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Zweites Blatt
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Devisenkurse
SBiVmir^erfahten, hoben die Fraktionen des Preußischen Landtages der Studentenschaft in ihrem Eristenzkamvf weitgehendste Unterstützung znge- saat. Der Preußische Landtag wird dem Preußischen Kultusministerium Mittel zur Verfügung stellen um die Hochschulaebühren auf ein der wirtschaftlichen Notlage der Studierenden entsprechendes Mab herabzu- setzen. ... .:?3.v
ifchen DestechungSressorts!
Größere Anforderungen konnte der russische Kriegshetzer Iswolsky wohl kaum an die moralische Biegsam- feit des Gewissens de« Präsidenten der französischen Republik stellen.
Wie diese Bestechung vor sich gegangen ist. erfährt man au« einem Bericht des russischen Hosrats Raftalowitsch, durch dessen Hände die Destechnngsrub-l aus Petersburg nach Paris gingen. Raftalowitsch berichtet am 20. April 1913 dem russischen Ministerpräsidenten und Finanzminister Kokowzen:
.Die Bestechung nimmt alle möglichen Formen an. Vom lukullischen Diner mit alten Weinen begossen, in Gesellschaft schöner Weiber, welcher der Gastgeber im voraus bezahlt, biS zu den teuren und gröberen Lockmitteln: Beförderungen, Konzessionen. Schmiergelder".
Iswolsky plaudert weiter, über Paris und Peters- bürg hinaus, mit dem Blick auf London in einem Pries vom 22. Rvvember/5. Dezember 1912:
.Die Absichten England« haben eine unvergleichlich größere Wichtigkeit .... Zwischen dem französischen und englischen Generalstab sind nicht nur ohne Unterbrechung für alle Eventualitäten, die eintreten könnten, Bvrkehrungen getroffen worden, sondern die bestehenden Heeres- und Marineabkommev haben in den letzten Tagen eine noch größere Bervoll- kommnung erhalten, sodaß in diesem Augenblicke die englisch-französische Militärkonventton einen ebenso vollständigen und vollendeten Charakter hat wie franko- russische Konvention.
In diesen Tagen war im größten Geheimnis, General Wilson, der Chef de« englischen Generalstabes hier. Bei dieser Gelegenheit wurden verschiedene Zusatzpläne ausgearbeitet, woran sich nicht nur d-e Militärs. sondern auch andere Vertreter der französischen Regierung beteiligten."
Vicht wahr? Zu keiner Zeit war für Frankreich und Rußland die außergewöhnliche internationale Lage und die Konstellation den alliierten Zielen so günstig wie 1912/13, .um die hundertjährigen Ziele unserer (der russischen) traditionellen Polittk zu verwirklichen und damit daS europäische Gleichgewicht durch die AüÄchr der entrissenen Provinzen Elsaß-vothringen wiederherzustellen."
Konstantinopel und die Dardanellen — Metz und Straßburg: das waren die von dem Präsidenten der französischen Republik Poincarä und von Jswollky, dem rufst schen Botschafter in Paris, vereinbarten Ziele einer Krieges, der vom Balkan aus seinen Ursprung nehmen und für den die französische Presse durch russische Rubel gewonnen werden sollte.
.Herr Poincare glaubt mit mir, daß für diesen Zweck ein sehr großes Opfer unsererseits notwendig ist. Ich wage kaum den Betrrag anzugeben. 3 000 000 Franken, wovon 250000 allein für ben .Radikal", Organ des Senatord Perchot." _
Herr Poincare hält die Angelegenheit für wichtig genug — man beachte: der Präsident der französischen Republik — um diesen inner französischen Teil der ftanzösisch-russischen Kriegsvolitik selbst in eine Hand zu nehmen. Iswolsky schreibt in dem schon zweimal erwähnten Brief an Sassanow vom S./21. Juli 1913::
.Ich würde diese ganze Angelegenheit mit ihm im direkten Verkehr und nach steter Beratung mit Herrn Poincarck erledigen."
