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für die Freiheit, für die Republik und für Franko

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Millerand will seine Haltung rechtfertige«.

Paris, 11. Juni. Wie Hadas mitteilt, wird der zurückgetretene Präsident der Republik noch heute in einem offenen Brief an das franzöfi- sche Volk die Gründe seiner Haltung während kcr Krise auseinandersetzen. Der Präsident wird in diesem Dokument seinen Willen kundgeben, sich nicht von der Politik zurückzuziehen, obzwar er im Augenblick keinen Sitz im Parlament habe.

Der Eintritt Deutschlands in den Bölkerdund.

Berlin. 12. Juni. In den Berliner diplo­matische« Kreisen wirb gegenwärtig wieder sehr lebhaft gearbeitet, um eine Lösung in der Frage des Eintritts Deutschlands in den Völ­kerbund herbeizuführen. Wie vir erfah­ren, hat bereits der englische Botschafter in Der-

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lin mit Minister Dr. Strefemann Fühlung g« nvmmen. um die Ansichten des Kabinetts May in dieser Frage kennen zu lernen. Die englisch« Regierung weist nach wie vor darauf hin. daß die wichtigsten polstischen Probleme, die mit be Lösung der Reparationsfrag« zusammenhüngen, nm dann in einem für Deutschland und für Europa annehmbaren Sinne geregelt werden können, wen» Deutschland sich endlich dazu entschließt, seine Zu­lassung zum Völkerbund zu beantragen. Die Frage der Beendigung der Ruhrbesetzung, die Entmili­tarisierung der Rheinlonde, das Problem der Si­cherheiten und alle anderen damit zusammenhän­genden Probleme einer endgültigen Entspannung Europas könnten durch einen solchen Entschluß der de tsckea Regierung außerordentlich gefördert wer­den Man hat bereits auch von anderer Seite der deutschen Regierung angekündigt, daß auf einer großen internationalen Konferenz, die in den näch­sten Monaten stattfinden werde, Deutschlands Eintritt in den Völkerbund eine sehr bedeutungs­volle Rolle spielen werde.

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reich wieder aufnehmen. Paris, den 11. Suni 1924.

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Weg frei für die schlimmsten Forderungen der ex­tremen Linken und der vor ihr kapitulierenden ra­dikalen Partei, die sich ihm an Händen und Füßen gebunden ausgeliefert habe.Oeuvre" sagte, auf die Spitzfindigkeiten von Eeschäftsordnnngspoli- tikern oder Advokaten, die für mildernde Umstände plädierten, habe die Mehrheit mit der Tat geant­wortet, mit der Weigerung, sich mit einem gegen die Linke konstituierten Ministerium in Verbindung zu setzen. Die Linke habe gestern die Verteidigung der Republik gesichert unb die Verfassung garan­tiert, nachdem gewiße Persönlichkeiten sie gebrochen hätten. Die Legislaturperiode habe also einen guten Anfang.

Paris, 11. Juni. Zum Rücktritt Mil­lerands schreibt dieHumanste", der Kamps zwischen dem bürgerlichen Block von gestern und dem bürgerlichen Block von heute sei in vollem Gang«. Millerand versuche übrigens, sich weniger im Elhsee festzuhallen, als für morgen seine Kan­didatur als Führer des französ schen Fas-Ismus auf­zustellen. Er werde gehen. Die Herren der Stunde, Herrivt, Painleve und Blum würden das Staats­steuer in die Hand nehmen und ihre Männer in der Verwaltung unterbringen. So wird der kapi­talistische Reformismus die Verantwvr» lung für die Regierung übernehmen.

P a r i S, 21- Juni. Rach demEcho de Paris" soll der Abgeordnete Herriot, der in der Vorab- ftimmung der parlamentarischen Frallionen der Linken über die Kandidatur für die Präsident­schaft der Republik den Vorsitz führen wird, beab­sichtigen, vorher den Senats- und den Kammer­präsidenten in aller Form darauf zu verpflichten, daß der eine von ihnen auf die Kandidatur in Ver­sailles verzichtet, wenn der andere bei der Vor­abstimmung mehr Stimmen erhalten habe. Das Echo de Paris" hüll praktisch äleberraschungen nicht sür ausgeschlossen.

