatter fähtt fort, es sei offen gesagt höchst erstaunlich, daß. nachdem sii Frankreich die Mehrheits­gruppe zur Macht gelangt ist, die von dem Wuiffche nach europäisch« Befriedigung und Zusammenarbeit erfüllt sei, was den Wünschen der britischen Regierung durchaus entspreche, die Deutschnationalen so besonders schlecht teraten seien, daß sie ihre Hal'ung des rücksichtslosen Widerstandes fortsetzen, nicht nur gegen den Dawesplan, sondern auch gegen eine angemessene Beendigung ter interalliierten Mili­tärkommissionen vor einer Übertragung an den Völkerbund in Uebereinstimmung mit dem Wunsche Deutschlands selbst. Wenn bei derartigem Widerstand beharrt werde, so beweise dies ebenso wenig Pa­triotismus wie Weitblick, denn dies würde die einzige Gelegenheit sein, die sich bis jetzt für Deutschland biete, sich politisch und wirtschaftlich Wied« herzustellen oder irgendwelche Lasten, die feine Leistungsfähigkeit wirklich überschreiten, zum Scheitern zu bringen. Die deutschen DiehardS müßten klar sehen, daß jede Entschuldigung, die für den Widerstand des Reiches gegen die militärischen Klauseln des Ber- saillcr Vertrages wegen d« Ruhrbesetzung bestanden haben, in den britischen Augen ebenso wie nach Ansicht der öffentlichen Meinung der Welt von selbst ver­schwinde, von dem Augenblick ab, wo in Frankreich eine Regierung ans Ruder komme, die für Versöh­nung eintrete und selbst bereit sei, eine allgemeine Herabsetzung der Rüstungen zu erwägen, wenn sie angemessene Sicherheitsgarantien erhalte. DieS wird nach Ansicht des Berichterstatters von der Marx- Strefemann-Regierung Har erkannt, die nicht nur in London, sondern auch in anderen atflicrien Hauptständten ei nbeträchtliches Maß von Vertrau­en und Wohlwollen erworben habe. Die unge­wöhnlichen Berichte, die in der letzten Zeit in der deutschen reaktionären Presse veröffentlicht wurden, in denen behauptet worden sei, daß das gegenwärt'ge deutsche Kabinett in London diskredidiert und verachtet werde, seien ein Beweis entweder von außerordent­licher Einbildungskraft ob« von Parteimanöoern höchst ungesunder Art. Derartige Behauptungen ständen auf dem gleichen Niveau wie der angebliche britische Wunsch. Tirpitz als Reichskanzler zu sehen.

Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Mardmg.

Anzeiger für (das früher knrhesfifchej Oberhessen

ür b* chtruh, onatej uf bee ■ b°tt! e fr* Nach» * schei. mme» un 8» innig» t immer Poesie ne lei, 'n am hrvu» in be« ! Well ceulich. d wi, en di»

ung

• 3»«i

37« and»

Die »OderkesfiiLe Zeitung" erickeint >e>t>emal wöchentlich. — Dezugspreis monatlich z D'ark au»schlies>lich Zustellungrgrdüdr. Für auefaDenOe Stummem infolge Streits ob. etemenr. Ereignisse kein ffitiatu — Vertag non Dr. T. Hi?erotd. — Druck derNniv.»Buchdruckerei non Sob. Slug. Koch. Markt 21.22. — Kern,precher SS, Vafttcheckkontoi Nr. 5015 Smt Jrranfiurt a. Main.

Rücktritt Barthous?

Paris, 13. Juni. „Rcvail du Nord" zu wissen, daß im Laufe der nächsten Woche

!

schöw SestSll -n—

Dit W!stk'SWh!WML

Genf, 12. Juni. Der Völkerbundsrat

MviiW ia Load«.

London, 13. Juni. Eine Havasnote dementiert, dab Litwinow nach London gekommen fei, um bk Führung der Delegation in London au übernehmen. J^tzt haben die Verhandlungen mit der Regierung wenigstens in offizieller Weife wieder begonnen. Ein cifizielles Gommuniaue besagt, dab gestern im Foreign Office die Frage bet Bezahlung der ruffis ch en Vorkriegsfchulden diskutiert worden fei. Es werden weitere Verhandlungen stattfinden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Litwinow in der Abficht nach London gekommen ist, um bald nach dem Regierungs­antritt Serriots sich nach Paris su begeben, um bi« ähnliche Verhandlungen wie in London auszunehmen

didaiur aufstelle. Er erklärte ausdrücklich, datz er nicht Kandidat fei.