Welche Angelegenheit? Die Bestechung der französischen Presse! Als was offenbart sich also Herr Poincarä, damals Staatsoberhaupt der Iran- zösischen Repub HI? Als agent Provokateur des Krieges, als Leiter des franzö-
aus den Kopf des Unglücklichen fiel. Zunner auf I dieselbe Stelle, bis er wahnsinnig wurde.
Maa beschuldigte ihn plötzlich, er habe als Pri- mauer aus dem Schreibtisch seiner Mutter Geld entwendet. Die Diebstahlsgeschichte beschäftigte die Richter. Er füllte einen Schmuck, der zur Aufbewahrung in feinem Safe gelagert hatte, für andere Zwecke verwandt und den Bürovorsteher, der darum wußte, entlaffen haben. Herwegh sagte kein Wort zu seiner Verteidigung, er lächelte nur, trenn sie neues Beweismaferial anbrachten. Der Prozeß war schon zu einem solchen Aktenbüirdel ange- schwollen, daß es in keine Ledermappe mehr hin- einqing.
Herwegh hatte sich Schreibzeug bringen lassen, um feine Erlebnisse niederzuschreiben. Jetzt hatte er ja Zeit. Aber es fand sich, daß er gar keine Erlebnisse hatte, denn daß er in Ostrowo alSSvhn eines Infanteriemajors geboren war, in München Jura fintiert, sich mit Grete Kvllin verheiratet und eine Reife nach Italien gemacht hatte, war nicht« Außergewöhnliches, und er konnte auch die Untersuchungshaft nicht übergehen. Aber diese Zett wollte er ganz au« feinem Leben streichen.
Er bat um Rotenpapier. Eine Fuge spukte ihm im Kops 'über das Thema „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, in ES-dur. »Jetzt schriest er sogar 2Me,“ sagte der Wärte zu dem geschniegelten Referendar.
Er faß über dem „Tanz der Erinnhen", aber bei de. B:...'ttszene kam er nich. weiter, da er wieder den Druck auf dem Kopse fühlte. ES war, al« würden dort Rägel eingeklopft. Gr fetzte sich auf feinen Bettrand, zählte den Puls, und bei jedem Blutstoß dachte er, jetzt kommt wieder ein Aagel in meinen Schädel.
Er fühlte nicht« mehr wie diefen Schmerz. Er schloß die Augen, sann über sein begonnenes Ballet nach und wartete auf die Svrme, die jeden
schulgebübren sestzulegen Die Vertreter aller। preuhischen Studierenden faßten folgende Beschlüsse:
1. Die Einzelstudentenschaften der Preußischen Hoch- schulen erklären: Die Studentenschaft ist wirtschaftlich nicht in der Lage, die Sochschulaebühreu m der letzt vom Preußischen Ministerin« für Wissenschaft, Kunst nnd Volksbildung festgesetzten Höh« »u tarnen. Die Studentenschaft ist wegen der untragbaren Hochschulae- bübren nicht in einen Streik eingetreten, zwingt die wirtschaftliche Rot die Studierende« einfach dazu, die Borlesunaen nicht zu bezahlen und zu belegen. Es kann infolgedessen auch nicht ,on einer Be- einslussung der Studenten durch ,hre .*ühm »ie Rede sein, sondern dies- vertreten nur pflichtbewußt dt« Lrbensinteressen der akademischen Zagend.
2. Die Einzelstudentenschaften der preuhischen Hochschulen fordern deshalb, daß die Hochschulgebuhren, auch die Gebühren für sämtliche Eraminas usw. um mindesten» % errnästigt werden, und »war durch Herabsetzung der Studiengebühren. Sie lehnen eine Erleichterung durch weitere Heraufsetzung der Ge-
Seschüftlich« Mitteilung.
Welche Suppe kochen wir heute?
Die Beantwortung dieser Frage macht der Hausfrau keine Kopfzerbrechen mehr. Sie greift zu de« beliebten .Maggi's Suppen", die wieder in viele« Serien zu haben sind, z. B. Eier-Rudeln, Eier-, Sternchen, Erbs. Grünkern, Kartoffel, Königin. Ochsen» schwanz, Pilz, Reis, Reis mit Gemüse, Tapioka echt. Tapioka-Julienne. In kürzester Zeit steht eine Wohlschmeckende. nahrhafte Suppe auf dem Tisch.
