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Zweites Blatt

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ihre Tränen verwischt, aber den Eindruck dieses ihre Gedanken abzulenken. Sie hatte setzt einen

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aut eine Vereinigung Die vierte und letzt den Indern gegeben gleichen Bürgerrechte

nales Hochgefühl durch den Krieg stark gewachsen und die es auch verstanden haben, die Kriegsereig-

der englischen Waren, diese Wallen fy.it Ghandi aus der Sinnfeiner-Bewrgung Irlands geholt, selbst von seinen Gefängniswärtern beliebt und die Achtung, wenn nicht die Freundschaft der

aufen 6 1524 : M. H.

es ist ein in Länder wohl Angehörigen einem Lande ten werden.

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entsprungen und zielt vor altem der Hindus und Moslems hin. Ursache haben die Briten selbst mit ihrer Wegerung, ihnen die $ie den W eiste.i zu gewähren.

5, itt.

Von rott zumeist Gbandi gcnietzt

Der Arzt, den Grete im Winter häufig auf­suchte, hatte ihr geraten, es mit Luftveränderung zu,

i Zaun in und it ihren (61628

höchstgestelltcn Engländer, vom Vizekönig Lord Reading a« abwärts.

Ohandr ohne Händen ruht 2er mehr als -nerrwürdiger Buddha lehrt

Nisrnals vergessen

Würben von Kleidern, Lluien, Gardinen u)ro nichts Bessere» übt, als die weltberühmten echten Heitman»'» Farbe», Mark« Fuchskops im Stern.

Heitman»'» Farbe spart de» Fürder«

Die oi me Grete ging wie eint Nachtwandlerin Mnher. seil ihr Lieser Abschiedsgruß ins Haus ge­flogen war Das also war das Ende einer großen Liebe!

Er nohm seinen Manie! und verabschiedete sich, er war vernünftig geworden und klug.

ES war sicher nicht vernünftig, diesen elenden Dries in Stücke zu zerreißen und ihn dann auf dem Tcpvich knieend des Nachts bei einer Kerze wie- Her .rusammenzusetzen, die meisten Worte hLiren

nisse stark finanziell und sehr zu Gunsten ihr« Landes auszunutzen, auf das ttefste aufwühlen. Wir sehen in dem Beschluß der amerikanischen Re­gierung, dessen Kritik vom nationalen amerikani­schen Standpunkt aus uns vollständig fern liege, eine sehr große Gefahr für den Weltfrieden, denn es ist undenkbar, daß die Japaner dies« Borgehen, das ste als eine Verächtlichmachung ihrer Nation ansehen müssen, sich auf die Dauer ruhig gefallen lasten.

panische Presse schlägt die schärfste Tonart gegen Amerika an. In der Tat ist dieses Gesetz geeignet,

einzig dastehendes Beispiel, daß die einer bestimmten Nation von durch gesetzgeberischen Akt ferngehal- Das muß die Japaner, deren natio-

Aber diese drei Führer sind nicht die gefährlichsten Feikcke Englands. Sie verlangen zunächst ia auch nur dir Freiheit eines Dominions im Rahmen des Imperiums Ter größte Feind, der England in Jickien bedroht, heißt Moskau, heißt oder hieß vielmehr Lenin. Di: Sowjet- herrkcher haben Indien schon seit Jahren nicht anders als das Pulvermagazin nicht nur des britischen Reiches, sondern der heutigen Zivilisation überhaupt angesehen. Für sie gilt es nur, alleentzündlichen" Elemente in Indien so zu bearbeiten, daß es ihnen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, gelingt, mit dem bolschewistischen Streich­holz dieses Pulvermagazin zu entzünden und die kapi­talistische Zivilisation in die Hölle niederzubrennen, so' heißt es in einem geheimen bolschewistischen Flugblatt, das in Millionen von Exemplaren in Indien verteilt wurde. Mit welchen Mitteln an diesem Werke gearbeitet wird ,mag daraus erhellen, daß in Moskau ein« richtig- gehmdc Propagandaschule für Indien eingerichtet wurde, an der gegenwärtig nicht weniger als 800 Inder »u Geheimagenten ausgebildet werden. Hinzu kommt noch, daß im engsten Kreise Lenins ein geheimnisvoller Inder eine große Rolle spielte, ein hochgebiLeter Bengale, ein Mann, von dem niemand den Namen kennt, aber ein Mann von außerordentlichem OrganisationstaleM und von einer Energie und Leidenschaft des Wollens, wie man ihn selten findet, ein Mann vor dem ganz Indien zittert.