Demissionsschreiben verlesen, das er an den Präsi­denten des Senats und der Kammer gerichtet hat. Es lautet! Herr Präsident! Ich Habs- die Ehre, dem Büro des Senats bezw. der Kammer meine Demission als Präsident der Republik zu über­reichen. Genehmigen Sie, Herr Präsident, die Ver­sicherung meiner Hochachtung, (gez. Millerand.)

Marburg

DonBerstßO, ien 12. Mi

N ew York» 10. Juni. Nach einer Meldun» aus Tokio hat die Agitation unter de» Reservist en der Armee gegen die ame­rikanische Ausschlußvorlage einen der­artigen Umfang angenommen, daß die Hauptquar­tiere der Reservistenorganisationen deren Mit­glieder angewiesen haben, Geduld und Mäßigung zu beobachten.

Der indische Dichter Rabindranath To­go r e erklärte hier in einer Ansprache vor 2000 Studenten, auch Indien empfinoe lebhaft die un­würdige Behandlung, die Japan durch die amerikanische Ausschlußmaßnahme er­litten habe.

Paris, 11 Juni. Die Wahl des neuen Prä- sidenten der Republik wird jedenfalls F r e i t a g um 1 Ahr mittags in Versailles stattfinden. Mor­gen, Donnerstag, werden die Parteien dec Mehr­heit von Kammer und Senat eine Dvrabstim- mnng vornehmen. ES fragt sich, ob das Kartell der Linken noch weitere Abgeordnete zu dieser Handlung hfnzuziehen" werde. Rach demEcho de Paris" sollen also die hinzugezogen werden, die dasür gestimmt haben, daß die Antrittsrede des Kammerpräsidenten Painleve angeschlagen wird. Bis jetzt spricht man nur von der Kandidatur des Kammerpräsidenten Painleve. Die Blätter der Mittclporteien halten auch die Kandidatur des Se- natspräsidenten Doumergue für möglich. Ein­zelne sprachen auch von einem Outsider. In Ver­bindung hiermit sind bereits zwei Ramen genannt wordkn: die Senatoren PamS und Rene Denould. Die Blätter des Linksblockes jedoch nehmen an, daß der einstimmige Kandidat der Mehrheitsparteien Painleve sein werde. Rach der Verfassung führt bis zur Installierung des neuen Präsidenten und bis zur erfolgten Ernennung seines ersten Kabi­netts das Ministerium Marsal die Geschäfte wei­ter. Das Kabinett reichte also nur formell seine Demission ein. Die tatsächliche Demission des Ka­binetts kann erst erfolgen, wenn die Reuwahl des Präsidenten der Republik vollzogen ist.

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Englische Stimmen.

London, 11. Juni.M orni ng Post" gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die konstitutionelle Kriese in Frankreich zu einer fundamentalen Aen- derung der französischen Außenpolitik führen werde. Daily C h r o n i c l e" betont, daß der nationale Block, der Poincars an der Macht hielt, zum großen Teil eine Schöpfung Millerands war urch daß Mil­lerand die Präsidentschaft nur übernommen hatte mit dem ausgesprochenen Ziel, die Politik dieser Partei zu fördern. Er identifizierte sich öffentlich mit einer Politik, die die Ausdehnung Frankreichs auf Kosten seiner Alliierten, des europäischen Frie­dens und der französischen Steuerzahler verfolgte. W e st m i n st e r Gazette" erwartet als wahr­scheinliche Folge des Zwischenfalls, daß sich die fran­zösischen Präsidenten in Zukunft der aktiven Unter­stützung einer besonderen Partei enthalten werden.

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2 Mark ausschließlich Zuftrllungrgebühr. Für euefaUenbe Summet* infolge Streik» oo. eiement. Ereignis«« kein (rtian. Setlag von Dr. K. Hiyerottz. Druck »erMniv.-Buchdruckerei eo« Job. Aua. Koch. Markt 21/23. Sretniotetbet 56, PoMcheckkont»' Rr. 5015 Amt frranfhrrt a. Main.

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Ganz Südalbanien in der Händen der Rationalisten.