Um 4,05 Uhr war die Abstimmung beendet. Die Auszählung der Stimmen erfolgte in einem ge­trennten Saal. Während dieser Zeit wurde die Sitzung aufgehoben. 35 Minuten später wurde in den Wandelgängen des Kongresses bekanntgegeben, datz Senatspräsident Doumergue als ge­wählt zu betrachten fei. Kurz darauf wurde die Sitzung wieder eröffnet und das Wahlresultat bekanntgegeben. 860 Stimmen waren abgegeben, absolute Mehrheit also 431 Stimmen. Davon er­hielt Senatspräsident Doumergue 515 Stim­men, Painlev6 309 und der kommunistische Kandidat Camelinat 21 Stimmen, während 8Stimmen zersplittert waren. Doumergue war somit gewählt. Sofort nach der Wahl hat der neue Präsident der Republik den Abg. Herriot be­nachrichtigt, daß er ihn noch im Schlöffe zu Ver­sailles zu sprechen wünsche, sobald die Sitzung der Nationalversammlung beerbet sei. Bald darauf hat dann Doumergue Versailles im Auto verlas­sen und ist 6.45 abends in Paris eingetroffen.

Die Präsidentenwahl in Versailles.

Kurz nach 2 Uhr eröffnete der Senatspräsident Doumergue den Kongreß in Versailles. Es »urde sofort die Wahl des Präsidenten der Republik vorgenommen. Aufgestellt waren As Kandidaten: Senatspräsident Doumergue, Pa i n l e v 6 und der Kommunist Camelinat.

In Versailles selbst waren umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Das Senatsgebäude, in dem der Kongreß tagte, War militärisch besetzt. Die Eisenbahnstrecke vom Bahnhof Saint Lazare nach Versailles, auf der in ränf Sonderzügen die etwa 900 Mitglieder des Kongresses befördert wurden, war ebenfalls mili- «risch besetzt. Immer neue Truppen wurden nach Versailles gebracht. Der Ordnungsdienst im Schloß § Versailles und im Park, der seit gestern Abend 8r das Publikum gesperrt war, wurde von 600 «endarmen versehen. Die Mitglieder des Büros *n Kammer und Senat waren bereits um 11 Uhr ■ Versailles eingetroffen.- Dem Kammer- und «m Senatspräsidenten sind im Schloß zu Versail- «s besondere Räume zur Verfügung gestellt wor­ben. Vor der Vollversammlung der Mitglieder •«i Gruppen und Fraktionen, die zum Kartell der ;«nfen gehören und die für 1% Uhr einberufen ist, !«uten die Vorstände der Fraktionen um l Uhr zu r®et nochmaligen Beratung über die Kandidateu- toße zusammen.

. Nach der Eröffung des Kongreffes trat man so- r” 'N die Abstimmung ein. Die Abstimmung be- gonn bei den Abgeordneten mit dem Buchstaben I. «mhrend der Abstimmung hat der ehemalige Kam- erprasident Raoul P e i e t in den Wandelgängen ■«s Senats eine Erklärung anschlagen lassen, um " Früchten entgegenzutreten, datz er seine Kan­

ten Perfonalveränterungen umfaßten, wie es heißt,: nannt hatte, vertagte er die öffentlichen Sitzungen r.; die ständige Leitung deS Quai d'Orsay Sonnabend vormittag und trat zu einer Eeheimsttzung und verschiedene Botschaften: so werde im FalleIzusammen.

ler «nitigeRotefs beträgt für bei lOgefp. 3«tleimintm«ttt 0,08 Selbmert Wetil*e «• w , aiswärt In,eigen 0,10 ®olbmart Bei Ichwier.Satz 50 •/. LiflLlag. Sammeln,eig. 100'/. SB IHN BisiLlag. S-.eflamei 0,35 Solbmart Seher Wabatt-gUt al» Sarribatt. Belege Werden berechnet, ebenso 8n»fnnftbnrd) die Seicbäftsfielle und Zusendung d« Angebote. Zahling innerhalb 5 Sogei (1 Dollar — <20 Eoldmark), BereLnung nach dem Berliner Kittet» l»r» de» Zahluno»-4»ngO«,»tage». Verzugszinsen pro Tag nch dem Baihinsfitz