England weiß, daß es hier ums Ganze geht. Selbst leine Annäherung an Rußland ist nichts anderes al« eine Abwehrmaßnahme. Und dann lei festgestellt, daß die Regierung des Vizekönigs eigens zur Bekämvsua« der Moskauer Wühlarbeit einen, wie der englische Publi­zist Shaw Desmond in seiner Londoner Monatsschrift sagt, der schrecklichsten und wirkungsvollsten Geheim­dienste organisiert hat, einen Geheimdienst, der viel­leicht nur mit dem Tscheka der Sowjets zu vergleichen ist. Man muß es den Moskauern Machthabern lassen, daß sie die besten Propagandisten sind, die es je ge­geben hat. Ihr erstes Ziel war, der molemitischen Welt zu beweisen, daß Kommunismus und Mohammeda- nismus ein und dasselbe wären, weil die Welt und alle ihre Güter Allah gehörten und nicht den Kapitalisten. Alle Könige, Palchas, Radjas uti> Khans seien, so sagt Moskau, nur Erzeugnisse eines menschlichen Gedan­kens. nicht des Gedankens Allahs. Und diese Propaganda hatte großen Erfolg. Ihre erste Frucht war die Sowjet­republik Buchara. Das nächste Ziel war die Bildung einer Wrltliga der Moslems. Auch diese Propaganda hatte ungeheuren Erfolg. So tourbc auf dem indischen Svaray-Kongreß im Dezember des vergangenen Jahre? beschlossen, eine Förderation der asiatischen Rassen zur Emcnzipation Asiens zu bilden, Asien den Asiaten! Dieses Schlagwort wlll seitdem nicht mehr verstummen.

Schill von Berlin nach Stralsund kann, wenigstens i*m Sinne noch, die Tat Schlageters in großen Zügen gleich­gestellt werben. Es war ein jäher Aufbäumen des go» knechteten deutsche» Geistes gegen härteste Unterjoch«»« und schnöde Ausbeutung.

Schlaget«, dies« Bauernsohn aus dem Schwarzwald, war ganz Soldat. Er trat 1914 freiwillig in das Heer, wurde zweimal verwwundet, bracht« es schnell zum Offiznr, von Kameraden, Untergebenen, Vorge­setzten gleich hoch geschätzt. Rach dem Zusammenbruch d« deutschen SStberftanb« focht «, aus dem Heere nach dessen Auflösung entlassen, im Baltenland, im Rubc» gebiet gegen die Spartakisten, ht Schlesien gegen die Polen« 1923 sah ihn Wied« an d« Ruhr, wo « di« Eisenbahn« brücke bei Caleum, allerdings vergeblich, zu sprenge« suchte. Aber die der hauptsächliche Abtransport der Ruhr­kohlen nach Frankreich ging. Zum Tode «rnrteilt, starb er mit somatischer Festigkeit. Sein Lebe» und Steroe» war dem Vaterland getottbL

Zu Marburg findet am Montag, den 26. Mai, 8 Uhr abends, in den Stadtsälen, die Totengedächtnisfeier statt, keine politische, keine parteiliche, keine einseitig« Einstellung, sondern eine rein vaterländische Gedenk­stunde, eine Stunde der Erhebung und der Zuversicht einer besseren Zukunft unseres Boltes. Daß diese Sutude all- seitige Anteilnahme finden wird dessen sind wir

ilchtig« sttgaffe 3321

tank.