Nr. 131
Donnerstag, 5. Juni *
1924
„Rach Einsicht des Eposes des (russischen) Kriegs Ministers und meinem erläuternden Vortrage gab nach einigem Zögern Herr Pvincarä zu. baß zu keiner Zeit die außergewöhnliche internationale Lage und die politische Konstellattonen den alliierten Zielen so günstig gewesen wie gegenwärtig.
Don dieser Unterredung gewann ich die Aeber- geugung, daß Herr Poincare in jeder Beziehung mit en£ einig geht und den Zeitpunkt für gekommen hält, die hundertjährigen Ziele unterer traditionellen Politik zu verwirklichen und damit das europäische Gleichgewicht durch die Rückkehr der entrissenen Provinzen Elsaß-Lothringen wieder herzu- stellen".
Das heißt auf gut Deutsch aus dem Russisch-Fran» Osischen überseht: In dem zweiten^ Drittel des Juli 1913, also gerade ein Jahr vor dem Kriegsausbruch, hielren der russische Botschafter in Paris und der Präsident der französischen Republik (das war damals Poincare) den Zeitpunkt für den günstigsten, em für Rußland Konstantinopel und für jFrankreich Meh und Straßburg zu er- • 6 cm. 6
Allerdings sehen diese beiden Kriegsurheber nod yroße Schwierigkeiten zu überwinden; nämlich so sehr Jswolskh als Vertreter Rußland« der Balkan am Herzen liegt, so sehr ^fürchtet Poincare, daß diese Gegend Europas doch französischen Philisterseelen zu fern ist. Es kommt hinzu, daß gerade damals, im Juli 1913, her Balkan nach der bulgarischen Diederlage infolge des rumänischen Eingreifens zu einiger Aus- ficht auf vorläufige Ruhe kommen zu wollen schien: daß sich also das europäische Friedensbedürfnis einer nochmaligen Beunruhigung au« jenem Wetterwinkel WiLersetztr. 51m wenigstens den in Frankreich widerstrebenden Willen' der Sozial-Radikalen umzubiegen, beschlossen daher Poincare und Iswolsky den mit ruft fischen Rubeln beladenen Esel, der bekanntlich die höchsten Mauern überflettert, in Bewegung zu setzen. Darum schreibt Iswolsky an den russischen Außenminister Sassanow zu seinem Brief vom 8./21. Juli 1913 toeiterr:
Voranzeigen.
Auf das am Donnerstag 8 Uhr abends stattfindendO Wohltätigkeitskonzert sei nochmals hingewiesen. Erst« Frankfurter KLnstter find gewonnen um so den Abend nicht nur für das Altersheim finanziell günstig zu ge# statten, sondern auch um den Besuchern einen genußreichen Abend zu bieten. U. a. sei die bekannnt« jugendliche Tänzerin Erika Kehrmann erwähnt, die eine reiche Auswahl klassischer Tänze ant Darbietung bringen wird. Herr Mayer Fackow. ein Balladen- Jänner von ganz besonderer Charakteristik, Herr Arthur Mainzer vom Neuen Theater in Frankfurt/M. Alles in allem verspricht der Abend einen künstlerischen wertvollen Platz in den Darbietungen Marburg einzunehmen und hoffen wir auf einen regen Besuch, um- somehr. als der Erlös einem guten Zwecke dienen soll. Karten noch zu haben bei den bekannten Geschäften und an der Abendkasse.
Abend «u ihm kam. Es war das einzige Licht an diesen trüben herbstlichen Tagen. And dann kam auch sie nicht mehr, es war November. Dafür kamen utasomehr Bries an ihn, meist geschäftliche Nachzügler. die sich hierher verirrten und Ne er uneröffnet wieder zurückgehen ließ. Die mit der verstellten Schrift öffnete er mit Borsicht. Man schrieb ihm. er wurde 5« Zuchthaus verurteilt, er möge seine Berte'digungsrede danach einrichten, er mühte daS Mihttauen besiegen Zn „den Augen her Dell" stände er rein da. Das waren diejenigen, die kein Geld bei ihm p-erloren hatten. Andere übrrhi rftrn ihn mit Bvrwürsen. Bon solchen Briefen las er nur die erste Zeile und zerriß sie.