ne.'migte heute vormittag in der zweiten öffentlichen Sitzung auf Antrag des belgischen Ratsmitgliedes Oymnas den Bericht über die Tätigkeit des Wirt­schaftskomitees des Völkerbundes, darunter die Vor­schläge über die Regelung des in Art. 22 des inter­nationalen Abkommens für die Vereinfachung der Zollformalitäten vorgesehenen Schiedsverfadrens. Ferner billigte ber Rat die von E u a n i (Uruguay) erstatteten Berichte über das Finanzgebahren des Völkerbundes, wobei feftgestellt wurde, das die Finanz­lage am Ende des Rechnungsjahres 1923 infolge regel­mäßigerer Beitragszahlungen befriedigend war und der Haushalt einen lleberfchusi von 2 744 855 Eoldfranlen oukwies. In dem weiteren Bericht, welchen Euani auf dem Dölkerbundsrat vertrat, sprach dieser ner italienischen Regierung den Dank für ihr Jntereffe am Völkerbund aus. worauf Salandra mit einigen Wor­ten der Sympathie für das Wirken des Völkerbundes antwortete. Endlich wurden verschiedene Berichte des Oberkornmiffars Nansen über das Hilfswerk des Völkerbundes zugunsten der griechischen, armenischen und russischen Flüchtlinge gebilligt. Nansen sprach in seinem Bericht der deutschen Regierung den Dank da­für aus, daß sie sich bereit erklärte, das Regime der Nunsenväffe auf fast alle russischen Flüchtlinge in Deutschland auszudehnen. Dagegen seien die Verhand­lungen mit Rußland über die Heimbeiörderung noch

WiiiM M>d in Mim

Ein italienischer sozialistischer Abgeordneter entführt.

Rom, 13. Juni. Der sozialistische Abgeordnete Matteot wurde gestern um 4 Ubr, als er sich in di« Kammer begeben wollte, von einem vorüberfabrenden Auto gefangen genommen und entführt. Man glaubt, dab es sich um ein politisches Verbree chen handelt. . ,

Matteotti ermordet.

Berlin, 13. Juni. Mehrere Blätter geben eine Meldung der römischen „Tribuna" wieder, wo- nach die Leiche des entführten sozialistischen Abge-, Matteotti auf Liner Sttatze in der Nahe oon Baffion di Sutri auf gesund en worden sei. Der Befund der Leiche lasse darauf schließen. da« Matteotti durch Stockschläge auf den Kopf und Dolchstöße ermordet worden ist.

Die Täter bekannt.

R o m, 13. Juni. Muffolini teilte heute in de, Kammer mit, daß die Polizei die Urheber der Entführung Matteottis f eftge* stellt habe. Drei seien bereits verhaftet worden, die Festnahme der übrigen vier erfolg« noch heute abend.

Genf, 13. Juni. Die hi« eingetroffenen Nach­richten über die bisherigen Ergebnisse b« Völkerbunds- aktion in Ungarn lauten optimistisch. DaS Kapital für die Emifsionsbank ist gezeichnet und die AushebunU ter Ausfuhrbeschränkungen In Aussicht genommen. Di«, Zahl der Beamten ist b«eitS um 3000 reduziert und weitere Streichungen sollen in Kürze vorgenommen werden. Ferner wird mttgeteilt, baß die Einkünfte der Steuern, die als Pfand für die Anleihe dienen, die vorgesehen e Summe überschritten ha< 6en. D« gegenwärtig hier weilende Völkerbunds- kommifsar für Ungarn, Smith, wird morgen hierüber im Rat einen ersten Bericht erstatten. !

Genf, 13. Juni. Das Finanzkomitee des Dölk«- bundes und das Garantiekomitee für die österreichische Anleihe setzten heute ihre Beratungen Über die bst«- reichischen Finanzfragen fort Endgültige Ergebnisse liegen noch nicht vor. Man hofft jedoch, baß die Fragen bereit» am Montag vor den Dölkerbundsrat

len a» ’ leist Stim. Ite sich ", uab cksvost, nz ge» tliche«.

---*---

All; le« Wrtlta Mtl

Ablehnung von Negierungsbeamten.