Trieles würde kein Mensch vernichten, kein Er­lebnis und kein Gefühl. Sie fand sich mir einem Male ganz alt, wie versteint, unfähig, etwas , zu deuten, zu empfinden, ja nicht einmal weinen konnte sie mehr.

Sic magerte ab und verlor ihre frischen Far­ben. alles war ihr gleigültig, ihr Leben, ihrs Ehe, itjic Zukunft, die ganze Welt war leer geworden für sie

Sie haßte Ernst, der ihr so ruhig bei Tisch gegenüber saß, als ob er niemals vor ihr gekniet und ihre Hände geküßt hätte. Weil der Arzt einmal ihrem Vater abgeraten hatte, wegen sein.'s Herz- le dl ns im heftigen Wind spazieren zu gehen, durch­wanderte sie im Sturm die entlaubten Wälder und stieg auf die Höhen hinauf,dem Regen, dem Wwd. dem Schnee entgegen", wie Ernst sang. Ja, er konnte singen und Choräle spielen, während sie litt. Sie wollte krank werden, sterben.

Ihr Herzklopfen nahm zu. Sie ließ sich un­tersuchen.Haben Sie vielleicht in letzter Zeit ellv rs Artsregendes erlebt?" fragte der Arzt.

Grete senkte den Kopf.Da, etwas Furchtbares, aber ich kann nicht sagen, was."

»Das t erlangt auch niemand von Ihnen, gnä­dige Fru> aber es beruhigt Sie vielleicht, daß Ihr Herzklopfen nur von seelischen Erregungen gekommen ist und daß es sich legen wird, wenn die Erinnerung an das Erlebte schwindet."

Wenn sie die Kurhausstraßeherunterkam, glaubte sie an allen Männern, die ihr entgegenkamrn, eine Achnl'ckkeit mit Lutz zu finden, und jedesm-rl, wenn sie eine hohe schlanke Männergest-.'lt er- hiid'e, zuckte sie zusammen. Ihm jetzt zu begegnen, erschien ihr als das Furchtbarste. An den Sonn­tagen stelste sie sich krank, um seine Mutter nicht zusehen, dieses Haus, in dem er gewohnt.

Sie konnte weder essen noch schlafen, und lange, nachdem Ernst sein Licht gelöscht hatte las sie beim Schein der blau beschirmten Lampe und versuchte

Nv. 122

Sonnabend, 24. Mai 1924

Die indischen Führer sind Männer von ganz außer- rrdemlicher Persönlichkeit. Da ist zunächst Mohammed Ali, ein hochgelehrter Moslem mit ungewöhnlich schar­fem und durchdringendem Geiste und einem heißblü­tigen Temperament für die Sache der Freiheit. Auch 6 R- Das, ein Advokat mll hinreißender Beredsamkeit, der ebenfalls zu den hervorragendsten Führern im Kampfe gegen England zählt, ist Moslem. Auch er rin scharfer und klarer Geist, ein kluger Diplomstenkopf. Mahat­ma, d. h. der Gottmensch, Ghandi dagegen ist das genaue Gegenteil der beiden anderen. Er ist Hindu und mehr Mystiker, religiöser Fanatiker als Politiker. Er ist bekanntlich kürzlich erst aus einer sechsjährigen Gefängnis- schaft entlassen worden. Von diesen drei Führern ist

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Die schwere Geld» und Kreditkrise, di« über Deutschland- hereingebrochen ist, erweitert sich mehr und mehr zu einer Arbeits-und Wirt» schaftskrise. Ein Betrieb nach dem anderen sieht sich gezwungen, aus Mangel an flüssigen Mit. teln seine Tätigkeit einzuschränken. Die Vorgänge bei Mansfeld, bei den Deutschen Wer. k en, bei den Rheinischen Metallwerken (alles drei Riesenbetriebe mit vielen Tausenden von Arbeitern und Angestellten) sprechen eine be. redte Sprache. Sie sind mindestens in dem gleichen Maße zu beachten, wie der Beschluß des Stahlwerks Becker, sich Unter Eeschäftsaufsicht zu stellen, ein Be» schluß, der weit über die Grenzen Deutschlands hin­aus das allergrößte Aufsehen erregt hat, weil er die Situation, in der sich Deutschlands Wirtschaft ge- genwärtig befindet, schlaglichtartig beleuchtet. Du Krise wird noch verschärft durch den gleichzeitig aus. gebrochenen Arbeitskampf im Rheinisch-Westfäli» scheu Bergbau, der geeignet ist, auch die Kohlenver­sorgung eines sehr großen Teiles der deutschen In- dustrie aufs schwerste zu gefährden. Roch steht man keine Möglichkeit, hier zu einer Einigung zu ge­langen, zumal von linksradikaler Seite das Feuer des Streiks aufs eifrigste geschürt und mit aller Macht zum Generalstreik gehetzt wird.