Ein verabschiedeter Buchhalter. <«r mit Gott und der Welt und den in ihr vorhandenen Gesetzen verfallen war, setzte ihm auseinander, wie er in se ner Berteidigüngsrede die blöde Menge von seiner Schuldlosigkeit überzeugen sollte and versprach ihm. sich bei ihm einzufinden, sobald er den Schergen des Klassenstaates entronnen sei. -
Das Publikum, das mit Angeduld auf die Ber- hanNung wartete, begann die lange Hast Hcr- wcghs ungerecht zu finden. Der Tag der Bechand- lung war auf den 20. Dezember festgesetzt, aber er I mußte der Influenza wegen verschoben werden, vxtcve in der Stadt herrschte. Z« i''e,en Tagen wurde seine Scheidung ausgesprochen.
(Fortsetzung folgtt
St.mme? Wahrhaft g. nun, der veränderte sich auch nicht."
Während er sang, dachte er xtn ein großes dunkles Schlafzimmer, das er einmal als Zunge allein bewohnt und in dem er sich des Abends die Angst dadurch zu vertteiben suchte, daß er laut Kirchenlieder fang. Zuweilen stand er am Fenster unbeweglich wie eine Statue, die Hände auf der Fensterbank, und sah zu den Taunushöhen herüber. Dort lag ein grüner Schimmer über der Weit. Dort ging vielleicht jetzt Grete spazieren in einem Hellen Sommerkleid und dem großen weihen Federhut. Heule war Dienstag, „ihr Tag" im Königlichen mit Mama, Mittwoch hatte sie „Kurgarten", Donnerstags „Rheinschiff" und Freitags war Whistlränzchen. und er sah die Damen an Fräu> le n Schmidts weihgedecktem Tisch mit ihren Häkel» arbeit en. und die Gener alln erzählte von dem Er- lerschen ,.Zour". Er sah die vergnügte Tafelrunde bei feiner Mama, hörte das behagliche Lachen des General«, draußen braute der Nebel, und auf dem Bahnhof pfiff die Lokomottve, die jeden Abend nach dem blauen Taunus fuhr.
Es wurde Herbst. Im Hof entblätterten die ntageren Akazien, und es regnete. Eintönig graue Tage folgten, an denen er nichts hörte wie t-en Segen rauschen und zuweilen das Rasseln des Schlüsselbundes eines Wärters, der das Essen brachte. Es war ihm, als ob alle diese Tropfen nEft vor dem Fenster auf das Blech, sondern au seinen Kops sielen. Tropf, tropf. Er summte das zweite Chopinsche Prelude vor sich hin. Tropfen auf einen Sarg. SvwaS mußte man doch auch schreibe: können. Es war wahrhaftig kein Kunststück. Eine Geschichte aus dem Mittelalter tauchte in ihm auf, von einem politischen Berbrecher, den man in einem leeren Brunnen gefangen hielt, von dessen steinernem Rand unablässig ein Tropfen
bührenerlaßgrenze ab. I
s. Die Einzelstudentenschaften der Preußischen Sock
chulen weisen aufs allersckärftteden Versuch des Preuhischen Ministeriums kur Wissenschaften. Kunst und Volksbildung. die nach Ansicht des Mtmstermms zu starke Studentenschaft durch untragbare Hochschulgebühren abzubauen, ,u-
4. Die Einzelstudentenschaften der Preußischen Soch- chulen erklären, daß die Studierenden durchaus bereit find, Gebühren tn anseme ff euer Sähe zu zahlen, allerdings fordern sie, daß dre Gebühren der wirtschaftlichen Not der Studierenden angevaßt sind.