D u r a z z o, 11. Juni. Nach einem zweitägigen blutigen Gefecht haben die Nationalisten Luschnija besetzt, so daß jede Verbindung von Ti­rana mit Durazzo unterbrochen ist. Die Regie­rungstruppen haben sich in großer Unordnung nach Tirana zurückgezogen. Ganz Südalbanien ist in den Händen der Nationalisten. Das Generalkommando der Aufständischen hat an- geblich das Waffenstillstandsangebot der Regiruckg abgelehnt und gleichzeitig den Vormarsch auf allen Fronten angeordnet.

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Für eine Kandidatur Painleve.

(Paris, 11. Juni. Die sozialistische 'Kammergruppe hat heute vormittag eine Sit­zung abgehalten und ffich auf die Kandidatur Painleves für die Präsidentschaft der Republik festgelegt. Bis zum Augenblick ist noch nicht bekannt geworden, ob die Dorabstimmung der Gruppen, die zum Kartell der sinken gehören, heute oder erst morgen stattfindet; jedoch hat heute vormittag di« radikale Kammerfrakttvn sowie die Mitglieder der demokrattschen Linken im Senat unter Hinzuziehung des geschästsführenden Aus­schusses der radikalen Partei eine Beratung abge­halten. ES wurde beschlossen, daß an der Vorab­stimmung sür die Wahl des Präsidenten der Re­publik alle Deputierten teilnehme» sollen, die sich zum Kartell der Linken zählen, sowie ferner alle Kammermitglieder, die für die Antrittsrede des Kammerpräsidenten gestimmt haben, ferner diejeni­gen Kammenmitglieder, die gestern für die Tages­ordnung Herriots eingetreten sind, lieber den Zett» punkt des Zusammentritts des KongreffeS in Ver­sailles verlautet noch nicht» bestimmtes.

Die öffentliche Pariser Meinung.

Paris, 11. Juni. Zum Rücktritt des Präsi­denten der Republik schreibtEcho de Paris", die Konsequenzen des Rücktritts würden sich rasch so­wohl innen« wie außenpolitisch zeigen. Jetzt sei der

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Die Schulnot.

Berlin, 11. Juni. Aus bet von dem preußi­schen Minister für Wisienschaft, Kunst und Volks­bildung der Reichsregierung überreichten Denk­schrift über die S ch u l n o t in dem besetzten Gebiet ergibt sich, daß die Zahl der durch die Be­satzungsbehörden oder -Truppen beschlag­nahmten Schulräume über 3200 beträgt; über 79 000 Kinder erhielten unzureichenden Unter­richt. Vielfach mußten Gebäude mir zwei oder drei Schulen belegt werden, in anderen Fällen mußten Schulen auf weitauseinandrtliegcnde Gebäude ver­teilt werden; selbst in Wirtshausjälen oder Ba­racken wurden Klassen uhergebracht. Die Stadt Esten mußte 12 Klasten verschiedener Schulen her­geben, damit für die Kinder von 2000 französischen Familien eine französische Schule eingerichtet wer­den konnte. Bei der Vereinigung mehrerer Schule»!

^Amtliches Verkündigungsblatt des Kreises Marburg.

Anzeiger für (das früher kurhestischej Oberhessen

Interesses steht die Wahl des neuen Prä­sidenten. Gestern haben bereits bei den Links­parteien Vorbesprechungen im Abgeordnetenhaus stattgefimoen. Heute nachmittag 3 Ahr werden sich di. Führer der Linkspatteien zu einer weiteren Besprechung in Kammer und Senat zusammen­finden und mit Doumergue, dem Präsiden­ten des Senats, sich in Verbindung setzen, um ihn über seine Absichten zu befragen. Heute abend noch oder morgen werden dann weitere Be­sprechungen der Linksparteien stattfinden. Die Führer der Radikalen Partei, die gestern für den Antrag Herriot stimmten, möchten eine Einigung der beiden Parteien herbeiführen, damit der ge­meinsame Kandidat mit absoluter Mehrheit ge­wählt werden könne. Als bevorzugte Kandidaten werden noch immer Painleve und Doumer­gue genannt. Letzterer hat aber bis zur Stunde seine Absichten noch nicht bekannt gegeben. Wenn Doumcrgue auftritt, dürfte Pvincar6 mit Be­stimmtheit den Po st en als Präsident des Senats annehmen. Die Linkspresse richtet heute an alle Freunde und Anhänger einen warmen Apell, sich bei der Wahl des Präsiden­ten der 'Republik ebenso einig und stark zu zei­gen, wie sie es gestern getan haben.