Auf der anderen Seite hat die abermalige Schwächung des Frankenkurses die Abwicklung der verlustbringenden Lieferungsgeschäfte zum Mai- Ultimo zweifellos erleichtert. Der Geldmarkt bleibt dauernd in relativ günstigerer Verfassung, wenn auch die Erlangung von Krediten immer noch nur sehr schweren Bedingungen möglich ist. Die Reichsbank hält grundsätzlich an ihrer scharfen Re­striktionspolitik fest und die in der Preste immer wieder auftauchenden Behauptungen, daß im Inter- este der in schwerste Nöte geratenen Industrie eine Erleichterung in bezug auf die Kredtgewährung eintreten solle, sind jedesmal prompt abgestritten worden. Bis jetzt ist es nicht gelungen,-einen gang­baren Weg zu finden, auf dem der Zusammenbruch oder wenigstens die Gefährdung großer, erster In­dustriefirmen lediglich infolge mangelnder Liguidi- tät und der Unmöglichkeit, trotz bester Sicherheiten Kredite zu erlangen, verhindert werden könnte. Es ist nicht ganz unberechtigt, wenn in ausländischen Zeitungen behauptungen worden ist, in Deutschland herrsche tatsächlich ein verstecktes Zah­lungsmoratorium. Wer nicht pünktlich zahlen kann und das können sehr viele nicht läßt seine Gläubiger einfach warten, und diese miisi

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versuchen. So überredete sie Ernst, im Sommer eine Nordlankreise zu machen.

Er hätte Italien vorgezogen, aber Grete liebte das Unbekannte.Italien kenne ich ja." Die kühlen nordischen Länder zogen sie an. -Sie rei­sten über Kopenhagen, wo sie die erste Station machten, nach Ehristiania, Bergen und Drontheim, von dort traten sie die Nordlandfahrt an. ES war Ende Juli und das letzte lichtschimmernde Lurus- schisf. das eben vom Nordkap zurückkam, begeg­nete ihnen an den Lofoten.

Nur einige schweigsame hagere Engländer mit langen Angelruten befanden sich auf dem Post- schuellsiff. ein in Lodenmäntel gehülltes älteres Profesjorenehevaar und ein junger Maler aus Düs­seldorf. Ernst unterhielt sich mit dem Professor, einem überzugten Demokraten, über Politik und mit dem dicken Kapitän über die Loslösung Norwe­gens von Schweden. Die Professorenfrau war bin männlichem Seist erfüllt und sozialistisch angehaucht, weshalb Grete sich von ihr fernhielt. Es regnete viel und man fror. Ernst hatte ein Klavier ent­deckt und spielte Grieg oder phantasierte an Re- genabenden. während die anderen beim heißen Glühpunsch sahen. Der Maler blieb Grete über- lassen. Er erzählte ihr, daß er meist Akte male, seinebadende Nymphe" war in Ehristiania im Museum, ausgestellt.

Durch ihn lernte sie auch andere Maler ken­nen, in einem Grandhvtel in der norwegischen Hochlcndwüste. Als sie den schweigsamen Ael- teften der ewig mit seiner Shagpfeife am Kamm und sich nie aus seinem grauen Swaeter her­auswickelte, fragte, was er eigentlich male, ant­wortete er;Ich male nur Schnee." (Forts.folgt) ...................... .......... i imnii1 rin

Freund in einer Leihbibliothek, der ihr die inter­essanten Bücher schon eingewickelt zurechtlegte, mit denen sie ihren Seelenzustand zu beruhigen ver­sucht.