Lp e h e r, 13. Juni. Nach einer Mitteilung del, Prvviazdeleaicrten für die Pfalz, General de Metz sind zwei Oberregierungsräte und ein RegierungS- assessvr, die aus dem rechtsrheinischen Bayern zur. pfälzischen Kreisregierung in die Pfalz verseht wor­den sind, sind von den Besatzungsbehörden in der Pfalz nicht zugUassen worden. Diese Ablehnung wurde ebensowenig begründet wie das Beto gegen die Ernennung des Rechtsrates Dr. Genthe in Mannheim zum Schlichter für die Pfalz. Die plan- mähige Ablehnung der rechtsrheinischen Beamten, die General de Weh immer noch nicht aufgegebe« hat, bezweckt offenbar anher einer verwaltungstech­nischen Trennung der Pfalz von Bayern auch «ine politische Trennung der Pfalz von Bayern her­beizuführen, obwohl weder der Vertrag von Der« sailles noch das Rheinlandabkommen eine Verände­rung des staatsrechtlichen Verhältnisses der Pfalz zum rechtsrheinischen Bayern enthält und obwohl auch in dem sogenannten Speyerer Abkomme« dies« Rechtslage ausdrücklich betont worden ist. Dais Vorgehen des Generals de Metz steltt insofern einen Bruch des Speyerer Abkommens bar. als di« im Speyerer Abkommen gewährleiste e Wiederher^ stellung der ordnungsmäßigen bayrischen Verwal­tung in der Pfalz durch die Ablehnung der rechts- rheinischen Beamten unmöglich gemacht wirb, dr, eine hinreichende Zahl in der Pfalz gewünscht«! Beamter nicht für olle Verwaltungszweige zur ®etw/ sügung steht.

37ff

Ie-«e

Die mit größter Spannung von der ganzen Welt erwartete Wahl des neuen französischen Kaatspräsidenten ist vorüber. Im Spiegelsaal zu '^rsailles hat sie am Freitag nachmittag die fran- esche Nationalversammlung, d. i. die Vereinigung Kammer mit dem Senat, vollzogen. Wider Erwarten hat bereits der erste Wahlgang die Ent- Meidung gebracht: Doumergue wurde mit $15 Stimmen gewählt, während P a i n l e v 6 r 309 Stimmen erhielt. Das Wahlergeb- «s bedeutet eine bedenkliche erste Schlappe |ts siegreichen Linksblocks, der es nicht hat ^tzsrchsetzen können, daß Painlevs die sämtlichen Stimmen der linken Gruppen erhielt. Die fran- Mche Linkspreffe war in den letzten Tagen voll ;Wt Klagen über diese Uneinigkeit, während man '«Hf der Rechten triumphierte und sofort beschloß, Sr den Gegenkandidaten Doumergue ernzutreten, ki zwar selbst nicht rechts steht und ausdrücklich Drklärt hatte, er wolle nicht mit den Stimmen der '.Reaktionäre" gewählt werden, der aber doch der Rechten nicht so radikal erscheint wie PainlevS. Einige Linksblätter nannten deshalb die Kandi­datur Doumergue ein Manöver M a g i n o t s, der JBuotibien“ sprach sogar von einem Manöver Wsincarös und befürchtete einen verhüllten neuen "Rationalen Block". Man wird die Einzelheiten •er Abstimmung sowie die Erklärungen des Ee- jSählten und der Führer des Linksblocks abwarten i«tüffen, bevor man klar die Bedeutung dieser Prä- lMentenwahl erkennen kann. Aus einer Aeußerung j&etriots war zu schließen, daß er vielleicht eine »Derufung durch Doumergue ebenso ablehnen würde pBie die durch PoincarL Ob sich tatsächlich die französische Krise noch weiter zuspitzen oder nun simdlich lösen wird, dürfte sich innerhalb der näch- : jften 24 Stunden entscheiden.

Gaston Doumergue ist am 1. August 1863 1t» Jigues-Vives im Departement Gard geboren, Mo mit Caillaux gleichalterig. Er war zunächst Ldvokat in Nimes, ging dann als Beamter nach t,Eochinchina und wirkte später als Friedenrichter ^Algerien. In die Kammer wurde er 1893 ge- »ühlt. Auf der Ministerbank erschien er 1902 zum 'elften Mal als Kolonialminister im Kabinett Com- fks. Später war er Finanzminister in zwei Kabi- ■ fHetten, dann Kultusminister. Mit Clämenceau [bat er 1909 zurück. Im Jahre 1913 beauftragte fPoincarS ihn mit der Kabinettsbildung, als das lKabinett Barthou gestürzt war. Das Kabinett ;&>umerfiue, dem Caillaux als Finanzminister an- Shörte, dauerte vom 8. Dezember 1913 bis Anfang mi 1914. Doumergue demissionierte im Zusam­menhang mit dem Gesetz über die dreijährige Dienst- Plicht. Im Jahre 1917 gehörte er einige Zeit dem Kriegskabinett an, im Jahre 1921 war er wiede- ttm Finanzminister. Seitdem war Doumergue ,, Präsident des Senats.

* • •

Paris, 13. Juni. Bei der heutigen Wahl des ^Präsidenten der Republik hat Doumergue

w,