5. Die Einzelstudentenschaften der Preußischen Sock- sckulen fordern vom Preußischen Minister,um für Wissenschaft. Kunst und Volksbildung, daß in einem ofortigen Erlaß verfügt werde:
») für die Erlangung von Ee b u b r e n e r i a B genügt fortan die Unterschrift eines Dozenten unter das Erlaßgestich des Studierenden.
b) Im Jnteresie einer für die Studentenschaft trag- baren Durchführung der Gebsibrenerlasie haben in den betreffenden Ausschüfien Vertreter, der Studentenschaft Sitz und Stimme, wie es tn der Ge- bührenerloßordnung für die Landesuntversitaten vom 13. Februar 1924 bereits angeordnet, an emer Reihe von Universitäten aber noch nicht durchge- führt ist. Die Studentenschaft fordert einen gleichen Erlaß für die Preußischen Technischen Sock-
Iwia Seit! Mi SM.
Schlagball. Dienstag Abend 61h Uhr trafen sich im Stadion die Schlagballmannschast der A. -t. «• Marburg und die Schulmannsckaft des Gymnasium Pbilivvinum zu einem Schlagballwettspiel. Die kleinen Spieler des Gymnasiums fiegten nach hartnäckigem Kampf mit 45 :41.
Nachdruck verboten.
Die Hevweghs.
Roman von LieSbe t Dill.
Urheberrecht bei M. FeuchtwanffSL Halle a. S.
> 45. Fortsetzung.
.' Sein Nachfolger begrüßte Herwegh gleich als Wen Bekannten. Er hatte ihm einmal eine Be° Dkilsigvngsklage gegen einen Kollegen geführt. Wer k<arte Herwegh n-cht!
Gegen diese Verbrüderung konnten selbst die schneidigsten Assessoren nichts ausrichten. Der dritte Wörter hörte „zu gern Musik". Sein Sohn Der „auch Geiger". Man hatte Herwegh die Geige vnizogen. Es war verboten, dah sich Antersuchungs- fiefangenc mit Musik vergnügten, berichtete ihm der gemessene kleine Assessor, der den Antersuchungs- richler vertrat, es störte die Ruhe des Ortes und dann war man ja nicht zu seinem Vergnügen hier, sondern um sich zu sammeln. And Herr d. Her- wcgh bedurfte sehr der Sammlung. Dir Klagen häi fler. sich auf den Tischen der Antersuchungsrich- t»i. Wichtige Zeugen mußten erst zesucht i.erb.n, gräulein Müller-Güth war noch in Amerika und kam eist im vttober zurück.
„Sie müssen sich ig Geduld fassen."
Da Herwegh diese bleierne Stille der Zell; einfach r-'cht mehr ertrug, durchmaß er den Raum Dundenlang mit langen Schritten und s»ng laut Vor sich hin.
Operettenmelodien, Oratorien, was ihm gerade tip<:,el. Lieder von Brahms und Balladen. „Dein Schwert, wie ists von Blut so rot, Eduard." „Wie «ff em Theater," sagten die Wärter; einer nach bent anderen kam an seine Tür geschlichen, um Du lauschen. Die Referendare mit ihren Mappen teititeii erstaunt inne, „war das nicht Herweghs
K^Die^Einzelltudentenschaften der Preußischen Soch- schulen werden daftir Sorge tragen daß d,e eilte Anzahlung der Sochschulaebufeien ven Saldierenden, die dazu wirtschaftlich in bet Lage sind, nach Möglichkeit bis zum 2C Sunt seletstet wird.
7. Die Einzelstudentenlchaften der Preußischen Som- f chulen fordern vom Preußischen Ministerium für Msienschaft. Kunst und Volksbildung etne Der- f" Vi" RattmaMing in der Weise erfolgt, daß bei den Technischen Sochschulen dreimal ieJA an den Universitäten zweimal ie d,e Satt.e des nach der jetzigen Gebührenordnung errechneten Gesamtbetrages eingezogen werden, und nicht öte Ratenzahlungen zum Teil für die erste Rate bereits % des Gesamtbetrages ausmache;
daß die Frist für die Einreichung von Gesuchen um Gebührenerlaß bis zum 15. Sunt für sämtliche Preußischen Hochschulen verlan-
PrM «»t« die etetn KMMiMren
Forderungen der Preußischen Studenten.