Sie brauchte Liane nicht mehr dazu. Sie durch- blättcite die psychologischen Studien in den Aächien mit heißen Augen und hämmernden Herzen.

Aber c6 waren doch nur gedruckte Zeilen, und in allen Helden fand sie Lutz wieder. Es gab so viele Lutz? Ach, für sie gab es nur einen! >.

Sie begann zu rauchen. Die Männer rauch­ten immei »wenn sie schwere Gedanken los werden wollten. Ernst paffte den ganzen Tag Zigaretten warum sollte sie nicht rauchen?? Es stand ihr außerdem. Sie probierte vor dem Spiegel, wie es aussah mit dem zierlichen Zigarettenhalter, die Nwge glitzerten dann so hübsch. Sie bat den ga­lanten Provisor in der Apotheke nebenan, ihr Gift zu verschaffen. Er besorgte ihr sonst alles, was sie verlangte, aber jetzt zog er sich plötzlich in seine Schale zurück.Wozu braucht eine so hüb­sche jui.ee Frau denn Gift?" meinte er mißtrauisch und sah sie forschend mit seinen schwarzen Brom- beeräugen aiu

»Für die Ratten," sagte Grete.

Sind in dem Goldenbergschen Hause Ratten? Das muß ich doch mal dem alten Herrn mitteilen, der immer so überlegen tut, als sei sein Haus un­übertrefflich gebaut," und er rückte nichts heraus.

Während solcher Giftmordgedanken klingelte das Telefon und Mama fragte, ob Grete denn die Aida" vergessen hätte, sie hatten sie heute im Abonnement. Ach, jetzt muhte man sich wieder umkleiden, und diese alten Priester mit ihren lan­gen Flachsbärten und den Posaunen waren ihr heute geradezu widerwärtig. Wenn es wenigstens Feodora" gewesen wäre, wo es sich um Verrat, Duell und Mord handelte...

gegen feine Feinde, gegen sein Schicksal wehren solle, (kr glaubt nur an die Freiheit, die durch innere Um­wandlung der Menschen errungen wird. Deshalb fordert er sogar von baten, die der Sache Indiens dienen wollen, das Zölibat und von den Verheirateten, daß sie wie Schwester, und Bruder leben. Ghandi glaubt so fest en die Kräfte der Indischen Seele, da er hofft, auf feinem Wege eine völllz unblutig: Freiheit ia zwei bis drei Jahren erreichen zu können Ghandis Waffen sind die allgemeine Verweigerung der Arbeit, der in- dischr Generalstreik und bet pasllve Widerstand, ver­bunden mit dem zivilen Ungehorsam, der NichV.chtung der britischen Gesetze und Verordnungen, uns dann der

mehr das viel umstrittene Gesetz angenommen wor­den. das der Einwanderung der

paner in die Vereinigten Staaten schroff ein Ziel setzt. Ein heftiger Kampf in der öffentlichen Mei­nung Amerikas wie Japans wurde um dieses Ge­setz geführt. Die Japaner sehen in seinen Bestim­mungen einx Deklassierung ihrer Rasse und die ja-

die gegensätze zwischen Amerika und Japan auf das ernsteste zu verschärfen. Es ist undenkbar, wie eine Nation sich einen solchen förmlichen Ausschluß aus der menschlichen Gesellschaft auf die Dauer gefallen lasten kaan. Gewiß hat jedes Land das Recht, innerhalb feiner Grenzen dafür zu sorgen, daß die fremdländischen Elemente nicht überwuchern, und in ihrer wirtschaftlichen und politischen Betätigung nicht den Einheimischen zur Gefahr werden. Aber der Statsgeschichte aller Völker und

Set «Ws um Mit».