Die MttbMlWM.

Ernt, 11. Juni. Heute vormittag %11 Uhr begann der Völkerbundsrat seine 29. Ta­gung. Die französische Minister- und Kabinetts­krise hält noch den französischen Delegierten Leon Bourgeois sowie das spanische Ratsmitglied, den Pariser Botschafter Spaniens, Quinones de Leon, in Paris zurück. Sie werden einstweilen durch Er­satzdelegierte vertreten. Vor Eintritt in die Be­ratung über die Tagesordnung dieser Junisession beschloß der Rat auf Antrag des Präsidenten Benesch, dem österreichischen Bundeskanzler Seipel sein Bedauern über das Attentat auszusprechen und ihm baldige Genesung zu wünschen und ferner dem Völkerbundskommissar für Danzig Mac Donnel sowie der Regierung der Freien Stadt Danzig und der polnischen Regierung seine Genugtuung über die vor einiger Zeit zustandegekommene Einigung über die verschiedenen Streitfragen auszusprechen. Was die durch den Völkerbund diesmal zu be­handelnde Saarfrage betrifft, so frug der Ge­neralsekretär des Völkerbundes an, ob die Behand­lung der deutschen Note vom 30. Mai über die französischen Truppen im Saargebiet, deren Be­sprechung in den Tagesordnungsvorschlägen des Sekretariats auch nicht enthalten ist, noch in dieser oder in der nächsten Session behandelt werden solle. Der Rat beschloß auf Vorschlag des Berichterstatters für die Eaarftagen, des italienischen Gesandten Salandra, die Note auf der nächsten Session zu besprechen. Salandra erklärte, daß vorher noch die Finanzkommission des Eaargebietes angehört wer­den müsse. Von der weiteren Erhöhung der legalen Gendarmerie im Saargebiet nahm der Rat mit Be- ftiedigung Kenntnis.

Die Vorbereitungen für die

Paris, 11. Juni. Im

An mein Volk!

Paris, 11. Sunt Millerand hat nach lieber- «ichung seiner Demission an die Präsidenten des Senats und der Kammer folgende Kundgebung an feine Mitbürger gerichtet:

.Meine lieben Mitbürgeri In dem Augenblick, too ich die Vollmachten niederlege, die am 23. Sep­tember 1920 die Nationalversammlung mir mit mehr «ls drei Vierteln, ihrer Stimmen übertragen hat, möchte ich mich an Euch wenden. Als erster Beamter der Republik unmittelbar nach Beendigung des grau­samsten und ruhmreichsten aller Kriege berufen, über die Geschicke Frankreichs zu wachen, wußte ich, daß Euer einmütiger Wunsch sich in einem Wort zufammen- fassen ließ: Friedel Friede nach außen durch Ein­vernehmen mit unseren Derbündeten, durch Entwicklung der internationalen Abmachungen unter der Aegkde des Völkerbundes, durch Ausführung des Versailler Vertrages, der uns die Sicher­heit und die Reparation gewährleisten sollte, durch die Anwendung der diplomatischen Akte, die das neue Europa geschaffen hcchen, Friede im Lande selbst durch Vergessen der inneren Zwistigkeiten aus der Zeit vor dem Kriege, durch Respektierung der Glau­bensbekenntnisse und der Meinungen, durch den Schutz Mer Rechte und der berechtigten Interessen in Ruhe, Arbeit und Ordnung, durch unablässige Förderung des materiellen und moralischen Fortschritts. Die Re­gierung sollte dieses Programm durchführen und gleich­zeitig die gehäufte Schuld tilgen, die Frankreich feinen zerstörten Gebieten und den Opfern des Kriege« gegen­über eingegangen war. Ilm diese abzutragen, hat der ftanzösische Steuerzahler an Stelle des versagenden Schuldners nicht weniger als 100 Milliarden borge« schossen. Alle Ministerien seit demjenigen, dessen Mi­nisterpräsident ich zu fein die Ehre hatte, haben sich dem Werke gewidmet, das ich hier umreiße. 3n diesen 4 Jahren hat die Welt dem eindrucksvollen Sch «u- fpiel des arbeitsamen, fttedlichen Frankreich, das sich den Aufgaben des Friedens gegenüber ebenso mutig «rwies. wie den Prüfungen des Krieges, Anerkennung gezollt. Am 11. Mai haben die allgemeinen Wahlen stattgefunden. Getreu der Pflicht des ersten Präsi­denten der Republik, gewissenhaft den Willen des allgemeinen Wahlrechts zu respektieren, habe ich mich denjenigen Politikern zugewandt, die es in den Dorder- gerückt hat. Ich gedachte mit ihnen in aller Lo­yalität bei der Führung der öffentlichen Geschäfte zusammenzuarbeiten. Auf mein Angebot haben sie Mit einer Weigerung geantwortet. Sie haben meinen Rücktritt verlangt, ein nicht zu rechtfertigender An- fpruch, der im entscheidenden Gegensatz zum Geist vnd zum Buchstaben des konstitutionellen Gesetzes steht. Senn unsere Verfassung die Wahl des Staatsober­hauptes ausschließlich in die Hände der Parlamentarier legt so hat sie wenigstens die Vorsicht walten lassen, dafür zu sorgen, daß dieses Staatsoberhaupt, wenn «s einmal gewählt ist, während seiner siebenjährigen Amtszeit, abgesehen von dem Falle deS Hochverrats, niemals Rechenschaft abzulegen hat. Ein gefährlicher Präzedenzfall ist es, wenn die Präsidentschaft der Republik zum Einsatz der Wahlkainpfe gemacht, und aus einem Umweg in unsere politischen Sitten des Plebiszit eingeführt wird, und aus der Verfassung das einzige Element der Stabilität und Stetigkeit hinausgettteben wird, bas sie enthält. Ich hätte einen Verrat zu begehen geglaubt, wenn ich mich, sei es auch nur durch eigene Schwäche, zum Mitschuldigen Ewer so gefahrvollen Neuerung gemacht hätte. Ich habe Widerstand geleistet. Ich gebe erst nach, nachdem ich alle in meiner Macht stehenden vesetzmäßigen Mittel erschöpft habe. Morgen werde dH mit den guten Staatsbürgern, die mir von allen Leiten des Landes die kostbare Ermutigung ihrer Sympathie haben zuteil werden lasse«, den Kampf

Nach dem Sturze Millerands

Painleve oder Doumergue.

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London, 11. Juni. DieDaily Expreß" be­richtet, daß die Unzufriedenheit 'in Japan über die amerikanische Einwanderungs­bill drohende Gestalt annimmt.Ernste Folgen" würden vom japanischen Botschafter in Washington, Hanihara, vorausgesagt, wenn der Wortlaut der Note der amerikanischen Regierung auf den Protest veröffentlicht werde. Berichte au» Tokio zeigten, daß das japanische Auswärtige Amt ernstlich über die Lage beunruhigt sei. Die Ame­rika n e r in Tokio bekundeten eine gewisse Ner­vosität und wer es ermöglichen könne, verlasst Japan ohne Verzug.

Das Demissionsschreiben Millerands.

Paris, 11. Juni. Nachmittags wurde folgende offizielle Kommuniques ausgegeben: Minister sind heute vormittag im Elysee zum »jsterrat zusammengetreten. Millerand hat

Rene deutsch-belgische Schiedsgerichtsverbandlunsen.

Genf, 11. Juni. Gestern begannen hier unter dem Vorsitz des Genfer Ilniversitätsprofesiors Paul oriaud di- 93 tanblungen des deutsch-belgi­schen Schiedsgerichts in dem Prozeß de« belgischen Staates gegen die deutsche» Versicherungsgesellschaften und bei deutschen S'taat auf Herausgabe einer Summ» von 4050 Millionen belgischer Franken für annul­lierte Versicherungskontrakte. Für di« Belgier vlaidierre u. a. der frühere Minister de« Aeutzern Iasvar, für die Deutschen Dr. Jlg und Pro­fessor Bartsch. Der Prozeß wird etwa 4 Tage dauern.

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