Berkin, 30. Mai. Auf Veranlassung des Vorsitzers der Deutschen Studentenschaft, Fritsch- Char- lottenburg. traten in der Hauptgeschäftsstelle der Deutschen Studentenschaft in Charlotten- burg die amtlichen-Vertreter all er preußischen Einselstudentenschaften zusammen, um nochmals die Stellung der gesamten preußischen Studentenschaft ,u den untragbaren Hoch-
tzk Sointarl de» 3tlWt lit Nimmt« dielt.....
Don Dr. Karl Mehrmann, Koblenz.
Die russischen Archive geben ihre Schätze Heraus, fteilich nicht in der Vollzähligkeit und in Her geordneten Art, wie die deutsche Regierung die harten der deutschen Politik von der Reichsgründung i-n bis zum Kriegsausbruch aufdeckt — Akt für Akt, igjanfc für Band — sodaß keine Lücke ist und der Welt Her unwiderlegbare Nachweis geliefert wird, daß das tee Deutsche Reich in seinen beiden Regierungkperi-
tt (der bismarckschen und der wilhelminischen''nichts, ^ber auch nichts als den Frieden wollte, und sich mit «llen Mitteln für die Beseitigung jeder Kriegsgefahr «insehte.
Wie anders sich die gesamte ftanzösische Postilk ein- Hhaltete seit dem Tage, an dem Gambetta riet, „immer Daran zu denken, nicht davon zu sprechen", das ist He Deutschland bei denen, die sich nicht durch Partei- Haß und Auslandsverhetzung den Blick für die Wirk- stchkeit trüben ließen, eigentlich nie ein Geheimnis Gewesen. Eine große Masse hat sich freilich auch im Heutschen Volke, hat sich vor allem im Ausland, die QTugen und das Gehirn benebeln lassen. And nun Hlöhlich ist es, als ob auch ihnen der Rebelvorhang weg- gezogen. die Binde von den -Augen gerissen werde. Die russische Archive treten als unpartiische Zeugen euf — für die Schuld des Herrn Poincare und Iswolsky «m Kriege und gegen die im Versailler FrledenS- Hiktat behauptete Verantwortlichkeit de« deutschen Dolles. Eine Lüge, schlimmer hat sie die Weltgeschichte B«f) nicht erlebt, wird al« das an den Pranger gestellt, was sie ist: eine Lüge.
Im Junihcft der „Deutschen Rundschau" (Gebr. Paetel, Berlin), werben diese Aktenstücke veröflentlicht.
Da heißt es in einem Briefe Iswolskys, der damals russischer Botschafter und Kriegshetzer in Paris war, vom 8./21. Juli 1913:
Handels- und Marktnachrichten.
Frankfurter Setreidemarkt
vom 4. Juni.
Weizen, Wetterauer, 16.25—16.50; Roggen 1*15, bis 15.00: Sommergerste für Brauzwecke 16.50 bW 16.75; Hafer 14.75—15.25; Weizenmehl, südd. Spezial (T 26.25-28.00; Roggenmehl 22.25-23.00; Weizen- und Rvggcnlleie 8.80—9.50 Mark. Tendenz: ruhig.
v-n der Börse.
Berlin, 4. Juni. Die Lösung der Regierungskrise wirkte in politischer Hinsicht beruhigend, ver- mochte aber einen scharf hervortretenden Einfluß auT Ne Börse nicht auszuüben. Rach wie vor '.st da» Deft'hl der Ansicherheit vorherrschend da man neue Zahlungsschwierigkeiten befürchtet, infolge der ft« lvaem andauernden mißlichen Wirtschaftslage. Daher machte sich allgemeine Zurückhaltung und sehr germge GeschältStätigkeit bemerkbar. Die Kursbewegung tje ungleichmäßig, vorwiegend aber nach unten gerich'rt., Dic Veränderungen gegen gestern sind aber im altgemeinen unbedeutend.
Absäize | Keine Ermüdung, B federnder Gang, s Schonung der Ner» | ven durch den B Continental* 9 Absatz. Haltbarer W als Leder, dabei 3 viel billiger. Der
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