In Indien sitzt die Handvoll Europäer wirklich aus Atem Pulverfaß, das jederzeit hochfliegen kann. Und Hamit wäre das britische Imperium an seiner wunder- barsten Stelle getrosten. Was ist Indien? Es ist nicht «in Land schlechtweg, sondern eine Keine Welt für sich, »ngefähr halb so groß tote Europa, eine Welt mit vier Hauptreligionen, von denen (ich viele untergeordnete Religionen abzweigen. Vom gelehrten Bengalien bös »im Fuzzy Wizty der norwestlichen Bergländer ist in dem 318 Millionen-Lande jeder Typ der menfchlichen Kul­tur vertreten.

D« beste Bundesgenosse des Briten war stets die Zer­rissenheit, die Uneinigleit und Zwiespältigkeit der Indier selbst. Tief« Bundesgenosse beginnt jetzt seine Stärke zu festeren. So wurde der größte Gegensatz, nämlich 8er zwischen Mohamedanern und Hindus, neuerdings durch die Non-Eo-Operation überbrückt und selbst das fliegerische Bergvolk der Sikhs, das sich immer für Bri­tannien hinopf«n ließ, hat sich in der Akalibewegung zusammengeschlossen und ist nicht mehr unbedingt in in der Hand der britischen Behörden Die einzigen zu­verlässigen Stützen des Vizekönjgs sind die kleinen Gurk- Has, die eingeborenen Prinzen und ein Teil der Kauf­leute und eingeborenen Beamten.

Vier verschiedene Ursachen und Kräfte sind es, die an her Unterhöhlung und Zersetzung der britischeir Macht­stellung in Indien arbeiten. Da ist zunächst die Bewe­gung der Moslems. Im Weltkrieg hat eine halbe Million Mohammedaner gegen die türkischen Glaubens­hrüder gekämpft. Ihr Kampfziel: die territoriale Un­abhängigkeit der heiligen Stätten, ist nicht erreicht worden. Die zweite Ursache der heimlichen Empörung waren fy.e Punjab-Unruhen, vor allem das Blutbad von Amritsar, wo der britische Gouverneur Sir Michael O'Dwyer Tausende von Demonstranten kaltblütig hinmorden ließ. An dritter Stelle steht die Akali-Bewegung der Sikhs. Diese Bewegung ist hauptsächlich religiösen Motiven

Zweifel der einstußrllchste. In seinen der Wille der überwiegenden Mehrheit 300 Millionen 3über. GHandl ist ein Freiheitskämpfer. Wie Christus und er, daß man sich nicht mit Gewalt

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Nachdruck verboten.

Die Herweghs.

9; omon von Liesbe t Dill.

llrh.berrecht bei M. Feuchtwanaex, Halle a. S.

36 Fortsetzung.

Er emfifafyl ihr, den Brief mit den anderen forg- - fällig zu vernichten.Mit Briefen ist schon viel Unheil angerichtet worden, liebe Grete, denk an dich und deine Mutter" die alte Kol!in mußte man doch auch anstandshalber erwähnen, die ver­gaß man immer.

Ich sage das nur deinetwegen," schloß Lutz, : »denn was mein Leben betrifft, so ist mir dieses vollkommen gleichgültig. Wenn es aber fein sollte - daß das Schicksal es will hoffentlich Witt es das nicht, dachte er,ich bin bereit." Er las den Dries noch einmal durch und fand ihn gut.

And nun will ich nicht mehr daran herum­deichseln, dachte er, denn sonst wird mirs wieder leiO. Er nahm Siegellack und schloß den Brief, indem er dos Wappen seiner Mutter, ein zierliches Schild mit vier Lilien und einer Schlange, drauf­brückte.

Dann steckte er den Brief in den Aerinelauf- schlag. schenkte der erstaunten Trina einen Taler «k-d eine Viertelstunde später saß er im D-Zug nach Dain/j.

$65 tzesktz seien Die Susan«.

Im amerikanischen Parlament ist nun-

6 Wer.

8(m 26. Mak 1923, 4 Uhr morgen?, wurde Albert 2eo Sch la geter auf der Holzheimer Heide vor Düssel­dorf von den Franzosen standrechtlich erschossen. Er fort als Schlachtopfer und Wutzeuge unter der großen Masse derer, die von den Peinigern unsere- Rhein- und Ruhrlandes zu Tode gejagt worden sind, sei es durch offene Abmordung, sei er durch Hinsiechen in ftanzösischen Zuchthäusern ober Strafkolonien. Aber Schlaget«- Bei­spiel ist ein besonders «greifendes, denn es hat uns mit all« Deutlichkeit bewiesen, wie die Franzosen gewillt waren und eS, trotz aller Verschleierungen und Vertrö­stungen, noch immer sind, unser Ruhrgebiet nicht frei« zugeben, sondern diesesPfand" zu behalten und aus­zupressen, fofange es immer geht.

Wer war Schlaget«? Es ist gerade in dieser Zeit deutscher Zersplitterung und Ohnmacht dringend notwendig, daß sich das deutsche Volk durch alle Schichten, bis in die reifere Jugend hinein, über die Bedeutung dieses Mannes klar wich. Boshafter und niederträchtiger Klassenhaß und internationale Verhetzung auf der einen, meid;mutiges Verzagen uttb kraftloses Treibenlassen auf der anderen Seite haben diesen deutschen Helden ver­leumden wollen, indem sie ihn einen Abenteurer, einen Landsknecht genannt haben. Das ist eine wahrhaft be­schämende Erscheinung für das gesamte deutsche Volk, daß sich solche Stimmen geregt haben und noch immer nicht verstummt sind. Die überwiegende Mehrheit aber ist, glücklich« Weise, ganz anderer Meinung. Sie steht auf dem Standpunkt des Dichters Paul Boedeliughaus'

Du hast uns wollen zeigen. Was deutsch« Mut vermag: Zu kämpfen und zu schweigen! Drum sollen Flammen steigen Aus Deinem Sterbetag!"

Ja, diese Flammen ste-gen empor. Alldeutschland abgesehen von international-verhetzten, gleichgültigen, pa­zifistisch-matten Kreisen rüstet sich, den Tag der Opfe­rung Schlageters in schlichten und würdigen Gedenkfeiern zu begehen, damit seine Tat und fein Sterben nicht er­lösche, sond«n fruchtbar weiter wirke zur sittlichen Ge­nesung seines deutschen Volkes. Die Schlageter-Gedächt- nisseiern sind nicht, tpie von abgeneigter Seite irriger Weise behauptet wird, Ereignisse zur Aufreizung, nicht Überdachtsame und herausfordernde Veranstaltungen, son­deren willkommen und dringend gebotene Anlässe, um b:e stumpfen Geist« aufzurütteln und den breiten Kreisen dav- rvtun, welche Pflichten uns« niedergeworfenes, zer­spaltenes, getretenem d.rtsches Volk für die Zukunft, viel- (richt für eine noch recht fernliegende Zukunft zu er­füllen hat. Es gilt folgende Regungen d« deutschen Volksfache, die unter dem hatten Druck d« Zeit ein« geschlafen sind, von Neuem zu beleben: Mut und Be- kennettum den Tyrannen gegenüber, aufrechte und un­gebeugte Halfing po vn Zwangsherren, Todesbereit- lck-ofi und willig« Opfermut. Für diese Eigenschaf­ten ist Schlageter vorbildlich. Somit ist er ein Mahner und Erzieh« im Sinne der Motte, die vor mehr als 250 Jahren ber Große Kurfürst von Branden­burg geprüft hat:Einstmals wird aus meinen Gebeinen der Rächer erstehn."

Schlageters Tat gleicht einem Feuerzeichen, dem ersten, von weith« leuchtenden Blitz, der das nahende Stnrm- wetter mahnend kündet. Man kann sie vergleichen mit dem Nürnberger Buchhändler Palen, der 1806 die SchriftDeutschland in seiner tiefen Erniedttgung" ver­legt hatte und deshalb auf Geheiß Napoleons I. stand­rechtlich erschossen wurde: 24 Stunden nach Fällung des Todesurteils. Auch mit dem Zuge des Majors v.